Frage zu Laborbefund - Vielleicht GLS ?

Diskutiere Frage zu Laborbefund - Vielleicht GLS ? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo alle zusammen. Ich habe ein Problem mit meinem Welli Spike, um den ich mir sehr große Sorgen mache. Mir ist letzte Woche aufgefallen,...

  1. #1 Stingray2001, 3. Oktober 2005
    Stingray2001

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    Hallo alle zusammen.

    Ich habe ein Problem mit meinem Welli Spike, um den ich mir sehr große Sorgen mache. Mir ist letzte Woche aufgefallen, daß er sehr schläfrig und aufgeplustert ist und seinen Kopf häufiger in seinem Rücken vergräbt. Außerdem ist er sehr dünn.
    Ich bin mit ihm sofort zum Tierarzt, wo ein Abstrich von Kropf und Kloake gemacht wurde. Das Ergebnis war ein geringer Gehalt von aeroben Sporenbildnern (physiologische Flora). Nach Anreicherung wurden auch alpha-hämolysierende Streptokokken (physiologische Flora) nachgewiesen.
    Die Ärztin hat auf Grund der geringen Konzentration kein Baytril gegeben, sondern Spike eine Spritze 'Catosal' verabreicht, was 3x alle 3-5 Tage wiederholt werden soll. Dies soll Spike's Kräfte wieder aufbauen.
    Soweit, so gut. Mein Problem ist, daß sich bei Spike keine Besserung zeigt. Er verhält sich immer noch, wie oben beschrieben. Von der Optik her sieht er auch immer mehr aus, wie mein GLS-kranker Welli Poldi, der leider vor 5 Wochen gestorben ist. Er frisst normal, aber scheint nicht an Gewicht zuzulegen. Megabakterien wurden aber keine nachgewiesen.
    Nun meine Fragen: Können Megabakterien bei einem Abstrich evtl. übersehen werden? Wenn man Megas ausschließen kann, was kann ich noch tun, um die Behandlung von Spike mit Catosal zur Stärkung seiner Kräfte zu unterstützen, vor allem im Hinblick auf sein Immunsystem? Gibt's da vielleicht Tees oder Zusatzpräparate für Futter, die besonders empfehlenswert sind ?
    Zur Zeit bekommt Spike Körnerfutter, welches mit Aufzuchtfutter vermengt ist. Zusätzlich gebe ich noch eine Dosis AviConcept zusammen mit BirdBeneBac-Pulver über das Futter. Zusätzlich gebe ich noch jeweils im Wechsel Salat (Obst rührt er nicht an), Kolbenhirse und Quellfutter. Gewichtsmäßig scheint sich aber leider nichts zu tun.
    Wenn ihr Tipps habt oder Infos in Bezug auf den Laborbefund, wäre ich euch sehr dankbar.

    Vielen Dank schon mal im voraus.
     
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  3. #2 Alfred Klein, 4. Oktober 2005
    Alfred Klein

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    Hallo Peter

    Also, Catosal ist lediglich Vitamin B12, sonst nichts. Ob das ausreicht? Ich habe so langsam den Verdacht daß die Ärztin mit Wellis nicht viel anfangen kann.

    Wegen der Megabakterien, die müssen nicht unbedingt nachweisbar sein. Das gefürchtete GLS soll ja auch von Mega´s hervorgerufen werden ohne daß diese nachgewiesen werden können.
    Ich denke daß es sogar so ist daß ein Nachweis von Megabakterien für einen Vogel immer eine sehr schlechte Prognose darstellt.
    Laut einer Publikation der Uni Gießen sind Megabakterien auch nicht immer im Kot zu finden, daher sollte eine Sammelkotprobe von drei Tagen untersucht werden.
    Als Behandlung wird eine Medikation mit Amphotericin B mit 4mg / Kg Körpermasse über mindestens zwei Wochen empfohlen.
    Bei hochgradiger Abmagerung wird zu Infusionen zweimal täglich mit Amynin / Glukose geraten. Das dürfte aber zuhause nicht machbar sein.
    Jedoch etwas Traubenzucker im Trinkwasser wäre nicht schlecht. Honig wäre noch besser, fragt sich nur wie den dem Vogel beibringen.
    Auch den Anteil an Aufzuchtfutter könntest Du erhöhen, möglichst viele Kalorien geben.
    Eine Steigerung des Immunsystems kannst Du mit Propolis oder Echinacea erreichen. Ein weiteres Mittel wäre (beim Tierarzt) Baypamun.
    Wenn Du möchtest und mir Deine Mailadresse gibst kann ich Dir die von mir angesprochene Publikation zukommen lassen. Es ist ein mehrseitiges .pdf-Dokument welches diverse Erkrankungen beschreibt.
     
  4. #3 ara_severa, 4. Oktober 2005
    ara_severa

    ara_severa Mitglied

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    Vielleicht GLS

    Hallo,
    vielleicht kannst du den Honig mit Aufzuchtsfutter anrühren, damit es eine feste Masse gibt. Dies frißt der Welli sicher gerne.
    Ich drücke Dir und deinem Welli die Daumen.
    Viele liebe Grüße
    ara_severa :zustimm:
     
  5. Mary B.

    Mary B. Guest

    Hallo Peter,


    Ich würde nicht sagen übersehen, entweder fällt der Giemsa-Test positiv oder negativ aus. Wenn er negativ ausfällt, heißt ja noch nicht zwingend, dass der Welli defenetiv keine Megabakterien hat, weil die Megabakterien intermettierend ausgeschieden werden, von daher meist eine Kotprobensammlung von 3 Tagen, gegebenenfalls ein Wiederhohlungstest machen lassen. Nachweisen kann man die Megas aus der Kropfschleimhaut oder über Kotproben, was jetzt sicherer ist, weiß ich nicht, bei einem Welli von mir wurden die Megas aus der Kotprobe nachgewiesen. Ich hatte schon einige Tests auf Megas machen lassen, meistens über Kotproben.


    Ich hoffe dein Welli ist noch nicht zu sehr abgemagert, du schreibst ja nicht wie viel er schon abgenommen hat, bzw. wie stark untergewichtig er schon ist, oder ob er wenigstens sein Gewicht zur Zeit hält. Was du jetzt noch alles zur Stärkung des Wellis tun könntest, da fällt mir leider auch nichts weiteres ein. Da auch keine hohe Konzentration an pathogenen Erreger festgestellt wurde und es auch sonst keine klinsche Anzeichen, außer Abmagerung und Schläfrigkeit gibt, liegt der Fall schwierig, ich hoffe der Welli hat nicht eine verdeckte innere Krankheitheit, irgendein Organproblem, sowas könnte man dann nur mit Röntgen oder einer Blutabnahme feststellen.

    Sonst weiß ich leider auch nichts zusagen, ich wünsche deinem Welli gute Besserung,
     
  6. #5 Stingray2001, 5. Oktober 2005
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    Hallo zusammen.

    Erstmal vielen Dank für eure Antworten und eure guten Wünsche!

    @Mary B. & Alfred:
    Ich weiß jetzt, daß es unbedingt notwendig ist, den Kot über 3 Tage zu sammeln. Meine Frage ist jetzt, wie ich das am besten mache. Ich meine, wenn der Kot über 3 Tage aufbewahrt wird, kann man dann die Megas überhaupt nachweisen? Oder muss der Kot speziell gelagert oder behandelt werden?
    Sorry wegen dieser Anfängerfrage, aber ich habe schon mal eine Sammelkotprobe eingeschickt, die ich auch über 3 Tage angesammelt habe. Bei dieser Probe wurde nichts festgestellt. Circa 2 Wochen später wurden bei Poldi durch Kropfabstrich dann aber doch die Megas nachgewiesen.

    @ara_severa:
    Deine Idee mit dem Honig und dem Aufzuchtfutter klingt gut. Meine Frage jetzt: Wenn ich das so mache, wie lange kann ich das Honigfutter stehen lassen. Quellfutter soll man ja z.B. auch nur wenige Stunden anbieten, da sonst Schimmel einsetzt. Verhält es sich mit dem Honig da ähnlich ?

    @Mary B.:
    Leider kann ich keine konkrete Aussage machen zu Spikes Gewichtsverlust, da er sich nicht wiegen läßt. Mir fiel es eigentlich nur dadurch auf, da ich sein Brustbein während des Einfangens sehr deutlich gespürt habe. Nach meinen Erfahrungen mit GLS bin ich da in Verbindung mit der Schläfrigkeit von Spike natürlich sehr beunruhigt. Was mir weiterhin noch auffiel ist, das Spike, während er atmet, mit seinem Schwanz leicht wippt.

    Nun hätte ich mal noch eine allgemeine Frage: Letzte Woche war ich stark erkältet. Um die Wellis nicht weiter zu gefährden, bin ich sowenig, wie möglich in's Vogelzimmer. Fressen und Trinken mussten aber natürlich trotzdem erneuert werden. Kann es sein, daß Spike sich evtl. bei mir angesteckt hat? Die Frage klingt vielleicht etwas blöd, aber ich weiß, das sowas z.B. bei Hund oder Katze möglich ist.
     
  7. #6 Stingray2001, 5. Oktober 2005
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    Hallo Alfred.

    Eine kurze Frage hätte ich noch zu deinem Tipp, Traubenzucker ins Wasser zu geben. Zur Zeit bekommen die Wellis ja einen mit Wasser verdünnten Tee aus Thymian und Annis. Im Internet habe ich gelesen, daß dieser Tee 'antimykotisch' wirkt, also bei einem evtl. Megabakterienbefall deren Ausbreitung entgegenwirkt. Meine Frage ist jetzt, ob ich diesem Tee gefahrlos den Traubenzucker beimischen kann, oder ob man ihn besser nur normalem Trinkwasser zugibt.
     
  8. #7 Alfred Klein, 5. Oktober 2005
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    Hallo Peter

    Traubenzucker ist ein Mehrfachzucker.
    Daher hat er eine keimtötende Wirkung wie alle Mehrfachzucker. Nachvollziehen kann man das bei der Marmelade. Der Zucker verhindert daß Marmelade schlecht wird. ;)
    Das kann ich Dir ebenfalls beantworten.
    Hier gilt das Gleiche wie oben. Also ebenfalls der Zucker welcher verhindert daß der Honig schlecht wird. Du brauchst also keine Bedenken zu haben die Mischung längere Zeit anzubieten
    Zusätzlich hat der Honig noch ebenso wie der Tee eine antimykotische und zusätzliche antibakterielle Wirkung.
    Wie Du sicherlich schon bemerkt hast wird guter Honig auch nicht schlecht. Selbst wenn man ein angebrochenes Glas jahrelang im Schrank stehen hat. Das hatte ich nämlich, es stand ganz hinten versteckt. Der Honig war lediglich verzuckert, erwärmen im Wasserbad hat ihn wieder flüssig gemacht.
    Wird Honig wirklich mal schlecht hat man eine miserable mit Zuckerwasser verdünnte Qualität erwischt.
     
  9. Mary B.

    Mary B. Guest

    Hallo Peter,


    Den Kot, hatte man mir gesagt, sollte ich z.B. in einer Filmdose sammeln und besonders lagern, z.B. kühl mußte ich ihn nicht.

    Das erste Mal, sollte ich sogar den Kot noch länger als 3 Tage sammeln. Das war mein Welli, der aus der Klinik nach einem Schlaganfall entlassen wurde, der aber sehr stark an Gewicht verloren hatte, die wollten bei den Welli, dann nochmal Tests durchführen, einmal wegen dem geringen Gewicht, auf Megas testen und weil seine Ataxien zwar besser aber noch nicht weg waren, noch einiges an Abstriche abnehmen, er wurde 2 mal virologisch getestet und dann nochmal bakteriel, habe vergessen auf was genau. Jedenfalls, sind die Megas, wenn im Kot vorhanden, auch noch nachweisbar, wenn der Kot älter als 3 Tage ist.


    Ja, da steckt man halt nicht drinn, der erste Test von meinem letzten Welli, verlief ja auch leider negativ und erst der 2. Test, wo der Welli schon zu sehr abgemagert und zu schwach war, verlief dann positiv. Er ist leider ein Tag nach dem Ergebnis gestorben.



    Ich hätte ja zumindestens gedacht, dass der Arzt den Welli gewogen hatte, wenn ich in die Klinikpraxis komme, wird der Käfig immer auf der Waage abgestellt. Seit kurzen habe ich auch eine digitale grammgenaue Waage, wo ich den Vogel im Käfig drinn wiegen kann. Erst wiege ich den Käfig, dann kommt der Vogel hinein. Schade, dass du den Vogel nicht wiegen kannst, so läßt sich natürlich schwer feststellen, ob das Gewicht konstant bleibt oder immer mehr am absacken ist. Leider, gerade in Zusammenhang mit Megas, fressen sie oft noch gut, aber verlieren trotzdem an Gewicht.

    Falls du noch nicht Rotlicht anbietest, würde ich es jetzt machen, damit ein zu dünner Welli nicht noch mehr Energie aufbrauchen muß, um sein Wärmehaushalt aufrecht zu erhalten und die Wärme vom Rotlicht soll ja wohl auch den Stoffwechsel und den Blutkreislauf anregen.


    Es ist zwar möglich, dass wir Menschen den Vögel auch anstecken können, aber dazu Bedarfs es schon einen sehr engen Kontakt, wie z.B. den Vogel Küsschen geben oder wenn du ihn an deinem Mund zu nahe heran läßt, sonst eher recht selten bis unwahrscheinlich, dass du deinen Vogel anstecken könntest. Darüber musst du dir keine Sorgen machen, zudem du auch noch sehr vorsichtig warst.
     
  10. #9 ara_severa, 5. Oktober 2005
    ara_severa

    ara_severa Mitglied

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    Zitat:

    Es ist zwar möglich, dass wir Menschen den Vögel auch anstecken können, aber dazu Bedarfs es schon einen sehr engen Kontakt, wie z.B. den Vogel Küsschen geben oder wenn du ihn an deinem Mund zu nahe heran läßt, sonst eher recht selten bis unwahrscheinlich, dass du deinen Vogel anstecken könntest.

    Hallo,
    ich habe immer gedacht, dass Schnupfenviren, Grippeviren etc. artspezifisch sind und deshalb Vögel insoweit nicht angesteckt werden können.
    Besteht wirklich eine Anstckungsmöglichkeit?
    Viele liebe Grüße
    ara_severa
     
  11. Mary B.

    Mary B. Guest

    Hallo ara_severa,

    ich halte ja die Möglichkeit, dass wenn wir erkältet sind, Vögel anzustecken, für sehr gering, aber nicht für völlig ausgeschlossen. Ich muß aber zugeben, dass ich da auch, in erster Linie nicht an die Viren selbst gedacht habe, aber häufig ist es ja auch so, dass es nicht immer alleine bei den Viren bleibt und eine Sekundärinfektion mit Bakterien sich noch dazu gesellt, je nachdem wie die Schleimhäute geschädigt sind.

    Jedenfalls, von der bakteriellen Seite her, wäre ich doch etwas vorsichtig, aber jetzt so alleine von den Viren ausgehend, da weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob es da überhaupt eine Ansteckmöglichkeit geben könnte.
     
  12. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo,
    es gibt Viren, die die Artgrenze überspringen können, z.B. Tollwuterreger, und welche, die wirtsspezifisch sind, z.B. PDD-Virus oder PBFD-Erreger(Circovirus) sowie solche, die eigentlich witsspezifisch sind, aber u.U. mutieren können, siehe div. Influenzaviren, z.B. die Angst um "Vogelgrippe".
    Zahlreiche Bakterien, die bei Erkältungen eine Rolle spielen können, z.B. Streptokokken, Staphylokokken, Pseudomonas, Legionellen, Mycoplasmen u.a. können Menschen, andere Säugetiere, aber auch Vögel befallen.
    Etwas Vorsicht ist bei Erkältungen also schon angebracht, aber keine Panik. Das gesunde und funktionierende Immunsystem steckt einiges weg, also keine übertriebene Angst vor Ansteckung.
    Allerdings sollte man sowieso solche dusseligen Unsitten wie "Küßchen-Geben" oder "Mund-zu-Schnabel-Fütterung" meiden - wenn man krank ist, natürlich erst recht. Und ins Gesicht oder in den Napf niesen oder husten sollte man dem Vogel auch nicht. Aber von normaler Versorgung geht keine gesteigerte Gefahr aus.
    LG
    Thomas
     
  13. #12 Stingray2001, 10. Oktober 2005
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    Hallo zusammen.

    Da mein PC am Wochenende abgeraucht ist, kommt leider erst jetzt ein kleines Update natürlich verbunden, mit einer Frage.
    Also ich habe jetzt über 3 Tage hinweg den Kot von Spike gesammelt und zur Tierärztin gebracht, damit er (vor allem auf Megas) getestet wird. Am Mittwoch sollten hoffentlich die Ergebnisse da sein.
    Weil sie die Ergebnisse abwarten wollte und zur Stärkung des Immunsystems hat sie mir das Präparat 'Propolis' mit gegeben, welches ich Spike ins Trinkwasser träufeln soll.
    Meine Frage ist jetzt folgende: Spike bekommt von mir seit einigen Tagen Thymian-Tee zu trinken. Kann ich das Propolis da dazu geben oder sollte ich es ihm besser in normalem Trinkwasser verabreichen. Gleiches würde ich gerne in Bezug auf Traubenzucker im Trinkwasser wissen. Kann man das alles (Tee, Traubenzucker, Propolis) mischen, oder sollte man es besser einzeln verabreichen?
    Die Idee mit dem Honig klappt bei meinen Fliegern leider nicht ganz so, wie geplant. Ich habe Aufzuchtfutter Körner und Honig gemischt, aber scheinbar trifft es nicht so ganz ihren Geschmack. Das Futter wurde fast nicht angerührt, dafür haben sie sich am Boden um die Reste eines Hirsekolbens vom Vortag gezankt. Nachdem ich ihn 'raus getan hatte, schien leider auch niemand am Fressen interessiert zu sein.
    Ich werde bei Spike mal mein Glück mit milchfreiem Babybrei versuchen. Ich habe in Katjas Thread über Bijou gelesen, daß das bei ihr wohl gut geholfen hat. Drückt mir bitte die Daumen !!!!!!

    Vielen Dank schon mal im vorraus.
     
  14. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Peter,
    Du kannst unbedenklich Propolis in Kräutertees reichen.
    Mit Traubenzucker wäre ich erstmal zurückhaltend, ehe der Befund da ist. "Megabakterien" sind nämlich den Hefepilzen nahestehende Organismen, welche durch Zucker gefördert werden können.
    LG
    Thomas
     
  15. #14 Stingray2001, 14. Oktober 2005
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    Hallo zusammen.

    Erst mal vielen Dank an Thomas für deine Infos.
    Ansonsten wieder ein kleines Update. In der Kotprobe konnte man, genau wie beim Abstrich von Kropf und Kloake, keine Megabakterien nachweisen. Stattdessen sind 'Staphylokokken' nachgewiesen worden.
    Morgen soll ich zum TA, um Spike durch ein Antibiotikum behandeln zu lassen. Hoffentlich hilft das jetzt. Spike scheint zwar kein Gewicht zu verlieren, ist aber trotzdem sehr dünn. Bitte drückt mir die Daumen !!
    Hat jemand hier vielleicht Erfahrungen mit 'Staphylokokken' ?
     
  16. #15 Alfred Klein, 14. Oktober 2005
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    Hallo Peter
    Ja, ich.
    Schwierige und schlecht zu bekämpfende Biester.
    Bei meinem Vogel half Baytril entgegen des Laborbefundes nicht. Habe dann Cefalexin gegeben und jetzt erst sind die Kokken weg.
    Aber die Krankheit ist immer noch nicht überstanden, der Kropf gereizt und offensichtlich hat der Vogel Schmerzen beim Körnerfressen.
    Daher füttere ich täglich Milupa-Heilnahrung zu um die Schleimhäute zu schützen.

    Übrigens, die Kokken sind im Mikroskop (von Lidl) einwandfrei auszumachen und zu erkennen. Daher weiß ich auch daß der Vogel keine mehr hat. Bin für das Mikroskop echt dankbar, eine wertvolle Hilfe.
     
  17. Mary B.

    Mary B. Guest

    Hallo Peter,

    Staphylokokken wurden in Abstrichen von meinen Wellis auch schon gefunden, allerdings waren immer noch andere Bakterien mit dabei.

    Der Welli, der von mir Megas hatte, hatte auch Staphylokokken, überall 3 +, nur im Kropf waren es 2 bis 3 +. Hier kannst du mal den bakteriellen Befund anschauen.

    Hier mal ein Befund von einem anderen Welli, der hatte eine Kropfentzündung, war aber leider nicht die Hauptkrankheit.


    Ich hoffe dein Spike hat außer Staphylokokken, nicht sonst noch was, den nach meinen Erfahrungen ist es eigentlich selten, dass die alleine auftreten.

    Ich Drücke auf alle Fälle weiterhin die Daumen, dass Spike wieder gesund wird.
     
  18. #17 Stingray2001, 15. Oktober 2005
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    Hallo Mary und Alfred.

    Vielen Dank für eure Infos!
    Mary, leider hast du recht. Staphylokokken war die telefonische Aussage der Arzthelferin. Der eigentliche Befund sagt aus, daß bei Spike neben den Staphylokokken auch Streptokokken gefunden wurden.
    Nachdem bei dieser letzten Kotprobe Megabakterien wieder nicht gefunden wurden (trotz Hinweis seitens der TÄ, daß danach gesucht werden soll), hat sie gemeint, daß wir uns jetzt erstmal auf die Kokkeninfektion konzentrieren müssen.
    Zur Behandlung gab sie mir das Medikament 'Retardon' (laut Suchfunktion ein AB), von dem ich einen Tropfen mit einem Tropfen Wasser verdünnen und dies dann Spike in den Schnabel geben soll (nach seiner Reaktion heute morgen muss das Zeug wohl ganz widerlich sein).
    Aber dann hätte ich doch mal noch eine Frage. Kokken sind ja Bakterien. Wie können die Wellis sich damit infizieren ? Kann es sein, daß mir bei meinen Hygienemaßnahmen vielleicht ein Fehler unterläuft ? Mittwochs wird der Sand gewechselt und Samstags der Käfig, samt Zubehör (also Sitzstangen und sowas) geschrubbt. Ist das zu wenig ?
     
  19. #18 Alfred Klein, 15. Oktober 2005
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    Hallo Peter

    Diese Kokken kommen überall vor, ständig und ohne daß man sie weg bekommt.
    Im Regelfall sollte das Immunsystem sie in Schach halten. Wenn das nicht gelingt hat man die Infektion.
    Wegen der Reinigung verfahre ich wie folgt:
    Sitzstangen wische ich täglich mit einem Schwamm und warmem Wasser ab. Bei Infektionen desinfiziere ich mit Eau de Chavel indem ich das ins Wasser gebe.
    (Eau de Chavel bekommst Du z.B. bei Globus oder viel billiger in Forbach bei Cora)
    Den Vogelkot entsorge ich täglich aus dem Einstreu. Bei Sand ist eine Katzenkloschaufel mit feinem Gitter sehr praktisch. ;)
    Naja, das wars eigentlich.
    Natürlich wasche ich die Wassernäpfe täglich aus. Dabei finde ich die aus Edelstahl sehr praktisch da diese keine Rillen, Risse oder Riefen haben im Gegensatz zu Kunststoff.
     
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  21. #19 Stingray2001, 20. Oktober 2005
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    Hallo zusammen.

    Zur Zeit bekommt Spike ja gegen die Infektion mit Staphylo- und Streptokokken das Medikament 'Retardon'. Dies soll er über 10 Tage jeden Tag in den Schnabel bekommen. Heute ist Tag 6 und ich hätte mal eine (vielleicht etwas naiv klingende) Frage. Sollte sich nach 6 Tagen schon mal eine Besserung in seinem Verhalten gezeigt haben ?
    Will sagen, Spike wirkt immer noch sehr schläfrig und geht auch weit aus früher als die anderen 'zu Bett', also steckt den Kopf in den Rücken.
    ABs nehmen den Körper so eines kleinen Vogels ja sehr mit, darum bin ich mir nicht sicher, ob sich die Besserung direkt in seinem Verhalten zeigen sollte oder erst hinterher, wenn die Nebenwirkungen des ABs auch behandelt sind.

    @Alfred: Vielen Dank für den Tipp mit der Katzenkloschaufel. Ich hab' mir gestern mal eine besorgen können und das klappt wirklich gut !
     
  22. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo,
    Retardon ist ein Sulfonamid und damit so ziemlich eines der schädlichsten und risikoreichsten Mittel, die gegen die Kokken zur Verfügung stehen. Im Normalfall wesentlich bedenklicher als die Kokken. Es schädigt massiv den Zellstoffwechsel. Kein Wunder, daß es dem Vogel nicht gut geht.
    LG
    Thomas
     
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