Vogelgrippeverdacht bei Nutzgeflügel

Diskutiere Vogelgrippeverdacht bei Nutzgeflügel im Vogelgrippe / Geflügelpest Forum im Bereich Allgemeine Foren; Gerade eben habe ich das bei Google gefunden: http://www.dnn-online.de/dnn-heute/61734.html, demnach besteht Verdacht auf Vogelgrippe bei einem...

  1. #1 dunnawetta, 4. April 2006
    dunnawetta

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  3. Karin

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  4. #3 Alfred Klein, 5. April 2006
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    Und zusätzlich wäre anzumerken daß von den Gänsen in der Anlage, die Gänse hatten täglich 4 Stunden "Freigang", keine Gans infiziert oder erkrankt ist.
    Die Puten waren im Stall, hatten keinen Kontakt nach außen.
    Das zum Thema aufstallen.
     
  5. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Sie werden trotzdem alle gekeult oder sind es schon
     
  6. Liesl

    Liesl ...die in den Wald zog

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    16.000 Tiere werden getötet

    Aus focus online:
    | 05.04.06, 19:35 Uhr |
    In Deutschland ist erstmals bei Nutzgeflügel das Vogelgrippevirus festgestellt worden.

    „Ja, wir haben in Sachsen einen Fall von Vogelgrippe vom Typ H5N1", bestätigte ein Sprecher des sächsischen Sozialministeriums am Mittwoch. Es handele sich um eine hochpathogene Variante.

    Der Bestand befindet sich in einem sächsischen Geflügelbetrieb. Die Proben wurden im nationalen Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI) auf der Insel Riems untersucht. Die Tötung des Geflügels sei vorbereitet und werde zeitnah beginnen.

    Derzeit werden dem Ministerium zufolge die vorgeschriebenen Schutzzonen eingerichtet. Danach gilt drei Kilometer um den betroffenen Geflügelhof absolute Sperrzone. Es werden nun mindestens 16 000 Tiere getötet. Dabei handelt es sich um 8000 Puten, 5000 Gänse und 3000 Hühner. Im erweiterten Umkreis von zehn Kilometern werden Vögel beobachtet. Nach Angaben des Ministeriums wurden in Sachsen seit Mitte Februar 3365 tote Wildvögel auf die Infektion untersucht. Das Ergebnis war bisher in allen Fällen negativ.

    Fleischverarbeitung gestoppt

    Bei dem Geflügelhof soll es sich nach einem Bericht der „Leipziger Volkszeitung“ um einen Betrieb in Wermsdorf im Landkreis Torgau- Oschatz handeln. Ein Teil dieser Produktion werde in einem Schlachtbetrieb in Mutzschen verarbeitet. Dort wurde die Fleischverarbeitung gestoppt und die am Dienstag geschlachteten Tiere zur Vernichtung weiter gegeben. Das Friedrich-Loeffler-Institut hatte die Proben am Dienstagabend erhalten, nachdem in dem betroffenen Zuchtbetrieb Tiere verendet waren.

    Verdacht in Bayern nicht bestätigt

    Bislang war Nutzgeflügel in Deutschland von der Vogelgrippe verschont geblieben. Ein erster Verdachtsfall in einem Betrieb im fränkischen Lichtenfels hatte sich Mitte März nicht bestätigt.


    In den Pro7-Nachrichten hieß es noch, daß der betroffene Hof eine Ausnahmegenehmigung zum Freigang der Tiere hatte!

    LG,
    Liesl
     
  7. #6 dunnawetta, 5. April 2006
    dunnawetta

    dunnawetta Foren-Guru

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    Etwas konkreter war der Tagesspiegel in seiner Aussage:
    Fragen des Tages
    06.04.2006

    Das Virus ist ausgebrochen
    Erstmals hat die Vogelgrippe in Deutschland auch Nutztiere befallen. Haben die Behörden versagt?

    In Sachsen ist in einem Geflügelmastbetrieb das Vogelgrippevirus H5N1 aufgetreten. Wie konnten sich die Tiere trotz Stallpflicht mit dem Virus infizieren?

    Wie zuvor schon bei Wildvögeln ist auch im größten sächsischen Geflügelzuchtbetrieb die aggressive H5N1-Variante vom Typ „Asia“ gefunden worden. Diese Variante war in Deutschland zuerst auf der Insel Rügen entdeckt worden. Am Mittwochabend schloss das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das Bundesinstitut für Tiergesundheit, die Feindiagnostik ab. „Das ist eine aufwändige Untersuchung, für die die Gene des Virus sequenziert werden müssen“, sagt Pressesprecherin Elke Reinking. Mitarbeiter des Instituts werden vor Ort nachforschen, welche Kontakte es zu Wildvögeln oder anderen Nutztier-Beständen gegeben hat. „Auf die Frage, wie die Puten sich angesteckt haben könnten, haben wir noch keine Antwort“, heißt es einstweilen auch im Bundeslandwirtschaftsministerium. Der zuständige Kreistierarzt in Sachsen, Ingolf Herold, geht von einer Ansteckung durch Wildvögel aus, obwohl in Sachsen bisher kein mit dem H5N1-Virus infiziertes Tier gefunden wurde. Herold vermutet das, weil die Gänse des Hofes mit einer Ausnahmegenehmigung weiter im Freiland gehalten werden durften. Nach Angaben der sächsischen Sozialministerin Helma Orosz (CDU) hält der Betrieb 8000 Puten, 4350 Gänse, 3350 Hühner und 600 Junggänse. Neben einer Ansteckung über Wildvögel käme auch eine Infizierung durch zugekaufte Vögel, verunreinigte Einstreu oder kontaminiertes Futter in Frage. Allerdings gibt es seit den ersten Fällen der Vogelgrippe in der Europäischen Union Importverbote für jegliche Geflügelprodukte aus Risikogebieten.

    Zum Thema
    Berlin: Anlaufstellen für Meldungen verendeter Tiere
    Stichwort: Vogelgrippetest
    Online Spezial: Vogelgrippe


    Wie groß ist die Gefahr, dass sich das Virus nun auf andere Betriebe ausweitet?

    Mit der Keulung des gesamten Bestandes, mit der noch am Mittwoch begonnen wurde, sollte sie gebannt sein. „Unsere Wissenschaftler werden die Kontaktbetriebe überprüfen, aus denen möglicherweise Tiere kamen und umgekehrt auch zurückverfolgen, wohin Tiere aus diesem Betrieb gingen“, versichert Ministeriumssprecherin Tanja Thiele.



    Was bedeutet dieser Ausbruch der Vogelgrippe für die deutsche Geflügelwirtschaft?

    Die deutsche Geflügelwirtschaft dürfte durch den Ausbruch der Vogelgrippe weit weniger hart getroffen werden als die französische. Nach Angaben von Agnes Scharl, einer Sprecherin des Deutschen Bauernverbands, beträgt die so genannte Selbstversorgungsquote bei Geflügelfleisch in Deutschland 80 Prozent, der Rest der Nachfrage wird durch Importe gedeckt. Bei den Eiern liegt die Selbstversorgungsquote bei unter 70 Prozent. Sollten Staaten Importverbote aussprechen, was wahrscheinlich ist, trifft es einzelne Mäster. Aber der Gesamtverlust dürfte überschaubar bleiben. Allerdings klagt der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, die Branche habe seit dem ersten Auftauchen des Virus in Deutschland bereits rund 150 Millionen Euro Umsatz verloren.



    Reichen die bisherigen Schutzmaßnahmen der Bundesregierung aus?

    Einen völligen Schutz vor einer Tierseuche kann es nicht geben. Deshalb reichen die Vorschriften zur Hygiene, die Stallpflicht und die Importverbote, die in der EU ausgesprochen wurden, eigentlich aus, um das Risiko einer Ausbreitung der Vogelgrippe im deutschen Nutztierbestand zu verhindern. Allerdings haben all diese Sicherheitsvorkehrungen Grenzen. Gänse oder Enten können nicht dauerhaft im Stall gehalten werden. Deshalb hatte der nun betroffene Betrieb auch eine Ausnahmegenehmigung von der Stallpflicht. Aber auch die Gefahr durch Reisende, die Viren an ihren Schuhen einschleppen, oder durch illegale Importe lässt sich nur bedingt kontrollieren.



    Können Eier und Geflügelfleisch noch ohne Bedenken gegessen werden?

    Er bleibe weiter ein großer Freund von Eiern und Geflügelfleisch, sagte Landwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) vor vier Wochen. Und Ministeriumssprecherin Tanja Thiele sieht keinen Grund, warum ihr Chef seine Gewohnheiten jetzt ändern sollte. Das Durcherhitzen von Fleisch und Eiern auf mindestens 70 Grad beim Braten und Kochen tötet die Viren ab. Bisher gibt es auch keine Hinweise auf Infektionen durch rohe Eier, obwohl sie theoretisch möglich wären. Wichtig ist generell, rohes Fleisch nicht auf demselben Küchenbrettchen zu schneiden wie den Salat, Verpackungen schnell zu entsorgen und sich die Hände nach dem Hantieren mit rohem Geflügelfleisch zu waschen. „Das ist jedoch schon immer empfehlenswert gewesen, um eine Infektion mit Salmonellen zu verhindern“, sagt Thiele.

    Mehr zum Thema:

    Kommentar: Schreck mit Ansage
    Kitas müssen künftig jede Erkältung melden


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    Quelle:http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/06.04.2006/2455603.asp
     
  8. Karin

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    Doch nur für die Gänse, die ebenfalls beprobt wurden und kein positives Ergebnis brachten. Weiterhin wurde in einer Fernsehsendung des MDR gesagt, dass die Gänse keinerlei Kontakt zu den Puten hatten.
     
  9. Akkas

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    Da haben sich also ganz sicher die Wildvögel in verschwörerischer Absicht mit den Verschwörungstheoretikern hier im Forum zusammengetan .:idee:
    Daher verschonten sie die Freilandgänse ,sind dafür aber auf verdeckten Wegen in den abgeschlossenen Putenstall vorgedrungen und infizierten dann ausschließlich diese armen Tiere, um vorzutäuschen, daß Zugvögel bei der Krankheitsübertragung keine Rolle spielen... 8)
     
  10. #9 Ottofriend, 6. April 2006
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    Hallo und guten Tag,
    ich kann mir nicht helfen, aber wenn die Umstände wirklich so sind, wie geschildert, also die Gänse mit Freigang gesund, die Puten im abgeschotteten Stall jedoch krank sind, dann denke ich auch an die Möglichkeit einer gezielten Infizierung durch irgendeinen Neider oder Verrückten.

    Es muss ja wohl sehr gefährlich sein, die Tiere am Leben zu lassen.
    Abgesehen davon ist es für die biologische Forschung doch unklug, immer den ganzen Bestand zu keulen, statt mal zu gucken, warum denn einige Tiere nicht erkranken.
    So hat man doch auch die Pocken irgendwann bekämpfen können. Man hat herausgefunden, dass bestimmte Leute, meist Bauern, keine Pocken bekamen, denn sie hatten die ähnliche Krankheit der Kuhpocken hinter sich und ihr Immunsystem konnte so auch die Schwarzen Blattern abwehren.
    Na, vielleicht wäre auch das Quälkram für diejenigen, die doch erkranken und sterben.
    Die Aufdeckung der Ansteckungswege gestaltet sich jedenfalls schwierig und das Problem der Impfung haben wir ja schon bei MKS fruchtlos diskutiert. Solange das Geld die Welt regiert . . .
    Die Grünen in Schleswig - Holstein stellen gerade eine kleine Anfrage im Landtag. Sie wollen wissen, in welchem Ausmaß die Landesregierung die von Stallpflicht betroffenen Betriebe auf tierschutzgerechte Haltung überprüft und wann die Stallpflicht aufgehoben werde. Sie fragen nach den möglichen Infektionswegen durch Schlachtabfälle aus Großbetrieben usw.
    Ich bin gespannt auf die Antwort.
    Grüße aus dem Norden
    von Ottofriend
     
  11. Karin

    Karin Foren-Guru

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  12. #11 Alfred Klein, 7. April 2006
    Alfred Klein

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    Die hat der Herr Seehofer gestern abend im TV schon gegeben.
    Für ihn wurde die Infektion durch die Gänse eingebracht welche durch Wildgeflügel infiziert wurden.
    Ausnahmen der Aufstallungsverordnung wie in diesem Betrieb wird es nicht mehr geben.
    Daß ein einzelner Mensch, dazu noch Minister, derart unbeleckt von jeglicher Intelligenz sein kann verwundert mich mehr und mehr. 8(
     
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    da wermsdorf von mir nur ca. 60km luftlinie entfernt ist habe ich mal beim amtstierarzt angerufen und mich informiert ob ich meine kakadus zur zeit in der freivoliere halten darf!
    als antwort bekamm ich ein JA ! allerdings muß ich das dach komplett abdecken damit kein fremder vogelkot reinfällt!
    ich halte diese aussage für sehr gewagt da ja noch keiner richtig weiß wie es die tiere in wermsdorf erwischt hat.
    werde wohl erstmal meine kakadus nicht rauslassen :nene:


    mfg frank
     
  15. #13 Vogelklappe, 7. April 2006
    Vogelklappe

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    Hallo Frank,

    freu' Dich doch über einen Amtstierarzt, der nicht der Meinung ist, daß Viren auch noch quer durch die Luft fliegen ! Mit kontaminiertem Material wie Schuhen kannst Du's auch nach d'rinnen tragen, das macht keinen Unterschied.
     
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