Was tun, wenn Mutationen auftreten.

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  1. #1 Joachim, 05.02.2001
    Joachim

    Joachim Foren-Guru

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    Hallo Leute,

    man liest oft, dass die Zucht von Mutationen von vielen abgelehnt wird. Was soll man also tun, wenn unbeabsichtigt plötzlich eine Mutation im Nest liegt. Dies ist mir nun mit meinen Bandfinken in der 15. Generation passiert. Wie es aussieht, wird der weiße Bandfink auch groß werden.

    MfG
    Joachim
     
  2. Toby

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    Hallo Joachim !

    Klar es gibt viele Gegner von Mutationen aber es gibt auch viele Leute die jede neue Mutation begrüßen !
    Das hängt natürlich von dem Aussehen ab.

    Ich denke mal bei jeder Mutation die in hinsicht der Farbe auftritt sollte man versuchen diese Mutation zu vermehren und zu festigen.

    Das Problem ist ja, das Du sagst, in den bisherigen Generationen ist keine Veränderung aufgetreten. Nun sind auf mal zwei weiße geschlüpft. Dann stellt man sich ja die frage woher kommen die nun ? Ist es eine laune der Natur und der kleine weiße behält seine merkmale für sich und nach seinem tot ist sie wieder verschwunden ? Oder verpaart man ihn mit dem Gegengeschlecht seiner Eltern und erhält so noch viele weitere weiße ?!!!

    An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall versuchen diese Mutation zu festigen (Ich denke mal so wie ich dich kennen gelernt habe wirst Du das auch tun)!

    PS: Hat der kleien eigentlich rote Augen (Albino) oder hat er, so wie die Naturfarbe auch, schwarze Augen ?
    Wäre schön wenn Du bei Gelegenheit mal ein Foto zeigen würdest !
     
  3. #3 Joachim, 06.02.2001
    Joachim

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    Hallo Tobias,

    du schätzt mich richtig ein! Der Jungvogel hat rote Augen, ist also ein Albino. In Holland sollen einmal weiße aufgetreten sein, bei denen die Männchen allerdings ein rotes Band hatten. Sie sollen heute ausgestorben sein. Wenn das stimmt, ist mein weißer ein Weibchen, denn es ist wirklich schneeweiß. Da du ja weißt, dass ich aus Sicherheit nur Weibchen zur Zucht ansetze, die mindestens 2 Jahre alt sind, hoffe ich, dass der Vater noch so lange gesund bleibt. Ich habe von dem Jungvogel Fotos kurz nach dem Schlupf, nach dem Beringen und jetzt nach 14 Tagen gemacht. Die nächsten folgen nach dem Ausfliegen. Ich werde sie dann in unserem Forum zeigen. Es dauert also noch ca. 14 Tage. Machs gut!

    MfG
    Joachim
     
  4. #4 ortolan, 27.02.2001
    ortolan

    ortolan Guest

    Hallo und einen wunderschönen Tag zusammen!

    Unbedingt versuchen, die Mutation zu erhalten - aber die Entscheidung hast Du ja ohnehin schon getroffen. Ich wünsch Dir dabei viel Erfolg und drücke fest die Daumen!

    Herzlichst
     
  5. #5 Joachim, 27.02.2001
    Joachim

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    Hallo Ortolan,

    ich denke auch, wenn man verantwortungsbewusst mit Mutationen umgeht - also nicht Vermehrung um jeden Preis - sollte man sie erhalten. Ich habe aber auch schon andere Stimmen gehört, die sogar so weit gingen, den mutierten Vogel zu töten, da er in der Natur auch keine Überlebenschance hätte.

    MfG
    Joachim
     
  6. #6 Mathias, 27.02.2001
    Mathias

    Mathias Guest

    Hallo!

    Wer behauptet, daß Mutationen in der Natur keine Chancen hätten, hat vom Motor der Evolution wohl noch nie etwas gehört! Zwar dürften Albinos (darum gings bei den Bandamadinen doch?) tatsächlich wenig Chancen in der Natur haben, doch halte ich die Diskussion um Mutationen bei Prachtfinken wie der Bandamadine für ziemlich überzogen. Ich muß gestehen, die Naurformen sind mir meist am liebsten, aber bei domestizierten Formen, oder Arten, welche sich auf dem Weg dorthin befinden und die keinerlei Gefährdung in der Natur gegenüberstehen mit solche Argumenten um sich zu schmeißen, ignoriert auch die gesamte Zucht und Haltungsgeschichte von Vögeln. Wer mit dem Argument der Natürlichkeithantiert,sollte nicht übersehen, daß Vogelhaltung und Zucht alles nur nicht natürlich ist, so sehr man sich auch bemüht. Verglichen mit den Wildformen dürften alle unsere langjährig gezüchteten Prachtfinken eine vom Wildtyp wegführende Entwicklung genommen haben. Meine Goulds sehen, obwohl sie wildfarben sind,den wirklich wilden Goulds in punkto Farbintensität und Größe auch nicht mehr übermäßig ähnlich (gut ich übertreibe hier, aber jeder weiß, was gemeint ist).
    Wer mit den Argumenten der Natürlichkeit operiert, darf vor allem nicht vergessen, daß Mutationen in der Natur völlig natürlich sind. Ob sie eine Chance haben oder nicht steht auf einem anderen Blatt.
    Wer verantwortlich züchtet, d.h. ohne z.B. einen gefährdeten Bestand seiner Resourcen zu berauben, was hier definitiv nicht gegeben ist, sollte sein Interesse ungestört einer Mutation zuwenden dürfen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

    Grüße,

    Mathias
     
  7. #7 Joachim, 28.02.2001
    Joachim

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    Hallo Mathias,

    danke für deinen Beitrag. Ich würde sogar etwas weiter gehen. Mutationen waren und sind der Motor der Evolution. Welche Mutation sich auch wirklichen durchsetzen kann, hängt von den Umweltbedingungen ab. Da wir Menschen in der Zucht die natürliche Auslese durch unsere eigene ersetzen, haben wir sicherlich auch eine nicht unerhebliche Verantwortung übernommen. In diesem Sinne.


    MfG
    Joachim
     
  8. #8 Stefanie P., 02.03.2001
    Stefanie P.

    Stefanie P. Guest

    Hallo alle zusammen!
    Ich habe eure Beiträge alle interessiert mitverfolgt und habe dazu nun eine Frage: Welche Gründe haben eigentlich Menschen, die sagen das Mutationen nichts nützen? Wie kann es eigentlich soweit gehen, dass sie solche Vögel sogar töten wollen?
    Es sind ebenfalls Lebewesen!!!
    Ich finde diese Diskusionen über Mutationen sehr interessant und hoffe das sich jemand dazu äußert, es wäre nicht einmal schlecht,wennsich eine Gegner der Mutation meldet, dann könnte man gleich die andere Seite hören!
    Mit freundlichen Grüßen
    Stefanie
     
  9. #9 Joachim, 04.03.2001
    Joachim

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    Hallo Stefanie,

    der Hauptgrund der Gegner von Mutationen ist, dass die Arterhaltung dadurch nicht mehr gesichert ist. Unter Arterhaltung wird die Erhaltung des Erscheinungsbildes der Naturform angesehen. Sicherlich sind in der Vergangenheit aus Profitgründen viele Sünden begangen worden. Die meisten interessierten sich nur noch für die Mutationen und nicht für die Naturfarbe. Dadurch gab es z. B. bei den Gouldamadinen nur noch ganz wenig rein naturfarbene Stämme. Ich denke aber, dass jeder verantwortungsbewusste Züchter sich nicht so verhält. Ich züchte selbst auch Gouldamadinen und trenne den naturfarbenen Stamm strikt von den Mutationen. Natürlich benötige ich für die Mutationen auch schon einmal einen Naturfarbenen, die Jungen davon werden aber nicht mehr mit den reinen Naturfarbenen verpaart.

    MfG
    Joachim
     
  10. #10 Rene Scholz, 20.03.2001
    Rene Scholz

    Rene Scholz Guest

    hi joachim,

    ich schätze dich sehr bezüglcih badfinmken (wer schafft es sonst 15 generationen aufzubauen?).

    aber ich hoffe doch, das du die mutation so vermehrst, das du nicht gleich an das GG paarst und dann an das ausgangstier die jungen, das würde die mutation nicht halten sondern langfristig zerstöhren.

    mein tipp wäre, das tier mit 2 versch. tieren zuberparren und über die erziehlten jugne es zuversuchen, d.h. von nr. 1 den hahn und nr.2 die henne, oder andersrum.

    ichs chätze mal, das es sich um eine rez. vererbung handelt.


    mfg rene
     
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