Labor-Beagle

Diskutiere Labor-Beagle im Vogelschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Liebe, liebe Freunde, edlich ist es soweit: Die Kirchheimer Mühle schließt noch dieses Jahr. Das bedeutet etwa 190 Beagle und einige Ziegen...

  1. Ajnar

    Ajnar Initiative für Papageien

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    Liebe, liebe Freunde,

    edlich ist es soweit: Die Kirchheimer Mühle schließt noch dieses Jahr.
    Das bedeutet etwa 190 Beagle und einige Ziegen suchen demnächst ein neues Heim, wo sie sich endlich erholen können und noch eine hoffentlich lange Zeit ein gutes Leben verbringen können.
    Wenn Ihr einen oder mehrere Beagle oder Ziegen aufnehmen möchtet bzw. könnt, schreibt bitte eine Mail an presse@rektorat.uni-heidelberg.de oder sendet ein Fax an 06221-542317 um Euch zu bewerben. Leider konnten mir noch keine genaueren Infos gegeben werden. So müssen wir abwarten und hoffen, daß die Kleinen alle in gute Privathand vermittelt werden können!

    Liebe und hoffnungsvolle Grüße
     
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  3. Moses

    Moses Guest

    werden denn immer noch Versuche mit solchen Tieren unternommen??
    Und wie läuft so etwas ab, für welche Zwecke werden sie verwendet??? Würde mich mal interessieren! Warum werden gerade Beagles so bevorzugt???
     
  4. #3 BigMama, 5. Mai 2004
    BigMama

    BigMama Guest

  5. Moses

    Moses Guest

    Es hat mir fast das Herz gebrochen als ich die Homepage über die Labor-Beagles angesehen und durchgelesen habe... Sie ist aber auch sehr herzergreifend geschrieben!

    Die Hunde tun mir wirklich sehr sehr leid! Ich wusste gar nicht dass noch immer Hunde zu Versuchszwecken benutzt werden. Gerade in Deutschland!? Dies wird doch eher im Hintergrund behalten und kommt nicht so deutlich an die Öffentlichkeit. Gibt es hier in Deutschland viele Versuchslabore mit Tieren? Wenn ja, welche Tiere werden dort noch eingesetzt?
    Früher wurden ja auch oftmals Affen verwendet, ist dies heutzutage auch noch immer der Fall??

    Natürlich lässt sich über dieses Thema streiten, denn um neue Medikamente zu entwickeln muss man sie ja an Lebewesen testen, gerade was die Krebsmedizin angeht, finde ich es sehr wichtig. Aber dennoch tun mir diese Tiere einfach leid.... ich will nicht wissen wie viele dort elendig zu Grunde gehen müssen....
     
  6. Ajnar

    Ajnar Initiative für Papageien

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  7. Anja12

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    öhm, was passiert denn mit den Tieren, wenn man entschieden hat, sie nicht in Privathände zu vermitteln?! :angst:
     
  8. Ajnar

    Ajnar Initiative für Papageien

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    Jetzt malen wir mal nicht den Teufel an die Wand und sind guter Hoffnung!!! Das klappt schon.

    Ich setze Euch gleich in Kenntnis, wenn ich etwas Näheres erfahre.

    Liebe Grüße
     
  9. Anja12

    Anja12 Foren-Guru

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  10. #9 hjb(52), 6. Mai 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Mai 2004
    hjb(52)

    hjb(52) Guest

    Längere Geschichte, im Andenken an Calinca C 24

    Es war Anfang der 80er Jahre, unsere Tochter bekam einen kleinen Mischlings-Rüden als Baby geschenkt. So waren wir auf unseren ersten Hund gekommen.
    Er hieß Oskar ( als er am 13 Geburtstag eingeschläfert wurde, habe ich Rotz und Wasser gehäult - die Familie wuste von nichts und der TA Befund war niederschmetternd). Mit der Zeit war die Tochter, da ja erst 8 Jahre mit allem etwas überfordert, so blieb alles am Papa hängen. Füttern Gassi gehen etc. ja klein Oskar hörte auch auf mich am besten wenn wir ohne Leine unterwegs waren, selbst im Wald. Nur die Hundin unseres Nachbarn ( kleine Münsterländerin hörte besser).
    Irgend wann stand dann von einem Kölner Kreis etwas in der Zeitung von Tierversuchen und so...... unter anderem auch ein Hinweis auf Calinka, die keiner haben will weil sie schon 3 Jahre alt war ( sonst sollte sie eingeschläfert werden). Ich fragt Oskar was er davon hält, er hatte die gleiche Antwort wie ich, so schnell wie möglich holen.
    Also ans Telefon - Kontaktet, Adresse und tel.-Nr. abgegeben. Warten, warten. 3 Wochen später bekamen wir einen Anruf von der Uni Klinik in Essen, Herr Prof...Namen leider Vergessen ( Namen und ich eine Katastrophe) und unterhielt sich mit mir, sehr lange. Dann sagte er, ja Calinca wäre ein Fall für uns und Oskar. Leider könnten wir sie nicht sofort bekommen, die Dame müsse abspecken, so könne man sie uns nicht übergeben.
    Noch mals 3 oder 4 Wochen warten.
    Dann kam der Anruf, wann wir kommen könnten, wir suchten uns den nächsten Monatag aus und die Familie fuhr ohne Oskar nach Essen. Zunächst Papierkrieg. Gespräch mit TA und Professor und dann die Übergabe.
    Eine Dreijahrige Hundin, im Prinzip auf dem Stand eines Welpen. Sie war noch nie daraußen in der freien Welt. Dies hier in Essen war der 2. Versuch und sie kannte nur Zwinger im Keller und Labore und Ops.
    Ich habe sehr lange auf Calinca ein geredet bis ich ihr Halsband anlegte, keine Proteste ( und jede Menge Zuschauer) dann ging ich mit ihr Angeleint zur Tür, habe bestimmt gute 15 Minuten auf sie eingeretet mit vor die Tür zu gehen, sie war sehr ängstlich ( eingekniffener Schwanz) hörte mir aber immer gut zu. Dann war es geschafft. Plötzlich klatschten jede Menge Menschen. Calinca, war der Erste Hund der normal auf seinen eigenen Füßen die Uni in Essen verließ. Die Treppen nach unten mußte ich sie Tragen, da war nichts zu machen. Dann kam wieder etwas neues, sie geht auf die frisch gemähte Rasenfläche. Sofort eine Vorderpfote hoch, igitt das sticht ja, was ist dass, sofort den Rasen verlassen. Die Heimfahrt ging gut. Das Zusammentreffen mit Oskar war auch allerliebst. Im Laufe der Zeit hatten die zwei sich richtig gerne, ich achtete darauf das er der Kleinere in der Hirachie der Boss blieb. Um diesen Posten buhlte sie aber immer wieder. Am Anfang lief sie uns zwei mal weg, konnten sie aber jedes mal unverletzt wieder finden. Einmal dank Oskar.
    Damals hatten wir hinter unserer Heißmangel eine riesige Wiese wo sie toben konnten, einmal spielten sie fangen, Oskar lief einen Halbkreis, Calinca hinter her und bekam die Kurve nicht. Sie war recht steif und so schlug der ganze Hund einmal gerade komplett um. Da war sie erst einmal geschockt.
    Bellen, ja das hat über ein 3/4 Jahr gedauert, bis da der erste Ton heraus kam, da stand sie an der Tür ( Glas) und sah draußen den Frechen Nachbarshund, der Oskar schon ein mal gebissen hatte. Das bekam sie damals mit. Sie bellte und erschrak sich gleichzeitg und lief dann sofort auf ihre Bank.
    Damals hatten wir vermutet, das sie ihr die Stimmbänder abgetrennt hätten, die betreuende TA von der Essener Uni, bestritt dies. Sie war ehrlich. Calinca wurde alle 3 Monate aus Essen besucht und durch gescheckt. Die Leukemieversuche sollten, für den Menschen ja positive Behandlungs Ergebnisse bringen. ........
    Wir hatten eine schöne Zeit zusammen. Alle 5 und unsere damaligen Vögel auch.
    Nach ca etwas über 2 Jahren bei uns verstarb Calinca, wollte Abends mit Ihr noch zum TA, doch wie ich von der Arbeit kam, spuckte sie Blut, legte ihren Kopf auf mein Bein und verstarb.
    War nicht mehr in der Lage sie nach Essen zu bringen, wo man sie haben wollte. Unser TA auch TA Mediziner an der uni in Köln, bekam sie dann von mir gebracht und machte alles was die Essener von ihm wollten, sie brauchten die Ergebnisse um in der Forschung weiter zu kommen und den Menschen die Leukemie haben besser helfen zu konnen.
    Die ganze Woche war ich so, als wenn ich neben mir stand, Oskar trauert auch fraß 2 Tage nichts.
    Ja so war das damals mit unser C 24.

    Eigentlich bin ich gegen Tierversuche, da vieles auch ohne geht, leider aber teurer ist, als mit Tieren zu arbeiten.
    Wenn die Versuche so wie bei Calinca, sinnvoll für Tier und Mensch sind, dann kann ich mit diesem Kompromiss leben.

    Gruß
    Hans-Jürgen :0-
     
  11. blau

    blau Foren-Guru

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    AG abnehmender Aktionismus im Tagesverlauf
    Meines Wissens werden die Beagle relativ frühzeitig aus den Versuchen genommen (um es einmal neutral zu formulieren). Da sie sich auch realtiv problemlos nachzüchten lassen, ist für Nachschub gesorgt.

    Ich habe vor ein paar Jahren 2 Beagle kennen gelernt, beide von der Leverkusener Beiersdorf AG wurde mir gesagt. Als ich die beiden traff lebten sie in einem Zuhause, indem sie angemessen und liebevoll betreut wurden. Die Beaglehündin war ängstlich und zurückhaltend, sie duckte sich sofort, wenn sich ihr seitwärts jemand näherte. In ihren wenigen Hundejahren, sie wurde mit 3 Jahren entlassen so meine ich, hatte sie als Versuchshund ausgeharrt. Ihr Sohn war ein glücklicher Tolpatsch.
    Dies war mein erstes Treffen mit einem Versuchstier. Das Versuchsprotokoll ist mir unbekannt. Dennoch: Ich frage mich, wieso diese Stinker und viele Tausende mehr für beispielsweise Kosmetikprodukte (weiterhin) leiden müssen.....
     
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  13. Gunna

    Gunna Foren-Guru

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    Im tiefen tiefen Wald
    Hans - Jürgen, deine Geschichte ist ja zum Heulen traurig, aber auch gut, denn die kleine Hündin hat ja bei dir wenigstens ein paar Jahre glücklich gelebt.
    Habe selber 2 Hunde - mein großer heißt übrigens auch Oskar ;-) - naja und drei geht leider nicht. Dabei würde ich sehr gerne so einen Beagle aufnehmen, naja, so kann ich nur alle Daumen drücken, dass sie alle gute Plätze kriegen und diesen Thread weiter verfolgen.
     
  14. Brian

    Brian Guest

    das alles ist ja schrecklich als ich das gelesen habe musste ich anfangen zu heulen... :dagegen:
     
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