Wellensitiche zahm machen

Diskutiere Wellensitiche zahm machen im Wellensittich Allgemein Forum im Bereich Wellensittiche; Hallo alle zusammen, Ich habe zwei wellis ein weib und ein männliches , ca. seid 4 monaten das weibchen hab ich als erstes gekauft, weil es...

  1. Serdar

    Serdar Neues Mitglied

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    Hallo alle zusammen,
    Ich habe zwei wellis ein weib und ein männliches ,
    ca. seid 4 monaten
    das weibchen hab ich als erstes gekauft, weil es dann so traurig und einsam war hab ich noch den mänchen geholt...
    also der mänchen lässt sich manchmal von mir streichen..
    das weib aber nicht wenn ich aber im käfig z.b. wasserspender raushole springt es auf meine hand..
    wenn ich sie streicheln möchte haut sie von mir ab ..
    wenn ich mit beiden spreche antworten die schon, freiflug haben die so lange die wollen bloß wenn ich die einmal rauslasse dan wollen die nicht mehr rein 0l

    also meine fragen :
    was kann ich machen das die von selber zu mir kommen z.b. auf die schulter ..
    was kann ich machen das die freiwillig reingehen ?!
    und ist es schlecht wenn man statt sand einfach zewa unten reinlegt ?
     
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  3. Stephanie

    Stephanie Foren-Guru

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    Hallo Serdar,
    für Wellensittiche sind die beiden doch schon seeeehr zahm, finde ich!:zustimm:

    Es ist für Wellensittiche nicht normal, sich anfassen zu lassen; ich habe das mit zweien laaaange gebübt und einer davon ist immer noch misstrauisch; unser letzter Erfolg nach ein paar Wochen oder Monaten (führe da nicht so Buch...), war, dass er seinen Schnabel zwischen meinen Daumen und Zeigefinger legt (das hat er auch vorher schon gemacht) und mich mit den beiden Fingern runter zu seinen Bartfedern streichen lässt - kurz.
    DAs hat wiederum laaaange gedauert.
    Wenn das Weibchen Dir freiwillig auf den Arm oder die Hand springt, ist das ein toller Erfolg und ein Zeichen großen Vertrauens oder auch von "Frechheit"; beides kann man ausbauen, so dass sie öfter auf die Hand kommt und weiteres macht.

    Bis ein Vogel ganz ohne Aufforderung zu einem kommt, kann Zeit vergehen.


    Ich trainiere mit meinen gezielt und auch ungezielt (da belohne ich dann das, was sie gerade Nettes machen), und sie machen das, was wir üben auch gerne, aber freiwillig im Training, selten mal freiwillig ohne Aufforderung etwas, das wir nicht trainiert haben.
    Meine Männchen Fiete und Finn fliegen in reißendem Flug über mich hinweg, wenn ich auf dem Sofa sitze oder liege (das Sofa steht am weitesten vom Käfig/ Freisitz entfernt - alos ihre Art zu sagen "Hallo, biste noch da?!").
    Malia ist mir neulich EINmal auf den Kopf geflogen.

    Zu Deinen Fragen:
    Zewa statt Sand geht, besser ist evtl. Zeitung, falls sie sehr daran knabbern.
    Zewa haben aber auch viele Halter.
    Eine teurere Alternative ist Buchenholzgranulat, also kleine Buchenholzstückchen, die man auch auf eine Unterlege wie Zewa oder Zeitung legen kann; einige Vögel wühlen da gern drin rum.
    Muss man aber auch nicht immer anbieten; kann man mal bei Interesse zur Abwechslung nehmen.

    Freiwillig reingehen:

    Rituale schaffen.
    Also immer zur gleichen Zeit Käfig öffnen und schließen.
    Wenn ein oder beide Vo/ögel im Käfig ist/ sind, eine Belohnung da rein geben, sei es besonderes Futter, ein Spielzeug, das es nur abends gibt, etwas zum Nagen, dass es nur abends gibt, ein Spiel mit ihnen im Käfig, kurz Hirse aus der Hand.
    Ich clickere abends mit meinen im Käfig; das mögen sie und so gehen sie auch rechtzeitig wieder rein.

    Das rechtzeitige Reingehen müssen auch die Vögel erst mal lernen, daher kann es einige Zeit dauern.

    Wenn man clickert, kann man z.B. auch immer clicken, wenn mal einer drin ist (Signal: DAS ist jetzt toll!) und den belohnen; die Eifersucht des anderen, der draußen ist und nicht belohnt wird, tut ihr übriges...

    Freiwilliges Kommen:
    Je nach Vogel - das kann schnell passieren, lange dauern oder gar nicht von alleine passieren.

    Wenn man irgendwie regelmäßig mit dem Vogel übt, sei es, dass man Hirse aus der Hand anbietet oder clickert oder etwas anderes macht . merkt sich das der Vogel und macht es öfter, und wenn er dafür belohnt wird, bietet er es in der Hoffnung auf belohnug auch freiwillig an.
    Man könnte z.B. Zuflug täglich üben; dann würde der Vogel irgendwann mal freiwillig zu einem fliegen oder wie meine, sich weit vorlehnen und zeigen, dass er mal zu einem fliegen will (ich muss dann die Hand imt ausgestrecktem Zeigefinger hochhalten, damit er auf dem Zeigefinger landen kann).

    Als ich Zuflug mit meinen Vögeln gebüt habe, kam öfter einer von alleine und besonders, wenn ich gerade mit einem anderen Vogel geübt habe!

    Finn ist mir da bspw. mal auf die Brille geflogen, weil ich Fiete gerufen hatte, und Fiete schon fast auf meiner Hand saß...

    Das kann aber lange dauern.


    Meine Malia sagt bspw. leise "uuiii", wenn sie etwas möchte, kommt also nicht alleine her, sondern "klopft quasi an", damit ich sie beachte und etwas mit ihr mache.

    Beim Anfassen/ Streicheln musst Du sehr gut den Vogel beobachten, ob er z.B. schreckstarr ist.
    :+klugsche
    Das kann wie ganz normales Sitzen aussehen, aber der Vogel lässt sich dann anfassen,weil er zu viel Angst hat.

    Beim Clickern (wird der Vogel ja belohnt, möchte die Belohnung und so) prüfe ich das, indem ich erst mal Anfassen übe (meine Hand kommt zum Vogel) und dann die and etwas entfernt halte.
    Wenn der Vogel keine Angst hat, kommt er freiwillig zu mir.

    Hier sieht man z.B. wie ich die Hand probeweise mal von Malia weghalte und sehe, ob sie auch freiwillig kommt:
    [video=youtube;LUdnFOyyLVE]http://www.youtube.com/watch?v=LUdnFOyyLVE[/video]

    Hier sieht man Finn, der von sich aus "naturzahm" ist und alles mögliche ausprobiert und sich gefallen lässt, der sich in der Hand für einen "Looping" umdrehen lässt; er kommt auch freiwillig immer wieder, um es noch mal zu machen.
    So etwas kann ich aber mit meinen anderen Vögeln nicht machen, obwohl ich Fiete seit anderthalb und Keisha-May seit zwei Jahren habe!
    [video=youtube;MA1ZWBmjZmA]http://www.youtube.com/watch?v=MA1ZWBmjZmA[/video]

    Bei Finn sieht man, dass er den Kopf unter meinem Daumen druchstreckt, sein Zeichen, dass man jetzt mal einen Looping machen könnte...:D

    Wenn man das mit einem Vogel üben würde, der es NICHT von sich aus iregenwie anbietet, würde es vermutlich mehr als ein Jahr dauern oder noch länger.
    Mit Finn klappt das, weil er immer die anderen beim Training stören wollte und auf meine Hand sprang, wo ich mit ihm Schanbelberühren und Stirnberühren übte, so dass er später auf die Hand sprang und wenn ich nichts machte (belohnen...), mit die Stirn unter den Daumen drückte, so dass ich ihn erst am Kopf streicheln konnte, es dann am Flügel proberte, mal Daumen und Zeigefinger über dem Rücken schloss und da das immer belohnt wurde, hat er dann angefangen, sich unter meinen Daumen zu drücken oder den Kopf zwischen Zeige- und Mittelfinger etc. durch zu stecken, so dass ich dann den Looping probierte.
     
  4. DeichShaf

    DeichShaf mfG & mZG ;)

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    Wichtig: Wenn Du auf Vogelsand verzichtest, musst Du auf jeden Fall in einer kleinen Schale Vogelgrit anbieten. Diese kleinsten Steinchen und Kiesel nehmen die Wellensittiche auf, damit sie im Magen die Körner zerreiben. Nur so können die Vögel das Futter richtig verdauen.
    Buchenholzgranulat ist angenehmer als Sand, weil es nicht staubt und den Geruch von Kot bindet. Außerdem muss man es nur halb so häufig wie Sand auswechseln. Das gleiche Volumen "BHG" kostet etwa ein Viertel dessen, was Vogelsand kostet. 15kg Buchenholzgranulat entsprechen vom Volumen etwa 100kg Vogelsand und kosten nur 15 bis 20 Euro, während man für den Vogelsand etwa 50-60 Euro bezahlt.

    Zewa geht natürlich auch, aber ich würde das nur im Krankheitsfall machen. Aber ein kleiner Tipp: Eine Lage Zeitungspapier unter den Sand erspart viel Reinigungsarbeit der Kotschublade ;-)

    Alle übrigen Tipps von Stephanie unterschreibe ich so ;-)


    Für die Zähmung: Viele - vor allem junge - Wellensittiche lieben es, an einem Finger zu knabbern. Kommen sie auf die Hand, kannst Du ja mal den Zeigefinger auf und ab bewegen. Du wirst vielleicht merken, dass zuerst Verwirrung herrscht und die Pieper abhauen. Aber mit der Zeit werden die sich davon mehr angelockt fühlen, als dass sie Angst haben. Etliche Wellis kommen auch nur für Leckerlis auf die Hand. Da bietet sich Kolbenhirse "Natur" (also am Stil) an. Oder ein Blatt Basilikum, ein Stück Salatgurke oder ein paar Blätter Vogelmiere oder Golliwoog (kriechendes Schönpolster).

    Noch ein Tipp: Nicht jedes Obst ist gut. Ich verzichte wegen des Fruchtzuckers gänzlich darauf und biete nur Gemüse (Eisbergsalat, Salatgurke, Karotten, Rotebeete) an. Und die auch nur dann, wenn ich den Bruttrieb anregen will. Es gibt auch giftige Obstsorten: Avocaods zum Beispiel sind für Wellensittiche hochgiftig.

    Und für Familienfeiern ein Tipp: Wenn Raclette-Grillen stattfinden soll, müssen die Wellis unbedingt in ein anderes Zimmer. Von den kleinen Pfannen und der Grillfläche, die antihaft-beschichtet sind, gehen Ausdünstungen aus, die für die Wellensittiche schon in kleinster Menge tödlich sind.
     
  5. atacan

    atacan Neues Mitglied

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    öhm findest du das nicht bisschen übertrieben ? ich kann dazu nur sagen "Das STIMMT so NICHT"
    Ich habe jetzt selber über 3 Jahre meine 6 Wellensittiche und bis heute sicher schon 4-5 mal Raclette angeschmissen mit meiner Freundin zusammen und meine Wellensittiche sind immernoch Quicklebendig.
    Man sollte nicht jeden Mist der im Internet kursiert für wahr nehmen, denn was mir bisher aufgefallen ist das im Internet viel weitergegeben wird nach dem Prinzip "hören/sagen" aber selber noch nie eigene Erfahrungen damit gemacht. Will Dir nichts unterstellen, aber diese aussage stimmt definitiv nicht. Meine Wellis zumindest halten einiges aus.

    Anderes bsp.: Im Internet habe ich damals gelesen das wenn der Welli gegen die Scheibe etc fliegt das es für ihn schnell tödlich enden kann. Einige meiner Wellis (eine ganz besonders) fliegt öfter mal gegen den Tisch, Stuhl, Tür, Scheibe... kann ich leider nicht ändern, weil sie zu schwer ist und sich nicht in der Luft halten kann, aber trotzdem immer wieder versucht durch das ganze Zimmer zu fliegen. Und sie ist heute trotzdem noch super drauf und gesund !

    Ich weiss nicht warum alle nach "Handzahmen Wellis" schreien, aber lass die Vögel doch wie sie sind. Ich hab mir auch gedacht wow wäre nicht schlecht Handzahmer Vogel, aber nachdem ich gesehen hab das sie davor angst haben fütter ich sie nur ab und zu per Hand, aber versuche nicht weiter die Handzahm zu bekommen. Es sind 6 Wellis also haben sie genug Gesellschafft um sich selbst zu unterhalten ;-)
     
  6. kace63

    kace63 Foren-Guru mZg

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    Es gibt auch hier im Forum immer mal traurige Berichte über Teflonopfer. Kommt nicht so oft vor, aber jeder Vogel der deswegen stirbt, st einer zuviel. Ist doch auch nicht so schwer für die wenige Male im Jahr wo es Raclette gibt, die Vögel aus der potentiellen Gefahrenzone zu bringen :S
     
  7. Sittie

    Sittie Stammmitglied

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    Mir wurde das mit der Teflon-Gefahr von einem Professor in der tierärztlichen Hochschule Hannover gesagt. Von wegen Internet. Ich halte mich daran und stelle die Vögel lieber raus. Ist ja nicht der Riesen Aufwand. Und ich bin auf der sicheren Seite.
     
  8. #7 Tinker_Bell, 22. August 2011
    Tinker_Bell

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    Irgendwie ist das jetzt offtopic... aber ich wollte noch dazu sagen, dass ich meine Teflonpfanne deswegen auch nicht mehr benutze (wenn dann nur mit Fett erhitzen, um die Dämpfe zu vermeiden - außerdem lasse ich meine Wellensittiche nicht in die Küche), es gibt auch um etwa den gleichen Preis keramikbeschichtete Pfannen mit allen Vorteilen des Teflons und ohne giftige Dämpfe. Ob es Keramikraclatte gibt, weiß ich aber nicht :D

    @Serdar: Deine Wellensittiche sind doch schon zahm! :)
    Ist Dein Zimmer vogelsicher? Dann könnten sie doch zur Not auch mal außerhalb des Käfigs übernachten, wenn sie überhaupt rein gar nicht reingehen wollen. Ansonsten gilt 1. nur im Käfig füttern, 2. Käfig interessant gestalten (wie groß ist der Käfig?), vielleicht ist ihnen einfach nur langweilig/eng und deswegen wollen sie nicht hinein?
     
  9. atacan

    atacan Neues Mitglied

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    Ja Professor hat hier dies gesagt Nachbar hat jenes gesagt... sorry, aber er schreibt das so verallgemeinert und ich sag das es halt nicht zu 100 % stimmt ! Denn wie gesagt passiert das vielleicht ganz selten mal, aber ob das dann wirklich daran liegt oder an allg. falscher Haltung der Tiere ?! Meine sind immernoch wohlauf und glaub mir denen geht es blendend ! Ich finde halt das verallgemeiner im Internet mittlerweilig zum würgen. Es gibt leute (und ich habe sehr viel im Internet gelesen, denn ich hab auch als Ahnungloser Amateur angefangen) die schreiben "DAS DARF AUF GAR KEINEN FALL2 oder "DAS MUSS SO SEIN" Ich sage das ist von Tier zu Tier, Mensch zu Mensch unterschiedlich. So wie Du deine 42Km Marathon laufen kannst und ich nach 5 KM Tot umfallen würde ;-)

    Und ja es macht bei mir z.B. in meiner 2 Zi Wohnung einen großen Aufwand die Vögel mal ins Schlafzimmer bringen, denn meine Voliere ist 2m Breit 1m Hoch 80cm Tief. Und für die halbe std Raclette möchte ich meine Vögel nicht einem enormen Stress aussetzen mit "schnell ins schlafzimmer und nach einer halben std wieder einfangen und ins Wohnzimmer" denn meine sind nicht Handzahm was mich auch nicht stört und deswegen müsste ich hinter jedem einzelnen hinterher laufen und einfangen und das bedeutet sehr viel Stress für die Vögel. Ich glaub daran stirbt er wohl eher als an dem Raclette.
     
  10. Lutinos

    Lutinos Foren-Guru

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    na ja....wenn der seltene Fall dann blöderweise bei dir passiert.....dann wirst du wahrscheinlich etwas blöde dreingucken (dein/e Welli(s) dann leider auch)
     
  11. Lemon

    Lemon Moderatorin
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    OT: Richtig ist, dass das Teflon nicht von vorn herein gefährlich ist, sondern dann, wenn es zu stark erhitzt wird. Aber wann wird es zu heiß? Es hat ja kaum einer immer ein Thermometer in der Pfanne... Von daher sollte man da auf jeden Fall auf Nummer sicher gehen.
    Und nein, ich glaube nicht alles, der im Internet geschrieben steht. In dem Fall habe ich es leider selbst erlebt...

    Aber das ist jetzt hier nicht das Thema. Wenn ihr weiter darüber diskutieren wollt, macht bitte einen separaten Thread auf. Danke.

    @Serdar:
    In erster Linie musst du Geduld haben. Was du auf gar keinen Fall machen darfst ist zu versuchen, die Wellis zu streicheln. In den meisten Fällen bleiben sie nicht sitzen weil es ihnen gefällt, sondern weil sie starr vor Angst sind.
    Auch bin ich der Meinung, dass man Wellis nicht im Käfig, sondern nur außerhalb zähmen sollte. Wellis sind Fluchttiere und meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass sie mutiger sind, wenn sie die Möglichkeit zur Flucht haben. Im Käfig triebst du sie ja höchstens in die Enge. Bewährt hat sich auch Hirse als Hilfsmittel. Wenn man den Kolben immer kürzer werden lässt, fressen sie einem bald im wahrsten Sinne aus der Hand. Und alles weitere ist dann meistens nur noch ein kleiner Schritt. Du solltest allerdings auch bedenken, dass es Wellis gibt, die niemals zahm werden oder sich wirklich auf das Füttern aus der Hand beschränken und näheren Kontakt meiden.

    Was den Freiflug und das rein gehen angeht, dass ist Übungssache. Wichtig ist, dass du außerhalb des Käfigs kein Futter anbietest. Meistens sorgt dann allein der Hunger dafür, dass sie den Käfigeingang suchen und rein wollen.
    Hilfreich ist es auch immer, eine Anflugstange bei der Tür zu haben, damit diese auch gut sichtbar ist.

    Zewa statt Sand kannst du gerne benutzen. Auch Zeitung geht problemlos. Probier einfach ein bisschen rum, was für deinen Käfig/deine Vögel am zweckmäßigsten ist. Alternativen wären z.B. auch Buchenholzgranulat, Mais- oder Hanfstreu.
    Bei allem solltest du aber nebenher noch Grit anbieten.
     
  12. Serdar

    Serdar Neues Mitglied

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    :D ich freu mich für die vielen antworten ! , tut mir leid das ich so lange nicht nachgeschaut habe ^^

    also meine wellis haben glaub ich mal keine angst starre oder ähnliches , da wenn die nicht wollen einfach ausweichen ( das weib schnabelt dann ^^) also da bin ich mir ziemlich sicher !
    Mein mänchen läst sich ab und zu streicheln wenn er auf dem Käfig sitz , leider auch nur wenn das weib dabei ist ! , ich hab heute auch geschafft das er aus meiner Hand frisst :D ,
    also ich hab welli Futter in meine hand gelegt und dann hab ich meine hand ausgestreckt ( auch ohne futter kam er auf meine hand ) und dann hat er auch gefressen
    er fliegt manchmal wenn er nicht weis wo er landen soll auch auf mein kopf oder schulter , aber ich glaub das ist eher eine "notlandung "

    ganz im gegenteil hat sich beim weibchen nichts geändert nur beißen und auf die hand springen -.- .. die wird wohl nie zahm

    ich benutze zurzeit einfach zewa und streue großzügig vogelsand drauf, da sind auch noch so steinchen mit drinn ..

    das mit den Hirsen werde ich in nächster zeit versuchen ! ..

    mein käfig ist allerdings ziemlich klein :huh: , ist das schlimm also es ist so 80cm tief und ein halber meter hoch und breit !

    also nochmals danke :D
     
  13. arnix

    arnix Mitglied

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    Nein ich finde um wirklich glückliche Wellis zu haben sollten sie zahm sein. Denke mal an Tierarzt und Medikamentengabe. Da macht ein nicht zahmer Vogel eine menge durch. Ich kann davon "ein Lied singen".
    Man liest soviel im Internet wie es doch unwichtig sei, dass Wellis zahm sind. Lasst doch einfach die Leute ihre Wellis zähmen, sind doch keine Wildtiere.

    gruß
    Arno
     
  14. #13 Hibiskushuhn, 9. Dezember 2012
    Hibiskushuhn

    Hibiskushuhn Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich habe zwei Rainbows, ein Männchen und ein Weibchen. Sie sind beide um die 2 Jahre alt und stammen aus einer privaten Zucht. Ich habe die Vögel sogar zu einem höheren Preis erworben mit dem Versprechen, dass sie schon zahm wären. Ich war vor Ort und habe das Gegenteil festgestellt. Schließlich waren sie erst um die 6 Wochen alt und ich merkte, dass die Züchterin mich des Geldes wegen versuchte davon zu überzeugen, dass sie zahm seien. Mir ist klar, dass es Zeit und Geduld braucht, die Tiere zu zähmen und habe deshalb nichts gesagt, da ich auch weiß, das eine private Welli Zucht nicht gerade reich macht. Nicht selten ist es auch ein Verlust Geschäft und deshalb habe ich es so hingenommen und mich nicht beschwert, da die Tiere und die Haltung auch sonst einen sehr guten Eindruck machten. Sie waren nach ein paar Ruhetagen mit darauffolgenden vorsichtigen Annäherungen mit Hirse auch ereit, sich mir zu nähern. Sie fraßen gelegentlich aus meiner Hand und setzten sich auch drauf.
    Doch nach einem halben Jahr passierte das Unglück. Das Männchen der beiden Küken stürzte bei einem Landeanflug hinter den Käfig und verletzte sich, was ich bis dahin noch nicht wusste, da es sofort wieder ohne sichtbare Anzeichen herum flog. Erst einige Wochen später bildete sich eine Luftgefüllte Bäule um den Kropf und ich ging sofort zu einem Vogelspezialisten. Es stellte sich heraus, dass er einen Bruch erlitten haben muss bei dem Sturz, der so verutscht war, dass der Knochen in den Luftsack stach und ihn perforierte. Daraufhin wurden noch Trichomonaden diagnostiziert, die eindeutig von der so 'seriösen' Züchterin kamen. Das zog eine lange und zunächst aussichtslose Behandlung wegen des Bruchs nach sich, die für das Tier, welches trotz allem einen kerngesunden Eindruck machte (auch wenn ich weiß, dass die meisten Tiere still leiden aus Selbstschutz). Nach vielen Versuchen durch das zwei malige Abbinden des Halses durch einen Stützverband wurde es nicht bessermit dem Luftbeutel und er begann sich am Bauch zu rupfen. Ich beschloss mich nach dem Rat der Vogelspezialistin zu entscheiden, ob ich ihm die ständigen Punktionen mit der Nadel weiterhin antun wollte. Er fraß wie gesagt gut doch rupfte er sich und es war eine ständige Tortur, da sich die Luft letztenendes stündlich wieder ansammelte. Natürlich gönnte ich ihm einige Tage Pause, da so ein kleines Tier natürlich mehr unter einem Nadelstich leidet als ein Mensch. Schließlich hatte die Tierärztin uns Spritzenaufsätze mitgegeben, mit denen wir dann selbt punktierten auf Anweisung der Ärztin, die uns das natürlich ordnungsgemäß mit allen Vorsichtsmaßnahmen schilderte und vorführte. Einige Wochen später, nachdem ich immer mehr mit mir rang, das Tier vielleicht doch zu erlösen, hatten wir ihn ein weiteres Mal punktiert und die eigentlich stündlich wieder anschwellende Luftbildung kam bis heute nicht wieder. Seitdem sind nun bereits Monate vergangen und er rupft sich auch nicht mehr. Sein Gefieder sieht wieder wie neu aus und es ist alles so, als wäre nie etwas gewesen. Ich bin sehr froh darüber, da ich ihn wirklich nicht erlösen wollte, weil es ihm ja ansonsten super ging. Wir wissen nicht, was wir gemacht haben, dass er sich nicht mehr aufblähte. Scheinbar haben wir den Knochen beim durchaus geübtem festhalten des Vogels irgendwie verschoben. Anders kann ich es mir nicht erklären. Ich hoffe, dass er nun ein weiterhin normales und langes Welli Leben leben kann, da die Ärztin mir bereits damals sagte, dass er vermutlich nicht sehr alt damit würde. Nun in der Zeit, in der ich ihn regelmäßig einfangen und zum Tierarzt bringen musste, war ein weiteres Zähmen natürlich undenkbar und auch der andere Vogel ist wieder komplett scheu geworden, verständlicher weise. Ich nehme es weder den Tieren noch der Züchterin übel, schließlich können die da rein gar nichts für, was ich nur mal erwähnen, wollte, dass keine Zweifel entstehen :).
    Lustigerweise ist das Männchen neugieriger und als erster an neuen Dingen zugange, als das Weibchen, welches ich nur wegen der Parasiten am Anfang mit einfangen musste.
    Nun zu meiner Frage an die erfahrenen Vogelzähmer unter euch Vogelfreunden, ist es in diesem Fall noch möglich, ihnen dieses, ich würde es schon Trauma nennen, zu nehmen und sie noch zahm zu bekommen, oder ist das Vertrauen dadurch gänzlich zerstört und eine Zähmung unmöglich? Denn sie waren schon zuvor nur sehr schwer für irgendetwas zu begeistern. Scheinbar hat die Züchterin ihnen in ihren kurzen 6 Wochen der Sozialisierung kaum Abwechslung geboten, gerade was Obst und derartiges angeht. Die Erfolge sie mit Hirse zu locken waren ebenfalls selten und von Erfolg. Ich weiß nun nicht, wie ich bei ihnen vorgehen könnte, falls noch Hoffnung besteht, bei ihnen die Angst zu nehmen und sie doch noch zu zähmen. Ich dachte schon über das Klickertraining nach, aber ich glaube um damit anzufangen, sind sie dann doch noch zu verstört und würden sich erschrecken. Zunächst müssten sie sich auch erst einmal wieder in meine Nähe trauen, da ich logischerweise das absolute Böse für sie geworden bin und sie sich bei Näherung in die hinterste Käfigecke fliehen. Ich biete ihnen immer an, dass sie sich zurückziehen können. Ich habe einen Papageienkäftig, der sich mit einer großen Klappe nach oben öffnen lässt und auch eine normale Tür an der vorderen Seite hat. Beide mache ich auf, wenn ich mich ihnen nähere, damit sie jederzeit flüchten können, da ich sie ja nicht bedrängen möchte.

    Ich würde mich freuen, wenn man mir hierbei auskunft geben könne, da ich denke, es wäre gut, auch wenn man sie nicht mehr Handzahm bekommen kann, dass sie nicht mehr so große Angst haben. Das macht ihnen das Leben sicherlich auch angenehmer, wo ich doch mit ihnen in einem Zimmer lebe.^^

    Vielen Dank schon im voraus
    Liebe Grüße Hibiskushuhn
     
  15. EmsFan

    EmsFan Guest

    Es ist schon schön, wenn die so zutraulich sind, dass sie freiwillig auf die Schulter angeflogen kommen. Ich habe das immer sehr genossen. Aber es ist nicht zwingend notwendig!
    Ich finde es sehr schön, wenn ich bei ihnen hantieren kann, ohne das eine wilde Flatterei ausbricht. Meine ganz zahmen Wellis leben leider nicht mehr. Die einzige die mich noch als "Fingertaxi" ab und zu braucht ist Merle, doch sie ist eigentlich auch sehr selbständig. Obwohl sie nicht fliegen kann.
     
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  17. Fantasygirl

    Fantasygirl -Federbällchen-Freundin-

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    Dem kann ich absolut nicht zustimmen. Ich kenne keinen Wellensittich - egal, wie zahm - der sich freiwillig einfangen und Medis geben lässt. Spätestens, wenn es um den Fixiergriff geht, haben fast alle Wellis Todesangst, egal ob zahm oder nicht.

    Meine Wellis brauchen mich nicht, um glücklich zu sein, da bin ich mir äußerst sicher. Sie haben sich gegenseitig und hin und wieder entdecken sie mich als beweglichen Spielplatz. Das freut mich - das muss aber nicht sein. Als ich mich für Wellis entschieden habe, war mir von Anfang an klar, dass es Fluchtiere sind und es keine Zahmheitsgarantie gibt. Hätte ich damit nicht leben können, wären das keine Tiere für mich.

    Meinetwegen kann jeder auf das Vertrauen seiner Tiere hoffen und daran arbeiten, solange er sie weitestgehend artgerecht hält - damit habe ich kein Problem. Ein Problem habe ich aber damit, dass es immer noch viel zu viele Leute gibt, die quasi über Leichen (bzw. Vogelseelen) gehen, damit ihre Vögel so werden, wie sie die gerne hätten. Seit es durch Futterentzug, Einzelhaltung oder Handaufzucht.
     
  18. Moni

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    Ich persönlich glaube ja, dass in die Tiere viel zu viel menschliches hineininterpretiert wird. "Glücklich" - woher wollen wir wissen, ob ein Vogel überhaupt sowas empfindet, und wenn ja, in welchem Moment? Ein Vogel der handzahm, also auf Menschen geprägt ist, hat ja von vornherein schon mal Verhaltensweisen abgelegt, die ihn als Vogel ausmachen - macht ihn das "glücklich"? Und ich denke auch, dass ein Vogel nicht so ein Langzeitgedächtnis besitzt dass er es einem "übelnimmt", wenn man ihn mal einfängt etc. - sonst wäre ein zahmer Vogel nach dem ersten Tierarztbesuch auch nicht mehr zahm.
     
Thema:

Wellensitiche zahm machen

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