Wie gewöhne ich Pfaue aus Volierenhaltung an den Freigang?

Diskutiere Wie gewöhne ich Pfaue aus Volierenhaltung an den Freigang? im Geflügel allgemein Forum im Bereich Hühner- und Entenvögel; Liebe Vogelfreunde, Ich habe ein Problem und hoffe hier fachkundige Hilfe zu finden. Für unseren drei Hektar grossen Park habe ich mir fünf Pfau...

  1. #1 LonelySwan, 13.12.2017
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    Liebe Vogelfreunde,

    Ich habe ein Problem und hoffe hier fachkundige Hilfe zu finden.

    Für unseren drei Hektar grossen Park habe ich mir fünf Pfau Hähne bei einem Züchter gekauft die bislang leider nur in der Voliere gehalten wurden. Die Tiere sind zwischen drei und acht Jahre alt.
    Ich habe die Pfau nunmehr drei Monate in einer grosse Voliere mit Aussicht auf den Park "aufgestellt". Dazu habe ich sechs Hühner und einen Hahn mit in der Voliere.
    Vor zwei Tagen, nach über drei Monaten Eingewöhnungszeit habe ich Mittags die Voliere geöffnet um die Tiere kurz herauszulassen. Die Hühner sind nicht rausgegangen. Die Pfau hingegen sind sofort aufgeflogen und über den Zaun in den angrenzenden Wald geflogen. Ich habe die Tiere dann gesucht und es ist mir gelungen Sie zurück auf das Grundstück zu treiben, jedoch nicht in die Voliere. Da es bereits dunkel geworden war ging ich in der Annahme die Pfaue würden nun nicht mehr weglaufen und bestenfalls in die Voliere zurück kehren. Am nächsten Morgen waren sie alle weg. Wieder habe ich gesucht und sie verteilt in einer Entfernung bis zu 3000 Meter ausserhalb des Grundstücks gefunden. Die Tiere waren sichtlich verängstigt und einen Pfau könnte ich leider nur Tod Bergen, er ist vermutlich einem Fuchs zum Opfer gefallen. Die vier anderen könnte ich greifen und in die Voliere zurück tragen.

    Es war der Horror und ich weiss mir keinen Rat. Wir wohnen so schön und ich wollte den Pfauen zumindest Tagsüber Freigang im Park gewähren. Ich möcht sie nicht für immer in der Voliere lassen. Wie kann ich die Tiere daran gewöhnen??? Wer kann mir helfen??? Ich bin für alles offen und hoffe Ihr wisst Rat.

    Vielen Dank!
     
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  3. #2 Karin G., 14.12.2017
    Karin G.

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    hallo LonelySwan

    herzlich willkommen bei den Vogelforen :zustimm:

    Leider hat sich noch keiner zu deinem Problem geäussert. Traurig, dass ein Pfau nicht mehr lebt.
    Einige Ratschläge zur Pfauenhaltung findest hier.

    ---------------------------------------------------------

    Pfauenthemen werden bei uns unter "Geflügel allgemein" geführt. Daher verschiebe ich dein Thema vom "Allgemeinen" dorthin.
     
  4. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Bin ja kein Pfauenhalter, aber ich würde denen erstmal einen Schafzaun spannen und die Vögel so weit beschneiden, dass sie flugunfähig werden. Irgendwann kann man den Zaun wegnehmen und das Wiedererlangen der Flugfähigkeit dauert lange genug, dass sie bis dahin ausreichende Ortsbindung haben,
    Die bauen sie aber natürlich nur auf, wenn das ein aus Pfauensicht toller Lebensraum bei Dir ist!
     
  5. #4 toxamus, 14.12.2017
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    Die Eingewöhnung von Pfauen ist schwierig, zumal wenn es sich um Volierenvögel handelt
    Die haben im freien Gelände kaum Orientierung. Deshalb war der Plan, sie in einer Voliere mit Sicht auf ihr neues zuhause zu halten gar nicht so verkehrt.
    Auch die Gesellschaft von Hühnern (mit denen sie gerne in der Gruppe bleiben) ist normalerweise sehr vorteilhaft.

    Du schreibst leider nicht, wie die geschlechtsspezifische Aufteilung bei den Pfauen war, wieviel männliche, wieviel weibliche Tiere?

    Und Ingo, tut mir leid, die Flugfedern zu stutzen halte ich für keine gute Idee. Ein Geflügel- oder Schafzaun ist für einen Fuchs oder wildernden Hund kein Problem. Aber seine Flugfähigkeit ist der einzige Schutz, den der Pfau gegenüber seinen Feinden hat. Das geht nicht lange gut, schon gar nicht nachts.

    Also, für eine geplante Freilassung die Tiere aus freier Haltung beziehen und Paare oder Gruppen sorgfältig zusammenstellen.

    Mehrere Hähne im gleichen oder ähnlichen Alter ist auch nicht gut, funktioniert auch auf Dauer nicht, es sei denn das Gelände ist extrem gross.

    Volierenpfaue ohne Gewöhnung an einen festen Stall für die Nacht zu halten ist ebenfalls sehr problematisch. Die baumen zwar nachts meist auch auf, haben aber nicht die nötige Erfahrung mit nächtlichen Störungen umzugehen und landen dann meist auf dem Boden, anstatt höher zu fliegen.

    Grüsse,
    tox
     
  6. #5 toxamus, 14.12.2017
    toxamus

    toxamus Foren-Uhu

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    Was ich noch vergessen habe - auch das Alter ist problematisch.

    Ein Jahr sollten die Jungen bei der Henne bleiben, natürlich bei Freilandhaltung. Die Jahre 2 und 3 sind dann zum Ortswechsel geeignet, danach wirds immer schwieriger.
     
  7. Qwert

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    Abend.
    Tox, versteh mich bitte nicht falsch, im Text wurde beschrieben das es 4 hähne zwischen 3-8jahre sind und insgesamt 3ha Platz haben.

    Mir wurde immer wieder empfohlen Enten und hühnerartige für die eingewöhnung zu beschneiden (Flügel stutzen) dafür am Anfang immer in der nähe zu sein wenn die Tiere Auslauf haben. Ich denke dazu gibt es verschieene Meinungen.
     
  8. #7 sittichmac, 14.12.2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.12.2017
    sittichmac

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    hi,
    ich will dir ja nicht den spass an den vögel vererben aber das wird so nichts.
    pfauen bleiben wenn überhaupt nur in der gruppe standorttreu. einzelne hähne werden sich immer auf die wanderschaft begeben. da helfen auch keine hühner.
    selbst wenn du eine standorttreue truppe haben solltest sind 3 hektar nicht ausreichend. da bist du nur am vögel suchen. pfauen bäumen nachts auf und dabei schlafen sie in baumreihen oder kleinen wäldchen in 10-15m höhe. wärend des tages überbrücken sie zur futtersuche schon mal einige kilometer.

    die früheren zoos und parkbetreiber haben die pfauen kupiert damit sie auch da bleiben. ist ähnlich wie mit den freisitzenden papageien. von alleine bleiben auch die nicht dort.

    (kopiert auf kupiert geändert)
     
  9. #8 toxamus, 14.12.2017
    toxamus

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    Bestimmt versteh ich Dich nicht falsch, ich hab das Erstposting falsch gelesen sorry.
    Aber auch bei Dir hats nicht ganz geklappt, da steht "5 Hähne" und nicht 4.
    :-)

    OK, wenn es alles Hähne sind ist ohnehin keine Chance, dass das gut geht. Entweder kommt es ab dem dritten Jahr zu Kämpfen, oder die Hähne wandern aus.

    Für den Anfang empfehle ich einen 3-jährigen Hahn und 2 2-jährige Hennen. Aus freier Haltung.

    @sittichmac:

    Stimmt nicht. Unseren letzten Hahn hatten wir lange nur mit Hühnern zusammen.

    Kopieren ist schwierig, kupieren hilft in Notsituationen ;-)
    Das Kupieren ist sehr problematisch, aus Gründen die ich schon beschrieben habe. Früher hat man vieles gemacht, heute ist man schlauer. Und auch ein kupierter Vogel hat mit einem Geflügelzaun kein Problem, die springen aus dem Stand locker 2m hoch.

    An einen Standort gewöhnte Pfaue bleiben standorttreu, auch wenn sie nachts auf Bäumen schlafen.
    Ein Teil meiner Truppe hat im Stall geschlafen, vorwiegend die weiblichen Tiere, die Kerle waren im Sommer immer draussen auf den Bäumen. Die wussten auch ganz genau, wann sie im Herbst wieder im Stall übernachten wollten und im Frühjahr wieder draussen.

    Und noch eine Anmerkung zum Threadstarter:
    5 Hähne unterschiedlichen Alters (aber alle schon geschlechtsreif) und dann noch aus der Voliere, das kann nicht gut gehen. Selbst wenn die nicht desorientiert wären, würden die zu allererst mal auf Frauensuche gehen.
     
    Qwert gefällt das.
  10. #9 Karin G., 15.12.2017
    Karin G.

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    habe das irrtümliche "kopieren" auf "kupieren" geändert :zwinker:
     
  11. papugi

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    Wie ware es mit perlhuhner um die pradatoren weg zu halten...
    eine frau die diese halt sagte mir das wenn man mehrere hat, diese einen waschbar oder sogar fuchs in schach halten und verjagen konnen...auch raubvogel haben angst von den perlis.
    Sie sind sehr beobachtungsvoll und beim einem eindringling, befor er sogar bewusst wird, wird er von der gruppe sofort umkreist...sehr agressiv...territorial..Die geben dem eindringling so zu denken, das er es nicht wagt wiede zu kommen.
    Sie verlassen nie das grundstuck gehen aber brav in den stall schlafen...machen freundschaft mit anderen tieren oder vogeln aber nicht mit menschen...
    Das gute dabei ist auch, sie fressen sehr gerne zecken...
    Nur fur die zecken wurde ich die halten...:D
    LG
    Celine
     
  12. #11 toxamus, 17.12.2017
    toxamus

    toxamus Foren-Uhu

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    Ich kenn ja Euere Perlhühner inn Kanada nicht, die europäischen verhalten sich anders. Die einzige Vogelart, die ich hier nie ortsfest bekommen habe.
    Prädatoren werden durch deren Wachsamkeit und Geschrei gemeldet, eine Chance gegen den Fuchs haben sie nicht. Und aufpassen und schreien können die Pfaue selbst, wehren können sie sich (in Grenzen) auch, zumindest besser als Perlis. Am Tag. Nachts nützt ihnen das gar nichts. Da werden sie einfach gefressen wenn sie nicht aufbaumen.
    Und Greifvögel sind eher ein Problem für die Perlis, aufgrund der Grösse traut sich ein Greifvogel selten an Pfaue.

    Ich verstehe auch nicht, zu was solche Vorschläge, die man nicht aus eigener Erfahrung kennt, gut sein sollen.

    Aber ihr könnt es ja gerne probieren - ich versuch dann mal einen Graupi einzeln zu halten, was die ganzen erfahrenen Papageienhalter erzählen glaub ich ja auch nicht, ohne es selbst zu versuchen. Jugend forscht!
     
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  14. papugi

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    Ich verstehe auch nicht, zu was solche Vorschläge, die man nicht aus eigener Erfahrung kennt, gut sein sollen.
    Klar, versteht du nicht alles, normal, du hast ja erfahrung in allem.
    Celine
     
  15. #13 toxamus, 18.12.2017
    toxamus

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    Nein, aber über 20 Jahre lang Pfaue gehalten.

    Wenn es um Papas geht, akzeptierst Du ja auch keine Ratschläge von Leuten, die nie welche hatten.

    Aber egal, ich sag dann einfach mal nix mehr, die Theoretiker hier haben ja so viele tolle Ideen, die kann man ja alle mal ausprobieren.
     
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