Artgerechtes Vogelleben

Diskutiere Artgerechtes Vogelleben im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Nach einem Fernsehbericht über traurige Käfigvögel, habe ich `mal wieder ein schlechtes Gewissen, das ich überhaupt Vögel in Gefangenschaft halte....

  1. #1 Baerjul, 16. April 2002
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. April 2002
    Baerjul

    Baerjul Guest

    Nach einem Fernsehbericht über traurige Käfigvögel, habe ich `mal wieder ein schlechtes Gewissen, das ich überhaupt Vögel in Gefangenschaft halte. Natürlich versuche ich ihnen ihr Leben so angenehm und unterhaltsam wie möglich zu gestalten und es macht mir auch sehr viel Spaß mit ihnen umzugehen, aber wenn ich in Urlaub fahre zum Beispiel fehlen sie mir sehr und ich frage mich immer ob es ihnen jetzt auch gut geht. Sie werden pünktlich versorgt und 2-3 liebe Menschen sehen nach ihnen, aber wenn ich mir vorstelle sie wegzugeben, käme nur ein Tierpark oder eine Riesenvoliere in Frage. Blos nicht irgendwo eingeengt im Käfig sitzen müssen. Es sind zwei prachtvolle Graupapageien (Paar)
    und sie haben sehr viel Platz bei uns.
    Wie geht ihr mit dem schlechten Gewissen um? Zieht Ihr immer Jungvögel auf und wo bleiben die dann? Es ist so traurig Rupfer zu sehen oder einsame Einzelvögel in viel zu kleinen Käfigen!
    Ich betreue übrigens gerne Vögel im Urlaub.
    Freundliche Grüße an Alle
    PS Bin übrigens kein neues Mitglied, aber es ist ein Fehler passiert und daher wurde das geändert. Bin seit 2 Jahren dabei!!!!
     
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  3. #2 Schnissje, 16. April 2002
    Schnissje

    Schnissje Guest

    Hallo Baerjul...

    ja das schlechte Gewissen..., ich bin mal ganz ehrlich nun: War ne Vertreterin von Einzelhaltung. Habe gross erzählt wie guuuut es meinem Grauen geht..Jaja. ALs mir hier denn einige Mal die Augen geöffnet haben uiiiiiii...da kam das schlechte Gewissen ..
    Mein Roy hat hier alles... ein ganzes Haus..IMMER jemand bei ihm,da dachte ich dem gehts gut.
    In einer ruhigen Stunde habe ich denn mal nachgedacht..und beschlossen mir doch nen Zweiten zu nehmen. Seit gestern ist er da. Gewissen ist nun beruhigt..erst mal *g*
    Aber diese Käfighaltung finde ich auch schlimm. Wir waren letztens in einem Zoogeschäft und da sass eine wunderschöne Amazone. Auf meine Frage wie alt sie sei..sagte der Typ mir:3 JAHRE!!!!!!!
    Boaah 3 Jahre in so einem Minikäfig???? Das ist schon sehr schlimm.Ich kenne den Besitzer dieses Geschäftes sehr gut und als ich letztens wieder nachfragte wie es der Amazone geht sagte er: SEHR GUT!!!!!!!! Hölle....
    Das armeTier muss doch nen Schaden haben...als ich ihm das denn auch sagte meinte er nur: Ach Quatsch, die werden doch uralt was machen da ein paar Jahre Käfighaltung?????
    Was sollte ich dem noch antworten?????
    Weiss nur dass der von mir KEINEN Pfennig mehr bekommt.
    Dir denn mal noch viele liebe Grüsse
    von uns allen:-)
     
  4. Utena

    Utena Guest

    Hallöchen!
    Ja das ist schon so eine Sache mit der "Artgerechten Haltung"
    Meiner Meinung nach sind Vögel die am meist unverstandensten Tiere mit den schlechtesten Haltungsbedingungen.
    Alleine wenn man ihre Lebensweise in freie Natur etwas kennt,Schwarmtiere,fliegen täglich viele Kilometer ,dan wird man sich erst Bewust was man eigentlich bei Einzelhaltung in Käfigen verbricht!
    Es ist klar das Vögel in Menschenhand gepflegt diese Freiheiten nie geniesen werden,den selbst die größte Flugvolier ist doch im Vergleich nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
    Es ist aber sehr Lobenswert das in den letzten Jahren da immer mehr an umdenken erfolgt und sie zumindest Paarweise in Volieren untergebracht werden,zumindest bei den Papageien.
    Natürlich gibt es immer wieder Menschen die Papageien in viel zu kleinen Käfigen halten,bei näheren Gesprächen aber deutlich wird das sie gar keine Ahnung haben wie man überhaupt diese Tiere halten sollte.
    der Züchter,Händler oder Verkäufer meint ja nur:ist überhaupt kein Problem,der Käfig reicht völlig aus,oder:Nein das ist genug Zeit was sie mit ihm verbringen da brauchen sie keinen 2 Vogel,oder:sie sind ja so Pflegeleicht,brauchen nicht viel nur ein paar Körner und manchmal einen Apfel.
    Ich denke das hier mehr getan werden müsse um zukünftige Käufer gleich aufzuklären was es wirklich bedeutet sich einen Papagei ins Haus zu holen und nicht immer alles so zu verschöner.
    Den wenn es dan nicht so klappt wie man sich es vorgestellt hat müssen diese Tiere leider schnell wieder weg und werden zu Wanderpokalen mit teilweise schlimen Verhaltungstöhrungen die am Ende ihrer Reise viel zu Oft in Tierheimen,Auffangstationen oder beim TA zum einschläfern landen.
    Viele Grüße Sandra
     
  5. #4 hansklein, 16. April 2002
    hansklein

    hansklein Guest

    Artgerecht...

    Hallo zusammen.

    Naja ich gebe zu dass ich mir auch erst richtig Gedanken machte nachdem ich mir den ersten grauen angeschafft hatte. Seitdem denke ich auch immer über Verbesserungen nach und wenn´s geht führe ich sie auch durch.

    Als nächstes steht bei mir ne Riesen Eck-Zimmer Volie auf dem Programm, per Zufall in ner Zeitschrift für Papa´s gesehen.

    100% Artgerecht werden wir sie nie halten können denke ich, wir können ihnen "nur" ihr leben bei uns so schön gestalten wie es uns möglich ist. Und das liegt halt am Menschen wie schön er es ihnen macht.

    Vieles ist dabei leider auch ne Geldfrage. Kost schon einiges so ein Teil was gross genug ist damit man auch ne Höhle anbieten kann, genug platz zum Fliegen auch wenn man nicht da ist und die Einrichtung kostet auch schon einiges, wenn man was phantasie hat kann man da allerdings schon einiges selber machen. Aber ich persönlich bin froh dass die meisten darüber nachdenken wie sie´s ihren Schützlingen möglichst angenehm machen können, einen Ersatz für ihre Natur könne wir ihnen wohl kaum geben.

    Sollten meine irgendwann Erfolg haben mit ihrer "Kopulation?versuchen" werde ich ihnen auch erlauben ihre Jungen aufzuziehen. Abgeben, wenn überhaupt erst dann wenn sie alt genug wären und mir die neuen Besitzer denn zusagen würden. Ich glaube falls es so käme würde es mir schon wehtun sie abzugeben und wollte ihr bestes.

    Viele liebe Grüsse

    Hans
     
  6. #5 Katrin Starke, 16. April 2002
    Katrin Starke

    Katrin Starke Guest

    Schlechtes Gewissen

    Hallo zusammen

    Ich habe schon Jahren vor der Anschaffung meiner Vögel mit diesem Thema befasst, auch bei sog. Haustieren mir immer wieder Gedanken gemacht.
    Mein schlechtes Gewissen habe ich dabei nicht abgelegt, ich bemühe mich halt meine Papas so gut als möglich zu halten.
    Mir war von Anfang an klar, dass eine Vogelhaltung gar nie Artgerecht sein kann, die grösste Voliere ist nun mal nicht die Natur im Kongo oder Amazonas.
    Ich bemühe mich es möglichst so zu machen, dass ihnen wohl ist,
    bedeutet aber auch eigene Kompromisse eingehen, Geld für die Voliere auszugeben statt für Ferien.........
    Ich glaube man dürfte gar kein Tier halten um dieses schlechte Gewissen nicht zu haben, total vegan leben usw.und nicht mal dann währe man befreit davon.
    Aber es gibt doch auch eine faire Haltung von Tieren indem man sich mit der Lebensart und dem Verhalten auseinandersetzt, sich informiert darüber und sich befasst mit den Anforderungen die es an einen stellt.Ein ganz grosses Problem sind solche Händler die den Leuten kleine Käfige verkaufen, in Einzelhaltung
    Tiere abgeben und meiner Meinung nach, Wildfänge ist das Ärgste, diese Tiere kennen das andere Leben, solche die schon in Gefangenschaft aufwachsen haben wenigstens diese Erfahrung nicht.
    Gruss von einer auch oft von schlechtem Gewissen geplagten, aber letztlich begeisterten Papageienhalterin

    Katrin
     
  7. Baerjul

    Baerjul Guest

    schlechtes Gewissen

    Hallo Katrin,
    mir hat Deine Formulierung " faires "Verhalten den Vögeln gegenüber sehr gut gefallen. Ich meine das ist der Punkt
    auf den es ankommt. Wir müssen uns alle um ein faires Verhalten unseren Vögeln gegenüber bemühen.
    Vor 6 Jahren noch habe ich gesagt:Nie würde ich wieder einen Papagei im Wohnzimmer halten. Wir hatten neu gebaut und meine Garten-Volieren verkauft und wollten auch keine wieder erbauen.
    Ab und zu unternahm ich einen Besuch in der Zoohandlung
    und da pfiff mich eines Tages der 1jährige Billy an. Er saß mit 2 älteren Exemplaren in einem kleinen Käfig und turnte wie ein Weltmeister darin herum.Er ließ sich von mir kraulen und ich sah, daß er eine ganz stark verletzte Kralle hatte (schon fast verheilt).
    Das war es für mich. Eine Woche lang habe ich ihn fast täglich besucht. Ich konnte nicht mehr ruhig schlafen. Als ich dann meinen Mann auf Billy ansprach sagte er nur: Ich habe es doch schon gemerkt, du Papageientante!
    Wir haben dann eine große Zimmervoliere gebaut und einen
    großen rollbaren Käfig gekauft. Dann haben wir Billy geholt.
    Billy ist jetzt Vasco und von der Züchterin, zu der ich dann Kontakt aufnahm kam dann schnellstens ein kleines Weibchen dazu. Ich hoffe das war fair
     
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