Keimfutter bei Hitze - wie?

Diskutiere Keimfutter bei Hitze - wie? im Ernährung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Moin, meine Nymphen und Wellis brüten gerade, bzw. sind schon bei der Aufzucht der Jungen. Keimfutter war vorher schon etwas Feines, aber jetzt...

  1. kabuske

    kabuske Guest

    Moin,

    meine Nymphen und Wellis brüten gerade, bzw. sind schon bei der Aufzucht der Jungen. Keimfutter war vorher schon etwas Feines, aber jetzt ist es das Allerallerbeste: Sie stürzen sich darauf, als ob sie wochenlang gar nichts bekommen hätten.
    Nur leider klappt es mit dem Keimen bei der Hitze nicht so recht. Jedes Jahr das gleiche Problem - jetzt will ich es aber wissen:
    Wie bereitet ihr Keimfutter im Hochsommer zu?

    Meine Methode: Ich habe ein mehrstufiges Keimgerät aus dem Bioladen. Die Körner (feines Keimfutter vom Futterkonzept plus Nackhafer aus dem Bioladen) werden gut durchgespült und kommen dann in den untersten Topf hinein, um 2-4 Std. zu quellen. Danach durchspülen und in den Siebeinsatz. Mehrmals (mind. 2-3 mal am Tag) durchspülen. Nach 24h wird es verfüttert.
    Das Ganze steht zum Keimen in einem Küchenschrank, in dem ansonsten nur Geschirr, bzw. der Körnervorrat (fest verschlossen) steht.
    Das Keimdingens besteht aus Kunststoff und wandert regelmäßig in den Geschirrspüler - wirklich nach jeder Benutzung.
    Mein Ergebnis: Bei kühlem Wetter wirklích leckere Keime, kommen auch über unseren Salat.:) Bei Hitze stinkende, müllfähige Keime. Schimmeln weniger, eher faulen - auf jeden Fall eklig.:k

    Kann man - mehr Zeit vorausgesetzt - im Kühlschrank keimen? Sollte man ggf. die Körner auch im Kühlschrank quellen lassen?
    Ich würde wirklich ungern auf das Keimfutter verzichten.
    (Und bitte jetzt nicht die Idee mit dem Keimfutter aus der Dose. Meine Vögel sind so schlau, dass sie solches Zeug ablehnen.)

    Ich freue mich auf eure Ideen.
     
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  3. #2 HansSchwack, 2. August 2002
    HansSchwack

    HansSchwack Hans

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    Keimfutter.

    Hallo.

    Ich züchte nur Kanarien und Carduelieden.Ich mache mein Keimfutter in einer Plastikschüssel.Die Menge Keimfutter setze ich in der Plastikschüssel mit Lau warmen Wasser ubergossen und lasse es ca. 4Std. quellen.Nach der Zeit spühle ich es unter lau warmen Wasser auf ein Küschensieb durch,lasse das Wasser etwas abtropfen und gebe es wieder in die Plastikschüssel.Die oberfläsche trocknet immer etwas ab.1 mal am Tag bewege ich des Keimfutter durch Wippbewegungen der Plastikschüssel das untere nach oben zu drehen.Die Schüssel lasse ich offen auf der Fensterbank stehen.Das Keimfutter bis es fertig ist,morgens und gegebenenfals abens noch mal mit lauwarmen Wasser durchspühlen.Ist das Keimfutter fertig und es wird nicht sofort verbraucht,wird in einem Gefähs mit Deckel im Kühlschrank aufbewahrt.damit es nicht weiter Keimt.
    Ich hoffe Sie damit gediehnt zuhaben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

    Hans Schwack
     
  4. #3 papageienweb, 2. August 2002
    papageienweb

    papageienweb Guest

    Hallo!

    Vorab, ich verfüttere das Körnerfutter immer abends, deshalb der nachfolgende Zeitplan an diese Umstände angepaßt.

    Früher verwendete ich die käufl. Keimschalen, da muß man aber höllisch aufpassen, damit das Futter nicht mit Schimmelpilzsporen infiziert wird.

    Mittlerweile nehme ich dazu normale Haushaltssiebe aus Edelstahl, die regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden.

    Die Schimmelpilzbildung ist hier eigentlich ausgeschlossen. Habe hier eigene Tests mit Körnern gemacht, die ich mehrere Zentimeter lang werden ließ.

    Hier mein (neuer) Arbeitsplan:

    Als Keimfutter nehme ich meine normale Futtermischung, die ich mir ja selbst zusammenstelle (steht in Vogelforen unter Ernährung).

    Die Körner weiche ich abends (gg. 17.30 h) erst mal kurz in Wasser ein, "knete" sie mit der Hand im Wasser durch, damit der gröbste Dreck sich erst mal löst.
    Anschließend durch ein Sieb gegossen, gespült und für mehrere Stunden einweichen. Dazwischen nochmals abgespült und vorm Schlafengehen (gg. 23.00 - 24.00 h) abgegossen und gespült.

    Anschließend werden sie in die Haushaltssiebe gegeben und in eine Haushaltsschüssel "gehängt".
    Morgens durchgespült und abends nochmals gespült, auf einem Tuch ausgebreitet und leicht angetrocknet.

    Anschließend werden sie verfüttert. Die Keimlinge sind zu diesem Zeitpunkt noch kaum sichtbar, sind aber in diesem Stadium am wertvollsten. Sobald die Keimlinge länger werden, verlieren sie an Nährwert.

    Das Ganze steht bei mir im Sommer am Küchenfenster (Nordseite). Fauliges Futter gab es bei mir auch bei großer Hitze noch nicht. Geruchstest ist einwandfrei.
     
  5. Aga

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    Hallo Kabuske

    so stelle ich Keimfutter und Quellfutter für meine Agas her!

    Keimfutter / Quellfutter:

    Keimfutter bekommen meine Vögel im Sommer alle 2 Wochen ( während der Zucht täglich ), und im Winter 2 mal die Woche von mir. Dazu nehme ich etwas von der Körnermischung, diese wird unter fließendem warmen Wasser gründlich Abgespült. Anschließend gebe ich die Körner in ein feinmaschiges Sieb. Das Sieb hänge ich dann in eine mit Wasser gefüllte Schüssel so das die Körner mit Wasser Gut bedeckt sind. Um beim Keim-, und Quellfutter eine Schimmelpilzbildung zu verhindern, die eine Darmerkrankung zur Folge hätte. Gebe Ich dem Quellwasser 4 Tropfen Vanodine V18 auf einen 1/2 Liter Wasser dazu. Dieses verhindert die Schimmelpilzbildung. Das ganze lasse ich 12 Stunden quellen. Nach 12 Stunden wird das gequollene Futter nochmals mit lauwarmem Wasser gut durchgespült. Danach entnehme ich etwas Quellfutter und füttere es den Vögeln. Den Rest lasse ich weiter 24 - 48 Stunden leicht angefeuchtet an einem hellen Platz zum keimen stehen. Sobald die ersten Keime aus den Körnern kommen, wird das Futter nochmals gründlich mit lauwarmem Wasser durchgespült und anschließend verfüttert. Bei Bedarf mische Ich dem Keimfutter etwas Eifutter, Vita Mineral oder Bierhefe unter.
     
  6. kabuske

    kabuske Guest

    bin ich an dem "Sommer" schuld?

    Moin,

    ich frage also nach hitzefähigen Keimmethoden, lese mir eure Antworten durch (Danke!), besorge ein neues Edelstahlsieb - und das Wetter wird schlecht...
    bisher kann ich also nur sagen, dass das mit dem Edelstahlsieb tadellos funktioniert (wie nicht andrs zu erwarten). Den Hitzetest hat es allerdings noch nicht bestehen müssen.
    Um eure Nordfenster beneide ich euch ein bisschen. Wiederum auch nur ein bisschen, denn die letzte Wohnung hatte NUR Nordfenster. Aber bei mir knallt die Sonne, wenn sie denn knallt, überall voll hinein und wir erreichen auf der Küchenfensterbank locker Temperaturen von über 45°C. (Meine elfjährige Tochter: "Mama, was ist das? Sieht aus wie ein Thermometer, zeigt aber fast auf 50, kann also doch keins sein, oder?")

    Also Danke noch einmal für eure Tipps. Ich werde sie bei der nächsten Hitzewelle ausprobieren...
     
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