Volierenbau

Diskutiere Volierenbau im Vogelzubehör Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Leute, eigentlich wollte ich nie Vögel haben. Allerdings habe ich mich dann doch von meiner Freundin breitschlagen lassen. Wir kauften uns...

  1. Knox

    Knox Guest

    Hallo Leute,

    eigentlich wollte ich nie Vögel haben. Allerdings habe ich mich dann doch von meiner Freundin breitschlagen lassen. Wir kauften uns also vor cirka einem 3/4 Jahr ein Springsittichweibchen. Zuerst hatten wir einen "kleinen" Käfig (B 66, T 41, H 80 cm). Nach ungefähr einem halben Jahr wurde dann unser Vogel krank. Die Tierärztin konnte nichts finden, die Kotuntersuchung brachte auch nichts zutage. Hochgepäppelt durch Vitaminspritzen und Antibiotika setzten wir sie dann wieder in den Käfig zurück. Der nächste Versuch war dann ein Männchen reinzusetzen. Das war ein Aufwand, endlich einen Züchter von Sprinsittichen zu finden.Einen neuen Käfig kauften wir dann auch. Allerdings sind wir von diesem nicht überzeugt (B 94, T 56, H 84 cm). ES war zwar der größte, unserer Meinung nach aber immernoch zu klein. Jetzt, nachdem unser Weibchen doch gestorben ist, möchten wir dringend einen neuen Käfig. Allerdings möchte ich diesen gerne selbst bauen. Hat von Euch jemand damit Erfahrung. Größenmäßig habe ich mir 100x100x170 cm vorgestellt. Reicht das? Bitte gebt mir schnell Antwort, da wir in drei Wochen das neue Weibchen bekommen und wir beide gleichzeitig in den neuen Käfig setzen wollen.

    Da fällt mir noch was ein. Ich möchte als Gitter Drahtgeflecht benutzen. Wie groß müssen die Abstände zwischen den Drähten mindestens sein.
     
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  3. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Knox!

    Ja, Springsittiche sind in den letzten Jahren leider recht selten geworden, dabei sind es ganz tolle und auch nicht besonders schwierig zu haltende Vögel! Es freut mich zu hören, das Du wieder ein Pärchen zusammenbekommst.
    Hinsichtlich der Größe des zweiten alten Käfigs hast Du völlig recht: eigentlich ist er für fast jeden Sittich zu klein, erst recht für die agilen Springer.

    Was die Größe des neuen Käfigs betrifft:
    grundsätzlich gilt ja "je größer, desto besser". Und der Käfig sollte um so größer ausfallen, je weniger Freiflug Du den Springern bieten kannst.
    Einen Hinweis auf die notwendige Käfiggröße
    gibt das "Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Papageien": Springer werden mit einer durchschnittlichen Körperlänge von 23cm angegeben, demnach muß ein Käfig mindestens 1m Lang, 0,5m breit und 0,5m hoch sein.
    Das erscheint mir aber zuwenig, insbesondere wird der Klettertrieb der Springer mit dieser Höhe nicht ausreichend berücksichtigt.
    Du bist mit Deinen geplanten Maßen also durchaus gut davor.
    Aber wie gesagt: Größer, in Deinem Fall vor allem länger (vielleicht auch um den Preis einer etwas geringeren Breite) ist immer nooch besser.

    Meine Springer habe ich in einer aus Holz
    gebauten Gartenvoliere zusammen mit Nymphen und Wellis gehalten. Die Springer selbst haben sehr wenig genagt, insofern ist für eine Innenvoliere eine Holzkonstruktion aus
    Dachlatten durchaus möglich. Besser, da haltbarer und leichter zu reinigen, ist allerdings eine Konstruktion aus Aluminiumprofilen, die mit Hilfe von Kunststoffwinkeln miteinander verbunden werden können und auf die das Drahtgeflecht (ich würde punktverschweißten Volierendraht mit einer Maschenweiten von 1,8mm bevorzugen)
    mit Nieten befestigt wird. Ebenso ist aber
    auch die Befestigung mit Schrauben möglich.
    Immer ist allerdings darauf zu achten, daß keine scharfen Kanten bei Schrauben, Draht und Aluprofilen stehen bleibe.
    Die Eigenkonstruktion einer Bodenschale bereitet mir immer Probleme, denkbar ist daher auch, den Käfig direkt auf einen abwaschbaren (bspw. gefliesten) Boden zu stellen. Ein Schmutzfang bspw. aus Acrylclas verhindert etwas das Herausfallen von Schmutz.
    Ich habe allerdings festgestellt, das bei uns in den Baumärkten die Alu-Profile und Zubehörteile derart teuer sind, das sich ein Selbstbau finanziell nicht lohnt: preiswerter kommen Bausätze, die man selbst montieren muß. Ihr Vorteil besteht auch darin, das es sich um Normmaße handelt, die später leicht zu einer größeren Voliere erweitert werden können.
    Im Augenblick fallen mir dazu zwei Bezugsquellen ein: www.volierenbau.de und www.Futterkonzept, die sicher auch Zubehör bspw. für eine Außenfütterung (Futterkarussell) im Angebot haben.

    ------------------
    Tschüss Rüdiger

    [Diese Nachricht wurde von Rüdiger am 24. Februar 2000 editiert.]
     
  4. Silke

    Silke Guest

    Lieber Knox (?)

    die Käfiglänge, wenn die beiden dort die meiste Zeit des Tages verbringen sollen, sollte nicht weniger als 2 m betragen, die Höhe ist weniger entscheidend. Als Gitterabstand würde ich Dir ein Maß zwischen 14 und 18 mm empfehlen, das ist eigentlich Standard für kleinere Sittiche und Großsittiche. Üblicherweise sind die Drahtabstände (Höhe, Breite) gleich.

    Beispiel für eine solche Voliere (und das preiswerteste Angebot m. E. zugleich) findest Du unter http://www.Futterkonzept/code/framevoliere.html die kleine Variante (Breite 1 m) ist nur zu empfehlen, wenn die Vögel ohnehin fast ständig Freiflug haben, da die kurze Länge zum Fliegen nicht ausreicht. Für einen dauernden Aufenthalt in der Voliere sind 2 Meter ein echtes Mindestmaß, darunter wäre es Tierquälerei.

    Also, viel Spaß beim Aussuchen oder Basteln, falls Du selbst Hand anlegen möchtest, ist ja eigentlich auch kein Problem.

    Gruß, Silke.
     
  5. Silke

    Silke Guest

    Ha, da war der Rüdiger schneller... [​IMG]

    Es gibt neuerdings auch Kotschubladen bei futterkonzept zu kaufen, allerdings kosten solche Sonderteile (wie eben auch Futterkarussel) verhältnismäßig viel, wenn man so ein Volierenelement dagegensetzt...

    Gruß, Silke.

    PS: Aber futterkonzept bietet auch preiswert Material...
     
  6. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Silke!

    Pust, keuch...gerade noch geschafft! [​IMG]

    Die Höhe ist ein Knackpunkt: es gibt durchaus
    Papageienarten, bei denen die Höhe eine geringere Rolle, isngesamt aber sind ja fast alle Papageien gute Kletterer und benötigen daher auch einen höheren Käfig als die mehr
    hüpfenden und fliegenden Arten wie Beos oder
    Kanarien.
    Und gerade Springsittiche klettern sehr gerne und sehr gut: deshalb würde ich immer einen hohen Käfig vorziehen, mindestens einen Meter, möglichst sogar noch mehr.


    [Diese Nachricht wurde von Rüdiger am 24. Februar 2000 editiert.]
     
  7. Silke

    Silke Guest

    Hallo Rüdiger,

    Du hast natürlich recht. Es ist auch so ein bißchen die Gewohnheit, daß man sicherlich ohnehin oft in anderen Relationen denkt, als es vielleicht die Fragenden tun... So geht man im Stillen immer davon aus, daß sowieso jeder die mögliche Höhe ausnutzt, die man zur Verfügung hat, nur eben die Breite vernachlässigt wird. Tatsächlich neigen ja viele dazu, die fehlende Breite eben damit zu rechtfertigen, daß die Höhe ja beachtlich sei und diese Rechnung geht eben m. E. nicht auf.

    Natürlich können die wenigsten Arten in einer 2 m langen Voliere wirklich fliegen, es ist ja eigentlich auch nicht das Optimum, sondern dieses wäre in meinen Augen immer noch der Dauerfreiflug oder eine große Außenvoliere, wo man sich platzmäßig richtig austoben kann. Aber wenn es um Größe geht, sage ich lieber eine Zahl, als wenn ich sage "groß" und jeder hat eben so seine eigenen Vorstellungen, was wirklich "groß" ist. (ich denke ja nur mal an mich selbst, meine erste "Voliere", die ich gebaut habe, war ja auch viel zu klein und es hat nicht an Höhe, wohl aber an Länge gefehlt)

    Was soll man sagen? Du hast völlig recht, sie brauchen Länge, Breite und Höhe, summa summarum, jeden Zentimeter Platz, den man irgendwie freimachen kann. Je mehr, desto besser und desto wohler werden sie sich fühlen und auch: desto mehr Möglichkeiten habe ich als Halter, das Ganze auch zweckmäßig für die Vögel und gleichzeitig dekorativ für mich einzurichten und je größer eine Voliere ist, desto besser läßt sie sich bekanntlich sauberhalten, wenn sie dann auch noch aus pflegeleichten Material besteht.

    Und: ein paar Vögel in einem kleinen Käfig finden auch bei Besuchern kaum Beachtung, aber wenn eine große Voliere an einem sonnigen Standort mit großen Ästen und Belaubung und verzweigten Stämmen und Seilen etc. und denselben Vögeln darin irgendwo steht und die Vögel darin flattern und klettern und toben, ist es ein echter Hingucker. Das ist dann wirklich dekorativ. Und die Leute bleiben nicht nur stehen, um das Gefieder zu bewundern, sondern amüsieren sich auch, wie der eine mit dem anderen balzt, wie die Hähne sich gegenseitig von einer Henne fernzuhalten suchen usw., da ERLEBT man Vögel und sieht sie nicht nur.

    Gruß, Silke.
     
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  9. Silke

    Silke Guest

    Hallo Rüdiger,

    unter einem Meter wird es schlecht sein, eine Voliere mit 2 m Länge zu bauen [​IMG]

    Aber, es müssen m. E. keine 2 m dringend sein, aber wenn man Standardelemente verwendet, kommt man zwangsläufig auf das Maß. Unter 2 m Länge würde ich auch Springern nicht geben, schon, damit man die Innengestaltung entsprechend großzügig vornehmen kann und Verstecke einbauen, die ja gerade auch die Springer sehr lieben... Und ein bißchen Flugraum sollte ja auch sein.

    Gruß, Silke.
     
  10. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Silke!

    Du hast natürlich schon Recht, das bei einer 2m langen Voliere die Höhe meist mindestens einen Meter beträgt, allerdings kann es bei einer selbstgebauten auch mal anderes aussehen.
    Meine Bemerkung hinsichtlich der Wichtigkeit der Höhe ist aber wohl etwas kurz geraten.
    Man hört aber oft das Argument, daß die Höhe nicht so wichtig sei (noch weitergehender manchmal sogar, daß es nur auf Länge, weniger auf Breite und garnicht auf die Höhe ankommt) und dem muß ich in dieser Pauschalität gerade bei den Papageienarten widersprechen, vor allem, wenn Papas zwar viel Freiflugmöglichkeiten haben, aber aufgrund eines zu niedrigen Käfigs nur wenig
    Kletter- und damit oft auch Beschäftigungsmöglichkeiten.
    Gehe ich von den Mindestmaßen aus, mag es bei genügend Freiflug vielleicht für zwei Springer ausreichend sein, einen 1m langen und 50cm breiten Käfig zu haben, aber die Höhe von 50cm reicht da meines Erachtens eben nicht mehr aus. Jetzt auch sehr pauschal gesagt: wenn die Grundfläche durch den zur Verfügung stehenden Raum auch begrenzt ist, dann wenigstens so hoch wie möglich (natürlich keinen schmalen Turm, ich kann mir allerdimngs schon einen 1m langen, vielleicht 60 bis 80cm tiefen aber raumhohen Käfig vorstellen .- allerdings macht der auch mehr Reinigungsarbeiten erforderlich).
    Ich nehme an, viele Vogelhalter haben mit der Länge bzw. Breite der Voliere Probleme und nur wenige haben Platz genug für eine Zimmervoliere, die dem Vogel eine wirkliche Flugmöglichkeit bietet. Dies wird dann mit mnöglichst viel Freiflug versucht zu kompensieren (zumnindest sollte es so sein)
    - so auch bei mir: die einzigen, die in ihren Zimmerkäfigen kurze Strecken fliegen konnten/können (ich befinde mich auch noch in einer Umbauphase), waren die Wellis und Agas, bei den Singern, vor allem aber bei den Nymphen und Mohren muß man eher von größeren Sprüngen mit Flügelunterstützung sprechen.
    In den Mindestmaßen wird die Höhe zu wenig beachtet und damit auch artspezifische Verhaltensweisen kaum berücksichtigt:
    meiner Erfahrung nach können bspw. für Nymphen und Singer die Käfige etwas niedriger sein als für Mohren und Springer, für die Klettermöglichkeiten noch wichtiger sind.
    Dies zeigte sich auch im direkten Vergleich des Verhaltens von Springern und Nymphen in meiner Gartenvoliere, die beiden Arten Flugmöglichkeit bot: die Nymphen haben einen Platzwechsel meist fliegend vollzogen, Springer kletterten (besser: liefen, da sie faszinierenderweise ja ihren Schnabel dabei nicht benutzen) häufiger im Geäst und am Volierendraht entlang, obwohl sie auch ausgezeichnete wendige und schnelle Flieger sind.

    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
Thema:

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