Freiburg Vögel, eilt!

Diskutiere Freiburg Vögel, eilt! im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Kam per Mail: 4. Freiburg Vögel/EILT Gesendet von: " Datum: Mit 2, Apr 2008 16:48 In einer eMail vom 02.04.2008 16:45:26...

  1. Korona

    Korona Mitglied

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    Kam per Mail:


    4. Freiburg Vögel/EILT
    Gesendet von: "
    Datum: Mit 2, Apr 2008 16:48


    In einer eMail vom 02.04.2008 16:45:26 Westeuropäische Normalzeit schreibt


    Liebe Tierfreunde,
    Obwohl es sich beim "Radolfzeller Aachried" nicht nur um ein
    Naturschutzgebiet, sondern auch um ein EU-Vogelschutzgebiet internationaler Bedeutung.
    handelt, beirrt in Freiburg niemanden!
    Ich fasse es nicht!!! Zur Unterstützung im Anschluss einige Adressen.
    Diese Nachricht muss an die Politik, Medien, usw.
    "Bitte macht mit und denkt dran: Es muß schnell gehen, die
    "Vergrämungsaktion" soll in den nächsten Tagen starten!!! Danke und
    -----Ursprüngliche Nachricht-----
    Von:
    Betreff: Es eilt - bitte mitmachen!
    Bitte die Links anklicken! Es ist nicht mehr auszuhalten dieser Drang nach
    ausmerzen und umbringen!


    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Freunde,

    das Regierungspräsidium Freiburg ("RP Südbaden") plant die Zerstörung einer
    Kormorankolonie am Bodensee. In einer kalten Aprilnacht sollen die
    brütetenden Vögel mittels Halogenscheinwerfern von ihren Nestern gejagt werden - die
    Eier sollen so auskühlen und die Brut damit verlorengehen. Den zuständigen
    Behörden scheint dabei egal zu sein, daß bereits um diese
    frühe Zeit Junge in den Nestern sitzen könnten. Auch die Tatsache, daß es
    sich beim "Radolfzeller Aachried" nicht nur um ein Naturschutzgebiet, sondern
    auch um ein EU-Vogelschutzgebiet internationaler Bedeutung handelt, beirrt
    in Freiburg niemanden. Die hier vorkommenden gefährdeten Rot- und
    Schwarzmilane, Rohrweihen, Zwergtaucher und Kolbenenten sind mitten im Brutgeschäft,
    die Eiablage der meisten Arten steht kurz bevor. Das Komitee gegen den
    Vogelmord und der Landesverband Baden-Württemberg des NABU haben sich beim
    Regierungspräsidium vehement gegen die Maßnahme
    ausgesprochen.
    Der NABU hat unter _http://www.nabu-bw.de/_ (http://www.nabu-bw.de/) eine
    Online-Protestaktion an RP Julian Würtenberger gestartet. Dort und unter
    _http://www.komitee.de/online/index.php?bodensee_
    (http://www.komitee.de/online/index.php?bodensee)
    gibt es auch weitere Infos. Bitte macht mit und denkt dran: Es muß schnell
    gehen, die "Vergrämungsaktion" soll in den näch-sten Tagen starten!!!
    Danke und Gruß Alexander Heyd

    Alexander Heyd (Geschäftsführer)
    Komitee gegen den Vogelmord e.V.
    Aktionsgemeinschaft für Tier- und Artenschutz
    Bundesgeschäftsstelle
    Auf dem Dransdorfer Berg 98, 53121 Bonn, Germany

    Tel.: _+49 228 66 55 21_ (callto:0228665521)
    Fax : _+49 228 66 52 80_ (callto:0228665280)
    Email: _komitee@komitee.de_ (mailto:komitee@komitee.de)

    Internet: _http://www.komitee.de_ (http://www.komitee.de/)
    _http://www.artenschutzbrief.de_ (http://www.artenschutzbrief.de/)

    Internationale Aktionen für unsere Zugvögel:
    Helfen Sie mit - Spenden Sie mit !
    Spendenkonto: Konto Nr.042 _000 000_ (callto:000000) ,
    BLZ 20070024 (Deutsche Bank Hamburg)
    n
    Mit freundlichen Grüßen
    _www.tierischer-einsatz.de_ (http://www.tierischer-einsatz.de/)
     
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  3. #2 Peregrinus, 3. April 2008
    Peregrinus

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    Ruhe bewahren!

    Bitte nicht blindlings bei jeder Aktion mitmachen, ohne irgendwelche Hintergründe zu kennen!

    Und auch bitte nicht von Schlagworten wie "eilt" und "umbringen" beeindrucken lassen.

    Also: Sich umfassend informieren und alle Seiten anhören, dann überlegen und sich am Ende ein Urteil bilden.

    Pere :+schimpf
     
  4. #3 floyd2010, 3. April 2008
    floyd2010

    floyd2010 Guest

    das ist der link direkt zum rp-freiburg:

    http://www.rp-freiburg.de/servlet/PB/menu/1226948/index.html

    mir sind da folgende dinge aufgefallen:

    zitat: "Die Äsche ist aufgrund Ihrer Lebensweise im freien Wasser besonders von dem Schwimmjäger Kormoran betroffen."

    interessant/merkwürdig finde ich, dass die äsche anscheinend "allein" durch den kormoran gefährdet sein soll. zumindest verstehe ich es so.
    spielen da nicht auch die jahrelange befischung und wasserverschmutzung etc. nicht auch eine große rolle?

    und auch merkwürdig - zitat: "Der Gewässerabschnitt wurde von der Internationalen Kommission zum Schutze des Rheins als Wiedereinbürgerungsgewässer für die Wanderfische eingestuft, weil die dortigen Reststrukturen eine Fortpflanzung besonders des Lachses erlauben. Die ins Meer abwandernden Junglachse sind leichte Beute des Kormorans."

    soweit ich weis, ist der rhein noch lange nicht durchgängig vom bodensee bis zur nordsee für lachse hin und zurück bewanderbar.
    in rheinau/gambsheim ist zwar eine fischtreppe vor einem jahr "eröffnet" worden (die kann man sogar besichtigen. link: http://rheinau.active-city.net/city_...=1264&id=14461 ), aber schon einige kilometer weiter südlich beim kulturwehr kehl/strasbourg (auf der höhe der ortschaft marlen) bleiben sie dann stecken, weil es dort meines wissens nach (noch) keine fischtreppe o.ä. gibt. allerdings sind dort seit juli letzten jahres umbauarbeiten, von denen ich aber nicht weis, ob die auch den bau einer fischtreppe beinhalten.
    und nochmals ein paar kilometer weiter südlich ist wieder eine staustufe - ich glaube auch wieder ohne fischtreppe...

    ich versuche die sache möglichst sachlich zu betrachten und gehöre auch gewiss nicht zu diesen komitee-leuten, ich bin auch kein angel- und/oder jagdgegener, aber ich finde die sache (nach meinem derzeitigen wissensstand) auch nicht so gut.

    und bis auf zander, forelle und lachs sind mir die süßwasserspeisefische eh egal. mein nachbarfreund schleppte mal von einem bekannten einige frisch geangelte fische an, ein aal und noch irgendwas an. ne danke, die schmeckten wie altes aquariumwasser - der angler-bekannte war beleidigt, als ich es ihm später sagte. und an der zubereitung lag es auch nicht!
     
  5. #4 Paloma negra, 3. April 2008
    Paloma negra

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    Na, da bin ich ja gespannt, wie lange das stehen bleibt ...
    Nachdem das Thema in DIESEM Forum schon 3 Mal gelöscht wurde ... 8(8(8(
     
  6. Moni

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    Wieso wird es denn gelöscht? Man kann ja den Aufruf stehen lassen und das Thema schließen, wenn keine Diskussion erwünscht ist (die Diskussionen zu solchen Themen laufen ja sowieso immer gleicht ab).
     
  7. #6 floyd2010, 3. April 2008
    floyd2010

    floyd2010 Guest

    ja, leider hast du recht...

    das hatte ich vergessen. obwohl ich schon gerne meine fragen beantwortet hätte.
     
  8. #7 Peregrinus, 3. April 2008
    Peregrinus

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    Nein, eben nicht! Die Freßgewohnheiten des Kormorans treffen an den entsprechenden Gewässern die Äsche ganz besonders.

    Sieh mal, der Kormoran macht es genauso wie andere Prädatoren auch: Er findet sich dort ein, wo es was zu holen gibt. Die Äsche ist in den ihr zusagenden Fließgewässern (Äschenregion) der Hauptfisch. Sie hält sich im Freiwasser auf und wird dadurch zur leichten Beute für den Kormoran. Sinken die Bestände unter den Punkt, ab welchem der Aufwand zum Fang größer wird als der Ertrag, wechselt der Schwarm zu einem anderen Gewässern. Fortan kann sich der Bestand wieder erholen.

    Ökologisch betrachtet ist der Kormoran also grundsätzlich kein Problem, da er es nicht schafft, Bestände komplett auszulöschen. Immerhin hat ihn die Natur geschaffen und es gab trotz seines Vorkommens in der Vergangenheit reiche Fischbestände.

    Wirtschaftlich gesehen ist er dagegen sehr wohl bedeutsam. Es werden alljährlich Millionen Euro für Renaturierungsmaßnahmen einschließlich entsprechender Fischbesätze investiert. Natürlich, das alles geschieht aus Eigennutz, die Fischer wollen am Ende was davon haben. Der Natur ist es im Endeffekt jedoch egal, aus welchen Beweggründen sie wieder auf Vordermann gebracht wird, entscheidend ist das Ergebnis.

    Ohne Option auf künftige Nutzung fällt der gesamte Naturschutzbeitrag aus dem Bereich der Fischerei wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

    Insofern sollte durchaus überlegt werden, wie man mit dem "Problem Kormoran" umgeht. Blockade und Protestaktionen gegen Betroffene lösen es jedenfalls nicht.

    VG
    Pere ;)
     
  9. #8 floyd2010, 3. April 2008
    floyd2010

    floyd2010 Guest

    danke pere! alles eine frage des gleichgewichts... :)

    grüße floyd
     
  10. tun.

    tun. Stammmitglied

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    Der Aufruf zur Hilfe für die bedrohten Kormorane ist absolut notwendig.
    Diese sg. Vergrämungsaktion (soll bedeuten: Vertreibungsaktion ohne Tierleben zu schädigen) ist keine!
    Denn: in den Nestern liegen nicht nur Eier, sondern auch Jungvögel und die
    sterben auf jeden Fall durch die Unterkühlung.
    Des weiteren befinden sich in diesem Naturschutzgebiet viele Vogelarten -
    besonders Wasservögel, deren Gelege und Jungtiere gleichzeitig mit in Gefahr gebracht werden, denn man will nachts mit Halogenscheinwerfern durch das Naturschutzgebiet ziehen und die gesamte Kormorankolonie vertreiben - wenn es geht. Zumindest aber wird es gelingen, ihre Jungtiere zu massakrieren!

    HIER GEHT ES NUR UM DIE INTERESSEN DER FISCHER UND DER FISCHWIRTSCHAFT! Die Fische dürfen nicht vom Kormoran gegessen werden,
    der dies zum Überleben tun muß... man staune..., sondern nur vom Menschen,
    der in der heutigen Zeit 12.654 andere Möglichkeiten hat, seinen Appetit zu befriedigen... man staune wieder...

    Übrigens:
    Das Unterschreiben ist freiwillig und keine Pflicht. Das sei für die gesagt, die
    das nicht tun wollen, weil sie anderer Ansicht sind.
    Man soll doch die lassen, die helfen wollen. Oder nicht?

    tun.
     
  11. #10 Rabenvater, 3. April 2008
    Rabenvater

    Rabenvater Mitglied

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    Meine Anmerkung hier hat nicht unmittelbar mit der bevorstehenden „Vergrämung“ der in dem betreffenden Naturschutzgebiet lebenden Kormorane durch Jagdausübungsberechtigte zu tun, sondern bezieht sich auf meine Erfahrungen mit einem hiesigen Fischereirechtsinhaber.

    Meine Frau und ich essen gerne Fisch. Ein Bekannter von uns ist Besitzer eines Fischrechts und so bekommen wir des öfteren etwas ab von seinem Fang. Er legt regelmäßig mehrmals in der Woche seine Netze aus und holt sie dann am nächsten Morgen gegen 6.00 h wieder ein. Ich habe ihn schon mehrmals dabei begleitet, weil mich der Arbeitsablauf eines professionellen Fischers interessiert und weil es auch sehr schön ist, so früh am Morgen auf dem Wasser zu sein. Der Fang besteht in der Hauptsache aus Renken und Brachsen. Vereinzelt sind auch Forellen und Hechte dabei. Was mir sehr positiv auffällt, ist die Tatsache, daß der Fischer jeden Fisch, der noch lebend im Netz ist, mit einem Stück Holz totschlägt und ihn nicht zappelnd langsam in seinem Kahn verenden läßt. Sehr bedauerlich ist, daß sich nicht selten auch Enten im Netz verfangen, sich nicht mehr befreien können und jämmerlich ertrinken. Und leider sind in seinem Fang eigentlich unbeabsichtigt auch ziemlich oft Äschen dabei im Maß von ca. 27 bis ca. 35 cm. Die lebenden Äschen befreit er und wirft sie wieder ins Wasser. Die schon toten Äschen (= die Mehrzahl!) wegzuwerfen, wäre jedoch unsinnig. Ich weiß, daß die Äschen bei uns bis Ende April Schonzeit genießen und dann auch erst ab einer Länge von 35 cm gefangen werden dürfen. Heuer war zwar Ostern sehr früh und schon im März, aber gerade um die Osterzeit herum ist der Fischer angehalten, vorallem für die Gastronomiebetriebe möglichst viele Fische zu liefern. Er legt deshalb in dieser Zeit besonders fleißig seine Netze aus und entsprechend hoch ist auch sein unfreiwilliger Beifang an geschützten Äschen.

    Auch bei uns gibt es Kormorane, die nach Fischen jagen. Ein nicht unerheblicher Anteil an den getöteten Äschen geht aber bestimmt auch auf das Konto der Fischereirechtsinhaber und Fischwasserpächter. Mein Bekannter ist mit Sicherheit kein Einzelfall, sondern – wie ich vermute - eher die Regel.

    Gruß / Rabenvater
     
  12. #11 floyd2010, 3. April 2008
    floyd2010

    floyd2010 Guest

    @tun:
    an mir verdienen die fischer nicht einen centime! schlicht und einfach weil ich ihren fisch nicht mag. für mich ist das soweit ersteinmal genug,
    obwohl ich nach wie vor im ganzen nicht einverstanden mit dieser aktion bin.

    @rabenvater:
    danke für disen sehr interessanten bericht!
     
  13. tun.

    tun. Stammmitglied

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    Hallo Rabenvater,

    schlimm, was Dein Bekannter tut. Wirklich schlimm, aber interessant zu lesen,
    denn das, was ich stets befürchte, nämlich, daß es zu den gemeuchelten Fischen (hier besonders die geschützten Äschen) auch noch Enten sind, die leiden bzw. sterben, weil er (und Andere, denn er ist leider wirklich nicht der Einzige, sondern einer von vielen Hunderten) seine Netze ohne Beobachtung
    auslegt - also mindestens über die Nacht hinweg - ist also so...

    Furchtbar!

    Und zu der Romantik der frühen Morgenstunden: die ist schöner ohne gemeuchelte, erstickte, erschlagene Fische und qualvoll verletzte und tote
    Enten durch Nachlässigkeit und Ignoranz ...

    tun.
     
  14. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Und was sagt das Regierungspräsidium Freiburg dazu?

    "Entscheidung durch Allgemeinverfügung

    Die Entscheidung ist eine Verfügung, die nicht auf Antrag der betroffenen Fischereiberechtigten und des Landesfischereiverbandes erfolgte. Aufgrund des bestehenden besonderen öffentlichen Interesses an einem effektiven Fischartenschutz sieht das Regierungspräsidium einen öffentlichen Handlungsbedarf und traf eine eigenständige Entscheidung."

    Artenschutz ist nicht teilbar. Nur Vögel schützen zu Lasten der Fische- so einfach darf man sich die Welt nicht machen.

    idS Daniel
     
  15. #14 floyd2010, 3. April 2008
    floyd2010

    floyd2010 Guest

    etwas zu spät das ganze...

    ah, ich habe es wiedergefunden...

    frist war bis 28.3.2008:

    http://www.rp-freiburg.de/servlet/PB/menu/1244042/index.html

    außerdem, zitat:
    "Das Regierungspräsidium Freiburg hat diese Vorschläge den anerkannten Naturschutzverbänden schriftlich unterbreitet. Diese können bis zum 28.03.2008 dazu Stellung nehmen.
    Anlass war ein gemeinsamer Antrag der deutschen und schweizerischen Berufs- und Angelfischer am Untersee."

    interessant...


    das stimmt daniel, aber der "anlass" der ganzen aktion...
    warum dann nicht das angeln und fischen in diesen bereichen verbieten.

    bitte nicht vergessen, ich bin kein gegner der jagd, fischerei und angelei!
     
  16. #15 Paloma negra, 3. April 2008
    Paloma negra

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    Zitat Floyd2010 "warum dann nicht das angeln und fischen in diesen bereichen verbieten." Das wäre mal eine schöne, weil gerechte Maßnahme ...

    Diese Argumente auf der GEO-HP finde ich auch interessant:

    http://www.geo.de/GEO/natur/tiere/53298.html
     
  17. #16 floyd2010, 3. April 2008
    floyd2010

    floyd2010 Guest

    danke für den sehr interessanten link!

    so denke ich auch. also, die kormorane in ruhe lassen, die vogel- und fischbestände werden sich von alleine regulieren. der mensch fuscht schon genug rumm.
    und so sehr es mir leid um die berufsfischer tut, aber in meinen augen hat der kormoran ältere rechte an den fischen.
     
  18. #17 Peregrinus, 3. April 2008
    Peregrinus

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    Das Wort „bedroht“ können wir getrost streichen. Es wird allerdings in solchen Zusammenhängen und zur Verdeutlichung der Tierschutzinteressen immer wieder gerne hervorgekramt.

    Stimmt: Die paar Berufsfischer-Existenzen, die im Ernstfall dran hängen, können nicht ernsthaft Grund genug sein, eine ausufernde Tierpopulation zu stören. Richtig, der Mensch hat andere Möglichkeiten, sich zu ernähren. Dann gibt es Sonntags eben keinen Braten für den Berufsfischer, neues Boot braucht er dann eh nicht mehr und wer fährt schon gerne in Urlaub oder hat sogar sein eigenes Auto? Hartz IV reicht doch völlig aus zum Leben. Was, die Gastronomie am Bodensee? Na also die paar tausend weniger, die mangels Fisch nicht mehr kommen, steckt so ne Gastwirtschaft, die darauf ausgelegt ist, doch locker weg.

    Die Fischbrutanstalt machen wir dicht, wer braucht die dann noch? Die Fischereiforschungsstelle gleich mit, logo. Das Projekt Rheinlachs blasen wir besser gleich ab, denn wenn die Fischer keine Fische mehr fangen dürfen, weshalb sollten die sich drum kümmern?

    Gewiß sind obige Darstellungen überzeichnet, aber im Kern nicht ganz von der Hand zu weisen.

    Wer es noch nicht weiß: Der Mensch ist kein vom Himmel gefallenes Alien (ist nicht mein Spruch, find ich aber gut!). Er ist ein Säugetier, das sich in der Natur entwickelt hat und ein Teil von ihr ist. Insofern kann ich es nicht nachvollziehen, dass ihm von manchen Leuten immer wieder das Lebens- und das Naturnutzungsrecht abgesprochen wird. Er muß die Natur nutzen, sonst kann er nicht leben.

    Die Ratten im Vorratslager werden bekämpft (weil sie uns wirtschaftlich schädigen), Maiszünsler, Maiswurzelbohrer, Feldmaus, Mehltau, Reblaus, Kartoffelkäfer, Frostspanner, Borkenkäfer und und und werden bekämpft (weil sie uns wirtschaftlich schädigen). Überhöhte Kormoranbestände schädigen uns ebenfalls wirtschaftlich, aber das ist natürlich was völlig anderes …

    VG
    Pere ;)
     
  19. tun.

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    Alle im vorigen Beitrag genannten Tiere werden von mir und Anderen auch nicht "bekämpft".
    Übrigens ein sehr schwerer "Kampf" z.B. gegen eine Ratte mit Gift vorzugehen oder gegen eine Maus mit einer Mausefalle etc.
    Das "Bekämpfen zu nennen, ist schon grotesk.

    Arbeitsplätze sind kein Argument dafür, Tiere zu quälen oder sie zu jagen oder
    sie zu töten!
    Das muß man sich einmal vorstellen, wie weit der Egoismus geht...
    Der Mensch und nur der Mensch - das Problem ist, daß die meisten Arten vor dem Aussterben stehen - nur die Anzahl der Menschen auf der Erde explodiert.

    Hier empfehle ich Allen, die das nicht wissen, sich einmal in Ruhe das Wissen
    anzueignen, wann sich von heute an gerechnet, die Bevölkerung der Erde
    (Menschen) wieder einmal verdoppelt hat. Es dauert nur noch ein paar Jahre, dann ist es wieder so weit. Dies ist in den Berichten über die Erdbevölkerung nachzulesen.

    Die Argumentation mit dem Wunsch nach Urlaub etc. verstehe ich sowieso nicht!

    tun.
     
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  21. Tina F

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    Zu 1:
    Bei uns im Stall z.B. werden Ratten und Mäuse selbstverständlich bekämpft. Mal abgesehen davon daß es nicht lustig ist wenn die dir einen Ledersattel für 2000 Euro anfressen verunreinigt ihr Kot das Futter für die Pferde, welche davon durchaus krank werden können. Wo will man hier die Meßlatte ansetzen? Rattenschutz vor Pferdeschutz?

    Was die Arbeitsplätze angeht, so riecht mir das ganz arg nach militantem 'Tierschutz'. Die Art die Tiere über Menschen stellt. Ich hoffe immer daß Leute, die solche statements aufstellen, weder Leder tragen/benutzen noch Fleisch essen noch in Häusern wohnen (am Standort dieses Hauses haben sicher auch mal Tiere gelebt). Und der Familienvater, der künftig zum Arbeitsamt marschieren darf um seine Leute zu ernähren hat dafür sicher auch wenig Verständnis. Dies bezieht sich wohlgemerkt nur auf das 'töten'. Für das quälen von Tieren gibt es m.A. nach keinerlei Entschuldigung.

    To Topic:
    Ich habe die Protestmail auch abgeschickt da ich es einfach schrecklich finde was da geplant ist. Man mag mich jetzt menschelnd nennen, aber die ganze Art und Weise dieser Aktion finde ich brutal und hinterhältig, gerade da es Jungtiere betrifft. Sollten diese Kormorane 'dezimiert' werden müssen (ich maße mir nicht an zu entscheiden ob dem so ist) könnte ich persönlich eher damit leben daß erwachsene Tiere geschossen werden. Aber die arglosen Vögel nachts von den Nestern zu jagen und Küken erfrieren zu lassen...bäh, finde ich einfach nur widerlich und feige!

    Tina
     
  22. #20 Peregrinus, 4. April 2008
    Peregrinus

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    Genau deswegen, weil der Abschuß von adulten Kormoranen von Seiten des Tierschutzes so vehement blockiert wurde und wird, hat man nach moderaten Lösungen gesucht. Und diese bestehen eben nicht im Töten von Tieren, sondern im Verhindern der Reproduktion.

    Zu diesem Zwecke sollen die Kormorane so lange von den Eiern ferngehalten werden, daß die Embryonen absterben und die Kormorane dann erfolglos weiterbrüten. Dazu müssen die Eier zumindest angebrütet sein, sonst geht es nicht. Mag sein, daß bei besonders frühen Paaren mal bereits ein Jungvogel im Nest liegt, aber das wird eher die Ausnahme denn die Regel sein.

    Da wir hier nicht destruktiv, sondern konstruktiv diskutieren wollen, bitte ich die Gegner der Kormoranvergrämung um Vorschläge, wie ein Konsens zwischen den Belangen des Fischereiwesens und dem Naturschutz hergestellt werden kann!

    VG
    Pere ;)
     
Thema: Freiburg Vögel, eilt!
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