Ab wann spricht man von einer Verhaltensstörung?

Diskutiere Ab wann spricht man von einer Verhaltensstörung? im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallöchen! Mich würde mal sehr Interessieren ab wan IHR von einer Verhaltenstörung sprecht bei Graupapageien? Ich weis der Begriff ist...

  1. Utena

    Utena Guest

    Hallöchen!
    Mich würde mal sehr Interessieren ab wan IHR von einer Verhaltenstörung sprecht bei Graupapageien?
    Ich weis der Begriff ist Weiträumig,mich würde interessieren ab wann ihr eine Verhaltensstörung einstuft?
    Ist es erst ab dem Rupfen oder schon wenn Graue die Hand der Bezugsperson anbalzen?
     
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  3. #2 Inge, 10. Oktober 2002
    Zuletzt bearbeitet: 10. Oktober 2002
    Inge

    Inge ...

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    6. November 2001
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    Das kann endlose Diskussionen geben

    Hallo Sandra,

    das ist wohl eine Frage zu welcher es zig verschiedene Ansichten geben kann. Eigentlich ist ja das "zutrauliche" Verhalten, "auf die Hand oder den Arm kommen" schon für einen Vogel "nicht normal". Normal flieht ein Vogel vor einem Menschen. Also wäre das ja dann schon "verhaltensgestört" oder nicht :?

    Wenn mans so nimmt, sind ja eigentlich alle "in Gefangenschaft" gehaltenen Vögel - also unsere Papageien - verhaltensgestört ? Es weicht von der Norm, der Natur ab. :? :s

    Ausserdem: Ist "verhaltensgestört" immer was "schlechtes" für den Vogel und/oder den Menschen ?

    Sandra, :) , übrigens, ich finde Du hättest das auch ins "Allgemeine Vogelforum" schreiben können - geht doch alle an, oder geht es Dir nur speziell um Graupapageien? Du fragst ja schon "bei Graupapageien".
     
  4. Utena

    Utena Guest

    Hallo Inge!
    Eigentlich hast du Recht das ich das ins allgemeine Forum setzten sollte.
    Hab mir das auch überlegt,aber nicht alle Graupapageienbesitzer sehen auch im allgemeinem Vogelforum nach.
    Also hab ich mich entschlossen es ins Graupapageienforum zu setzten da mich die Meinung der dort vertretenden Personen zu den Grauen interessiert.
     
  5. Anne Pohl

    Anne Pohl Guest

    Hallo Utena,
    ich habe Wellensittiche und keine Graupapageien.
    Rupfen ist meistens (aber nicht immer) eine Verhaltensstörung - aber oft eine, die auf falsche Haltungsbedingungen zurückzuführen ist. Wenn ein Wellensittich meinen Finger anbalzt, ist das keine Störung, sondern völlig normales Balzverhalten. Vielleicht hat er keinen Partner oder nicht den richtigen - dann ist der Vogel normal, aber die Haltungsbedingungen sind nicht richtig. Oder er balzt mich an, wie er andere Vögel anbalzt, dann ist das Verhalten normal, die Haltungsbedingungen sind es auch, nur der Vogel kann mich nicht von einem Wellensittich unterscheiden. Auch völlig okay.
    Jeder Vogel hat ein Verhaltensrepertoire, das er der Situation entsprechend anwendet. Wenn er das tut ist, er normal. Nur für die Halter scheint das oft nicht normal zu sein. Ständig schreiende Papageien sind nicht verhaltensgestört, sondern sie reagieren der Situation entsprechend. Sie werden falsch gehalten.
    Gruß,
    Anne
     
  6. Utena

    Utena Guest

    Hallo Anne!
    Also wenn ich dich jetzt recht verstehe,dan ist es deiner Meinung nach normal wenn in deinem Fall Wellensittiche ,Menschen anbalzen obwohl gleichgeschlechtliche Artgenossen zu Verfügung stehen !
     
  7. Anne Pohl

    Anne Pohl Guest

    Re: Re: Ab wann spricht man von einer Verhaltensstörung?

    ...
     
  8. Anne Pohl

    Anne Pohl Guest

    Hallo Utena,
    ja, nach meiner Erfahrung schon. Wenn meine Vögel in Brutstimmung sind, dann balzen einige mich auch an, obwohl ich kein besonders inniges Verhältnis zu ihnen habe. Ich liebe sie natürlich sehr, aber sie sind in einem Extrazimmer für sich und unter sich und haben keine spezielle Beziehung zu mir. Wenn sie mich anbalzen, dann nehme ich das als Kompliment.
     
  9. Rena1

    Rena1 Guest

    hallo zusammen,

    verhaltensstörung..eine gute frage.

    mein grauer,den ich vor einen 1/2 jahr bei mir aufgenommen habe,könnte ich anfänglich als verhaltensgestört bezeichnen.
    änstlich,flattern schreiend.mußte anfänglich 5m abstand halten,so groß war sein geschrei,verbunden mit runterfallen auf dem käfigboden.fliegen konnte er sowieso nicht,da alle flugfeder gestutzt.
    trägt das nicht dazu bei,das mein geierlein verhaltensgestört war?
    heute hat er in etwa seine selbstständigkeit wieder erlangt,ruft mir,pfeift und ist wieder guter dinge und sehe ihn nicht mehr als verhaltensgestört.
    liebe grüße rena:0-
     
  10. czehnder

    czehnder Ori, das Blumenmädchen

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    Hallo Sandra

    Ich würde ein Tier erst dann als verhaltensgestört bezeichnen, wenn es unter einem zwanghaften Bedürfnis leidet, gewisse Bewegungen oder Lautäusserungen non-stop oder über längere Zeit, ausführen zu müssen. Natürlich sind wir Menschen für dieses Fehlverhalten verantwortlich.

    Ich denke, Tiere die hier augewachsen und allenfalls von Hand aufgezogen wurden, sind sicher vom tierischen Standpunkt her gesehen fehlgeprägt wenn sie unsere Hände anbalzen. Als Verhaltensgestört würde ich dies jedoch nicht bezeichnen.

    Verhaltensgestört sind für mich Tiere, die aus lauter Langeweile oder Frustration zu atypischen Bewegungsabläufen übergehen und diese zwanghaft einsetzen müssen, um ihre überschüssige Energie oder auch ihren Frust damit abbauen.

    Liebe Grüsse
    Christine
     
  11. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin moin!

    Hoffe, ich bringe die Diskussion jetzt nicht zum Erliegen, wenn ich mal wieder die Literatur heranziehe und hier besonders wieder Lantermann, Verhaltensstörungen bei Papageien.

    In den vorangegangenen Beiträgen ist schon deutlich geworden, dass das, was als Verhaltensstörung angesehen wird, sehr von dem persönlichen Standpunkt des Definierenden abhängig ist:
    so haben jene, die Papageien als Haustier halten, andere Vorstellungen von dem, was eine Verhaltenstörung ist als z.B. jene, die eine Auswilderung von Papageien beabsichtigen oder die Halter von Nutztierhalter.

    Artgerechte Haltung hin oder her: Verhalten ist nicht nur angeboren, sondern auch erlernt und darüberhinaus entwickelt es sich auch aus der Auseinandersetzung mit der Umwelt eines Papageien. Auch im Freileben ist eine solche Anpassung des Verhaltens an veränderte Lebensbedingungen (die es auch ohne Eingriff des Menschen immer gab und gibt) notwendig zur Erhaltung der Art. Ist es einer Art irgendwann nicht mehr möglich, sich den veränderten Lebensbedingungen anzupassen, stirbt sie aus.
    Dabei ist der Grad der Anpassungsfähigkeit von Art zu Art und Gattung zu Gattung (und manchmal auch von Individuum zu Individuum)l unterschiedlich: besonders leicht fällt sie jenen Arten, die sich nicht besonders spezialisiert haben (mit dem Nachteil, das sie oftmals einem ergheblich höheren Konkurrenzdruck ausgesetzt sind, da sie keine "ökologische Nische" besetzen).
    Viele Papageienarten gehören, vielleicht auch aufgrund ihres
    hohen (geistigen) Entwicklungsstandes, zu den anpassungsfähigeren Tieren.
    Gerade diese Anpassungsfähigkeit macht aber die Haltung in Menschenhand besonders leicht oder ermöglicht sie sogar erst:
    so haben Graupapageien (u.a auch als Nahrungsgeneralisten) eine besonders hohe Anpassungsfähigkeit im Gegensatz bspw. zum Grünköpfchen, dessen Haltung in Menschenhand bislang nicht gelang.
    Allerderings ist es gerade auch diese Anpassungsfähigkeit, die dem Menschen dazu verleitet, Papageien unter mangelhaften Bedingungen zu halten, an die er sich augenscheinlich
    "gewöhnen" kann.

    Man kann also meiner Ansicht nach als sicher ansehen, das Papageien in Menschenhand ein anderes Verhalten zeigen als Papageien im Freileben.
    Insofern dürfte klar sein, das sich das Verhalten eines in Meschenobhut lebenden Papageien niemals 1 zu 1 mit dem seines freilebenden Artgenossen vergleichen läßt, das aber dennoch das Freilandverhalten der Maßstab für die Beuteilung des Verhaltens eines Papageien sein muß.
    Dabei ist eine bloße Veränderung des Verhaltens ist meiner Ansicht nach noch keine Verhaltensstörung.
    Einfaches Beispiel: da ein Graupapagei in Menschenobhut nicht mehrere Stunden des Tages mit der Futtersuche verbringen muß, sind meist verlängerte und ausgeprägtere Spielphasen zu beobachten. Ebenfalls nehmen scheinbar im Vergleich zu den freilebenden Artgenossen die Ruhephasen zu und es kann ein gesteigertes Komfortverhalten beobachtet werden.
    Auch bleibt mehr Zeit für die Paarbeziehung und für das Sozialverhalten zwischen den Vögeln.
    Lantermann hat die Verhaltensmodifikation in Anlehnung an Hediger als möglicherweise grundsätzlich sinnwidrige (in Bezug auf das Freileben), unter Gefangenschaftsbedingungen aber unter Umständen höchst sinnvolle bzw. zwangslüäufig entstehendem nicht-pathologische Verhaltensanpassungen an bestehende Umgebungsverhältnisse.

    So kann denn auch die Definiton von Verhaltensstörung als ein in seinem Bewegungsablauf oder in seiner Dauer erheblich von der Norm abweichendes Verhalten nicht ausreichen: hier kann es sich auch nur um eine Verhaltensmodifikation handeln.

    In Bezug auf Erhaltungszucht und Auswilderung liegt eine Verhaltensstörung dann vor wenn das betreffende Tier leidet und/oder durch das vorliegende Verhalten grundsätzlich eine Wildbahnfähigkeit ausgeschlossen werden muß.
    Diese Definition schließt damit aber ebenfalls die Verhaltensmodifiaktion ein, die selbst in einem artgerechten Haltungssystem auftreten werden und die auch tatsächlich die
    Auswilderung vieler Arten so schwierig machen.
    Zugleich impliziert natürlich diese Definition, das eine Haltung in der Wohnung nicht vertretbar ist.

    Wie in der letzten Definition wurde auch in den vorangegangenen Beiträgen das Leiden als Kriterium für eine Verhaltensstörung genannt.
    Auch für ist das auch ein sehr sehr wesentlicher Punkt, allerdings stellt sich die Frage, wie "Leiden" bei Papageien zu definieren ist.
    (s. Lantermann, Verhaltensstörungen bei Papageien, Ferdinand Enke Verlag Stuttgart 1998, 40ff.)

    Kaleta führt folgende Definition an:
    "Verhaltensstörungen sind erworbene, vom arttypischen Verhalten deutlich abweichende, sich wiederholende oder andauernde zwanghafte Halndlungsweisen von köperlich gesunden Vögeln. Sie haben ihren Ursprung im arttypischen Verhaltensmustern, die entweder extrem übersteigert oder nahezu vollständig unterdrückt werden. Sie können die Unversehrheit des betroffenen Vogels beeinträchtigen oder das Fortbestehen einer Vogelspezies gefährden" (Kaleta et al., Kompedium der Ziervogelkrankheiten, Schlütersche Hannover 1999, S.43)

    Das Problem auch bei dieser Definition ist allerdings, das oftmals selbst bei häufig gehaltenen Vögeln wie den Graupapageien
    wenig über das arttypische (Freiland-)Verhalten bekannt ist, insodern also auch der erwähnte Vergleichsmaßstab fehlt.
    Bspw. war bis vor wenigen Jahren nicht bekannt, ob die Nachahmung auch ein Verhalten von Graupapageien im Freileben ist und das Nachahmungsverhalten wurde deshalb nicht selten
    als Verhaltensstörung angesehen.
    Andererseits sagt aber diese Definition, das der Ursprung stets
    in den natürlichen Verhaltensmustern liegt, also bei einer Verhaltensstörung kein völlig neues Verhaltensmuster auftritt:
    so wird das Federrupfen und selbst der Autokannibalimus als übersteigertes Köprer- und Gefiederpflegeverhalten betrachtet.

    Für Lantermann liegt eine Verhaltensstörung bei Papageien dann vor, wenn in ihren täglichen Aktionsabläufen Verhaltensweisen vorkommen, die zum einen keine (individuen- oder arterhaltende) Funktion innerhalb eines Haltungssystems haben oder eine entsprechende Ableitung aus dem Freilandverhalten erkennen lassen und die zum anderen körperliche Schäden am eigenen Körper oder bei Artgenossen hevorrufen, zumindest begünstigen. (Lantermann a.a.O., S.43).

    Individiuen- oder arterhaltende Funktion: wenn man extrem ist kann selbst das Federrupfen dann als eine sinnvolle Verhaltensweise innerhalb eines Haltungsystems gewertet werden, wenn der Vogel bspw. dadurch ein erhöhtes Maß an Zuwendung (Sozialkontakt) durch den menschlichen Pfleger erhält.
    Der Definition zufolge wäre das Rupfen dann nicht unbedingt eine Verhaltensstörung, sondern ein erlerntes (konditioniertes?) sinnvolles Verhalten zur Individuenerhaltung? (Ähnliches gilt für das Dauerschreien)
    Sicherlich nicht, denn hier liegt ja auch ein körperlicher Schaden als zweites Kriterium für eine Verhaltenstsörtung vor, der allerdings unter den Bedingungen in Haltung in Menschenobhut nicht undingt die Überlebensfähigkeit beeinträchtigt.
     
  12. Rüdiger

    Rüdiger Guest


    Ableitung aus dem Freilandverhalten: nochmals zu wiederholen ist, das auch Verhaltensstörungen ihren Ursprung in natürlichen Verhaltensmustern haben und kein völlig neues Verhaltensmuster darstellen - ab wann wird die bloße Ableitung aus dem Freilandverhalten und die Modifikation des Verhaltens zu einer Verhaltensstörung? Auch hier kann das zweite Kriterium greifen:
    [/i]Schäden am eigenen Körper[/i]:
    Diese können als sichtbarer Ausdruck des Leidens eines Vogels betrachtet werden.
    Das darf aber meiner Meinung nach nicht im Rückschluß dazu führen, das ohne körperliche Schäden angenommen wird, es läge kein Leiden vor (außer man leugnet grundsätzlich die Leidensfähigkeit von Papageien).

    Schäden bei Artgenossen Hier wird gerne auf das Verhalten der Kakadumännchen verwiesen, die ihre Weibchen töten. Auch hier liegt meines Erachtens eine Ableitung aus dem Freilandverhalten vor, wenn man davon ausgeht, das Kakakdumännchen aufgrund einer hohen Bestandsdichte bzw. eines Mangels an Nistgelegenheiten oder der Anwesenheit von Beutegreifern ein besonders hohes Aggressionspotential entwickeln mußten, damit sie sich erfolgreich fortpflanzen können.
    Es kann also als ein übersteigertes Verhalten gewertet werden, event. hat es seinen Ursprung auch in der Selbstverteidung oder einer ungeeigneten Paarbildung.
    Die Verhaltensstörung wäre demnach wieder auf unzureichende Haltungsbedingungen (z.B. auf Überbesatz) zurückzuführen ist (größere Volieren, passender Partner, Anwesenheit potentieller Rivalen?), ist ein "Mangel" an Anpassungsfähigkeit an die Lebensbedingungen und gereichen weder dem Individuum noch der Art langfristig zum Vorteil gereichen.

    Schließlich gilt es bei alledem zu bedenken: auch die Anpassungsfähigkeit von Papageien ist begrenzt, weshalb besonders der Wohnungs- und vor allem der Wohnzimmerhalter die Bereitschaft zeigen muß, sich an seine Papageien anzupassen, die in seinem unmittelbaren Lebensumfeld leben müssen, statt umgekehrt eine solche Anpassungsleistung von den Papageien in einem u.U. nicht erfüllbaren Ausmaß zu erwarten, damit keine Verhaltensstörungen auftreten.
    Womit wir wieder bei der artgerechten Haltung wären, zu deren Kriterium nach dem tiergartenbiologischen Ansatz das Fehlen von "Verhaltensstörungen" ist.

    Ein weiteres Problem bei der konkreten Bestimmung von Verhaltensstörungen ist, das aus der Persepktive des Halters oft ein ihm unwillkommenes Verhalten als Verhaltensstörung betrachtet wird.
    Nicht der Vogel hat Verhaltensprobleme, sondern der Mensch hat Probleme mit dem Verhalten des Vogels. (Ich glaube, Volker hat das so treffend formuliert.)

    Ohne das ich die Existenz von Verhaltensstörungen damit leugnen möchte, so ist doch auch meiner Meinung nach Vorsicht angebracht, wenn das Verhalten eines Vogels als gestört definiert wird.
    So wird mancherorts von einem übersteigerten Nagebedürfnis eines Papageien gesprochen. Selbst wenn wir davon ausgehen, das ein Papagei in Menschenobhut mehr nagt als seine freilebenden Artgenossen, so ist dies doch allerhöchstens eine Verhaltensmodifikation, eine Anpassung des Verhaltens an die Haltungsbedingungen - schließlich braucht der Vogel, wie eingangs erwähnt, nicht viele Stunden des Tages mit der Nahrungssuche zu verbringen und muß sich anders beschäftigen.
    Oder das Schreien: es mag Teil des Sozialverhaltens sein, das aus den dargestellten Gründen ausgeprägter ist als im Freileben.
    Oder die Aggression gegenüber dem Pfleger bei der Brutstimmung.
    Hier darf nicht von Verhaltensstörungen gesprochen werden. Auch das Haltungssystem muß keineswegs mangehalft sein, auch wenn der Mensch Probleme mit diesem Verhalten hat.

    Fazit: für mich zufriedenstellend kann ich Verhaltensstörungen nicht grundsätzlich definieren und habe auch bislang keine wirklich zufriedenstellende Definition gefunden.
    Ich kann mich letztlich nur all denen anschließen, die bereits gesagt haben, das Verhaltensstörungen stest aus den Haltungsbedingungen resultieren und das eine Änderung der Haltungsbedingungen die Folge sein müßten (auch wenn sie im Einzelfall vielleicht schon zu spät sind, weil ein gewohnheitsmäßiges Verhalten entstanden ist. Obwohl auch hier fraglich ist, ob es so etwas gibt und nur nicht dir richtigen haltungsbedingungen für den betreffenden Vogekl zu finden sind).
     
  13. Gizmo

    Gizmo Guest

    Hallo Sandra

    ich schliesse mich Inge voll und ganz an. VOn mir aus gesehen ist jeder Papa der eine Menschbeziehung aufbaut Verhaltensgestört."leider"
    Das ein Welli die Menschliche Hand anpalzt ist sicher nicht als normal einzustufen. Das währe ja vergleichbar mit einem Menschen der ein Elephanten anbalzt8)

    Gruss
     
  14. Moses

    Moses Guest

    Also ich finde das alle in Gefangenschaft lebende Papageien in irgend einer Weise "verhaltensgestört" sind!
    Meine beiden sind Handaufzuchten, und da macht es sich extrem bemerkbar!
    Aber eine Verhaltensstörung muss ja nicht gleich heissen das es dem Papagei schlecht geht! Verhaltensstörung heisst für mich, das sich der Papagei oder Vogel oder ein anderes Tier anders verhält als wenn er in der Freiheit leben würde.... Ob man das jetzt POSITIV oder NEGATIV sehen sollte, ist jedem selbst überlassen und da gehen die Meinungen ja auch total auseinander!

    Tanja
     
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  16. Anne Pohl

    Anne Pohl Guest

    Re: Das kann endlose Diskussionen geben

    Das Verhaltensrepertoire von Vögeln ist ja riesig. Gerade Papageien sind für ihr ausgeprägtes Neugierverhalten bekannt, das wiederum zur Zutraulichkeit führen kann. Das ist meiner Meinung nach genausowenig eine Störung wie die bloße Tatsache, daß ein Papagei "sprechen" kann - weil beides seinen Ursprung in ganz normalem Verhalten hat.
    Eine echte Verhaltensstörung ist immer schlecht, da sie das Leben schwermacht. Egal, ob nun ein Mensch gestört ist oder ein Vogel.
    Gruß,
    Anne
     
  17. S.R.

    S.R. Guest

    Ich finde auch wie Anne dass ein Papagei der spricht nicht umbedingt als gestört angesehen werden kann. Es liegt doch in seiner Natur etwas nachzuahmen. In der Wildnis also irgendwelche anderen Tierlaute etc. Unnatürlich ist vielleicht nur die menschl. Sprache u. die Töne (wie Telefon etc.) aber doch auf keinen Fall das Nachahmen.
    Sachen wie Federrupfen, immer wiederkehrende stundenlange gleiche Bewegungsabläufe u. ähnliches würde ich daher als extreme Verhaltensstörungen einstufen, die leider dann von uns Menschen verursacht sind.

    L.G. Silvia, Rocco u. Rica
     
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