Partner für Nymphensittich

Diskutiere Partner für Nymphensittich im Nymphensittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo! Mein Nymphensittich Coco ist 8 Jahre alt. Damit er nicht mehr so einsam ist, möchte ich mir einen zweiten Nymphensittich zulegen. Nun...

  1. Miriam

    Miriam Guest

    Hallo!

    Mein Nymphensittich Coco ist 8 Jahre alt. Damit er nicht mehr so einsam ist, möchte ich mir einen zweiten Nymphensittich zulegen.
    Nun überlege ich: Männchen oder Weibchen?

    Ab und zu habe ich zwei weitere Nymphen in Ferienpension, beides Männchen. Coco ignoriert den einen davon dann total, mit dem zweiten streitet er manchmal.
    Wird er sich langfristig mit einem zweiten Männchen vertragen?

    Liebe wäre mir eigentlich auch ein Weibchen, aber ich möchte nicht zum "großen Züchter" werden. Einmal Junge großziehen wäre ok, aber Nymphen können bis zum 20 Lebensjahr Nachwuchs zeugen!
    Bei einem Kanarienvogelweibchen habe ich es erlebt, daß es sich an Eiern zu Tode gelegt hat. Die Eier waren nicht befruchtet und das Entfernen der Eier stimulierte das Weibchen zum neu legen. Wie kann ungewollten Nachwuchs vermeiden, ohne daß die Vögel Schaden nehmen? Besteht beim Weibchen evtl. die Möglichkeit der Sterilisation?

    Wenn ich nur 2 Junge nachziehen möchte, kann ich dann ohne weiteres die übrigen Eier aus dem Gelege entfernen? Wann ist dazu der beste Zeitpunkt?
    Und wie kann ich Inzucht vermeiden, wenn die Jungen später geschlechtsreif werden?

    Um Coco mit einem Partner oder einer Partnerin zusammenzubringen möchte ich eine Zimmervolliere bauen, in die zuerst der "Neuzuwachs" hineinkommt. Wenn sich die beiden dann aneinander gewöhnt haben, möchte ich Coco auch in die Volliere "umsetzen". Ist das die richtige Vorgehensweise? Kann es passieren, daß Coco den Neuzugang gar nicht akzeptieren wird?

    Wär' schön, wenn mir jemand von Euch auf die ein oder andere Frage eine Antwort geben könnte.

    Vielen Dank schonmal im voraus
    und viele Grüße,

    Miriam
     
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  3. Marion

    Marion Guest

    Hallo Miriam,

    Silke hat mir zu einigen Deiner Fragen schon ein paar sehr hilfreiche Tips gegeben, die ich hier an Dich weitergeben will.

    Die Partnerwahl kannst Du auch Deinem Nymphie ueberlassen, in dem Du ihn einfach mitnimmst und zu den potentiellen Gefaehrten in den Kaefig stellst. Wenn er sich da mit jemanden anfreundet, hast Du Dein Ergebnis.

    Das Zuchtthema betrifft mich gerade bei unseren Wellis. Wenn die Tiere brueten sollen/duerfen/wollen, dann braucht man in D'Land dafuer eine Zuchtgenehmigung, um die Ringe zu bekommen. Das sollte man -nicht wie in meinem Fall- vorher erledigen. Lies hierzu mal http://www.sittich.de/gesundheit/psittakose_k.htm

    Ich weiss von einem Nymphie, der einen psychischen Knax bekommen hat, weil man ihr staendig die Eier weggenommen hat. Sie hat sich dann gerupft. Silke hat eine, fuer mich sehr vernuenftigen, Vorschlag gemacht, dass man die Eier anpieksen sollte. Dann gibt die Henne dann das Gelege irgendwann auf. Auch beeinflusst das Eierlegen der Brutkasten. Wenn keiner da ist, ist wohl die Lust auf brueten nicht so toll. Auch ein reichhaltiges Nahrungsangebot foerdert die Brutbereitschaft.

    Auch zur Inzucht hat Silke einen guten Hinweis gegeben. Die Verpaarung an sich ist noch keine Inzucht. Sprich, wenn Du die Eier anpiekst, gibt's kein Nachwuchs und auch keine Inzucht.

    Fuer die Voliere habe ich noch einen Tip. Wir haben eine schoene von Futterkonzept ins Auge gefasst, die echt praktisch und nicht teuer ist.

    schoene Gruesse,
    Marion
     
  4. Silke

    Silke Guest

    Hallo Marion, hallo Miriam,

    danke, daß Du schon einiges vorweggenommen hast... Nur einige kleine Ergänzungen noch dazu...

    > Die Partnerwahl kannst Du auch Deinem Nymphie ueberlassen, in dem Du ihn
    > einfach mitnimmst und zu den potentiellen Gefaehrten in den Kaefig
    > stellst. Wenn er sich da mit jemanden anfreundet, hast Du Dein Ergebnis.

    Das mit dem Reinstecken sollte man bei einer Züchtervoliere vornehmen, keinesfalls bei einem kleineren Käfig. Unter beengten Raumverhältnissen könnten die "Hausherrn" das schon als Eindringen werten und dem Neuling arg zusetzen. Ein gemeinsamer Freiflug und eine gewisse Zeit an Aufenthalt könnte in diesem Falle schon eher klären, ob Interesse oder Sympathie vorhanden ist. Im Zweifelsfalle: Umtauschrecht einräumen lassen.

    Ich weiss von einem
    > Nymphie, der einen psychischen Knax bekommen hat, weil man ihr staendig
    > die Eier weggenommen hat. Sie hat sich dann gerupft.

    Absolut, solche eine Dauerlegerei ist sehr gefährlich und kann - wenn die Henne sich zu sehr verausgabt - sogar tödlich enden...

    Silke hat eine, fuer
    > mich sehr vernuenftigen, Vorschlag gemacht, dass man die Eier anpieksen
    > sollte. Dann gibt die Henne dann das Gelege irgendwann auf. Auch
    > beeinflusst das Eierlegen der Brutkasten.

    Das ist eine vorübergehende Maßnahme, die aber keine endgültige Lösung darstellt. Dauerlegerei aus Frust und Langeweile läßt sich nur mit glücklicher Verpaarung beseitigen. In diesem FAlle steht das ja aber nicht zur Disposition, da der Einzelvogel ein Hahn ist, es geht also eher um die Verhütung von allzureichem Nachwuchs nach der Verpaarung... Dazu ist die Methode gut geeignet. Das Paar bereitet zwar regelmäßig (bis zu zweimal pro Jahr) das Gelege vor und das Weibchen brütet auch, läßt sich aber irgendwann vom Mißerfolg überzeugen und gibt das Gelege auf. Zu diesem Zeitpunkt müssen Eier und Kasten sofort entfernt und das Futter auf ein Erhaltungsmaß reduziert werden. Das ist gar nicht grausam, sondern einfach nur die Simulation natürlicher Bedingungen. Eigentlich brauchen die Vögel diese kleine "Fastenkur" (kann man wirklich in Anführungsstriche setzen), um zu ihrem normalen Rhythmus zurückzufinden. Das heißt für sie, die Vegetationszeit ist vorbei, jetzt ist nicht die richtige Zeit zum Brüten und so widmen sie sich anderen Beschäftigungen. Wenn Du magst, kann ich Dir noch einige Tips zur Zusammensetzung und Bemessung des Futters geben...

    # Wenn keiner da ist, ist wohl die
    > Lust auf brueten nicht so toll.

    Eigentlich schon, eben aus Langeweile. Deshalb brauchen solche Hennen auch dringend einen Artgenossen.

    Auch ein reichhaltiges Nahrungsangebot
    > foerdert die Brutbereitschaft.

    Das kann ich natürlich unkommentiert stehen lassen...

    Gruß, Silke.
     
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