Gänseschlachtung am Altmühlsee

Diskutiere Gänseschlachtung am Altmühlsee im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo In 2009 wurde seitens der Technischen Universität München, Arbeitsgruppe Dr. König, die Tötung von wildlebenden Gänsen in einem...

  1. #1 blue-karl, 13. Mai 2010
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    Hallo


    In 2009 wurde seitens der Technischen Universität München,
    Arbeitsgruppe Dr. König, die Tötung von wildlebenden Gänsen in einem
    Projektzwischenbericht angekündigt. Es besteht Anlass zu der
    Befürchtung, dass in diesem Monat Gänse am Altmühlsee während der
    Mauser eingefangen und abgeschlachtet werden sollen.
    Da für die Gänse in der Aufzuchtzeit der Jungtiere vom Jagdgesetz her
    eine Schonzeit besteht, ist zur Tötung eine Ausnahmegenehmigung
    erforderlich. Ebenso ist der Mauserfang nach dem Jagdrecht
    verboten und kann nur Ausnahmefällen (z.B. wissenschaftliche Markierung der Tiere) genehmigt werden.
    Wie wir nun erfahren haben wurde diese Genehmigung erteilt.
    Ein Versuch derselben TU-Arbeitsgruppe vor 2 Jahren mausernde Gänse im
    Englischen Garten der Stadt München zu schlachten, ist an massiven Protesten der
    Öffentlichkeit und vieler Verbände gescheitert. Sogar der Landesjagdverband Bayern hatte
    seinerzeit gegen die Tötungsaktion Stellung bezogen.
    Dennoch steht zu befürchten, dass in den kommenden Tagen eine erneute Tötungsaktion
    stattfinden soll - diesmal ohne öffentliche Ankündigung und nicht im dicht besiedelten
    Münchner Stadtgebiet, sondern mutmaßlich am Altmühlsee. Offenbar soll so versucht
    werden, öffentlichen Protest zu verhindern.
    Bitte helfen Sie mit das auch 2010 die Tötung von Gänsen an den öffentlichen Protesten
    scheitert. Setzen Sie auf Ihre Webseite einen Hinweis auf diese Absichten der TUM.
    Es müssen so viele Menschen wie möglich protestieren.
    Regierung von Mittelfranken Promenade 27 91522 Ansbach Tel: 0981/530
    Pressesprecherin Frau Kronau-Neef 0981/53-1233
    Sachbearbeiter Herr Robert Kammerbauer Tel: 0981/531411
    Und laßt Euch nicht ab wimmeln!! Die sind etwas stur in der
    Regierung, aber sie MÜSSEN Euch Auskunft geben.
    Auch der TUM kann man ein paar kritische Fragen stellen.
    Dieses Wochenende sollte auch der BR einen Beitrag dazu bringen.
    Entweder 15.05.2010 zwischen 18:05 -18:45 (BR, "Zwischen Spessart und Karwendel") oder
    am Sonntag um 18:05. Vielleicht können auch Sie versuchen die Presse zu informieren.



    Anm.: Hintergrundinformationen zum „Forschungsprojekt mit Tötungsabsichten“ der TU-München finden Sie
    unter www.gaensewacht.de
     
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  3. #2 Papagilla, 14. Mai 2010
    Papagilla

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    Und für sowas zahl ich meine Steuern oder was? Die sind doch bekloppt :nene:0l0l0l

    Quelle: Antrag zur Förderung eines Forschungsvorhabens durch die Oberste Jagdbehörde
     
  4. #3 Tinker_Bell, 14. Mai 2010
    Tinker_Bell

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    Man kann auch mal beim LBV in Muhr am See (
    Tel.: 09831/4820) anrufen, die können einem evtl. auch näheres sagen - bin aber in letzter Zeit nicht dort gewesen, deswegen kann ich selber jetzt wenig dazu sagen.

    Ausser, dass ichs zum ko****n finde - ich meine, ich lag nach der Arbeit auch zwischen Kötelchen am Altmühlseeufer, aber meiner Ansicht nach ist das zwar ein supertoller See für die Vogelwelt, baden würde ich da aber sowieso auf gar keinen Fall...
    Leider Gottes ist die Ecke halt das frühere Armenhaus Bayerns und die Leute dort haben halt nichts ausser den Tourismus - und wenns dann mal schlechter läuft, denkt natürlich niemand daran, dass die Welt einfach immernoch in einer Wirtschaftskrise ist, sondern, dass keiner kommt, weil sich die Gänschen am Strand erleichtern.
     
  5. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Wieder mal die Gänsewacht.

    Wenn irgendwo die Anzahl von Gänsen begrenzt werden muss, und jagdliche Methoden wegen der Aktivitäten eben jener "Gänsewacht" nicht effektiv genug sind - dann werden Gänse in Netzen gefangen und vergast wie in Holland, oder in der Mauser eingefangen und getötet wie in München oder jetzt am Altmühlsee. Auch die Methode, mit der man letztes Jahr in der Kormoran-Kolonie am Bodensee den Bruterfolg reduzierte, war eine nicht-jagdliche.

    Erst behindert die "Gänsewacht" die Bejagung, dann bejammert sie die Alternativ-Methoden, die deshalb notwendig werden.

    Soll verstehen, wer mag.

    idS Daniel
     
  6. Rena

    Rena Guest

    vor 4 jahren war das gleiche probs....und wird immer sein...ja unser altes altmühltal und die wirtschaften,wo man einkehrt!
     
  7. #6 Paloma negra, 14. Mai 2010
    Paloma negra

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    Natürlich, die Gänsewacht ist an allem Schuld.
    Als Jäger kann man natürlich nur in der Dimension "Jagen" bzw. "Töten" denken. Mehr ist in Jäger's Hirn nicht zu finden?
     
  8. buteo

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    bitte mal im Ernst.
    Gibts hier wirklich nur dieses Denken? Jäger und Gegner?
    Warum denn nur?
    Ich selbst habe oft genug gesagt, daß es auf beiden Seiten schwarze Schafe gibt.
    Leider fühlt es sich langsam so an, als wolle man hier den Streit.
    Solange Menschen nur streiten, bleibt da noch Gefühl für unsere Schöpfung?
    Wird man nicht langsam mal müde...?
     
  9. #8 Ludger02, 15. Mai 2010
    Ludger02

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    Wahre Worte, Buteo!
     
  10. #9 Kanadagans, 15. Mai 2010
    Zuletzt bearbeitet: 15. Mai 2010
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    Es ist doch ganz einfach, die Gänsepopulationen zu regulieren, und das ganz ohne Gewaltmaßnahmen, Ballerei oder semi- legale Ausweichmittel.

    Freilich sind die etwas arbeitsintensiver, und erfordern Einsatz, aber sie sind dafür effektiv, und zwar nicht nur in einem Jahr, sondern teils für drei Jahre in Folge...
    Und zwar ist Gelegereduktion/ - vollentnahme das Mittel der Wahl...

    An und für sich vermehren sich Gänse solange, wie der Lebensraum Kapazität hergibt, es herrscht also das Prinzip der dichteabhängigen Populationsregulation.
    Was als ersten logischen Schluß bereits zeitigt, dass Bejagung/ Wegfang von Adultvögel uneffektiv und Käse ist, da die verbliebenen Vögel im Folgejahr automatisch größere Nachzuchterfolge haben, und die Population so flugs wieder auffüllen...

    Dazu ein paar Hintergründe:
    Ich bin ja nun in der glücklichen Lage, die Kanadaganspopulation am Berliner Tegeler See seit nun pausenlos durchgehend über 11 Jahren beobachtet und erforscht zu haben, und ich habe folgendes heraus gefunden:

    1) Wie gesagt das Prinzip der dichteabhängigen Populationsregulation
    Zu Anfang meiner Beobachtungen (1999/ 2000) betrug die maximale Zahl der Vögel im Gebeit nie mehr als 19 Tiere.
    Dementsprechend schritten wenige Paare zur Brut, hatten aber gute Nachzuchterfolge mit teils 7 aufgezogenen Jungen pro Gelege. So vermehrte sich die Kolonie mit sich ausgleichendem Zu- wie Abwanderflug herangewachsener Jungvöggel auf einen Höchststand von 59/ 60 Vögeln ab dem Jahre 2007.
    Bis zu diesem Zeitpunkt zogen wenige Paare viele Junge erfolgreich auf, mit der gestiegenen Zahl von Vögeln aber nahm die intraspezifische Konkurrenz stark zu, die Brut- und Aufzuchtreviere wurden kleiner, da mehr Paare brüten wollten, und so brüteten etwa doppelt so viele Paare wie vorher, die aber nur noch 1- 3 Junge pro Gelege aufzogen...

    Nehmen wir als Beispiel 2003: Da hatten zwei Paare jeweils 7 Junge, die alle flügge wurden (heute leben davon vielleicht noch 6)

    Nehmen wir dagegen das Jahr 2008: Da hatten 5 Paare Bruterfolg mit jeweils nur 1- 3 aufgezogenen Jungen pro Gelege (2x 1, 1x 3, 2x 2).

    Hat sich also die Population früher bis etwa 2006 nahezu jedes Jahr nach dem Flüggewerden der Jungen verdoppelt, so hält sich sich aktuell und seit etwa 2007 auf einem steten Niveau.
    Im letzten Jahr haben viele der älteren Nichtbrüter die Kolonie verlassen (aktuell wird der Osten Berlins intensiver besiedelt), so dass die Zahl der Vögel von insgesamt ca. 60 auf etwa 35 gesunken ist, so dass bereits letztes Jahr wieder 4 Junge von einem Paar flügge wurden (neben 1x 1 und 1x 2 von den beiden anderen erfolgreichen Brutaaren)
    Mit der sinkenden Populationsgröße geht also die Anzahl der erfolgreichen Paare wieder zurück (die Ganter beanspruchen dann wieder größere Territorien), die Anzahl der bis zum Flüggewerden überlebenden Jungvögel nimmt aber wieder zu (da mehr Ressourcen zur Aufzucht zur Verfügung stehen).

    Hieraus ersieht man also problemlos, dass Reduktion der Adultvögel absolut nichts bringt, solange keine nachhaltige Nutzung, sondern nur schlichte Reduktion der Gänsepopulationen beabsichtigt ist, jeder Abschuss oder jeder Mauserfang zum Zweck der Regulation also eher sinnlos ist.

    Als 2) fand ich:
    Paare ohne/ mit nur sehr mäßigem Bruterfolg neigen viel eher zur Trennung oder Neuverpaarung als gleichbleibend erfolgreiche Paare...

    Hierzu das Beispiel eines Paares, das 2003 farbberingt wurde, und daher jedes Jahr gut kenntlich war.
    Dies Paar, XK2 und XK4, hatten von 2003 bis 2007, also mindestens fünf Jahre in Folge, kontinuierlichen Bruterfolg. Das waren 2003 7 Junge, 2004 5 Junge, 2005 sogar 9 Junge, 2006 dann nur 3, und 2007 nur zwei...
    Und aufgrund des so geringen Nachzuchterfolges wie nie trennte sich das Paar 2007 recht plötzlich, und beide Partner verpaarten sich mit je einem Vogel neu, die 2007 je ein Junges allein geführt hatten.
    Und zwar die Gans XK4 mit dem Ganter XV7, und der Ganter XK2 mit der Gans XN3...

    Als Folge der Neuverpaarung ist immer erst mal eine längere Neusynchronisation der Paare erforderlich, welche für den Bruterfolg unabdingbar ist, und welche im ersten Jahr umso unzuverlässiger ist, je später die Neuverpaarung im Jahr erfolgte...
    Auch verlieren sie mit der Trennung von ihrem langjährigen Partner die Rangstellung innerhalb der Kolonie, haben es also viel schwerer, ein Nistrevier zu etablieren.

    So, aufgrund der Neuverpaarung also hatten beide ehemalige Ehepartner zwar neue Partner, aber 2008 keinen Bruterfolg, das erste Mal seit vielen Jahen nicht.
    2009 dann versuchte XK2 mit XN3 eine Brut, die aber scheiterte, und eine Zeitlang zeigte das Paar daraufhin keinen besonders engen Zusammenhalt, wie er sonst ja üblich ist. Beinahe wäre also auf das Misslingen der Brut wieder eine Trennung erfolgt.
    XK4 mit XV7 versuchte 2009 keine Brut, und in diesem Frühjahr verstarb XK4 dann. Ihr Partner, XV7, verpaarte sich umgehend neu mit einer unberingten Gans, und sie scheinen einen Brutversuch zu machen, denn beide waren schon länger nicht mehr an ihren üblichen Weideplätzen... Der aber sicher misslingt, da sie nur wenige Wochen hatten, sich aufeinander einzustimmen.
    Ende Mai, wenn die erfolglosen Paare sich zur Großgefiedermauser am nördlichen Tegeler See einfinden, werde ich da Bescheid wissen. Erscheinen sie dann, klappte es nicht, bleiben sie fort, heisst es auf Anfang Juli warten, weil meist dann die erfolgreichen Paare mit den herangewachsenen Jungen vor Ort erscheinen.

    Jedenfalls, auch bei einer Reihe anderer Paare konnte ich als Grundmuster feststellen: Je lausiger der Brut- und Aufzuchterfolg, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Paare sich trennen, und dann für mindestens 2 weitere Jahre mit der Nachzucht ausfallen.

    Daraus ziehe ich den unmissverständlichen und logischen Schluß, dass der, der Gänsepopulationen regulieren will, nicht etwa schießen, schlachten oder wegfangen muss, sondern schlicht den Bruterfolg vereiteln!
    Und dies nicht etwa durch stetes Wegnehmen immer neu gelegter Eier oder frischer Gelege, denn ich solch einem Fall legt die Gans immer weiter nach/ macht bis zu zwei weitere Nachgelege, sondern auf zweierlei Art:

    Entweder in der Wegnahme bereits länger bebrüteter Gelege, weil die Wahrscheinlichkeit dann gering ist, dass die Gans vor der Großgefiedermauser nochmal ein Nachgelege zeitigt, oder aber im Austauschen frisch vollständiger Gelege gegen Kunsteier, die die Gans ohne Erfolg bebrütet.
    Auch hier kann dann nach der vierwöchigen Brut in der Regel kein Nachgelege gezeitigt werden, da die Zeit bis zur Großgefiedermauser (die fest an die Monate Juni/ Juli gekoppelt ist) zu knapp wird.

    Macht man dies jedes Jahr mit einigen Paaren (nicht mit allen, denn die Ausrottung kann nicht das Ziel sein), so lässt sich die Zahl der Gänse weit effektiver und gewaltfreier regulieren, als mit den erwähnten Maßnahmen alá Abschuß und so weiter...

    Vielleicht lesen ja ein paar Verantwortliche hier mit, und nehmen sich die Ergebnisse von 11 Jahren stetiger Beobachtung ein wenig zu Herzen ^^...

    Grüße, Andreas
     
  11. #10 Tinker_Bell, 15. Mai 2010
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    Was ich nur noch kurz dazu sagen wollte:
    Eine Maßnahme wie die Entnahme des Geleges würde ich wirklich noch in Ordnung finden - das Problem ist, dass man am Altmühlsee kaum an die Nester herankommt, denn diese liegen auf der Vogelinsel - diese besteht eigentlich auf vielen kleinen Inseln, wo man zu Fuß nicht hinkommt - und mit dem Boot eigentlich auch kaum, denn sie wurde mit einem Ring umschlossen, der mittlerweilen sehr dicht bewachsen ist

    Einmal im Jahr wird aber trotzdem eine Brutvogelkartierung gemacht - also rein theoretisch ginge es schon, aber ich schätze, es ist mehr Aufwand, als nicht-fliegenden Gänsen den Hals umzudrehen :traurig:
     
  12. Elmo

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    Jetzt muss ich mal eines Fragen (vielleicht hab ich es überlesen):

    Warum hat sich die Population in den letzten Jahren so gesteigert? Das muss doch auch Gründe haben!
     
  13. #12 Papagilla, 15. Mai 2010
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    Was mich bei dieser Geschichte annervt ist einfach: ich versteh nicht warum die Gänse auf einmal einen angebeblich so grossen finanziellen Schaden anrichten sollen???? Kann mir das mal bitte einer erklären? Warum muss denn bitteschöne ein "Gänse-Management" her. Die haben doch nicht mehr alle Tassen im Schrank :nene::nene::nene::nene:

    LG
    papagilla
     
  14. #13 Kanadagans, 15. Mai 2010
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    Hy!

    Klar ist Halsumdrehen mausernder Vögel leichter, aber in meinen Augen link und ethisch verwerflich. Und wie ich schon darlegte, ist es absolut uneffektiv, es sei denn, man lässt von beispielsweise 60 Vögeln nur 5 übrig...
    Dann hat das Ganze noch den großen Nachteil, das diese Art der Regulierung unselektiv ist, das heisst, es wird wahllos gegriffen und getötet, und dabei unter Umständen Paare getrennt, Familien auseinander gerissen etc. pp.

    Klar ist die Gelege- Methode aufwändiger, aber wenn denen die Sache wirklich so wichtig ist, und sie das nachhaltig betreiben wollen mit der Bestandsregulierung, dann müssen sie diesen Weg gehen.
    Zum einen ist das sozialverträglicher für die Vögel, zum anderen werden die Anwohner/ Tierschützer dagegen auch viel weniger heftig protestieren können als gegen großangelegte Massentötungen von großen Vögeln.

    Und wie ich auch schon sagte: Gänse vermehren sich hervorragend, solange der Lebensraum Kapazitäten bietet. Ist die Population dann bis zur Tragfähigkeit des Lebensraumes herangewachsen, stellt sich ein selbst reguliertes Gleichgewicht ein.
    Jagd/ Tötung von großen Vögeln fördert also eine stete und zahlreiche Vermehrung, die unter Umständen zu höheren Populationen führen kann, als ohne jagdliche Beeinflussung.
    Man kann also jedes Jahr abschöpfen und abschöpfen und abschöpfen, und es werden dennoch nur kurzfristig weniger Gänse, da ausser dem erhöhten Bruterfolg der verbliebenen Paare auch noch Nichtbrüter aus anderen Kolonien zuwandern, und die Populationszahl zusätzlich schnell wieder hochtreiben...
    Ich sollte das Beispiel jetzt vielleicht nicht nennen, aber das ist haargenau dasselbe Prinzip wie bei den Füchsen...

    Viel sinnvoller ist bei Gänsen (wie auch den Reineckes) die Erhaltung einer Grundpopulation an adulten Tieren, die nicht angetastet wird, und von der regelmäßig nur der Nachzuchterfolg vereitelt wird.
    Die Grundpopulation an adulten Tieren sorgt dafür, dass nicht übermäßig viele Nichtbrüter von außerhalb einwandern, sondern nur in dem Maße, wie Altvögel wegsterben, was im Jahr eine Fluktuation von etwa 5- 10 % der Tiere beträgt.

    Sicherlich macht eine Grundpopulation an adulten Vögeln immer noch Mist und weidet auf Feldern etc., aber einer weiteren signifikanten Vermehrung der Vögel und damit Erhöhung der "Schäden" und "Beeinträchtigungen" ist entgegen gewirkt...
    Ein gewisser Kompromiss muß also eingegangen werden, denn so, wie es sich vorgestellt wird: "Weg mit den Scheißviechern", geht es nicht!

    Grüße, Andreas
     
  15. Vanellus

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    Hallo!

    Ich verstehe auch nicht, warum die Gänse stören. Aber nun ja, wenn sich ein paar Menschen etwas in den Kopf gesetzt haben, ist selten ein Kraut dagegen gewachsen. :nene:
    Den Vorschlag von Andreas Kanadagans mit dem Gelege absammeln finde ich sehr durchdacht und daher ist es ein sehr guten Vorschlag. :zustimm:
    Möchte dazu aber fragen, ob man den Gänsen dann Gipseier unterlegen muß, damit kein Nachgelege folgt?

    Grüße
     
  16. #15 Paloma negra, 15. Mai 2010
    Zuletzt bearbeitet: 15. Mai 2010
    Paloma negra

    Paloma negra Foren-Guru

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    Ich finde es auch sehr gut, was Andreas dazu schreibt. Hihi, an die Füchschen dachte ich auch sofort beim Lesen seines Textes.

    In unserer Stadt geht es auch gerade "rund", allerdings sind hier ALLE wildlebenden Wasservögel zu Buh-Tieren erklärt worden. Da heisst es, die Vögel würden die Teiche "vollkacken", weil sie so viel gefüttert würden. Einige Teiche seien deshalb schon am "kippen". Es wurde ein Gutachten erstellt, was dieses angeblich nachweist. Wir haben den Test gemacht: Eine Aktivistin ist in Wasserschutzmontur in einen Teich gestiegen und hat die ganze "Entenkacke" mal ansatzweise rausgeholt.

    Hier sieht man schon, wie "vollgekackt" das ist...

    [​IMG][/URL] Uploaded with ImageShack.us[/IMG]

    Und hier, was rausgeholt wurde

    [​IMG][/URL] Uploaded with ImageShack.us[/IMG]

    Wir haben einen Offenen Brief verfasst, und darauf hingewiesen, dass alljährlicher Laubeintrag im Wesentlichen die Teiche verschlammt, und diese halt öfter gereinigt werden müssen. Dies wurde dann indirekt zugegeben.

    Es sollen aber zahme, von der Stadt selbst vor langer Zeit angesiedelte, kupierte Gänse in eine Anlage umgesiedelt werden, wo sie nachts 14 Stunden lang eingesperrt werden sollen, damit sie der Fuchs nicht holt. Diese Vögel haben z.T. rund 30 Jahre lang in Freiheit gelebt. Tierschutz 2010! Der größte Witz: Der Teich, an dem sie jetzt noch leben, ist von der Wasserqualität her vollkommen in Ordnung - amtlich bestätigt!

    Pikantes Detail am Rande: Federführend bei der Vögeldiffamierung ist ein Mitglied einer bekannten Naturschutzorga ....:k

    Was unsere Kanadagänse, Nil- und Graugäns angeht, gibt es bei uns seit dem letzten Jahr eine "Ausnahmegenehmigung": Ab Mitte Juli darf geschossen werden! Auf Jungtiere und in der Mauser befindliche flugunfähige Elterntiere!
    Wie gesagt: Tierschutz 2010! (so viele Ausrufezeichen :~ )

    Wir fordern jetzt, den Kot als wertvollen Vogelguano zu vermarkten, anstatt die Vögel zu verfolgen.
    Die Forderung bzw. das Angebot, die Gelege zu kontrollieren, hatten wir auch schon gemacht. Geht angeblich nicht, weil diese Vögel unter das Jagdrecht fallen. Abschiessen, ja klar, aber Eier klauen ist strafbar? Die Jäger kriegen ihre Ausnahmegenemigungen ohne Murren ... (s.o.)
    Das Land soll allerdings auch dem Eierklau zugestimmt haben, nur ist das bis in unsere Stadt anscheinend noch nicht durchgedrungen...
     
  17. #16 colchicus, 17. Mai 2010
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    Traumtänzer(innen), Theoretiker(innen), ich mags schon gar nicht mehr lesen.
    Von Tuten und Blasen keine Ahnung aber aus der grauen Theorie heraus (könnte, müsste, ich bin der Meinung...) kluge Ratschläge für die Praxis geben.
    Viele werden, sagen: Ist kein Schaden wenn ein Jäger hier weg ist!
    Geilt Euch doch untereinander auf!
     
  18. #17 Papagilla, 17. Mai 2010
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    Hey colchicus!

    Fühl´ Dich doch nicht so angegangen, bitte. Erklär´ Du mir das aus der Jagdpraxis. Ist es denn wirklich so, daß durch den Abschuss viel zu wenig Gänse zu verzeichnen sind? Und ausserdem finde ich die Ausführungen von Kanadagans sehr schlüssig: wenns die Umwelt nicht hergibt, dann vermehrt sich det Zeugs auch nicht mehr.

    LG
    papagilla
     
  19. #18 Penelope67, 17. Mai 2010
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    @colchicus

    toller Beitrag, :beifall:
     
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  21. #19 Penelope67, 17. Mai 2010
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    Die Erde gehört auch den Tieren, und niemand hat den Menschen erlaubt sie zu "managen".

    Daraus entsteht die ganze Problematik, das ist alles.

    Es gibt nirgend wo "zu viel" von egal welchen Tieren. Es gibt nur Orte, die die Menschen gerne für sich allein hätten, koste es was es wolle. Das Leben der Tiere sowieso. Für diese Leute, ist ein Tierleben sowieso nichts wert.

    Nur kann man sich diese Diskussion hier sparen, denn die Wahrheiten werden in diesem Forum nicht akzeptiert. Es ist eindeutig Pro-Jagd. Und sobald man wagt etwas gegen die armen so gebeuteten, gequälten Jäger zu sagen, die in aufopferung und gegen den Willen ihres Herzens Tiere töten um uns andere vor den bösen bösen tieren zu retten...wird man zensiert oder rausgeworfen.

    Es sollten so viele Graugänse dort leben wo sie wollen. Kein Mensch hat das echte Recht, außer das Recht des Stärkeren das er sich selbst heraus nimmt andere Lebewesen in ihren Lebensraum einzuschränken. Und schon Mal gar nicht ihnen das Leben weg zu nehmen. Das recht des Stärkeren hat im Gegensatz zu "richtig oder falsch" einen Nachteil: es gibt IMMER einen der Stärker ist, wird nicht immer der gleiche sein:+party:

    lg

    Penelope
     
  22. #20 Penelope67, 17. Mai 2010
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    nee, niemand wird weinen wenn einige hochwertige beiträge hier entfallen...
     
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