NB vs. HZ von Graupapageien - und woher? Empfehlenswerten Züchter gesucht. HILFE

Diskutiere NB vs. HZ von Graupapageien - und woher? Empfehlenswerten Züchter gesucht. HILFE im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hi Larity ; Das stimmt nicht ganz so . MFG Jens Mehr, das stimmt uberhaupt nicht. Das ist ein myth. Es gibt da andere faktoren die...

  1. papugi

    papugi Foren-Guru

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    Mehr, das stimmt uberhaupt nicht. Das ist ein myth.
    Es gibt da andere faktoren die solches benehmen vorbringen und beinflussen.
    Wenn es jemanden interessiert kann er ja die fragen stellen wie ein vogel HZ zum beissen kommt. Das ware ein klugerer weg als so einen myth immer weiter nachzusprechen.
     
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  3. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    HZ landen oft bei Leuten, die wenig Vorkenntnisse haben und so kommt eins zum anderen -oft endets halt mit der verschrieenen Bissigkeit.
    Aber da kann in aller regel der Vogel nichts für.
     
  4. Larity

    Larity Larity

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    Es trifft ja nicht auf jede HZ zu, sorry dann habe ich mich falsch ausgedrückt.

    Aber hier im Forum steht unter Tipps: Unterschied zwischen HZ und NB, bei den Nachteilen folgendes:

    "Die Beißhemmschwelle bei Handaufzuchten ist meist viel niedriger als bei Naturbruten, da die natürliche Angst und Vorsicht vor dem Menschen fehlen."
    Auf unseren Jacky trifft das zu. Ich wollte nur von meiner Erfahrung sprechen.
    Sicherlich haben wir auch fehler gemacht, aber er hat trotzdem eine niedrigere Beißhemmschwelle als Chica in den selben Situationen.

    Aber wir kommunizieren gut miteinander, er hat schon lange nicht mehr gebissen.

    Und man hört-und ich in meiner Situation sehe es auch- das eine HZ- NICHT ALLE- meist mehr zu Verhaltensauffälligkeiten neigt als eine NB-AUCH NICHT ALLE.

    Jeder muss das natürlich selber entscheiden.
    Aber in meinem Fall ist eine NB einfacher und umgänglicher als eine HZ----bei der gleichen Pflege.

    Kann aber auch sein, dass Jacky einfach ein starker Charakter ist ;)

    Ich wollte hier nichts falsches schreiben.

    LG
     
  5. #44 Bianca Durek, 8. Dezember 2011
    Bianca Durek

    Bianca Durek † 06.08.2014

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    Du hast absolut nichts falsches geschrieben. Auch meine weibliche Teil-Handaufzucht reagiert genauso wie von dir beschrieben. Wenn ihr etwas nicht in den Kram passt beisst sie zu, das können Kleinigkeiten sein, wie ich komme morgens ein paar Minuten später als üblich ins Vogelzimmer, dann werde ich sofort angeflogen und ins Ohr gebissen.

    An Erfahrung und Vorkenntnissen mangelt es mir nach Jahrzehntelanger Papageienhaltung sicher nicht.

    Selbst meine handzahme Wildfanghenne oder auch mein Naturbruthahn würden niemals so reagieren, ihre Hemmschwelle ist wesentlich höher.
    Ich hätte es noch das erste Mal zu gut von ihnen gebissen zu werden.
     
  6. papugi

    papugi Foren-Guru

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    Larity,
    wie alt sind deine vogel?
    die Hz und die NB
    in welchemalterhast du sie bekommen?
    schonen tag
     
  7. jensen

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    Hi Bianca ;
    dann hast du Ingos posting und das von Celine überhaupt nicht verstanden .

    Dann heißt das also , für einen , der sich mit der Papageienhaltung nicht so auskennt : die Hz wurde so bissig , weil die Spritze und der Mensch an sich im Spiel war .
    Das kann so nicht hinhaun .
    Wenn ein Vogel anfängt zu beißen hat dies andere Gründe , wie gesagt : der Halter ist daran nicht unschuldig .
    Lese dir dazu diverse Themen durch , wenn der Vogel anfangs alleine gehalten wurde ( egal ob HZ oder NB ) -damit sich Coco erst mal an Mensch gewöhnt ------------------und wenn er dann Auffälligkeiten zeigt ---------jo , dann wird urplötzlich nach einem Partner ausschau gehalten , oder man versteht die Welt nicht mehr warum Coco von jetzt auf gleich so geworden ist :D .
    Wenn ein Vogel seinen Spaß daran hat seinen Halter ausserhalb der Brutzeit anzugreifen , dann kann man sagen -----------------------das der Vogel seinen Halter gut im Griff hat :D . Jaja , daran hat Coco gefallen gefunden :jaaa:

    Hier in diesem Thema werden viele sachen in einen Topf geworfen , ohne dabei zu differenzieren ( warum und wieso ) ----------------------und rauskommen tut dabei nur ein : HZ wird böse geboren wegen Spritze und Mensch . Nene , so einfach ist das nicht .

    Wie gesagt ; Ingos posting noch mal lesen , versuchen zu verstehen was er sagen wollte -------------------und dann die Fehlersuche starten . Vorteilhaft an der ganze Suche wäre dann , wenn der Halter bei sich selbst anfangen würde .

    Hi Larity ;

    Das ist ja nicht einmal die Unwahrheit .
    Testfrage ; Aber warum ist das so ? ( habe ich schon versucht zu erklären , ebenso Ingo ein paar posts vorher ) .

    MFG Jens
     
  8. lady-li

    lady-li Banned

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    :D Ich wollte Dich zitieren, Jens - aber da hätte ich quasi alles zitieren müssen. :D

    Wir haben bei den Aras leider die Diskussion nicht fortgeführt : lineare Hierarchie - ja oder nein ?
    Denn eine gesicherte Erkenntnis über das Dominanzverhalten im Schwarm würde auch Anhaltspunkte dafür geben, wie der Mensch sich verhalten sollte.
    Soll er der Chef werden oder reicht es, wenn er sich nicht "verkaspern" läßt und souverän die kleinen Beisspielchen umgeht ?
    Ist die Aggression des Grauen echt oder ist sie ritualisiert ?
    Welche unbewußten Verstärker von seiten des Menschen führen zu diesem Verhalten ?
    Welches Alternativverhalten kann man anbieten ?

    Logisch : Je enger man mit seinen Papageien zusammenlebt, desto eher können sich Probleme hochschaukeln.
    Regel Nummer 1 sollte deshalb sein : Lerne die Zeichen zu deuten (als Mensch).
    Ist doch eigentlich beschämend, daß die grauen Schlawiner uns schneller im Griff haben als wir sie...:~

    Huch - jetzt bin ich ganz von der eigentlichen Fragestellung abgekommen : NB oder HZ.
    Meine Meinung : Mit einem menschenfixierten Papageien wird alles schwieriger. Verkorksen kann man aber JEDEN !
     
  9. #48 Ingo, 9. Dezember 2011
    Zuletzt bearbeitet: 9. Dezember 2011
    Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Na ja, es ist schon so, dass es leichter ist,Fehler bei der Haltung zu machen, die eine Handaufzucht bissig machen, als dass man eine NB in dieses Stadium bringt.
    Trotzdem belibt es ein Fehler des Halters und kein Makel des Vogels.

    Meine generelle Meinung dazu aus 40 Jahren Erfahrung mit in der Wohnung gehaltenen zahmen Vögeln ist die Folgende:
    Unabhängig von innerartlich üblichen Hierachieparametern empfiehlt es sich, dem Vogel dauerhaft klar zu machen, dass bei Interessenkonflikten immer der Mensch entscheidet.
    Dabei ist es wichtig, eine gegenseitig freundliche Beziehung zu pflegen, aber sich auch nichts gefallen zu lassen und im Konfliktfall in einer dem Vogel verständlichen Weise energisch zu reagieren.
    Wichtig ist IMHO auch, das jede energische Reaktion nur ganz kurz dauern darf und unmittelbar von einer freundlichen Annnäherung gefolgt wird.
    Konsequent durchgezogen erhält man so Vögel, mit denen man sicher umgehen und die man zuverlässig vor häuslichen Gefahren bewahren kann, die dabei aber auch selbstsicher und dem Besitzer zugeneigt bleiben.
     
  10. Larity

    Larity Larity

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    Hallo,

    ich merke schon das Thema ist schwierig ;)

    Ich wollte auch nicht sagen dass eine HZ bösartig ist, ich habe betont dass mein Jacky auch ein ganz Lieber ist und er schon lange nicht mehr gebissen hat.

    Sowieso lass ich meine Grauen viel "ihr Ding" machen, ich füttere sie ,mach sauber, lass sie raus, aber funke nicht dauernd dazwischen, am meisten beschäftigen sie sich miteinander. Wir sind mehr Beobachter.

    Ich wollte einfach auf die Frage NB oder HZ von meinen Erfahrungen sprechen und habe eine NB empfohlen. Mehr nicht.

    Liebe Grüße und ein schönes WE!
     
  11. jensen

    jensen Banned

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    Hi Liane ;

    Ingo war wieder bereits schneller wie ich , daher brauch ich seine Beschreibungen nicht weiter zu erleutern ( ich muß irgentwie mal den Beruf wechseln um auch Tagsüber mal ab und an on zu sein . Vieleicht wäre Testschläfer in einer Matratzenfabrik , oder Schneefeger ( und im Winter dann Urlaub nehmen ) genau das richtige für mich ).

    Genau Liane , bei den Aras hatte ich dir daher geantwortet --weil ich eben n lieber netter bin -----------und nicht hier bei den Grauen :D .

    Nun ja , da muß man unterscheiden zwischen exogenen und endogenen Faktoren . Bei einer Brut z.b. kann man üblicherweise davon ausgehen , das diese triebgesteuerten Verhaltensweisen endogen sind und kaum von aussen beeinflußbar sind ( Ausnahmen bestätigen hier die Regel ) .

    Exogen hingegen ( also von aussen ) -----------------ja , das ist das was der Vogel von seiner Umwelt ge/ erlernt hat . Wenn der daraus ein Ritual macht -und der Halter bestimmte Verhaltensweisen zuläßt -----------------kann das eine Bereicherung für den Vogel sein ---------------------oder / und eben auch :D eine Belastung für den Halter :D .

    Mal son ganz normales Ritual was jeder kennt .
    Halter kommt in Voli
    Vogel kommt angeflogen
    Vogel bekommt ne Nuß
    alle sind zufrieden

    Mal ein anderes " normales Ritual "

    Halter betritt Voli
    Vogel kommt angeflogen
    Vogel beißt
    Halter ruft aua und scheucht Coco ( der schon in unerreichbarer Nähe ist ) durch die Voli :D
    Soviel acktion hat die kleine Schnullerbacke den ganzen Tag noch nicht gehabt :D

    Testfrage : was hat Schnullerbacke von Tag zu Tag ge / erlernt --------------------Für Schnullerbacke natürlich absulut nach seinem Geschmack ;)

    Auch hier wiederum ( was Ingo geschrieben hat ) sollte der Mensch immer Entscheiden was zugelassen wird oder auch nicht ( was dabei jetzt dem Vogel zu oder abträglich wäre sei einmal dahingestellt / bzw. wäre dies ein anderes Thema )

    Jetzt sag mal ehrlich Liane ; ich soll mich von 30 cm Grauvogel terrorisieren lassen :D -na davon wüßt ich aber was .

    Überleg mal ; Jensi geht in Voli , Vogel hat einen Blick wie nachstehender

    [​IMG]

    -----------------und da Coco auch bestimmte Erlebniße gezielt in Verbindung bringen kann , singt er dann noch dazu : the eye of the tiger von som Rockyfilm :D ---------------und beist dann herzhaft zu .

    Jetzt sag mal wirklich , solche Probleme sind doch hausgemacht . Aber auch darüber wurde hier im Forum ebenfalls geschrieben , nur hören will das kaum einer , weil : man will ja diese Beziehung zum Tier . Und dabei übersieht man leicht die eigenen Fehler im Umgang mit diesen . So wie Ingo schon " schrub " . Hz sind dafür bestens geeignet .

    Das stand aber schon in diesem Thema .

    MFG Jens
     
  12. #51 vögelchen3011, 9. Dezember 2011
    vögelchen3011

    vögelchen3011 Guest

    "Die Beißhemmschwelle bei Handaufzuchten ist meist viel niedriger als bei Naturbruten, da die natürliche Angst und Vorsicht vor dem Menschen fehlen."


    ..........aber dazu kann ich nur sagen, das die HZ weitaus "zaghafter" beim zubeißen sind wie ein WF oder NB. (da fließt schneller Blut, bin kein Experte in Fragen von Papageien, dass sind nur meine Erfahrungen)

    Die verteidigen ihre Voli/Käfig weitaus mehr wie eine HZ, die freuen sich eher.........endlich kommt mal die Federlose in die Voli und steigen gleich auf die Schulter:D auch ohne Leckerli:D

    @Jens........was ist das denn für eine Vogel, der hat ja wirklich einen bösen Blick drauf.:zwinker:

    LG
    Alexandra
     
  13. jensen

    jensen Banned

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    Hi Alexandra ;

    Genau , damit ist der Anfang gemacht , denn : man freut sich ja wenn Coco das erste mal am Finger rumnuckelt .
    Beist er dann einmal leicht zu , bekommt Coco schimpfe und schaut dabei ganz verlegen ( so ist es in vielen Tagebüchern zu lesen -----und viele der Schreiberrinnen sagen dann : isser nicht süß ) -------------------und andere sagen dann : dem kann man doch gar nicht böse sein .
    Was sich da aber einschleicht , will keiner sehen .
    Oder warum meinst du das Coco anfängt zu beißen
    Genau , diese Signale sind unübersehbar . Solch einen Fehler ( der vom Vogel bestraft wird ) macht man nur einmal .
    Danach muß man dann schon näher auf das Tier eingehen ( es nicht bedrängen ) , denn die Frage stellt sich doch zwangsläufig : warum wurde ich gebissen ( habe ich nicht das Vertrauen des Vogels gehabt und habe zugleich die Fluchtdistanz unterschritten und Coco konnte nicht mehr fliehen . Ja was soll Coco jetzt anderes machen :~


    Was meinst du wieviele sich hier mit ihren kleinen / jungen Vögeln angemeldet haben -------und als die Tiere mit der Zeit heranwuchsen wurden die Probleme größer und größer . Die User findest du hier nicht mehr , die Tiere wurden weitergegeben bzw. auf Plattformen verkauft .


    Das ist eine Stärlingsart aus / in Südamerika


    Die , die hier leben kugn alle so :D -----------sind allesammt finstere Gesellen :D

    MFG Jens
     
  14. #53 Tierfreak, 9. Dezember 2011
    Zuletzt bearbeitet: 10. Dezember 2011
    Tierfreak

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    Kann ich so nicht bestätigen ;).
    Mein Wildfangmopa Robby ist der einzige, der noch nicht mal ansatzweise versucht hat zu zwicken, geschweige denn zu beißen.

    Meine Graupapageihenne Pino war quasi fast eine Naturbrut. Sie wurde nur phasenweise etwas per Hand zugefüttert und sofort danach wieder in den elterlichen Nistkasten zurückgesetzt, da die Eltern manchmal nicht ausreichend gefüttert haben. Ansonsten blieb sie bis zu ihrem 7. Lebensmonat mit ihren Eltern und ihrem Bruder ununterbrochen zusammen, bis wir sie dann vom Züchter übernommen haben.
    Sie ist sehr einfühsam und hat höchstens zaghaft mal gezwickt und schieb den Finger zur Not eher zur Seite.

    Meine anderen beiden sind Teilhandaufzuchten und vor allem unsere Mopadame Petri ist echt nicht zimperlich und haut wenn dann richtig zu :D.

    Mein Grauhahn Woody hat in unsere gemeinsamen Zeit auch 2-3 mal recht derbe zugelangt, aber zum Glück nie so heftig, das Blut floss.

    Ich muss aber sagen, dass sowas bei uns eigentlich kaum vorkam. Das passierte bei uns eigentlich mehr in der "Pupertät" unsere Papageien, wo sie anscheint austesten wollten, wie weit sie bei einem gehen können. Schnell waren die Fronten aber geklärt und zum Glück wurde ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr wirklich gebissen, toi toi toi.

    Ich persönlich kann daher das Klische zunächst auch nur bestätigen, das Handaufzuchten eine geringer Hemmschwelle zum Beißen haben. Jeder Tier ist aber charakterlich anders und es lässt sich sicher nicht auf jedes Tier übertragen.

    Wie hier schon angesprochen wurde, ist natürlich auch zum Teil das Verhalten der Besitzers mit maßgebend, wie massiv solche Übergriffe ausfallen können oder zustande kommen.
    Wie Jens schon schrieb, wird z.B. das Nuckeln am Finger erst drollig gefunden und er quasi als Spielzeug hingehalten. Irgendwann wird aber meist immer fester der Finger mit dem Schnabel ausprobiert und dann findet Mensch es garnicht mehr lustig und Vogel versteht den plötzlichen Sinneswandel des Halters nicht. Finger sollten besser von Anfang an kein Spielzeug sein !

    Der unbedarfte Halter tut Handaufzuchten sicher auch viel leichter zu stark bedrängen, da sie nicht so schnell flüchten, was natürlich leichter zu Missverständnissen und daraus resultierenden Bissen führen kann.

    Bei eine Naturbrut oder einem Wildfang ist Mensch im Umgang mit den Tieren meist automatisch erst mal vorsichtiger. Man muss sich ja auch erst das Vertrauen Schritt für Schritt erarbeiten und die Fluchtdistanz wahren.
    Auf diese Weise lernt man automatisch viel mehr auf die Körpersprache der Tiere zu achten, was ein enormer Vorteil für das Zusammenleben ist.
    Dieses "Training" fehlt vielen Handaufzuchthaltern erst mal und wenn die Handaufzucht dann mal keine Lust hat zu "funktionieren", wie Mensch gern möchte, wundert es nicht, dass es dann auch mal Bisse geben kann.

    Papageien sind halt keine Schmusetiere und wer das schon mal gecheckt hat, ist schon mal einen Schritt weiter. Eine abwechslungsreiche Einrichtung einer möglichst großen Voliere inkl. Partnertier tuen auch das ihre dazu und hilft, dass sich kein Frust aus Langeweile austauen kann.
    Wenn dann noch zusätzlich die Körpersprache beachtet wird, hat man schon vorbeugend viel getan und kommt es meist kaum noch zu solchen Übergriffen, so zumindest meine Erfahrungen :zwinker:.

    Ausnahme kann die Brutzeit sein: Da kann es bei manchen Exemplaren zur Revierverteidigung schon mal eher zu Angriffen kommen, die sich aber minimieren lassen, indem man sich in solchen Fällen nur auf die nötigsten Arbeiten in der Voliere beschränkt, bis die Brut und Aufzucht beendet ist.
     
  15. lady-li

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    Es gehört für mich zu den Mysterien der Papageienhaltung, daß sich soviele Besitzer von ihren Lieblingen verscheißern lassen.
    Manu hat es ja schon mit dem Nuckeln am Finger angesprochen : Wehret den Anfängen !
    Diesen Punkt finde ich auch wichtig :

    Die kleine Knutschkugel versucht am Anfang Grenzen zu setzen. Werden diese Signale nicht verstanden und die Individualdistanz wird allzu sorglos immer wieder unterschritten - tja, was bleibt dem Grauen dann anderes übrig, als mal herzhaft zuzubeißen.
    Dann hat er erstmal Ruhe. Und was hat der Kleine gelernt ?
    "Ich gehe mal zum Menschen und hole mir meine Kraulieinheiten. Zum Schluß beiße ich mal kräftig zu und freue mich über das schöne Geschrei."
    Wenn schon "Kraulis", dann sollte man sie früher beenden als dem Gräuling lieb ist. :D

    Genau ! Deshalb sollte man auch nie versuchen, dieses Verhalten "umzuadressieren" !
     
  16. jensen

    jensen Banned

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    Hi Liane ;

    Nun ja ; Foren sind daran in bestimmten Punkten nicht ganz unschuldig :~



    Liane :D , ich bin nicht gläubig . Ich glaub an meine Hausbank , denn da ist meine Kohle :D

    ja , iss schon so wie du schreibst -der Mensch weiß nicht wo die unsichtbaren Grenzen sind .
    Ein Vogelpartner hingegen wird nicht so gebissen . Woran das wohl liegen mag :~

    umadressiertes Verhalten ist etwas anderes -hast bestimmt was verwechselt .

    MFG Jens
     
  17. papugi

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    Hallo,
    sehr interessant die vielen guten beobachtungen uber graue HZ und N.B

    Ich habe es mehrmals erlebt wann und wie einen kleiner susser graue anfangt zu beisse.

    Also,HZ um die 4-5 wochen aus dem nest genommen,vom menschen wochenlang gefuttert...
    Mit 3-4 monaten sind die meisten HZ schon beim neuen besitzer.

    Seit wochen beobachten und lernen sie das benehmen des menschen der zuerst,als sie noch baby sind und total abhangig, wie ein Gotte angebetet wird. Mit ungefahr 4 monaten fangt die entwickelung des "self esteem" an; der vogel entdeckt sein "eigenes ich" also seinen willen.
    Er fangt an ihn zu benutzen und mochte selber entscheidungen machen..so etwas wie: ich will...ich will nicht; dies entscheidungen erscheinen fur uns nicht immer logisch.

    Der mensch bemerkt es meistens nicht oder weiss nicht wie er darauf reagieren soll .

    Der mensch ist noch in der phase: "my parrotbaby and me"..
    Hier fangen die fehler der kommunikation an und der vogel, der mesch kapieret nichts, passiert sich nicht an,der vogel muss immer klarer werden . Er lernt das wenn er beisst endlich das passiert was er mochte..einmal ist meistens genug dann hat er das gute werkzeug um sich verstandlich zu machen.

    Wenn man in dieser phase positive verstarkung fur benehmen macht klappt diese phase der entwickelung sehr gut.
     
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  19. jensen

    jensen Banned

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    Hi Celine ;

    Das ist es , was ich hier öfters lese .
    Geschrieben haben wir alle diesbezüglich genug -------------------------nur geholfen hats wenig .

    MFG Jens
     
  20. lady-li

    lady-li Banned

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    Upps - da hast Du recht, Jens. Ich vergaß, daß "umadressiertes Verhalten" in der Verhaltensbiologie klar definiert ist.
    Ich meinte eigentlich "das Anbieten von Ersatzhandlungen durch Training".
    Im Klartext :die Aggression gegenüber Eindringlingen während der Brutperiode soll "umfunktioniert" werden.
    Überspitzt gesagt : Der Graue greift den Menschen nicht an, sondern pfeift stattdessen ein fröhliches Liedchen und bekommt dafür ´ne Nuss.
    Das wäre für mich ein widernatürlicher Eingriff in normale Verhaltensabläufe.
     
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