Amazone mit kleinen Kindern???

Diskutiere Amazone mit kleinen Kindern??? im Amazonen Forum im Bereich Papageien; Motte, das finde ich alles auch. Aber es hilft nichts, Neulinge grundsätzlich erst einmal abzubürsten nach dem Motto "so gut wie wir wirst du...

  1. Nimue

    Nimue Mitglied

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    Motte, das finde ich alles auch. Aber es hilft nichts, Neulinge grundsätzlich erst einmal abzubürsten nach dem Motto "so gut wie wir wirst du deine Tiere doch niemals halten". Damit ist keinem Vogel geholfen, und die Leute gehen dann einfach nicht mehr ins Forum.

    Diese Trotzreaktionen (finde ich auch scheiße) werden ja durch irgendetwas provoziert. Hat etwas mit Kommunikationsstrategie zu tun - diplomatisch zu sein, Verständnis zu zeigen und zu vermitteln.

    Außerdem habe ich klipp und klar gesagt, dass ich von Kindern mit Amazonen nicht halte (finde es auch sehr gut, dass du deine nicht zusammenlässt). Aber von einer räumlichen Trennung war bei der Threaderstellerin leider nicht die Rede.

    LG Iris
     
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  3. #22 Ingo, 6. September 2011
    Zuletzt bearbeitet: 6. September 2011
    Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Sorry, aber das tut und sagt hier keiner. Wir möchten nur darauf hinweisen, was zu beachten ist.
    Die Botschaft ist doch vielmehr die: Lerne aus den Erfahrungen anderer und mache es gleich richtig!
    Wir alten Hasen sind natürlich aber auch keine Engel und nicht fehlerfrei. Jeder, ja JEDER von uns hat in der Papageienhaltung Fehler gemacht, die er nicht wiederholen möchte. Da liegt ja auch nahe, zu versuchen, andere davor zu bewahren.
    Und wenn man die Tierchen ein paar Jahrzehnte lang pflegt, dann sammeln sich so nach und nach Haltungsverbesserungen an. Heutzutage muss aber nicht jeder auf dem Niveau der siebziger Jahre in die Haltung einsteigen und die ganzer Lernkurve allein udn zum Schaden der Vögel durchlaufen. Es macht vielmehr absolut Sinn, von den Erfahrungen anderer zu profitieren.
    Und keine Sorge: Es bleibt genug Gelegenheit, trotzdem was falsch zu machen und aus Eigenerfahrung zu lernen.
    Haltungsfehler sind im übrigen keinesfalls per se verwerflich, es sei denn, man tut so etwas wider besseren Wissens aus Bequemlichkeit oder Eigennutz.
    ..oder man weigert sich, sich das nötige Wissen anzueignen.

    Ich will mich jetzt aber nicht durch weitere Wortbeiträge noch unbeliebter machen, als ich eh schon bin, möchte aber höflich auf diese drei Threads aufmerksam machen, deren Lektüre ich jedem Neueinsteiger in die Papageienhaltung nur empfehlen kann.
    Unverfälschte first hand info verschiedenster Halter mit unterschiedlichen Philosophien, erfahrungen und Ansichten:

    http://www.vogelforen.de/showthread...h-nochmal-Graue-anschaffen&highlight=w%FCrdet
    http://www.vogelforen.de/showthread...-der-Anschaffung-unbedingt-wissen-sollte-quot
    http://www.vogelforen.de/showthread.php?68403-Papageinhaltung-was-man-nicht-wissen-will-...
     
  4. Motte

    Motte Guest

    Genau das scheinen viele Neulinge in wohlgemeinte Beiträge hinein zu interpretieren. Darum werden sie wohl auch trotzig. Aber ich sehe das eher so: Irgendwann stellt der Papageinhalter fest das eine althergebrachte Wohnzimmerhaltung (kleiner Käfig, Freiflug usw) den Vögeln nicht gerecht wird und darüber hinaus das Wohnzimmer zu einem Minenfeld werden kann (agressive Tiere, zersörte Möbel) Dann opfert so manch einer ein ganzes Zimmer für die Vögel, richtet es entsprechend ein, macht sich an die nervenaufreibende Arbeit einen guten Partner für die Tiere zu finden und stellt vielleicht fest das die Klischees von der Papageienhaltung total Banane sind. Das alles teilt man dem Anfänger auf dem Gebiet mit und der wollte aber eigentlich doch was ganz anderes und will nicht glauben was er da liest/hört. "warum soll nur Dein Weg der richtige sein?.....beim Bekannten eines Schwagers geht es auch anders........ich will erstmal nur einen Papageien haben, weil wir uns aneinander gewöhnen müssen (der gröbste und häufigst gemachte Fehler schlechthin)" Das sind so grob zusammengefasst die Reaktionen vieler Leute. Sie wollen nicht hören und nichts glauben. Und wenn diese Leutz es schaffen ihre Vögel länger als vier Jahre zu halten, werden SIE vielleicht irgendwann dejenigen sein bei denen die Alarmglocken klingeln, weil ein Neuling kommt und sich anschickt ihre Fehler zu wiederholen. Dann werden sie es sein die versuchen ihr Wissen zu vermitteln und nicht selten auf taube Ohren stoßen. So schliesst sich der Kreis ;)
     
  5. Azrael

    Azrael Foren-Guru

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    Ja, genau so ist es eben leider.

    Man hat als Halter schon diverse Fehler gemacht und vor genau denen will man Neulinge bewahren.
    Und die Reaktion heißt meist: "Jaaa, aber bei mir ist der total süß und ganz anders und überhaupt
    wieso habt ihr denn alle Vögel..." Als würde man jemandem die Anschaffung neiden. In Wahrheit ist
    es eben so, dass eine ganze Menge Dinge anders laufen als man sich das so denkt und als es in den
    Büchern steht. Das heißt keineswegs, dass Papageienhaltung nicht schön ist - sie ist aber eben ganz
    sicher kein Ponyhof :D :zwinker:

    Ich hätte nie gedacht, dass unser kraulzahmes Amazonenweibchen während der Brut zum Berserker
    mutiert und ich nur mit langer Hose + langem Rock + Stahlkappenschuhen das Kücken zum Wiegen
    holen kann, weil es mich sonst einen Großteil meiner Zehen kostet. :+schimpf :+schimpf
     
  6. Nimue

    Nimue Mitglied

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    @ Ingo: Ich denke nicht, dass du dich unbeliebt machst. Du bist glaube ich einer der beliebtesten User in diesem Forum, und deine Beiträge sind auch immer sehr sachlich.

    Ich hatte das alles auch nicht nur auf diesen Thread bezogen, aber ich lese hier schon länger mit und habe das Gefühl, dass sich viele Threads ungut entwickeln. Das ist alles, was ich sagen wollte, als ich Mischus Reaktion gelesen habe.

    Sachlich haben alle sicherlich recht, aber man muss es eben auch vermitteln können und "eine Brücke bauen", wenn ihr versteht, was ich meine. Das Video fand ich übrigens sehr gut, weil man so sieht, was für ein Aufwand das ist und man Papageien nicht im kleinen Käfig im Wohnzimmer halten kann, wie man es sich oft vorstellt.
     
  7. MiSchu

    MiSchu Mitglied

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    Keiner ist undankbar für Tips und Erfahrungen! Ich bin sogar froh darüber hier Leute gefunden zu haben, die mir auch mal Dinge erklären die nicht in den Büchern stehen. Aber es ist immernoch der Ton, der die Musik macht. Und wenn jemand z.b eine Frage bzgl. des Fütterns oder der Unterbringung oder sonstwas stellt, ist davon auszugehen dass gleich losgehackt wird ob das Tier vielleicht in Einzelhaft verkümmern muss. Das hat mit der eigentlichen Frage nix zu tun, wird einem aber sofort unterstellt.
    Dass hier auch auf die negative Seite der Vogelhaltung hingewiesen wird finde ich sehr gut. Das hat mir vor dem Kauf auch wirklich zu denken gegeben. Aber wie gesagt, es ist immernoch die Art und Weise mit der Erfahrungen rübergebracht werden. Ist es nicht nachvollziehbar, dass man erstmal in Verteidigungshaltung geht wenn man von fremden Leuten angegriffen wird?


    So, und nun zurück zum eigentlichen Thema:

    Was ich auch ganz wichtig finde bei der Tierhaltung mit kleinen Kindern ist ein Allergietest! Meine Jungs sind leider beide Allergiker und ich habe beide vorher auf Vogelverträglichkeit beim Tierarzt testen lassen.
     
  8. #27 Motte, 6. September 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. September 2011
    Motte

    Motte Guest

    Wo wird denn hier jemand angegriffen? Gerade in diesem Thread hier sind Ingo und Azrael sachlich und geduldig. Keine Spur von einem fiesen Unterton. Klartext wird geredet, natürlich! Das ist auch nötig. Denn die Erfahrung hat gezeigt das ein "heititeiti, ich glauuuuube Du bist dabei einen Fehler zu machen, aber mach nur, ich will Dich keinesfalls kränken" einfach übergangen wird.
    Es lernen doch schon die Kinder das man zwischen konstruktiver Kritik und persönlich angegriffen werden unterscheiden kann und muß. Warum schießen Leute die sich ein Tier anschaffen wollen diese Eigenschaft so oft in den Wind? Das ist ja nicht nur bei Papageien so. Das betrifft ebenso den Hundewelpen der von einem jungen Pärchen quasi als Besiegelung ihrer Bezihung angeschafft wird, obwohl beide keine Zeit haben weil sie mitten im Studium oder der Ausbildung stecken. Oder die Schlange die angeschafft wird weil man sie aus der Ferne schon immer faszinierend fand und dann feststellt das sie eigentlich nur doof rumliegt, oder die bunten Fischchen die egen alle guten Ratschläge bunt zusammengewürfelt in ein nicht korrekt geführtes Aquarium gestopft werden und und und
    Übrig bleiben nicht selten enttäuschte Halter und rumgereichte Tiere. Da ist es doch besser man lässt sich schonungslos die Schattenseiten schildern (das dolle und Feine hat man ja eh schon im Kopf!) und überlegt dann wie ein vernünftiger Mensch ob man dem wohl gewachsen ist. Wenn ja: Nur zu! Ein neuer Papageienhalter wurde geboren. Der macht seine Sache dann so gut er kann, ist nicht all zu überrascht wenn sein Vogel mal "spinnt" und hat gute Chancen ein glücklicher Vogelhalter zu werden.
     
  9. kace63

    kace63 Foren-Guru mZg

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    Ich glaube, es liegt daran, daß man sich ja meistens schon ein bißchen länger mit der Idee getragen hat. Man hat Bilder im Kopf. Infosuche im Forum ist im ersten Moment erstmal die Suche nach Bestätigung der "Papageienidee".
    Natürlich ist es dann erstmal ne bittere Pille, wenn man nicht das liest was man zu lesen gehofft hat. Mancher kommt damit gut klar, ein anderer vielleicht erst nach einer Bedenkzeit.
     
  10. MiSchu

    MiSchu Mitglied

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    Ich glaube eben, dass man nicht alle Tierhalter über einen Kamm scheren kann. Es gibt auch gewissenhafte Einsteiger die sich informieren bevor sie sich ein Tier zulegen. Und genau die sind es dann auch, die sich unverstanden fühlen wenn sie fragen (jetzt mal mein pers. Beispiel!) wann das vollständige Gefieder kommt und eine der ersten Antworten gleich die Frage beinhaltet wann der 2.Vogel einzieht.
     
  11. maggyogau

    maggyogau Foren-Guru

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    Zum Thema "Der Ton macht die Musik"

    möchte ich auch was loswerden:

    Daß es hier recht "ruppig" zugeht, wissen wir alle. Aber oft ist es eben so, daß sich Menschen Haustiere zulegen, weil es "in" oder "chic" ist. Viele dieser menschlichen Zeitgenossen
    beschäftigen sich vorher einfach zu wenig mit dem "Wunschkandidaten lebender Zeitgenosse" . Ich möchte hier niemanden persönlich angreifen!!!

    Wenn wir hier kurze Anfragen bekommen - ohne Hintergrundinfos über Halter und Vorkenntnisse - geht vielen von uns die "Hutschnur hoch" - ist aber sicher auch verständlich,
    weil viele von uns diese gequälten, falsch gehaltenen und verstörten "Gebrauchten" aufnehmen und wieder aufpäppeln.

    Das ist etwas, was eigentlich nicht sein müßte!! (wenn sich jeder Tierhalter vorher entsprechend mit dem Thema beschäftigen würde)0l

    So war´s bei mir:

    Als ich zu meinen 4 Grünen kam - so nach und nach - habe ich mich mit mir privat bekannten Züchtern zusammengesetzt. Die haben mich auch mit Horrorgeschichten übersäht.
    Dann hab ich mir viele Bücher zugelegt und bin ins Forum.

    Anschließend hab ich mich mit meinen damaligen Vermietern zusammengesetzt und, da ich an einer Hauptstraße gelebt habe, auch die Einwilligung bekommen, daß es schon mal laut werden darf.:mukke:

    Da ich damals in einem Vogelzuchtverein war, hab ich den Zuchtschein gemacht und viel viel gelernt. Bin tagelang über Büchern und Infos gesessen. Habe auch eine Fachzeitschrift
    aboniert und mich regelmäßig weitergebildet. Das mach ich heute noch.:zustimm:

    Wie hier fast alle wissen: zu mir kommen die Vögel, die irgendwann dann doch abgegeben werden - eben, weil sie recht alt werden, irgendwann "im Weg umgehen", sich als Einzelvögel
    nach über 20 Jahren Einzelhaft einfach kaum noch händeln lassen. Rupfer, halb verhungerte Tiere, Fußgänger ...:?

    Das ist ein Leid, das wir hier im Vorfeld zu vermeiden versuchen ...8o

    Der ruppige Ton - bitte entschuldigt ihn alle - den haben wir alle schon erleben müssen. Ich wurde auch schon beschimpft und böse angezickt. Aber Kritik sollte uns
    nicht "klein" machen - daraus sollte man lernen. Jeder der Kritisiert muß auch Kritik einstecken können - - und ich denke einige, die sich hier schon erkundigt haben, haben sich gegen einen großen
    Papagei entschieden und sind heute mit leichter händelbaren Vögeln wie z. B. Nymphis ect. wesentlich glücklicher. Vor allem sind kleinere Papageien mit Kindern auch wesentlich ungefährlicher.

    Nymphis brauchen genausoviel Pflege und Aufmerksamkeit - sind superlustig drauf - und einfach nicht soooooo gefährlich wie ein großer Papagei - das ist einfach Tatsache.:dance:

    Und kleine Kinder sind einfach neugierig - da kann man ein Restrisiko einfach nicht ausschließen ...:+klugsche

    Ich hoffe, ich konnte aus der "Streiterei" oder "Diskussion" etwas die Luft aus den Segeln holen:D:D

    LG und allen noch einen schönen Tag:blume:
    Maggy
     
  12. Hugo's

    Hugo's Stammmitglied

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    Hallo Mally,

    bist du noch da? Ich habe mich damals auch für Amazonen (z.B. Weißstirn) interessiert. Weil ich Kinder habe, hatte ich mich dann dagegen entschieden. Die Berichte von aggressiven Hähnen in der Balz haben mir einen großen Respekt eingeflößt. Durch einen Zufall bin ich dann bei Kakadus gelandet. Um ehrlich zu sein, sie sind auch nicht einfach. Meine Kinder sind aber größer. Der Jüngste ist 8.

    Aber zurück zu deiner Frage nach Amazonen. Ich habe vor kurzem mit Jemandem gesprochen, der mir vom großen Alexandersittich vorschwärmte. Dieser wäre ruhig und ausgeglichen als Hausgenossen. Manchmal mit Sprachtalent ausgestattet und nie aggressiv. Für Familien mit Kindern, besser geeignet, als Amazonen.
    Jene Person züchtet Amazonen und Alexandersittiche, auch Mohrenköpfe und Halsbandsittiche. Vielleicht informierst du dich auch mal über andere Arten? Dazu würde ich mich mit dem jeweiligen natürlichen Verhalten, Berichten von Züchtern und langjährigen Haltern auseinander setzen.

    Bitte wertet dass nicht als Negativurteil über Menschen, die ihre Vögel noch nicht so lange haben. Das soll es nun wirklich nicht sein. Aber wie schon einige Vorredner geschrieben haben, Jungvögel verändern sich mit der Pubertät und auch eintretenden Geschlechtsreife. Selbst erwachsene Vögel zeigen nach einem Besitzerwechsel nicht sofort ihr ganzes Potenzial. Aus meiner Erfahrung brauchen Papageien oft mehrere Monate, manchmal Jahre, bis sie sich eingelebt haben und erst dann lernt man ihre wahre Persönlichkeit kennen.

    Wenn du dir Jungvögel anschaffen willst, egal für welche Art du dich entscheidest, suche dir den Züchter sehr, sehr sorgfältig aus. Ich kann nicht betonen, wie wichtig eine gewissenhafte Aufzucht für das spätere Verhalten ist. Bitte nimm Abstand von kommerziellen Handaufzuchten, also z.B. ab Ei und ohne Nestgeschwister. Wenn du Handaufzuchten erwirbst, achte darauf, dass die Vögel mit Artgenossen aufgezogen wurden und nach dem Flügge-Werden, noch eine Zeit mit Artgenossen in einer Gruppe verbringen durften.

    Papageien aus Naturbruten können übrigens genau so zahm werden, wenn sie den Menschen früh kennen gelernt haben und ihm vertrauen. Diese Art der Aufzucht, ich nenne sie begleitete Naturbrut, würde ich bevorzugen. Man trifft sie nur selten, weil nicht jedes Zuchtpaar so viel Vertrauen in seinen Züchter hat, dass dieser ohne Probleme an die Küken kommt. Papageien lernen auch durch Nachahmung. Sehen die jungen Vögel, dass Vater und Mutter vertraut beim Züchter auf dem Arm sitzen, werden die Jungvögel dieses Verhalten nachahmen, jedenfalls oft. (Hängt auch ein wenig vom Temperament und Charakter ab).
    Bitte kaufe auch nur Vögel aus einem Bestand, wo der Züchter kein Problem damit hat, dass man die Tiere einer Ankaufsuntersuchtung (Virentests und DNA unterzieht). Neben dem Alter deiner Kinder, dass ich bei der Wahl berücksichtigen würde, bedenke bitte auch, wie groß eine Voliere sein muss. Nach den neuesten Gutachten hat man die Größe für die Mindestanforderung hoch gesetzt.

    Die Mindestanforderungen zur Haltung von Papageien sehen für Amazonen seit der Überarbeitung des Gutachtens von 1995 in 2008 nun ein Volierenmaß von Länge x Breite x Höhe in cm 400 x 200 x 200 vor. Nur die wenigsten Halter können das einhalten. Aber wenn man Kinder hat und sich eine Papageienart anschaffen will, die nicht nur saisonal aggressiv werden kann, dann macht es Sinn sich über solche Volierengrößen Gedanken zu machen.
    Noch ein Tipp. "Papageien-Erziehung" ist nicht einfach, da braucht man Ruhe und Muße. Viele Papageien reagieren mit Bissen, weil sie einfach zu wenig Platz , sie nicht ausgelastet oder aufgrund von Platzmangel Stress entsteht. Stimmt die Haltung nicht, macht man im Umgang fehler, Papageien lernen immer, dann kann es mit jedem Papageien, egal welcher Art und Aufzucht zu Problemen kommen.

    Ich will und werde dir die Papageienhaltung nicht ausreden. Wie käme ich dazu, habe ich doch selber viel Freude an meinen Kakadus. Aber vielleicht wartest du noch ein Weilchen, bis der Jüngste zuverlässig begreift, dass Papageien nicht nur nett sind, nicht mehr alles in den Mund steckt... und vielleicht schaust du dir mal die vielen anderen Arten noch etwas genauer an. Wie schon erwähnt, große Alexander sollen auch tolle Hausgenossen sein.... Jeder Topf findet seinen Deckel.

    Wenn du fündig geworden bist, dann wünsche ich dir und den Vögeln ein langes und glückliches Miteinander. Wenn du gut vorbereitet an die Sache gehst, dann wird euch das auch gelingen. Ich denke das Wichtigste ist, keinen Anspruch zu Unterschätzen, weder den deiner Familie, noch den der Vögel.
     
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  14. ypsilonia

    ypsilonia Mitglied

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    Ich denke, dass die meisten hier die Fakten schon zu genüge erklärt haben.
    Amazonen sind keine Kuscheltiere. Auch wenn sie eines Tages zutraulich geworden sind, bleiben sie immer Wildtiere. Denn der Schnabel lässt grüßen, wenn man mal nicht aufpasst. Die Tiere sehen dieses oft als Spiel an und sehen die Gefahr nicht, selbst wenn Halter mit der Ama spielt. Gerade bei Jungamazonen merkt man noch von Aggresivität keine Spur. Das lässt aber dann im Alter von 3-4 Jahren nach und sie werden dann endlich erwachsen und geschlechtsreif. So wird auch die Agression der Tiere zunehmen.

    Ich kann dir aus ERfahrung erzählen, dass es am Besten ist, die Tiere von Anfang an zu zweit aufwachsen zu lassen. Das erspart Dir später Zeit und Mühe einen gleichaltrigen Artgenossen zu finden. Ausserdem ist es bei den Amas so, dass sie nicht jeden Partner akzeptieren und manche hier auch von erzählen, dass es Partner. Es ging bei uns gut. Aber es hätte auch anders enden können.

    Wir sprechen Dir bei Einzelhaltung nicht zu, weil das dem Tier Schaden zufügen könnte. Das Tier ist dann bei Einzelhaltung total auf den Mensch - also auf Dich fixiert. Nach einer Zeit - wie es immer so ist - nimmt die Aufmerksamkeit viell. auch mal ab und das Tier könnte etwas teilnahmslos dasitzen.
    Ich habe die Zeit mitgemacht, wo ich schwanger war, mein Kind geboren wurde bis heute.

    Hätte ich mir Gedanken gemacht und würde mir heute mit Kind ein Haustier anschaffen, würde ich gleich lieber eine Katze oder einen Hund nehmen. Doch durch die Jahre ist eben unsere Ama zu einem Familienmitglied geworden und gehört eben zu unserem Leben dazu. Unsere 4 jährige Tochter hat enorme Angst vor unseren Tieren, weil sie angeflogen und gewzickt wird. Sie fliegen tagsüber frei umher bis die Kleine vom Kindergarten kommt, 16 Uhr. Ab 20 Uhr, wenn unser Kind im Bett liegt, dürfen die Tiere wieder raus. Der Krach bei zwei ist höllisch. Mittlerweile haben wir uns zwar dran gewöhnt, doch für eine Ama haltung rate ich dir hinzu noch eine Außenvolierenhaltung, wenn man einen Garten hat. Wie die anderen erzählt haben, machen Sie viel Dreck, Dreck und wieder Dreck. Und wenn Du noch so ein kleines Kind mit dabei hast, schlägst du dir irgendwann die Hände vors Gesicht und sagst einfach nur "Kacke, Kacke, Kacke... weil überall Gefiederstaub, Federn mit Körner und Obst herumliegt. Tja, das gehört eben alles dazu.

    Meine Tiere reden nicht, das haben sie nie gekonnt und ich will auch eine gewisse Distanz heute zu meinen zwei Amas wahren, damit sie ungestört ein Liebespaar sein können. Meine alte Ama Dame hat sich mittlerweile von mir etwas distanziert. Vorher war es schwer. Und du musst dir Gedanken machen, wenn du erst in Jahren ein Zweittier anschaffen möchtest, wie viel Mühe diese Tiere machen können und wieviel Geduld Sie von dir fordern.

    Abgesehen von den Kosten, es sind schöne Tiere, ja, aber nicht ideal für die Einzeltierhaltung. Damit machst du nur die ama traurig und letztendlich auch dich, weil du nicht weisst, was ihm fehlt.
     
  15. Habibi

    Habibi Mitglied

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    Hallo zusammen,

    also ich persönlich habe ja keine Kinder, aber in deinem Fall würde ich mir momentan keine Amazone anschaffen. Dadurch dass deine Kinder noch so klein sind. Die ganzen Argumente die die anderen schon aufgezählt haben brauche ich natürlich nicht wiederholen, aber abgesehen von Dreck etc. denk z.B an normale Alltagssituationen deine Kleinen machen Mittagsschlaf, den Vogel interresiert es nicht der schreit einfach los wie und wann er lust hat... etc.und das macht stress, für dich und deine Kinder. wenn meine Loslegen finde ich das manchmal auch sehr belastend, jetzt überleg mal wie es einem kleinen 1-Jährigen damit geht.
    Außerdem frage ich mich wie du die Zeit aufbringen kannst mit 4 Kindern. Ich bin "nur" vollzeit berufstätig und ich habe manchmal schon meine größte Mühe meine Geier außreichend beschäftigen zu können. Sie verlieren schnell die Lust an ihrem Spielzeug und dann muss was neues her. nur mit Freiflug alleine ist es ja schließlich auch nicht getan. Da kommt dann wieder diese riesen Intelligenz zum Vorschein, wenn diese nicht etwas gefordert wird kann auch aggression hervorgerufen werden etc. das hängt eben alles zusammen. Und von mir absoluten respekt vor jedem der das so alles zusammen hinbekommt. Das ist ne richtige Herausforderung

    Jeder hier liebt seinen Geier, aber viele gehen einfach zu blauäugig an so ein Thema ran, mich vor 4 Jahren eingeschlossen. Davor möchten die Leute hier einfach nur bewahren. Als Kinder hatten wir auch einige Wellis und Nymphen aber ein Papagei ist doch nochmal ne ganz andere Nummer. Ich wollte unbedingt ne Amazone haben, weil sie mir besser gefallen haben wie Graupis und mir versichert wurde dass sie robuster und von der Halung her leichter sind.
    Aber ich bin sehr schnell aus meiner kleinen Wendywelt aufgewacht. man hat sein Traumbild im Kopf und von dem möchte man schwer loslassen, das verstehe ich.Nur muss man dann auch alle Konsequenzen tragen.

    Allerdings muss ich dazu sagen, meine Beiden sind jetzt 5 1/2 Jahrre alt, also quasi mitten in der Pubertät, ich habe das Glück das meine relativ unaggresiv sind, sie werden in der Brutzeit zwar sehr laut und launisch aber nicht extrem bissig oder ähnliches, aber kleine Kinder würde ich trotzdem fern halten soviel vertrauen hab ich dann doch nicht :-)

    Und nun nochmal das leidige Thema Einzelhaltung. Das meiste wurde ja schon gesagt da stehe ich auch voll dahinter. Vorallem macht es gar keinen Sinn sich erst eine Amazone anzuschaffen und erst später eine zweite, vorallem wenn man mit dem Argument kommt man muss sich erst aneinander gewöhnen. Spätestens wenn die zweite kommt wird dein erster sich komplett anders verhalten, auch dir gegenüber. Das ist dann schon fast wie ein neuer Vogel, er wird Sachen machen die du von ihm nicht kennst oder erwartest... was hat dir dann dein vorher kennelernen gebracht??
    Machs dir und deinem Vogel leichter und hol dir sofort 2. Das eingewöhnen ist für die geier angenehmer wenn sie nicht alleine sind und du wirst sehen, dass was sich der eine nicht traut, traut sich der andere und nimmt seinem Partner dadurch vielleicht sogar die Angst.

    Ich kann dir nur raten, dir gut zu überlegen und vll sogar zu warten bis die Kids älter sind und vorallem das Ganze auf keinen Fall übers Knie brechen, du hast doch alle Zeit der Welt.

    VLG
     
Thema:

Amazone mit kleinen Kindern???

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