inhalieren?oral?beides?

Diskutiere inhalieren?oral?beides? im An Aspergillose erkrankte Vögel Forum im Bereich Vogelkrankheiten; hallö, ich möchte hier bitte fragen, wie eure vögel gegen aspergillose behandelt werden. bisher habe ich viele halter gefragt, wie ihr vogel...

  1. a.dau

    a.dau geierüberallesstellerin

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    hallö,

    ich möchte hier bitte fragen, wie eure vögel gegen aspergillose behandelt werden.

    bisher habe ich viele halter gefragt, wie ihr vogel behandelt wird.

    manche vk tä
    verschreiben die orale eingabe,
    manche nur das inhalieren,
    manche beides.

    ein "nachröntgen" zur kontrolle nach einem halben jahr ist (glaube ich) die regel?

    was bekommen eure vögel unterstützend zum aspergillose mittel?

    gibt es halter, deren vögel schon länger als 5jahre
    behandelt werden? die innerhalb der zeit anfälle hatten?
     
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  3. alex

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    Hallo,

    mein Alex wurde zunächst mit Lamisil (Wirkstoff Terbinafin) oral behandelt, da laut TA Verschattungen in den Organen zu sehen waren. Die Behandlung erfolgte in mehreren Kuren, d.h. 3 Wochen orale Eingabe, danach 2 Wochen Pause, 3 Wochen orale Eingabe. Danach haben wir eine etwas längere Pause gemacht und die Kur anschließend wiederholt. Das Lamisil wurde gut vertragen.

    Inhaliert habe ich in dieser Zeit mit Kochsalzlösung. Zum einen, um die Schleimhäute anzufeuchten, zum anderen weil die Nase völlig vereitert war. Die Ursache hierfür waren Bakterien (e-colis und eben die Aspergillose).

    Da er auch sein gesamtes Futter erbrochen hatte (auch Folgen der Aspergillose), habe ich ihn eine Zeit lang mit Babybrei ernährt. Zur Unterstützung hat er im Wechsel verdünnten Ringelblumentee und Kamillentee bekommen, sowie Bird Bene Bac und Phytorenal (für die Niere und die Leber). Auch habe ich ihm Baypamun spritzen lassen, da sein gesamtes Immunsystem im Eimer war.

    Nach 2 Jahren wurde nochmal ein Röntgenbild angefertigt. Die Verschattungen sind stark zurückgegangen, so dass ich nur noch inhalieren muss und eine orale Gabe nicht mehr notwendig ist. Die Inhalation erfolgte im Wechsel mit F10 und Lamisil (2 Tabletten a' 250 mg gelöst in 250 ml Ringerlösung). Nun inhaliere ich nur noch mit der Lamisil-Lösung. Mein TA meinte, dass man auch mal im Wechsel mit Imaverol inhalieren kann. Die Nase mache ihm regelmäßig sauber und er bekommt Nasentropfen ("Euphorbium Comp")

    Natürlich bekommt er absolut hochwertiges Futter und reichlich Obst und Gemüse (vor allem frisch gepressten Karotten- und Sanddornsaft). Daneben gebe ich ihm Prime. Er lebt mit seinen Kumpels in einem Vogelzimmer und hat somit auch reichlich Freiflug, so dass die Lungen und Luftsäcke gut durchblutet werden. Die angrenzende Außenvoli befindet sich im Bau, so dass ich die Mäuse bei schönem Wetter rausschmeißen kann.

    Die orale Gabe ist immer dann notwendig, wenn bereits die Organe befallen sind. Ansonsten reicht eine Inhalation aus. Ob beides angewendet wird, würde ich davon abhängig machen, wie stressig die orale Gabe und die Inhalation für den Vogel ist. Falls es sehr stressig ist, würde ich die Therapien hintereinander schalten. Alex hat die Inhalation immer sehr genossen. Mein TA meinte, dass nach rund zwei Jahren nachgeröntgt werden sollte.

    Alex ist seit 2001 in Behandlung. Richtige Anfälle hat er schon lange nicht mehr. Ihm geht es immer etwas schlechter, wenn das Wetter umschlägt. Während dieser Zeit inhaliere ich sofort mit ihm und nach zwei bis drei Tagen geht es wieder recht gut.

    Insgesamt kann ich nur sagen, dass oben beschriebene Therapie hervorragend angeschlagen hat. Ich habe ihn mit schwerer Aspergillose übernommen und es stand sehr schlecht um ihn. Heute ist er ein super munteres Kerlchen und ist seit Anfang des Jahres erfolgreich verpaart worden.

    Natürlich habe ich was wichtiges vergessen und zwar die uneingeschränkte Zuwendung während dieser schweren Zeit.

    Viele Grüße Alex
     
  4. a.dau

    a.dau geierüberallesstellerin

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    danke dir für deinen ausführlichen bericht.

    ich hoffe, das andere halter aspergillose-kranker vögel hier lernen können...
     
  5. #4 Christian, 2. Juli 2006
    Christian

    Christian Foren-Guru
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    Moin, moin,

    für Leute, die F10 nicht kennen, ist sicherlich diese Diskussion sehr aufschlußreich.

    Zudem sollte man vielleicht noch erwähnen, daß sowohl für die Behandlung als auch die Prävention (!) von Aspergillose die Luftfeuchtigkeit von entscheidender Bedeutung ist ... 60% sollten nicht unterschritten werden. Ein Hygrometer scheint mir eine unverzichtbare Anschaffung.
     
  6. #5 grauerabauken, 4. Juli 2006
    grauerabauken

    grauerabauken Guest

    Hallo!

    Wir haben zwei Graue (Janko und Peppo) und vor einem Jahr wurde bei Janko Aspergillose festgestellt.
    Er ist plötzlich nachts immer von der Stange gefallen und verkrampfte. Er hat fürchterlich geschrien. Nach dem Krampf verhielt er sich eher wieder unauffällig, so dass wir von einem Vitaminmangel ausgegangen sind. Peppo zeigte dieses Verhalten nicht.
    Zunächst traute sich kein Tierarzt in der Umgebung einen Vogel zu behandeln. Bis doch ein Tierarzt zumindest eine Vitaminspritze verabreichte.

    Es kam soweit, dass Janko herunterfiel, die Augen verdrehte und bewußtlos war. Ich konnte ihn wieder zurückholen durch kräftiges Pusten ins Gesicht.

    Uns wurde ein Vogelspezialist empfohlen, der den Kleinen wieder ins Leben geholt hat.
    Es gab sehr viele Probleme, die jedoch zum größten Teil ausgestanden sind.

    Die Behandlungsmethode mit Lamisil kann ich nur bestätigen. Viel Luftfeutigkeit und Obst. Wir mussten noch zusätzlich Calcium geben.

    Der Tierarzt sagte, dass sich die Behandlung über einen langen Zeitraum hinziehen wird. Zunächst sollten wir auch jedes halbe Jahr zum Röntgen. Da jedoch eine Besserung zu erkennen ist, reicht es nun jedes Jahr. In der Zeit wird die Kur immer wiederholt, so wie Alex es beschrieben hat.

    Leider mag mich Janko nicht mehr so wie vorher. Die Spritzen, die er in den Schnabel bekommt, verübelt er mir sehr. Naja, aber er lebt und es geht ihm richtig gut. Er bekommt schon besser Luft und hat wieder die verrückten Ideen wie vor der Krankheit.
    Er kommt zwar auf die Schulter, aber streicheln darf ich ihn nicht mehr. Wir haben immer so schön gekuschelt.:traurig:

    Die beiden haben jetzt auch eine neue Voliere bekommen, in der sie das ganze Jahr draußen bleiben können. Der TA meinte nämlich, dass es ihm gut tun würde.

    Gruß, Jess
     
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