Übertragung von Krankheiten

Diskutiere Übertragung von Krankheiten im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Ihr Taubenkenner, könnt Ihr mir etwas über die Aussage "Tauben sind die schlimmsten Krankheitsüberträger" berichten? Eigentlich habe ich...

  1. Petra.S

    Petra.S Guest

    Hallo Ihr Taubenkenner,
    könnt Ihr mir etwas über die Aussage "Tauben sind die schlimmsten Krankheitsüberträger" berichten? Eigentlich habe ich dies schon gehört seit ich denken kann, weiss aber nicht wieso eigentlich. Was übertragen denn Tauben so viel mehr als andere Wildvögel? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Habe zwar keine Ahnung von Tauben, aber ich denke mir, dass sie nicht mehr Wurmeier oder vielleicht Ornithose übertragen als andere. Könnt Ihr mich bitte aufklären???

    Liebe Grüße, Petra
     
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  3. Anke

    Anke Guest

    Liebe Petra,

    Daß Tauben angeblich mehr Krankheiten übertragen als andere Wildvögel, ist nur eines von vielen unbegründeten Vorurteilen, welches zu den bekannten Hetzkampagnen gegen unser Friedenssymbol geführt hat.

    1989 erklärt der ehemalige Präsident des Bundesgesundheitsamtes, Prof. Dr. Dr. Großklaus: »Eine gesundheitliche Gefährdung durch Tauben ist nicht größer als die durch Zier- und Wildvögel sowie durch Nutz- und Liebhabertiere.« Diese Aussage wurde 1997 durch das heutige Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin in Berlin bestätigt.

    Bereits 1976 erklärte der Berliner Senator für Gesundheit und Umweltschutz, daß verwilderte Haustauben nicht zu den Tieren zählen, die nach Art, Lebensweise oder Verbreitung Krankheitserreger auf den Menschen übertragen.

    Die Stadt Frankfurt/Main teilte 1992 mit: »Dem Gesundheitsamt liegen keine konkreten Fälle von übertragbaren Krankheiten in Verbindung mit Tauben vor.«

    [​IMG]

    viele Grüße,

    Anke

    [Dieser Beitrag wurde von Anke am 28. August 2000 editiert.]
     
  4. Anke

    Anke Guest

    Liebe Manu,

    wer sich mal etwas eingehender mit der Thematik beschäftigt und sich z.B. bei anderen Kommunen und Städten zum Thema Tauben informiert, bekommt im Laufe der Zeit entsprechende Daten und Auskünfte.

    Die oben genannten habe ich z.B. von "Menschen für Tierrechte", die ebenfalls bemüht sind, die kursierenden Vorurteile gegenüber Stadttauben abzubauen.

    Wenn Du an mehr Informationen zum Thema Stadttauben interessiert bist,
    schau mal unter
    http://www.tierrechte.de/shared_cgi/serve-it.cgi?akutreihe=Stadttauben

    oder http://www.stadttauben.de/

    viele Grüße,

    Anke

    [Dieser Beitrag wurde von Anke am 29. August 2000 editiert.]
     
  5. Manu

    Manu Guest

    Hallo Anke,

    woher weißt Du das alles?? Ich war eigentlich auch immer der Meinung daß Tauben irgendwie "dreckiger" als andere Vögel sind?
    Das, was ich da von Dir gelesen habe, höre ich zugegebenermaßen auch zum ersten Mal, aber es ist sehr interessant auch mal die "andere" Seite zu hören! Toll! [​IMG]

    Schöne Grüße

    Manuela
     
  6. #5 Norbert Büchner, 29. August 2000
    Norbert Büchner

    Norbert Büchner Stammmitglied

    Dabei seit:
    24. August 2000
    Beiträge:
    198
    Zustimmungen:
    1
    <BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Anke:


    Daß Tauben angeblich mehr Krankheiten übertragen als andere Wildvögel, ist nur eines von vielen unbegründeten Vorurteilen, welches zu den bekannten Hetzkampagnen gegen unser Friedenssymbol geführt hat.


    <HR></BLOCKQUOTE>

    Also ich finde das alles QUATSCH

    1.) das mit dem Friedensybol ist sentimentaler Unsinn!! es ist wissentschaflich bewiesen, das Tauben mit die Aggresivsten Vögel untereinander sind die es gibt!

    2.) natürlich übertragen Tauben nomarleweise nicht mehr Krankheiten als ander Vögel.
    aber unsere Stadttauben sind durch fehlende Feinde und übermäßiges füttern des Menschen derart verweichlicht das sie sehr wenig Abwehrkräfte besitzen und sommit eben doch mehr Krankheitskeime in sich tragen als ander Vögel bei denen Kranke Tiere sterben oder von Fressfeinden geholt werden.

    Da sie sich, durch wie schon gesagt fehlende Feinde, nicht reduzieren, gibt es an einigen Plätzen eine derartige Übervölkerung, daß sich Krankheiten Explosionsartig verbreiten


    Norbrert

    ------------------
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    http://home.t-online.de/home/ubuechner
     
  7. Petra.S

    Petra.S Guest

    Liebe Anke,
    dankeschön für Deine schnelle Antwort. Ich habe mir schon gedacht, dass das nicht alles so stimmen kann, wie es behauptet wird.

    Hallo Norbert, ob sentimental oder nicht, die Taube ist nun mal ein Friedenssymbol, wie auch immer das zustande gekommen ist. Das Problem des Krankheitsanstieges ist bei jeder Überbevölkerung gegeben, siehe Entwicklungsländer. In den Städten, ich weiss nicht ob in allen, ist das Füttern von Tauben verboten.

    Viele Grüße, Petra
     
  8. #7 Vogelfreund, 29. August 2000
    Vogelfreund

    Vogelfreund Foren-Guru

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    Hallo,

    also ich bin kein Taubenfachman, habe aber mal nachgelesen.

    Im Buch "Das Buch vom Tierschutz" aus dem Enke Verlag fand ich auf Seite 777 folgenden Text:

    Zitat:
    "- Straßentauben stellen durch die Übertragung von Krankheiten und Parasiten auf den Menschen und seine Haustiere ein städthygienisches Problem dar. Nach Kösters (1991) können Beispielsweise folgende Krankheiten übertragen werden: Ornithose, Salmonellose, Kryptokokkose, Paramyxovirose, Pseudotuberkulose, Vogeltuberkulose, Listeriose und Röteln.

    - Aus den verwahrlosten Brutplätzen können Parasiten, wie z.B. die Rote Vogelmilbe, die Taubenzecke und Vogelflöhe auswandern und den Menschen sowie seine Haustiere befallen. (Haag, 1984; Haag und Gurdan, 1990)"

    Wie gesagt bin ich kein Fachman, aber Gesund hört sich das für mich nicht an.

    Vielleicht kann ja mal einer unsere Tierärzte dazu was sagen.

    Deswegen habe ich das Thema auch in das Forum Vogelkrankheiten verschoben.



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    Liebe Grüße vom Vogelfreund
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  9. semmel

    semmel Guest

    Hallo Petra,
    leider ist es so, daß Tauben Überträger vieler Krankheitserreger sind. Somit stellen sie nicht nur für Menschen sondern insbesondere auch für unsere Volierenvögel eine ziemlich hohe Gefährdung dar. Dies betrifft vor allem die Übertragung von Salmonellen, Trichomonaden, Chlamydien und Parasiten, welche wiederum auch Krankheitsüberträger sind (Listerien, Borrelien...). Aus dieser Sicht stellen Stadttauben wirklich ein großes Problem dar.
    Natürlich kann man nicht jede Taube über einen Kamm scheren, jedoch sollte man die Gefährdung, die von ihnen ausgehen kann, nicht verharmlosen.
    Gruß Steffi
     
  10. Anke

    Anke Guest

    Hallo Steffi,

    ich kann nur noch einmal wiederholen, daß Stadttauben nicht mehr oder weniger Krankheiten übertragen als andere Wildvögel auch, wie die bereits genannten Gutachten sowohl vom Bundesgesundheitsamt als auch von G. Glünder, Biologe an der Tierärztlichen Hochschule Hannover ergeben haben.

    Das heißt, daß Krankheitserreger durchaus von Tauben in Volieren eingebracht werden können, aber genausogut auch von anderen Wildvögeln.
    Mir haben zum Beispiel vor zwei Jahren Sperlinge, die von außen am Gitter hingen, Coccidien in meine Voliere eingebracht.

    viele Grüße,

    Anke




    [Dieser Beitrag wurde von Anke am 30. August 2000 editiert.]
     
  11. Gunthild

    Gunthild Guest

    Hallo Anke,
    ich glaube Dir gerne, daß gesunde Tauben nicht nehr Krankheiten übertragen als andere Wildvögel- mein Problem ist nur, daß es schon rein optisch bei Tauben wesentlich mehr kranke Tiere zu geben scheint, als bei allen anderen Wildvögeln zusammen, jedenfalls in der Großstadt. Mehr oder weniger fehlende Füße können ja noch Frost oder Unfälle zur Ursache haben, aber völlig verklebtes Gefieder??
    Und selbst wenn alle Vögel gleich viele Keime mit sich rumschleppen fliegen mir keine anderen in so großer Zahl direkt um die Ohren.
    Außerdem fiel mir in dem Zusammenhang die Taubenzeckeninvasion in Leipzig ein, und auf der Homepage der Uni Leipzig, Zentrum für Umweltmedizin bin ich dann fündig geworden: http://decwww.rz.uni-leipzig/~umz/symposium3Lit.htm
    (Ende der 80er/Anfang der 90er gab es in Leipzig auffallend viele kranke Kleinkinder durch Taubenzecken und rote Vogelmilben.)
    Daß sich ein gesunder Erwachsener damit nicht unbedingt infiziert ist einleuchtend, zumal Eure Tauben ja schon gepflegt werden...
     
  12. Anke

    Anke Guest

    Liebe Gunthild,

    den Link konnte ich leider nicht öffnen. Interessiert mich natürlich sehr, da ich mich mit dem Thema Stadttauben seit Jahren sehr ausgiebig beschäftige und über weitere Informationen immer froh bin.

    Abgerissene Füße sind oft eine Folge von Verheddern in Netzen, bei den verzweifelten Befreiungsversuchen kommt es dann zu solchen furchtbaren Verstümmelungen.

    Grundsätzlich werden Parasiten für den Menschen erst zu einer Gefahr, wenn der Hauptwirt, in diesem Falle die Taube, für sie nicht mehr erreichbar ist. Also: In ehemals von Tauben bewohnten Schlägen oder Nistplätzen können Taubenzecken zurückbleiben. Das heißt, erst wenn der Dachboden oder Taubenschlag verschlossen wird und die Tauben vertrieben werden, müssen Zecken sich einen anderen Wirt suchen. Auch im Falle von Tötungsaktionen der Tauben sind die ohne Wirt und müssen sich unter Umständen »Ersatz« suchen.

    Hast Du Dich mal erkundigt, ob sich Eure Stadt auch bereits am Taubenkonzept beteiligt? Wenn nicht, wäre doch vielleicht eine Idee, dies Eurem Ordnungsamt mal vorzuschlagen, damit auch bei Euch die Tauben, wie Du es nennst, "gepflegt" werden (hat mir gefallen [​IMG]).

    viele Grüße,

    Anke
     
  13. semmel

    semmel Guest

    Hallo Anke,
    das Problem dabei ist allerdings, daß es immer noch Menschen gibt, die die Tauben füttern müssen. Dadurch werden sie dann auch zutraulicher und man kommt dann schließlich leichter mit ihnen in Berührung. Wer füttert denn auch schon Spatzen. Ich will damit nicht sagen, daß Tauben die einzigen Vögel sind, die Krankheitserreger übertragen. Sicher gibt es auch in der Spatzen- oder Raubvogelpopulation Überträger. Letztendlich kann man sich auch fragen: Was war eher, das Huhn oder das ei? (oder Wer hatte den Erreger eher, die Taube oder der Spatz?).
    Gruß Steffi
     
  14. Anke

    Anke Guest

    Lieb Steffi,

    das versteh ich nicht ganz. Du hattest doch ursprünglich von der Kankheitsübertragung auf Volierenvögel gesprochen. Was hat das nun mit dem Füttern von Tauben zu tun?

    Ich will jetzt nicht bereits ausführlich diskutierte Themen wieder aufwärmen, nur soviel in Kürze:
    Stadttauben sind verwilderte Haustiere, in vielen Fällen verirrte Brieftauben und deren Nachkommen, d.h. sie sind auf eine Fütterung durch den Menschen angewiesen. Bleibt diese aus, müssen sie sich notgedrungen von Abfällen ernähren, was dazu führt, daß sie anfällig für Krankheiten werden. Deswegen ist es notwendig, wie mittlerweile 16 deutsche Städte erkannt haben, betreute Taubenschläge einzurichten, in denen regelmässig

    1. artgerecht gefüttert wird,
    2. desinfiziert und saubergemacht wird und
    3. die gelegten Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden, wodurch die Bestände schonend, aber erfolgreich dezimiert werden (In unserer Stadt jährlich etwa 800 ausgetauschte Eier).

    Durch die Fütterung in den Schlägen werden die Tauben angelockt, haben einen Unterschlupf, machen nicht überall Dreck, werden im Bestand dezimiert und gegen Parasiten und Krankheiten behandelt. Hat man sie dann an diese festen Futterplätze gewöhnt, kann man auch dazu übergehen, die Taubenpille hier einzusetzen.

    Das führt langfristig dazu, daß es weniger Tauben und vor allem gesündere Tauben in unseren Städten gibt. Die Stadt Aachen hat hier die Vorreiterrolle übernommen, inzwischen folgen erfreulicherweise immer mehr Städte diesem Beispiel. Ich selbst beteilige mich seit Februar 95 an der Betreuung unserer 3 Taubenstationen, d.h. ich komme regelmäßig in engsten Kontakt mit dem Taubenkot und den Tauben, gesundheitliche Schäden hat jedoch noch keiner von all den freiwilligen Betreuern erlitten.

    viele liebe Grüße,

    Anke
     
  15. Gunthild

    Gunthild Guest

    Hallo Anke,
    ich glaub es nicht, die Seite ist weg (hatte sie über die Suchmaschine unter Taubenzecken)-vor 2 Stunden gab es sie noch!
    War aber eher humanmedizinisch. Den alten Artikel von damals finde ich mit Sicherheit nicht wieder, hatte mich aber total schockiert, von wegen Milben im Kinderbett-chen und so, obwohl es sicher eine Zeitung war, die sich als seriös bezeichnen würde.
    Ein Taubenprojekt gab es zumindest mal, aber ob es nun 1998 aus Geldmangel sterben mußte oder nicht, das habe ich bisher nicht herausbekommen.
    Woher stammt das verklebte Gefieder? Bei manchen Tier wundert man sich direkt, das es noch fliegen kann- warum putzen sich die Tiere nicht ausreichend?? Normal ist das doch sicher nicht.
    Gruß
    Gunthild
     
  16. Anke

    Anke Guest

    Liebe Gunthild,

    danke, daß Du Dich so um das Infomaterial kümmerst. Schade, daß der Artikel weg ist.

    Tauben sind überaus reinliche Tiere, putzen ausgiebig ihr Gefieder und nutzen jede Gelegenheit, um zu baden. Das verklebte Gefieder kann z.B. von Leimstreifen stammen, die manche Mitbürger auf ihre Fensterbretter kleben, damit Tauben daran festkleben.

    viele Grüße,

    Anke
     
  17. Petra.S

    Petra.S Guest

    Hallo Anke,
    das ist ja entsetzlich. Warum tun manche Leute sowas?
    Also wenn ich mir die Tauben in Hannover so ansehe, sind viele kranke dabei, die offensichtlich mißhandelt wurden. Aber die meisten haben ein wunderschönes Gefieder. Ich mag Tauben gerne und wir hatten auf der Arbeit schon heiße Diskussionen mit Kollegen, die diese Vögel "eklig" finden. Da beschweren sich Leute über die Zahmheit der Stadttauben, die bei der Nahrungssuche sehr wenig Angst vor Menschen haben. Das sind aber die selben Leute, die sich damit abmühen, ihren Wellensittich auf die Hand zu bekommen. Merkwürdig, nicht???

    Liebe Grüße, Petra
     
  18. #17 Norbert Büchner, 31. August 2000
    Norbert Büchner

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    Oh Leute

    wann merken einige Menschen entlich das übermässige Tierliebe den Tieren schadet.
    So wie es bei den Tauben der Fall ist.

    Übermässiges Füttern und falschverstandene Tierliebe, in der man(Frau) geschwächte Tauben auflesen und gesundpflegen führen zu einer Überbevölkerung!!!!!!

    Tiere die in so einer Überbevölkerung leben werden zwangsläufig krank und Seuchen sind an der Tagesordung!!!
    Da kann mir kein sogenater Tierfreund mehr was von Leimruten (Die übriegens nur für Mäuse benutzt werden) erzählen.

    Ich mag auch Tauben, aber ich sehe sie nicht durch eine rosarote Brille.

    Die Überzahl der Stadttauben sind KRANK!!!!!
    und sie stecken sich immer wieder neu an.

    Ansonsten frage ich mich schon wieder Anke woher Du das weist mit den Parasiten?

    Also ich hab dann in meiner Ausbildung was verkehrtes gelehrnt!! Vor ca 8 Jahren habe ich in der Tierklink gearbeitet, und auch dort sind Menschen von Tierische Parasitten befallen worden.

    Soll ich jetzt Dir glauben oder den wissenschaflichen EMOTIONSLOSEN (ist nicht geschrien) Büchnern??????

    Norbert

    Ps ich finde Hetzkampagnen sch... , Hetzkampagnen gegen Tauben genauso wie Hetzkampagnen gegen Leute die für eine vernünftige Lösung des Taubenproblems (und das gibt es) sind




    ------------------
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  19. Anke

    Anke Guest

    Liebe Petra,

    ja, warum tun manche Leute sowas...
    Ich habe Verständnis für Leute, die sich über verkotete Balkone und Fensterbretter ärgern und nach Mitteln suchen, die Tauben zu vertreiben. Dieses Leimgel ist nur eine von vielen Möglichkeiten, womit sich zahlreiche Hersteller eine goldene Nase verdienen ( ein Hersteller wirbt z.B. damit, daß sein Leimgel nicht nur bei Tauben wirkt, sondern auch bei Möwen und Spatzen. Doch für Kleinvögel bestünde keine Gefahr). Allerdings ist das Vertreiben eine sehr kurzsichtige Vorgehensweise, denn die Tauben sind gezwungen, sich neue Sitzplätze zu suchen. Auch deswegen sind die genannten Taubenschläge sehr wichtig. Irgendwo müssen die Vögel schließlich hin.

    Wofür ich allerdings auch kein Verständnis habe, sind die von Dir genannten Mißhandlungen. Es herrscht ein regelrechter Haß auf diese Vögel, der in unglaubliche Quälereien eskaliert. Vielleicht ist es das Urbedürfnis nach einem Sündenbock, nach etwas, was in der Rangordnung noch tiefer steht als wir. Niedere Instinkte...

    Viele Grüße,

    Anke
     
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  21. Andrea

    Andrea Foren-Guru

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    Hallo Norbert !

    Ich gebe Dir Recht, daß das übermäßige Füttern den Tieren schadet, weil es langfristig die Population erhöht. Die Zahl der Brutplätze reicht nicht aus und die Tauben sind gezwungen auf engstem Raum zu brüten und ihre Brutplätze immer wieder zu benutzen, was auf Dauer natürlich zu Parasitenbefall und zu Krankheiten führen muß. Deshalb halte ich aber das Aufstellen von stadteigenen Taubenschlägen für sinnvoll. Dort werden die Nistplätze gereinigt, Eier gegen Gipseier ausgetauscht, die Tiere mit artgerechtem Futter gefüttert.
    Dadurch werden die Tiere nicht so leicht krank und die Zahl der Tiere kann zumindest konstant gehalten.
    Andrea
     
  22. Petra.S

    Petra.S Guest

    Hallo Ihr alle,
    ich möchte nochmal zu meiner ursprünglichen Frage zurückkehren. Der Satz "Tauben sind die größten Krankheitsüberträger" existiert schon lange. Jedenfalls habe ich ihn vor etwa 30 Jahren schon gehört. Ich gehe davon aus, dass zu dieser Zeit die Tauben noch nicht in dem Übermaß vorhanden waren. Und trotzdem wurde ihnen obenstehendes nachgesagt. Kann ich also davon ausgehen, dass dieser Satz d a m a l s ein Ammenmärchen war, und heute aufgrund der "Taubenüberbevölkerung" stimmt? Ich denke mal, in den Nestern anderer Vögel wird man auch Parasiten finden und auch die anderen Vögel sind krank und geben dies weiter. Nur eben nicht in dem gleichen Ausmaß, da sie sich nicht so hochkonzentriert in den Städten befinden? Ist das richtig?
    Grüße, Petra
     
Thema: Übertragung von Krankheiten
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