Erziehung und geschlechtspezifische Eigenschaften ???

Diskutiere Erziehung und geschlechtspezifische Eigenschaften ??? im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo, ich habe mich hier angemeldet um meine Fragen los zu werden und von der Erfahrung von Graupapgeienhalter zu profitieren. Einige Fragen...

  1. Fritz324

    Fritz324 Guest

    Hallo,

    ich habe mich hier angemeldet um meine Fragen los zu werden und von der Erfahrung von Graupapgeienhalter zu profitieren. Einige Fragen schwirren mir im Kopf rum, wo ich bisher noch keine Antwort in Literatur oder Büchern gefunden habe.

    Gibt es bei Graupapageien das "einfachere" Geschlecht... also sind Hähne prinzipiell leichter zu händeln wie Hennen oder umgekehrt, oder läßt sich geschlechtspezifisch sowas gar nicht sagen ? Bei einigen Vogelarten ist es ja so, dass die Hennen zickiger und scheuer sind im ALLGEMEINEN, sicherlich gibt es da auch immer Ausnahmen.

    Wenn man sich junge Graupapgeien anschafft, muss man da ähnlich wie bei einem Welpen auch gewissen Erziehungsmaßnahmen beachten ? Gibt es da so "Grundregeln" die man befolgen sollte, die ein späteres harmonisches Zusammenleben vereinfachen würden ?

    Ich weiß das es hier eine Züchterdatenbank gibt, ich habe sie mir auch schon angeschaut. Aber gerne würde ich zu einem Züchter gehen, wo Leute wirklich positive Erfahrungen gemacht haben und den Züchter empfehlen würden. Kann mir also jemand einen guten Kongo Graupapageienzüchter in NRW empfehlen ? Gerne auch per PN.

    Schöne Grüße
    Fritz
     
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  3. koppi

    koppi Foren-Guru

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    Hallo Fritz und herzlich willkommen hier

    Also wenn man die Threads hier so verfolgt und aus eigener Erfahrung gibts bei den Graupis nicht so große Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

    Viel wichtiger ist da die Aufzuchtsform. Kücken die von den Eltern aufgezogen wurden und dazu eventuell in einer Kinderstube mit anderen haben das Papageienleben schon ganz anders gelernt als ein Vogel der glaubt ein Mensch zu sein.
    Junge Papageien sind ähnlich wie kleine Kinder und auch ähnlich schlau. Verzogen sind sie schnell, eine gute Erziehung ist nicht leicht aber möglich.

    Es gibt auch Grundregeln in den Thema wichtige Themen ist vieles zusammengefasst.

    Aber eine Grundregel lautet sicher Kopf und Schulter sind verboten.
     
  4. CocoRico

    CocoRico † 7. Juli 2016

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    Hallo Fritz,

    auch von mir ein herzliches Willkommen und ein Dankeschön an dich, dass du dir bereits im Vorfeld einige Gedanken über die Graupapageien machst bevor du deinen wohl sehr innigen Wunsch umsetzen möchtest.

    Aus meinen eigenen Erfahrungen kann ich eigentlich auch nicht sagen, welches Geschlecht zickiger oder leichter zu händeln ist. Ich selbst halte hier zwei Graupapageien und zwei Kongo-Graupapageien. Bei meinen grünen ist z.B. meine Henne immer aktiv und bei meinen Grauen immer der Hahn, aber alle im allem sind sie leicht händelbar.

    Was ich dir aber eigentlich ans Herz legen möchte, dich evtl. auch mal bei den Abgabetieren umzusehen und nicht unbedingt ein Baby zu nehmen. Ich habe auch mit Züchterbabies angefangen und fand alles toll, doch nach jahrelanger Papageienerfahrung und vielen Beiträgen aus unterschiedlichen Foren und vor allem, der Tatsache, dass mein Pauli ein Abgabegrauer und meine zwei grüne Kongos Abgabetiere sind, würde ich aus heutiger Sicht nur noch Abgabetiere kaufen bzw. halten, da diese Tiere auch ein Recht auf Liebe und Geborgenheit haben.

    Sicherlich hat das eine oder andere Abgabetier bzw, Abgabepaar auch hinundwieder schlechte Erfahrungen gemacht, aber genau das ist der Punkt sich deren anzunehmen, weil sie dann ein besseres Leben verdient haben. Wenn du magst, kannst du dich auch hier mal bei den Kleinanzeigen umsehen, da stehen immer wieder Abgabegraue drin, die u.a. auch aus guten Haltungen kommen.

    Solltest du aber in absehbarer Zeit deinen Wunsch umsetzen und du eben Graupapageien zur Auswahl genommen hast, dann bitte ich dich wirklich darum, gleich von vornherein zwei zu nehmen und zwar gegengeschlechtliche und keine Geschwister.

    Und denke auch immer daran, Graupapageien sind keine Knuddeltiere wie manche Hunde oder Katzen und sollen eigentlich ihr eigenes Leben führen. Der Mensch sollte nur der Fürsorger seiner Tiere sein, indem er ihnen den Freiraum zum spielen und füttern lässt. Du als Mensch bist letztendlich nur dafür verantwortlich, dass du den Graupapageien frisches Wasser, eine abwechslungsreiche Ernährung, Körner und/oder Pellets als auch eine Auswahl an Beschäftigungsmöglichkeiten bietest - den Rest sollen die Grauen unter sich ausmachen.
     
  5. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Als Trend mag man vielleicht festhalten, dass Hennen etwas umgänglicher und Hähne mehr auf eine dominante Position in der Hierachie ab sind.
    Schüchterner oder forscher persönlicher Charakter können das aber schon umdrehen.
     
  6. slymom

    slymom Foren-Guru

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    Hallo und herzlich Willkommen bei den Grauverrückten

    Wie ein Grauer ist, hängt von vielen Faktoren ab, wie schon genannt die Aufzuchtsform, auch das Alter und damit die Grunderziehung.
    Sie haben doch eigentlich einen sehr starken Charakter und wollen auch mal nicht was Mensch will.
    Sie lernen aber recht schnell, vorallem wie sie Mensch zwingen das zu tun was sie wollen. Wenn man sie lässt, wohlgemerkt.
    Für mich ist wichtig, dass sie sind wie sie sind. Wenn sie nicht zu mir wollen muss ich das akzeptieren. Umgedreht dann aber genauso.

    Eigentlich ist es doch egal welches Geschlecht besser zu händeln ist. Im besten Fall, hast du sowieso von jedem eines.

    Die Grunderziehung beginnt vom ersten Tag an. Dein Grauer darf das tun, was du möchtest. Ungewolltes Verhalten wirst du gleich versuchen zu unterbinden.
    Wie bei kleinen Kindern ist dann das meist gebrauchte Wort Nein.
     
  7. evi

    evi Mitglied

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    leichter gesagt wie getan, mein Rambo sagt mit unschuldigen Augen ständig "NEIN NEIN" und tut es trotzdem wenn ich nicht hinsehe. Diese kleinen grauen Monster haben uns einfach im Griff:zwinker:
    LG Evi
     
  8. Fritz324

    Fritz324 Guest

    Erst einmal möchte ich mich für die netten und informativen Antworten bedanken :prima: Nun bin ich wieder ein bißchen schlauer.

    Ursprünglich wollte ich mich nicht an Abgabevögel ran wagen, weil mir immer wieder gesagt wurde, dass die gerade für "Anfänger" in der Graupapageihaltung nichts wären.

    Gestern habe ich mich dann noch durch Literatur weiter belesen, ich weiß die Praxis ist oft anders, aber ich möchte so gut wie möglich vorbereitet sein und nicht ganz ins kalte Wasser springen. Da sind mir dann noch ein paar Fragen aufgekommen, die ihr mir vielleicht beantworten könnt.

    Dort stand zum einen, dass wenn man sich Jungvögel anschafft, diese das erste Jahr über nicht länger als 30 Minuten allein lassen darf/soll/kann. Ich habe zwar viel Zeit, aber soviel Zeit dann auch wieder nicht. Allein wenn man einkaufen oder mal im Kino ist, ist man doch schon länger als 30 Minuten außer Haus. Was sagt ihr als erfahrene Halter zu dieser Aussage, ist dem wirklich so ? Dann stand da auch noch, dass man die Vögel ansonsten wenn möglich mitnehmen soll. Ist das nicht viel zu viel Stress für so ein Tier ?

    Dann die nächstes Frage. Eigentlich hatte ich mich schon für den Kongo Graupapgeien entschieden. Gestern habe ich dann aber gelesen, dass der Kongo im Vergleich zum Timneh der "schwierigere" Graupapagei wäre. Der Kongo wäre gerade was eine Bezugsperson angeht, sehr viel extremer als die Timneh. Ist dem wirklich so ?

    Wo ich schon beim Thema Bezugsperson bin. Dort stand, dass nach ca. 18 Monaten der Kongo graundsätzlich seine bis dahin ausgewählte Bezugsperson wächselt, ist dem wirklich so ?

    Kann man irgendwie drauf einwirken, dass die Papageien sich nicht zu extrem auf eine Bezugsperson fixieren, sondern sich wenn möglich von beiden Leuten zumindest händeln lassen ?

    Fragen über Fragen, ich weiß, aber wie schon gesagt ich hoffe aus eurer Erfahrung lernen zu können.

    Schöne Grüße
    Fritz
     
  9. silleef

    silleef Foren-Guru

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    hallo fritz
    hier die erfahrungen mit meinen 3 kongohennen
    kucki war einige wochen alt, ich habe sie vom zuechter, und dann weiter mit der hand aufgezogen. sie wird im april 2 jahre alt. kucki geht auf den finger und laest sich kraulen.auch von meinem freund.
    awie ist auch eine HZ, verbrachte ihr erstes lebensjahr in einem kleinen runden kaefig in einer garage, bevor sie zu uns kam. sie war als hahn fuer kucki gedacht- war dann aber eine henne. sie wird auch im april 2 jahre alt.awie geht nicht auf den finger, laesst sich aber sehr gern beschmusen von uns beiden.
    und dann waer da noch mexi.
    eine grupfte kleine henne von 18 jahren, welche bis august diesen jahres allein ihr dasein fristete.
    mexi ist ein maennervogel. laest sich aber mittlerweile auch von mir kraulen- wobei ich bislang immer schneller als ihr hackender schnabel war. sie ist also mit vorsicht zu geniessen. meinen freund liebt sie abgoettisch.
    da ich den grossteil des tages zu hause verbringe, bin ich auch diejenige, welche fuettert, saubermacht und sich mit ihnen beschaeftigt.
    aber kaum geht die garage auf und unser auto faehrt rein...ists geschrei riesengross und die freude eben auch...dann schreit awie aus vollem halse: der papa is daaaaa!!!
    kucki sagt dann: jaaaa und mexi darf mit einem langgezogenen: oohhhh, nicht fehlen.
    ich denke mal, dass ich ein glueckliches haendchen habe, was die grauen anbetrifft.
    alles kann...nichts muss...eben geduld und zeit und dem vogel das recht einraeumen, irgendwann zu einem zu kommen.
    nichts erzwingen und die erwartungshaltung zurueckschrauben.
    liebe und zeit verschenkend und sich an dem erfreuen, was man zurueckbekommt.
    also in unserem fall gibt es die bezugsperson nicht wirklich.
    und solltest du ein funktionierendes paar dein eigen nennen, dann kannst du die ruhigen gewissens auch fuer ein paar stunden allein lassen.
    der mensch sollte i diesem fall tatsaechlich der futterspender und die putzfrau sein.
    es gibt nichts schlimmeres, als nen vogel zu haben, welcher zur klette mutiert.
    nimm 2....und lass die beiden mal machen und geniesse die aussicht von deinem beobachtungsposten.
     
  10. Paul2212

    Paul2212 Stammmitglied

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    Hallo Fritz,

    Ursprünglich wollte ich mich nicht an Abgabevögel ran wagen, weil mir immer wieder gesagt wurde, dass die gerade für "Anfänger" in der Graupapageihaltung nichts wären.

    Wir sind auch Anfänger und haben 2 Abgabetiere. Mein Mann wollte unbedingt ein Jungtier vom Züchter. Nachdem ich gesehen habe wie viele Tiere abgegeben wurden habe ich mich durchgesetzt obwohl ich mit Vögeln eigentlich nicht so viel am Hut hatte.

    Durch Zufall kam der 1. Vogel dann über einen Arbeitkollegen deren Nachbarn seinen Grauen abgeben wollte. Eigentlich wollte ich nur mal mit meinen Sohn zum anschauen hinfahren und anschließen meine neue Brille abholen. Statt dessen haben aber wir haben einen Grauen mit Käfig sofort mitgenommen. Die neue Brille wurde dann nächsetn Tag abgeholt:). So kam statt eines Kongos eine 4 jährige graue Timneh-Dame zu uns. Sie ist ein eher Männer bezogener Vogel läßt sich aber auch von mir problemlos händeln. Weil sie tagsüber alleine war uns immer gewartet hat bis jemand kam sollte so schnell wie möglich ein Partner her. Leider war das gar nicht so leicht und ich gab eine Anzeige auf. Es meldete sich ein Kongo-Timneh-Mix der schon mit 2 Kongodamen nicht gut zurecht kam. Wir vereinbarten eine Probezeit aus da ich Zweifel hatte ob das gutgehen kann.

    So kam dann 2 Monate später der ebenfall 4 jährige Theo zu uns und nach 4 Tagen konnten wir sie zusammen alleine im Käfig lassen (60 x 80 x 160cm). Da mein Sohn sich sofort ihn verliebte wäre es schwer gewesen ihn abgeben zu müssen. Anfang Juli ging es dann in Voiliere. Sie sind auch heute kein Paar aber auch nicht alleine und wenn einer mal in anderem Zimmer ist geht das Gepfeife und Gerufe los. Natürlich wird auch mal gezofft und er ist auch weiterhin der dominantere von Beiden aber beim Blödsinn machen sind sich beide einig der wird gemeinsam gemacht. Ach so er sollte ein Frauen bezogener Vogel sein was wir bis heute nicht bestätigen können. Jeder der Kraulen kann ist super.

    Also traue Dich einfach oder denke ruhig über Abgabetiere nach. Oftmals werden auch Paare abgegeben die Du dann noch nicht einmal vergesellschaften mußt. Auch ältere Tiere sind etwas ruhiger als Jungtiere. Alles mal durch den Kopf gehen lassen.
     
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  12. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Wenn Du zwei Jungvögel in einem ausreichend großen Käfig mit Spielmöglichkeiten hast, ist das alleine lassen kein Problem.

    Sowohl bei Kongos wie bei Timnehs gibt es solche und solche. Die Individuellen Unterschiede zwischen einzelnen Exemplaren können weit größer sein, als die zwischen den beiden Unterarten.
    Zudem sind längst nicht alle Halter der selben Meinung, wenn Sie der einen Unterart diese und der anderen jene Eigenschaften zusprechen.
    Meine Meinung ist, dass Timnehs tendenziell etwas forscher und seelisch robuster sind.
    Aber andere sagen wieder anderes.
    Generell ist sowas bestenfalls ein Trend, der vielleicht klar wird, wenn man etliche Vögel kennt.

    Bezüglich eines zufällig ausgewählten Vogels hat es gar nichts zu sagen, ob es ein Timneh oder ein Kongo ist. Der kann in jedem Fall so oder so ausfallen.
    Also wähl einfach die Unterart, die Dich persönlich mehr anspricht.

    Graue beider Unteraten können die Bezugsperson spontan wechseln oder nicht.
    Wenn sie es tun, dann oft in der Zeit, in der im Freileben die Verlobungsphase fallt. Also zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr.
    Danach sind sie meist sehr stabil, was ihre Beziehungen angeht, zumindest wenn sie im selben Menschenumfeld bleiben..
    Wenn man Nr1 sein will, sollte man sich also vor allem in dieser Lebensphase des Vogels konstant um ihn bemühen.
    Meine Grauen haben übrigens nie ihre Lieblingsperson gewechselt.
    Bei Vogelpaaren ist die Beziehungskiste zum Menschen viel entspannter als bei Einzelvögeln, da die NR 1 der arteigene Partner ist und bleibt.

    Die meisten Grauen, auch verpaarte, haben allerdings durchaus besondere Freunde -und manchmal auch Feinde- unter den Menschen, können aber trotzdem zu mehreren Personen freundlich sein.
    Nur wenige haben gar keinen besonderen Liebling im "Menschenschwarm".
    Es kann auch so sein, dass die Grauen da ziemlich differenziert agieren:
    Meine Frau zB muss immer anwesend sein, wenn ich auch da bin. Andernfalls wird nach Ihr (mit Namen) gerufen und auch durch die Wohnung fliegend gesucht.
    Allerdings darf sie nur sehr selten einen Vogel kraulen und Futter aus der Hand nehmen sie von ihr gar nicht.
    Ich darf handfüttern, schmusen und händeln. Aber wenn ich aus dem Raum gehe, ist ihnen das schnurzpiepe.
    Wenn ich im Raum bin und der Käfig zu ist, werde ich ständig aufgefordert " lass uns bitte mal raus" oder werde arg bedrängt, wenn ich etwas esse.
    Meine Frau lassen sie mit beidem in Ruhe.
    Wenn niemand im Wohnzimmer ist, rufen Sie keinen von uns beiden, sondern mit Ausdauer: "Kinder! Kiiiiiiiiiinderrrrrr!!!! " oder "Charlotte! Carloooooooootte".
    Mit unserem Sohn ficht das Männchen Rangkämpfe aus, unsere Tochter hat Narrenfreiheit.
    Kommt meine Mutter fängt der Hahn an zu tanzen und zu kichern, mein Schwiegervater muss sich als einziger ein ständiges "Was machst Du da? " oder "Was machst Du da fürn Blödsinn?" oder "Hände weg" gefallen lassen.
    Mein Vater ist der einzige, den das Weibchen mit Ausdauer versucht, ernsthaft zu beissen, und den sie so gut wie nie mit "Hallo" begrüßt.
    So wird jeder bekannte Mensch anders behandelt und das ist bei vielen Grauen der Normalfall
     
  13. G.H.

    G.H. Neues Mitglied

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    Hallo Fritz,
    als langjähriger Halter einer Graupapageien-Henne im Wohnzimmer, mein Kommentar zu Deinen Fragen.
    Es gibt keinen Vergleich zu Hunde-Welpen in Fragen Erziehung. Der Hund ist domestiziert, was in Hunderten von Jahren mit dem Grauen nicht gelungen ist und was sich mit der typischen Erziehung, aber auch mit dem "Geheimhalten" von Krankheiten bis zur perfekten, oft unumkehrbaren Katastrophe, beweisen lässt.
    Du musst besonders "Verrückt", aber auch besonders Verantwortungsvoll veranlagt sein, Dich mit Graupapageien einzulassen.
    Sie werden erst dann zur Faszination für Dich auflaufen, wenn Du das komplizierte Regelwerk kennst und einzuhalten in der Lage bist. Dieses Regelwerk so umzusetzen, wie es einer der sensibelsten Papageien auf Dauer benötigt, daran scheitern allerdings die meisten und wundern sich über Krankheiten wie: Aspergillose oder Federrupfen. Versuche nie mit den Instinkten Deines Grauen zu experimentieren. Achte ihre arteigene konservative Lebensart - sie danken es Dir, wenn Harmonie und Chemie stimmen. Wem sich der Graue am liebevollsten zuwendet, das entscheidet der Graue ganz allein und wechselt oft nur einmal. Holst Du Dir einen Abgabevogel, kann das Risiko der stimmenden Chemie genauso groß sein, wie vom Züchter aber: die große Gefahr ist das in der Regel zu lange "Verschweigen" seiner eventuell bereits kranken Seele. Man braucht sehr viel Glück der Richtige zu sein - egal ob Mensch oder Partnervogel. Und: Du kannst ihm schon etwas mit "Nein, nein" verbieten - nur wird er es gerade deshalb noch mal probieren, schon um Dir zu imponieren. Durch die Hintertür musst Du ihn "austricksen" und Dein Anliegen mit sehr viel Tierverständnis durchsetzen. Aber auch mit Ignorieren nach einem kleinen Biss wirst Du bei konsequenter Anwendung Erfolg haben. Stelle ruhig Deine Fragen und bilde Dir Deine Meinung - im Vergleich zum Expertenrat guter Graupapageien-Bücher.
    G.H.
     
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Erziehung und geschlechtspezifische Eigenschaften ???

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