Brutwütige Henne

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Firenze

Guest
ich habe mal wieder eine Frage: Ich habe eine Henne seit ca. 4,5 jahren die auffällig brutwütig ist. Sie fängt normalerweise immer schon im Januar an Nistmaterial in meiner Wohnung zu suchen um sich ein Nest zu bauen. In diesem Jahr hat sie im Juni sehr viele Federn am Hals und am Kopf verloren, meine TA hat eine Hormonstörung diagnostiziert und hat ihr eine Spritze injiziert. Leider weiß ich nicht was es war. Nun sind die Federn auch schon sehr schön nachgewachsen, zwar noch nicht komplett aber sie sieht nicht mehr so schlimm aus. Nun fängt sie seit einigen Wochen schon wieder an alles mögliche ins Futternapf in die Voliere zu schleppen und ich pule es wieder raus. Ich decke die Voliere bereits früh ab, habe die Temperatur in dem Raum in dem die Voli steht gesenkt und reiche den Vögeln fast nur noch Körnerfutter, das alles hält sie aber nicht von ihrer Brutwut ab. Meine TA hat mir nun vorgeschlagen, dass sie ihr etwas verabrecht, dass den Bruttrieb eindämmt. Hat einer von Euch vielleicht Erfahrungen mit so einem hormonellen Eingreifen gemacht?

Gruß, Kerstin.
 
Hallo Kerstin

Erfahrungen selber wenig.
Jedoch ist die Hormonbehandlung eine Sache die gemischt debattiert wird.
So heißt es daß eine solche Behandlung eventuell krebsfördernd sein soll.
Ich denke mal daß es natürlich ein recht massiver Eingriff in die normale Körperchemie ist.
Hier muß man also den Nutzen und das Risiko abwägen.
Macht die Henne sich selber krank mit ihrem Verhalten so ist eine Hormonbehandlung wohl angebracht. Ich habe gehört daß eine Hormonbehandlung auf Spot-on-Basis weniger belastend sei. Das müßtest Du mit dem TA besprechen.
 
Hallo Alfred,

danke zunächst einmal für Deine Antwort. Ich dachte mir auch, dass dieses wohl ein ziemlicher Eingriff sei, ich habe halt einfach die Befürchtung, dass die Henne vielleicht Legenot bekommen könnte, denn soweit ich weiß produzieren Hennen ja auch Eier, wenn sie kein geeignetes Nest zur Verfügung haben. Da ich im Januar voraussichtlich nicht in Hamburg sein werde und mein Freund sich um meine Vögel kümmern wird, möchte ich natürlich auch verhindern, dass es unter Umständen zu Schwierigkeiten kommt, die man hätte verhindern können. Ich werde aber diesbezüglich nochmal mit meiner TA sprechen, das meine kleine evtl. Krebs bekommen könnte möchte ich natürlich auch nicht.

Gruß, Kerstin.
 
Hallo Kerstin.

Du schreibst leider nicht ob deinen Henne auch schon Eier gelegt hat, oder ob sie nur wie wild dabei ist alles vorzubereiten. Hat sie einen Partner?

Ich habe eine Brut/Legewütige Graupapageien Dame zu Hause. Innerhalb von 5 Monaten hatte sie 3 Gelege mit insgesamt 14 Eiern. Das ist etwas zu viel, meiner Meinung nach.

Weil ich Angst um die Maus hatte, da es ja auch sehr anstrengend ist, sind wir zum TA.
Die Erste Hormanbehandlung mit Spritze und Tabletten danach hat nicht geholfen.

Es spielen auch immer die äußeren Faktoren eine Rolle. Ich war am Anfang nicht konsequent und hart genug.

Danach war ich bei einem anderen TA (Dr. Britsch aus Ludwigsburg, wirklich ein vogelkundiger TA), bei ihm gabs wieder eine Hormonspritze und konkrete Angaben zu den Haltungsbedingungen.

Das heißt:

- Tageslichtzeit noch mehr reduzieren (schrittweise von nun schon um 20 Uhr auf 19 Uhr)

- Futterangebot speziell Obst drastisch reduzieren, so das der Vogel wirklich merkt dass man mit dem Angebot keine Jungen groß ziehen kann. Das war das schwierigste für mich (aber klar, wenn der Vogel wie die Made im Speck lebt, wird er auch nicht aufhören)
Es gibt nur noch so wenig Obst dass es mittags wirklich schon alle ist.

- Nistmöglichkeiten entfernen (hatte ich ja schon), aber sie wollten immer unter den Käfig weil es da dunkel ist. Ich hatte alles mit Holz verriegelt, demzufolge waren sie den ganzen Tag damit beschäftigt das Holz zu zerschreddern um da runter zu kommen.
Deshalb habe ich jetzt die Kotschublade rausgenommen un dschon gibt es kein dunkles Fleckchen mehr. Seitdem waren sie nie wieder unten. :D

Ja dass sind so meine Erfahrungen. Aber jeder Vogel reagiert anders. Jeder Vogel brütet ja auch anders. Ich hoffe, dass ich dir ein wenig helfen konnte.

Hormontherapie ist ein zeischneidiges Schwert. Mann muss Aufwand und Nutzen abwägen. Ich gebe zu dass ich Angst davor hatte, aber ich hatte auch Angst dass mir mein mit Aspergillose vorgeschädigtes Weibchen auf den Eiern eingeht. :nene:
Ich denke bei ihr hat die Kombination der ganzen Sachen den Erfolg gebracht. Mal sehen wie lange es anhält.

Lg Heike
 
Hallo Heike,

also, sie hat keine Eier gelegt, ich habe immer sofort alles an Nistmaterial wieder aus dem Napf entfernt. Einen Partner hat sie nicht. ich habe sie zusammen mit einem angeblichen Hahn vor c.a 4,5 Jahren in einer Zoohandlunggekauft. Sie haben sich auch völlig normal, also wie ein Paar verhalten, haben dann jedoch beide in ein und dasselbe Nest Eier gelegt, seitdem ist klar, dass der Hahn eine Henne ist. Die beiden haben lange als "Paar" gelebt, bis ich angefangen habe meinen Vogelbestand zu erweitern. der angebliche Hahn, der dann doch eine Henne war, hat seit der letzten Brutsaison im März einen Partner, für meine Brutwütige Henne interessiert sich jedoch keiner meiner Hähne. Ich werde mal das große Futternapf in der Voli gegen mehrere kleine austauschen, vielleicht hilft es ja schon, wenn sie keine geeignete Möglichkeit hat.

Gruß, Kerstin.

Gruß, Kerstin.
 
Das es sich nicht um einen Graupapoagei handelt der Nistmaterial durch die Gegend schleppt ist mir wohl klar, viele Zuschriften haben wir ja auch schon, aber um welchen Vogel (Art) handelt es sich überhaupt?
Gruß
Siggi
 
Hallo sigg!

Firenze hat Kanarienvögel, wie in ihrem Profil beschrieben. ;)
 
Woher soll ich es wissen, trotz Profil.
Ich gebe immer zum besseren Verständnis der Leser die Art an.

Einen gehäuften Teelöffel Trockenfutter (Körner) täglich, nicht mehr.
Keine Vitamine ins Trinkwasser oder auch sonst verabreicht, keine sonstigen Leckereien, kein Keimfutter, kein Eifutter, keinen Hanf, keinen Leinsamen, keine Negersaat, kein Obst, Licht auf 10 Stunden begrenzt und in ein paar Wochen hört das auf.
Gruß
Siggi
 
sigg schrieb:
Woher soll ich es wissen, trotz Profil.
Ich gebe immer zum besseren Verständnis der Leser die Art an.


Das mache ich auch, aber ich denke Firenze wird es in der Aufregung einfach vergessen haben. Ist doch kein Beinbruch. ;)
 
Hallo Polo,
dann hätte ich einen Post eher zu dem eigentlichen Problem Stellung genommen.
Gruß
Siggi
 
Sorry, für die Verwirrung, ich habe es tatsächlich wie Tina vermutet hat einfach vergessen zu schreiben um welche Art es sich handelt. Es ist also eine gelbe Kanarienhenne, vermutlich um die 5-6 Jahre alt.

Gruß, Kerstin.

P.S Danke für die Tipps
 
Thema: Brutwütige Henne

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