Woran erkenne ich seriöse Züchter?

Diskutiere Woran erkenne ich seriöse Züchter? im Langflügelpapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo zusammen, ich habe vor, mir nächstes Jahr ein Pärchen Meyerspapageien oder Mohrenkopfpapageien anzuschaffen. Jetzt habe ich noch...

  1. Hexe1

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    Hallo zusammen,

    ich habe vor, mir nächstes Jahr ein Pärchen Meyerspapageien oder Mohrenkopfpapageien anzuschaffen.
    Jetzt habe ich noch einige Fragen:

    gibt es große Unterschiede zwischen Mopas und Meyers?
    Von der Größe, Gewicht, Lautstärke und Charakter her sind beide relativ ähnlich oder?

    woran erkennt man ob ein Züchter seriös ist? Leider habe ich diesbezüglich gar keine Erfahrungen.
    Welche Fragen sollte man stellen bzw. auf welche Antworten muss Wert gelegt werden?

    Müssen irgendwelche Papiere ausgestellt werden? Welche Untersuchungen oder Impfungen müssen bereits durchgeführt worden sein?

    Ich würde mir gerne direkt ein Paar anschaffen, welches auf Dauer zusammen bleiben kann, d.h. Henne und Hahn, die nicht Blutsverwandt sind. Außerdem lege ich wert darauf, dass ich sehr junge Vögel bekomme. Ab der wievielten Woche bzw. welchem Monat werden die Tiere in der Regel abgegeben?

    Kennt ihr vielleicht sogar gute Züchter für Mopas und/oder Meyers bis ca. 150 KM Entfernung um Köln/Bonn/Euskirchen?

    Wie lange vorher muss man bei einem Züchter „anmelden“ dass man gerne Jungtiere erwerben möchte?

    Ich habe jetzt schon einiges über NB und HZ gelesen, welche Art der Züchtung wird denn in der Regel angewendet? Ist es sehr tragisch wenn man sich ein Paar zulegt, dass mit der Hand aufgezogen wurde? Ich denke, dass wenn man direkt ein Paar holt, welches zusammen groß wird, sollte dies nicht so tragisch sein, oder was meinen die Experten dazu? Ich selbst habe, wie bereits erwähnt, noch keine Erfahrungen diesbezüglich.

    Vielen Dank schon mal vorab.;)


    Liebe Grüße
     
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  3. Tierfreak

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    Ja, Meyers und Mopas ähneln sich in diesen Punkten wirklich ziemlich. Mopas sind vielleicht noch etwas durchsetzungsstärker, hängt aber auch etwas vom Charakter der einzelnen Tiere ab.

    Im Gespräch sollte er erst mal auch für Paarhaltung plädieren, er sollte gern über die Ansprüche der Art Auskunft geben und beraten.
    Man sollte sich auch die Volieren anschauen, was die Sauberkeit, Größe usw. angeht. Ein guter Züchter ist auch gern bereit auch nach dem Verkauf noch beratend zur Seite zu stehen.
    Ein guter Züchter gibt niemals noch nicht futterfeste Tiere ab !!

    Die Tiere müssen ordnungsgemäß beringt sein (in der Regel mit geschlossenen Ringen) und er muss einen dazugehörigen Herkunftsnachweis ausstellen, damit man bei der Anmeldung beim Amt die legale Herkunft nachweisen kann, da Haltung von Papageien in Deutschland meldepflichtig ist.

    Wichtig ist auch, dass das Geschlecht der Tiere per DNA-Test oder Endoskopie bestimmt wurde, damit man auch wirklich Hahn und Henne erwirbt, da bei gleichgeschlechtlicher Haltung sich später leicht Probleme entwickeln können, vor allem wenn die Tiere geschlechtsreif werden. Auf Vermutungen des Züchters bezüglich des Geschlechts sollte man sich besser nicht verlassen, da leider oft auch daneben getippt wird.
    Empfehlenswert ist es auch, wenn die Tiere auf PBFD und Polyoma getestet wurden, damit man diese schlimmen und unheilbaren Krankheiten schon mal ausschließen kann.

    Normal mit frühestens 3 Monaten.

    Das ist unterscheidlich, jenachdem, ob der Züchter gerade Küken erwartet oder schon welche im Kasten sitzen hat. Ich habe unseren ersten Mopa damals auch schon vorbestellt, zu diesem Zeitpunkt lagen gerade frisch die ersten 2 Eier des Geleges.

    Mittlerweile sind viele Züchter leider zu Hand/Teilhandaufzucht übergegangen, sodass es immer schwieriger wird, gut sozialisierte Naturbruten zu bekommen. Generell abraten würde ich von Handaufzuchten ab Ei.
    Teilhandaufzuchten, die zumindest die ersten Wochen im elterlichen Nest verbracht haben und im Geschwisterverband mit Artgenossen aufgezogen wurden können, wären da schon eher empfehlenswert und wenn sie direkt weiter mit einem Artgenossen bei zukünftigen Halter leben dürfen und die Haltungsbedingungen soweit ebenfalls stimmig sind, sind normal auch keine größeren Probleme bei dieser Aufzuchtsform zu erwarten.
    Sehr gut ist auch die Kombi Naturbrut (NB) und Teilhandaufzucht (Tei-HZ), da so beide Tiere von einander profitieren können. Die Teil-HZ würde von der NB noch Nachhilfe in Sachen wichtiges Sozialverhalten bekommen und die NB kann sich von der Teil-HZ abschauen, dass man vor dem Mensch keine Angst zu haben braucht, was die Zähmung meist um einiges vereinfacht.

    Wenn du sonst noch Fragen hast, einfach her damit :zwinker:.

    Über eine geeignete Voliere, auch von der Größe her, hast du dir sicher auch schon Gedanken gemacht, oder ?
     
  4. Hexe1

    Hexe1 Mitglied

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    Vielen Dank für deine Antwort, war sehr hilfreich.

    Natürlich habe ich mir auch schon Gedanken bezüglich einer Voliere gemacht. Denke es wird wohl eine von Montana werden die mindestens 1,70 hoch 1,50 breit und 1,00 tief sein soll. Natürlich werden die beiden auch täglich ihren Freiflug bekommen.
    Ich denke es ist eher unwahrscheinlich, dass ich von einem Züchter zwei ca. gleichaltrige Vögel bekomme, die nicht miteinander verwandt sind, oder? Wenn man keinen Wert darauf legt Nachwuchs zu bekommen, ist es kein Problem Geschwistertiere zu nehmen?
    Die alternative einen per HZ und einen per NB zu erwerben gefällt mir sehr gut.
    Wie sieht es denn dann mit dem Vergesellschaften aus? Wenn wir Vögel von verschiedenen Züchtern bekommen, ist es dann sicher, dass die beiden sich auch verstehen? Ich weiß, dass es bei älteren Papas zu Problemen führen kann, wie sieht es bei Jungtieren aus?
    Darf man Jungtiere direkt in der gleichen Voliere unterbringen oder ist das genau wie bei den „großen“ die erstmal in zwei verschiedenen Volieren leben um sich kennenzulernen?

    Vielen lieben Dank,


    Liebe Grüße
     
  5. Tierfreak

    Tierfreak Foren-Guru

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    Vielleicht hast du Glück und findest auch einen Züchter, der mehrere Zuchtpaare hat und dir ein blutsfremdes Paar zusammenstellen kann. Ansonsten würde ich lieber von zwei verschiedenen Züchtern blutsfremde Tiere erwerben, da es unter Geschwistern nach Eintreten der Geschlechtsreife auch schon mal vorkommt, dass sie sich plötzlich nicht mehr verstehen. Man vermutet , dass dies evtl. ein instiktiver Schutz vor Inzucht sein könnte.

    Bei blutsfremden Tieren bist für alle Eventualitäten gerüstet. Mann weiß ja nie, was die Zukunft wirklich bringt. Vielleicht entschließt man sich doch später wieder Erwarten zu Nachzucht, wo man mit blutsfremden Tieren immer auf der sicheren Seite ist :zwinker:.

    Bei ganz jungen Tieren ist die Vergesellschaftung eigentlich noch recht einfach, da sich das Revier und Machtgehabe erst später richtig ausprägt.
    Wenn beide Tiere ziemlich gleichzeitig einziehen, ist es bei ganz jungen Tieren daher meist auch kein Problem, wenn man sie sofort zusammen setzt, da so keiner der beiden schon einen Heimvorteil für sich erringen konnte.
     
  6. Hexe1

    Hexe1 Mitglied

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    Vielen Lieben Dank.


    Hach wärs doch schon so weit, kanns garnicht erwarten.
     
  7. Tierfreak

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    Nix zu danken, dafür sind wir doch alle hier :zwinker:.

    Vielleicht kommst du ja doch noch schneller zu deinem Paar, wie du jetzt noch denkst, wer weiß...ansonsten Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude :).

    Die Zwischenzeit kann man ja auch gut nutzen um weitere Infos usw. aufzusaugen und um evtl. schon mal Vorbereitungen zu treffen, so kommt einen die Wartephase vielleicht nicht ganz so lang vor :trost:.
     
  8. Hexe1

    Hexe1 Mitglied

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    Ja das stimmt - Vorfreude ist die schönste Freude.

    Ich lese hier schon viel um gut vorbereitet zu sein wenn es los geht,
    schließlich sollen die beiden bei uns ein perfektes Zuhause haben!


    Schönes Wochenende!
     
  9. Tierfreak

    Tierfreak Foren-Guru

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    Find ich super, wäre schön, wenn alle so vorgehen würden :prima:.

    Wünsch ich dir auch :zwinker:.
     
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  11. rettschneck

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    huhu,
    schön das du dich vorher schon so informierst.
    Darf ich dennoch die frage stellen warum du nicht auch nach abgabe Tieren suchst?

    Die gibts auch eigentlich oft genug und sind meistens auch im besten alter.
    Auch bei den Abgabetieren sind viiiiieeeeeele HZ dabei, teilweise sind auch paare im Netzt zu finden.

    Ansonsten wünsch ich dir schonmal viel spaß mit deiner Vorfreude und drücke dir die daumen das du bald deine beiden ,,schätzchen" findest.

    lg rett
     
  12. Hexe1

    Hexe1 Mitglied

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    Hallo Rettschneck,

    also wir hätten lieber gerne ein ganz junges Pärchen direkt vom Züchter, da wir 1. noch keine Erfahrungen mit Papas haben, gerade Abgabetiere sind glaube ich, oft "Problemfälle" die abgegeben werden, weil der Halter nicht mit den Tieren zurecht gekommen ist. Ich denke einfach, Abgabetiere zu nehmen ist etwas für Halter mit vorhandener Erfahrung.
    und 2. möchten wir gerne Jungtiere um sie von Anfang an an uns zu gewöhnen damit wir die beiden auch wirklich zahm bekommen.

    Liebe Grüße
     
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