Graupapagei beißt!

Diskutiere Graupapagei beißt! im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo an alle, wir haben zwei Graupapgeien im alter von 2 und 2 1/2 jahren. Das männchen 2 1/2 Jahre fängt zunehmend an immer mehr zu beißen,...

  1. Sindy90

    Sindy90 Neues Mitglied

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    Hallo an alle,
    wir haben zwei Graupapgeien im alter von 2 und 2 1/2 jahren. Das männchen
    2 1/2 Jahre fängt zunehmend an immer mehr zu beißen, meine Mutter ist seine Bezugsperson aber die beißt er im Moment am meisten.

    Kann das an der Geschlechtsrife liegen, und wie müssen wir uns nun verhalten?

    Danke für eure Antworten!

    Gruß Sindy
     
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  3. #2 kleiner-kongo, 6. Januar 2009
    kleiner-kongo

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    hallo sindy
    die frage ist garnicht so leicht zu beantworten, dafür müsstest du schon etwas mehr schreiben, in welcher situation beisst er..
    geschlechtsreif sind beide noch nicht, das sind sie erst mit vier bzw. 5 jahren. vieleicht möchten sie sich mehr mit sich selbst beschäfftigen und ihr stört dabei..hat sich bei euch was verändert..es gibt viele gründe warum papageien beissen.schreib einfach ein bisschen mehr über euere tiere..

    lg. kleiner-kongo
     
  4. Sindy90

    Sindy90 Neues Mitglied

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    Also unser Rambo ist ziemlich anhänglich, gerade bei meiner Mutter, er fliegt ihr ganz oft hinterher und wenn meine Mutter dann aber mal keine Zeit für ihn hat, will sie ihn auf seine Stange setzen und dann fängt er an sie zu beißen weil er nicht von ihrer Hand runter möchte. Wenn meine Mutter andere Dinge tut zum Beispiel: Zeitung lesen, Kreuzworträtsel machen usw. dann kommt er und will sie auch beißen. Erst wenn meine Mutter sich dann ganz ihm witmet ist er wieder ganz lieb.
    Unsere Coco ist immer ganz lieb, außer wenn sie spielen will bekommt sie manchmal ihre aussetzter :zwinker:. Aber sonst verstehen sich die beiden Grauen auch wunderbar und schmusen ganz oft.

    Ich hoffe das hilft ein bisschen weiter!

    Gruß sindy
     
  5. #4 kleiner-kongo, 6. Januar 2009
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    hallo sindy,
    jetzt muss ich doch schmunzeln, mir geht es mit meinem kleinen-kongo genau so, ist er bei mir und ich setze ihn weg beisst er auch ..euer kleiner möchte die nähe mit euch geniesen, ob das nun richtig ist, mag jeder für sich selbst entscheiden..ich jedenfalls geniese es, solange es noch so ist...würde ich zeitung lesen, würde er mir diese erst mal schreddern..wenn er aber nur in diesen situationen beisst oder auch nur zwickt..ist ja ein unterschied..alles halb so schlimm..
    aber es gibt bestimmt auch andere meinungen.

    lg. kleiner-kongo
     
  6. #5 Tanja und Kiki, 6. Januar 2009
    Tanja und Kiki

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    Hallo Sindy90,
    ich denke das Rambo um die Aufmerksamkeit deiner Mutter kämpft und sich nicht ander zu helfen weiß, als beißen.
    Es kann auch sein das Rambo seinen Dickkopf versucht durch zusetzen und jetzt übt mit welcher taktig er ans Ziel kommt, beißen, schreien oder anfliegen auf den Kopf springen und wieder weg fliegen oder all die Dinge die er nicht darf, nur um die volle Aufmerksamkeit zu bekommen. Um dem entgegen zu wirken wäre es gut, wenn Ihr es schafft, dass sich die beiden Papas mehr mit sich selbst beschäftigen oder Ihr gebt Rambos ein Spielzeug mit dem er gerne alleine spielt. Bloß nicht einfach alleine sich selber überlassen, den dann kann man sich richtig schöne Faxen ausdenken.
    Vielleicht hilft es ja.
     
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  8. Sindy90

    Sindy90 Neues Mitglied

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    Danke für eure Antworten. Also Rambo beißt so sehr zu das die Wunden richtig tief sind und schlecht zuheilen.
    Er hat so viel Spielzeug was er liebt und mit dem er auch spielt aber trotzdem will er die ganze Aufmerksamkeit.

    Gruß sindy
     
  9. #7 Ingo, 7. Januar 2009
    Zuletzt bearbeitet: 7. Januar 2009
    Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Das ist ganz normal. Er ist in der Flegelphase, die alle Graupapageien durchmachen. Mal intensiver, mal weniger auffällig.
    In dieser Zeit probiert er aus, was er tun kann und wo Grenzen sind. Gar nicht so unähnlich einem pubertierenden Menschenkind. Vor allem Hähne versuchen dabei im Schwarm auch eine besonders respektable Position zu erlangen und andere zu unterwerfen.
    Bei Hennen ist das Geschehen oft weniger offensichtlich-ein scharfes Auge sollte man in der kritischen Zeit aber auch auf diese haben.
    Gerade die menschliche Hauptbezugsperson ist in der Flegelphase in der Regel auch der Hauptleidtragende, da hier dem Vogel besonders wichtig ist, einen klaren Überblick über die Rangverhältnisse zu bekommen.
    Euer Vogel verhält sich daher in meinen Augen absolut typisch und ist eher spät dran.
    Naturbruten sind dabei oft noch recht harmlos, Handaufzuchten beissen dagegen gar nicht mal selten völlig ungehemmt zu.
    Diese Phase beginnt meist zwischen 12 und 18 Monaten und endet in der Regel im Alter von drei, vier oder fünf Jahren langsam auslaufend. Ein Vogel, der in dieser Zeit keine Grenzen zu akzeptieren lernt, wird auch als Erwachsener sehr anstrengend bis gar gefährlich sein.
    Auch ein erwachsener Vogel, der sich als ranghöchstes Familienmitglied fühlt und etabliert hat, kann seiner Menschenfamilie auf das herzlichste zugetan sein und viele freundliche Interaktionen ausführen. Er lässt sich jedoch nichts von ihnen vebieten oder vorschreiben und "fühlt sich absolut im Recht", seine Wünsche mit blutenden Schnabelhieben durchzusetzen. Das kann für die menschlichen Mitbewohner zu einer dauerhaften Tortur werden.
    Ich spreche nicht nur theoretisch: mein Graupapageienmännchen liebt meine Frau abgöttisch, betrachtet sie aber eindeutig als ihm untergeordnet, wogegen er meine übergeordnete Position voll akzeptiert.
    Für meine Frau nicht einfach, da sie auch bei freundlichsten Annäherungsversuchen des Vogels nie weiss, ob er nicht plötzlich zubeisst, weil ihm irgendetwas nicht passt. Ihn händeln oder von irgendeiner verbotenen Aktivität rein verbal abhalten kann sie ebenfalls nicht. Beides ist für mich dagegen kein Problem.
    Ein mit -sanfter- Konsequenz behandelter Vogel wird im Gegensatz dazu mit dem Erwachsenwerden zunehmend seltener versuchen, Rangpositionen in Frage zu stellen und dann wieder viel pflegeleichter.
    Er akzeptiert, dass ihm Grenzen gesetzt sind und dass die federlosen Haushaltsmitglieder in der Hierarchie über ihm stehen.
    Durch 2-3 mehr oder weniger harte Jahre muss man aber durch.
    Wie soll man sich verhalten?
    Nun, vor allem fleissig einfache Kommandos üben. Step up/Step down als Minimum. Dann keine Attacken durchgehen lassen. Beim Beissen möglichst den Aufschrei unterdrücken und den gebissenen Körperteil nicht zurückziehen, sondern dem Vogel entgegendrücken. Nicht leicht, da es gegen die intuitive Reaktion geht, kann empfindliche Papageiengemüter aber bereits sehr beeindrucken. Je nach Charakter und Empfindlichkeit des Vogels kann und muss man unterschiedliche Massnahmen ergreifen. empfindliche Gemüter sind mit einem in den Käfig setzen und für einige Stunden ignorieren nach einem Biss bereits ausreichend bestraft und alles weitere würde sie sehr einschüchtern.
    Robustere Individuen brauchen eine Reaktion, die der eines älteren Schwarmpartners ähnelt, der von einem Jungvogel angegriffen wird und diesen in seine Schranken weist.
    Wichtig ist, die Reaktion dem individuellen Vogelcharakter anzupassen. Sonst nützt es entweder nichts oder verunsichert den Papagei zu stark.
    Bei den möglichen Reaktionen gibt es entsprechend verschiedene Intensitätsstadien.
    Die niedrigste ist kurzes aber lautes Anschreien mit aggressivem Unterton und leichtes Klopfen gegen den Oberschnabel. Dabei den Vogel so bedrängen, dass er von seinem Sitzplatz mindestens ein paar Schruitte zurückweichen muss.
    Die nächste Stufe ist festhalten des Oberschnabels und zurückschieben des Vogels.
    Die höchste Stufe ist ein kurzes Scheuchen, so dass er auffliegen und einige Meter fliegen muss.
    Jede Reaktion muss unbedingt unmittelbar auf das Beissen hin erfolgen und jede der genannten "körperlich werdenden" Bestrafungen sollte ihrerseits unmittelbar durch freundliches Ansprechen und, wenn der Vogel es zulässt, kurzes Kraulen beendet werden.
    Die geschilderten Massnahmen spiegeln für den Vogel verständlich in etwas das wieder, was einem aufmüpfigen Jungvogel im Schwarm widerfahren würde und er versteht daher ganz gut, was passiert. Die anschliessende freundliche Kontaktaufnahme macht ihm auch klar, dass es bei der Aktion rein um die Folgen des Beissens geht und nicht um generelle Aversionen seitens des Besitzers.
    Ich hoffe, das ist eine kleine Hilfe.
     
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