NABU = Naturschutz?

Diskutiere NABU = Naturschutz? im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Der neue Präsident, Herr Jörg-Andreas Krüger, ist mir seinen ersten Beitrag im "Naturschutz heute" Heft schon viel bitter aufgestoßen und hat sich...

  1. #1 esth3009, 13.03.2021
    esth3009

    esth3009 Piratenbändiger

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    Der neue Präsident, Herr Jörg-Andreas Krüger, ist mir seinen ersten Beitrag im "Naturschutz heute" Heft schon viel bitter aufgestoßen und hat sich auch viel Kritik eingefangen (...ich kaufe kein Fleisch... selbst geschossenes Fleisch schmeckt viel besser...), und jetzt ist das Fass übergelaufen
    .
    Der Grund ist seine Unterschrift (als NABU Präsident) im Alleingang unter ein Strategiepapier pro Windenergie mit den Grünen Habeck und Krischer. In diesem Papier vollzieht der NABU einen radikal inhaltlichen Kurswechsel. Bis jetzt stand der NABU wegen des Artenschutzes - insbesondere für Greifvögel und Fledermäuse - Windräder kritisch gegenüber. Mit dem Abkommen wird der NABU nun auf Windrad-Kurs gebracht.

    Damit wird die langjährige und so erfolgreiche Arbeit des vorherigen NABU-NRW Vorsitzenden Josef Tumbrinck - zum Thema Windräder - zerstört. Viele Landesverbände haben inzwischen ihren Unmut und Unverständnis geäußert, denn hiermit verabschiedet sich der NABU vom europarechtlichen Artenschutz und den Prinzipien der FFH- und Vogelschutzrichtlinien.

    Weil der NABU selbst nicht informiert, findet ihr hier Informations-Links (kostet leider €1,49):

    Schulterschluss mit Grünen stürzt NABU in Zerreißprobe

    oder kostenlos:

    Die Auslieferung des Naturschutzes an die Windkraft

    Das Strategiepapier füge ich im Anhang bei.

    Die NABU-NRW Landesvorsitzende Dr. Heide Naderer ist "deutlich irritiert". Ihr Kommentar: "Dass bei dem sensiblen Thema ohne ausführliche Diskussion in der ganzen Breite des Verbandes und ohne Beschlussfassung dazu ein Papier mit einer Partei unterzeichnet wurde - das geht gar nicht".

    Hier der Link zum Interview mit Frau Dr. Naderer (kostenlos):

    Nabu-Landesvorsitzende von NRW kritisiert Verbandsspitze
     
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  2. #2 Peregrinus, 14.03.2021
    Peregrinus

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    Ich weiß nicht, ob das wirklich ein Kurswechsel ist. Ich erinnere mich noch gut, als es vor einigen Jahren um den Bau einer WEA ging und ein Nabu-Sprecher keinen Hehl daraus machte und es sogar als legitimes Geschäftsmodell bezeichnete, dass man gegen Zahlung einer erheblichen Spende an den Nabu von einer Klage gegen die WEA absähe. Auch tat der seinerzeitige Nabu-Landeschef anlässlich einer Diskussion um den Rotmilan sinngemäß den Spruch, die paar abgeklatschten Milane müsse man halt in Kauf nehmen.

    Ich wiederum mache keine Hehl daraus, dass ich von diesem Verein - nicht zuletzt wegen der o. g. Verhaltensweisen - wenig halte.

    VG
    Pere ;)
     
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  3. #3 esth3009, 20.04.2021
    esth3009

    esth3009 Piratenbändiger

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    Und jetzt geht es auch noch um ehrenamtliche Lobbyarbeit zu Bundestagswahl.
    NABU Newsletter
     
  4. Kadl

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    Hallo esth3009,

    das (der Name des Threads) ist natürlich eine einfache Frage, auf ein komplexes Problem. Natürlich ist es grundsätzlich nicht schlecht, wenn es Naturschutzverbände gibt, die Kontakt und evtl. Einfluss zur großen Politik haben. Auf der anderen Seite ist die Gefahr, dass diese Nähe zur Macht auf irgendeine Art und Weise korrumpiert groß.

    Die andere Seite des NABUs und ähnlicher Vereine ist ja die Arbeit vor Ort. Da sehen das die Mitglieder sicher oft anders. Und auch die Zusammensetzung variiert von ein paar Ehrenamtlichen bis hin zu hauptamtlichen Fachleuten. Und es sähe in Sachen Umweltschutz an vielen Orten ohne diese Mau aus.

    Aber natürlich könnten sich heutzutage im Umwelt- und Artenschutz engagierte Menschen auch unabhängig von solch einer großen Struktur organisieren und vernetzen. Vielleicht ist das ja die Zukunft?

    Gruß

    Kadl
     
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