Amselnest 2 Meter über Betonfußboden

Diskutiere Amselnest 2 Meter über Betonfußboden im Beobachtungen Forum im Bereich Wildvögel; Hallo. Da wollte ich meinen Urlaub nutzen, um meine Terrasse aufzuräumen, und da entdecke ich ein Amselnest im Gebälk. Nett anzusehen, aber...

  1. Gast

    Gast Guest

    Hallo.
    Da wollte ich meinen Urlaub nutzen, um meine Terrasse aufzuräumen, und da entdecke ich ein Amselnest im Gebälk.
    Nett anzusehen, aber meine Frage ist, wie die angeblich flugunfähigen Jungamseln heil aus dem Nest kommen. Denn ihre Unterkunft befindet sich über 2 Meter über einem Betonfußboden und ich bezweifel, dass die Amseln den Sturz überleben.

    Habe gelesen dass sie sonst eher in Hecken nisten und vom Boden aus die ersten Flugerfahrungen machen. Aus Hecken herauszufallen ist bei einer denkbaren Normalhöhe von 1,50 Meter oder so, mit Ästen als Zwischenpuffer, noch überlebbar, aber " Meter und dann auf Beton?

    Die Sache eilt etwas, schätze mal spätestens nächste Woche wollen die Jungvögel ihr Nest verlassen.

    Entweder

    ich lasse es wie es ist und mische mich nicht (weiter) in die Natur ein, dann kann ich demnächst drei Leichen wegfegen;

    ich setze das Nest tiefer, jeden Tag einen halben Meter oder so, damit die Eltern das Nest noch wiederfinden (und natürlich so angesichert, dass die Katzen nicht rankommen, was mehr Aufwand ist als das Nest umzusetzen);

    ich bau unter dem Nest ein Gerüst aus Tischen und Selterkisten, damit der Nachwuchs dort "treppechenweise" hüpfen kann.


    Alles natürlich ziemlich aufwändig, aber ich habe ja Urlaub.

    Und wieviel Platz brauchen die Jungen um Fliegen zu lernen. Selbst wenn sie nämlich die 2 Meter ztwischen Nest und Betonboden überwunden haben, dann liegen weitere 3 Meter zwischen dem Rasen des Erdbodens und der Terrasse. Mit anderen Worten: Wenn sie nicht unmittzelbar das Fliegen lernen, kommen sie nicht mehr zurück ins Nest, sofern Mutter und Vater da nicht kräftig anpacken.


    Anbei noch ein paar Bilder der Terrasse und der Familie.

    Mit Bitte um schnelle Tipps

    Gast
     

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  2. #2 wolfguwe, 13.06.2005
    wolfguwe

    wolfguwe Foren-Guru

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    hi,

    sicherlich ist es nie verkehrt, wenn man sich gedanken macht, aber ich glaube, du kannst dich entspannt zurücklehnen.

    auch ein sprung aus 2 meter auf stein oder beton werden die amseln überstehen. ich würde das nest nicht umsetzen. wenn sie ausfligen, brauchen sie auch nicht den weg ins nest finden, denn es wird so und so nicht mehr aufgesucht. auch die 3 meter sind kein problem.

    meine amseln auf dem balkon nisten in der 4.etage und seit jahren sind alle vögel heil unten angekommen

    gruß
    uwe
     
  3. Gast

    Gast Guest

    Danke für den Hinweis. Ich hoffe ich muss hier kein Bild der 3 Leichen reinstellen.
    Dennoch: Bei der 4. Etage im freien Fall könnte ich mir auch noch vorstellen, das die Jüngvögel irgendwo Auftrieb kriegen und sanft landen. Aber bei meinen 2 Metern plumbsen die doch wie ein Stein runter und kommen nicht mal dazu, ihre Flügel zu schlagen.
    Muss aber zugeben dass ich von Vögeln keine Ahnung habe. Aber rein physikalisch gedacht.

    Gast
     
  4. #4 Alfred Klein, 13.06.2005
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Gast

    Es ist zwar richtig daß die Jungamseln noch nicht richtig fliegen können, aber flattern können die schon.
    Sie werden also nicht wie Steine abstürzen.
    Und die drei Meter bis zum Rasen schaffen sie auch. Man sollte nicht glauben wie gut die zu Fuß sind.
    Da sie nicht mehr ins Nest zurück kehren gibt es da auch keine Probleme. Schön wäre es wenn Du Sträucher, Hecken oder Bäume im Garten hättest. Das brauchen die Jungvögel nämlich um sich zu verstecken und im Gezweig nach oben zu klettern und zu flattern.
    Also keine Panik. Ich finde es aber klasse daß Du Dir solche Gedanken machst und nachfragst.

    P.S. Einen schönen Gruß an die Katzen. Sie sollen die Amseln in Ruhe lassen sonst bekommen sie Krach mit mir. ;)
     
  5. Guido

    Guido Guest

    Hi Gast
    Bei mir brüten seit Jahren Amseln unter dem Dachfirst, und es ist noch nie wat passiert. Wenn Du Angst hast, kannste ja einen Strohballen drunter legen
    Liebe Grüsse
    Guido :0-
     
  6. Helen

    Helen Guest

    Lieber Gast

    Nein, Angst musst Du nicht haben. Lass einfach das Nest in Ruhe. Die Amseln kenne ich zuwenig. Aber es gibt Vögel, welche weder noch weiterbrüten noch füttern. Dies wäre schade.

    Was Du hier hast, ist ein Geschenk. Freue Dich daran. Mach weitere Bilder. (Eine schöne Erinnerung,) Übrigens, so wie die Jungen Piepserli aussehen, verlassen diese das Nest vermutlich in ca. 1 Woche.

    Gruss Helen
     
  7. Gast

    Gast Guest

    Hab ich schon befürchtet. Die Bilder sin schon eine Woche alt. Hier zwei von heute. Wahrscheinlich heben die jeden Augenblick ab.

    Gruß
    Gast
     

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  8. Helen

    Helen Guest

    Hoi Gast

    Habe soeben gelesen, dass die Amseln das Nest nach 12-13 Tagen verlassen und kaum fliegen können. Aber wie Alfred schon erwähnte, flattern können sie. Keine Angst, ein Vogel fällt nicht einfach auf den Boden. Der öffnet automatisch seine Flügel, auch wenn er nur flattern kann. So ist es kein Sturz mehr, eher ein langsam wackeliges zu Boden "gehen". (Ich finde das Wort nicht.) Übrigens jeder Vogel fliegt am Anfang etwas gstabig und unbeholfen. Es muss ja alles trainiert werden.

    Die Idee mit dem Strohballen finde ich gut. Vielleicht hast Du eine grosse Pflanze, die Du in die Nähe stellen kannst? Aber hab nicht zu viel Angst. Da passiert nichts. Vögel ertragen mehr als man denkt.

    Gruss Helen
     
  9. Gast

    Gast Guest

    So sieht nun meine Lösung aus: Alle Optionen offen:
    Das Nest ist rechts oben. Entweder können sie
    1. den paddelligen Sprung, direkt auf die Matratze, nehmen;
    2. den etwas gewagteren links auf den Boden; oder
    3. den waghalsigen Sprung rechts aus dem Nest in den Garten.

    Nun muss ich mich nur noch um die Katzen kümmern :-(

    Gruß
    Gast
     

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  10. #10 Karin G., 14.06.2005
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    das macht nicht jeder......

    so eine tolle Lösung :zustimm:
    und worauf schläfst du jetzt nachts? :D
     
  11. Gast

    Gast Guest

    Na daneben. Muss doch auf die Katzen achten :-(
     
  12. Helen

    Helen Guest

    Lieber Gast

    Jetzt wirds aber spannend. Neben der Matratze auf der Terrasse schläfst Du? Musst Dir aber einen Ofen anbinden, sonst frierst Du. ;-) ; und bitte jederzeit rechtzeitig erwachen, sonst ist es passiert.

    Nein, Spass beiseite. Die Katze würde ich z.Zt. eben nicht auf die Terrasse lassen. Lässt ihr draussen Auslauf.

    Gruss Helen
     
  13. #13 Gast, 14.06.2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14.06.2005
    Gast

    Gast Guest

    Ich selbst habe gar keine Katze. Aber das Gelände wird regelmäßig von Nachbarkatzen, Eichhörchnchen und anderen Tieren durchstreift.
    Die Terrasse bekomme ich schon sicher, sofern es die Amselns schaffen über die Mauer zu hüpfen, aber den Garten nicht. Da kann ich nur hoffen, mit der Kamera dabei zu sein, wenn die ersten Flugversuche vom Boden aus beginnen, um die Katzen zu verscheuchen.

    Hier mein Beobachtungsstandort vom Bürofenster aus. In der Mitte ein Spiegel, mit dem ich das Treiben sehen kann. Nachts ziehe ich die Matratze, die links an der Wand steht, vor den Eingang.
     

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  14. Helen

    Helen Guest

    Lieber Gast

    Katzen gibt es überall. Da wird immer wieder ein schwächeres Tier gefressen. Das ist der Lauf der Natur. da kannst Du nichts machen. Für die herzige Vogelfamilie machst Du das Beste. Mehr ist nicht mehr möglich.

    Gruss Helen
     
  15. Gast

    Gast Guest

    Na ja ... Ich finde es nicht natürlich, dass sich Vögel angesichts der geringen Nistplätze in die menschliche Zivilisation wagen müssen und dort auch noch von Raubtieren (Katzen) bedroht werden, dich sich die Menschen gerne halten. Das ist zwar die Natur, aber eben nicht natürlich, sondern menschlich:-(
     

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  16. Helen

    Helen Guest

    Guter Gast

    Vögel gibt bei uns in unmittelbarer Nähe, mehr als Du denkst. Als meine Mutter noch klein war, baute eine Schwalbe beim Schlafzimmer ein Nest. Das Fenster konnte nicht mehr geschlossen werden. Meine Mutter wohnte in einem Weinbauernhaus auf dem Land. Schwalbennester findest Du häufig an Bauernhäusern. Immer wieder siehst Du Spatzen (Sperlinge), wie sie unter dem Dach ein Schlupfloch suchen. Diesen Frühling habe ich eine Tannenmeise mit Nistmaterial beobachtet. Sie fand ein Schlupfloch in einer Gartenmauer. (Eine Mauer, die mit Steinbrocken gebaut war.) Dieses Mäuerchen befindet sich mitten in einem Wohnquartier.

    Nun, uns gibt es eben auch. Vögel, die uns nicht ertragen, weichen aus. Natürliche Feinde gibt es überall, auch draussen, in der Natur. Weit weg von überbauten Zonen, musste ein Bauer seine Hühner durch einen Hag schützen. Familie Fuchs wollte auch gespiesen haben.

    Gruss Helen
     
  17. Gast

    Gast Guest

    Das ist ja alles schön und richtig, und auch ich komme vom Land und habe von Ameisen über Wespen in der Küche usw. alle möglichen Tiere, aber die Amsel kommt doch nicht in die Zivilation, weil es ihr hier so gut gefällt. Wenn sie Abfälle fressen würde, okay, aber die Regenwürmer und den notwendigen (Busch-)Schutz fände sie eben eigentlich in der freien Natur, wenn wir Menschen sie nicht beschlagnahmt und minimiert hätten.
    Von daher finde ich den Schutz der Tiere vor unnatürlichen Feinden in einer unnatürlichen Umwelt als Beitrag zur Wiederherstellung eines Stücks der Normalität.
     
  18. Helen

    Helen Guest

    Lieber Gast

    Unrecht hast Du nicht. Aber hier wären vom Amselnest beim Naturschutz, den es unbedingt braucht. Was es hier alles zu tun gäbe, da könnte man Bücher schreiben. Kann ich nicht. Hier wären die Naturschutzseiten zuständig.

    Gruss Helen
     
  19. #19 Karin G., 15.06.2005
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    Ich habe mal gelesen, dass die Amseln vor über 100 Jahren noch reine Waldbewohner waren. Aber als es in den Siedlungen immer mehr Flächen mit kurzem Rasen gab, sind sie so nach und nach näher zum Menschen gezogen (als notwendiges Übel), denn die Regenwürmer lassen sich viel leichter in einer kurzgeschnittenen Wiese entdecken. ;) Bei uns regnet es gerade und zwei Amseln sind eifrig dabei, wieder Würmchen für den Nachwuchs zu besorgen.
     
  20. Helen

    Helen Guest

    Lieber Gast

    Wie geht es Deiner Amselfamilie. Haben sich die Kleinen schon aus dem Nest gewagt?

    Übrigens, ich wollte Dich mit meinen letzten Beitrag nicht zur Seite schieben. Weisst Du, es kommt im Forum leider immer wieder vor, dass durch gegenseitiges Korrigieren, anderer Meinung sein und Erwartungen, die erfüllt sein wollen, die Buchstaben fliegen. D.h. es geht bis zu Streitereien, die gar nichts mehr mit dem Thema zu tun. Dies wollte ich mit meiner Antwort etwas verhindern. Für Naturschutz bin ich auch, kenne mich in diesem Gebiet aber zu wenig aus, um kompetent argumentieren zu können.

    Nun interessieren mich einfach Deine Amseln, die Du uns so schön Fotografiert hast. Erzählst Du uns weiter, wenn die Fortsetzung da ist? Bin gwundrig. Auch wie es für Dich ist, wäre schön zu lesen.

    Lieber Gruss Helen
     
Thema: Amselnest 2 Meter über Betonfußboden
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