Übertragung der Vogelgrippe durch Sperlinge (Spatzen) Möglich?

Diskutiere Übertragung der Vogelgrippe durch Sperlinge (Spatzen) Möglich? im Vogelgrippe / Geflügelpest Forum im Bereich Allgemeine Foren; spektrumdirekt: Bislang konnte meines Wissens noch kein H5N1 in lebenden Wildvögeln nachgewiesen werden, ohne dass die Tiere nicht schon...

  1. #1 aday, 16. April 2006
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2006
    aday

    aday Foren-Guru

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    http://www.wissenschaft-online.de/abo/ticker/800394

    http://www.orn.mpg.de/~vwrado/download/Info Vogelgrippe - Wildvoegel.pdf
    Erst beim Hausgeflügel angesteckt?, oder vielleicht doch eher das Hausgeflügel erst kontaminiert haben?
    Auf jedem Fall dürfte damit die Gefährtung durch den Überträger Sperling nachvollziehbar sein und wichtiger den je eine Absicherung der eigenen Geflügelbestände gerade gegen den Spatz und evtl. auch gegen die Stare notwendig ist.
     
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  3. #2 Vogelklappe, 16. April 2006
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    Du zitierst denselben Fiedler zum Spatzen:

    "Unter den Ausnahmen befinden sich vor allem Sperlinge und Stare, die im
    Umkreis von Geflügelhaltungen mit massiven Vogelgrippeausbrüchen gefunden
    wurden und die sich offensichtlich dort erst an Hausgeflügel infiziert haben
    ."

    und verdrehst die Aussage komplett, um munter weiter zu spekulieren ?
    Danke für die Widerlegung Deiner Bezugnahme auf Fiedler, was die Verbreitungsgefahr durch Spatzen angeht. Ersparte mir die Suche.
     
  4. aday

    aday Foren-Guru

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    Warum wiederlegt? Fiedler bestätigt eine Untersuchung beim FLI zur Infektions / Übertragungsmöglichkeit von Sperlingen in einem Fachmagazin, gibt aber treu nach guter Ornithologenmanier in der einschlägigen Ornith-Szene im Nachhinein eine Erklärung, warum der Sperling nicht "böse" ist, sondern angeblich vielmehr ein Opfer.
    Wahrscheinlich haben sich die Sperlinge in den Milchbetrieben auch erst mit Salmonellen an den Kühen angesteckt und nicht andersherum. Bleibt nur die Frage, wer wemm ins Futter gechie.... hat.

    Im Gegensatz zu dir Almuth, bin ich auch in der Lage mir Aussagen zu beiden Seiten anzuhören und zu versuchen das plausibelste daraus zu finden. Genügend weitere Texte und Literatur ist dazu ja zu finden, zumindest wenn man sucht:zwinker: .

    Ist dir eigentlich Aufgefallen das Fiedler sich sogar selber wiederspricht? Nunja, zum Glück haben wir ja dann doch noch das Fli mit ihren Sperlingen und die Erkenntnise aus dem Ausland.
    Also ist es nun denkbar das z.B. so ein kleines Vögelein wie der Sperling dafür verantwortlich sein kann, das der Virus in einen Nutzgeflügelbestand eingeschlept wird oder nicht? Das er auf jeden Fall zur Verbreitung beitragen kann, hat selbst Fiedler in Bezugnahme auf die Erfahrungen im Ausland nicht bestritten.
     
  5. #4 Vogelklappe, 17. April 2006
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    Zur nachgewiesenen H5N1-Übertragung von Spatzen auf Nutzgeflügel ? Träum' weiter, aday, oder enthalte uns besagte Literatur doch nicht vor. Damit sind keine Meinungen gemeint, die gibt es kostenlos wie Sand am Meer an jeder Straßenecke.
     
  6. #5 Gänseerpel, 20. April 2006
    Gänseerpel

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    H5N1 Isolate von Spatzen wurden bisher von 6 Fällen veröffentlicht. 4 Isolate stammen aus Henan, sind sehr ähnlich und wurden einem neuem Genotyp zugeordnet. HA und HA dieser Variante stammen von der Goose/Guangdong 96 Gruppe ab, das NP von Viren des Genotyp A (2001), die Herkunft der restlichen Gene ist unklar. Die 4 Isolate sind hochpathogen für Hühner, jedoch nicht für Enten und Mäuse.
    Ein weiteres Isolat des Jahres 2002 aus Hongkong ist dem Genotyp Z zuzuordnen
    Über das 6. Isolat (aus Vietnam) ist bisher nichts veröffentlicht. Sein HA ist der Qinghai Gruppe zuzuordnen.
    Die Rezeptor bindungs stellen entsprechen dem aviären Konsensus und lassen nicht auf eine erhöhte Säugeraffinität schliessen. Die HA Cleavage site ist bei allen 6 Subtypen HPAI Virus typisch konfiguriert.

    .

    (1) Kou,Z., Lei,F.M., Yu,J., : New Genotype of Avian Influenza H5N1 Viruses Isolated from Tree Sparrows in China. J. Virol. 79 (24), 15460-15466 (2005)

    (2) Li,K.S., Guan,Y., Wang,J: Genesis of a highly pathogenic and potentially pandemic H5N1 influenza virus in eastern Asia. Nature 430 (6996), 209-213 (2004)
     
  7. aday

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    H5N1-Vogelgrippeviren bei Spatzen in China verbreitet?

    http://www.ivi.ch/_meta_/publications/_downloads_/Vogelgrippe_NZZonline_Dez05_de.pdf
     
  8. aday

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    Vogelgrippevirus wird auch über Spatzen verbreitet

    http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20051211-00004/

    Womit ja auch die Frage als beantwortet gelten kann, warum ohne direkten Kontakt zu Zugvögeln, der Virus weiterverbreitet werden kann, selbst in die Nutztierbestände.
     
  9. Akkas

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    Deine Furcht vor diesen kleinen netten Vögeln entbehrt nicht einer gewissen Komik.:S
     
  10. aday

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    Wer sagt den Furcht? Wiederlegt aber die Meinung einiger User hier in diesem Forum, das nur Wassergeflügel den Virus übertragen kann. Zum Glück werden ja nicht soviele verendeten Sperlinge bei uns gefunden (sind halt einfach zu klein) und wenn doch, normallerweise noch nicht einmal untersucht.
    Die Chinessen waren da offensichtlich weiter und haben in Kotabstrichen von Spatzen den Virus nachweisen können.
    Über die Inteligenz dieser Tiere brauche ich ja nichts weiter zu sagen. Darüber das diese Tiere nicht selten an den selben Stellen sich aufhalten wie die als "Hauptüberträger" geltenten Wasser-, Greif- und Rabenvögel wohl auch nicht. Auch wird hier immer wieder mal behauptet, es gäbe ja auch gar nicht so viele von denen hier bei uns. Dies mag vielleicht regional unterschiedlich sein, bei uns kommen sie aber relativ zahlreich vor und zudem auch noch in einem sogenannten "Risikogebiet".
    Vogelklappe stellte mal die Frage, warum bei einer Keulungsaktion in der 3Km Zone nicht auch Sperlinge gekeult werden. Ist eigentlich eine dumme Frage aber man kann nunmal nur Keulen was greifbar ist und dazu müßten diese Tiere ja erst einmal gefangen sein. Zu dem Fangen hat Almuth auch so eine komische Meinung. Vogelfang ist ja verboten und wird von ihr schärfstens kritisiert. Im Gegenzug möchte sie aber am liebsten alle Stadttauben bei sich fangen und sterilisieren lassen, was andernorts schon versucht wurde und auch nichts gebracht hat. Auf einmal gibt es Probleme die mit einer Sterilisation bekämpft werden sollen, die vorher ja eigentlich in anderem Zusammenhang ja eigentlich gar keine Probleme waren und sind.
     
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  12. #10 Vogelklappe, 22. April 2006
    Vogelklappe

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    Die Vielfalt isolierter Viren lasse aber vermuten, dass H5N1- Viren bei Spatzen verbreitet sein könnten.“
    Was versprichst Du Dir eigentlich davon, weitere Vermutungen hier einzustellen, aday ?

    Wurden Hühner experimentell mit den Viren infiziert,..."
    Also auch hier wieder nur Laborinfektionen. Für das Freiland ist eine Übertragung von Spatzen an Hühner nirgends erwiesen. Wie auch Deine nächste Quelle belegt:

    Sie hatten während eines Geflügelpestausbruches (Vogelgrippe) im Jahre 2004, der in der chinesischen Geflügelhaltung massive Tierverluste verursacht hatte, Spatzen in den betroffenen Regionen auf Vogelgrippe untersucht und waren fündig geworden. Somit muss angenommen werden,..."
    ...daß Spatzen sich an infiziertem Nutzgeflügel anstecken können ? Oben schreibst Du doch, daß Du Dir Aussagen von „beiden Seiten“ anhörst, wo ist dann diese andere Seite ? Wie wurde denn hier belegt, dass die Virenmenge im Spatzenkot für eine Ansteckung von Hühnern ausreicht ? Zumal ja die Spatzen zu den Hühnern fliegen, bei denen auch der Kot konzentriert ist, und nicht etwa umgekehrt.

    Noch mal zur Erinnerung:
    FLI Stand 03.03.06
    "8...Von Störchen, Schwalben, Spatzen und anderen Singvogelarten geht in Deutschland aufgrund der derzeitigen Informationen kein besonderes Risiko einer Übertragung der Vogelgrippe aus.
    14...Am empfänglichsten für die Geflügelpest ist Hausgeflügel. Nur sie scheiden im Krankheitsfall so viele Viren aus, dass sich andere Tierarten oder Menschen anstecken können.
    "
    http://www.fli.bund.de/fileadmin/use..._Influenza.pdf
    Würden sie bei der Verbreitung eine Rolle spielen, wären schon ganz andere Regionen darauf gekommen, denn Spatzen gibt es fast überall.

    Und wenn man in die betroffenen Regionen schaut (von wegen nicht getestet):
    “…18 out of 11 705 samples collected from wild birds nationwide between Jun - 7 Oct 2005 had been infected with H5N1.
    The findings have deepened fears of a new outbreak of avian influenza at farms because the Eurasian tree sparrow (some specimens of which were found to be infected) is a very common species in the country. However, Rattapan Pattana-rangsan, a veterinarian at Mahidol University, said the chance for the disease to be spread widely by sparrows was slim.
    http://depts.washington.edu/einet/?a=printArticle&print=986
    Seit 2005 stellen in Ausbruchsgebieten von Thailand also auch offenbar Tauben kein Problem dar, da sie ja gezielt weiter untersucht wurden.

    Jetzt fehlt mir immer noch, wie Du darauf kommst, dass Spatzen weder gefunden noch untersucht werden ?
    http://www.gulfnews.com/indepth/bird_flu/more_stories/10032458.html

    Meine Frage:
    ...ist somit immer noch nicht beantwortet. Zumal (um Gänseerpels Quelle zu ergänzen) bei Spatzen virales Antigen nur bei einem kleinen Teil und bei diesen nur in Herz und Hoden zu finden war:
    Unlike these three species, house sparrows suffered only mild transient depression, had no mortality, and lacked gross lesions. Viral antigen and microscopic lesions were observed only in the heart and testicle of a minority of birds of this species. Starlings demonstrated neither clinical disease nor mortality and lacked gross and histologic lesions. Viral antigen was not observed in any of the collected tissues from starlings.
    http://wildlifedisease.nbii.gov/dis...ian Influenza&search=Sparrows&pagemode=submit
    Ja, die Frage stellte ich Dir im Zusammenhang damit, warum Behörden diese Infektionsquelle außer Acht lassen. Es wäre ja kein Problem, Spatzen um einen Ausbruchsherd mit Futter anzulocken und zu fangen, und sei es nur, um zu testen, ob sie sich infiziert haben. Also, warum geschieht das nicht, aday ? Weil man auch ohne 18 positive von über 10.000 getesteten Vögeln jetzt schon so schlau ist, wie die Thais danach waren ?
    Ach ja ? Wo war das denn, und wie wurde erhoben, dass es „nichts gebracht hat“ ?
    Hier komme ich nun gar nicht mehr mit. Wenn Tauben am falschen Ort nirgends ein Problem sind, wozu gibt es hier ein ganzes Stadttaubenforum ?
     
  13. #11 Gänseerpel, 22. April 2006
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    Die Infektionsgefährdung durch sperlinge ist - wie viele andere Fragen, deren Beantwortung unterlassen wurde, weil die Politik die Lage falsch eingeschätzt hat, u glaubte, Geld sparen zu können - unzureichend bekannt.

    Das wichtigste Kriterium ist neben dem Virenstamm die ausgeschiedenen Viruskonzentrationen.

    Sperlinge nehmen jedenfalls edidemiologisch gesehen eine Sonderetellung ein, da sie sehr eng mit Hausgeflügel in Kontakt kommen und, wenn überhaupt, nur mit erheblichem Aufwand von Futter und sonstigen Materialien abzuhalten sind, zumindest auf die gesamte Kette Herstellung - Transport - Lagerung bezogen.

    Eine Lösung für dieses Problem ist imho mit dem jetzigen, sich an veralteten Vorstellungen orientierenden, von Inkompetenz geprägten Konzept nicht in Sicht.
     
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