Gewicht Rosellas - Erfahrungen mit E. coli?

Diskutiere Gewicht Rosellas - Erfahrungen mit E. coli? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, meine beiden Rosellas haben, wie nach einer Kotuntersuchung festgestellt, Kolibakterien (E. coli) im Darm. Laut Ausage der Tierärztin...

  1. #1 Birgit W., 18. April 2001
    Birgit W.

    Birgit W. Guest

    Hallo,

    meine beiden Rosellas haben, wie nach einer Kotuntersuchung festgestellt, Kolibakterien (E. coli) im Darm. Laut Ausage der Tierärztin gehören Kolibakterien bei Vögeln nicht zur normalen Damflora und sollten daher behandelt werden. Die beiden fressen vollkommen normal, baden etc., wirken allerdings "etwas matschig" und der Urinanteil im Kot ist ziemlich hoch (Kotanteil ist aber gut geformt, nicht aufgelöst). Insbesondere der Hahn döst ziemlich häufig, sitzt dann auf dem Schlafast und kreuzt die Flügel auf dem Rücken nicht richtig übereinander (sieht daher so ein bißchen bucklig aus, ich hoffe ihrr könnt euch was dadrunterr vorstellen). Ansonsten wohnen die beiden in einer 2m*1m*2m Voliere, können also ein bißchen fliegen, bekommen normalerweise auch Freiflug, den ich im AUgenblick allerdings wegen der Krankheit gestrichen habe. Hat jemand Erfahrungen mit dem Befall durch Kolibakterien bei Vögeln? Andere Parasiten wurden ausgeschhlossen. Ansonsten sehen beide Vögel, insbesondere der Hahn, vom Federkleid her im AUgenblick sehr gut aus.

    Die Tierärztin empfiehlt die Verwendung des ANtibiotikums Baytrils, das gegen die Kolibakterien wirksam ist und gewichtsabhängig über das Trinkwasser gegeben wird. Die Frage ist nun wieviel wiegt denn eigentlich so ein Rosellasittich? Ich will die beiden, einmal weil sie überhaupt nicht zahm sind (und fliegen können die beiden sehr gut ;-)), zum anderen weil ichs mir nicht so recht zutraue nicht unbedingt einfangen, wenns nicht unabdingbar nötig ist.

    Vielen Dank im Voraus

    Birgit W.
     
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  3. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Birgit!

    E.coli-Bakterien werden bei den Psittaciden (im Gegensatz bspw. zu den Tauben) nicht als zur normalen Darmflora gehörend betrachtet. Dennoch gibt es immer wieder Papageien, bei denen diese Bakterien festgestellt wurden, ohne das die Vögel krank waren.
    Bei Deinen klingt es aber wirklich nach einer Infektionskrankheit, Apathie, gespreiztes Gefieder und Durchfall sind typische Symptome. Ich als tiermedizinischer Laie würde also der Diagnose der Tierärztin nur zustimmen können.
    Die Antibiotikabehandlung scheint hier angebracht zu sein. baytril ist ein Breitbandantibiotikum, vielleicht ist es sinnreich, die mögliche Resistenz des Erregers vorher zu prüfen und gegebenenfalls ein spezielles Antibiotikum einzusetzen? Da würde ich bei der Tierärztin nochmal nachfragen.
    Wichtig ist jetzt auch, das sie viel Flüssigkeit aufnehmen!
    Wenn sie durch das Antibiotikum weniger Trinken, muß eine Alternative gesucht werden. Dann empfiehlt es sich auch, auf die nächste Zeit auf eine Obstfütterung zu verzichten.
    Auch ist die Sauberkeit der Voliere jetzt besonders wichtig, damit die Vögel nicht am Kot sich erneut infizieren.

    Rosellamännchen wiegen etwa zwischen 100 und 120g, die Weibchen um die 90g. Allerdings sind dies nur Richtwerte.

    Ich wünsche Dir viel Glück mit den beiden und da sie bald wieder gesund sind!
     
  4. #3 Birgit W., 23. April 2001
    Birgit W.

    Birgit W. Guest

    Hallo Rüdiger,

    erstmal vielen Dank für deine Antwort. Der momentane Stand ist, daß ich sie beide heute nach Oberschleißheim zum Institut für Geflügelkrankheiten bringen werde, da sich der Zustand des Hahns weiter verschlechtert hat, nicht dramatisch aber immerhin. Da ich das Baytril erst heute erhalten könnte, war mir inzwischen die Zeit zu knapp, sicher ist sicher.

    "E.coli-Bakterien werden bei den Psittaciden (im Gegensatz bspw. zu den Tauben) nicht als zur normalen Darmflora gehörend betrachtet. Dennoch gibt es immer wieder Papageien, bei denen diese Bakterien festgestellt wurden, ohne das die Vögel krank waren.
    Bei Deinen klingt es aber wirklich nach einer Infektionskrankheit, Apathie, gespreiztes Gefieder und Durchfall sind typische Symptome. Ich als tiermedizinischer Laie würde also der Diagnose der Tierärztin nur zustimmen können."

    Einerseits denke ich das auch, andererseits macht es mich stutzig, daß E. coli nur in relativ mäßiger Zahl festgestellt wurde (hab inzwischen den Bericht) und die Henne auch vom Kot her praktisch beschwerdefrei ist. Ich befürchte halt, daß das doch was anderes ist :-(.

    "baytril ist ein Breitbandantibiotikum, vielleicht ist es sinnreich, die mögliche Resistenz des Erregers vorher zu prüfen und gegebenenfalls ein spezielles Antibiotikum einzusetzen? Da würde ich bei der Tierärztin nochmal nachfragen. "

    baytril steht im Antibiogramm drin, müßt also eigentlich funktionieren.

    "Wenn sie durch das Antibiotikum weniger Trinken, muß eine Alternative gesucht werden."

    Ich bring sie ja jetzt doch weg, aber ich hab mir dadrüber natürlich auch Gedanken gemacht. Was für Möglichkeiten gäbs denn, wenn die beiden sich weigern würden, das "antibiotikaverseuchte" Wasser zu trinken? Außerdem kann ich mir, ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, daß eine Antibiotikagabe übers Wasser wirklich funktioniert, so wenig wie die normalerweise trinken. Da müßte man das Antibiotikum extrem hoch dosieren und das trinken sie dann garnatiert nicht mehr oder?

    "Auch ist die Sauberkeit der Voliere jetzt besonders wichtig, damit die Vögel nicht am Kot sich erneut infizieren."

    Ich vermute, da die beiden Fundvögel sind (der Hahn von Oktober 2000, die Henne wurde offenbar schon einige Zeit früher gefunden), daß der Hahn trotz erfolgreicher Parasitenbehandlung in Oberschleißheim die E. coli Bakterien aus seiner Freiflugzeit noch hatte. Die Voliere werde ich desinfizieren sobald die beiden in Oberschleißheim sind.

    "Rosellamännchen wiegen etwa zwischen 100 und 120g, die Weibchen um die 90g. Allerdings sind dies nur Richtwerte."

    Vielen Dank, hab das Gewicht nämlich auch nicht im Papageienlexikon gefunden.

    "Ich wünsche Dir viel Glück mit den beiden und da sie bald wieder gesund sind!"

    Danke

    Liebe Grüße

    Birgit

    P.S.: Tja, hab versucht noch ein Bild von den beiden anzuhängen, aber das klappt nicht, obwohls kleiner als 30 kB ist.

    [​IMG]
     
  5. #4 Birgit W., 23. April 2001
    Birgit W.

    Birgit W. Guest

    Na da ist das Bild ja doch, ist schonn etwas älter....

    Birgit
     
  6. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Birgit!

    Wie geht es den beiden? Ich hoffe, sie befinden sich auf dem Weg der Besserung?
     
  7. #6 Birgit W., 3. Mai 2001
    Birgit W.

    Birgit W. Guest

    Schlechte Nachrichten

    Hallo Rüdiger,

    leider hat sich mein Verdacht bestätigt, daß die Kolibakterien nicht das Problem sind. Die Tierärztin in Oberschleißheim hat wohl auf Anhieb gesehen, daß der Bauch und Rückenbereich des Hahnes schon etwas "angeschwollen" sind und meinte sie wollte den Hahn am nächsten Morgen röntgen. Dabei und bei einer zusätzlichen Röntgennaufnahme mit Kontrastmitteln am nächsten Tag stellte sich dann leider heraus, daß der Hahn einen Leber- und wohl auch einen Nierentumor hat :-(. Sie meinte aber, daß es dem Hahn für diesen schweren Befund eigentlich ganz gut gehe und er noch einen recht gesunden EIndruck mache und noch "Jahre" damit leben könnte. Eine Antibiotikatherapie wurde Gott sei Dank nicht durchgeführt, da sie in seinem Zustand die Leber zusätzlich belasten würde, statt dessen bekamen die beiden Lactobazillen und der Kot war bei der Entlassung auch in Ordnung. Nun das sind schlechte Neuigkeiten und es ist jetzt an mir zu beobachten, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist um den Hahn einzuschläfern, ich hoffe ich schaff das auch :-(. Den beiden eine Außenvoliere zu bauen kommt in seinem Zustand laut Tierärztin auch nicht mehr in Frage.

    Der Hahn bekommt jetzt Amynintropfen, die Ernährung soll fettarm und proteinarm erfolgen um die Leber zu schonen. Hat irgendjemand vielleicht noch Tips was ich sonst noch für ihn tun kann? Die Nierenfunktion ist ja vermutlich auch etwas eingeschränkt, kann man da denn irgendwie helfen??

    Birgit
     
  8. #7 Heike Reinhardt, 3. Mai 2001
    Heike Reinhardt

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    Hallo Birgitt,
    Meine Königssittichehenne war über den Winter auch schwer krank. Hatte eine 5 fach vergrößerte Leber. Als ich sie zum TA brachte war sie so schwach, daß er nicht mal röntgen konnte. Er gab ihr auch keine große Überlebenschance. Er behielt sie dann da. Sie bekam auch Amynin. Der TA hatte mir ein Pulver noch mitgegeben das ich ihr unters Futter mischen sollte. Das heißt Korvimin. Da sind alle Stoffe drin die Vögel brauchen. Als meine Henne das hatte fraß sie meistens nur Obst und Hirse. Mittlerweile geht es ihr wieder gut. Sie ist auch wieder in der Freivoliere. Vielleicht solltest Du noch abwarten. Vielleicht erholt sich Dein Hahn auch wieder.
    Gute Besserung
     
  9. #8 Birgit W., 11. Mai 2001
    Birgit W.

    Birgit W. Guest

    Es geht zu Ende.....

    Hallo Heike, hallo Rdiger,

    vielen Dank für Eure Hilfe. Leider geht es meinem Hähnchen immer schlechter :-(. Es wurde inzwischen jeden Tag schlimmer mit ihm. Inzwischen rührt er sich fast gar nicht mehr vom Fleck, sitzt z.B. auf dem Käfigboden und fliegt auch nicht mehr hoch, wenn man kommt (er ist nicht zahm und ziemlich scheu). Gerade eben mußte ich ihn fast mit Gewalt vom Futterkarussell verscheuchen, um das Futter zu wechseln. Es geht jetzt wohl doch ziemlich schnell dem Ende zu und ich werde ihn vermutlich heute noch einschläfern lassen (heul!), weil ich ihn nicht lange leiden lassen will. Ich bin so traurig, aber es muß schließlich sein... :-((((

    Die Diagnose Krebs=Tumor scheint festzustehen, da ja eine Kontrastmitteluntersuchung gemacht wurde, Heike, ich glaube nicht, daß der wieder zurückgehen könnte. Außerdem hat er ja Amynintropfen und auch wochenweise Vitamine (emulvit)bekommen und es wurde nicht besser :-(.

    Traurig
     
  10. Uli L.

    Uli L. Pascale und Manuri

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    Hallo Birgit!

    Auch wenn das kein richtiger Trost sein kann. Wir fühlen mit dir. Ich denke, dass fast jeder von den Forenbesuchern schon einmal Ähnliches erlebt hat und weiß wie schwer das ist ein geliebtes Tier einschläfern zu müssen.

    Ein Trost ist vielleicht, sich später keine Vorwürfe machen zu müssen, dass man etwas versäumt hat, weil man das Tier unnötig leiden hat müssen. So geht es zumindest mir, als wir vor zwei Jahren unserern Hund einschläfern mussten, wusste ich, dass es das richtige war und heute bin ich wirklich froh so gehandelt zu haben. Gerade das gehört eben auch zu einem verantwortungsvollen Tierhalter dazu. :(
     
  11. RainerS

    RainerS Foren-Guru

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    Schnief

    Hallo Birgit,

    das tut mir sehr, sehr leid, ich fühle mit euch! Wenn wirklich nix mehr zu machen ist und er nur leiden muß, dann ist Einschläfern vielleicht wirklich die beste Methode, auch wenn das unendlich schwer ist! Ich fürchte mich schon davor, wenn ich mit meinen Nymphen evtl. mal vor so einer Entscheidung stehe.

    Traurige Grüße
     
  12. KarinD

    KarinD Guest

    Traurig, traurig

    Hallo Birgit,
    es tut mir leid zu hören, daß es Deinem Vögelchen so schlecht geht. Schade, daß die Medikamente nicht angeschlagen haben.
    Manche homöopathische Mittel haben bei Tumoren, gerade bei Lebertumoren, gute Wirkungen erzielt, z.B. Carcinoma hepatitis injeel, Glyoxal compositum, Ubichinon compositum.
    (Quelle Naturheilpraxis Vögel/Bernard Dorenkamp/ Verlag Gräfe und Unzer)

    Vielleicht wäre dies ja doch noch mal einen Versuch wert und Du könntest Deinen TA darauf ansprechen?

    Die Entscheidung, die Du treffen mußt, ist sicherlich eine der schwersten, die es für einen Vogelhalter gibt.
    Wenn ein Vogel nur unnötig leidet oder Schmerzen hat, ist Einschläfern sicherlich ein richtiger Weg, um den Vogel von seinen Qualen zu erlösen.

    Ich wünsche Dir die Kraft, die richtige Entscheidung zu treffen.

    Traurige Grüße,
    Karin
     
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  14. #12 Birgit W., 17. Mai 2001
    Birgit W.

    Birgit W. Guest

    Hallo an Alle,

    Danke erstmal für die mitfühlenden Worte, das war sehr nett von euch.
    Ich hab mein Hähnchen noch Freitag mittag einschläfern lassen. Er saß nur noch auf dem Futterkarussell (wollte wohl eigentlich noch was fressen, tats dann aber nicht mehr) hatte nur noch die Augen zu und wär beinahe noch runtergefallen dort. Ich rief dann die Tierärztin an und die kam dann auch gleich her und gab mir auch recht, daß es höchste Zeit wäre. Ich glaube, daß er noch am Freitag gestorben wäre, die Tierärztin konnte ihn auch ganz einfach greifen, er flatterte nicht mehr davon. Ein bißchen mach ich mir schon Vorwürfe, weil ich denke, ich hätte es vielleicht schon früher tun sollen, aber die TA in Oberschleißheim meinte ja, daß es ihm eigentlich noch ganz gut ginge, allerdings scheint es mir, daß der Verlauf bei ihm ganz atypisch schnell war. Naja jedenfalls war ich doch ziemlich deprimiert, obwohl ich mir schon am Samstag ein neues Hähnchen vom Züchter geholt habe, damit die Henne nicht lange alleine bleibt, daher hab ich nicht eher geschrieben.

    Danke

    Birgit
     
  15. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Birgit!

    Auch mir tut es sehr leid!:( Es ist immer ein schlimmes
    Erlebnis und besonders dann, wenn man selbst noch die Entscheidung einschläfern oder nicht treffen muß. Aber ich denke, Du hast es genau richtig gemacht.
    Tierarztbesuche werden oft aufgeschoben, meist ,it der besten Absicht, dem Vogel Streß zu ersparen. Aber wenn wie in Deinem Fall selbst ein TA meint, es sei noch nicht nötig, solltest Du Dir wirklich keine Vorwürfe machen.

    Mitfühlende Grüße!
     
Thema: Gewicht Rosellas - Erfahrungen mit E. coli?
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