Ficus?

Diskutiere Ficus? im Ernährung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hi ihr Lieben, ich hab da mal eine kleine Frage, und zwar: Ist ein Ficus Benjamini (Birkenfeige) giftig für meine Kleinen gefiederten Schätze? :?...

  1. #1 Steffi&Marcel, 13. Dezember 2006
    Steffi&Marcel

    Steffi&Marcel steffi

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    Hi ihr Lieben,
    ich hab da mal eine kleine Frage, und zwar: Ist ein Ficus Benjamini (Birkenfeige) giftig für meine Kleinen gefiederten Schätze? :? Denn wir haben einen schönen großen (Zimmerhoch) und ich würde gerne wissen, ob es gefährlich ist, wenn dieser von meinen Süßen als Landeplatz genutzt wird und ggf. angeknabbert wird?
    Ich hab Sperlies und Kanaries.

    Gruß Steffi
     
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  3. #2 ginacaecilia, 13. Dezember 2006
    ginacaecilia

    ginacaecilia Mit ihren Mistbohnen

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    huhu, eigentlich ist es ja isrins ding, aber ich hab mal das
     
  4. gegnerS

    gegnerS Registrierte Benutzerin

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    Birkenfeigen gehören meine Wissens zu den Wolfsmilchgewächsen, die giftig sind. Weiteres findest Du hier

    wenn es denn unbedingt eine Zimmerpflanze sein soll, es gibt Hibiskus Bäumchen, die laden auch zum Schlafen ein, sind ungiftig und blühen schön.
     
  5. #4 Isrin, 14. Dezember 2006
    Zuletzt bearbeitet: 14. Dezember 2006
    Isrin

    Isrin Foren-Guru

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    na, ich sehe schon: das kriegt ihr auch ohne mich hin! :beifall:
     
  6. Detlev

    Detlev -

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    Moin, Moin,
    Nein, zu den Maulbeergewächsen Moraceae. Allenfals schwache Reizungen sind zu erwarten wobei es keine Pflanzengattung gibt die von so vielen Papageienarten gefressen wird.

    F. benjamini habe ich schon als Bepflanzung von Volieren gesehen, Aggas (Aufnahme mehrerer Blätter), Graupapageien, Goldsittich, Nympfensittich haben daran schadlos geknabbert. Der Graupapageien einen Ast entrindet.

    Aus meinem Zettelkasten (wo die Quellenangaben Sinn machen):
    Neben den Wolfsmilchgewächsen, wo der Milchssaft namensgebend ist, sind Milchsäfte bei 12000 Pflanzenarten nachgewiesen. (Harborne 1995) Hierzu zählen auch Nahrungspflanzen für Menschen und Tiere wie Blattsalat und Löwenzahn aber auch Mohn, Wegwarte oder eben Feigen. Milchsaft ist eine Suspension von Gummipartikeln in einer viskosen Flüssigkeit. (Harborne 1995) Zusätzlich zu den Gummipartikeln können toxische sekundäre Pflanzenstoffe vorhanden sein. Recht eindeutig ist die biologische Funktion der Milchsäfte, sie dienen als Wundverschluß und Fraßhemmung vor allem gegen Insekten und manche Säugetiere. Wanderameisen meiden etwa michsafthaltige Pflanzen (Harborne 1995) Ficus besitzt mehrere Meter lange Milchröhren. (Straßburger) Eine Verletzung führt daher recht schnell zum Austreten größerer Milchsaftmengen, was bei der Kautschukgewinnung genutzt wird. Der Kautschukgehalt im Milchsaft beträgt bei der Echten Feige Ficus carica: 12,9%, bei Ficus rubigosa: 13%, beim Australischen Banyanbaum Ficus macrophylla 37,5%, beim Gummibaum Ficus elastica: 10-30% oder bei Ficus laevigata 28-31,3%. (Wehmer 1929)

    Aufgrund von Einträgen in einer online - Information über Giftpflanzen haben einige Halter bei Ficus benjamina Bedenken diesen im Vogelzimmer aufzustellen. Konkrete Berichte über Vergiftungen bei Papageienvögeln in Gefangenschaft fehlen aber. Im Onlineangebot (wie auch den entsprechenden Fachlexika) werden folgende toxische Stoffe angeführt: "Die Blätter enthalten Kautschuk, Wachse, Cumarine und Chlorogensäure in unterschiedlichen Anteilen und Konzentrationen. In der Rinde wurde Gerbsäure nachgewiesen."
    Diese sekundären Pflanzenstoffe sind auch in zahlreichen weiteren Papageiennahrungspflanzen enthalten, so gehören Parakautschukbäume bei einigen Papageienarten zum Nahrungsspektrum, Wachse sind auf vielen Frucht- und Blattoberflächen vorhanden, Cumarin ist etwa im Waldmeister, Zimtrinde, Ananas, Minze sowie in vielen Gräsern, wo es als Heugeruch wahrgenommen werden kann, enthalten. Die Chlorogensäure ist ebenfalls in vielen Pflanzen enthalten, aber in relativ grossen Mengen kommt sie im Kaffestrauch und den Kaffeebohnen vor. Kaffeekirschen werden von mehreren Papageienarten gefressen. Gerbsäure ist ein weiterer Bestandteil vieler Papageiennahrungspflanzen, selbst hohe Dosen wie in Eicheln scheinen bei Papageien nicht zu den typischen Vergiftungserscheinungen zu führen. Schaut man die möglichen Symptome: "In seltenen Fällen wurde von einer leichten Schleimhautreizung durch den ausgetretenen Milchsaft berichtet, nach Verzehr sind Magen-Darm-Verstimmungen mit Erbrechen und Bauchschmerzen vorgekommen. Bei Einnahme großer Mengen wurden Krämpfe und Lähmungen beschrieben", so ist zu vermuten, das Papageienvögeln mit ihrem an Pflanzengifte angepassten Ernährung solche Symtome nicht zeigen und tötliche Vergiftungsfälle bei gesunden Papageien nicht vorkommen können.
    Ein interessanter sekundärer Pflanzenstoff, der neben F. benjamina auch in F. carica und zahlreichen weiteren Arten im Milchsaft und Früchten vorkommt ist Ficin. Ficin ist ein Glycoprotein, dass die Aggregation von Blutplättchen verhindert und so zu einer Verzögerung der Blutungerinnung führt. Ficin wird in der Lederindustrie als Weichmacher eingesetzt, kann aber aus dem gleichen Grund auch beim Kochen von Fleisch verwendet werden. Aus südamerikanische Ficus-Arten gewonnene Ficin wirkt auch gegen Bandwürmer. Ficinähnliche Stoffe sind auch in Papaya oder Ananas enthalten, was beim kochen ebenfalls zu weichem Fleisch führt. Papaya und Ananas werden in der Papageienhaltung verfüttert und im Freiland gefressen. Ficin ist daher ebenfalls als unproblematisch einzustufen.

    Gruesse,
    Detlev
     
  7. FamFieger

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    Hallo,

    da kann ich doch auch "mithalten" *ggg*

    Schau mal HIER:zustimm: ;)
     
  8. Tierfreak

    Tierfreak Foren-Guru

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    Hm, zum Ficus benjamini gibt es wohl geteilte Meinungen.

    Bei mir gilt in so einem Zweifelsfall immer: Sicherheitshalber lieber Finger weg. Sicher ist sicher :zwinker: !

    Ich habe an mehreren Stellen gelesen, das er schon giftig sein, wie z.B. hier oder hier.
    Auch bei Botanikus findet man ganz oben bei giftig/Giftpflanzen Tiere und unter Vögel bei Ficus-Arten folgenden Hinweis:

    Ficus-Arten sind giftig für Katzen und Hunde sowie für Vögel. Vergiftung zeigt sich in Erbrechen und Durchfall und Schleimhautreizungen. Viele Vögel haben problemlos am Ficus geknabbert, allerdings sollte man die Pflanze dennoch außerhalb der Reichweite von Vögeln aufstellen, denn Lähmungen und auch Tod ist nicht auszuschließen.
     
  9. Detlev

    Detlev -

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    Moin, Moin,

    Das kann man so sehen, allerdings halte ich es für wichtig auch die zweite Meinung zu Wort kommen zu lassen. Als Tipp: beim nächsten Zoobesuch einfach drauf achten wo Ficus als Volierenbegrünung eingesetzt wird. Das ist häufiger der Fall als man denkt.

    Gruesse,
    Detlev
     
  10. Tierfreak

    Tierfreak Foren-Guru

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    Klar, da hast Du völlig recht.
    Oft ändern sich ja auch die Erkenntnisse über eine bestimmte Sache und auslernen tut man schließlich auch nie :D !
     
  11. Angelika H.

    Angelika H. Guest

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  13. #11 Steffi&Marcel, 30. Dezember 2006
    Steffi&Marcel

    Steffi&Marcel steffi

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    Also, der Ficus steht schon etwas länger wie unsere Süßen und da er so schön groß ist, will ich ihn auch nicht ausmustern. Er ist ja auch ein schöner Landeplatz. Nur ich kann ja nicht immer dabei sind, wenn ich einen Teil meiner süßen fliegen lasse (man muss ja auch mal wohin usw.)! Aber ich habe auch schon Ficus als Volierenausstattung auf Vogelschauen gesehen. Nur ich bin mir halt nicht ganz sicher, weil er ja auch unter Giftpflanzen zu finden ist.
    Jetzt muss ich leider an die Arbeit. Wünsche aber euch allen einen Guten Rutsch ins neue Jahr und viel Spass mit euren Vögeln?
    Liebe Grüße
    Steffi:freude:
     
  14. Regina

    Regina Mitglied

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    Tipp

    Wir haben viele große Ficus Benjaminae in unserem Wohnzimmer und kein Welli landet dort freiwillig.:nene: :nene:
    Das Geheimnis:
    Wir sprühen die Pflanzen alle ca. 4 Monate mit Blattglanzspray ein.
    Das geschieht zur Sicherheit für die Tiere im Garten und nach dem gründlichen Ablüften kommen die Pflanzen wieder ins Zimmer.
    Seit über 10 Jahren geht kein Welli mehr in Pflanzen, in denen wir ihn nicht haben wollen.
    Aber dafür gibt es als Ausgleich einen schönen großen Vogelbaum mit einigen Beschäftigungsmöglichkeiten und auch Vogelmiere , Basilikum und Golliwoog , die liebend gern angeknabbert werden.

    Ich wünsche euch einen guten Rutsch und ein gesundes, zufriedenes neues Jahr!
     
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