(G) - Legebatterienverbot soll ausgehebelt werden

Diskutiere (G) - Legebatterienverbot soll ausgehebelt werden im Vogelgrippe / Geflügelpest Forum im Bereich Allgemeine Foren; Liebe Administratoren, das Elend der Tiere basiert nun einmal auf gesellschaftlichen Gegebenheiten für welche der Souverän -also der Staat- in...

  1. tamborie

    tamborie Guest

    Gimme dope Joanna, gimme dope Joanna.
    Tam
     
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  3. Munin

    Munin Guest

    Frag deinen Stammdealer wenn du's so nötig hast.;)

    Gruß,
    Werner
     
  4. Munin

    Munin Guest

    Na deswegen ja durch was Akzeptables ersetzen.

    Ist auch nicht notwendig. Deine Reaktion war erwartungsgemäß.

    Gibt es sie deswegen nicht, weil sie nicht als solche deklariert sind, oder gibt es sie deswegen nicht, weil sie nicht in dein heiles Weltbild passen?

    Verfassungs- und Staatsschutz sind reine Dekoration und dienen womöglich rein humanitäre Zwecken. Schon klar, Raven.

    Jeder der im Knast sitzt zumindest.

    Aha. Eine Impressumspflicht besteht gem. TDG lediglich für kommerzielle Webseiten, und wer das als privater Betreiber weiß und auf ein Impressum verzichtet, umgeht elegant die Impressumspflicht?

    Na da erkläre doch mal mal wie man eine nicht bestehende Pflicht (obendrein elegant..) umgeht..

    Wieder was gelernt. Argumente sind laut Raven keine öffentliche Erklärung. Soso.


    Von deinem Faible für Nicht-Auseinandersetzung machst du ja auch regen Gebrauch.

    Dafür wirken deine Beiträge allerdings doch sehr verkrampft. Oder liegt's an der Arbeit? ;)

    Gruß,
    Werner
     
  5. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    So wie in Kuba?
    Du betreibst hier politische Agitation, indem du Kuba als leuchtendes Beispiel hinstellst und gleichzeitig die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland grundsätzlich in Frage stellst. Damit erübrigt sich für mich jede weitere Diskussion.
    So ist es!
     
  6. #125 südwind, 3. April 2006
    Zuletzt bearbeitet: 3. April 2006
    südwind

    südwind Foren-Guru

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    Das AP-Interview Höhn kündigt Widerstand gegen Ausweichung des Käfigverbots an
    02.04.2006

    Berlin (AP) Die von einigen Bundesländern angestrebte Beibehaltung der Käfighaltung von Legehennen ist nach Überzeugung der Grünen-Abgeordneten Bärbel Höhn mit dem Tierschutz nicht vereinbar. Vor der Entscheidung des Bundesrates am 7. April werde sich der Widerstand noch erheblich verstärken, kündigte die Vorsitzende des Verbraucherausschusses des Bundestages in einem Interview der Nachrichtenagentur AP an. Nach geltendem Recht müssen Käfige mit einer Fläche von 750 Quadratzentimetern zum Ende dieses Jahres abgeschafft werden. Ab 2007 sollen Legehennen in großen Volieren,auf dem Boden- oder im Freiland gehalten werden. Mit der Verordnung der Länder soll das Käfigverbot aufgeweicht werden.

    Im folgenden das Interview im Wortlaut.

    AP: Der Bundesrat entscheidet am 7. April über die Beibehaltung der Käfighaltung für Legehennen. Sehen Sie einen Weg, dass diese Entscheidung noch abgewendet werden kann?

    Höhn: Das wird sehr schwer. Denn seit es keine Grünen-Verbraucherschutzministerinnen mehr gibt, stellt sich die große Koalition aus Union und SPD - und FDP und PDS machen da locker mit - jetzt offensichtlich gegen den Tierschutz. Sie wollen die Batterie-Käfighaltung weiter aufrechterhalten und bis zum 1.1.2009 verlängern. Vorgesehen sind danach Käfige, die 60 Zentimeter, teilweise sogar nur 50 Zentimeter hoch sein sollen. Für ein Tier bietet sich nicht sehr viel mehr Platz als eine DinA4-Seite. Das ist einfach extrem wenig und genau das soll jetzt fest geklopft werden.

    AP: Nach einem Zeitungsbericht hat der SPD-Abgeordnete Ulrich Kelber Landwirtschaftsminister Horst Seehofer aufgefordert, mehr für den Tierschutz zu tun. Ist das ein Hinweis, dass die SPD doch noch Änderungen erreichen möchte?

    Höhn: Der Bundestag wird ja gar nicht mit der Frage befasst. Deshalb kann Herr Kelber starke Forderungen erheben ohne Konsequenzen ziehen zu müssen. Sein Kollege von der SPD, Till Backhaus, der Landwirtschaftsminister aus Mecklenburg-Vorpommern, ist einer derjenigen, die die Batteriekäfighaltung verlängern wollen. Deshalb ist es nicht aufrichtig von der SPD, dass einige sich noch als die großen Tierschützer hinstellen. Nämlich diejenigen, die in den Entscheidungsprozess gar nicht mehr eingebunden sind. Und dass die anderen von der SPD die Entscheidung gemeinsam mit der CDU durchdrücken wollen. Es ist ein Stück unredlich, was Herr Kelber da macht.

    AP: Könnte Agrarminister Horst Seehofer noch einschreiten?

    Höhn: Der Bundesminister Seehofer könnte auf jeden Fall einschreiten. Selbst wenn der Bundesrat eine Tierhaltungs-Verordnung beschließt, könnte er einfach sagen, ich setze das nicht um. Renate Künast hat das auch einmal gemacht. Der Bundesverbraucherminister hat hier ein Vetorecht. Aber wahrscheinlich wird er eher als Bundeslandwirtschaftsminister der alten Couleur agieren und nichts dagegen unternehmen. Er hat bereits im Vorfeld gesagt, dass er die Pläne der Bundesländer durchlaufen lassen wird.

    AP: Seehofer argumentiert, dass Abwanderungen der Geflügelindustrie ins Ausland befürchten werden müssen, wenn die Käfighaltung nicht erlaubt bleibt. Halten sie das für plausibel?

    Höhn: Das ist ein rein wirtschaftliches Argument. Ich habe 1999 als damalige Landwirtschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts gegen die Batteriekäfighaltung erwirkt, das sehr deutlich und klar festgestellt hat, es gibt Grundbedürfnisse der Tiere, die eingehalten werden müssen. Es geht um Ernährung, Pflege und Verhaltensweisen wie Scharren, Picken, ungestörte Eiablage, erhöhtes Sitzen auf Stangen und Flattern. Das muss möglich sein. Das Bundesverfassungsgericht hat eindeutig gesagt, dass dies Grundbedürfnisse sind, die nicht mit der Wirtschaftlichkeit gegengerechnet werden dürfen.

    Herr Seehofer argumentiert aber einfach, in den anderen Ländern ist es noch billiger. Und damit unsere Geflügelhalter nicht dorthin abwandern, müssen wir uns den anderen Ländern anpassen. Aber das heißt auch, wir müssen am Ende auch auf das Tierschutzniveau von Tschechien, Slowenien und den baltischen Staaten gehen. Von daher ist das eine Argumentation die dazu führt, dass man keinerlei Tierschutz und keinerlei Umweltschutz mehr hat.

    AP: Was tun Sie bis zum 7. April?

    Höhn: Bis zum 7. April muss man noch alles mobilisieren und deutlich machen, dass das, was die Ministerpräsidenten der Länder vorhaben, mit dem Tierschutz nicht vereinbar ist. Es ist eine rein wirtschaftliche Sicht. Auch der deutsche Tierschutzbund und viele andere Organisationen sind sehr aktiv und versuchen zu mobilisieren. Der Widerstand wird sich in den nächsten Tagen noch erheblich verstärken.

    (Die Fragen stellte Doris Berve-Schucht)


    http://www.finanzen.de/index.php?option=com_content&task=view&id=32856&Itemid=5
    man muss registriert sein, um den text unter der suche "tierschutz zu finden."

    tierschutz ade. ein tierschutzgesetz das kein recht bekommt? das verstehe wer will. ich nicht.
     
  7. Munin

    Munin Guest

    Moment. Ich hatte lediglich eine simple Frage gestellt. Zur Erinnerung:

    Sowohl das Gesundheits- als auch das Bildungswesen -und ausschließlich auf diese beiden Bereiche bezog ich mich- sind Fakten, da stelle ich ich überhaupt nichts "als leuchtendes Beispiel dar".

    Da kannst du noch so verzweifelt versuchen meine Aussagen zu verfälschen.


    Das liegt mir natürlich so was von fern. Nicht dass ich noch als einer jener politischen Gefangenen im Knast lande welche es ja deiner Aussage nach gar nicht gibt.

    Wo hattest du denn diskutiert?

    Ach, sie an. Jetzt auf einmal. Kann es vielmehr sein, dass dir die Antworten ausgehen? ;)

    Gruß,
    Werner
     
  8. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Meinst Du sie macht das absichtlich ? Ich glaube nicht, denn das wäre ja boshaft. Ich denke, sie hat ganz einfach nicht verstanden, worauf Du hinauswillst ;)
     
  9. #128 Vogelklappe, 3. April 2006
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Hallo Munin,
    Ja, was denn nun, wenn nicht die von Raven zitierten Gründe ? Und wenn Du glaubst, die positiven gingen ohne die (indiskutablen) negativen Verhältnisse, wo nimmst Du das her ?
    Nein.
    Kannst Du denn nun die obigen Fragen auch beantworten ?
     
  10. Munin

    Munin Guest

    Tja, mit den "Menschenrechten" scheint das so eine (in den Augen des Betrachters liegende) Sache zu sein. Merkwürdiger weise scheinen sich für diese insbesondere die Kubaner recht vehement einzusetzen: http://www.derechos-humanos.com/index.php?lang=2

    A pros pos Menschenrechte: Wo wurden denn im Zeitraum, sagen wir von 2000 bis heute, mehr Menschen hingerichtet. Auf Kuba oder in den USA?
    Wer hat unmittelbar nach der Erdbebebenkatatstrophe in Pakistan 2260 Ärzte in die Katastrophengebiete entsandt? Kleiner Hinweis: Deutschland oder die USA waren's nicht.

    Genau dort her, wo du deine gegenteilige Annahme her nimmst. Ravens Unterstellung, es bestehe ein Kausalzusammenhang zwischen totalitärer Herrschaft und Wohlergehen der Bevölkerung ist ziemlich idiotisch. Dieses zu verdeutlichen, darauf zielte meine (zugegeben: rhetorische) Frage: Wenn die Leute dort also nix zu meckern haben und sich rundum schön versorgt wissen, was genau spricht dann eigentlich gegen das "totalitär "? ab.

    Um es noch ein wenig deutlicher zu sagen: Wenn es den Menschen doch in ihrem "totalitären Staat" derart gut geht, dass sie mehrheitlich gar nichts anderes haben wollen (unabhängige Quellen, darunter selbst diverse CIA "fact sheets" gehen übrigens von 65-75 prozentigem Rückhalt der Regierung seitens der Bevölkerung aus), wie ließe es sich dann mit den demokratischen Grundprinzipien vereinbaren, den Leuten etwas anderes oktroyieren zu wollen? (nichts anderes wird u.a. mittels der nunmehr seit über 40 Jahren währenden ahumanen Blockade bezweckt).

    Die befinden jetzt zwar unten statt oben, aber selbstverständlich kann sie beantworten.

    1.) Vogelklappe: Außerdem war auch Ravens Frage nicht auf den Ort bezogen: "Ist es das, wovon Du (ergänzt: hier) träumst ?"

    Antwort: Es ist sicher nicht "das wovon ich träume". Meine Träume sind im Kontext einer konkreten Frage (wir erinnern uns: Wie schafft das staatssozialistische, leine Kuba die Bereitstellung eines kostenlosen Bildungs- und Gesundheitswesens welches qualitativ keinen internationalen Vergleich zu scheuen braucht, während Vorzeige-Industrienationen genau das nicht hinbekommen?) auch schlicht irrelevant.

    2.) Vogelklappe: woraus bitte hast Du entnommen, daß ich Dein "Anrecht auf Kritik" vom Ort abhängig mache?

    Antwort: Aus der von dir gestellten Frage "Warum lebst Du eigentlich nicht in Kuba ?"

    Gruß,
    Werner
     
  11. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Du zitierst eine kubanische, mit Sicherheit staatlich gesteuerte Seite, die sich gegen die USA äußert. [Ironie]haltet den Dieb, schrie der Bankräuber...
    While the number of identified prisoners of conscience has declined steadily over the last years, Amnesty International and other organizations have noted with concern an increase in other types of violations, including short-term arbitrary arrest, threats, summonses and other forms of harassment directed by the state against political dissidents, independent journalists and other activists in an effort to limit their ability to exercise fundamental freedoms. Quelle

    Menschenrechte bedeuten weit mehr als die Nichtvollstreckung der verhängten Todesurteile.
    Kuba hat die Ärzte entsandt,deutsche und amerikanische Ärzte gehen freiwillig.

    Wo habe ich diesen kausalen Zusammenhang in dieser allgemeinen Forum unterstellt?

    Gehe ich recht in der Annahme, dass du das körperliche Wohlbefinden über die geistige Freiheit stellst? Die Ungarn haben es anders gesehen, ebenso die Bürger der ehemaligen DDR. Und es lag sicher nicht daran weil es nicht genug "panem et circenses" für sie gab.
     
  12. Karin

    Karin Foren-Guru

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    [Ironiean] Kann mir mal einer sagen, was das mit Legebatterien zu tun hat, ausser dass die Insassen dieser ebenfalls keinerlei Rechte geniessen und trotzdem krank sind ? [Ironieaus]

    @Werner mach Dir nix draus, Dagmar benutzt auch bestimmt keine Autobahnen ;)
     
  13. Karin

    Karin Foren-Guru

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    http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID2465752,00.html

    Ich wünsche allen einen guten Appetit und hoffe es ist allgemein bekannt, in welchen/wessen Fertigprodukten diese Eier verwendet werden
     
  14. #133 dunnawetta, 6. April 2006
    dunnawetta

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    Noch was Interessantes zum Thema aus dem Internet:

    Bio-Eierhandel
    «Wir haben bewiesen: Wir können es!»
    Von Susan Boos

    Die Vogelgrippe droht die Freilandhaltung zunichte zu machen. Der Schweizer Bio-Eier-Magnat Alfred Reinhard findet, man sollte das Freilandverbot aufheben.

    Der Mann hat das Zeug zum Unternehmer des Jahres, auch wenn er nicht so aussieht. Er ist der Typ Bauer, mit Vollbart, ohne Krawatte und mit schlichtem Auto. Alfred Reinhard war bis vor neun Jahren Bauer. Dann hat er eine Eierhandelsfirma gegründet, die seither beharrlich wächst. Heute ist er der Bio-Eier-Magnat der Schweiz und beschäftigt über dreissig Personen. Niemand hat in Rüti ZH in den letzten Jahren so viele Arbeitsplätze geschaffen wie er mit seiner Hosberg AG. 65 Prozent aller Bio-Eier, die in diesem Land gekauft werden, sind durch die Hosberg gegangen. Jedes Bio-Ei im Coop, in der Migros oder im Manor wurde in der Hosberg verpackt.

    Der vertikal integrierte Betrieb

    Es regnet, als ob der Himmel Rüti ersäufen möchte. Würden die Wolken nicht so tief hängen, sähe man hinter dem Holzbau der Hosberg AG die Forch, vielleicht auch den Hoch-Ybrig und die Innerschweizer Alpen.

    Drinnen stapeln sich Eier, es riecht nach Eiern. Hunderttausend rollen täglich über die Fliessbänder. Lastwagen bringen sie aus der ganzen Schweiz in grünen und roten Plastikharrassen. In den grünen sind die Eier, die in den Verkauf gehen, in den roten die Bruteier, aus denen später Legehennen werden. Jede Kiste ist mit einem Strichcode und einem Namen versehen. «Schröter, Schwarzenburg» steht da zum Beispiel. Einmalig sei das, sagt Reinhard, jedes Ei lasse sich, wenn man es beim Grossverteiler kaufe, hundertprozentig rückverfolgen. Man weiss, wann und wo es gelegt wurde.

    Saugnäpfe heben die braunen und weissen Eier aufs Förderband. Sie werden bedruckt, gewogen, sortiert. Dazwischen steht der «Crack Detective», ein sonderbares Gerät mit kleinen Hämmerchen, die zart auf die vorbeiziehenden Eier trommeln. Auf dem Computerschirm erscheinen ab und zu kleine Kreuzchen. «Das sind die beschädigten Eier, die werden aussortiert», sagt Reinhard.

    Am Ende der Fliessbänder nehmen Saugnäpfe die Eier auf und legen sie in Sechserschachteln von Coop Naturaplan. Später kommen Demeter- oder Kagfreiland- oder Aldi-Eier. Der Computer weiss es, ohne Computer wäre das alles nicht möglich. Manor möchte zum Beispiel seine KundInnen mit Eiern ihrer Region versorgen. Also bekommen die WestschweizerInnen Eier, die in der Westschweiz gelegt wurden, und die OstschweizerInnen die aus der Ostschweiz - obwohl die Eier alle eine Reise nach Rüti hinter sich haben. Reinhard sagt, er wisse nicht, ob dies wirklich Sinn ergebe. Aber die KundInnen wünschen regionale Eier. So wie auch Aldi-KundInnen Bio-Eier kaufen möchten. «Wir haben uns überlegt, ob wir Aldi überhaupt beliefern sollen. Wir haben uns dafür entschieden. Es ist besser, wenn Aldi unsere Eier verkauft und nicht Bio-Eier aus Deutschland importiert. Die Bio-Auflagen sind bei uns strenger als in Deutschland. Übrigens verdienen wir besser mit Aldi als mit den anderen Grossverteilern, weil Aldi eine viel kleinere Verkaufsmarge hat.»

    Etwa hundert Biobauern sind bei der Hosberg unter Vertrag. Die einen haben fünfhundert Hühner, andere bis zu zweitausend - mehr ist im Biobereich nicht erlaubt. Fünf weitere Betriebe halten im Auftrag der Hosberg Elterntiere oder ziehen künftige Legehennen auf. Hosberg ist, was man einen vertikal integrierten Betrieb nennt - wie andere Eiergrosshändler auch. Sie liefern den Vertragsbauern Küken und nehmen ihnen die Eier wieder ab. Mit dem Unterschied, dass die anderen importierte Batterie-Eier neben Bio-Eiern im Angebot haben. Bei Hosberg gibt es nur Bio. Dank diesem zentralisierten System war der Bio-Eier-Boom in der Schweiz erst möglich.

    WOZ: Herr Reinhard, spüren Sie die Vogelgrippe beim Absatz?

    Alfred Reinhard: Nein, bis jetzt überhaupt nicht. Im Gegenteil - die Konsumenten kaufen eher mehr Bio-Eier, sie vertrauen offenbar dem Bio-Label.

    Und das Freilandverbot? Sind Sie dafür oder dagegen?

    Die Stallpflicht war - in Bezug auf die Sicherheit der Tiere - in Ordnung.

    Warum?

    Wir haben jetzt zweimal bewiesen, dass wir es können. Wir sind in der Lage, die Tiere drinnen zu halten, wenn es nötig ist. Aber jetzt müssen andere Lösungen her. Es kann nicht sein, dass wir die Tiere nur noch wenige Wochen im Jahr draussen halten können. Klar, sie können in den Wintergarten, aber das reicht langfristig nicht.

    Was für andere Lösungen?

    Das weiss ich auch noch nicht im Detail. Alle, die sich mit Vogelgrippe beschäftigen, müssen nun einfach gemeinsam eine Lösung finden. Zum Beispiel könnte man besondere Gefahrenzonen aussondern. In Deutschland nutzt man die Vogelgrippe, um die Freilandhaltung zu diskreditieren - weil sie ein Risiko darstelle. In der Schweiz hat man früher auch immer wieder versucht, die Freilandhaltung als unhygienisch darzustellen. Dabei sind Tiere, die ins Freie können, viel gesünder. Im letzten Jahr hatten wir zum Beispiel in der Schweiz mehrere Salmonellenfälle - aber kein einziger betraf einen Biobetrieb.

    Die Konsumentenschützer machen hierzulande Druck. Sie wollen nicht mehr lange dulden, dass Freilandeier als Freiland verkauft werden, obwohl die Tiere eingesperrt sind.

    Wir vermarkten Bio-Eier. Für uns ist dies nicht ein so grosses Problem, denn die Konsumenten haben immer noch einen Mehrwert, weil die Tiere biologisch gefüttert werden. Auch die Besatzdichte ist kleiner, das heisst, die Tiere haben mehr Platz. Für die konventionellen Betriebe, die nur Freiland haben, wird es eng. Wenn diese ihre Tiere nicht mehr rauslassen können, unterscheiden sie sich kaum mehr von konventionellen Bodenhaltungsbetrieben.

    Eine gelbe Welle schwappt durch den Raum, als Reinhard die Türe öffnet. Erschrocken drängelt sich eine Masse Küken in die hinterste Ecke. Achthundert sind es, sagt Reinhard. Die kleinen Vögel fassen wieder Mut, tippeln durchs Sägemehl, klettern auf die Sitzstangen, jagen sich und tun, als würden sie kämpfen. In der Kinderstube der Legehennen in Reinhards Stall ist es wohlig warm. Hier darf man nur mit Schutzkleidung und Plastiküberschuhen rein. Eine Schutzmassnahme vor der Vogelgrippe und anderen Geflügelkrankheiten.

    Neben dem Stall steht der Hühnerhof. Reinhard hat tausend Legehennen und einige Dutzend Hähne. Sie hocken drinnen auf den Gestängen nebeneinander, manche zanken, einige legen gerade. Immer wieder kräht ein Hahn. Flink packt Reinhard ein weisses Huhn. Sie sind elegant und schnell, die Weissen, sagt Reinhard. Die Braunen sind behäbiger und kräftiger. Beide stammen von der Firma Hendrix - Hochleistungshühner, die über 280 Eier legen pro Jahr. Reinhard denkt viel nach über die Geflügelzucht. Es behagt ihm nicht, was da abläuft. Aber viel kann er nicht tun. Später im Auto wird er darüber sinnieren, was man mit den Tieren anstellt. Es sei unglaublich, sagt er, die Tiere sollten immer früher Eier legen - wenn sie eigentlich noch Teenager sind und der Legeapparat noch gar nicht fertig ausgebildet ist. Und sie sollten immer mehr Eier produzieren. Schon sei man nahe dran am Huhn, das 340 Eier lege. Das wäre ein Ei pro Tag - denn zwanzig Tage braucht der Bauer, um den Stall zu putzen. Ein Huhn legt nur ein knappes Jahr lang, danach wird es entsorgt. Entsorgen ist das richtige Wort. Die meisten werden verbrannt, weil niemand mehr Suppenhühner isst. «Wir Bauern müssen bis zu siebzig Rappen bezahlen, damit die Schlachthöfe unsere Legehennen überhaupt abnehmen. Das kann es doch nicht sein, dass wir so mit den Tieren verfahren.»

    Das Pseudo-Biohuhn

    Reinhard vertritt Hendrix offiziell in der Schweiz. Das niederländische Unternehmen steht für Hightech. Weltweit gibt es neben Hendrix nur noch ein weiteres Unternehmen, das Legehennen züchtet - die beiden versorgen die gesamte Welt mit ihren Tieren. Die zwei Firmen hüten ihre Zuchtlinien und mischen daraus je nach Bedarf neue Hybriden, die möglichst viele Eier produzieren. Das offizielle «Standard Hisex»-Huhn von Hendrix sei ein Huhn, das für die Batteriehaltung gezüchtet worden sei, das sage doch alles, meint Reinhard trocken.

    Er hätte gerne ein robusteres Huhn. Und er fände es gut, wenn man die Hühner nicht nach so kurzer Zeit schlachten müsste. Nach dem ersten Legezyklus fallen sie in die Mauser und legen für einige Zeit keine Eier. Das könnte man steuern, wenn man wollte. Zusammen mit dem Forschungsinstitut für Biolandbau (FiBL) hat er einen Versuch gemacht (siehe WOZ Nr. 50/05) - es funktionierte, doch bislang sind die Bauern nicht darauf eingestiegen. «Für mich wäre das zwar ein schlechtes Geschäft. Ich habe ja auch eine Brüterei und ziehe Junghennen auf. Wenn man die Hühner länger leben liesse, könnte ich weniger Jungtiere verkaufen.» Aber das würde er in Kauf nehmen. Wenn er könnte, würde er ein robustes Huhn züchten, ein richtiges Biohuhn und nicht ein Pseudo-Biohuhn à la Hendrix. «Aber allein, ohne die Zuchtinformationen - die diese grossen Hühnerzuchtunternehmen geheim halten -, ist man wie ein verlorenes Huhn. Das schafft man einfach nicht.»

    Der Grain-Report und die Schweiz

    Die Umweltorganisation Grain belegte in ihrem Vogelgrippe-Report - den die WOZ in Nr. 11/06 publiziert hat -, dass die Hühnerindustrie zur weltweiten Verbreitung der Vogelgrippe beigetragen hat - und nicht die Zugvögel. Das H5N1-Virus dürfte vor allem über den Handel mit Eintagesküken, Bruteiern, verschmutztem Hühnerfutter (das zum Teil Hühnerfleisch enthält) und Hühnermist verschleppt werden. Wie sieht es diesbezüglich in der Schweiz aus?
    Eintagesküken und Bruteier: Laut Bundesstatistik importierte die Schweiz 2005 zwölf Millionen Bruteier und zwei Millionen Mastküken. Die Eier und Küken stammen meist aus Frankreich.
    Hühnermist: Es gibt keine Statistik über die Misteinfuhr. Laut dem Bundesamt für Veterinärwesen muss eingeführter Mist jedoch behandelt sein und sollte deshalb keine Keime enthalten.
    Hühnerfutter: Rund achtzig Prozent des Schweizer Hühnerfutters stammen aus dem Ausland. Seit der BSE-Krise ist es verboten, Nutztieren tierisches Eiweiss zu füttern.
    Importverbot: Als 2003 in den Niederlanden die Vogelgrippe grassierte, durften keine Eier und kein lebendes Geflügel aus Holland in die Schweiz eingeführt werden. Inzwischen sind die bilateralen Verträge II in Kraft, die es der Schweiz nicht mehr erlauben, gegen einzelne EU-Länder einen Importstopp zu verhängen. Die Schweiz untersteht heute den EU-Tierseuchenmassnahmen. Die EU verhängt jeweils über ein Gebiet, das von einer Tierseuche betroffen ist, ein Ausfuhrverbot.



    • Weitere Texte im Dossier: «Vogelgrippe»

    WOZ vom 06.04.2006

    Quelle:http://www.woz.ch/artikel/2006/nr14/schweiz/13194.html
     
  15. südwind

    südwind Foren-Guru

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    Pressemeldungen April 2006



    07.04.06:
    Ländermehrheit tritt Tier- und Verbraucherschutz mit Füßen – Bundesregierung muss Käfigverbot von Legehennen verteidigen
    Der Bundesrat hat heute über die Haltung von Schweinen und Legehennen entschieden. Zentraler Wille einer „Hühnerquälerbande“ in der Länderkammer: Die Tiere sollen noch bis 2020 auf einer aktendeckelgroßen Fläche ihr Dasein fristen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert die Bundesregierung auf, dies nicht umzusetzen und am Verbot der Käfighaltung festzuhalten.

    „Die Bundesratsmehrheit tritt den Tier- und Verbraucherschutz mit Füßen. Die Kleingruppenhaltung für Legehennen ist nichts anderes als die Fortsetzung der tierquälerischen Käfighaltung. Das darf die Bundesregierung nicht zulassen“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

    Zwar konnten die ursprünglichen Anträge der Hühnerquälerbande Ringstorff, Wulff und Rüttgers durch die Bundesregierung noch verändert werden. Dies stellt trotzdem keine ausreichende Verbesserung der Tierschutzsituation für die Legehennen dar. In der neuen Käfiggeneration können die Tiere zentrale Bedürfnisse und Verhaltensweisen nicht ausleben. Dazu gehören u.a. Sandbaden, ungestörtes Ruhen oder geschützte Eiablage im Nest. Diese hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil 1999 als wesentliche Grundbedürfnisse bezeichnet und die Käfighaltung für verfassungswidrig erklärt. Der heutige Beschluss des Bundesrates stellt damit nicht nur einen Verstoß gegen ethische Maßstäbe dar, sondern ist auch ein glatter Aufruf zum Verfassungsbruch, stellt Apel klar und betont aus aktuellem Anlass, dass auch die Geflügelpest kein Argument „Pro Käfig“ ist. Auch im wirtschaftlichen und arbeitspolitischen Sinn führt die Fortsetzung der Käfighaltung in die Sackgasse.

    Der aktuelle Nikotin-Skandal in Legehennenbetrieben belegte zudem, dass eine industrielle Intensivhaltung immer zu Lasten des Tier- und Verbraucherschutz geht. Die betroffenen Betriebe stehen unter der Ägide des größten Verfechters der Käfighaltung, Gert Stuke, Deutsche Frühstücks-Ei-AG (Nachfolgeunternehmen Anton Pohlmann).

    Apel erwartet von der Bundesregierung, dass diese keinen Wortbruch begeht. Im Koalitionsvertrag ist das Ende der Käfighaltung von Legehennen ausdrücklich genannt. Die Erwartung der Wählerinnen und Wähler darf nicht enttäuscht werden. Zudem fordert der Deutsche Tierschutzbund die Bundesregierung auf, umgehend die Kennzeichnung von Produkten wie Backwaren und Nudeln nach Herkunft der Eier einzuführen. Nur dann kann sich der Verbraucher auch hier gegen die Käfighaltung aussprechen, ohne über die Herkunft der Eier getäuscht zu werden. Über 80% der Bevölkerung haben in der Vergangenheit immer wieder erklärt: „Kein Ei mit 3. Kein Ei aus Quälerei!“

    Auch die beschlossene Schweinehaltungs-Verordnung kritisiert der Deutsche Tierschutzbund als eine Fortschreibung der tierquälerischen Intensivhaltung.

    http://www.tierschutzbund.de/01426.html
     
  16. sunnytom

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  17. aday

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    Also das die Entscheidung so ausfallen mußte war von vorneherein klar. Die größte Sauerei die es in Bezug auf die Legehnnnenhaltung gab war die, die die alte Vorgängerin von Seehofer versucht hat durchzusetzen, wo Deutschland mal wieder Europaweite Entscheidungen so weit verschärft über den gesunden Menschenverstand, nur mit dem einzigen hintergedanken alles was ihr nicht in ihr verdrehtes Grünes Bild passt ins Ausland zu verschieben, frei nach dem Motto, aus den Augen, aus dem Sinn.
    Übrigens, einen netten Nebeneffekt hätte das schon für die Verbraucher. Die Preise würden fallen für die Eier, da weniger Auflagen im Ausland und somit die Produktion weniger teuer. Dafür würden allerdings noch mehr LKW´s fahren müssen.

    frohe Ostern
     
  18. floyd

    floyd Guest

    ich will keine billigeren eier,

    ich will ordentliche eier von ordentlichen hühnern:
    die die sonne kennen, die ein sandbad nehmen können, die noch alle federn haben, die nachts aufbaumen können, die einen hahn kennen und die anständiges futter bekommen!!!

    und es wäre begrüßenswert, wenn es wieder zur normalität werden würde, wenn leute mit garten hühner halten können/dürfen! und dieses nicht sofort von irgendwelchen gerichten ,von gestörten nachbarn beauftragt, verboten oder eingeschränkt wird!

    grüße floyd
     
  19. #138 Alfred Klein, 14. April 2006
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    66... Saarland
    Ich stimme Dir uneingeschränkt zu.
    Mir ist es egal was die Eier kosten wenn diese von ordentlich gehaltenen Hühnern kommen.
     
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  21. aday

    aday Foren-Guru

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    Beiträge:
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    0
    Floyd, es hintert dich niemand dir deine Hühner selber zu halten, vorausgesetzt du hälst dich an bestimmte Spielregeln beim halten der Tiere und es gibt auch Interessen von deinen Nachbarn und deren Rechte, soll heissen, das die Haltung auf dem Balkon der großen Miethäuser nicht gerade einfach sein dürfte und damit viele Menschen die Eier gerne Essen, nicht die Möglichkeit dazu haben. Schwierig wird es dann auch mit der Schnitzel- und Bratwursthaltung, da der Balkon ja schon belegt ist von den glücklichen Frühstücksei-Produzenten.
    Das selbe delemer haben wir mit anderen Tieren, die natürlich nur glücklich leben können, wenn sie ebenfalls einen riesigen freilauf haben. Je mehr platz wir für andere Dinge verwenden, umso weniger steht den Wildtieren und Pflanzen zur Verfügung und darauf kann es nur hinauslaufen, wenn wir Mindestanforderungen stellen würden, die weit überzogen sind und nicht tauglich die mehrzahl der Bevölkerung zu ernähren und sich lediglich die Kleinsthalter mit ihren wenigen Tieren und den Platz den sie vielleicht bei ihrem Haus haben platzmäßig leisten können.

    Ist das selbe blöde Sache wie mit dem Atomstrom. "Sauberer" Strom aus der Steckdose, ohne Treibhausgase und großartige Flächenbedarf.
    Ein schönes "sauberes" Wasserkraftwerk zerstört tausende von Hektar lebensraum für Tier und Pflanze und eine Windkraftanlage erschlägt Vögel und sorgt an manchen Orten durch ihren "Schlagschatten" für Psychische Erkrankungen.
    Es hat alles seine Vor und Nachteile. Wenn man etwas fordert muß man aber auch verzahnt und weiter denken können und das muß ich leider einigen hier mit ihren Aussagen absprechen.

    In dem Moment wo Deutschland die Produktion der letzten 75% seines Eierbedarfs zum Großteil wieder ins Ausland abschiebt, um so weniger wird sich etwas auf EU-Ebene erreichen lassen bei politischen Entscheidungen, bzw. es besteht überhaupt kein politisches Interesse daran, in Zukunft auf EU-Ebene die Interessen der Deutschen bei diesem Thema durchzusetzen.

    Ist schon ein sche.... Spiel mit der Politik und auch mit dem etwas Intensiveren Nachdenken. Vielleicht nehmen sich ja vielleicht jetzt einmal der ein oder andere ein Herz und Schalten ihr Gehirn ein und denken mal nach.
     
  22. #140 floyd, 14. April 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. April 2006
    floyd

    floyd Guest

    wenn ich hier aus dem fenster blicke wäre da genügend platz in den gärten für hühner, schweine, ziegen etc., früher standen sie da auf jeden fall... es wohnen da auch immer noch die gleichen leute/familien, sind alte bauernhöfe...

    und in den üblichen hausgärten ist im normalfall auch genügend platz für eine familien-hühnereier-versorgungshaltung und mangold statt kiefern oder radieschen mit salat statt golf-rasen ist auch schön, dazwischen ist dann sogar noch platz für ein paar hübsche blumen.
    aber das macht ja arbeit und kostet zeit!!!
    dabei haben wir mehr freizeit als jemals zuvor! und man kann dann nicht mehr vor der deppenlaterne (fernseher) sitzen! und man hat dann ja auch keine kraft mehr fürs fitness-studio! also bitte am liebsten einen steingarten (die dinger breiten sich auch seuchenartig aus, besonders in neubaugebieten) für die fitness- und fernsehjünger statt nutzgarten.

    ich selber habe leider keinen garten, auch keinen balkon, aber es hindert mich auch keiner daran ordentliches fleisch und ordentliche eier und ordentliches gemüse und obst zu kaufen! ich finanziere das, indem ich kein auto habe, da spart man jede menge geld! gerade zu ostern und so...:)

    ich weiß übrigens, dass die nahrungsmittel nicht in den supermarktregalen wachsen und das strom nicht in der steckdose gemacht wird...

    und wenn sich nachbarn doch mal im allgemeinen an "die rechte und pflichten" halten würden, wäre ich schon glücklich.

    mich stört übrigens weder der hahn im stall 10m vor meinem schlafzimmerfenster, noch das pferd im nachbarhof/-stall, ich würde es aber schön finden, wenn der nachbarjunge sein mofa nicht mitten in der nacht reparieren würde, aber ich würde es affig finden, deswegen ein gericht zu bemühen, so wie es viele stadtmenschen machen, die aufs land ziehen und ihre nachbarn wegen der lärmbelästigung des hahnes vor den kadi zerren und dabei vergessen, das wegen ihnen immer mehr bundesstrassen/autobahnen aus/-gebaut werden müssen, die ja überhaupt keinen lärm machen (ironie), damit sie vom land in die stadt zur arbeit fahren können.

    ich denke, dass nicht alle leute eigene nutztiere halten und nutzpflanzen anbauen können (es gibt dafür zahlreiche "echte" gründe), aber die es auf grund von landbesitz in jeglicher form könnten, werden von "merkwürdigen" nachbarn daran gehindert, oder sie sind höchstwahrscheinlich zu faul sich um etwas regelmäßig zu kümmern. und in der faulheit liegt wohl eher des pudels kern, warum zunehmend mehr tiere in diesen fleisch-und eier-fabriken dahin vegetieren müssen!

    grüße floyd
     
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