verletzte Ringeltaube aufgenommen

Diskutiere verletzte Ringeltaube aufgenommen im Wildtauben Forum im Bereich Wildvögel; Liebe Forumsmitglieder, vorgestern hat einer der Hunde auf unserer Hunderunde eine junge Ringeltaube, die wohl hinter zwei Bänken auf dem...

  1. sanreu

    sanreu Neues Mitglied

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    Liebe Forumsmitglieder,

    vorgestern hat einer der Hunde auf unserer Hunderunde eine junge Ringeltaube, die wohl hinter zwei Bänken auf dem Boden saß, aufgeschreckt. Es gelang mir, den Hund von der Taube sofort abzubringen, er hat sie nicht wirklich erwischt. Das Täubchen ließ sich gegen eine Mauer dirigieren und ich konnte sie problemlos einfangen. Sie hatte eine Verletzung an einem Flügel, die allerdings schon etwas älter, wie getrocknet, aussah und ich sah, dass sie noch leicht mit gelbem Flaum befiedert ist. Hätte ich sie zurückgesetzt, hätte sie wahrscheinlich der nächste Hund erwischt, zumal die Wunde/n (zwei Punkte am Flügel) irgendwie aussahen, als eiterten sie.
    Nun, also hab ich sie mit nach Hause genommen und erstversorgt (Zuckerwasser, am nächsten Morgen etwas geschroteten, aufgequollenen Weizen). Das Brustbein ist deutlich spürbar, sie ist zu mager. Wir waren beim Tierarzt, der Flügel ist nicht gebrochen, die Wunden wurden mit Jod versorgt und wir gingen wieder. Gestern und heute habe ich Weizen gemischt mit Wintervogelfutter (Sonnenblumenkerne, Erdnüsse) und jetzt habe ich ein Futtergemisch aus Mais, Erbsen, Weizen, Dinkel und Sonnenblumenkernen zusammengestellt. Sie wiegt 300 Gramm und frisst und trinkt nicht selbstständig. Wasser bekommt sie mit der Spritze bzw. mit dem aufgequllenen Futter. Den Schnabel habe ich heute versuchsweise in eine Tasse getaucht, jedoch wohl nicht tief genug. Muss ich ihn wirklich bis zu den Augen hineintunken?

    Nach den Bildern, die ich hier finden konnte, schätze ich sie auf 3 bis 4 Wochen.
    Fliegen will sie noch nicht, flattert nur höchstens von der Hand runter und landet auf dem Boden. Derzeit sitzt sie im Bad auf dem mit einem Handtuch gemütlich gemachten Waschbecken, genau dort, wo ich sie vor Stunden hingesetzt habe. Allerdings glaube ich, lief sie rüber (direkt angrenzend zum Waschbecken) auf die Waschmaschine (auch mit Handtuch), dort steht das Tellerchen mit Körnern und die Tasse mit Wasser. Da fand ich vorhin ein Federchen, das noch nicht dort war, als ich ging ^^.
    In dem großen Karton, den ich ihr bereitgestellt habe, kann sie nicht fliegen, daher dachte ich, wäre mehr Platz vielleicht besser.

    Nach der Fütterung heute nachmittag saß sie hier neben mir auf dem Tisch. Immer wenn ich mich zu viel bewegt habe (evtl. in ihre Richtung) hatte ich den Eindruck, sie macht eine Drohgebärde, kann das sein? Es kommt kein Piepen, nur plustert sie sich bissel auf und es ist, als wolle sie fauchen. Sonstige Geräusche gibt sie nicht von sich.

    Wie lange dauert es wohl, bis sie wieder ausgewildert werden kann? Sie muss ja fliegen, selbständig fressen und das Gefieder putzen nach einem Bad, wie ich hier lesen konnte. All das tut sie derzeit noch nicht. Ich finde es auch nicht besonders toll, dass sie den ganzen Tag alleine sitzen muss... bringt es ihr was, wenn ich sie zu mir setze, sobald ich da bin? Sie soll sich ja nicht an mich/den Menschen gewöhnen und ein Ersatz für die eigene Art kann ich eher nicht sein.

    Wird sie so schnell so erwachsen, dass sie noch rechtzeitig vor dem Winter ausfliegen kann?

    Ich bin für alle Tipps dankbar, Frau Taube (oder Herr?) sicher auch :o)

    Vielen Dank!

    aus Heidelberg herzliche Grüße

    Sandra
     
  2. #2 klumpki, 08.09.2011
    klumpki

    klumpki Vogelgouvernante

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    Hallo Sandra,
    was Du gemacht hast hört sich wirklich gut an. Ein so junges Ringelkind kann noch nicht alleine fressen und es wird noch einige Zeit bei Dir verbringen. Die Körner brauchen in diesem Alter nicht geschrotet zu werden, können mit Grit zusammen ganz in den Schnabel gegeben werden. Die Sonnenblumenkerne kannst Du rauslassen.

    Sorgen macht mir nur die Wunde. Einfach nur Jod drauf hört sich nicht wirklich effektiv an. Was ist es für eine Verletzung? Könnten die kleinen Löcher eine Bissverletzung sein, z,B, einer Katze o.ä.? Dann würde es mich nicht wundern, wenn die Wunde eitert, dann müsste ein Antibiotikum gegeben werden. Diese Speichelbakterien sind sehr aggressiv und können das Tier in kürzester Zeit sterben lassen. Hoffen wir mal, dass dem nicht so ist und das Tierchen überlebt und die Wunde verheilt (eventuell mit antibiotischer Salbe, falls das Jod nicht ausreichen sollte)

    Gewöhnen sollte sich das Täubchen nicht allzu sehr an Dich, es soll ja wieder in die Natur entlassen werden. Deshalb ist es nciht nötig, ihm außer zum Füttern Gesellschaft zu leisten. Wenn die Wunde am Flügel verheilt bzw. nicht mehr schmerzhaft ist, sollte es wieder fliegen können, das ist die Grundvoraussetzung einer späteren Auswilderung.

    Ich denke Ende September bis Mitte Oktober kann man junge Ringels noch rauslassen, danach ist es zu schwierig ein ordentliches Nahrungsangebot zu finden und der Vogel sollte überwintert werden in einer Voliere mit Artgenossen. Aber daran sollten wir jetzt noch nicht denken.

    Dein Päppeltäubchen muss erst einmal gesund- und flugfähig werden, dann ergibt sich eines aus dem anderen, z.B. eine artgerechtere Unterbringung in einem Außengehege... Mach erst einmal einfach so weiter, füttere sie regelmäßig und ihre Entwicklung wird allmählich voranschreiten. Jeder Tag bringt Euch beide Eurem Ziel weiter: ein gesundes Leben in Freiheit!

    PS: Bitte schnell zu einem anderen TA gehen, wenn sich nicht morgen bzw übermorgen die Wunde verbessert.
     
  3. sanreu

    sanreu Neues Mitglied

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    Guten Morgen,

    vielen Dank Monika für dein ermutigenden Worte.
    Das Frühstück ist erledigt und Fräulein Taube ruht erstmal wieder in ihrem Karton mit Blick aus dem Fenster. Ich hoffe, das ist ok. Heute nachmittag, wenn ich wieder zu Hause bin, darf sie dann wieder ins Bad, falls sie fliegen üben möchte.
    Als die Tierärztin sich die Wunde ansah, zupfte sie mit der Pinzette einen Federkiel mit "Fleisch" (nicht wirklich Fleisch, mit Eiter, entzündetem Etwas) heraus, roch mehrmals daran, konnte keinen Geruch feststellen und meinte, das sei ein entzündeter Federkiel. Die Stelle sieht jetzt sehr gut aus, wie eine schön verkrustete Wunde eben, die jetzt abheilen kann. Ich habe Bepanthen hier, soll ich davon ein wenig drauf tun? Vielleicht lässt sich heute abend ein Bild davon machen, mal sehen. Schmerzen scheint sie nicht zu haben. Wenn sie die Flügel zum Ausbalancieren ausbreitet, ist kein Unterschied zwischen rechts und links zu bemerken.

    Auf dem Dachboden könnte ich eventuell einen großen Käfig, eine kleine Voliere stellen, vielleicht sogar mit Blick nach draussen. Ich versuche, einmal im Tierheim anzurufen, ob die sowas haben und verleihen. Dort wäre sie, sobald die Heizperiode hier in der Wohnung anfängt, auch eher den Temperaturen draussen angeglichen (das ist noch so ein alter Dachboden, undicht, die Wäsche wird immer hervorragend trocken, das Haus ist von 1700schlagmichtot). Natürlich friert es nicht dort oben, wenns draussen bitterkalt ist, aber das Dach ist nicht abgedichtet und der Wind pfeift durch die Ritzen.

    Vielleicht lässt sich ja auch ohne allzu großen finanziellen Aufwand irgendwie ein Gehege oben basteln. Mal schaun. Sollte hier jemand in meiner Nähe so etwas zu verleihen haben oder Tipps zum Selberbau, gerne her damit.

    Koten tut sie übrigens wie eine Große. Stopfe ich sie vielleicht zu voll? Der Kropf war gerade leer, jetzt hab ich ihn wieder gefüllt. Sie soll ja zunehmen. Welches Gewicht soll sie denn etwa erreichen, bis sie in die Freiheit entlassen werden kann?

    Nochmal zum Wasser. Muss ich sie zum Trinken animieren, indem ich ihr den Schnabel komplett ins Wasser tunke? Sie hat jetzt eine tiefe Tasse in ihrem Karton, wenn sie will, kann sie trinken.

    Nun muss ich mich mal fertig machen für die Arbeit. Bis später.

    Viele Grüße
    Sandra
     
  4. sanreu

    sanreu Neues Mitglied

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    Wir haben im Garten im übrigen eine riesige Buche und eine genauso riesige Hasel, die Bucheckern und Haselnüsse verteilt. Kann ich die sammeln und dem Taubenkind geben? Wie muss ich die vorbereiten? Die Bucheckern sind ja doch ein bissel groß und kantig....Eine Stechpalme mit roten Beeren steht auch im Garten. Fragen über Fragen.....

    Gruß
    Sandra
     
  5. sanreu

    sanreu Neues Mitglied

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    einen guten Sonntagmorgen wünsche ich :o)

    Frau Taube hat heute morgen ungefüttert 300 Gramm gewogen. Die beiden kleinen Wunden am Flügel verheilen sehr gut. Inzwischen habe ich Grit und Taubenfutter im Zoofachhandel kaufen können, ich habe "klassisches Taubenfutter" mit einem "EnergyMix Streufutter mit Vitaminen" (für Wildvögel und Tauben) gemischt und noch Erdnussbruch und weitere Erbsen hinzugefügt. Kolbenhirse habe ich mitgenommen und eine davon in den Karton gelegt, falls sie dran knabbern möchte.
    Frau Taube wurde heute morgen gefüttert und gerade schaue ich in ihren Karton und sehe, dass sie einen Teil des Futters wieder herausgewürgt hat. Woran kann das liegen? Habe ich ihr zuviel gegeben? Der Kropf ist noch gut gefüllt, trotz des Herauswürgens.
    Zum selbständigen Trinken habe ich sie auch noch nicht ermuntern können, sie bekommt das Wasser tropfenweise auf den Schnabel und schluckt es dann ab.

    Ansonsten geht's ihr soweit ich das sehen kann, ganz gut, oder sagen wir mal, sie sieht nicht krank aus. Sie rührt sich nach wie vor nicht besonders, ist nicht wirklich sehr aktiv. Aber was soll sie auch machen, in ihrem Karton.

    Heute bekommt sie mit Volierendraht und Dachlatten eine größere Behausung zurechtgezimmert. Der Speicher fällt als Unterbringungsmöglichkeit aus, daher kann ich ihr nur stundenweise Flugmöglichkeiten - welche sie bisher nicht in Anspruch nimmt - bieten.
    Am Schwanz fehlen ihr ein paar der großen Federn. Wenn sie durch Flügelschlag das Gleichgewicht hält, ist zu erkennen, dass der verletzte Flügel niedriger geschwungen wird als der andere. Er hängt nicht, aber gleich hoch hält sie sie nicht, die Flügel.

    Jetzt hab ich sie gerade im Schlafzimmer ans sonnige Fenster gesetzt, damit sie auch mal Sonne tanken kann.

    Ich hoffe auf Tipps. Natürlich lese ich auch hier im Forum, was das Zeug hält...

    Viele Grüße
    Sandra
     

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  6. #6 klumpki, 11.09.2011
    klumpki

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    Hallo Sandra,

    Du kümmerst Dich gut um das Ringelchen. Aber 300 g sind ein bisschen zu wenig. Wenn sie das Futter schlecht vorverdaut im Kropf, ist dies vielleicht zu hochkalorisch. Gerade Erdnüsse haben viel Fett (auch wenn einige Leute propagieren, dass das gesunde Taubenkost wäre...). Junge Tauben benötigen eher Eiweiße zum Aufbau. Ich würde die Nüsse und dieses Energiemix erst einmal weglassen und schauen, ob sich der Kropf so besser leert, bzw, sie nichts mehr herauswürgt.

    Taubenfutter mit Grit ist doch super, eventuell noch daraus Keimfutter ansetzen, das erhöht den Eiweißgehalt, die Erbsen auch. Die Bucheckern sammeln und wenn sie selber futtert mit anbieten, so dass sie sie kennenlernt.

    Gut, dass sie eine neue Behausung bekommt.
     
  7. #7 petrina, 17.09.2011
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    Hallo Sandra,
    wie geht es denn dem Ringelchen inzwischen?
    Mir ist noch die Frage gekommen, ob denn beim TA auch ein Kropfabstrich gemacht worden ist? Gerade wenn der Kropf sich nicht so richtig leert, können auch Trichomonaden im Spiel sein (so war es bei einem Ringelchen, dass ich mal gepäppelt habe).
    Viele Grüße
    Petrina
     
  8. sanreu

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    Hallo Petrina, hallo Forum,

    Frau Taube geht es soweit gut. Ein Kropfabstrich wurde nicht gemacht. Aber die Verdauung klappt hervorragend. Auch bleibt das Futter drin. Ich vermute, ich habe es das eine Mal einfach zu gut gemeint und zuviel "gestopft". Seither ist das nicht wieder passiert.

    Frau Taube sitzt in einem separaten Zimmer in der Fensternische. Dort ist sie bis auf die Fütterungszeiten immer allein. Da wir neugierig sind, was sie den ganzen Tag so anstellt, haben wir eine Kamera installiert. Damit können wir sie tagsüber beobachten (Big Brother is watching you) - Livestream sozusagen ;o).
    So übt sie sich ganz fleißig im Flügelschlagen und sie pickt vereinzelt nach den bereitgestellten Körnern. Heute konnte ich das erste Mal sehen, dass sie auch am Wasser war und den Schnabel zumindest benässt hat. Auch das Federkleid wird ordentlich zurechtgezupft.

    Wenn ich komme und sie füttere, wehrt sie zuerst ab. Sie bleibt erst ruhig, wenn die ersten zwei Portionen in ihrem Schnabel verschwunden sind.
    Wie ich finde, sind das gute Voraussetzungen; wenn sie so weiter macht, schaffen wir das hoffentlich, sie noch rechtzeitig auswildern zu können. Das denke ich mir so, dass ich dann einfach das Fenster öffne, vor dem sie ja sitzt. Da kann sie dann raus, wenn sie möchte. Und auch wieder rein, falls ihr der Sinn danach steht.

    Heute morgen brachte sie ungefüttert 345 Gramm auf die Waage.

    Wieviel muss sie denn so mindestens wiegen, damit sie sich erstmal draussen durchschlagen kann?
    Und wie stelle ich fest, ob sie flugfest ist? Alles innerhalb der Wohnung kann man ja nicht als fliegen bezeichnen.
    Die Wanderfalken im Kirchenturm üben ja aber auch nur das Fliegen im Kasten und dann sind sie auf einmal weg.
    Noch frisst sie nicht allein, also dauert es noch ein Weilchen. Es wird, es wird...

    Liebe Grüße
    Sandra
     
  9. sanreu

    sanreu Neues Mitglied

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    Guten Morgen ihr Lieben,

    Frau Taube wiegt heute morgen ungefüttert 360 Gramm. Sie übt fleissig ihre Flugmuskulatur und das Picken. Gestern meine ich gesehen zu haben, dass sie selbständig trinkt, daher lasse ich jetzt die Wassergabe weg. Wenn sie Durst hat, Wasser steht ihr ausreichend zur Verfügung. Und ab sofort werde ich die eingeweichten Körner reduzieren. Das Futter, das sie pickt, ist auch trocken, das wird sie nach und nach umstellen.
    Beim Stopfen setzte ich sie auf ein Handtuch. Solange sie ruhig bleibt, versuche ich es einfach so, aber wenn sie dann zu unruhig wird, schlage ich einfach das Handtuch um, damit sie davon bedeckt ist, das wirkt Wunder. Einwickeln wie auf der Taubenhilfe-Seite macht sie noch widerspenstiger, durch das leichte Zudecken mit dem Handtuch sitzt sie quasi wie in einer engen kleinen Höhle und ist sofort wieder ruhig.

    Ich weiss immer noch nicht, wieviel Gewicht sie haben muss, um freigelassen zu werden...

    Viele Grüße
    Sandra
     
  10. Sina

    Sina Foren-Guru

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    Hallo Sandra,

    über 400 g sollte die Ringeltaube schon haben. Wobei ausschlaggebender für eine Auswilderung die Selbständigkeit und der Zustand der Taube ist. Ausgewildert werden kann die Taube, wenn sie selbständig ihre Nahrung aufnimmt und auch das kennt, was es draußen gibt (z. B. verschiedene Beeren, Sämereien, Bucheckern, Eicheln etc.). Die Ringeltaube muss vom Gefieder her vollkommen in Ordnung sein. D. h., keine der größeren Federn (Schwung- und Schwanzfedern) sollte abgeknickt oder anderweitig beschädigt sein oder fehlen. Das Deckgefieder sollte vollständig sein. Hier ist es aber nicht ganz sooo schlimm, wenn die ein oder andere Stelle im Gefieder nicht so schön aussieht. Das sollte sich nur nicht über das gesamte Gefieder ziehen.

    Hast Du nicht die Möglichkeit, sie in eine Auswilderungsstation zu geben, sobald sie selbständig futtert?

    LG, Sabine
     
  11. sanreu

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    Guten Morgen liebes Forum :o)

    Frau Taube bekam heute morgen ca. 50/50 trockene und eingeweichte Körner. Sie trinkt offensichtlich, ich gebe ihr nichts mehr zusätzlich und der Kot ist nicht zu trocken. Sie wird zweimal täglich gefüttert und pickt zwischenrein immer wieder in dem ihr bereitgestellten Futter. Manche Körner erwischt sie auch ;o)
    Eine Auswilderungsstation habe ich hier noch nicht "ergoogeln" können, alles in der Nähe gelistete auf der Wildvogelhilfe nimmt keine Tiere auf.

    Die Schwanzfedern sind nicht vollständig. Zwei oder drei (genau kann ich das nicht zählen, sie wird immer "wilder", lässt sich nicht mehr so ruhig nehmen und begutachten) wachsen gerade fleissig nach, ein Drittel haben sie schon geschafft. Eine umgeknickte Schwanzfeder ging dann gestern ab, allerdings steckt der Federkiel fest im Gefieder. Ich vermute hier, dass die Feder nicht nachwachsen wird, solange der Federkiel so fest sitzt. Aber ich kann doch nicht dran ziehn, das wird ihr doch sicher weh tun und sie verletzen, oder?

    Tagsüber ist sie immer wieder recht aktiv und guckt fleissig, was draussen passiert. Natürlich trainiert sie auch weiterhin ihre Flugmuskeln. Die Schwungfedern sind vollständig, wenn man sie ausfächert. Nur auf der Oberfläche ist sie ganz so makellos.

    Mit Beeren sieht es schlecht aus, Bucheckern und Eicheln kann ich oben im Schlossgarten sammeln, da kommt ja auch Frau Taube her.

    Liebe Grüße

    Sandra
     
  12. sanreu

    sanreu Neues Mitglied

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    "nicht ganz so makellos" sollte das heißen....
     
  13. Molli

    Molli Neues Mitglied

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    Hallo Sanreu,
    Du hast ja wohl eine gute Hand für die Ringeltaubenkükenaufzucht gezeigt (die Gewichtszunahme).
    Deswegen wird Deine schwerste Prüfung darin liegen, die richtige Auswilderungsstation für Dein Küken zu finden.
    Denke bitte daran, daß Du viele Stunden brauchen wirst um dafür zu sorgen, daß Deine guten Taten zum Wohle des Kükens, von anderen Menschen fortgeführt werden.
    In den Wildtierstationen musst Du damit rechnen, daß sie kein Interesse an "nicht bedrohten Tierarten" haben! LEIDER!!!
    Das Taubenküken braucht mehrere Wochen um sich sein Gefieder einzufetten (Wetterfestigkeit). Ein gesundes und zufriedenes 400 Gramm Küken putzt sich jeden Tag mehrere Stunden.
    Dusche das Küken mit einem Wasserzerstäuber. Du wirst sehen, daß das Wasser mit jedem Tag stärker abperlt. Tauben lieben ein lauwarmes Duschbad!
    Junge Ringeltauben brauchen sehr lange bis sie mit den angebotenen Futterkörnern nicht nur rumspielen, sondern sie auch einkröpfen. Dieses Thema ist im Gespräch mit jemanden aus einer Auswilderungsstation unbedingt anzusprechen, bevor Du die Verantwortung für Deinen kleinen Engel in fremde Hände gibst.

    mit Dank an dieses mächtige Tierfreundforum!
     
  14. Josi

    Josi Mitglied

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    Schön , dass du so viel Glück hast :-)
    Meine hat am Anfang vor allem mit dem Gewicht ganz schön Probleme gemacht (naja, vielleicht war die Waage auch kaputt...)
    Da ich mit meiner Taube (gebrochener Flgel führte zur Sehnenverkürzung) jetzt jeden Tag Flügel dehnen muss, nehme ich si täglich auf die hand. Dabei "fliegt" sie allerings regelmäßig runter und rennt weg - sie hat sich schon einige Federn abgebrochen. kann mir jemand sagen, was ich dagegen machen kann?
    Dass die sog "WILDTIERstationen" eigentlich gar nicht so genannt werde dürften, die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Als ich vor ca 1 1/2 Jahren einen jungen Spatz ("Fips" :-) ) vor meinem Kater gerettet habe, ließ der Wildtierarzt hören : "nee, um Spatzen kann ich mich leider nicht kümmern, den würde ich dann höchstens meinem Falken geben" !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Da habe ich wegen dem Abgeben eines Tieres nie wieder angerufen.... Naja und seit dem bin ich etwas vorsichtig, was das Abgeben von meinen Vögeln an Wildvogelhilfe & cO. angeht....
    (@ Klumpki: das war übrigens auch ein Grund dafür, dass ich meine Ringeltaube "damals" nicht weggeben wollte...Naja, jetzt hab ich wieder eine und der bauen wir gerade eine provisorische große Voliere von 3,5mx3,5mx2.20m)
     
  15. sanreu

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    Hallo Josi, guten Morgen Forum :o)

    Derzeit ist mein Problem eigentlich, dass Frau Taube sich immer schneller weigert, gefüttert zu werden. So habe ich die Fütterungen auf zweimal gekürzt, in der Hoffnung, sie schafft den Rest allein. Dann auf eine... Jetzt mag ich sie nur noch holen, wenn es draussen dunkel ist. Sie möchte vor mir flüchten, wenn ich komme und flattert gegen die Scheibe, sie sitzt ja in der Fensternische. Da hat sie sich gestern die Verletzung wieder blutig geschlagen, eine Schürfwunde an der vorderen Spitze des Flügels. Das behindert sie kein Stück beim Flügelschlagen, aber toll finde ich das trotzdem nicht. Leider habe ich keine Rolladen/Jalousien oder sonstiges, das das verhindern könnten. Wenn draussen dunkel ist, will sie nicht in die Richtung flüchten, verletzt sich also auch nicht selbst..... ich muss tags einfach schneller sein, sie aus ihrem "Verschlag" zu holen, dann hat sie nicht soviel Zeit, gegen das Fenster zu flattern.

    Durch die wenigeren Fütterungen neige ich dazu, ihr mehr Körner zu verabreichen, musste allerdings feststellen, dass sie die Körner dann grad wieder ausspuckt. Wenn ich weniger füttere, bleibt es drin. So nimmt sie jetzt nicht mehr so schön kontinuierlich zu, aber wenigstens ist es von gestern auf heute morgen nicht weniger geworden. Derzeit hat sie 380 Gramm.

    Kann hier jemand Tipps verraten, wie sie (schneller) von alleine fressen lernt? Oder muss ich mich einfach noch in Geduld üben? Anzeichen für Trichomonaden zeigt sie im Übrigen überhaupt keine, sollte jemand auf die Idee kommen, weil sie das Futter wieder ausspuckt. Wenn, dann hätte sie sie auch mitgebracht und sie ist ja schon einige Wochen hier und zeigt keinerlei Erkrankung an.

    Durch das Flattern gegen die Scheibe und das Wehren bei der Fütterung leiden auch ihre Federn, frisch abgebrochen ist allerdings noch keine. Die Schwanzfedern (bis auf die eine abgeknickte, die sie schon hatte, als ich sie aufnahm) wachsen fleissig nach, die Schwungfedern sehen gut aus. Oberflächlich leiden die kleinen Federn einfach beim Festhalten, sei es in der Hand oder unter dem Handtuch, wenn sie sich halt sträubt.

    Abgeben kann/mag ich sie natürlich erst, wenn sie dann genug frisst, um von alleine zuzunehmen. Ich kann ja meinem "Pflegenachfolger" nicht auch noch zumuten, das Täubchen füttern zu müssen.

    Bin immer noch dankbar für Tipps.

    Viele Grüße
    Sandra
     
  16. Josi

    Josi Mitglied

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    [/QUOTE]Abgeben kann/mag ich sie natürlich erst, wenn sie dann genug frisst, um von alleine zuzunehmen. Ich kann ja meinem "Pflegenachfolger" nicht auch noch zumuten, das Täubchen füttern zu müssen.

    Bin immer noch dankbar für Tipps.

    Viele Grüße
    Sandra[/QUOTE]
    Find ich sehr nett von dir :-) Aber ich hab das ja schonmal durch und eigentlich lernen sie das Fressen ziemlich schnell. Wenn du sie schon picken hast sehen, brauchst du sie eigentlich gar nicht mehr füttern (also, wenn sie schon oft gepickt hat natürlich nur), du solltest halt nur ihr Gewicht weiterhin überwachen (aber das machst du ja sehr vorbildlich :-) ), damit du es merkst, falls es mit dem Fressen halt doch noch nicht so klappen sollte :-)
    Josi
     
  17. sanreu

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    Wollte nur mal Abschlussbescheid geben. Nachdem ich in diverse Richtungen die Flügel gestreckt habe, wo Frau (oder Herr) Taube unterkommen könnte, manche ergebnislos blieben, andere im Sand verschwanden, haben wir heute Frau Taube in einer Voliere eines Tierhilfe-Vereins in der Nähe abgeben können, in der noch ein zweites einsames Ringeltäubchen sitzt, das zwar schon frisst, aber noch nicht fliegt. Da Frau (oder Herr) Taube fliegt, aber noch nicht selbst frisst, haben die beiden sich schon einmal was zu erzählen :o). Sie hat mir/uns im Übrigen keine Träne nachgeweint, als wir gegangen sind.
    Sollten die beiden es vor dem Winter nicht mehr schaffen, ausgewildert werden zu können, ist auch eine Überwinterung kein Problem.
    Damit haben meine Bemühungen doch noch zu einem hoffentlich guten Ende gefunden und Frau (oder Herr) Taube sieht hoffentlich einem langen Leben in Freiheit entgegen.
    Für die Tipps, die mir hier gegeben wurde, recht herzlichen Dank.

    Viele Grüße
    Sandra
     
  18. #18 klumpki, 11.10.2011
    klumpki

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    Alles Gute fürs Täubchen, nächsten Frühling zischt sie raus wie nix :-) Gut gemacht, Sandra!
     
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