mögliche Ausbreitung des Hühnergrippe-Virus über Fischmehl

Diskutiere mögliche Ausbreitung des Hühnergrippe-Virus über Fischmehl im Vogelgrippe / Geflügelpest Forum im Bereich Allgemeine Foren; "Die Hypthese, dass sich Wildvögel lokal an H5N1 kontaminiertem, z.B. für Nutzgefügel bestimmten Futterprodukten infiziert haben könnten, würde...

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  1. Munin

    Munin Guest

    Wird Nutzgeflügel, sofern keine Symptome auf H5N1 vorliegen, auf H5N1 beprobt?

    Sag du es mir, bzw. fallen alle H5N1-positiven Vögel sofort tot um?

    Nein, aber wenn wir Pläne hätten, wie man ohne Kollateralschäden merkbefreite Mitbürger in die Luft zu sprengen vermöchte, würd's vermutlich an ziemlich vielen Ecken ziemlich laut knallen.. :D

    Im Web gibt's Teilchen? Das werd ich gleich mal dem CERN mailen. A pros pos Teilchen: Manchmal könnte man meinen, daß die Kernphysiker neue subatomare Teilchen weniger entdecken als vielmehr erfinden. Wenn genügend einflußreiche Wissenschaftler von einem theoretisch postulierten neuen Teilchen glauben, daß man es finden könnte, werden teure Beschleunigungs- und Kollisionsapparaturen gebaut, um nach ihnen zu fahnden. Und richtig, das neue Teilchen wird aufgespürt - als Spur in einer Blasenkammer oder auf der fotografischen Platte. Je häufiger man es entdeckt, desto leichter wird es, es immer wieder zu finden. Man kommt zu einem neuen Konsens: Es existiert. Der Erfolg rechtfertigt nachträglich die Investition der gewaltigen Summen, um die es hier geht, und die Finanzierung noch größerer Atomknacker, mit denen man weitere vorausgesagte Teilchen aufspüren kann, und so weiter. Die Natur selbst ist offenbar bereit, uns dieses Spielchen endlos weitertreiben zu lassen, und wenn es eine Grenze gibt, besteht sie allenfalls darin, daß die Forschungsetats die Abermilliarden, die für solche Forschungen nötig sind, einfach nicht mehr hergeben.

    Du kannst hier in deinem Falle den Begriff "Teilchen" durch "wildvögelnde [hier bitte die Zusammenschreibung unbedingt beachten!] H5N1 Viren" ersetzen.

    Danke für diese selbstreferenzielle rhetorische Einlage.

    Nicht unterstellen. Attestieren.

    Naja.. wenn du meinst.. :D

    Gruß,
    Werner

    PS: Ich habe mir erlaubt, den Betrag und insbesondere die Zitierungen ein wenig sauberer zu formatieren. So wird's jedenfalls lesbarer. Meine ich zumindest.
     
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  3. Lexx

    Lexx Guest

    Kannste knicken, die ham die Schnauze voll von uns. Seehofer hat da so oft angefragt, ob man das Wort "Quantensprung" in Zusammenhang mit Vogelgrippe verwenden darf, das die alle Leitungen zu Deutschland gekappt haben :D . Hat eigentlich jemand mitgezählt? Ich bin bei dreimal wo er die Floskel "Das Virus hat einen Quantensprung zum Menschen hin gemacht" verwendet hat *gröhl*.
    Grüsslis... Lexx
     
  4. Munin

    Munin Guest

    Die Lösung!

    Lexx, das isses. Alle Schleier lichten sich, das Bild wird klar. Dass da noch keiner 'dran gedacht hat.. H5N1 kann beamen. Mensch, die EPR-Bell Korrelation.. Quantenpartikel können entsprechend des Einstein-Podolsk-Rosen Effekts über beliebige Entfernungen ohne Zeitverlust auf einen Partner übertragen, ohne nach den Maßstäben der klassischen Physik wirklich in Verbindung zu stehen. Das erkärt auch die merkwürdigen Vektoren, es gibt nämlich gar keine.. H5N1 beamt sich einfach von Hong Kong nach Bielefeld.

    Na das war ja einfach.:D

    Gruß,
    Werner
     
  5. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Ja, es wird. Danach googeln darfst du selber.
    Wenn ich es wüßte, hätte ich nicht gefragt. Aber sicherlich wirst du mir nun erklären, wie sie an für Hausgeflügel bestimmtes Futter gekommen ist, wo jenes doch aufgestallt ist und folglich nicht im Freien gefüttert wird. Und du wirst mir bestimmt auch sagen, warum eine Bergente sich in der Nähe von Hausgeflügel herumtreiben sollte.

    Wie nett...
    Ich hätte eine Methode, garantiert ohne Kollateralschäden, wie man Zeitgenossen daran hindern könnte, Schwachsinn und Gewaltandrohungen zu verbreiten.

    Hier habe ich noch die richtigen Teilchen für dich (Lexx darf sich auch gern bedienen), Quark(s) ist bestimmt auch drin. Außer reinstopfen bis zum :+kotz: kannst du damit nicht viel Unheil anrichten:
    [​IMG]
     
  6. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Darin liegt kein Widerspruch, denn in China gab es Massensterben von Wildvögeln. Dies könnte bei uns ebenso passieren.

    komisch, ne? Wo ich die Mittelung des FLI doch in Beitrag #59 zitiert habe (und daraufhin gleich von Karin runtergeputzt wurde)
     
  7. schwan

    schwan Stammmitglied

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    Hallo!
    Auf Rügen ist doch eine große Fischverarbeitung.Wenn die Schiffe dort gereinigt werden und die Abfälle gelangen in die Ostsee,können sich die Tiere dadurch eventuell infizieren???

    Schwan
     
  8. #267 Gänseerpel, 8. März 2006
    Gänseerpel

    Gänseerpel Foren-Guru

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    Versucht doch mal aus erster Hand nachzulesen, dann erübrigt sich vielleicht die diskussion:D
     
  9. #268 Vogelklappe, 8. März 2006
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Wieso "kann", Munin ? Das hat den Boden der Spekulation längst verlassen...

    "Auch Taiwans Behörden haben die ersten Fälle von Vogelgrippe bei Geflügel gemeldet. Die betroffenen Tiere hätten sich auf einem in Panama registrierten Frachter befunden..."
    http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/29/0,3672,2387453,00.html

    "Geht es nach ihnen, müssen völlig neue Untersuchungsmethoden angewandt werden, um die Wahrheit über die Vogelgrippe und ihre Gefahren für den Menschen zu erfahren."
    Oder auch nur neue Hinweise zu erhalten, an denen offenbar niemand interessiert ist. Als reine Naivität der Politiker geht deren Unterlassung nicht mehr durch.
     
  10. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Du musst wirklich zum Psychater :nene:
     
  11. tamborie

    tamborie Guest

    Das aus Deinem Munde zu hören *lol*
     
  12. #271 Rudi und Rita, 9. März 2006
    Rudi und Rita

    Rudi und Rita Foren-Guru

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    Wenn man jetzt erst 100 Teilchen hat, wieso wurde dann schon lange die Panik mit der möglichen Pandemie verbreitet?

    Es scheinen ja noch nicht mal die Ursache und die Weiterverbreitung erforscht zu sein. Wie kann man da überhaupt schon vor einer Pandemie warnen, überhaupt dieses Wort in den Mund nehmen?

    Nicht dass ich jetzt Angst vor einer möglichen Pandemie habe, aber ich sehe schon die wirtschaftlichen Konsequenzen für einige Betriebe auf diese Panik. Die schöne Insel Rügen, die erst in den letzten Jahren den Tourismus wieder aufleben lassen konnte, wird es wohl dieses Jahr leider sehr schwer treffen.

    Tiere wurden abgegeben, so mancher Nachbarschaftsstreit entbrennt jetzt wahrscheinlich wegen der Tiere usw.

    Zuerst wurde vor den Zugvögeln gewarnt, jetzt dürfen in manchen Städten die Wassertiere nicht mehr gefüttert werden.

    Tote Amseln und Tauben brauchen lt. unserer heutigen Tageszeitung nicht gemeldet zu werden. Aber man soll die Volieren so dicht machen, dass kein Wildvogel eindringen kann. Ein Raubvogel oder ein Schwan passen da doch sowieso nicht durch. Und tote Singvögel braucht man nicht melden?

    Irgendwie widerspricht sich für mich noch so vieles. Von Klarheit sind wir sehr weit entfernt.

    Entweder weiß man ganz oben schon mehr und will der Bevölkerung nichts sagen, aus was weiß ich für Gründen. Oder sie stehen tatsache noch vor dem Buch mit den sieben Siegeln.

    Deswegen finde ich es gut, dass hier darüber diskutiert wird und lese es auch sehr gerne. Welche Meinung nun die Richtige ist, kann ich nicht nachvollziehen. Einige User geben sich sehr viel Mühe mit der Suche und Auswertung von Quellen, wie z. B. VolkerM und Vogelklappe.

    Auch wenn mancher User vielleicht anderer Meinung sein sollte, dann kann er diese auch mit Quellen belegen. Dafür ist es eine Diskussion, der Leser kann sich aus dem geschriebenen seine eigene Meinung bilden. Nur persönliche Beleidigungen sind hier echt fehl am Platz. Dafür finde ich das Thema viel zu ernst.

    Liebe Grüße
    Elke
     
  13. #272 dunnawetta, 9. März 2006
    dunnawetta

    dunnawetta Foren-Guru

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    MERCI für diesen Beitrag. Wenn sich jeder mehr daran halten würde, könnten wir entschieden weiter sein.
    Lieb Grüße Anne
     
  14. #273 Gänseerpel, 9. März 2006
    Gänseerpel

    Gänseerpel Foren-Guru

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    Darum geht es nicht. Im jetzigen Evolutionsstadium handelt es sich um keinen Pandemieerreger, sondern um eine Zoonose, die für insbesondere Vögel, hoch ansteckend ist, und sich nur, mehr oder weniger schwer, dass heisst nur unter ganz bestimmten Bedingungen, auf Säuger übertragen lässt. Dass das Potenzial des Erregers von den Verantwortlichen offenbar sträflich unterschätzt wurde, und die Biologie des Erregers u.a. deshalb völlig unzureichend erkannt ist, sollte aber eher zur gegenteiligen Schlussfolgerung führen: Es hat doch keinen Sinn zu sagen: Wir wissen nichts genaues, also macht euch bitte keine Sorgen.

    Dass Influenzaviren durch die vom Menschen herbeigeführten Änderungen in der Umwelt derzeit eine "evolutionäre Antwort geben" und ihre Chance nutzen - - Massentierhaltung, land- und fischwirtschaftliche Praktiken, globale Erwärmung - etc, ist eigentlich jedem, der sich seriös mit der Materie befasst klar, außer vielleicht einigen unverbesserlichen Politikern und deren Anhängerschaft.

    Klar ist auch, dass in Zeiten in denen aufgrund von ökologischen Veränderungen neue ölologische Nischen besetzt werden, die Gefahr der Herusbildung eines Erregers besonders gross ist, der eben eine ganz andere Transmissionsdynamik und damit Pandemiefähigkeit besitzt.

    Man muss sich klar machen, dass es hier nur Austausch von einigen wenigen Aminosäuren, ja oftmals sogar nur von einer geht, die schließlich zu einer fundamentalen Änderung der Virusbiologie führen.

    Das Pandemievirus von 1918 ist längst komplett sequenziert und war (und ist) Gegenstand intensiver Forschung - und ist dennoch in seinen Eigenschaften weitgehend unverstanden, die 1918 Pandemie wäre also auch mit heutigen Mitteln nicht voraussagbar.

    Dem ist zuzustimmen. Wer meint, mit der kritiklosen Übernahme der Verlautbarungen "amtlicher" Stellen oder "offizieller" Gruppierungen besser bedient zu sein als z.B. in diesem Forum, soll dies doch um Himmels willen tun. Damit waren wir ja bekanntermassen auch in der Vergangenheit bestens bedient.

    BSE- und Gammelfleischskandal, Pleiten Pech und Pannen bei Toll Collect, zahllose Untersuchungssausschüsse sowie Aussagen wie "Die Renten sind sicher", "die Streuern werden gesenkt", "von einem Haushaltsloch kann keine Rede sein," belegen ja u.a. anschaulich, wie glaubwürdig und zuverlässig diese Quellen sind.
     
  15. Gastleser

    Gastleser Guest

    ...

    Raven meint, dass H5N1-infizierte Vögel (zumindest einige Arten) Virenträger sein können, ohne unter halbwegs zuträglichen Umfeldbedingungen daran zu sterben.

    Ja. Dafür gibt es nicht zu übersehende Belege.

    Raven meint, dass bei nicht mehr so zuträglichen Umfeldbedingungen (Anmerkung von mir: z.B. länger anhaltende und starke Frostperioden mit entsprechender Nahrungsknappheit) ein Teil der betroffenen/betreffenden Vögel (unabhängig von H5N1) verenden (könnten). Sozusagen: Natürliche Selektion.

    Ja. Auch das ist plausibel.

    Raven teilt mittlerweile (nicht anders kann ich das verstehen) die schon seit längerer Zeit von vielen Ornithologen vertretene Annahme, dass H5N1 seit einem Zeitraum "X" in Wildvogelbeständen endemisch ist.

    Auch diese Annahme ist begründbar (wenn auch in Folge der erst aktuell aufgenommenen intensiveren Beprobungen von Wildvögeln nicht mehr - nachträglich - faktisch zu belegen). Trotzdem ist (nicht nur m.E.) dieses "Modell" in sich konsistent.

    Das "Fehlen" von H5N1-Positiv-Fällen in bundesdeutschen Wildvogelbeständen während der Jahre 2003/2004/2005 wird (s.o.) dadurch erklärlich, dass der stets auftretenden saisonalen Letalität in WV - Beständen keine beprobende Beachtung geschenkt wurde. Mit anderen Worten: Während dieser Zeiträume evtl. bereits vorhandene H5N1-Fälle wurden im Rahmen der "saisonalen Letalität" gesehen.

    Es ist auch keineswegs (wie in den Medien fälschlicher Weise vielfach dargestellt) zutreffend, dass die auf Rügen aktuell vorgefundene Zahl toten Wassergeflügels eine extreme "Spitze" markiert. So waren in den Regionen Helgoland und Timmendorf in 2004/2005 ähnlich "hohe" Zahlen zu verzeichnen. Seit mehr als 20 Jahren wird in dieser Küstenregion ein intensives Monitoring betrieben (was leider die Ausnahme darstellt). Generell: Die Mortalität ist sehr stark an Witterung - und bedingt auch an Populationsdichten und andere Faktoren - gebunden. Erläuterungen zu letzteren Aspekten wären zu umfänglich, um hier dargestellt zu werden.

    Dr. Helmut Kruckenberg: "Die Sterberate auf Rügen ist ganz normal."

    Mehr dazu bitte in der angehängten Datei nachlesen. Empfehlung für alle wirklich interessierten User/innen: UNBEDINGT LESEN !

    Ein "endemischer Zustand" in Teilen der Wildvogelbestände gibt jedoch (noch) keinen (direkten) Aufschluss über die Kausalitäten des Infektions-Eintrags.

    Das Auftreten in mit keinen jeweils aktuellen "Vogelzügen" erklärlichen geografischen Mustern ist allerdings ein starkes Indiz dafür, dass die "Endemie" nicht durch Zugvögel initiiert war/ist, sondern dass Zugvögel eher "Betroffene" denn "Täter" und marginal am Verbreitungsgeschehen beteiligt waren/sind.

    Die Indizien für andere Verbreitungswege (z.B. Handel, Futter, Mensch) hingegen sind recht ausgeprägt (wie bereits mehrfach dargelegt).

    Mehr dazu (und zu ernsthaft diskussionswürdigen "Modellen" des Eintrags und der Verbeitung) späterhin.
     

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  16. Gastleser

    Gastleser Guest

    ...

    Gänseerpel:
    "Wer meint, mit der kritiklosen Übernahme der Verlautbarungen "amtlicher" Stellen oder "offizieller" Gruppierungen besser bedient zu sein als z.B. in diesem Forum, soll dies doch um Himmels willen tun. Damit waren wir ja bekanntermassen auch in der Vergangenheit bestens bedient. "

    Absolut gleicher Meinung.
     
  17. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Unverschämtheit

    VolkerM, genauso falsch wie du meine Worte interpretierst, die nun wirklich eindeutig sind, genauso falsch wirst du auch die Aussagen anderer interpretieren, so dass sie in dein Weltbild passen, dass du deine Theorien damit unterstützen kannst.
    Ich verbitte mir, dass du mich interpretierst und mir Dinge in den Mund legst, die ich nicht gesagt habe.

    Ich schrieb:
    Dass Tiere auch aus anderen Ursachen sterben ist trivial und muss nicht erwähnt werden.
     
  18. Gastleser

    Gastleser Guest

    ...

    Ich habe nun in aller Ruhe und Vernunft und in ehrlichster Absicht (und ohne jede Hintergedanken) versucht, die Diskussion in "verträgliche" Bahnen zu lenken. Was kommt von Dir (Raven): UNVERSCHÄMTHEIT. So ist doch keine Diskussion zu führen. Was soll denn das?

    Ich werde (um nicht zum wiederholten Male seitenweise sachfremden Nonsens heraufzubeschwören) zukünftig Deine Beiträge ignorieren. Also entweder habe ich einen an der Waffel, oder Du drehst Dir Deine eigenen Worte stets so, dass überirdische exegetische Fähigkeiten erforderlich sind, Dich so zu verstehen, wie Du verstanden werden möchtest.

    Dies war mein definitiv letztes "Eingehen" auf Beiträge dieser "Qualität".

    Möge sich jede/r unbefangene Leser/in ihren/seinen Teil denken.
     
  19. Lexx

    Lexx Guest

    @ Raven, selbst wenn man Dir mal recht gibt isses falsch, oder?:nene:


    Mal auf das Monitoring eingehend, das Gastleser angesprochen hat:
    Nicht nur das, 2005 wurde paralell zur Aufstallung das Wildvogelmonitoring verstärkt. Untersucht wurden 25 000 Proben deutschlandweit, geht man aber davon aus, das allein am Bodensee ganzjährig 200 000 Wasservögel leben, kann man sich vorstellen, das diese Probenanzahl nicht aussagekräftig in Bezug auf die in Deutschland heimische Wildvogel-/Wasservogelpopulation sein kann. Ein Prozentsatz < 0 an Proben ist nicht geeignet um einen Nachweis zu erbringen, das die AI erst im Winter hier aufgetaucht sein soll.

    Geht man nun davon aus wieviel Proben mittlerweile deutschlandweit untersucht wurden (mehrere Tausend) dann sind die bislang erbrachten Nachweise von H5N1 Infektionen in Wildvögeln (unter 200) ein "Durchseuchungsprozentsatz" von unter 10%! Das darf gerne korrigiert werden, wenn jemand die genauen Zahlen hat.

    Auffällig für mich, während der Aufstallungspause vom 15.12.05-17.02.06 war das Geflügel auch auf Rügen fröhlich am draussen rumlatschen und obwohl das Virus nunmal unleugbar seit längerem hier ist, hat sich nichts infiziert.

    Meine Folgerung daraus: Damit sich Hausgeflügel durch Wildgeflügel infizieren kann, muss eine enge Nähe vorhanden sein, d.H. so wie in Graz zum Beispiel das erkrankte Wildtier (Schwan) mit Hausgeflügel auf engstem Raum über einen gewissen Zeitraum hinweg gehalten werden. Ist aber das Geflügel optimal gehalten und gesund, besteht meiner Meinung nach eine sehr geringe Gefahr, das durch z.B. zufälligen Koteintrag oder gemeinsame Weiden-/Gewässernutzung das Virus sich überträgt.
    Hält man dagegen natürlich die Puten in Frankreich, wo man mittlerweile davon ausgeht, das Mitarbeiter das Virus eingetragen haben, dann muß das Immunsystem der Puten schon dementsprechend geschwächt gewesen sein (-> reine Indoorhaltung) oder der Eintrag dementsprechend hoch.

    Grüsslis... Lexx
     
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  21. Gastleser

    Gastleser Guest

    ...

    Für User/innen ohne ACROBAT-READER hier die Meinungen von Helmut Kruckenberg als Text:

    Ostfriesenzeitung / Ostfriesland / 09.03.2006

    Vorschlag: Vögel fangen und untersuchen

    Von Heiner Schröder

    Seuche / Experte Helmut Kruckenberg: Für den Dollart kann vorerst Entwarnung gegeben werden.

    Im Jahr 2003 wurden Höckerschwäne in Ostfriesland untersucht: ohne Befund. Auch die in diesem Winter gefangenen Gänse haben den Erreger nicht in sich.

    Ostfriesland - Der aus Leer stammende und in Ostfriesland forschende Gänse- und Schwanenexperte Helmut Kruckenberg (Verden) schlug vor, Wildvögel zu fangen und zu untersuchen. Nur so sei herauszufinden, ob und wie weit das Virus der Vogelgrippe in Deutschland verbreitet ist. Im Moment gebe es Anzeichen dafür, dass das Virus schon seit Herbst 2004 bei deutschen Wildvögeln verbreitet ist : ohne zur Krankheit zu führen.

    Für Ostfriesland trifft das allerdings noch nicht zu. Kruckenberg und Kollegen aus Deutschland und den Niederlanden haben im Jahr 2003 Höckerschwäne und im Winter 2004/2005 sowie in diesem Winter 4000 Gänse gefangen und auf Viren untersucht. Es gab keine Befunde. "Daher kann für den Dollart-Raum eigentlich vorerst Entwarnung gegeben werden", meint Kruckenberg.

    Wie seine ostfriesischen Kollegen Manfred Knake (Esens) und Matthias Bergmann (Aurich) zweifelt Kruckenberg daran, dass das Virus erst vor kurzem die verendeten Schwäne auf Rügen befallen hat. "Die Sterberate auf Rügen ist ganz normal. Es gibt nur einen Unterschied : Zum ersten Mal wurden die toten Tiere auf Rügen auf Vogelgrippe untersucht." Es sei nicht einmal erwiesen, dass die Schwäne an Vogelgrippe zugrunde gegangen sind. "Vielleicht sind sie einfach nur verhungert. Bei dem harten Winter auf Rügen ist das ganz normal", meint Kruckenberg.

    Der Vogelforscher sieht beim Umgang mit der Vogelgrippe ein grundlegendes Problem: "Wir wissen über Wildvögel eigentlich ganz wenig." Das gelte zum Beispiel für den Weg, den die Vögel beim Zug von den Winterquartieren zu den Brutgebieten nehmen. Kruckenberg hat bei den aktuellen Untersuchungen fünf Gänse mit einem Satellitensender versehen, der alle zwei Stunden meldet, wo sich die Vögel jetzt befinden. Aber das könne nur ein Anfang sein.

    Ein weiterer weißer Fleck: Man wisse nicht, ob das Virus für gesunde Gänse oder Stockenten überhaupt gefährlich ist, meint Kruckenberg. Insofern warnt er vor Panikmache und Angst. "Wenn alles normal verläuft, ist von dem Vogelgrippe-Virus nichts zu befürchten.". In Jahrmillionen habe das Immunsystem von Tieren und Menschen gelernt, sich auf neue Viren einzustellen. Bei der Vogelgrippe sei das nicht anders.

    Kruckenberg sieht allerdings eine wirtschaftliche Gefahr, dass das Virus in Nutztierbestände einwandert. "Diese Vögel leben viel zu kurz, um ein wirkungsvolles Immunsystem aufbauen zu können." Vor allem bei der Massierung von Ställen wie beispielsweise im Raum Cloppenburg sei die Gefahr groß, dass sich das Virus über Entlüftungssysteme von einem zum anderen Stall verbreite.

    Um das zu verhindern, empfiehlt Kruckenberg neben den bekannten Maßnahmen, das Füttern von Vögeln an Seen und Häfen zu verbieten, Schweine und Tauben einzusperren. Schweine, so sagt er, seien ebenfalls ein großes Risiko, weil sie für Viren der Vogelgrippe und der menschlichen Grippe gleichermaßen anfällig seien. Kruckenberg: "Im Schwein kann sich aus beiden Virenarten ein neues, vielleicht wirklich gefährliches Virus entwickeln. Aber es müssten "unglaublich viele Zufälle zusammenkommen", damit das passiert und eine Gefahr für Menschen entsteht.
     
  22. aday

    aday Foren-Guru

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    Wie definierst du länger? Definitiv kannst du erst sagen, das seit dem Moment die Vogelgrippe auf Rügen und somit auch in Deutschland war, wo das erste Tier gefunden wurde das positiv getestet wurde. Wann es nach Deutschland gekommen ist infiziert, oder wann es sich in Deutschland wo infiziert hat, kannst selbst du nicht mit sicherheit sagen.
    Wenn ich jetzt behaupten würde, das dieses erste positiv getestete Tier der Ausgangspunkt für alle anderen Infektionen auf Rügen und Umgebung wäre und das dieses Tier aus einem Gebiet infiziert gekommen ist aus Osteuropa und sogar von einem Ort, der bisher noch als Vogelgrippe frei gilt, könntest du jetzt ganz klar und eindeutig sagen, Nein?
    Natürlich nicht.

    Wir gehen hier nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung und die Wahrscheinlichkeitsrechnung besagt halt nunmal, das ein zunächst alleiniger Ausbruch bei Wildvögeln mit einer ziemlichen Sicherheit durch Wildvögel übertragen wurde.
    Ein zunächst auf Nutzgeflügel begrenzter Ausbruch mit vorliegender Transporttätigkeit von evtl. infiziertem Material (Geflügelprodukte, usw.), durch diesen übertragen wurde.

    Aus diesem Grund gibt es die Aufstallung beim Nutzgeflügel, damit kein infizierter Wildvogel möglichst reinfliegen kann und die Transportbeschränkungen, damit infiziertes Material nicht auf Umwegen Bestände Infizieren kann.

    Die wahrscheinlichkeit einer Übertragung nimmt immer mehr ab, je mehr Möglichkeiten ich versuche auszuschliessen und logischer weise fängt man mit dem größten Gefahrenpotenzial an.
    Das Katzen übertragen können ist klar, die Gefährtung liegt aber wesentlich tiefer und von Temperaturbehandelten Fischmehl wo Viren drin sein sollen von mitverarbeiteten Vögeln, wo die Verarbeitung und auch die Transportzeit und viele andere Faktoren selbst bei vorliegenden Viren in der "Ausgangsmasse" fast auf Null gedrückt wird, liegt noch viel tiefer und schon erst recht, das dieses zum Mästen von Schwänen Verwendung findet.
     
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