Probleme mit jungem Graupapagei

Diskutiere Probleme mit jungem Graupapagei im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo, meine Frau und ich haben im April einen gut 3 Monate alten , handaufgezogenen Graupapagei "Coco" von einem Hobbyzüchter gekauft. Wir...

  1. uli-001

    uli-001 Neues Mitglied

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    Hallo,

    meine Frau und ich haben im April einen gut 3 Monate alten , handaufgezogenen Graupapagei "Coco" von einem Hobbyzüchter gekauft.

    Wir haben Coco in einem Papageienkäfig 80 x 50 x 105 cm auf einem fahrbaren Untergestell untergebracht. In der Nähe steht ein großer Kletterbaum, auf dem der Vogel ca. 2-3 Stunden täglich verbringt.
    Coco klettert überall, am liebsten am Seil. Er fliegt sehr gut, plappert (teilweise noch undeutlich) und peift.

    Coco ist sehr stark auf meine Frau fixiert, mich selbst mag er nicht so sehr. Nachdem er aus dem Käfig gelassen wird, fliegt er meine Frau an und will auf ihrem Kopf landen. Sie hebt dann schnell ihren Arm und Coco landet auf ihrer Hand. Durch eine Armbewegung nach oben fliegt der Vogel zurück zum Käfig oder zum Kletterbaum, um kurz darauf wieder meine Frau zu besuchen. Das geht so etliche Male. Am schwierigsten ist es, den Freiflug zu beenden und Coco zur Rückkehr in den Käfig zu bewegen. Mit Futter und Leckereien ist das nur äußerst selten möglich, d. h. der Vogel will ewig draußen bleiben. Ab und zu müssen wir aber auch mal etwas besorgen.

    Nun unser größtes Problem:
    Ist Coco im Käfig und meine Frau ist nicht ganz dicht dabei, z. B. ein paar Meter entfernt in der Küche, beginnt er sich aufzuspielen und mit schrillen Tönen zu rufen. Außerdem setzt er sich aufgeregt in eine Käfig-Ecke, schaut heraus und scharrt ununterbrochen mit einem Fuß auf dem Boden. Dies ist ein auf die Dauer für uns unerträgliches Verhalten, das einem wirklich an die Nerven geht.
    Ist das ein Bettelverhalten nach der Bezugsperson? Hat das mit der Handaufzucht zu tun?

    Zu mir selbst kommt der Vogel ganz selten, eher aus Versehen. Wenn ich an ihne herantrete, sträubt sich sien Gefieder.

    Wir hatten uns die Aufzucht nicht so schwierig vorgestellt, da wir vor Jahren schon einmal einen sehr lieben Graupapagei ohne größere Probleme in der Wohnung hatten.

    Für Tipps, was wir falsch machen oder wie wir besser mit Coco umgehen können, wären wir sehr dankbar.

    Grüße aus dem Bayerischen Oberland

    Uli H
     
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  3. WHasse

    WHasse Foren-Guru

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    Hallo und herzlich Willkommen im Forum!

    Das oben beschriebene Verhalten ist ein "Klassiker".

    1. Graupapageien sind Schwarmtiere. Sie benötigen immer einen Partner. Jetzt hat er/sie sich deine Frau gesucht.
    Natürlich will er hin und bettelt entsprechend. Bei Erfolg verstärkt sich das Verhalten (positive Verstärkung).

    2. Mein Rat: Bitte besorge nach einer Geschlechtsbestimmung schnell einen etwa gleichalten Partnervogel. In diesem Alter
    ist die Vergesellschaftung noch kein Problem. Dann könnt ihr auch mal weg ohne die "Kontaktrufe" des alleingelassenen Vogels.

    3. Dann ist aber der Käfig ("Voliere") zu klein. Vielleicht hast du die Möglichkeit, eine Außenvoliere zu bauen?

    4. Das "Scharren" ist eine angeborene Verhaltensweise von Jungvögel. Bei normaler Entwicklung geht das vorüber.

    Wenn dir das Verhalten bereits jetzt auf die "Nerven" geht, dann viel Spass. Da kommt noch mehr.

    Sicherlich wirst du hier noch mehr ähnliche Ratschläge bekommen. Ich hoffe im Interesse deines Vogels, dass du diese beherzigst.

    Ich wünsche noch viel Spass mit eurem Grauen.
     
  4. #3 fabianzumxten, 25. Juni 2012
    fabianzumxten

    fabianzumxten Guest

    so schnell wie möglich ein Partner

    In deinem Text steht ja bereits alles was ihr falsch macht!!!

    Möchtest du den ganzen Tag in so einem Gefängniss verbringen und nur 2-3 h am Tag zu deinem Partner "deine Frau" können??

    Ne du nimmst dir die Lösung bereits selber aus deinem Texten.

    1. grössere Voliere kein Käfig= Gefängniss!!
    2. Einen Partner muss her, nur so wird der Vogel lange Jahre glücklich sein!!

    Gruss
     
  5. #4 Stephanie, 25. Juni 2012
    Zuletzt bearbeitet: 25. Juni 2012
    Stephanie

    Stephanie Foren-Guru

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    Hallo uli,
    heißt das, er hat 2 bis 3 Stunden täglich Freiflug im Zimmer?
    Falls ja, kann man das ausbauen oder mehrfach täglich 2 bis 3 Stunden (morgens/abends; mittags/ abends etc.) anbieten?

    Das Flugspiel mit Deiner Frau könnte unter anderem auch aus reiner Bewegungsfreude entstehen, denn dann hat er 2 Landeplätze, zwischen denen er hin und her fliegen kann.
    Vielleicht kann man das auch ausbauen, indem Deine Frau weiter weg geht oder wenn er zum Freisitz fliegt mal etwas zu Seite geht etc., so dass er sehen muss, wo er wieder landet und das ganze spannender und etwas fordernder für ihn ist und er sich ein bisschen auspowern kann.

    Wenn er nun schon viel Zeit im Käfig verbringt, wäre es toll, wenn er dort etwas "Anspruchsvolles" zum Nagen hätte, das also nicht sofort kaputt geht, so dass er sich - da er dort drin nicht fliegen und nur begrenzt klettern kann - dort etwas beschäftigen kann.
    Es gibt auch für größere Papageien für den Käfig Futtersuchbehälter - vielleicht wäre so ein Behälter auch ein Zeitvertreib für die Zeit im Käfig?

    Weitere Anregungen findet man hier.
    Anklicken, Runterscrollen und einfach mal als Anregung, nicht unbedingt als strikte Anleitung verstehen.;)
     
  6. #5 Tierfreak, 25. Juni 2012
    Zuletzt bearbeitet: 25. Juni 2012
    Tierfreak

    Tierfreak Foren-Guru

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    Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum :bier:.

    Einige wichtige Verbesserungsvorschläge hast du ja schon bekommen, welche ich dir auch nur dringend ans Herz legen kann.
    Ein zweiter Grauer vom Gegengeschlecht und eine neue entsprechend große Voliere wären wirklich erst mal das Wichtigste, was angeschafft werden müsste, damit ihr die Probleme an der Wurzel packen und auch langfristig lösen könnt :zwinker:.

    In so kleinen Käfigen, wie dem euren, kann man den hochintelligenten Grauen einfach nicht genug Abwechsung und Bewegungsspielraum bieten, wodurch sie schnell gelangweilt sind, was widerrum zum Verhaltensproblemen wie Schreien und Rupfen führen kann.
    Laut den vom Gesetzgeber vorgegebenen Mindestanforderungen für die Haltung von Papageien sind nicht ohne Grund sowieso mind 2 x 1m Volieren-Grundfläche für Graue gefordert, welche man auch als Untergrenze unbedingt einhalten sollte (genanntes Maß gilt trotz täglichem Freiflug, ohne Freiflug muss Voliere noch größer bemessen sein).

    Alles andere ist auf Dauer einfach zu klein :trost:.

    Wie schon gesagt, sucht euer Grauer als Schwarmtier einfach nur Anschluß und da kein weiterer Grauer vorhanden ist, muss er ihn notgedrungen bei euch suchen.
    Durch Einzelhaltung können sich Verhaltensauffälligkleiten wie Rupfen und Schreien entwickeln, die halt durch die starke Fehlprägung auf den Menschen durch weitere Einzelhaltung noch mehr begünstigt werden. Die schrillen Kontaktrufe eures Grauen sind schon erste Warnzeichen und der erste Schritt zum echten Schreien.
    Papageien sind halt Schwarmtiere, die ständigen Anschluss zu Artgenossen brauchen. Der Mensch hat aber, wie du ja selbst schon schreibst, nicht wirklich rund um die Uhr Zeit für so ein hochsensibles und intelligentes Tier, daher fühlen sich einzelne Papageien dann sehr schnell vernachlässigt oder auch gelangweilt, wodurch sie dann besonders leicht zu rupfen beginnen oder das Schreien anfangen.
    Nur ein Partnervogel ist wirklich rund um die Uhr da und nur mit ihm kann ein Grauer all seine natürlichen Verhaltensweisen auch voll ausleben.

    Einzelvögel, auch wenn nur zunächst allein gehalten, suchen sich meist früher oder später eine Bezugsperon als Partnerersatz aus (in eurem Fall wohl deine Frau) und dann fangen oft langsam Probleme an, weil der Vogel evtl. "seinen" Menschen gegen andere Familienmitglieder oder Besucher verteidigen will, dies nicht selten sogar massiv mit Bissen.

    Auch die Bezugsperson kann schnell dabei zum Opfer werden, weil der Vogel sie abstraft, wenn sie in seinen Augen mit einem anderen Menschen (z.B. Ehepartner, Kinder, Bekannte) "fremdgeht".
    Schnell hängt dann mal der Haussegen schief. Je länger man mit der Anschaffung eines zweiten Grauen wartet, um so schwieriger kann sich eine Verpaarung gestalten, da die Fixierung auf den Menschen notgedrungen immer größer wird. Bei so jungen Tieren wie eurem geht eine Vergesellschaftung ,wie schon geschrieben, aber normal noch recht problemlos. Wartet daher nicht zu lange und schaut euch möglichst schnell nach einem zweiten Grauen um.
    Wißt ihr denn, welches Geschlecht Coco hat ?


    Dies ist beispielsweise eine Drohgebärde, die sich je nachdem noch verstärken kann.
    Du könntest dem aber ein wenig entgegen steuern, in dem du unter Beachtung der Körpersprache vorsichtig mit Verstärkern (Leckerlis) arbeitest, sobald Coco entspannt in deiner Nähe bleibt. Geb oder werf ihm z.B. ein Leckerli hin, solange er sich noch nicht sträubt und geh besser einen Schritt zurück, sobald er auf Abwehrhaltung geht. Mit der Zeit wird sich der Abstand dann sicher immer mehr verkürzen und er entspannter bleiben und wird Coco sicher deine Annäherung positiv verknüpfen.

    Schon mal vorgeugend:
    Wichtig bei der Verkupplung von zwei Grauen ist auch euer Verhalten. Am besten wäre es, wenn ihr nach Einzug des zweiten Grauen langsam den Kontakt zum Ersten runterfahren würde und Streicheleinheiten erst mal ganz unterlassen würdet. So werden die Tiere eher dazu animiert, aufeinander zuzugehen und Coco merkt so schneller, dass der Mensch (in dem Fall deine Frau) als Ersatzpartner nicht mehr in Betracht kommt, was ein Zusammenfinden der Tiere in der Regel beschleunigt ;).
     
  7. #6 fabianzumxten, 25. Juni 2012
    fabianzumxten

    fabianzumxten Guest

    das geht natürlich gar nicht! So bindet man den Vogel nur noch mehr an den Menschen!
    Hier ist ganz klar ein Partner gefragt und keine Konditionsspiele die den Vogel noch mehr an den Menschlichen-Partner binden.

    Sorry aber genau solche Tips bringen Leute dazu abzuwarten einen zweit Vogel zuholen.
    Auch liest man beim Themenerfasser sehr gut heraus, dass er eigetlich nur ein Tier möchte. *ich empfinde es jedenfalls so* So schön wie es doch früher war!
    Ha ha, das früher war alles besser, mag ich bald nicht mehr hören, früher fing alles an...
    Nur wir die Zukunft und unsere Kids können Tierhaltung und allgemein die Welt verbessern.

    ubs sorry für den kurzen Abschweiffer.. :zwinker:
     
  8. #7 papugi, 25. Juni 2012
    Zuletzt bearbeitet: 25. Juni 2012
    papugi

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    halo Uli,
    ratschlage hast du schon bekommen. Das benehmen deines grauen ist typisch fur einen hahn. In diesem alter sind auch die fundamente gelegt fur zukunftige benehmen.
    Das auf den kopf fliegen ist typisch fur junge papageien von vielen arten also graue auch und kann gut korrigiert werden.
    Stephanie hat dir suggestionen gemacht wie man das umtrainieren konnte.
    Man kann gut freund sein und viel spass haben mit einem zahmen .
    paar von graupapageien.
    Wenn man aber, speziel einen hahn, alleine halt fur langere zeit, kommen probleme die mit grosser wahrscheinlichkeit mit rupfen enden.
    ,
    Mit 5 monaten uingefahr werden graue bewusst das sie entscheiden konnen und versuchen ihren willen einzusetzen, was normal ist...sie kommen langsam aus dem sussen babyalter raus, sind auf suche fur freunde, sozialverhaltnisse, und, so wie teenager, einen amoureux.
    ...
    Ganz wichtig ist auf die korpersprache zu horen und den vogel mit positiver verstarkung zu entscheidungen, die dir gefallen, zu bringen.
    Jetzt ist die zeit, da, wenn du nicht auf die korpersprache horst, er dir bald klare zeichen wie beissen, geben wird. Das ist absolut zu vermeiden denn das ist ihm beissen beibringen.
    Auch autoritat und zwang funktionniert nicht mit grauen.
    bon courage
     
  9. Boracay

    Boracay Foren-Guru

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    Hallo und herzlich Willkommen,

    du hast ja schon einige sehr wichtige Ratschläge bekommen.

    Auch ich rate euch dringend zu einem gegengeschlechtlichen Partnervogel im ungefähren Alter.
    Nach meiner Erfahrung braucht Ihr weniger Angst um mehr Lärm beispielsweise zu haben, denn
    wenn die Tiere sich untereinander haben und sich miteinander beschäftigen wird es nicht automatisch lauter.
    Ich würde sagen, was die Lautstärke angeht wird es auf alle Fälle ruhiger werden.
    Zudem gehört natürlich auch eine größer Voliere wie schon beschrieben.
    Wenn ihr dies jedoch nicht möchtet, dann würde ich an eurer Stelle eher an eine Abgabe des Tieres tendieren bevor es
    noch schlimmer wird.

    Falls ihr es euch jedoch anders überlegt und in Zukunft mit zwei Tieren Vorlieb nehmt, rat ich euch
    im Umgang mit den Tieren alles Positive wie auch Negative unter euch Menschen zu teilen.
    So verbindet der Vogel nicht immer alles nur mit einem Menschen, es können auch mal Zeiten kommen wo
    die "Bezugsperson" nicht zur Stelle ist und da sollte problemlos ein Wechsel möglich sein.

    LG
     
  10. #9 Stephanie, 25. Juni 2012
    Stephanie

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    Nee,SO war das ja nun nicht gemeint!:nene:
    Aber solange er noch keine größere Voliere oder längeren Freiflug hat, oder einen weiteren Freisitz, ist vermutlich etwas Anregung und Motivation zur Bewegung für den Vogel wichtig.
    Evtl. könnte man das ja später auch mit einem Partnervogel weiterführen, falls dieser auch von sich aus nicht so viel fliegt (oder Spaß daran hat).

    Es ging mir vor allem mal darum, dass der Vogel die 3 Stunden außerhalb des Käfigs auch mit etwas Fliegen oder, so möglich, etwas Auspowern verbringt, sich also körperlich mal etwas anstrengt.
    Sich körperlich annähernd so anstrengt, wie er es würde, wenn er bspw, 8 Stunden draußen wäre und evtl, auch eine zweite Landestation hätte, so dass er immer mal hin und her fliegen müsste.

    Übrigens habe ich bei meinen Wellensittichen erlebt, dass täglcihes Flugtraining "faule" Tiere so motiviert, dass sie nach einiger Zeit freiwillig, ohne Belohnungsanreiz (oder mich ;)) mehr fliegen. Auch mal einfach so lösdüsen, was sie vielleicht vorher gar nicht gemacht ha/ätten.

    "von sich aus mehr Fliegen" wäre mMn erst mal ein wichtiges Ziel für einen Vogel mit begrenzter Freiflugzeit und kleinerem Käfig.

    Der Vorschlag sollte rein gar nichts damit zu tun haben, dass man den Kauf eines Partnervogels verschiebt oder nicht mehr für nötig hält.

    Auch nicht den Kauf einer größeren Voleire oder mehr Freiflugzeit am Tag.
    Aber bis dahin... muss und sollte es doch einen Kompromiss geben, oder?
    Und der kann in verschiedene Richtungen gehen, wobei mMn Bewegung außerhalb des Käfigs und Beschäftigung innerhalb des Käfigs anzupeilende Ziele wären.
     
  11. uli-001

    uli-001 Neues Mitglied

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    Liebe Forummitglieder,

    ihr habt uns sehr interessante Hinweise, Anregungen und Empfehlungen gegeben. Dafür möchten wir allen danken.

    Der Tenor liegt bei allen Beiträgen eindeutig auf Beschaffung eines gleichalten Partnervogels und einer größeren Voliere.
    Alternativ werden wir uns auch mit der von Borocay vorgeschlagenen Abgabe des Tieres auseinandersetzen, bevor es nach schlimmer wird.

    zu WHasse:
    "Das Scharren ist eine angeborene Verhaltensweise von Jungvögeln. Bei normaler Entwicklung geht das vorüber."
    Das ist schon mal ein wichtiger Hinweis, der Hoffnung gibt.

    zu Stefanie:
    Das Flugspiel mit meiner Frau hat nichts mit Bewegungsfreude zu tun. Das ist Partnerbesuch.
    Er fliegt gern und ausgiebig große Runden (Raumgröße über 40m²), auch wenn sie nicht im Raum ist. Dabei bevorzugt er als Landeplätze die auf der oberen Käfigöffnung befestigte Stange und am liebsten den Kletterbaum. Nach einigen Runden sitzt er auch ausgeglichen auf dem Baum und putzt sich oder knabbert an der Rinde.

    zu papugi:
    Der Vergleich mit dem Teenager und der Hinweis auf das Hören der Körpersprache waren sehr interessant.

    Noch einmal vielen Dank für eure wertvollen Beiträge, auch an die nicht ausdrücklich genannten.
    Wir werden uns kurzfristig entscheiden.

    Uli + Geli
     
  12. Sybille

    Sybille Foren-Guru

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    Hallo Geli und Uli,

    auch von mir ein herzliches Willkommen.
    Tipps habt ihr ja nun schon einige erhalten, aber mich bewegt eine Frage:
    Weshalb empfindet ihr das Scharren als nervenaufreibend? Was genau stört euch daran, was ist da unerträglich?
    Ich frage das, weil für mich das Scharren meiner Grauen nie ein Problem darstellte oder noch darstellt. Sie machen das nämlich auch ab und zu mal auf dem Volierenboden. Da passiert doch nichts Schlimmes und es ist nicht laut... Kann das so gar nicht nachvollziehen...
     
  13. #12 Marion L., 26. Juni 2012
    Marion L.

    Marion L. Foren-Guru

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    Hallo Uli und Geli,
    willkommen bei uns im Forum. Es ist schön, daß ihr euch hier einlest und Tipps einholt sowie Hilfe sucht. Dafür ist so ein Forum ,unter anderem, ja da.
    Alle haben euch im Grundtenor schon dasselbe zu euren Problemen gesagt. Der Hinweis auf einen Zweitvogel behagt euch nicht, das kann man herauslesen.

    Deshalb will ich nur ein bisschen anmerken:
    Euer Vogel ist ca 5 Mon. alt und damit ist er noch ein absolutes Kleinkind und entsprechend verhält er sich auch. Er würde in der Natur noch immer Körperkontakt von Eltern und Geschwistern erhalten, sie würden ihn noch umsorgen und er wäre niemals alleine. Wenn er nach Geli schreit, dann tut er es, wenn er keinen Sichtkontakt mehr hat. Er fühlt sich dann schrecklich alleine und hilflos, verlassen und ungeliebt. Da macht es keinen Unterschied, das du im Raum bist.
    Wie von dir geschildert, hat er da keinen Draht zu dir gefunden; er ist nicht GLEICHERMAßEN von euch BEIDEN betreut, versorgt und SOZIALISIERT worden. Er wurde bestimmt in erster Linie von deiner Frau betüddelt?! Im Vogelschwarm hätte er einen Bezug zu mehreren anderen bekommen, wären die alle außerhalb seiner Sicht, würde er ebenso schreien und rufen und scharren um zu den anderen zu gelangen. Das tut euer Kleiner ebenso. Er scharrt um auf sich aufmerksam zu machen: er will raus aus seinem Zwergenknast.
    Entschuldige diese Formulierung. Die Käfigmaße sind echt schrecklich klein für einen so jungen und bewegungsdrängenden Grauen. 2 - 3 Std. Freiflug sind für einen so einzeln gehaltenen Vogel der Horror. Bleibt ihr bei der Einzelhaltung müßt ihr euch bewußt machen ein ewig 3-5jähriges Kleinkind zu haben, das den menschengeprägten Totalkontakt benötigt. Heißt: ihr habt ihn eigendlich mind. 12 Tagesstunden zu beschäftigen und bei euch zu haben.
    Wollt ihr das????
    Seid ihr ganztags daheim für ihn???
    Schleppt ihn dann mit euch herum???
    Ihr könnt ein solches Kleinvogelkind noch nicht auf eine Kletterecke setzen und sagen: "So, nun spiel mal schön!" Er muß spielen auch erst lernen. Und zwar mit euch. Einen Partnervogel hat er ja nicht.
    Er braucht einen Zweitvogel, der seine Sprache spricht, der ihn kuschelt und immer in seiner Nähe ist. Der auch mit ihm tobt und spielt, der auch zankt und ihm seine Schranken zeigt, der ihm hilft richtig sozial zu werden --- der ihn glücklich macht---
    Egal, ob es nur zu einer Art Kumpelvogel reicht oder es eine echte Liebe wird. Ihr könnt das nicht auffangen, was ein Partner für ihn macht. In eurem Zustand ist er einsam, obwohl ihr beide da seit. Er leidet, wenn er im Käfig hockt und Geli nicht bei ihm ist. Ein zweiter Grauer wäre da, neben ihm, in seiner Reichweite und dann kann man sich auch schon zu zweit beschäftigen, wenn ihr beide außer Haus seid oder nicht in Kontakt- oder Sichtweite.

    Das wolltet ihr jetzt bestimmt alles nicht wissen?! Stimmts. Ich mußte es aber sagen. Der Vogel wird ein unglückliches Tier in eurer jetzigen Haltungsform werden. Ändert es lieber rasch oder gebt ihn zu einem anderen Grauen.
    MfG
    Marion L.
     
  14. papugi

    papugi Foren-Guru

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    Hallo Marion,
    Warum schreibst du : das wolltet ihr bestimmt alles nicht wissen...stimmts..
    Die leute erkundigen sich doch.; sind auf das forum gekommen und holen sich die informationen die ihnen erlauben werden eine entscheidung zu treffen.
    Ich wurde sie eher felizitieren
    und keine solche vermutungen aussern.
    schonen tag.
    p.s.
    sorry fur das schreiben..kenne meinen neuen komputer noch nicht.
     
  15. shalom

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    Guten Morgen Marion,

    ich finde, Du hast mit Deiner Beschreibung alles sehr schön auf den Punkt gebracht, verständlich beschrieben und sehr sehr nett ausgedrück.

    Wenn ich selbst ein Anfänger in der Papageienhaltung wäre, würden mich Deine Worte erst einmal ordentlich zum Nachdenken anregen. Vor ca. 30 Jahren hatte ich auch schon mal einen Grauen. Leider war damals noch keiner da, der mir diese wirklich wichtigen Erklärungen und Hinweise gegeben hat. Wie der Vogel dann bei mir (alleine) gelebt hat, kannst Du Dir sicherlich vorstellen. Noch heute habe ich ein sehr schlechtes Gewissen, wenn ich darüber nachdenke, aber es war damals eben so!

    Wir sollten alle glücklich sein, dass es diese Foren gibt und man solche tollen Informationen bekommt.

    Du hast das super beschrieben und es kommt auch sicherlich in den Köpfen und vor allem in den Herzen an!

    Liebe Grüße von

    Claudia
     
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  17. Hugo M

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    Hallo,
    Dir wurden ja schon viele wichtige Tipps und Ratschläge gegeben, ich möchte nun mal ein paar andere Fragen stellen, die eventuell auch sein Verhalten erklären könnten ...

    Coco ist ja noch sehr jung, d.h. als er mit 3 Monaten zu Euch kam, hat er sicherlich noch nicht viel kennen gelernt.

    Wie war eigentlich die Umgebung, in der er groß geworden war ?
    Hatte er noch Geschwisterchen, oder wurde er mal zugespitzt gesagt, gleich von seinen Eltern getrennt und alleine im Wohnzimmer groß gezogen ?
    Kennt er überhaupt einen Käfig, wobei es hier nicht um die Größe geht, sondern prinzipiell, kennt er ein „Ding“ aus Gitterstäben?

    Wie verhält sich Coco, wenn er draußen ist, und ihr Euch nicht mit ihn beschäftigt? Kann er alleine Spielen und sich beschäftigen, oder sieht er Euch in Verpflichtung, ihn zu beschäftigen? Wenn er draußen ist und ihr beide verlasst das Zimmer, wie lange macht er Stress und will, dass ihr zurück kommt ? Wie verhält er sich, wenn Du mit Deiner Frau z.B. etwas schmust, kommt gleich große Eifersucht, oder ist das ok? Wie verhält er sich, wenn er sein eigenes Spiegelbild sieht ?

    Wie sehen bei Euch die festen Zeiten und Rituale im Tagesablauf aus ? D.h. gleiche Zeit beim Ausstehen, gleiches Ritual am Morgen, Mittag, Abend ? Immer wieder kehrender Rhythmus ? Verwendet ihr auch Kommandos, wie z.B. „auf die Hand“, „Raus“ (aus den Käfig), „Rein“ (in den Käfig), ... Und wenn ja, machst Deine Frau und Du das dann auch immer gleich ? Habt ihr klare Festlegungen, was Coco machen darf und was nicht, und seid auch beide darüber einig ?

    Fördert ihr den Coco auch geistlich ? Gibt es eine Art Übungs- / Trainingsstunde, wo er einfach Sachen lernen soll ? Ist er dabei entspannt und hat auch seinen Spaß? Hat er entsprechendes Spielzeug und verwendet es auch ?

    So ich denke dass sind ersteinmal genügend Fragen ...
    Ich hoffe sehr, dass Coco Euch nicht gleich wieder verlassen muss, erst vor 2 Monaten hat er ja seine Familie verloren und nun gleich wieder, dass wäre Traurig. Darum hoffe ich sehr, dass wir alle mit unseren Fragen und Tipps dazu beitragen können, dass er bleiben kann, mit allen Änderungen, die dazu notwendig sind.

    K.

    PS,
    meine Fragen sollen aber in kleinster Weise von den bisher genannten Punkten (großer Käfig, Partner ...) ablenken, diese Probleme sind ausführlichst erläutert worden.
     
  18. #16 Moni Erithacus, 27. Juni 2012
    Moni Erithacus

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    Habe das gleiche gedacht .

    Marion,Du hast es sehr schön geschrieben:zustimm:
     
Thema:

Probleme mit jungem Graupapagei

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