Nierentumore bei Wellis und Nymphies

Diskutiere Nierentumore bei Wellis und Nymphies im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, wie ich jetzt schon öfter gehört habe treten bei Wellensittichen sehr oft Nierentumore auf und die Wellis müssen leider daran sterben....

  1. Reni

    Reni Mitglied

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    Hallo,

    wie ich jetzt schon öfter gehört habe treten bei Wellensittichen sehr oft Nierentumore auf und die Wellis müssen leider daran sterben.

    Meine Frage:
    Kann man eigentlich einen Nierentumor bei einem Wellensittich schon frühzeitig erkennen? Wenn ja, wie?
    Und ist der Nierentumor dann noch behandelbar, so daß er nicht zum Tod führt?


    Und dann noch eine weitere Frage:
    Wie ist es eigentlich bei den Nymphensittichen? Treten da auch häufig Nierentumore auf?
    Und ist es dann genauso wie bei den Wellis mit Früherkennung und Behandlungs-Chance?

    Liebe Grüße

    Reni
    ~~
     
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  3. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Liebe Reni,

    leider hast Du Recht. Es sind aber nicht nur Nierentumore. Wellensittiche neigen heutzutage an zahlreichen Tumoren, manche sogar, die noch nicht einmal ein Jahr alt sind. Die Fachleute sind sich einig, daß es sich um Überzüchtungserscheinungen handelt. Die "Hansi-Bubis" vor 30 Jahren hatten sowas noch nicht oder sehr selten. Die unsägliche Mode des "Schauwellensittich"-Züchtens mit seinen "Zuchtstandards" hat via Genkoppelung zu dieser verstärkten Anfälligkeit für Tumore geführt.
    Soweit das genetisch bedingt ist, kann man nichts machen.
    Auch eine Früherkennung gibt es nicht; Du müßtest den Vogel andauernd röntgen oder noch besser in die CT- oder MRT - Röhre schieben.
    Auch mit den schulmedizinischen Heilungschancen sieht es sehr schlecht aus.
    Gleiches gilt für Nymphensittiche. Auch da hat der "Züchterehrgeiz", der sich darauf versteift hat, einem von Natur aus schönen Vogel die Farben wegzuzüchten und Albinos und Lutinos hervorzubringen, fatale Folgen. Albinos und Lutinos sind erheblich krankheitsanfälliger und haben eine wesentlich geringere Lebenserawrtung als "normale" Nymphensittiche. Grund auch hier: Genkoppelung.
    Was man machen kann:
    1. Keine überzüchteten Vögel kaufen
    2. Den Züchtern sagen, was man von dem Wahn der Rassestandards hält, nämlich gar nichts
    3. Seine eigenen Vögel durch homöopathische Konstitutionsbehandlung möglichst so weit kräftigen, daß die genetisch bedingte Krankheitsanfälligkeit wenigstens nicht zum Krankheitsausbruch führt.

    Eine der erfahrensten und bekanntesten Vogeldocs in Deutschland, meine Freundin Angelika Wedel, hat mir berichtet, daß sie in den 25 Jahren, in denen sie ihre Vogelpraxis betreibt, ein erschreckendes Anwachsen der Krankheits- und insbesondere Krebsanfälligkeit gerade der Wellensittiche beobachten konnte. Nicht wenige müssen schon euthanasiert werden, bevor sie ihr erstes Lebensjahr vollendet haben, das wäre, von großen Ausnahmen abgesehen, früher undenkbar gewesen. Bei Nymphensittichen ist das Krebsproblem noch nicht so groß, aber es nimmt auch zu. Außerdem haben die Albinos und Lutinos zahlreiche andere Erkrankungen, ebenfalls durch Genkoppelung.

    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  4. Reni

    Reni Mitglied

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    Hallo Thomas,

    ganz vielen Dank für die umfassende Auskunft.

    Das ist ja wirklich erschreckend.

    Ich habe gehört, dass bei Wellis meist das kritische Alter so um die 4 Jahre liegt......wenn sie schon mal älter sind sinkt die Gefahr, dass sie noch an Tumoren erkranken ab. Stimmt das?

    Und dann habe ich noch eine Frage:
    Du schreibst: Seine eigenen Vögel durch homöopathische Konstitutionsbehandlung möglichst so weit kräftigen, daß die genetisch bedingte Krankheitsanfälligkeit wenigstens nicht zum Krankheitsausbruch führt.
    Was kann ich dafür tun?


    Liebe Grüße

    Reni
    ~~
     
  5. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Reni,
    Du hast eine PN.
    Ich habe keine Lust, das emotional aufgeladene Thema homöopathische Behandlung hier wieder im Forum hochzukochen.
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  6. rappe61

    rappe61 großer Tierliebhaber

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    Schade, daß Du Reni eine PN geschrieben hast :nene:
    Das ist ein Thema, welches mich s e h r interessieren würde :traurig:
    Gerade aus dem Grund, weil Du meinem Welli schon mit homöopathischen
    Medikamenten geholfen hast :zustimm:
     
  7. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Lieber Rappe, vielen Dank, daß Du das schreibst.
    Vielleicht interessiert es ja auch einige, daß der geldgierige Scharlatan, als den mich einige, wie z.B. Alfred und Sebastian, hinszustellen lieben, jemandem helfen konnte.
    Und soweit mir erinnerlich ist, noch dazu ganz kostenlos:-), oder hast Du je eine Rechnung von mir erhalten?
    Daß ich praktisch gezwungen bin, bestimmte Fragen nur noch per PN zu beantworten, liegt nicht in meinem Verantwortungsbereich, sondern am von einigen Leuten vergifteten Forumsklima.
    Wer traurig darüber ist, daß ich nicht mehr alles öffentlich schreibe, soll sich bei denjenigen beschweren, die das zu verantworten haben.
    Wenn sich das ggw. gegen mich gerichtete Mobbing-Klima, das von einigen Moderatoren (zum Glück nicht allen!) in diesem Forum gepflegt wird, wieder normalisieren sollte, werde ich Fragen, die ich jetzt nur per PN beantworte, vielleicht auch wieder öffentlich beantworten. Momentan habe ich einfach keine Lust, hier ständig von Leuten, die soviel von Vogelmedizin und von Homöopathie verstehen wie von der Konstruktion von Atomkraftwerken, nämlich noch weniger als nichts, angemeiert und unter Rechtfertigungszwänge gesetzt zu werden. Dazu ist mir meine Zeit zu schade. Aber ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, daß sie irgendwann die Lust verlieren und hier wieder halbwegs normale Sitten einkehren. Bis dahin muß ich Dich bitten, per PN mit mir in Kontakt zu treten. Du wirst über alles Auskunft erhalten, was Du wissen willst.
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  8. rappe61

    rappe61 großer Tierliebhaber

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    Hallo Thomas,
    das finde ich ganz schön hart, daß Du Dich hier im Forum von einigen
    Morderatoren bzw. Usern gemobbt fühlst 0l
    Es gibt genug Menschen, die auf Alternativmedizin schwören, egal ob bei
    Mensch oder Tier angewandt :prima: Ich gehöre auch zu den Menschen
    und lese Deine fachlichen Tips immer mit großem Ineresse :zustimm:
    Laß Dich von den Miesmachern nicht abschrecken und bleibe
    uns bitte erhalten:nonono:
     
  9. Kathrin72

    Kathrin72 Foren-Guru

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    Lieber Thomas !

    Ich kann mich Rappe61 nur anschließen. Auch ich lese ständig Deine Artikel und bin dann immer ganz traurig, wenn Du schreibst, ich habe eine private PN geschrieben. Da wir aber auch so per Mail in Kontakt stehen, ist es aber nicht ganz so schlimm für mich, trotzdem kann man sich aus Deinen Mails so den ein oder anderen Gedankengang für seine eigenen Vögel rauslesen.

    Also, lieber Thomas - bitte bleib dem Forum treu und schreib fleißig weiter !

    Liebe Grüße und bis heute Abend telefonisch
    Kathrin !
     
  10. JamesH

    JamesH Guest

    Hallo Reni,
    soweit ich gesehen habe, hast Du auf Deine Frage nach frühzeitiger Erkennung von Nierentumoren noch keine Antwort bekommen.
    Erste Anzeichen sind ein deutlich gestörtes Allgemeinbefinden. Da der Ischiasnerv bei Vogel durch die Niere läuft, können auch plötzliche einseitige (seltener beidseitige) Lahmheiten ein Anzeichen für Nierentumoren sein.
    Außerdem kommt es in manchen Fällen zu Futterverweigerung, Erbrechen und Abmagerung.
    Die Krankheit tritt häufig beim Wellensittich auf; Nymphensittiche sind deutlich seltener betroffen.
    Von Stärkung des Immunsystems habe ich in diesem Zusammenhang noch nie gehört. Eine Operation ist in jedem Falle meines Wissens nach nicht möglich.
     
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  12. Reni

    Reni Mitglied

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    Hallo James,

    ich danke Dir für Deine Antwort.

    Liebe Grüße

    Reni
    ~~
     
  13. Ulli W.

    Ulli W. Mitglied

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    Hallo!

    Anfang des Jahres ist einer meiner Wellis im Alter von knapp vier Jahren an Nierengicht verstorben. Die erste TÄ, die ich wegen auftretender Symptome, nämlich wäßriger Kot, lahmes Beinchen, aufgesucht habe, lag mit ihrer Diagnose leider völlig daneben bzw. konnte sich sowieso keinen rechten Reim darauf machen. 8( Da war klein Woody gerade mal ein gutes halbes Jahr alt. Ein Jahr später suchte ich wegen eines anderen kranken Wellis eine andere TÄ (Empfehlung von einer Bekannten) auf, und schilderte auch ihr die wiederkehrenden Symptome. Diese TÄ bestätigte meinen Verdacht, der in Richtung Nieren ging. Eine Röntgenaufnahme schaffte Klarheit: Woody hatte Nierengicht. Dank homoöpathischer Mittel lebte Woody noch 1,5 Jahre mit seiner Nierengicht. Immer wenn er einen "Schub" bekam und es ihm schlechter ging, konnte ihm mit ein bis zwei direkten Injektionen (zusätzlich zur täglichen Gabe von Globuli) geholfen werden und ich ware jedesmal erstaunt, wie sich sein zustand zusehends besserte. Leider schlugen die Mittel zum Schluß nicht mehr an und Woody erlag seinem Nierenleiden. Vielleicht hätte er noch länger gelebt, wenn die Diagnose ein Jahr früher richtig festgestellt worden wäre. Seit dieser Zeit stehe ich der Homöopathie jedenfalls sehr aufgeschlossen gegenüber und halte sie keinesfalls für Scharlatanerie, obwohl ich früher sehr große Zweifel hatte. Schwarze Schafe gibt es doch in allen Bereichen, aber auch unfähige Ärzte in der normalen Schulmedizin.

    Ich bin noch nicht lange hier im Forum unterwegs und kann mir über Thomas daher sowieso kein Urteil erlauben. Aber sicher kann jemand wie er eine große Bereicherung im Forum sein.

    Ich habe mir inzwischen selbst einiges zum Thema angelesen und löchere unsere TÄ bei jeder Gelegenheit mit 1000 Fragen. :idee:

    Das Thema homöopathische Konstitutionsbehandlung zur Stärkung des Immunsystems hätte mich übrigens brennend interessiert!!! :0-
     
Thema: Nierentumore bei Wellis und Nymphies
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