Garten als Lebensraum für Vögel

Diskutiere Garten als Lebensraum für Vögel im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Mich würde sehr interessieren, wie Ihr Eure Gärten "vogelfreundlich" gestaltet! Gruß, Rudi

  1. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Mich würde sehr interessieren, wie Ihr Eure Gärten "vogelfreundlich" gestaltet!

    Gruß, Rudi
     
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  3. apteryx

    apteryx ortstreu und flugunfähig

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    im Siebengebirge...
    Hallo, Rudi,

    naja, erstmal die Wahl der Gehölze - einheimische, die entweder selber als Nahrung dienen (fruchttragende Sträucher/ Bäume wie Weißdorn, Eberesche, Holunder, Wildrosen, Schlehe, Schneeball usw. usw.) oder aber dem "Vogelfutter" (wie Raupen, Blattläusen, Larven) als Nahrung lieb sind. Dazu gehört natürlich auch, dass man das lebende "Vogelfutter" nicht mit Gift besprüht - man muss halt auch mal Kahlfraß an einem Strauch ertragen.
    Diese Gehölze werden meist auch schön dicht, sind oft stachelbewehrt, so dass Vögel gut drin nisten können und Deckung finden.

    Für mich sollte ein naturnaher Garten auch immer etwas unordentlich sein - es muss "Unkraut"-Ecken geben.

    Im Garten und am Haus selbst kann man vielfältige Nisthilfen anbieten - nicht nur für Vögel!

    Ich achte auch darauf, erst im zeitigen Frühjahr (vor der Brutzeit) abgestorbene Stängel etc. zu entfernen - darin überwintern zahlreiche Tierchen (die zum Teil natürlich auch wieder von Vögeln herausgepickt werden. Die Meisen sind da große Klasse, denen entgeht nichts).

    Das war's erstmal so im Groben ....

    Herzliche Grüße,
    Stefanie
     
  4. lady-li

    lady-li Banned

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    Ich habe viel Obst im Garten :
    Johannisbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Äpfel, Zwetschgen, Kirschen.
    Ich lasse immer eine Menge Obst für die Tiere übrig (Ameisen, Wespen, Igel, Vögel, etc.).
    Es gibt Ecken mit Farn, Bambus, Brennesseln und Zierdisteln.
    An den Disteln sammeln sich meist Blattläuse, die den Marienkäfern als Nahrung dienen.
    Außerdem dünge und sprühe ich nicht, verwende weder Ameisentod noch Schneckenkorn.
    Der Rasen besteht aus einer vielfältigen Wiesenmischung.
    Ich mähe das erste Mal, wenn die Margariten abgeblüht sind.
    Das einzige Tier, das ich töte, wenn es Überhand nimmt, sind Nacktschnecken.
    Die Ameisen hindere ich mit einem Streifen Spülmittel in der Türritze am Betreten des Hauses.
    Gegen Wühlmäuse und Maulwürfe habe ich so einen Solarsummer.
    Jedes Jahr überwintert ein Igel in einem liegenden Tontopf unter Ästen und Laub hinter dem Komposter.
    Da ist es schön warm.
    Bisher habe ich die Nachbarkatzen noch nie auf die Bäume klettern sehen - sonst hätte ich Manschetten angebracht.
    Nistkästen habe ich keine - der Wald ist ganz nah und die Nachbarn haben alle welche angebracht.
     
  5. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Viele Anregungen, fast zu viele ...

    Ich glaube, den "Einstieg" habe ich gefunden, indem ich im Herbst kein Laub geharkt habe ... Es ist wie durch Zauberhand fast vollständig verschwunden. Erste Pflanzungen habe ich auch schon vorgenommen!

    Bilder folgen, wenn der Akku endlich voll ist ... !

    Gruß, Rudi
     
  6. Azrael

    Azrael Foren-Guru

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    Wiese statt Rasen
    uralter Obstbaumbestand
    überwiegend einheimische Gewächse
    Steckhecke und Weißdorn
    keine Schädlingsvernichtungsmittel
    natürliche und künstliche Nistmöglichkeiten
    Wald quasi hinter der Hecke
    und unsere Bienen sind (leider) gern gesehenes Futter bei manchen Besuchern...
     
  7. #6 alfriedro, 13. Mai 2009
    alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    Ein fauler Gärtner ist der beste Natur- und Vogelfreund. :D

    Meistens sind Gärten ja sehr klein. Dann sind sie wie das Wohnzimmer unterm freien Himmel. Wer darin viel "wurschtelt", was ja auch eine sehr schöne Freizeitbeschäftigung ist, verscheucht sicherlich die meisten Vögel. Rotkehlchen und Zaunkönige fühlen sich aber auch hier wohl. Ebenso die Meisen in ihren aufgehängten Kästen.

    So ein verwunschener Naturgarten birgt aber die größten und meisten Schätze. Unser Garten ist groß und birgt sowohl für die Menschen wie auch für die Tiere alles, was sie mögen. Obst, Gemüsegarten, hohe Wiese, Gebüsch mit Blüten und Beeren und große Bäume. Letztes Jahr hat ein Buntspechtpärchen in der Birke direkt neben meinem Haus eine Höhle gebaut und vier kleine Spechtchen großgezogen. Dieses Jahr hat ein Zaunkönig zwischen den Rosenzweigen an unserer überdachten Terrasse eine Familie gegründet. Die Rosenranken waren auch schon Wohnung für Schwanzmeisen und Amseln.
    Dann gibt es natürlich eine Zierhecke aus roten Berberitzen und Staudenrabatten, die für Insekten, Schnecken, Spinnen und Spitzmäuse ein Eldorado sind. Da finden natürlich auch viele Vögel etwas für sich.

    Grüße, Al, der Gartenarchitekt
     
  8. Rud

    Rud Foren-Guru

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    [​IMG]
    Das blühende Gras so aufrecht, trotz eines Starkregens vor einigen Tagen!


    [​IMG]
    Einige Aurorafalter habe ich bereits gesehen, und deshalb meine erste Pflanzaktion:
    Fünf Wiesenschaumkrautpflanzen in den feuchten Halbschatten ... für die Sonne
    reicht die Bodenfeuchte im Hochsommer vermutlich nicht!


    [​IMG]
    So schön sie sind, sie werden wohl weichen müssen ... (habe bereits Abnehmer)!
    Rhododendren bieten doch wohl kaum Blattnahrung und Nektar für einheimische
    Insekten ... Da könnten also geeignetere Sträucher hin ...


    [​IMG]
    Sie sollte eigentlich auch weg, die Berberitzen-Hecke ... ich mag keine "Blut"-Mutationen ...
     
  9. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Was ist "Steckhecke" ... ?

    Und genau diese rote Berberitze wollte rausnehmen (s.o.)! Durch Deinen Hinweis: Wikipedia hat mich aufgeklärt - es ist tatsächlich ein einheimischer Wildstrauch! Dann bleibt sie erst einmal ...
     
  10. Azrael

    Azrael Foren-Guru

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    Was ist "Steckhecke" ... ?

    Eine Benjeshecke, die man aus alten Zweigen (Gehölzschnitt etc.)
    zusammensteckt. Prima als Nist- und Lebensraum für Vögel, durch
    die sich wiederum Pflanzen quasi selbst ansiedeln. Das Altholz wird
    irgendwann überwachsen und morsch und entstanden ist eine wun-
    derschöne natürliche Hecke. :prima:
     
  11. lady-li

    lady-li Banned

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    Bilder vom Garten sind ´ne gute Idee !

    So sieht unser Garten im Mai aus :

    [​IMG]

    Die Zierdisteln vorm Johannisbeerstrauch :

    [​IMG]

    Die Wiese wird Ende Mai gemäht :

    [​IMG]

    Die Johannisbeeren im Haselnussbaum im August :

    [​IMG]

    Die Farnecke im Oktober :

    [​IMG]
     
  12. südwind

    südwind Foren-Guru

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    ihr habt ja tolle gärten. :beifall: da steckt viel arbeit aber auch viel liebe, wie man sieht, dahinter *neidisch guck* mehr bitte.
     
  13. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Liane,

    sehen die Johannesbeeeren lecker aus ... ! Zwei Sträucher stehen hier schon, immerhin; die "Farnecke" mit Deinem einheimischen (!) Wurmfarn und viel Totholz fehlt dagegen noch komplett.

    Eine gute Idee, die Margueriten ... aber Du hast vermutlich kein Giersch (Dreiblatt) im Garten, das die Wiesenfläche zu überwuchern droht ... ? Wenn Giersch bei zu hohen Nährstoffgehalten im Boden nicht gemäht wird, kann es leicht dominieren, glaube ich ...

    Gruß, Rudi
     
  14. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Den Namen kannte ich, ja.

    Habe dennoch einmal bei Wikipedia nachgeschaut: Demnach benötigen Hecken 50 bis 120 Jahre zur Entstehung einer naturnahen und wertvollen Vegetation, wenn man sich die Pflanzenarten auf natürliche Weise (wie bei einer Benjeshecke) ansiedeln lässt!

    Deshalb: Die paar Meter werde ich wohl gezielt bepflanzen - ich meine, dass wurzelnackte Wildgehölze im Herbst eher Cent- als Eurobeträge kosten.
     
  15. #14 alfriedro, 13. Mai 2009
    alfriedro

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    @ Rud,

    verbannst Du exotische Pflanzen, weil sie Exoten sind? Die rote Berberitze stammt von der amerikanischen Berberis thunbergii ab. Sie ist aber ein gutes Winterfutter für Vögel und auch für Menschen (Früchte).

    Es gibt eine Menge guter Exoten im Garten, die der heimischen Tierwelt nützlich sind, z.B. die inzwischen verhasste Goldraute Solidago canadensis und auch der kaukasische Riesenbärenklau Heracleum mantegazianum.

    Die große Vielfalt, die uns aus Übersee beschert wird, ist einerseits eine Verfälschung der heimischen Flora, aber auch eine Bereicherung. Nur überhandnehmen sollten sie nicht. Manche werden schon zu einem Problem, weil sie Einheimische verdrängen.

    Rhodo ist übrigens gutes Hummel- und Dickmaulrüsslerfutter. :D Je nach Stickstoffgehalt ist er auch beliebt bei Blattläusen und diese wiederum bei den Blattlausvertilgern.

    Grüße
     
  16. #15 alfriedro, 13. Mai 2009
    alfriedro

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    @ Liane,

    ich sehe einige super Plätze für eine AV in Deinem Garten. :D:zwinker:
     
  17. #16 colchicus, 13. Mai 2009
    colchicus

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    Nix gegen den H. Benjes, das war eine gute Idee, leider nicht zu Ende gedacht, ich saß auch irgendwann einmal mit roten Ohren und Wangen in einem Vortrag.....
    ...in der Folge hab ich die Benjeshecken, die wie Pilze aus dem Boden schossen über Jahre fotografiert. Leider blieb in 95 % aller Fälle der Wunsch der Vater des Gedanken. Also nicht zuviel da hineininterpretieren, das geht in aller Regel schief. Die Benjeshecke sackt schon nach kurzer Zeit so stark zusammen, dass man die Vögel mit Motorsägen ausrüsten müsste um da reinzukommen. Es bleibt ein Brennnesselwall übrig (auch nicht schlecht aber nicht das Ziel). Was außen nistet wird von den Katzen der Nachbarschaft gefressen.
    Benjeshecken funktionieren nur bei sehr sperrigen Material wie z. b. Obstbaumästen oder wenn Wurzelteller mit eingebracht werden. In aller Regel werden bei größeren Anlagen hervorragende Biotope für Fuchs und Marder geschaffen.
     
  18. lady-li

    lady-li Banned

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    :0-Hallo Rud,

    jetzt weiß ich von Dir, daß das Wurmfarn ist - danke !
    Weißt Du auch, wie die blauen Zierdisteln heißen ?
    Giersch habe ich nur ganz wenig im Garten, da ich den Rasen nicht dünge.
    Dafür aber so´ne kleine Pflanze, die sich mit vielen Wurzeln durch den Rasen frißt.
    Ich mache morgen mal ein Foto von der.
    Außerdem machte mich mein Nachbar letztes Jahr auf eine Pflanze aufmerksam, die dem Löwenzahn ähnelt und angeblich meldepflichtig sei.
    Ich habe vergessen, wie die heißt - bin kein Botaniker.
     
  19. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Ich nur begrenzt :) Bergflockenblume ...

    Meinst Du Ambrosia ...?
     
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  21. lady-li

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    Ach alfriedro....:heul::heul::heul: - mein Vermieter wohnt nebenan !
    Jeglicher Versuch in der Richtung wurde im Keim erstickt : "Das ist doch kein Zoo hier" !
    Deshalb muß ich mich mit der kleinen AV auf der Terrasse begnügen.
    Bei Timnehs möchte ich auch kein Freiflugtraining riskieren - und das "Flughalfter" kommt auch nicht in Frage.
     
  22. lady-li

    lady-li Banned

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    Rud, Du bist genial ! Beides Treffer !!!
    Ich wußte gar nicht, daß die Bergflockenblume zu den geschützten Arten gehört.
    Ambrosia ist auch richtig, da der Stengel behaart ist (also kein Beifuss).
    Diese Pflanze steche ich aus, sowie ich sie entdecke.
     
Thema: Garten als Lebensraum für Vögel
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