Wichtig! Krämpfe bei Agas????

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  1. Davo

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    Hallo zusammen,

    nach mehreren, anfänglich erfolgreichen Tierarztbesuchen, machen uns unsere beiden Süssen wieder arge Probleme.
    Nachdem Sie fast ein Jahr ohne Krämpfe war, fing Er vor ein paar Monaten an zu krampfen.
    Es äussert sich meistens mit ganz ruhigem und abwesendem am Gitter hängen,Flügel abspreitzen, leisem tschilpen und benommen auf dem Boden rumlaufen. (bei Ihm! )

    Und bei Ihr fangen die Krämpfe auch wieder hin und wieder an....

    Die Tierärztin ist auch schon ratlos und vermutet, das es äussere Einflüsse sein könnten.
    Die 2 wurden schon wegen Nieren und Leberproblemen behandelt (mit Erfolg!) und anfangs wurden die Anfälle auch weniger, aber im Moment nehmen sie wieder zu.
    Hat jemand ähnliche Beobachtungen oder Erfahrungen gemacht?

    LG Davo
     
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  3. spatzel

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    Hallo Davo,
    hatte man denn die Ursache der Leber und Nierenerkrankung festgestellt?

    Wenn der TA nun meint es könne an äusseren Einflüssen liegen, müsstest Du schauen was sie machen wenn sie Freiflug haben. Was knabbern sie an?

    Was fütterst Du? Welche Körner und welches Obst und Gemüse?
    Was bekommen sie aus der Natur in Deiner Umgebung?
    Aus welchem Material ist der Käfig?

    Lass eine Blutuntersuchung machen ob im Blut irgendwelche Metalle festzustellen sind wie Zink, Blei usw.

    Sind sie auf Megabakterien untersucht?

    LG
    Christine
     
  4. Davo

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    Also Freiflug haben die 2 bei uns leider nicht, dafür eine grosse Voliere.
    Futter bestellen wir extra bei Riccos Futterkiste, damit keine Nüsse und Sonnenblumenkerne drin sind.
    Bekommen täglich frisches Obst und Salat.
    Niere und Lebr waren etwas vergrössert, Diagnose durch Röntgen!

    Wegen der Blutuntersuchung meinte unsere TÄ, das sie es nicht gerne bei so kleinen Vögeln macht, da sie sonst zu geschwächt wären. Ob das so ist....keine Ahnung.

    Sind wirklich verzweifelt, weil nichts genaues festzustellen ist.
    Ach ja, bei einer Kotprobe war Blut enthalten, was auf eine Niernerkrankung deutete.

    Lg
     
  5. Davo

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    Achso, an Obst bekommen sie Äpfel, Birne, Kiwi und halt was nicht schädlich für sie ist.

    Das verwunderliche ist ja,das sie erst krampfte, dann fast ein Jahr nicht mehr und er auf einmal anfing damit.
    Und neuerdings geht es bei ihr auch wieder vereinzelt los damit.

    Hab so langsam die Vermutung, das es eine Nervensache sein könnte.

    Lg
     
  6. spatzel

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    Nach dieser Aussage Deiner TÄ kommt mir der verdacht, das sie nicht Vogelkundig ist und auch nicht spezialisiert auf Papageien.

    Sind sie auf Würmer oder andere Innenparasiten untersucht?

    Ich kann Dir nur raten sie von einem Spezialisten untersuchen zu lassen.

    LG
    Christine
     
  7. Davo

    Davo Mitglied

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    Ist laut Internet Vogelkundig!
    Denn alle Tierärzte bei uns in der Nähe lehnen Behandlung von Agas ab!
    Müssen extra ne halbe Stunde fahren zur Tierklinik.

    Haben bisher auch eigentlich gute Erfahrungen mit der TÄ.
     
  8. spatzel

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    kannst Du mir per PN mal ihren Namen schicken?
     
  9. Davo

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    Hab ich dir geschickt!

    Lg Davo
     
  10. spatzel

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    Also unter unseren Ärzteadressen gibt es 8 positive Bewertungen von 9.
    Kann also nicht schlecht sein denke ich mal, Deine TÄ.

    Aber den Kot, das Blut und einen Rachenabstrich könnte sie vielleicht doch mal untersuchen, wenn sie es noch nicht gemacht hat.


    LG
    Christine
     
  11. Davo

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    Kot hat sie ja untersucht!
    Und die Kleine wurde ja auch schon gröntgt.

    Ist irgendwie sehr seltsam mit den 2 Süssen, da es immer von jetzt auf gleich kommt, dann wochenlang nichts ist und es wieder anfängt.

    Will die 2 ja nicht alle paar Wochen fangen und zum TA fahren, ist ja nur Stress für die beiden.

    Muss eh die Tage nochmal Kotprobe hinbringen zum untersuchen, werd dann nochmal nachfragen, was man denn noch tun könnte.

    Lg
     
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  13. spatzel

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    Hallo Davo,
    ich habe das hier gefunden und dabei an Deine Racker gedacht.


    Schwermetallvergiftungen
    Wie häufig kommt es zu Vergiftungen durch Schwermetalle?
    Vergiftungen mit Schwermetallen kommen bei Papageien und Sittichen regelmäßig vor. In unserer Praxis
    sehen wir fast wöchentlich Vergiftungsfälle. Dabei handelt es sich in der Regel um Vögel, die in der
    Wohnung umherfliegen und Wohnungsgegenstände unbeaufsichtigt beknabbern können. Je größer der
    Nagetrieb eines Vogels ist, desto eher beknabbern sie auch metallische Gegenstände. Man sollte
    annehmen, dass Metall nicht gut schmeckt und Vögel, die schon ungern Obst oder Gemüse fressen schon
    gar kein Metall schlucken. Das stimmt jedoch nicht. Sobald ein Vogel etwas benagt muss auch mit einem
    Abschlucken der benagten Gegenstände gerechnet werden.
    Da Kakadus viel benagen sehen wir sie häufiger in der Patientengruppe, die mit
    Vergiftungserscheinungen in unsere Praxis kommen. Ebenso Wellensittiche und Graupapageien finden
    sich unter den Tieren, die sich mit Zink oder Blei vergiftete haben, auch wenn diese Vögel kein so
    ausgeprägtes Nagebedürfnis haben wie Kakadus und Aras. Unter den vergifteten Tieren finden sich
    häufiger Jungtiere unter 3 Jahren. Man geht davon aus, dass Jungtiere in ihrer Neugier und ihrem
    Erkundungstrieb weniger zielgerichtet auf bekannte Futtermittel sind sondern sich in ihrer Jugendphase
    Neues erschließen wollen.
    Welche Giftquellen findet man im Haushalt?
    In der Regel handelt es sich um Vergiftungen durch Blei- und Zinkhaltigen Partikel. Gefahren lauern bei
    der oralen Aufnahme von Metall von Tiffanylampen, Lötstellen von Elektroartikel, Lametta,
    Gardinenbänder, Batterien, Angelblei, Zinkhaltige Salben und vielem mehr. Auch schlecht verzinkte
    Volieren bei denen sich so genannte „Zinknasen“ gebildet haben können problematisch sein. Eine
    relevante Bleiaufnahme über Futterpflanzen, die nahe einer viel befahrenen Strasse wachsen ist
    ausgeschlossen. Die Giftaufnahme ist dabei so gering, dass es nicht zu akuten Vergiftungen kommt,
    zumal dem Autokraftstoff in Deutschland schon lange kein Blei mehr zugesetzt wird. Auch
    Futterpflanzen, die auf schlechtem Bodengrund wachsen sind von untergeordneter Bedeutung.
    Wie sehen die Anzeichen einer Vergiftung aus?
    Leider gibt es kein sicheres Symptom einer Vergiftung. Häufig sind die Patienten aufgeplustert, etwas
    ruhiger, im weiteren Verlauf sogar apathisch und der Appetit nimmt ab. Das sind jedoch Anzeichen von
    fast allen Erkrankungen, also nicht speziell auf eine bestimmte Vergiftung hinweisend. Daher ist die
    Diagnose nicht einfach zu stellen, weil man selten auf den ersten Blick eine Vergiftung vermutet. Haben
    die Besitzer bemerkt, dass irgendetwas an der Wohnung angeknabbert wurde, so ist das unbedingt dem
    behandelten Tierarzt mitzuteilen.
    Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu Zittern, Krampfanfällen, Koordinationsstörungen und sogar
    blutigem Kot. Ohne Behandlung sterben die Patienten fast immer.
    Die Untersuchung beim Tierarzt
    Der Tierarzt sieht im Röntgenbild typische Metallpartikel im Muskelmagen, die sich von den üblichen
    Gritsteinchen deutlich unterscheiden. Der exakte Nachweis des Zink- und Bleigehaltes im Blut ist schwierig, weil
    dafür relativ viel Blut benötigt wird und nur bei Tieren durchgeführt wird, denen eine größere Blutentnahme
    zugemutete werden kann. Handelt es sich um geschwächte Patienten hat der Tierarzt oft keine Wahl und muss eine
    Vergiftungstherapie nach einer so genannten Verdachtsdiagnose einleiten, da ein sicher Nachweis im Moment nicht
    durchführbar ist.
    Wie kann man Schwermetallvergiftungen behandeln?
    Die Behandlung ist schwierig und leider nicht immer erfolgreich. Je schneller der Tierarzt die Diagnose stellen
    kann und die Behandlung beginnt, desto größer sind die Überlebenschancen. Berichtet der Tierbesitzer, dass der
    Papagei bereits seit zwei bis drei Tagen verändert erscheint, sehen die Erfolgsaussichten leider nicht mehr sehr gut
    aus. In solchen Fällen können Organschäden weit fortgeschritten und der Behandlungsversuch erfolglos sein. In der
    Regel wird geraten die Patienten stationär aufzunehmen und mit Infusionen zu versorgen während man eine
    entgiftende Therapie durchführt. Gleichzeitig wird die Magen-Darm-Passage beschleunigt um die
    Schwermetallpartikel schnellstmöglich aus dem Körper auszuscheiden. Da Schwermetalle unter anderem Leber,
    Nieren, Schleimhäute und das zentralnervöse System (Gehirn) belasten, können massive Störungen des
    Allgemeinbefindens auch zeitversetzt eintreten. Dann wird der Papagei oder Sittich trotz Therapieversuch
    zunehmend apathischer.
    Zusammenfassung
    Achten Sie auf Metallgegenstände, die Zink oder Blei enthalten könnten. Diese sollten außer Reichweite des
    Vogels sein. Sollte sich Ihr Papagei oder Sittich dennoch daran zu schaffen machen oder finden sie eventuell sogar
    Metallpartikel auf dem Boden, so warten sie nicht, bis Symptome auftreten, da dann ein Behandlungserfolg sehr
    unsicher ist. Eine Anmerkung zu Schluss: Aluminium, Silber, Gold oder Edelstahl sind nicht giftig. Die Minen von
    Bleistiften bestehen aus Carbon und nicht mehr aus Blei, wie es früher einmal üblich war.
    Dr. Gerd Britsch
    Dr. Marcellus Bürkle

    LG
    Christine
     
  14. Davo

    Davo Mitglied

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    daran hatte ich auch schon gedacht, aber die anfälle bzw. krämpfe treten ja nur hin und wieder auf.
    ansonsten sind beide ja sehr fit und munter und verhalten sich völlig normal.

    und stationär waren sie auch schon in behandlung für eine woche und in der zeit haben sie auch kein auffälliges verhalten gezeigt.

    ist schon sehr merkwürdig das ganze.

    lg
     
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