Wurmbefall bei Vögeln

Diskutiere Wurmbefall bei Vögeln im Nymphensittiche Forum im Bereich Sittiche; Aus aktuellem Anlaß folgt hier eine Zusammenfassung zum Thema "Wurmbefall bei Vögeln" Vor allem Halter mit Vögeln in Freivolieren haben öfter...

  1. #1 soay, 4. März 2007
    Zuletzt bearbeitet: 4. März 2007
    soay

    soay 28.11.2000 - 08.06.2015

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    Aus aktuellem Anlaß folgt hier eine Zusammenfassung zum Thema
    "Wurmbefall bei Vögeln"

    Vor allem Halter mit Vögeln in Freivolieren haben öfter mit Wurmbefall ihrer Schützlinge zu tun.

    Infektionsmöglichkeiten bestehen durch neu hinzukommende Vögel, Futteraufnahme oder den Schmelz(Vogelkot) überfliegender Wildvögel.

    Meist werden die Parasiten über Wurmeier im Kot infizierter Tiere aufgenommen. Manche Würmer benötigen einen Zwischenwirt, wie Schnecken oder Insekten...für Entenhalter wichtig.
    Die Wurmeier bleiben bis zu 14 Tagen aktiv(infektiös).

    Bitte nicht mit Kokzidiose verwechseln, auch das sind Darmparasiten,werden aber anders behandelt(Sulfonamide..der neueste Handelsname ist mir noch nicht bekannt, aber unter TA unter diesem Begriff noch im Umlauf).

    Symptome bei Wurmbefall:
    -sichtbarer Befall (Parasiten hängen aus der Kloake oder sind im Vogelkot
    sichtbar)
    -Vogel plustert sich auf
    -Gewichtsverlust
    -Appetitlosigkeit
    -schleimiger Kot

    Behandlung:
    hier stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Zu einem möchten wir einen Hinweis geben:
    Panacur ist aktuell ins Gespräch gekommen, da mehrere Todesfälle aufgetreten sind (u. a. bei Nymphensittichen)
    Hierbei kam es zur Verwechslung von "ml" und "mg", da dieses Präperat sowohl in flüssiger Form als auch als Tabletten verabreicht werden kann.
    Die Dosierung dieses Präperats muß nach dem Körpergewicht des Vogels berechnet werden.
    Da eine Überdosierung lebertoxisch wirkt( der Vogelkot wird schwarz) , sollte jeder Halter darauf achten, wie der TA die Dosis errechnet.

    Es gibt auch verschiedene hömöopatische Präparate, über deren Wirkung gestritten werden kann.

    Vorbeugen ist besser als Heilen:
    Volieren regelmäßig reinigen, Kotproben regelmäßig zum TA bringen,vor allem bei Neuzugängen (Diese solange in Quarantäne halten.)

    Mögen unsere Lieben gesund bleiben,
    liebe Grüße,buteo
     
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  3. Addi

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    Hallo!
    So einfach wie geschildert (Verwechslung von ml und mg) ist die Problematik bei diesem Mittel wohl leider nicht.
    In den mir bekannten Fällen haben die Tierärzte sehr wohl die Dosierung anhand von Fachliteratur genau berechnet. Nur leider gibt es in der Fachliteratur stark voneinander abweichende Dosierungsangaben.
    Auch fehlt oft der Hinweis, dass Mittel nicht zusammen mit anderen Mitteln (wie z.B. Mitteln gegen Giardien) zu geben.
    Ich würde zur Zeit bei meinen Vögeln lieber auf andere Mittel ausweichen oder mich an der niedrigen Dosierung der Uni-Gießen orientieren.
     
  4. Delphie

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    Zum Thema Überdosierung bei Panacur

    Viel zu viele Leute verlassen sich auf das was der Tierarzt sagt, leider !

    Und leider kann man ja auch nicht mehr machen als die Leute davor zu warnen ...
    und leider ist es für manche Vögel schon zu spät ...

    Aus aktuellem Anlass und immerwiederkehrenden Grauensgeschichten, über Sittichschwärme die eine Panacurüberdosierung vom Tierarzt verabreicht bekommen möchte ich Euch alle nochmal darauf aufmerksam machen wie wichtig die genauen Medikamentengaben sind und wie gefährlich Überdosierungen für unsere Vögel sind !

    Mein jetziger Tierarzt hat mir gesagt dass gerade Sittiche sehr empfindlich auf die geringste Überdosierung mit Panacur reagieren, es ist Gift für ihren Körper !

    Meine persönliches Statement dazu:
    Bei einer Überdosierung oder mit einem weiteren Mittel verabreicht, schickt es ganze Schwärme ins Jenseits,
    es vernichtet die Darmflora, die guten Darmbakterien werden getötet,
    andere Bakterien können sich ausbreiten oder ansiedeln, was dem Vogel die Genesung erschwert.
    Leber und Nieren werden vergiftet und geschädigt, können sogar versagen.
    Schleimhäute im und um den Schnabel werden angegriffen,
    so dass die Haut wie Wund erscheint und gegen Bakterien und äussere Einflüsse nichts mehr gegenzusetzen hat

    Sollte eine Überdosierung stattgefunden haben,
    kann man den Vögeln meist nicht mehr helfen,
    man kann zwar einiges tuen, aber ob es hilft liegt an jedem einzelnen Vogelorganismus, der eine stirbt der andere schafft es .
    Auf jeden Fall ist es ein Kampf für die Tiere ums überleben,
    die die es nicht schaffen sterben wirklich elend und qualvoll.

    Die guten Darmbakterien müssen sich wieder ansiedeln...
    das kann man mit Bird Bene Bac, PT 12 oder Liviferm unterstützen.
    Gleichzeitig muss die Leber es schaffen die Gifte abzubauen unterstützend kann man hierfür Volamin geben.
    Und der Stoffwechsel muss am Laufen bleiben,
    man sollte den Vögeln alles was sie gerne fressen anbieten und
    hoffen dass sie von alleine fressen und trinken.
    Auch sollte man hochdosierte Vitamie wie z.B. Alfa Vitam geben.

    Sollte ich meine Vögel nochmal entwurmen müssen,
    würde ich es mit Concurat L übers Trinkwasser machen,
    damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.

    Wenn überhaupt mit Panacur entwurmt wird bitte 100% genau auf die Dosierung achten,
    0,01 ml auf 100g Vogel das heisst man müsste bei einem 80 g schweren Vogel noch weniger als 0,01ml geben.
    Eine einmalige Gabe reicht mit einer Wiederholung nach 10-14 Tagen aus, bitte nicht über drei Tage nacheinander verabreichen !
     
  5. albatros

    albatros Guest

    Die Aussage ist leider unkomplett und hat keinen Bezug, weil sie nicht sagt 0,1ml von was?

    Die genaue Dosierung ist folgende:
    Die Dosis liegt bei 20-25mg pro kg/KM
    oder umgerechnet für die 2,5%tigen Susp.
    3 mal 0,08ml - 0,1ml pro 100g Vogel.
    Jeder Vogel muss gewogen werden und die Dosis muss dementsprechend angepasst werden.

    Und ein 80g schwerer Vogel müste nicht weniger bekommen, sondern er muss weniger bekommen. Nämlich exakt 80% von dem was ein 100g schwerer Vogel bekommt. Im gleichen Verhältnis steht es dann bei einem 50g schweren Vogel wie wir es z.B. bei einem normalen Wellensittich haben, dieser bekommt 50% von dem was ein 100g schwerer Vogel bekommt, weil er ja auch nur die Hälfte wiegt. Das wären dann bei 50g Vogel 0,04-0,05ml von der 2,5%tigen Suspension.

    Wenn man eine 10%tige Suspension verwenden würde, dann könnte man das bei so kleinen Vögeln schon garnicht mehr dosieren.

    Ich kann jedem nur empfehlen, wenn mit Fenbendazol behandelt wird, dann ausschließlich mit der 2,5%tigen Suspension.
    Die einmalige und nach 14 Tagen wiederholte Gabe kann, muss aber nicht zum Erfolg führen.

    Desweiteren möchte ich berichtigen, dass die Eier im kot nicht 14 Tage infektiös bleiben, sondern bis zu 12 Monate.

    Und in kleineren Beständen kann durchaus auch auf Levamisol das unter anderem auch übers Trinkwasser verabreicht werden kann ausgewichen werden.


    Ich selbst habe im Frühjahr 2007 meine damals etwa 30 Nymphensittiche und 15 Wellensittiche mit Fenbendazol (panacur) behandelt. Ich habe die unterste Dosierung verwendet und bis auf einen Nymphensittich der durch das Medikament einen Leberschaden erlitt von dem er sich nicht mehr erholte und den ich vor etwa 2 Monaten euthanasieren lassen müssen, keinen Vogel offensichtlich durch das Medikament verloren.
    Jedoch stimme ich zu, dass die Entwurmung mit diesem Mittel ein nicht unerhebliches Risiko ins besondere für Nymphensittiche birgt.

    Den kompletten Bericht meiner Entwurmung lässt sich auf meiner Seite nachlesen.
     
  6. marco t.

    marco t. Mitglied

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    als meine vorherigen Nymphensittiche Würmer hatten, war ich auch beim Tierarzt. Er gab mir so eine "Entwurmungskur", den Namen hab ich vergessen. Viel half das nicht!:nene:

    Womit ich nacher sehr gute Erfahrungen gemacht habe war "Medizinisches kolloidales Silber" kurz "Mekosil". Ich habe einfach eine Pipette voll Mekosil den Nymphen ins Wasser gegeben. Dies wiederholte ich 2mal.
    Es hat super geholfen. Schnell noch einen Link von Mekosil:

    http://www.mekosil.com/index.php :prima:
     
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  8. brittlee

    brittlee Neues Mitglied

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    Bitte nicht mit Kokzidiose verwechseln, auch das sind Darmparasiten,werden aber anders behandelt(Sulfonamide..der neueste Handelsname ist mir noch nicht bekannt, aber unter TA unter diesem Begriff noch im Umlauf).
     
  9. #7 IvanTheTerrible, 19. Dezember 2012
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Wäre neu, das kollidiales Silber gegen Würmer hilft.
    Gehe davon aus, das sie keine Würmer hatten, sondern etwas anderes, denn Wurmmittel wie Panacur und Concurat helfen bei richtiger Anwendung zuverlässig, ebenso Ovorotol.
    Also bitte nicht Silber als Wurmmittel empfehlen.
    Ivan
     
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