Zahl der Amseln geht zurück ?

Diskutiere Zahl der Amseln geht zurück ? im Vogelschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo ! In den letzten Jahren beobachte ich einen steten Rückgang der Amseln. In früheren Jahren konnte ich bei der Winterfütterung bis zu 10...

  1. Andrea

    Andrea Foren-Guru

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    Hallo !

    In den letzten Jahren beobachte ich einen steten Rückgang der Amseln. In früheren Jahren konnte ich bei der Winterfütterung bis zu 10 Amseln gleichzeitig in unserem Garten beobachten , heute sind es vielleicht mal gerade 1-2. Dafür hat sich meines Erachtens die Zahl der Wacholderdrosseln stark erhöht.
    Was sind Eure Beobachtungen ?
    Viele Grüße
    Andrea
     
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  3. soay

    soay 28.11.2000 - 08.06.2015

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    Hallo Andrea

    Das könnte ich bei uns nicht sagen. Die Amselpopulation ist bei uns in den letzten Jahren ziemlich gleichbleibend.

    Gruß
     
  4. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Anke!

    Kann ich hier (Schleswig-Holstein, Ostküste) auch nicht bestätigen: die Zahl der Amseln scheint konstant, Wacholderdrosseln sind bei uns seit je seltene Wintergäste aus Skandnavien gewesen.
    BTW: Das bringt mich darauf, daß die Zahl der Spatzen wieder
    erfreulich zugenommen hat.:)

    Guten Rutsch!
     
  5. soay

    soay 28.11.2000 - 08.06.2015

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    Hallo Rüdiger

    Welche Spatzen? Haussperlinge? Die brauchen bei uns eigentlich nicht mehr zunehmen, die gibt es seit Jahren in "riesigen" Mengen. War das bei euch anders?

    Gruß
     
  6. raptor49

    raptor49 Foren-Dinosaurier

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    Hi Alle,
    bei mir in Fürstenfeldbruck ist der Bestand der Amseln leicht zurückgegangen, aber dafür ist der Bestand der Elstern stark gestiegen.
    Wacholderdrosseln habe ich bei uns noch nie gesehen.

    cu
    Tom
     
  7. Toby

    Toby Foren-Guru

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    Hallo !!!

    Einen Rückgang der Amseln kann ich bei uns (Weyhe/NS) nicht beklagen !!!
    Allerdings werden die Wacholderdrosseln von Winter zu Winter immer mehr ! Im letzten Jahr hat bei meinem Vater in Bremen sogar ein Paar gebrütet ! Normalerweise sagt man ja das sie in lockeren Kolonien brüten, dass konnte ich nicht feststellen.
     
  8. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Haussperlinge

    Moin Soay!

    Ja, leider ist die Anzahl der Haussperlinge bei uns in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen. Das ist aber ein allgemein beobachtetes Phänomen (s. a.Wildvogelforum, Rückgang der Haussperlinge). In den letzten zwei Jahren hat sich jedoch der Bestand bei uns weitgehend normalisiert und ist wieder auf dem alten Stand.
    Ich persönlich führte diese Entwicklung bei uns vor allem auf die Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen im Zuge der Energieeinsparung in unserer Reihenhaussiedlung zurück, durch die den Spatzen die Nistmöglichkeiten unter dem Dach genommen wurden.
    In ähnlicher Weise sind, nachdem bei uns fast alle Obstbäume erkrankt sind und gefällt werden mußten, auch nur noch sehr wenige Stare zu beobachten.
    Vor allem Spatzen und vielleicht auch Amseln und Stare als "Kulturfolger" machen aber sehr deutlich, das auch die Anpassung dieser Vogelarten an die von Menschen geschaffene Umwelt ihre Grenzen hat und man sich nie hinsichtlich ihres Bestandes in Sicherheit wiegen darf.
    Wenn ich dann noch bedenke, das vor zwanzig Jahren der damals DBV genannte Verband bei Nistkastenkontrollen die Spatzen getötet hat, weil es von denen so viele gab und sie den Nistraum für seltenere Arten wegnahmen...:(
    Nun, diese Praxis hat Gott sei Dank eine Ende!
     
  9. Anke

    Anke Guest

    Hallo Rüdiger,

    vielleicht sollte man auch überlegen, inwieweit die Bestände von Amsel, Sperling, usw. überhaupt zu- oder abnehmen, oder ob sich vielleicht auch die Lebensräume einfach verlagert haben, wie es z.B. bei den Rabenvögeln der Fall ist. Das häufigere Auftreten beispielweise von Elstern in Siedlungsgebieten täuscht bei der Bevölkerung eine Zunahme der Elsterbestände vor, jedoch sind deren Bestände in freier Flur deutlich zurückgegangen.

    Auch die Amsel war früher ein Waldbewohner und hat erst in letzter Zeit ihr Habitat auf Garten- und Parkanlagen verlagert oder ausgeweitet.

    Selbiges trifft auch für die Ringeltaube zu.

    Wäre also interessant, welche Beobachtungen Ihr nicht nur im eigenen Garten, sondern gleichzeitig auch in der näheren Umgebung, außerhalb der Wohngebiete macht.

    viele Grüße,

    Anke
     
  10. Andrea

    Andrea Foren-Guru

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    Hallo Anke !

    Vielleicht hast Du Recht mit Deiner Annahme, daß sich der Lebensraum verschiedener Vogelarten einfach verlagert hat.
    Da in den letzten Jahren die Winter nicht mehr so streng waren könnte es durchaus sein, daß sich die Amsel
    wieder häufiger in ihren ursprünglichen Lebensraum dem Wald zurückzieht.( Zumindest hier bei uns im Schwäbischen Wald)
    Hinzu kommt bei uns sicherlich auch noch, daß die Ansiedlung von Turmfalken den Aufenthalt in unmittelbarer Nähe menschlicher Siedlungen nicht so "attraktiv" macht.

    Viele Grüße
    Andrea
     
  11. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Das ist jetzt natürlich noch weniger repräsentativ als die Beobachtung im eigenen Garten: wenn jetzt aber unsere Waldspaziergänge in den letzten Wochen rakapituliere, dann
    ist mir da hinsichtlich keine Veränderung in der einen oder anderen Richtung aufgefallen - und Amseln sind ja um diese
    mit ihren Durchwühlen des Laubes recht auffällige Vögel.
    Wie sieht es eigentlich mit dem befürchteten Vogelsterben aufgrund der anfangs zu hohen Temperaturen aus?
    Hat da jemand eigene Beobachtungen gemacht?
    Ich kann nur sagen, das es bei uns wesentlich weniger
    Durchzügler und Wintergäste gab als die letzten Jahre - bspw. auch keine Wacholderdrosseln, keine Kernbeißer oder Kreuzschnäbel. Arten, die im Winter vermehrt in den Garten kommen wie Buchfinken und Dompfaffen, sind bislang noch seltener zu beobachten.
     
  12. Anke

    Anke Guest

    Hallo Rüdiger,

    zumindest von Wacholderdrosseln gab es in letzter Zeit viele gemeldete Sichtungen.

    Wenn Dich das Thema interessiert, schau mal im unter http://www.birdnet.de ,dort wird regelmäßig berichtet, welche Vogelarten wann wo gesichtet worden sind. Kürzlich sah sogar ein Beobachter einen Finkenschwarm von über 5000 Individuen über sein Haus fliegen, vermutlich Bergfinken.

    Diese Meldungen und Berichterstattungen sind sehr aufschlußreich und breitbandig und lassen eher irgendwelche Deutungen und Vermutungen zu als sich nur auf die eigenen, persönlich gemachten Beobachtungen im unmittelbaren Umfeld zu berufen.

    viele Grüße,

    Anke
     
  13. #12 lothar kotzan, 3. Januar 2001
    lothar kotzan

    lothar kotzan Guest

    hallo,

    geht die Zahl der Amseln wirklich zurück?
    Ich glaube, dass Anke recht hat, dass sich möglicherweise die Lebensräume verlagert haben und gehe noch weiter und behaupte, dass sich die Lebensräume erweitert haben. Da aber
    die Vögel nicht mehr geworden sind, haben sich diese nur auf die erweiterten Lebensräume ausgedehnt.

    Seit ca. 10 Jahren verändern sich die Gärten. Es ist noch nicht lange her, da haben sich Gartenbesitzer auf Knien durch ihren Rasen bewegt um auch noch das letzte "Un"kraut
    zu erwischen. Ich will nicht sagen, dass das heute nicht auch noch passiert. Es ist aber weniger geworden. Außerdem wurden mehr Sträucher gepflanzt. Eben alles, was die Amsel braucht.

    Gleichzeitig wurde der Haussperling weniger bzw. er hat sich dorthin zurückgezogen wo mehr offene Flächen sind, da er diese Art von Gärten eben nicht mag. Dazu kamen sicher, wie von Rüdiger erwähnt, die Renovierungsmaßnahmen in Bezug auf Energieeinsparung und ähnlicher Art.

    Im Gegenzug hat erfreulicherweise der Feldsperling wieder Einzug in diese Gärten gefunden und hat dort den Haussperling ersetzt.

    Jedenfalls war in unserer Gegend dies der Fall.

    MfG
     
  14. Anke

    Anke Guest

    Hallo Lothar,

    eine Habitatsverlagerung oder -erweiterung schließt aber einen Populationsrückgang nicht aus.

    Ich wollte in meinem letzten Posting nur darauf hinweisen, daß Beobachtungen an einem Ort allein keine Aussage über Rückgänge und Zunahmen bestimmter Vogelarten zulassen.

    Deswegen sind reichhaltige Informationen über Sichtungen der betroffenen Vogelart in einem großen Gebiet so wichtig.

    Beispielhaft war das Sperlingsprojekt der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), welche ihre Mitglieder gebeten hatte, Informationen über brütende Haussperlinge zu liefern. Gefragt wurde zudem, wie die Häuser und Nistgelegenheiten beschaffen waren, um den Zusammenhang zu Städtesanierungen und Baumaßnahmen zu durchleuchten.

    Es gingen über 10 000 Anrufe ein.
    Wen das interessiert, der kann den Bericht unter
    http://www.independent.co.uk/news/UK/Environment/2000-08/sparrow100800.shtml
    verfolgen.

    Ganz brandaktuell zu diesem Thema ist auch der folgende Bericht heute erschienen:

    http://www.independent.co.uk/news/UK/Environment/2001-01/sparrah030101.shtml

    viele Grüße,

    Anke

    [Geändert von Anke am 03-01-2001 um 12:36]
     
  15. #14 lothar kotzan, 3. Januar 2001
    lothar kotzan

    lothar kotzan Guest

    hallo Anke,
    Deinen Ausführungen stimme ich voll zu.

    Mfg
     
  16. ortolan

    ortolan Guest

    Hallo und eine schönen Tag zusammen!

    Also nun erst einmal zu Andrea und Ihrer ursprünglichen Frage. So weit ich zurückdenken kann, war der regionale Bestand der Amseln schon immer starken Schwankungen unterworfen, sie war jedoch nie selten oder gar "bedroht".

    Auf die zahlenmäßige Stärke einer Population anhand von Beobachtungen während der Winterfütterung schließen zu wollen, ist nicht aussagekräftig, da zu viele Faktoren die Beobachtung verwässern können.

    Allein die Anzahl der Futterstellen ist in keinem Jahr gleichbleibend und allein diese Tatsache verfälscht die jährlichen Beobachtungen schon beträchtlich, so daß sehr leicht ein falscher Eindruck entsteht.

    Wirklich aussagefähige Zahlen erhält man nur über die Beobachtung einer Population über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren hinweg und in 1. Linie über die Zählung der Brutpaare im Beobachtungsgebiet.

    Es läßt sich kein Zusammenhang herstellen, zwischen der rückläufigen Beobachtung von Amseln und dem vermehrten Auftreten der Wacholderdrosseln. Beide Vogelarten kommen im gleichen Biotop/Lebensraum vor, ohne sich gegenseitig die Brutgelegenheiten streitig zu machen. Während Amseln vornehmlich in Sträuchern, Halbhöhlen, Mauernischen bis zu fünf Metern über dem Erdboden brüten und freistehende Nester in Bäumen eher selten vorkommen, errichten Wacholderdrosseln ihre Nester an den Stamm gelehnt hoch oben in den Wipfeln der Laubbäume. Die im süddeutschen Raum bevorzugten Baumarten sind Platane, Weide und Pappel.

    Die ziemlich identische Nahrung kommt im Verbreitungsgebiet beider Drosseln so reichlich vor, daß hier kein Konkurrenzdruck entsteht.

    Die Zahl der Wacholderdrosseln erhöht sich tatsächlich von Jahr zu Jahr. Es handelt sich dabei um einen Zuzügler aus dem Osten, der im letzten Jahrhundert sein Verbreitungsgebiet langsam, aber stetig weiter nach Westen ausdehnte, nicht verlagerte.

    In den Isarauen zwischen Freising und München weiß ich die Wacholderdrossel seit über 16 Jahren als regelmäßigen Brutvogel (einschließlich der jeweiligen Stadtgebiete); in Pfaffenhofen/Ilm gar seit 38 Jahren. Im Erdinger Moos und entlang der Donau-Altwässer zwischen Regensburg und Ingolstadt gab's Wacholderdrossel-Brutpaare seit den frühen 60ern.

    Der Bau des Flughafens MUC II hat auch, aber nicht nur, der Wacholderdrosselpopulation im Moos einen herben Rückschlag verpaßt, dennoch war die Wacholderdrossel stets Brutvogel in diesem Gebiet.

    Die Amsel bzw. Schwarzdrossel ist ursprünglich ein Waldbewohner. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts dehnte sie ihren Lebensraum immer mehr in Dörfer und Städte aus und gehört seit über 50 Jahren zum regelmäßigen Brutvogel in allen deutschen Städten. Die Amsel ist also ein typischer Kulturfolger. Dabei hat sich eine Besonderheit herausgebildet, von der die Waldvogelpfleger schon anfangs der 60er berichteten. Ein gravierender Unterschied in Form und Art des Gesanges. Während die "Stadtamsel" ihr Lied laut und kräftig vorträgt, ist das Lied der "Waldamsel" gedämpfter, die leisen Töne sind häufiger und weicher; das Lied der Waldamsel im allgemeinen klangvoller und abwechslungsreicher.

    Verlagert hat sich der Lebensraum weder von Amsel noch von Wacholderdrossel, da Verlagern ja bedeuten würde, den ursprünglichen Lebensraum mehr und mehr zugunsten eines anderen Lebensraumes aufzugeben. Das ist weder bei der Amsel noch bei der Wacholderdrossel der Fall. Richtig ist: der Lebensraum beider Vogelarten wurde ausgedehnt; sie haben an Verbreitung hinzugewonnen. Daher kann auch nicht von einem Rückzug in den Lebensraum Wald gesprochen werden, denn dies würde bedeuten, daß die betreffende Vogelart den Wald als Lebensraum neu entdecken würde. Amseln hatten aber den Wald zu keiner Zeit als Lebensraum aufgegeben.

    Hier muß ich wohl Lothar widersprechen, der ebenfalls "verlagert" und "erweitert" falsch interpretiert, mit seinem Schluß der "Erweiterung" allerdings richtig liegt. Vollkommen daneben ist aber wieder die Schlußfolgerung, daß die Vögel nicht mehr geworden wären. Wenn nämlich eine Vogelart neuen Lebensraum hinzu gewinnt ohne gleichzeitig aus ihrem alten zu verschwinden, ist dies in erster Linie einmal ein Anzeichen dafür, daß im angestammten Verbreitungsgebiet ein enormer Populationsdruck entstanden ist. Jedes Verbreitungsgebiet verträgt aber nur eine bestimmte Anzahl von Individuen einer Art. Wird diese Anzahl überschritten, erhöht sich automatisch die Anzahl der natürlichen Feinde, der Ausleseprozeß kommt verstärkt in Gang und schon bald ist das Gleichgewicht wieder hergestellt. Ein solcher Individuenanstieg kann allerdings durch besonders günstige Umstände so explosionsartig oder bei Fehlen natürlicher Feinde (z. B. starke Bejagung derselben) über einen so langen Zeitraum erfolgen, daß die nachkommenden Jungvögel ausreichend Gelegenheit haben, sich durch Anpassung neue, zusätzliche Lebenräume nutzbar zu machen. In diesem Fall erhöht sich sehrwohl die Anzahl der Individuen einer Vogelart, die Vögel werden also mehr.

    Wenn ich die Ausführungen von Lothar hinsichtlich der Sträucher mit meinen eigenen Beobachtungen vergleiche, kann ich ihm nur dahingehend zustimmen, daß mehr Sträucher in privaten Gärten gepflanzt wurden. Dieses Pflanzverhalten ging jedoch auch in ländlichen Gegenden verstärkt auf Kosten der Obstbäume und brachte nicht, wie man meinen könnte, eine Verbesserung der "Biotope". Leider wurde in zwei von drei Fällen der Obstbaum bzw. Beerenstrauch durch einen Zierstrauch ersetzt. Obwohl mehr Sträucher in den Gärten anzutreffen sind als noch vor 20 Jahren, hat sich damit u. U. die Anzahl der Brutgelegenheiten, nicht aber die der dringend erforderlichen Nahrungsquellen erhöht.

    Nun noch schnell ein Wort zu Anke. Also eine Habitatserweiterung schließt einen Populationsrückgang sicherlich aus, ansonsten hätten wir's nämlich mit einer
    Habitatsverlagerung zu tun. Und bei einer Verlagerung muß das neue Habitat weder in Größe noch Populationsdichte dem alten entsprechen. Bei einer Erweiterung ist dem sehrwohl der Fall...es kommt zum alten etwas Neues hinzu!

    Herzlichst

    Hi raptor49 - ehe ich's vergeße: Geh 'mal ein paar Meter raus aus Fürstenfeldbruck und schau Dich bei den Kies- u. Fischweihern in Eurer Gegend um, oder am Kanal zwischen Unter- u. Oberschleißheim; oder entlang der Amper. Da wirst Du überall die Wacholderdrossel auch als Brutvogel finden. Vielleicht hast Du sie ja auch schon gesehen und mit der Amsel verwechselt. Oder auch nur gehört: Achte auch auf die Vogelstimmen. Eine Wacholderdrossel verrät sich durch ihr typisches "tschak, tschak" - weswegen sie der Volksmund auch als "Tschaker" bezeichnet...
    [Geändert von ortolan am 27-02-2001 um 11:46]
     
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  18. Anke

    Anke Guest

    Hallo Ortolan,

    Deiner Argumentation kann ich so nicht folgen. Das Thema dieser Diskussion war nicht ein Rückgang der Populationsdichte (= durchschnittliche Anzahl der Lebewesen einer Art pro Flächeneinheit), sondern der Amselpopulation (= Gesamtzahl der Individuen einer Art) insgesamt. Insofern können die vorhandenen Individuen durchaus ihr Habitat erweitern und gleichzeitig zahlenmäßig zurückgehen.

    viele Grüße,

    Anke




    [Geändert von Anke am 27-02-2001 um 14:00]
     
  19. #17 captainmoonshine, 27. Februar 2001
    captainmoonshine

    captainmoonshine Guest

    Alles im Grünen Bereich!!

    Hallo zusammen

    Ich wohne im leider so karnevalistisch geprägten Rheinland(würde lieber Urlaub machen).
    Hier scheint alles noch **normal** zu sein!
    Amseln wie immer in recht großer Zahl>>>>>>>>>
    Sperlinge auf dem gleichen Stand wie immer>>>>>>>>>>
    Wacholderdrosseln Fehlanzeige(zu warm)>>>>>>>>>>>
    und das nicht nur in den Dörfern und Städten!!!!
    Ich bin jeden Tag unterwegs und kann einzig und allein ein Anstieg der Kormoranpopulation vermelden (nicht als Wintergast).
    Bei den Buchfinken kann ich zustimmen, die sind hier auch seltener geworden.
    Allerdings gibt es nun mal natürliche Schwankungen, und solange ich niemanden beim **Buchfinkenschießen**;)erwische mache ich mir noch keine Sorgen.

    Viele Grüße
    Andreas

    PS:Würde mich interessieren ob es in meiner Nähe (Aachen/ Mönchengladbach)Leute gibt die Interesse an Exkursionen haben???? Bitte melden!!!!
     
Thema:

Zahl der Amseln geht zurück ?

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