Was könnte der Welli haben?

Diskutiere Was könnte der Welli haben? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, mein 6jähriger Wellihahn Willi beißt sich seit ein paar Tagen die Schwungfedern ab, beißt an seinem Ring herum und wenn er jetzt...

  1. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Hallo,

    mein 6jähriger Wellihahn Willi beißt sich seit ein paar Tagen die Schwungfedern ab, beißt an seinem Ring herum und wenn er jetzt entspannt auf der Stange sitzt, kippt er langsam nach vorne über, bis er senkrecht nach unten hängt. Dann "wacht er auf", setzt sich wieder richtig hin.
    Er macht auch den typischen "krummen Rücken", den kranke Wellis zeigen, allerdings nicht immer.
    Kot sieht eigentlich normal aus, vielleicht etwas zu grün.

    TA hat Gefiederparasiten ausgeschlossen. Da eine Leber-/Nierenentzündung zu vermuten ist, hat er ein AB gespritzt.

    Mich würde interessieren, ob jemand Ähnlische Probleme mit seinem Vogel hat/hatte und was gemacht wurde.
     
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  3. #2 Ann Castro, 19. Mai 2005
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Hi Dagmar.

    Welche Untersuchungen hat der TA durchgeführt?

    Wurde er geröntgt?

    Was Du beschreibst könnte auf einen Nierentumor hinweisen. Falls das noch nicht gecheckt wurde, sollte man das nachholen (Röntgenbild).

    Das Herumbeissen an Gefieder und Beinen, muss nicht eines der Symptome sein, sondern könnte eine Übersprungshandlung sein, bei Schmerzen oder Juckreiz.

    Das Krümmen des Rückens weisst auf Nierenprobleme hin, Verluste des Greifreflexes, insbes. einseitig sind bei Wellensittichen häufig durch Nieren- oder Gonadenschwellungen (Tumore) bedingt. Diese Tumore treten häufig bei männlichen Wellensittichen auf.

    Zur Symptomatik - hat sich evtl die Wachshaut umgefärbt? Auch dies könnte ein weiteres Symptom sein.

    Wie ist der Kotabsatz?

    Kannst Du berurteilen, ob Beinschlaffheit/Beeinträchtigung des Greifreflexes einseitig oder beidseitig sind?

    Hat er Gefühl in den Beinen?

    Wenn Du magst ruf mich an, dann gebe ich Dir gerne mehr Infos statt mir hier "nen Wolf" zu tippen.

    LG,

    Ann.
     
  4. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Hi Ann,
    Nein, wegen seines schlechten Allgemeinzustandes und weil er in der Hand panisch reagiert, wäre das Risiko zu hoch gewesen.
    Das meinte der TA auch.

    Nein
    abgesehen davon, dass wegen seiner merkwürdigen Körperhaltung oft was hängenbleibt, normal.

    Sieht nach einseitig aus, beim Umgreifen (Umdrehen auf der Stange) hat er Probleme.
    Der ist leider handscheu, ich weiß es nicht.

    Ich hatte ja im Laufe der Zeit schon mehrere mit Nierentumoren, allerdings verliefen diese nie so akut, nie mit Federbeißen.
     
  5. #4 Thomas B., 20. Mai 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Das Verhalten und die übrigen Symptome sprechen stark für ein Nierenproblem, Schwellung, Tumor oder degenerative Veränderung. Ann hat ja schon was Richtiges dazu geschrieben. Bei Wellensittichen, die durch Überzüchtung stark tumoranfällig geworden sind, liegt dieser Verdacht besonders nahe - verifizieren ließe er sich allerdings nur durch Röntgen. Unerfindlich ist allerdings, was in diesem Zusammenhang das offenbar wieder auf Verdacht gegebene Antibiotikum soll, da die meisten o.g. Probleme nicht bakterieller Genese sind. Gleiches gilt für Hepatitis, die meistens entweder mit Fettleber infolge Fehlernährung auftritt oder viral bzw. durch Pilztoxine bedingt ist. Es gibt auch toxinbildende Bakterien, die dadurch sekundär auch die Leber schädigen können, aber da hätte der Vogel mit großer Sicherheit noch andere Symptome. Angesichts der Tatsache, daß Antibiotika, die nicht klar indiziert sind, den Allgemeinzustand und das Immunsystem noch weiter schwächen und überdies viele von ihnen gerade hepato- und nephrotoxisch sind, kann ich diese mit hoher Wahrscheinlichkeit kontraproduktive und daher irrationale "Therapie" nicht nachvollziehen.
    Schöne Grüße,
    Thomas
     
  6. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Nun, vor 2-3 Jahren hatte ich einen Welli mit einer akuten Entzündung, dem hat das AB wunderbar geholfen!
    Klare Sachlage: akutes Nierenproblem von den Symptomen her. Sehr hohes Risiko, dass er beim Röntgen wegbleibt. Ich vertraue meinem TA, er gibt nicht bei jeder Unpäßlichkeit auf Verdacht ein AB.
     
  7. #6 Ann Castro, 20. Mai 2005
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Hi Dagmar!

    Auch dies weist stark auf Nierentumor/-Schwellung hin.

    Meine TA hat sehr gute Erfolge in der homoeopathischen Behandlung von Wellis mit Nierentumoren. Es ist ein persönliches "Steckenpferd" von ihr. Auch wenn man den Tumor nicht zur Remission bringt, so kann der Vogel doch eine gute Lebensqualität haben, und das über mehrere Jahre (bei ihrem sind es mittlerweile fünf Jahre).

    Auch wenn sie nicht in Deiner Nähe wohnt, ist sie sicherlich bereit zu helfen. Vielleicht könnte Dein TA sie anrufen und mit ihr sprechen. Sie ist sehr hilfsbereit und ihr liegt viel am Wohl der Tiere, sie wird Euch bestimmt helfen wollen.

    Alternativ habe ich vor wenigen Tagen in ihrer Praxis mit einer Frau gesprochen, die dort ebenfalls einen Welli mit Nierentumor behandeln lässt. Wenn Du möchtest, könne ich auch versuchen einen Kontakt zu ihr herzustellen. Von Betroffener zu Betroffener sozusagen.

    Mal ein Kommentar am Rande: in der Zeit, die man benötig, um ein Antibiotikum zu spritzen, oder den Vogel gründlich abzutasten, hat man auch ein Röntgenbild gemacht. Die Gefahr des Schocks besteht ja leider immer, doch ein sensibler TA merkt am Greifreflex, wann der Vogel nicht mehr kann und die Behandlung/Untersuchung unterbrochen werden muss.

    LG,

    Ann.
     
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