Warum Papa-HZ = Probleme, bei anderen Tierarten nicht?

Diskutiere Warum Papa-HZ = Probleme, bei anderen Tierarten nicht? im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Das die drei nicht scheu sind, ist nicht mein Verdienst. Sie waren es alle schon seit dem ich sie bekommen hab. Das ist natürlich blödsinn....

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Nina

    Nina Stammmitglied

    Dabei seit:
    28. Dezember 2003
    Beiträge:
    193
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Edemissen
    Das ist natürlich blödsinn. Ich meine: das die drei zahm sind.... Und bevor ich sie bekommen habe.......
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diese Ratgeber an. Dort wirst du bestimmt fündig!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #62 Ann Castro, 15. Juli 2005
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Das hat nichts mit HZ oder NB zu tun, sondern mit dem Wunschdenken der Menschen. Ob dieses Zeil erreicht wird, liegt an den Fähigkeiten des Halters. Eventuell, wenn es sich um einen Abgabevogel handelt auch an dessen Vorgeschichte. Aber über letztere Gruppe sprechen wir hier in dieser Diskussion ohnehin nicht, denn dort besteht die Fragestellung, ob HZ oder NB nicht.

    Ja, damals wurde Pneumonie auch mit Aderlass behandelt. Willkommen im 21. Jahrhundert!

    wie wahr. Aber auch dies hat wenig mit der Argumentation für HZ und gegen NB zu tun.

    Wenn ich mir die Pro-HZ Argumente anschaue, würde ich eher dazu tendieren zu sagen, dass so mancher das Beste für sich selbst will, und es ihm grad wurscht ist, was das Beste für die Tiere ist. Wie sonst kann man die offensichtliche Tierquälerei ignorieren:


    1. Psychische und physische Schäden, die den Elterntieren zugefügt werden.

    2. Psychische und physische Schäden, die den Jungtieren zugefügt werden.

    So viele? Wieviele? Mehr als in die oben zitierte Diss. eingeflossen sind?

    Amen dazu.

    Kann ich überhaupt nicht bestätigen. Mich würde auch interessieren, wie Du glücklich sein definierst? Hoffnungslos fehlgeprägt?

    Mit einem Tier, dass Du abgegeben hast, weil Du es nicht zähmen konntest und einem Paar HZ?


    Meine Erfahrung beruht auf mittlerweile mehr als 20 Tieren die bei mir wohnen, bzw gewohnt haben, größtenteils Abgabetiere und unzähligen Privathaltern und Züchtern, die ich beraten habe.

    Von Eltern aufgezogene Tiere können gnauso zahm werden wie HZ. In der Masse sind HZ sehr auffällig wg Beissen, Rupfen/Selbstverstümmelung.

    Diese Erfahrung,d ieich in meinem Schwarm beobachtet habe, wurde und wird mir immer wieder von anderen Haltern bestätigt.

    Aber wie bereits in einem früheren Beitrag gesagt. Allein die Tierquälerei an den Eltern, sollte es verbieten HZ überhaupt zu erwägen.



    LG,

    Ann.
     
  4. #63 Handaufzucht, 15. Juli 2005
    Handaufzucht

    Handaufzucht Guest

    Möchte mich doch auch mal zu den beiden Sätzen von Hein melden.
    Warum geht ihr immer davon aus das es ein Schmusevogel sein soll?
    Einer der Ein Pärchen Graue sucht um diese in einer Voliere zu setzen um auch vielleicht mal damit Junge ziehen möchte wird auf den zweiten Satz von Hein eingehen.

    Also es werden nicht nur Schmusetiere von Anfängern gesucht.

    Aber wo wir bei Anfängern sind. Ich rate allen von diesem Forum ab.
    Habe auch einen Grund. So lange Motte, Raven und Co nur ihre Sache mit ihren Angriffen abziehen, wird ein Anfänger mehr verschreckt als das ihm diese Forum geholfen wird.
    Wenn ich dann immer lese.
    Paarhaltung muss sein. Handaufzucht ist Tierquälerei, Nehmt´Abgabevögel und wer was was noch. Ein Anfänger der hier liest fragt sich, ob es nicht besser ist auf einem Züchter zu hören als immer nur das selbe von denen hier zu hören.

    Was soll ein Forum wo gegen die Handaufzucht gewettert wird und wo diese alle über einen Kamm geschoren werden? Kommt dann mal was , wie ZB vom Spixara ist das mit der Handaufzucht mit mal anders. Warum? Entweder ich steh zur Handaufzucht oder eben nicht. Ausnahmen gibt es nicht. Dadurch wrd man nur unglaubwürdiger. Man kann nicht alle Handaufzuchten über einen Kamm scherren. Dafür ist jeder Papagei im Wesen anders. Haben aber einige anscheinend nicht bemerkt und ziehen immer wieder aud die HZ her.

    Mein Tipp für Anfänger. Nehmt euch die Zeit, fahrt einige Züchter an und erkundigt euch da. Die können euch aus ihrer Erfarung sicher mehr an Wissen vermitteln und Bei euren Fragen helfen als es Motte , Raven und Co je können werden.

    Im Übrigen, Ich bin für Handaufzucht wenn sie sein muss und witme mich jetzt lieber meinen Tieren als weiter hier zu lesen. Denn es bringt nichts.

    Einigen Vögeln würde es sicher besser gehen, denn wer hier in einer Tour schreibt kann sich mit seinen Tieren nicht beschäftigen.
     
  5. dodo

    dodo Guest

    wäre doch ein passendes Zitat für meine Signatur. Darf ich das?
     
  6. Motte

    Motte Guest


    Für Deine Signatur vielleicht. Meine Vögel kommen seltsamerweise gan zgut ohne mich aus, wenn man von der Volireinigung und das Füttern absieht. Das nimmt nicht den ganzen Tag in Anspruch
     
  7. Hein

    Hein Stammmitglied

    Dabei seit:
    24. November 2001
    Beiträge:
    288
    Zustimmungen:
    1
    Fast schon befürchtet, daß jetzt wieder die Leier "A, B, C sind aber böse" kommt.

    Danke, das wars dann für mich mal wieder. Nur eines noch:

    Weil ich auch zu den Leuten gehöre, die als "handzahme Kuschelpapageien" ausgepreiste und damit in die Einzelhaltung gewanderte Vögel (DER braucht doch keinen anderen, der liebt doch Menschen) nach drei, vier oder fünf Jahren entsorgen. Wenn der Wuschelknuffel auf einmal zum richtigen Papageien wird, und der Mensch damit nicht mehr klarkommt.

    Fotos von Rupfern oder Mutilatoren sehen?

    Und Tschüß.
     
  8. dodo

    dodo Guest

    war ja klar, dass das kommen musste Motte :D
     
  9. Brigitta

    Brigitta Stammmitglied

    Dabei seit:
    27. Januar 2005
    Beiträge:
    485
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Schleswig Holstein meerumschlungen!
    Hallo Handaufzucht,

    das glaube ich nun ganz und gar nicht. Eine papageieninteressierte Freundin von mir hat sich bei Züchtern informiert - und sogar nach Paarhaltung gefragt.
    Die konnte sie nämlich in ihrer damaligen Wohnung aus Platzmangel nicht realisieren und hätte unter diesen Umständen auf den Kauf des von ihr gewünschten Kakadus verzichtet.

    Der Handaufzüchter, der ihr dann ihren Vogel verkaufte, meinte nur, dass der Kakadu KEINEN Partner bräuchte - er sei ja durch die Handaufzucht das Alleinsein gewöhnt und total nur auf Menschen fixiert. Und dann verkaufte er ihr noch eine Kette dazu - damit die superteure Handaufzucht im Garten nicht davon fliegt. Vom Tierschutzgesetz hatte dieser Züchter offensichtlich keine Ahnung - genau so wenig wie von den Bedürfnissen von Papageien. Der wurde von seinem Geldbeutel regiert - besser einen Vogel verkaufen, als gar keinen.

    Wie kommt auch sonst die Zahl von 800.000 EINZELN gehaltenen Papageien zusammen?

    Meine Freundin hat dann für "kleines" Geld einen Naturbrut-Partner dazu geholt. Nach einem Jahr, als sie den Psychoterror, den die HZ veranstaltete, nicht mehr ertragen konnte. Der etwas jüngere NB-Partner kostete genau ein Zehntel der HZ und ist heute genau so zahm wie diese. Und der Psychoterror der HZ ist deutlich besser beworden. Aber der HZ-Züchter hatte ihr von Paarhaltung abgeraten.

    Wie gut, dass es Ann Castro, Motte, Raven (alphabetische Listung, keine Wertung) und andere gibt. Denn sonst wäre die Kira so psychisch verkrüppelt, wie es mein Kiki war.

    Gruß
    Brigitta
     
  10. dodo

    dodo Guest

    Handaufzucht sagte explizit: einige Züchter.

    Wenn deine Freundin nur einen fragte und sich keine zweite, dritte oder vierte Meinung einholte ist das ja nicht dessen Problem.

    Ansonsten holt man sich doch, für uns Menschen genommen, immer wieder 1.000de von Gutachten (wie Ärzten) ein doch für den Kauf eines Haustieres reicht schon eine Aussage wo sich vielleicht von 10 anderen unterscheidet.

    Hätte sich Deine Freundin mehr Zeit nehmen sollen und nicht beim erst besten Züchten die Meinung geholt.

    Wenn dem so wäre, dann gäbe es tatsächlich weniger Fehlgriffe - egal ob bei HZ - NB oder Einzel- bzw. Paarhaltung.
     
  11. alpha

    alpha Foren-Guru

    Dabei seit:
    19. August 2003
    Beiträge:
    2.056
    Zustimmungen:
    2
    Es ist sehrwohl ein Unterschied, aus welchem Grunde HZ betrieben wird.
    Und das wird auch immer wieder hier geschrieben.
    Keiner verlangt, dass ein "überflüssiges" Ara- oder Kakaduküken in menschenhand verkommen muss, nur weil von den Eltern nur eins versorgt wird.
    Und wenn es von einer Vogelart auf der ganzen Welt gerade mal noch zig Exemplare gibt, dann kann ich persönlich auch damit leben, dass man das Ei entnimmt, ehe ihm was passiert. Zudem glaube ich nicht, dass z.B. die vielgenannte Loro Parque Foundation aus so einem Küken einen "Schmusevogel" machen wird.

    Es dreht sich immer noch um die "kommerzielle Handaufzucht" in so einer Diskussion wie hier. Warum muss man das denn immer wieder dazuschreiben? Wurde das nicht schon oft genug erwähnt???

    Sind wohl verschwindend geringe Zahlen, die solche Vögel für reine Volierehaltung suchen - im Gegensatz zu der Suche nach "zahmen" Wohnungspapageien. Also sicher kaum der Rede wert.

    Genau, und die Züchter die beraten ganz sicher immer objektiv //Ironie Off//
    Von denen kommt dann meist doch nur sowas: "Die sind handaufgezogen, also schon von Anfang an an den Menschen gewöhnt. Die können ohne weiteres als Familienvogel dienen. Sogar Kinder können denen den Finger in den Schnabel stecken und sie streicheln. Und wenn sie denen noch die Federn stutzen, dann können sie sogar mit in den Garten......"

    Ich meine damit nicht ALLE Züchter, aber leider immer noch sehr viele. Man darf als Kaufinteressent eins nicht vergessen: viele Züchter wollen auch nur ihre "Ware" verkaufen! Nicht wahr?


    Meine Tierchen beschäftigen sich gerade in der Außenvoliere mit dem Zerlegen von Naturästen, nachdem sie vor einer Weile eine tolle Dusche geniessen durften und sich ausgiebig geputzt hatten. Die können auf meine Anwesenheit (und besonders auf Kuschelstunden) sehr gut verzichten ;)

    Aber ich wüsste was für die Züchter (die u.a. HZ betreiben): Nehmt euch die Zeit lieber, um eure von den Vogeleltern aufgezogenen Jungen nach dem Flüggewerden etwas (!) an den Menschen zu gewöhnen, damit sie nicht als "panische scheue Monster" in die Wohnzimmer eurer Käufer kommen :D


    LG
    Alpha
     
  12. #71 Handaufzucht, 15. Juli 2005
    Handaufzucht

    Handaufzucht Guest

    Hallo Dodo
    Hast glück das ich gerade hier bin. Musste eben gerade ein Angebot für 1,1 Dunkelrote Arababys Handaufzucht fertig machen. Übrigens die Leute haben schon 4 Handaufzuchten über 15 Jahre und sind bestens damit zu frieden.
    Liegt also vielleicht doch daran wie man sie erzieht und sich mit den Tieren beschäftigt, So das es keine Verhaltensgestörten Tiere werden.

    Denn in den meisten Fällen ist der Mensch Schuld nicht der Papagei wenn er verhaltensgestört scheint.


    Sicher darfst du das als Signatur verwenden.
     
  13. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

    Dabei seit:
    6. Mai 2000
    Beiträge:
    8.726
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    Nähe Hamburg
    Hallo,

    die Themenstarterin bat: Es wäre schön, wenn dieser Thread hier friedlich und sachlich bleiben würde, ich möchte nämlich gerne was lernen und für mich persönlich das Problem enger eingrenzen können.

    Ging ja bis jetzt trotz einiger Kontroversen auch ganz gut.

    Nun klinken sich wiederum die bekannten Personen ein, denen lediglich daran gelegen ist, ein gut laufendes HZ/NB-Thema kaputt zu machen, und die sich persönlich daran hochziehen, wenn es ihnen wieder mal gelingt, Streit zu provozieren und Leute zu vertreiben Man sollte sie einfach ignorieren!

    Du wirst dich doch nicht von .... verscheuchen lassen? ;)
     
  14. Motte

    Motte Guest

    Der Mesnch ist IMMER schuld! Wenn er seine Tiere einzeln hält, sie irgendwo einpfercht, oder sie auf Kundenwunsch mit der Hand aufzieht
     
  15. dodo

    dodo Guest

    Ich erinnere mich noch genau daran, was Mohrenköpfen schrieb: "friedliche Diskussion" ... ... doch allein schon Deine Schlussbemerkung Alpha lässt vermuten, dass es Dir allmählich zu langweilig wird und das Thema anheizen musst mit Beleidigungen - oder ;)

    Ich würde mal von den Tieren ausgehen, die nicht in Volierenhaltung sind sondern von den Wohnungsvögeln, wie Du richtig geschrieben hast. DA sieht es tatsächlich bestimmt bei manchem anders aus als dieser schreibt :zustimm:

    Unter "kümmern" kann man auch noch ganz andere Sachen verstehen, nämlich sich mit seinen Geiern auseinandersetzen und verstehen lernen ohne Kuscheln.

    Würden das einige Leute mehr tun, anstelle bereits geschriebenes ständig zu wiederholen bzw. in neue Sätze zu kleiden dann würde es bestimmt nicht zu Langeweile kommen sondern zu etwas kontruktiverem als das, was Du da von Dir bringst.

    Doch sich an einzelnen Sätzen oder Worten aufzuhängen, wenn einem nichts besseres mehr einfällt - das kennt man ja schon ;)
     
  16. #75 Handaufzucht, 15. Juli 2005
    Handaufzucht

    Handaufzucht Guest

    ach Raven

    Kann es nicht lassen :zwinker:

    Siehst du wieder was schwinden? Oder hast du Angst das ihr wieder mit euren Argumenten am ende seit?

    Lass das Thema doch mal ohne deine Abweichungen Laufen. Sicher hätte Hein und andere auch mal das ein oder andre hier noch zu zu sagen.
    Warum versucht du nicht mal auch andere zu Wort kommen zu lassen.

    So geh nun wieder zu meinen Tieren.
     
  17. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

    Dabei seit:
    6. Mai 2000
    Beiträge:
    8.726
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    Nähe Hamburg
    Ja, die friedliche und konstruktive Diskussion!
     
  18. #77 Handaufzucht, 15. Juli 2005
    Handaufzucht

    Handaufzucht Guest

    @ Motte

    Ach du Schuldige, Komm ich geb dir :trost: denn du hälst ja auch Tiere einzeln. Schaäm dich nicht mal mit guten Beispiel vorrangehen. :D
    Ist unter deinem Profil zu entnehmen.

     
  19. #78 Motte, 15. Juli 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. Juli 2005
    Motte

    Motte Guest


    Da man Dir ja immer alles aufmalen muß(scheinbar macht es Dir Spass Dich dumm zu stellen und jedes Wort auseinander zu klamüsern):

    Wenn man seine PAPGEIEN (z.B) einzeln hält.....

    Ich muß mir gerade vorstellen wie lange es dauert bis mein Fienchen vor Stress vom Ast fällt, wenn ich ihr ein anderes Chamäleon dazusetze 8o

    Wie war das AL, wenn man keine Ahnung hat, sollte man den Mund halten, oder wie sagst Du immer?
     
  20. Anzeige

    schau mal hier [hier klicken]. Bestimmt findest du dort etwas feines.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  21. alpha

    alpha Foren-Guru

    Dabei seit:
    19. August 2003
    Beiträge:
    2.056
    Zustimmungen:
    2
    Das Beleidigen überlasse ich der Geübteren von uns beiden - Dir ;)

    Zum Rest muss ich ja wohl nichts mehr sagen, der geneigte Leser wird sich sein Bild machen.....

    Ach ja, eins noch: Hein bleibt sicher nicht wegen Raven hier weg... (Hein, hau mich, wenn ich falsch liege).


    So, ich geh jetzt frische Äste und anderes Grünzeug holen, damit sich meine Papageien nicht langweilen müssen, während ich hier andauernd ( :D ) schreibe.

    Bis später ;)
     
  22. Rinus

    Rinus Guest

    Hallo!
    Nichts ist falsch daran. Papageien werden zahm – das gereicht uns Menschen zur Freude und ist der Tiere schwerstes Kreuz. Denn würden sie sich uns Menschen nicht anschließen, dürften sie jetzt ungestört in ihrem natürlichen Lebensraum herumfliegen. So gesehen ist es realistisch, auf ein anhängliches Familienmitglied zu hoffen, wenn ich mir einen Großvogel anschaffen möchte.

    Die Fragen sind nur: Wie gestalte ich unsere Familienzusammenführung? Darf mein Vogel mitreden, was Tempo, Art und eigene Vorstellungen angeht? Erlaube ich ihm, artspezifische und individuelle Eigenarten zu behalten, auch wenn dies zu meinen Lasten geht? Kann ich damit leben, wenn das Tier nicht hundertprozentig meine Hoffnungen erfüllt?

    Genau dies wage ich zu bezweifeln bei einer Käuferschicht, der suggeriert wird, man brauche sich mit derlei Fragen nicht zu beschäftigen, weil es eine Sorte von Vögeln gebe, nämlich Handaufzuchten, die perfekt auf meinen Bedarf nach gut angepassten, stressfrei integrierbaren Haustieren abgestimmt seien. Da kann ich mir sogar als ängstlicher Anfänger einen Ara oder Kakadu ins Haus holen – er ist bereits für mich „entschärft“ und „vorbearbeitet“.

    Ich lese jetzt fast ein Jahr im Amazonen-Forum mit und habe mich schon öfter gefragt, woher die Hilferufe von Neulingen kommen, die da lauten „Meine HA ist schon 10 Tage bei mir und lässt sich nicht anfassen“. Wenn man nachfragt, stellt sich heraus, dass meist genau jene fatale Vorstellung dahintersteckt, von der ich oben sprach, nämlich: Es ist eine HZ, dann dürfte sie mir doch keine Probleme bereiten – was ist passiert?

    Tja, was ist passiert mit einem Vogel, der vorher seinem Züchter am Hals gehangen hat und nun bei mir in einer fremden Umgebung hockt? Wirft er sich trotzdem freudig gleich jedem Fremden auf den Schoß, oder muss er sich erst akklimatisieren, bevor er vielleicht feststellt, mein neuer Halter ist eigentlich ganz sympathisch?

    Es gibt sicher Handaufzuchten, die sich von Fremden fast wahllos betatschen lassen. Dies sind sicherlich die Aushängeschilder der entsprechenden „Innungs“-Werbung. Andererseits gibt es aber auch (wie mein Max) Handaufzuchten, die sich selbst nach einem Jahr noch nicht am Kopf kraulen lassen wollen. Ein Anfänger mit einer stark vordefinierten Vorstellung von Zahmheit wäre von meinem Amazonen-Jungen jetzt wahrscheinlich ziemlich enttäuscht.

    An diesem Punkt liegt meines Erachtens die Crux. Wir reden von eigenen Erfahrungen, die wir alle gemacht haben, seien es positive oder negative Beispiele für oder gegen die Handaufzucht. Ich halte eigene Erfahrungen generell für statthaft und wichtig, denn schließlich sind sie es, die unsere ureigenen Belange bestimmen. Allerdings werde ich nachdenklich, wenn ich zu einem komplexen Thema meine eigenen drei oder vier Erfahrungswerte beisteuere und daraus dann allgemeingültige Aussagen ziehe.

    Ein Beispiel: Meine erste Amazone war ein Wildfang, einzeln gehalten in den 80er Jahren, als das noch als Normalfall galt. Diese Amazone widersprach jeder Prophezeiung: Entgegen allen Unkenrufe war sie kein Rupfer, kein Schreier und hing auch nicht unnatürlich an uns Haltern. Das einzige, was den Umgang mit diese Amazone unerquicklich machte, war, dass sie immer wieder unvermittelt zuhackte. Um genau zu sein: 14 Jahre lang. Dieser Vogel hatte schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, und das konnte er nicht eher ablegen.

    Welchen Schluss kann ich jetzt aus meiner Erfahrung ziehen? Dass Wildfänge angenehme Hausgenossen sind, die keineswegs schreien, rupfen und kletten? Deswegen würde ich immer wieder einen Wildfang nehmen (die ethische Seite bezüglich der Fang- und Handelspraxis mal beiseite gelassen)? Und ich kann gar nicht verstehen, dass andere Leute diese guten Erfahrungen mit ihren Wildfängen nicht teilen? Dann werden sie wohl falsch gemacht haben, oder woran liegt das?

    Ich werde mich hüten, diesen Schluss zu ziehen. Obwohl er gegen meine am eigenen Leib verspürte Erfahrung spricht. Ich glaube nämlich nicht, dass meine spärlichen Einblicke in diese komplexe Materie ausreichen, um hier universelle Aussagen zu machen. Ich bin vielmehr auf die Erkenntnisse anderer angewiesen, die mehr Erfahrung und Durchblick haben als ich (in der Regel wird das die Wissenschaft sein). Vielleicht werden deren Ergebnisse mit meinen eigenen Beobachtungen übereinstimmen, vielleicht aber auch nicht. Und es bleibt mir selbstverständlich immer offen, meine eigenen Erfahrunsgwerte kundzutun – doch um Himmels Willen sollte man sich nicht einbilden, alle Fragen der Orchideenzucht beurteilen zu können, nur weil man es geschafft hat, einmal bei sich zu Hause auf der Fensterbank eine einzelne Blüte zu retten.

    Ich habe bei meinen drei Amazonen Merkmale festgestellt, die sowohl in gängige Schemata passen als auch gerade nicht. Gegenüber meinem Wildfang und der Naturbrut ist meine HA derjenige Vogel, der am scheuesten ist. Damit kann ich leben, weil ich andere Prioritäten habe. Noch habe ich persönlich keine wirklichen Probleme mit meiner HA, und ich hoffe natürlich, dass dies so bleibt. Ich lehne diese Form der (kommerziellen) Aufzucht trotzdem ab. Sie ist und bleibt ein Eingriff in die Natur, der zum Schaden der Tiere geht und – das ist das Kuriose – uns Menschen noch nicht mal die Garantie geben kann, dass wir genau das erhalten werden, was wir damit bezwecken. Tiere bleiben nun mal Geschöpfe und werden niemals programmierbare Maschinen werden.

    Viele Grüße
    Rinus
     
Thema:

Warum Papa-HZ = Probleme, bei anderen Tierarten nicht?

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.