Amazonen oder Mohrenkopfpapageien?

Diskutiere Amazonen oder Mohrenkopfpapageien? im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo :~ Ich bin neu hier und habe ein paar Fragen an erfahrene Papageienhalter. Da ich in einer Zoohandlung sowieso nur zum Kauf bewegt werden...

  1. Newton

    Newton Neues Mitglied

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    Hallo :~

    Ich bin neu hier und habe ein paar Fragen an erfahrene Papageienhalter. Da ich in einer Zoohandlung sowieso nur zum Kauf bewegt werden soll, anstatt eine ehrliche Beratung zu bekommen. Abgesehen davon, würde ich ein solches Tier nicht kaufen wollen. Ich will dann zum Züchter.

    Aber es steckt alles noch in den Kinderschuhen und mir ist es wichtig, mich vorab genügend zu informieren und alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen.

    Ich spiele schon lange mit dem Gedanken, mir/uns einen Papagei zu holen. Daraus wurde dann schnell die Einsicht, dass es doch 2 sein sollen, da wir keine Verhaltensgestörte Tiere wollen, sondern glückliche.

    Aber vorab muss ich mich festlegen, welche Vögel es überhaupt sein sollen.

    Mich interessieren besonders Amazonen und Mohrenköpfe!
    Ich habe mich gestern leider sehr in eine Amazone verliebt. Leider deswegen, weil mir wirklich das Herz blutete, als der Vogel mir hinterher fliegen wollte und geschrieen hat, als ich weg ging 8o Da waren noch mehr Leute, aber aus irgendeinem Grund hat sich die Amazone mich ausgesucht. Das Tier tat mir leid, ich glaube es war nicht normal, wie sich der Vogel verhalten hat. Denn er kannte mich ja gar nicht.

    Allgemein finde ich Amazonen sehr schön, die Größe ist noch nicht zu groß und sie scheinen sehr intelligent.

    Mohrenköpfe konnte ich mir in dieser Zoohandlung leider nicht ansehen, da sie keine hatten.

    Kann mir jemand sagen, was die größten Unterschiede zwischen Amazonen und Mohrenköpfchen sind, bis auf die Körpergröße? Ich meine jetzt vom Verhalten/Wesen her.

    Mohrenköpfe brauchen weniger Platz und "stauben" angeblich weniger. Aber ich bin auch bereit, eine größere Voliere zu bauen und mit mehr Dreck zurechtzukommen, wenn es denn vom Wesen her die richtige Vogelart ist!

    Was meint ihr?

    LG
     
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  3. #2 Ingo, 23. November 2014
    Zuletzt bearbeitet: 23. November 2014
    Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Hi und willkommen im Forum,

    Gleich am Anfang eine Warnung vor dem speziellen Vogel, der es Dir angetan hat: Wenn die schon dort geschrien hat, als Du weggingst, weisst Du, was vielleicht jedesmal passieren wird, wenn Du das Zimmer verlässt. Das kann auf Dauer als alles andere als spassig empfunden werden, vor allem, wenn das Geschrei sich dann stundenlang steigern sollte. Also gut abchecken, was der Vogel für eine Geschichte und für Auffälligkeiten hat.
    Amazonen sind tendenziell lauter als Mohrenköpfe, doch konzentriert sich die intensivste Lautgebung meist mehr auf morgens und abends, während manche Mohrenköpfe häufiger über den Tag verteilt Töne von sich geben. Es gibt auch einen typischen Mohrenkopf Ton, der schon recht laut ist und von vielen als unangenehm empfunden wird.
    Großpapageien sind nunmal alle potentiell zeitweise laut (nur manche Pionus Arten sind im Schnitt wirklich leiser)

    Viele - nicht alle, aber schon ein hoher Anteil- von Amazonen ändern ihr Verhalten nach Erreichen der Geschlechtsreife deutlich und werden vor allem zur Brutzeit gerade zu den vertrauten Menschen so aggressiv, dass manche Pfleger die Voliere dann nur mit Schutzkleidung betreten können und viele Besitzer von Wohnungsvögeln denen dann leider den Freiflug ganz streichen. Bei Manchen Amazonen bleibt das aggressive Verhalten auch ganzjährig bestehen. Manche Mohrenkopfhähne können, wenn brutlustig, auch recht biestig werden, aber das ist trotzdem viel harmloser.
    Amazonen, zumindest die größeren Arten, sind - auch, wenn mich jetzt manche Mohrenkopfbesitzer steinigen - meist schon einen Tick intelligenter als Mohrenköpfe. Aber sie neigen auch eher zu irreversiblen Verhaltensauffälligkeiten, wenn bei der Haltung oder im Umfeld etwas nicht stimmt.
    Die Haltung von Amazonen verlangt große Sorgfalt bei der Ernährung, da sie sehr zu ernährungsbedingten Erkrankungen neigen und vor allem leicht dramatisch verfetten. Auch ist hohe Luftfeuchtigkeit für sie wichtig und sie sind anfälliger gegen Aspergillose. Mohrenköpfe sind in all diesen Parametern merklich robuster, was aber natürlich nicht heisst, dass ihre Bedürfnisse nicht genauso sorgfältig berücksichtigt werden sollten. Aber sie "verzeihen" Anfängerfehler eher mal.
    Der Platzbedarf ist übrigens sehr ähnlich und kein Argument, Mohrenköpfe sind sehr agil und ein Mohrenkopfpaar braucht auch nicht weniger Platz als ein Paar einer großen Amazonenart. Mit einem Käfig von mindestens 2 M Breite, 2 m Höhe und 1 m Tiefe solltest Du in jedem Fall mindestens als Minimum rechnen. Mohrenköpfe stauben meiner Meinung nach auch keineswegs weniger als Amazonen.
    Ich hoffe, das hilft etwas weiter.
     
  4. Newton

    Newton Neues Mitglied

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    Hallo Ingo,

    vielen Dank für deine ausführliche und schnelle Antwort! :zustimm:
    Das schockiert mich ein wenig, dass Amazonen wenn sie geschlechtsreif sind so aggressiv werden können! Ist das bei allen Amazonenarten so?

    Bei welchen Papageien ist das denn nicht der Fall, oder weniger der Fall? Beim Mohrenkopf schon einmal weniger, das ist gut. Es wäre doch sehr schade, wenn die Amazonen dann so aggressiv werden. :+shocked:

    Was ich auch fragen wollte: ist es möglich, den 2. Vogel erst ca. 1 Jahr später zu holen? Ich frage, weil ich schon gerne einen relativ zahmen Genossen hätte. Oder ist das auch bei Paarhaltung von Anfang an möglich? Wir hatten mal Wellis und Nymphis und die waren immer nur auf ihre Artgenossen fixiert und wurden kaum bis gar nicht zahm.

    LG
     
  5. sittichmac

    sittichmac Moderator
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    hi newton,
    das sind meist die vögel die eine aggression gegen menschen zeigen.
    durch einen partnervogel wird das sozialverhalten verbessert und die vögel werden auch zusammen zahm. man muss sich nur genug mit ihnen beschäftigen.
     
  6. #5 Alfred Klein, 23. November 2014
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Newton,

    Ingo hat Dir ein wenig Angst gemacht bezüglich der eventuellen Aggressionen von Amazonen. Was er geschildert hat sind jedoch nach meiner Ansicht Ausnahmen. Ich habe selber zwei Amazonen und von denen ist keiner in irgendwelcher Art aggressiv, zu keiner Zeit. Sicher, das Verhalten kann sich in der Brutzeit etwas ändern, die Vögel gehen dann vielleicht etwas mehr auf Distanz, jedoch so extrem wie Ingo das beschreibt kann ich es nicht bestätigen.
    Auch mit der Ernährung der Amazonen gibt es eigentlich keine Probleme wenn man gutes Futter gibt, natürlich nichts aus dem Supermarkt und wenn es geht auch nicht aus dem Zoohandel. Das mit dem Verfetten kann ich auch nicht bestätigen. Meine Vögel haben jeder einen Napf mit ca. 250g Futter ständig zur Verfügung. Gefressen wird davon jedoch täglich nur eine Handvoll. Die Vögel teilen sich das schon richtig ein und keiner ist zu fett, die haben ihr Idealgewicht. Ich achte dabei natürlich darauf daß die Sämereien welche sie bekommen ausgewogen sind und z.B. die Menge der Sonnenblumenkerne welche sehr fett sind sehr begrenzt ist. Auch verfüttere ich relativ viel Obst so daß die Vögel sich auch daran satt fressen ohne große Kalorien zu sich zu nehmen.
    Aspergilloseprobleme bei Amazonen sind mir unbekannt. Ich kenne noch weitere Amazonenhalter und damit hat keiner ein Problem. Und niemand achtet da jetzt groß auf die Luftfeuchtigkeit, die normale, sie sollte aber nicht unter 40% sinken, reicht völlig aus. Optimal wären natürlich 60% aber das ist oftmals nicht durchführbar.
    Ich halte Amazonen für sehr robuste Vögel. Meine Lora ist jetzt schon 20 Jahre bei mir, Abgabevogel aus schlechter Haltung, und die war noch nie krank. Wie alt Lora ist weiß der Teufel, jedenfalls gibt es weder Verhaltensauffälligkeiten von früher noch sonstiges negatives.
    Wegen der Zähmung der Papageien kannst Du die nicht mit Sittichen vergleichen. Du brauchst nicht ein Jahr zu warten bis Du einen Partner nimmst sondern kannst gleich zwei nehmen. Die werden genau so schnell zahm wie Einzelvögel. Vorausgesetzt natürlich daß Du intensiv mit ihnen arbeitest und ihr Vertrauen gewinnst. Aber das ist bei einem Einzelvogel nicht anders. Gleich zwei zu nehmen hat auch den Vorteil daß die Vögel sich von Jung auf kennen. Spätere Verpaarungen sind erfahrungsgemäß schwieriger, das bestätigt die Praxis. Man kann nämlich im Gegensatz zu Sittichen nicht einfach zwei Papageien zusammen setzen und gut ist. Das klappt oftmals nicht. Papageien sind Individualisten, jeder hat seinen eigenen Charakter, stärker als Sittiche. Und da wird beileibe nicht jeder Partner akzeptiert.
    Ist alles nicht so einfach.
     
  7. Newton

    Newton Neues Mitglied

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    Hallo und vielen Dank für die ausführlichen Antworten! :zustimm:
    Ihr seit echt super hier!

    Da bin ich ja ein wenig beruhigt, dass es sich um Ausnahmen handelt, wenn sie so aggressiv werden. Ich finde, Papageien sind so wundervolle Tiere. Klar haben die auch so ihre Tücken und Macken, aber das hat doch jedes Tier.
    Mein Mann begeistert sich auch immer mehr für Papageien :freude: Er hat mit Vögeln noch keinerlei Erfahrungen!

    Wir wollen die Woche mal zum Papageienpark in Bochum, um die Tiere mal hautnah zu erleben und nicht nur durch Gitterstäbe! Darauf freue ich mich schon total.

    Für eine gute Ernährung wird dann auf jeden Fall gesorgt. Wir wissen schon, wo wir Futter/Obst/Gemüse für die Süßen beziehen können.

    Würdet ihr mir eher Jungvögel empfehlen, oder Abgabetiere von privat? Da weiß man nur leider nie, was mit ihnen war/ist und warum sie WIRKLICH abgegeben werden... Andererseits würde ich gerne solch einem Pärchen in Not helfen und ihnen ein neues Zuhause geben. Aber da ich noch keine Erfahrung mit Papageien habe, weiß ich nicht auf welche Verhaltensauffälligkeiten achten muss. Vielleicht ist ein Züchter da doch die sicherere Adresse? Hmm..

    Und reicht denn eine 70m² Wohnung für 2 Amazonen aus? Sie hätten natürlich täglich Freiflug und wir würden Spielzeug in der ganzen Wohnung aufbauen, womit sie sich beschäftigen können. Natürlich bauen wir eine ausreichend große Voliere.

    Oder sind bei der Wohnungsgröße eher Mohrenköpfe die bessere Wahl? Oder noch eine andere Art?

    Wie sieht das aus, wenn die Papageien ein paar Stunden allein sein müssen. Geht das regelmäßig? Wir sind beide berufstätig, ich komme allerdings meistens zwischen 13-14 Uhr nach Hause. Oder muss da jemand den ganzen Tag da sein?

    Sooo viele Fragen....
     
  8. #7 Tanygnathus, 23. November 2014
    Tanygnathus

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    Hallo,

    Amazonen sind um einiges lauter als Mohrenkopfpapageien ( ich habe Mohren).
    Ich würde falls Du Dich für Amazonen entscheiden solltest, auf jeden Fall vorher mit den Nachbarn sprechen, nicht dass Du Ärger bekommst.
    Außerdem ist es immer besser sofort zwei Vögel zu holen, dann hast Du auch nicht das Problem ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Du nicht da bist.
    Ein Paar braucht Dich nicht unbedingt, weil sie sich haben.
    Ich habe auch einige Bekannte die Amazonen haben, und es sind schon einige dabei die sehr aggressiv sind.
    Teilweise greifen sie sogar den Besuch an wenn die in Stimmung sind.
    Klar, man kann nicht alle in einen Topf schmeißen, auch ein Mohrenkopf kann mal so sein..aber ich hatte bisher noch nie einen Mohrenkopf der Leute angegriffen hat.
    Außer sie haben Junge, aber da ist das dann auch normales Verhalten.
    Wichtig ist, dass Du auch in der Wohnung eine 2m lange Voliere aufstellen kannst.
     
  9. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Alfreds Erfahrungen in allen Ehren. Aber von einem Paar auf alle zu schliessen ist auch ein wenig kritisch. Gut ein drittel, eher etwas mehr, der Amazonenhalter die ich kenne, haben zumindest zeitweise Probleme mit der Aggressivität ihrer Tiere.
    Und dass Amazonen, denen ad libitum Futter angeboten wird, nicht verfetten, halte ich für eine ganz große Ausnahme. Alfred, da hast Du schlicht Dusel mit Deinen.
    Nichtsdestotrotz sind Amazonen natürlich nicht umsonst beliebte Heimpapageien. Aber es besteht eben ein signifikantes Risiko, dass sie nicht so pflegeleicht bleiben, wie sie als Babies sind. Niemand weiss, wie sich die eigenen Vögel entwickeln und man muss zumindest wissen, was passieren KANN und sich darauf vorbereiten. Ich würde mich daher freuen, wenn sich weitere Amazonenhalter hier noch melden und von ihren Erfahrungen berichten.
    Zur Anschaffung: Unbedingt beide gleichzeitig. Dem Zahmwerden tut das keinen Abbruch, aber erst einen zähmen, womöglich über ein Jahr in kritischer Lebensphase allein halten, geht doch zu oft nach hinten los. Die Vögel sind dann nicht selten schwerer bis schwer verpaarbar und neigen zu Aggressionen bei der Geschlechtsreife.
     
  10. Newton

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    Hallo!

    Danke für deine Antwort!
    Also sind Mohrenköpfe eher was für Anfänger, wie mich? Sind sie denn auch so verspielt und lustig, wie Amazonen und können auch so zahm werden? Auf Sprechen lege ich keinen Wert. Für mich steht eher das Verspielte und das "gute Laune Potenzial" im Vordergrund. Haben die Vögel Spaß, habe ich auch Spaß :D
    Und wenn sie um Einiges leiser sind, dann ist das bestimmt auch ein Vorteil in einem Mietshaus. Eine Nachbarin hat einen Hund, der oft klefft und bellt. Wären Amazonen genauso laut, oder sogar noch lauter? Wenn sie genauso laut wären, dürfte das kein Problem sein... :D Natürlich würde ich trotzdem noch mit den Leuten sprechen. Sicher ist sicher.

    Wie lange leben Mohrenköpfe?
     
  11. Newton

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    Hallo Ingo,

    ich danke dir sehr für deine Hinweise auf mögliche Komplikationen! Das hilft mir sehr weiter bei meiner Entscheidungsfindung. Ich hatte ja noch nie Papageien. Und wenn die dann auf einmal aggressiv wären uiui.. Das wäre schon eine Herausforderung!
    Ich würde mich auch freuen, wenn sich hier noch mehr Amazonenbesitzer melden würden! Das wäre sehr hilfreich!
    Aber natürlich auch noch mehr Mohrenkopfbesitzer!

    Danke :~
     
  12. Tanygnathus

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    Oberschwaben
    Mohrenkopfpapageien können 30-40 Jahre alt werden.
    Mohren sind aber etwas eigen was den Charakter angeht, sie sind sehr nachtragend und sie sind wenn sie keine Eltern hatten die zahm sind,
    nicht so leicht zu zähmen, da braucht man viel Geduld.
    Wenn Dir das zahm sein wichtig ist, dann hole Dir Teilhandaufzuchten die erst spät (6 Wochen oder 7 Wochen) in die Handaufzucht genommen wurden.
    Und ganz wichtig, die nicht alleine aufgezogen wurden wegen Fehlprägung auf den Menschen.
    Sprechen tun Mohren fast gar nicht oder wenn dann nur wenige Worte.
    Spielen tun sie sehr gerne und schreddern, sie brauchen viele frische Naturäste.
     
  13. Newton

    Newton Neues Mitglied

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    Vielen Dank für deine Infos zu den Mohrenköpfchen!

    Mir ist das zahm-sein ziemlich wichtig, ja. Ich hoffe es ist nicht schwer, eine solche Zucht zu finden. Vor allem für einen Neuling, wie mich! Ich bin aus NRW, kennt ja jemand zufällig Zuchten, die solche Vögel haben?

    Welche Papageienart kommt denn noch in Frage, wenn ihr so liest, wo sie hinkommen und was ich ihnen bieten könnte? Aras sind viel zu groß, ganz klar. Kakadus sind wohl sehr anspruchsvolle Genossen, mit denen sogar erfahrene Papageienhalter manchmal ihre Probleme haben. Und Graupapageien? Über sie weiß ich nicht viel, aber sie neigen ja auch schnell zu Verhaltensstörungen, oder?
     
  14. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Ich sage mal hier nur etwas zu Papageien, die ich für Einsteigertauglich halte. Motivierte Einsteiger mit Bereitschaft zum Vorwissen aneignen meine ich dabei: Meist zuverlässig ziemlich ruhig, verspielt, hübsch und anhänglich sind die meisten Arten der Rotbauchpapageien wie zB Schwarzohr oder MAximilianspapagei. Die sind auch nur wenig größer als Mohrenköpfe. Sie "sprechen" allerdings in der Regel nicht und sind bei falscher Haltung und Ernährung besonders empfänglich für Aspergillose.
    Weissbauchpapageien (Grünzügel, Rostkappen), sind die Clowns oder Affen unter den Papageien. Quirlig, lebhaft, verspielt, hoch intelligent, gesundheitlich recht robust, power hoch drei. Dabei auch kaum größer als Mohrenköpfe. Auch sie lernen nicht sprechen - aber langweilig wird einem mit denen nie. Manchen sind sie aber schon zu aktiv. Weissbauchpapageien sind insgesamt gesehen akustisch eher ruhig, können aber auch regelmäßig Phasen haben, wo sie mal aufdrehen.
    Empfehlenswert sind auch Grüne Kongopapageien. Nahe mit Mohrenköpfen verwandt, vom Verhalten her aber komplexer, insgesamt meist ruhiger, nur selten aggressiv und sie lernen auch eher ein paar Worte.
    Goldbugpapageien kommen auch in Frage. Die stehen den Mohrenköpfen verwandtschaftlich sehr nahe und sind ihnen in den meisten Aspekten sehr ähnlich aber tendenziell etwqas ruhiger und mit geringerem Aggressionspotential.
    Und nochmal zu den Amazonen: Auch da gibt es Unterschiede im Charakter zwischen den Arten. Und wenn ich sage, ca ein Drittel der Halter, die ich kenne, haben zeitweise Probleme mit der Aggressivität ihrer Vögel , heisst das natürlich auch, dass zwei Drittel solche Probleme nicht empfinden.
    Grauapapageien sind meist ruhig und anhänglich. Oft natürlich sehr sprachbegabt, aber es gibt auch welche, die nie nachahmen. Dafür sind sie - individuell unterschiedlich- manchmal extrem sensibel und neigen bei Problemen zu - oft irreversiblen Verhaltensauffälligkeiten. Und sie stauben enorm.
    Auch die kleineren Araarten, von Hahns Zwergara über Goldnacken bis zu Rotbugaras kämen durchaus in Frage. Eine Voliere von 2 x 2 x 1 m wäre auch für die OK, sie benötigen aber größere Räume zum Freiflug. Für die gilt nämlich im Vergleich zu den anderen hier bisher genannten ein größeres Flugbedürfnis und eine Tendenz zu kurzen aber ohrenzerreissenden Konzerten. Am ruhigsten aus der Gruppe sind die Hahns Zwergaras. Von Kakadus und Loris als erste Papageien würde ich abraten.
     
  15. dustybird

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    Ich denke Vögel in der Wohnung halten , finde ich nicht so gut!!!!!! Wenn es im Frühling früh hell wird , dann ist es egal was man für Vögel hat !!!!! es wird schon laut und wenn man dann seine Ruhe haben möchte , dann werden die Vögel schnell wieder abgeschafft. Ich wollte nur einmal den Finger heben. Ich hatte selbst über 40 Volieren mit Papageien und Kakadus und weis wie laut gekreischt wird. Habe alles verkauft und schaue mir jetzt meine Lieblinge im Australischem outback an , with kind regards ( gerd)
     

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  16. Newton

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    Hallo!

    Wow, danke Ingo!! Jetzt bin ich erst einmal beschäftigt, mir davon die richtigen auszusuchen! Auf jeden Fall habe ich nun einige Arten mehr kennengelernt. Dafür bin ich sehr dankbar, danke schön!! Du hast mir total geholfen.

    Dustybird,

    ich verstehe deine Ansicht. Aber ich versuche wirklich mir Papageien auszusuchen, die es bei mir gut haben werden. Und zur Not, lasse ich es halt. Bis jetzt hat mir aber noch keiner davon abgeraten, außer du. Ich habe ja nicht vor, die Tiere in der Voliere zu lassen. Sie dürfen sich später, solange jemand Zuhause ist, vollkommen frei bewegen. Darauf lege ich großen Wert.

    LG
     
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    Hallo Newton,

    das was Dusty bird hier schreibt hat nichts mit der dauerhaften Haltung in der Voliere zu tun. Ich weiß, nicht was Ihr vor den Fenstern habt, aber wenn es keine lichtundurchlässigen Rollläden sind, dann kann im Sommer ab 5 Uhr die Nacht vorbei sein. Habe ich schon alles erlebt. Und ich halte Katharinasittiche und Mohrenkopfpapageien, letztere seit 30 Jahren. Mopas interessiert es dann nicht, ob man am WE ausschlafen will oder nicht. Gerade im Hinblick auch auf die Nachbarschaft, wäre das auch noch zu bedenken.
     
  19. Newton

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    Hallo,

    ich habe Erfahrung mit Kleinvögeln und die sind morgens auch laut, wenn man abends nicht die Fenster abgedunkelt hat. Daher weiß ich das schon, dass man die Fenster mit Rollos ausstatten sollte.

    LG
     
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