Halsbandsittich ausrotten?

Diskutiere Halsbandsittich ausrotten? im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Es ist hier überhaupt nicht notwendig von "Spechtelein" zu reden! Die Stadttauben sind hier ja auch ein ganz anderes Thema. Wollte nur...

  1. Sigrid79

    Sigrid79 Foren-Guru

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    Es ist hier überhaupt nicht notwendig von "Spechtelein" zu reden!

    Die Stadttauben sind hier ja auch ein ganz anderes Thema. Wollte nur verdeutlichen, wie "hochgebildet" und ernstzunehmend Lokalpolitiker sind. Auf die würde ich überhaupt nicht zählen, was Tier- und Naturschutzthemen angeht.

    Zu den wilden Sittichpolpulationen habe ich mir nur marginal Gedanken gemacht, diese sind im Rosenheimer Land (noch) kein Thema.
     
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  3. kace63

    kace63 Foren-Guru mZg

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    Es ist ja nix Neues, daß in diesem Forum (und wahrscheinlich nicht nur hier) eine deutliche Unterscheidung zwischen "niedlich - also schützenswert" und " nicht niedlich - also zum Abschuß freigegeben" gemacht wird. Ginge es beispielsweise um eine Spinnenart mit dem gleichen Gefährdungspotential würde niemand nach einer Petition rufen.
     
  4. #23 Dohlenmutter, 29. Dezember 2011
    Dohlenmutter

    Dohlenmutter Stammmitglied

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    Die werden doch schon extrem dezimiert, und hunderttausende jedes Jahr legal abgeschossen oder auch illegal vergiftet ! Es ging ja gerade wieder so ein Fall durch die Presse.
    Wirtschaftliche Schäden durch verwilderte Sittiche ? Gefahr für Weinberge ? Gerade die Weinbauern, die sollen mal ganz ruhig sein, die werden mit Millionen von Euros subventioniert und die Entsorgung der Ernteüberschüsse kostet der EU nochmals Millionen, die sollen doch froh sein, wenn ein paar Vögel Weintrauben klauen !
    Mit Neozoen wird die Natur leben müssen !
     
  5. owl

    owl Foren-Guru

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    Da könntest du Recht haben. Der richtige Weg isses allerdings nicht. Ich weiss nicht wie das bei Neozoen abläuft, finde jedoch, dass jede Art für sich bewertet werden sollte. Sprich, ob sie denn überhaupt eine Gefahr oder Nahrungs- Nistplatzkonkurrenz für einheimische Tierarten darstellt. Ganz unabhängig von Niedlichsein. Jedenfalls denke ich, dass man bei solchen Fragen tunlichst vermeiden sollte, eine Tierart nur weil sie Neozoen sind, als Bedrohung für die einheimische Fauna einzustufen. Vielleicht würde es manchmal sogar ausreichen, die Populationen und wie sie sich entwickeln, (vergrössern, konstant bleiben oder weniger werden) zu beobachten ?

    Interessantes über Faunenverfälschung, als auch über Halsbandsittiche -> klick
     
  6. owl

    owl Foren-Guru

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    Wir haben uns überschnitten ;)

    klasse auf den Punkt gebracht, Danke :beifall::zustimm:
     
  7. HansWilhelm

    HansWilhelm Mitglied

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    Dort, wo ich lebe, kommen keine Halsbandsttiche vor, aber ich kenne sie sehr gut aus Wiesbaden, wo ich einige Jahre verbracht habe. Auch in Berlin gab es immer wieder kleinere freilebende Trupps und es fanden Bruten statt.

    Was die Petition angeht: Hier einige unzusammenhängende Fragen und Statements:

    1. Was ist der rechtliche Rahmen? Bundesrecht oder EU-Recht?
    2. Petitionen wenden sich direkt an einen Ausschuss im Bundestag. Eine Petition braucht nicht über Politiker eingereicht werden,
    3. Eine Petition ist das letzte Mittel und dann angebracht, wenn alle anderen fachlichen oder rechtlichen Einsprüche nicht mehr greifen.
    4. Petitionen werden auch gestellt, wenn sich die betreffenden Fälle in einer rechtlichen Grauzone befinden.
    5. Es gibt eine Reihe von Ornithologen, welche die Eliminierung des Halsbandsittichs fordern. Sie geben sich mit der Kontrolle im Fall erwiesener Schädigungen nicht zufrieden, wie z.B. beim Kormoran. Sie arbeiten mit dem Argument einer hypothetischen Gefahr. Eine solche kann aber weder durch Erfahrung noch gedankenlogisch widerlegt werden.
    6. Es gibt hierzulande keine neobiotische Tier- oder Pflanzenart, welche eine einheimische Tier- oder Pflanzenart verdrängt hätte.
    7. Der Halsbandsittich ist eine charismatische Vogelart, wie der Storch, der Adler oder die Eule. Seine Ausrottung wäre eine kulturelle Barbarei. In den großen Kunstwerken der europäischen Kultur ist er über 2000 Jahre präsent und hat einige unserer größten Geister inspiriert (Aristoteles, Ovid, Dürer...)
    8. Das wissenschaftlich-ökologische Denken, welches Tierarten als funktionelle Teile eines Ökosystems einordnet, wird von einigen Leuten sofort eingestellt, wenn es um Neozoon geht.
    9. Der Halsbandsittich lebt in städtischen oder vorstädtische Grünanlagen, bzw. Gärten. Es ist doch die Frage, ob sich diese hochgradig künstlichen, vom Menschen angelegte und unterhaltene Luxushabitate mit Hilfe ökologischer Systembegriffe verstehen lassen.
    10. Das Sprechen über das Naturganze war zunächst durch die Denkweise von Bauern und Jäger geprägt. Nützlich - schädlich - als Nahrung nutzbar - überflüssig: so wurden die Lebewesen klassifiziert. Unsere ökologische Denkweise wertet die Arten nicht, sondern begreift sie als notwendige Elemente eines Systems. Die ökologische Sprache ist die Sprache der Experten....
    11. ... und der Bürokraten, die Natur als genetische Datenbank zwecks späterer kommerzieller Nutzung verstehen. Deshalb der Kontrollwahn und der Versuch, die Natur in einem normierten Standardzustand zu konservieren.
    12. Den Halsbandsittich auszurotten, hieße über Jahre hinweg Schießereien und Vergiftungsaktionen mitten im Siedlungs- und Freizeitgebiet. Diese Verrohung muss auch den Menschen schaden, die dies über Jahre hinweg erleben.
    13. Ob es richtig war, den Halsbandsittich einzuführen, kann man dahingestellt lassen. Dass er jetzt da ist, empfinde ich als Glück. Er weist uns auf die Mängel unsere Naturauffassung hin. Diese bläst sich mit Pseudowissenschaflichkeit bis zum Platzen auf, findet aber keine Sprache für das Miteinander von Natur und Kultur des öffentlichen Raums.
    14. Der Halsbandsittich deckt diesen Mangel auf; er könnte zum Symboltier eines Miteinander von Mensch und Natur werden, unabhängiger von staatlichen Kontrollwahn und kommerziellen Ausbeutungsinteressen. Deshalb muss er bleiben!
     
  8. #27 Moni, 29. Dezember 2011
    Zuletzt bearbeitet: 29. Dezember 2011
    Moni

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    So viel Pathos, alle Achtung. Ganz unabhängig von einer bestimmten Tierart, es ist aber durchaus so, dass einheimische Tierarten zumindest stark an den Rand gedrängt werden von neu eingebürgerten, seien es nun absichtlich ausgesetzte wie die Regenbogenforelle, die Rotwangenschildkröte (asfaik das häufigste Reptil in NRW mittlerweile) (klick mich), seien es Austern oder Muscheln oder Schnecken, oder das Paradebeispiel, die roten Eichhörnchen in Großbritannien, oder die Agakröten in Australien. Und einige Tierarten haben sicherlich auch, sei es nun direkt oder indirekt, negative Auswirkungen auf den Menschen. Bis das bemerkt wird, ist es allerdings meist zu spät um zu reagieren, denn viele Invasoren sind nicht so auffällig wie der Halsbandsittich. Wie überall ist auch beim Thema Invasionsbiologie Differenzierung gefragt. Eine der größten Stärken dieser Forengemeinde :D
     
  9. Moni

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    Bisher finden sich die Halsbandsittichpopulationen die ich kenne zumindest (Düsseldorf, Neuss, Köln) hauptsächlich in Parkanlagen und auf Friedhöfen. Obstbauern sind da weit weg, wohl aber nicht Leute die extra im Winter Futter kaufen um die armen Tierchen zu füttern. Allerdings sind Friedhöfe und Parkanlagen ja auch ein Eldorado für einheimische Vogelarten, auch die Spechtelein ;)
     
  10. #29 Moni, 29. Dezember 2011
    Zuletzt bearbeitet: 29. Dezember 2011
    Moni

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    Als nicht unproblematische "Neubürger" könnte man auch noch Nutrias nennen, Minke, Biberratten... und natürlich jede Menge Pflanzenarten. Und, das Thema hatten wir neulich schon mal, die Unzahl von Kanada- und anderen Gänsen in den Innenstädten. Die auch gehegt und gepflegt und gefüttert werden. Nicht zu vergessen, der Kartoffelkäfer. Und die Wollhandkrabbe. Wenn eine Art von allein einwandert, wie beispielsweise der Wolf oder der Luchs, dann ist es sicherlich eine Bereicherung bzw. eine Art Wiederherstellung der Natur, aber Arten aus völlig anderen Ländern/Klimazonen, die auf normalem Wege niemals hier heimisch werden könnten, sollten schon kritisch gesehen werden. Auf sowas ist die Natur schlicht nicht vorbereitet.
     
  11. Le Perruche

    Le Perruche Foren-Guru

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    Du hast sicher auch eindeutige Quellen, dass dies auch für die Halsbandsittiche gilt, um die es hier geht?
    Denn Owl hat bereits sehr treffend angemerkt, dass bei der Bewertung die einzelne Spezies betrachtet werden sollte.

    Selbst invasive Ausbreitung allein ist noch kein zwingendes Kriterium. So gibt es für den Marderhund keine Belege, dass dieser für die Verdrängung heimischer Arten verantwortlich ist.
    Zudem würden gerade invasive Arten kaum zu kontrollieren sein. Selbst so problematische Exemplare, wie der asiatische Marienkäfer, der vor allem in diesem Jahr viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Oder auf Pflanzenseite Ambrosia artemisiifolia, die auch gesundheitlich bedenklich ist.

    Manchmal können auch Neozoen eine Zeiterscheinung sein.
    So gibt es ja die Berichte, dass sich der Wellensittich seit den 40er Jahren in Florida ausgebreitet haben soll. Bis in die 70er Jahre sollen bis zu 20.000 Exemplare gezählt worden sein. Heute sind keine bedeutenden Schwärme mehr bekannt. Manche sagen, dass hier in Konkurrenz letztendlich die Stare obsiegt hätten, andere verweisen auf klimatische Einflüsse. Natürlich gibt es auch Skeptiker, die bezweifeln, dass es diese bedeutende Population überhaupt gegeben hat.

    Apropos Klima: Dadurch, dass uns viele Stimmen erhebliche klimatische Veränderungen prophezeien, werden wir uns ohnehin auf Faunaveränderungen einstellen müssen.
     
  12. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Ich habe überhaupt keine Quellen, ich habe meinen gesunden Menschenverstand :~. Darüber hinaus habe ich aber nie behauptet, dass Halsbandsittiche Schädlinge sind. Sie könnten sich durchaus zu solchen entwickeln. Dafür habe ich aber auch keine "Quellen". Ihr habt aber sicherlich genügend Quellen, um das Gegenteil zu beweisen ;). Zur Klimaerwärmung, ja, logischerweise wird sich die Flora und Fauna dadurch ändern, aber auf normalem Wege tut sie das ja ohnehin dauernd. Dass allerdings exotische Arten durch verschiedene Wege kreuz und quer über die Welt geschleppt werden und dann an Stellen entlassen werden wo sie von allein niemals hinkämen, das ist was anderes.
     
  13. Le Perruche

    Le Perruche Foren-Guru

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    Ist allerdings auch kein neues Phänomen, sondern existiert, seit der Mensch mobil ist.
    Und manchmal ist es ja auch gewünscht.
    Bin mal gespannt, ob auch der Fasan auf eine K.o.-Liste kommt.
     
  14. Tiffani

    Tiffani Vögel ohne Lobby

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    Wo die Polizei nicht tot über'm Zaun hängen möchte
    Ich denke mal, das dieser "Wissensstand" inzwischen als überholt gelten dürfte ;)
    Das wäre mir wohl nicht verborgen geblieben :~
     
  15. rebell

    rebell Guest

    Hallo @ all,

    um nochmals auf den Eingangsbeitrag zurückzukommen. Dort wird der Artikel der Süddeutschen angeführt. Nun mal zu diesem Artikel. Es wird beschrieben das es tausende Vögel sein sollen - die Zahle sind Schätzungen mehr nicht und wenn ich mir die Population in der Region Mannheim / Heidelberg anschaue würde mich schon mal interessieren wie der Verfasser des Artikel auf ca. 3000 Vögel kommt - die genannten Zahlen kommen mir schon etwas merkwürdig - vielleicht gewollt nach oben ausgerichtet vor. . Außerdem welche einheimische Arten leiden unter den Halsbandsittichpopulationen, welche Schäden haben sie bislang in der Natur / Landwirtschaft angerichtet ? Diese Thesen werden aufgestellt aber in keinster weise belegt.

    Meine Vermutung- der Artikel ist bewusst so gehalten und formuliert um der Jägerlobby/ den Jägern mal wieder eine Daseinsberechtigung zu verschaffen.

    Und wie Perruche bereits erwähnte. mit veränderten Klimabedingungen wird sich auch hier die Fauna und Flora verändern, ob wir das wollen oder nicht - wollen wir dann alles ausrotten was bislang nicht hierher gehört ?

    Rebell
     
  16. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Dass der Artikel vermutlich übertrieben ist, ist gut möglich. Ob allerdings unbedingt die bösen, bösen Jäger dahinter stecken? Es wird ja noch andere Gründe als "Schießwut" geben aus denen einen die teilweise doch recht großen Schwärme stören. Ich meine mir hätte mal jemand aus Köln erzählt dass es dort in irgendeiner Form auch Probleme mit den Sittichen gibt. Ich frage ihn, wenn ich ihn das nächste Mal treffe nochmal genau.
     
  17. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Der Fasan ist doch extra zum Jagen ausgesetzt worden.
     
  18. Le Perruche

    Le Perruche Foren-Guru

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    Stimmt.

    Aber nicht zum Ausrotten, wie der Artikel zu den Halsbandsittichen suggeriert.
     
  19. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Sicherlich ist auch die Anwesenheit der Fasane für das Ökosystem anfangs nicht einfach gewesen. Allerdings sehe ich nicht, dass die Fasane in so großen Mengen auftreten und sich weiter ausbreiten.

    Ehrlich muss ich aber sagen, die Beurteilung würde ich den wirklichen Experten, vor allem denen vor Ort, überlassen und nicht unbedingt den Forenmitgliedern.
     
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  21. HansWilhelm

    HansWilhelm Mitglied

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    Hey Moni, schieb nicht die Verantwortung auf sogenannte Experten. Wenn über Natur geredet wird, geht es meißt nicht um Wahrheit, sondern um Interessen. Es gibt wahrscheinlich auch keinen objektiv gültigen Zustand der Natur, über den uns die Experten unterrichten können, oder wie siehst du das?
     
  22. lady-li

    lady-li Banned

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    @rebell - warum vermutest Du soviel ? Es ist doch gar nicht so schwer an Fakten ranzukommen !

    1) Die Population an Halsbandsittichen wird aktuell auf ca. 7000 - 8500 Exemplare in Deutschland geschätzt.

    2) Unter den Vögeln gehört der Halsbandsittich zu den sechs Neozoen der Kategorie C1 (fest etabliert) neben Kanadagans, Nilgans, Mandarinente, Fasan und Straßentaube.

    3) Hier kann man etliche Infos über die diversen Abkommen und Verordnungen bekommen.

    4) Um Spechtilein, Star und Dohle braucht man sich wohl auch keine Sorgen zu machen (Zitat) :
    "Langzeitbeobachtungen, die bei Vorkommen in Wiesbaden von Dieter Zingel gemacht wurden, zeigten, dass Halsbandsittiche Baumhöhlen einheimischen Vogelarten als mögliche Nistplätze nicht streitig machen.
    Es ist eher das Gegenteil der Fall: Zwar versuchen Halsbandsittiche, sich die ausgewählten Nisthöhlen (neu angelegte oder bereits vorhandene Höhlen) gegenseitig abspenstig zu machen, doch im Kampf um Nisthöhlen mit anderen Vogelarten, wie z. B. mit Staren oder Dohlen, geben sie relativ schnell auf und lassen sich vertreiben."


    5) Tja, auch die Weinbauern müssen keine Ernteschäden fürchten, denn Halsbandsittiche nehmen ihre Nahrung in mindestens 4 Metern Höhe auf. Sie verzehren lediglich Äpfel und Kirschen in hohen Bäumen. Weintrauben und Getreide sind sicher vor ihnen. KLICK

    Aus meiner Sicht könnte es für die Grünen nur gefährlich werden, wenn man unter ihnen Chlamydienträger findet.
     
Thema: Halsbandsittich ausrotten?
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