Auch Greife haben im Winter Hunger!

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webgirl87

Guest
Hallo.

ich finds ehrlichgesagt schade das die meisten menschen im winer immernur an maise, spatz und ähnliche denken aber kaum an die greifvögel.
aber ich will nicht drüber diskutieren ob es erlaubt ist oder nicht...
aber es werden eher enten im park, tauben in der stadt (was ja auch beides verboten ist) ..
als greife im winter gefüttert.
letztes jahr hab ich zwei total abgemagerten tote bussard gefunden, und die jahre dafor eine lahme und als kind im winter öfters mal auch tote schleiereulen.

im wald hängt 1 futterspender für körnerfresser, aber kein fleisch für greife.

aber es ist kein verdacht das die tiere im winter unter futternot leiden, es stand auch letzte woche in der zeitung bei uns.

ich kann den artikel ja mal einscannen..
 
Hallo,

das mit den Greifen im Winter füttern ist aber auch nicht so einfach, abgesehen davon das es verboten ist, wissen doch die meisten Menschen garnicht welches Fleisch sie überhaupt geben dürfen, man kann nicht einfach Schweinefleisch oder Rinderfleisch hinwerfen damit kann man mehr Schaden anrichten als man gut macht! Abgesehen davon wird wohl eher der Fuchs irgendwelches Fleisch von der Wiese oder Waldrand holen als der erste Greif daran ist, dazu kommt noch das das Fleisch frieren würde usw.
Du könntest nur irgendwo in der Nähe von Siedlungen füttern um es besser überwachen zu können, aber damit tust du den Tieren auch keinen gefallen da sie sich daran gewöhnen und in Frühjahr die Scheu vor dem Menschen bzw. Siedlungen nicht mehr so groß ist und das sollten wir vermeiden!!!
Eins noch zu " Winter", vor ca. 20 Jahren hatten wir Winter wo ( teilweise)im November Schnee gefallen ist und bis März liegen blieb, dagegen ist das jetzt ( 3 Wochen Schnee) für die Tiere kein Problem, einige Tiere werden immer im Winter sterben egal ob du fütterst oder wie kalt der Winter ist, das ist nun mal so und von der Natur so eingerichtet, ein Winter konnte noch nie eine Population austrotten, das schafft nur der Mensch.
Falknersheil
Marco
 
Erlich gesagt verstehe ich nicht warum es für die Greife im Winter keine Nahrung geben sollte dass man sie füttern MUSS.
Bei den Körnerfressern okay, Körner finden sie ja wohl bestimmt keine im Winter, besonders nicht unter der Schneedecke.
Aber Fleischfresser dürften doch im Winter genau so viel BEUTE machen wie im Sommer, wenn nicht so gar mehr..okay viele Tiere sind dann im winterschlaf, aber zB. Hasen, andere Vögel, Kleinsäuger wie Hermeline usw. sind alle Aktiv!
Ja und andere Raubtiere wie Fuchs, Marder usw. machen im Winter fast so gar noch besser Beute als im Sommer, da im Winter ihre Beutetiere oft mals etwas geschwächter sind!
Ein Greifvogel ist auch nur ein Raubtier wie ein Fuchs oder Marder, warum sollte es bei ihm da also anders sein?
Im Gegenteil, viele einheim. Greife, besonders der Mäusebussard den wir hier ja in allen Teilen der BRD vorfinden haben sich auf eine ganz besondere Nahrungsquelle spezialisiert!
Verkehrsopfer!
wie oft kommt es vor dass ein Reh, Hase, Fuchs, Igel, Marder usw. überfahren wird und dann tod im Strassengraben liegt und dann.. dann kommen die "Geier"-Mäusebussarde und Co!
Bei uns hat es viele Mäusebussarde und Gelegentlich im Winter auch ein paar wenige Turmfalken (Obwohl die normalerweise nur im Sommer hier sind), und wenn ich mit dem Bus über Land fahre sehe ich fast jedes Mal einem Mäusebussard und ab und zu sogar einen Turmfalken im Strassengraben auf einem plattgefahrenem Hasen etc. hocken! :D
(Besonders im Winter)
 
Hallo.

ich rede nicht von allgemein bussarden, sondern von dem fall hier bei uns. im winter sind unsere landschaften kahl. die bussarde sitzen tatsächlich auf den weidepfosten. überfahrene tiere werden inerhalb eines tages entsorgt.
wir haben hier kein wald sondern kleine mikrige biotobe.. etwa 30 meter lang und 20 breit.. der wald etwa doppelt so groß.. dort wo große wälder sind richtung rhein, da hats natürlich normales futterangebot.

nur hier im umkreis steht es auch so in der zeitung das die tiere nichts zu fressen finden und deswegen eingehn.
nicht nur einzelne, gleich mehrere..

ich werde den artikel einscannen falls die zeitung noch nicht im müll gelandet ist.

übrigents hol unser wildtierpfleger bei uns immer schlachtapfälle für seine raubvögel. lunge, herz, leber, niere.. ab und an kann ich auch rehköpfe besorgen.
ich bekomme samstags auch immer einen eimer damit und verteile ihn. tatsächllich fressen die krähen einiges.. aber als ich mal in einer mittagpaus futter ausgelegt hatte, (auf einem abgemähten spagelfeld) saß innerhalb einer stunde ein bussard und drei krähen daran. wobei die krähen abstand hielten.
 
übrigents stand bei uns intressanter weise nur etwas von mäusebussarden udnb schleiereulen.

milan, falke und co. haben sie nicht erwähnt.. dadurch das wir die kleinen vgelchen im winter immer gut füttern haben wir ums haus sogar weder unsere beiden turmfalken. ich nehme an das die sich auch von den schwächeren unter den kleinvögel bedienen. finde nicht selten einen rupf.
 
Über die Winterfütterung von Wildtieren - egal ob Reh, Bussard oder Schleiereule - läßt sich streiten. Fakt ist auf alle Fälle, daß es auch in weit kälteren und rauheren Gegenden Wildtiere gibt, und zwar auch im Winter. Den Winter überleben nur die gesündesten, kräftigsten und überlebensfähigsten Tiere. Auf diese Art und Weise selektiert die Natur die schwachen, kranken und wenig lebensfähigen Individuen einer Art aus und trägt somit zur Gesunderhaltung einer Art bei. Nicht zuletzt wird auch der Teil einer Population ausgemerzt, der die tragbare Dichte (begrenzt durch Habitatgröße und Nahrungsangebot) übersteigt. Dadurch wird die Lebensgrundlage derjenigen Individuen gesichert, die den Winter überleben.

Der Mensch wiederum sorgt dafür, daß auch kranke und schwache Tiere durch den Winter kommen. Die Folge ist ein überhöhter Bestand mit vielen schwachen und kranken Individuen. Diese pflanzen sich im Sommer fort, bringen schwache Nachkommen und vergrößern die Zahl der in der Natur vorgesehenen Individuen einer Art. Die Nahrung wird knapper, die Tiere noch kränker und schwächer ... da kommt der Mensch, "hilft" den armen Tierchen und verschiebt das natürliche Gleichgewicht noch weiter ... Irgendwann weiß sich die Natur nur noch durch Seuchen und Massensterben zu helfen - und unter den "Tierfreunden" bricht Panik aus.

Die Gesetze der Natur mögen für den verweichlichten und (in der heutigen Zeit zunehmend) naturentfremdeten Menschen hart erscheinen, doch ohne sie geht es nicht!

;)
 
Thema: Auch Greife haben im Winter Hunger!

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