Beo

Diskutiere Beo im Beos Forum im Bereich Weichfresser/Nektartrinkende; Wer kann mir sagen, ob ich meinem Beo die derzeit überall erhältlichen Meisenknödel geben kann. Er ist ja ein Weichfresser und die Meisenknödel...

  1. Simone

    Simone Guest

    Wer kann mir sagen, ob ich meinem Beo die derzeit überall erhältlichen Meisenknödel geben kann. Er ist ja ein Weichfresser und die Meisenknödel sind ja irgendwie weich. Allerdings steht leider nie auf den Packungen, was sich in den Dingern befindet. Weiss jemand was da so drin ist????
     
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  3. #2 Rüdiger, 22.01.2000
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Simone!

    Da wäre ich vorsichtig, denn meines Wissens bestehen die Meisenknödel neben den Körnern zu größten Teil aus Talg (Fett) und auch wenn Beos Weichfresser bezweifel ich, daß das für einen Beo gut ist.

    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
  4. Silke

    Silke Guest

    Liebe Simone,

    nimm's mir nicht übel, aber bei soviel Unwissenheit schwillt mir doch glatt der Kragen. Wie kann man einen doch relativ empfindlichen Vogel kaufen und wirklich nicht den blassesten Schimmer haben, welche Lebensbedingungen er benötigt und sogar, was er fressen muß?

    Weichfresser heißen nicht so, weil sie weiches Futter fressen (naja, nicht jedes weiches Futter ist Weichfutter), sondern weil sie tierisches Futter fressen, also Insekten. Das hat überhaupt nichts mit Meisenknödeln zu tun, die im Gegenteil wohl eher geeignet sind, den Vogel spätestens innerhalb weniger Jahre zur Strecke zu bringen, denn diese Masse an Fett und der gleichzeitige Vitamin- und Mineralmangel streckt jeden Vogel über kurz oder lang nieder.

    Nun bin ich kein Beoexperte und weiß daher nicht, welche optimale Ernährung der Vogel braucht (käme aber umgedreht auch nicht auf die Idee, mir einfach einen zu kaufen), kann Dir deshalb auch nicht sagen, wie hoch der Insektenanteil im Futter sein muß und welche Insektenarten der Vogel bekommen muß. Ich weiß, daß es Beo-Futtermischungen gibt, wenn der Vogel aber ein (zumindest) teilweiser oder gar hauptsächlicher Insektenfresser ist, ist das keine Dauerernährung. Umgedreht bestätigt meine Erfahrungen (bei den Papageienvögeln), daß die angebotenen Futtermischungen meist eher schlecht als recht den Nährstoffbedarf der Vögel decken. Ich kaufe deshalb schon seit Jahren Futter vom spezialisierten Futterhandel.

    Mit Sicherheit kann ich Dir auf jeden Fall sagen, daß Dein Beo nicht als Einzeltier gehalten werden darf, denn meine wenigen Kenntnisse dieser Vogelart besagen, daß er normalerweise sehr gesellig lebt und deshalb nicht ohne Partner gehalten werden sollte.

    Ich empfehle Dir dringend, wenn Du das Tier nicht nach kurzer Zeit verlieren möchtest, Dich an einen Experten zu wenden oder zunächst einfach erst einmal ein bißchen Literatur zu besorgen und Dich schlau zu machen. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, bevor man sich ein Lebewesen kauft, sonst sollte man es doch lieber beim Plüschvogel belassen...

    Gruß, Silke.
     
  5. #4 Vogelfreund, 25.01.2000
    Vogelfreund

    Vogelfreund Foren-Guru

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    Hallo Simone,

    ich habe für deinen Vogel mal in meine Bücher geschaut.

    Dort steht zum Thema Ernährung von Beos folgendes:

    Fertigfutter für Weichfresser (Nachtigallen- und Drosselfutter), Quark, mageres zerkleinertes Fleisch, frische und getrocknete Beeren, Regenwürmer, Mehlkäferlarven und andere Lebendinsekten (solche bekommt man z.B. hier: http://bird-box.de/futter/index.html )
    , Ameisenpuppen, zerschnittenes Obst, zerkleinerte Grünpflanzen, Ei, gekochter Reis, geriebene Möhre, in Milch eingeweichte und ausgedrückte Semmelstücke.

    So, ich bin zwar selber kein Halter von Beos, aber ich denke mit der obigen Aufzählung kannst du deinen Beo sicher ein gesundes und Abwechslungsreiches Nahrungsangebot bieten.

    Na ja, und das Vögel wie auch alle anderen Lebewesen nicht alleine gehalten werden sollten, sollte ja auch klar sein. Oder magst du ein leben lang alleine in einer Kammer eingesperrt werden ?

    Also, vielleicht überlegst du dir mal einen Partner für deinen Beo zu besorgen und vorher vielleicht noch weitere Infos über das Verhalten, das Leben und vor allem über die Ernährung von Beos anzueignen.



    ------------------
    Liebe Grüße
    Der Vogelfreund
     
  6. #5 Rüdiger, 25.01.2000
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin zusammen!

    Über Beos weiß ich auch so gut wie gar nichts und deshalb fand ich den Gedanken
    mit den Meisenknödel auch wieder nicht so abwegig, denn auch Meisen sind ja Insektenfresser und für die ist Knödel
    ja gedacht - wenn auch nur als Winterfutter.
    Zum zweiten: ich bin auch mit der Aussage, Beos paarweise zu halten, zurückhaltend, da ich nicht über die Lebensgewohnheiten des Tieres informiert bin. Möglicherweise finden sich Beos, auch wenn es sich um eine Starenart handelt, nur zur Brutzeit zusammenfinden?

    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
  7. #6 Thomas Karl, 25.01.2000
    Thomas Karl

    Thomas Karl Guest

    Hallo Simone,


    Als erstes möchte ich zu den Regenwürmern sagen, (Antwort vom Vogelfreund) das sie häufig Überträger von Luftröhrenwürmern (Rotwurmseuche) sind, und man daher besser auf die Verfütterung verzichten sollte.
    Beos sind sehr gesellige Tiere und man kann sie ohne Probleme zu mehreren halten.
    Solltest Du jedoch einige Stunden am Tag Zeit für ihn haben, dürfte er als Einzellvogel kein Problem damit haben (laut Otto von Frisch Autor des GU Tierratgebers "Der Beo").
    Der Autor stellt in diesem Buch auch seine eigene Futtermischung bekannt:
    500 g Magerquark
    2 Bananen
    2 Händevoll Haferflocken
    2 Händevoll Weichfresserfutter (zb. von der Fima Claus)
    Die Mischung soll am Ende die Konsistenz eines Semmelknödels haben.
    Aus dieser Mischung bekommt man 4-5 Semmelknödelgroße Kugel, von denen der Beo täglich ca. 1 frisst.
    Den restlichen Knödel werden in Alufolie eingepackt in de Kühlschrank gelegt, wo sie schön frisch bleiben und man für die nächsten Tage gleich einen Futtervorat.
     
  8. Silke

    Silke Guest

    Lieber Thomas,

    das mit der Einzelhaltung, die nicht so schlimm ist, wenn man einige Stunden Zeit am Tag hat, hört sich für mich nach einigen (sehr korrekturbedürftigen) Meinungen in Vogelbüchern zum Thema Papageien an.

    Ich weiß von einigen Weichfresserhaltern, daß Beos höchst gesellige Tiere sind, damit ist es für mich eine Tierquälerei, ihn einzeln zu halten, egal, wieviel Zeit ich ihm widmen kann. Daß ein Mensch den artgenössischen Partner niemals auch ansatzweise ersetzen kann, dürfte unbestritten sein und je größer die Rolle ist, die dieser spielt, desto grundsätzlicher sollte sein, daß es solches Tier niemals ohne Partner oder Artgenosse gehalten werden darf.

    Gruß, Silke.
     
  9. #8 Thomas Karl, 07.02.2000
    Thomas Karl

    Thomas Karl Guest

    Hallo Leute,

    ich hab mir gerade nochmal Eure Beiträge durchgelesen, und festgestellt das in manchen Punkten doch ziemliche Unklarheit herrscht.

    ZU SIMONE´S BEITRAG:

    Ich glaube Simone wollte mit Ihrer Frage nur wissen, ob Sie zu dem "normalen" Beofutter zusätzlich Meisenknödel geben kann, um den Futterplan reichhaltiger zu gestalten.

    ZU SILKE´S BEITRAG:

    Sei mir bitte nicht böse, aber mir schwillt auch der Kragen, wenn jemand einen anderen als Unwissenden schimpft, und dabei selber ein bisschen Unwissend ist.
    Denn Weichfresser sind nicht gleich Insektenfresser, und der Beo schon gleich gar nicht, er zählt viel mehr zu den Früchte liebenden Arten die ZUSÄTZLICH tierisches Eiweiß benötigen. Eine Meise ist auch ein Weichfresser, und genau für die sind die Knödel ja, sooo abwegig war die Frage für einen Laien also gar nicht.
    Hier mal eine kleine Erklärung:

    "WAS IST EIN WEICHFRESSER?"

    Der Begriff Weichfresser ist keine zoologische Bezeichnung, die auf eine verwandschaftliche Zusammengehörigkeit der Vögel hindeutet, wie das zum Beispiel bei den Prachtfinken der Fall ist. Er faßt vielmehr Singvogelarten unterschiedlicher Gattungen zusammen, die alle - im Gegensatz zu Körnerfressern - nicht von Sämereien leben. Je nach ihrer bevorzugten Nahrung kann man Weichfresser untergliedern in:
    -insektivore Arten, die von Insekten leben;
    -frugivore Arten, die sich von Früchten ernähren;
    -nektarivore Arten, die Blütennektar trinken.
    Äußerlich lassen sich viele Körner- und Weichfresser anhand ihrer Schnabelform unterscheiden. Auch in ihrem Wesen sind feine Unterschiede zu verzeichnen: Weichfresser werden im Zusammenleben mit dem Menschen oft schneller zutraulich als die meisten Körnerfresser.
    Zu der Aufassung, Einzelhaltung von Beos oder Papageien seie zwangsläufig eine Tierquälerei, empfinde ich als eine etwas sehr "grüne" Meinung.
    Das Leid eines Tieres wird nicht dadurch gesenkt das es zu zweien in einem Käfig mit den Maßen 1m x 0,5m x 1m sitzt und ein bis zwei Stunden Freiflug am Tag bekommt (was ich persönlich als Züchter von hoch sozialen Arten wie Blaustirnamazone und Graupapagei als wesentlich größere Tierquälerei betrachte), da ist so mancher Einzelvogel der den ganzen Tag umherflieger darf, und viele Stunden am Tag mit seinem Menschen zusammensein kann glücklicher. Das soll nicht heißen, daß ich Einzelhaltung befürworte, ich bin selbstverständlich auch der Meinung, man sollte Vögel möglichst paarweise halten.
    Aber wer regt sich über eine Einzelhaltung von Hunden auf? Der Hund stammt bekanntlich vom Wolf ab, und der Wolf ist ein Rudeltier also wäre es doch nicht so abwegig zu behaupten die Einzelhaltung von Hunden ist Tierquälerei. ODER?

    MfG

    Thomas
     
  10. #9 Rüdiger, 07.02.2000
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Thomas!

    Vielen Dank für die Aufklärung bezüglich der verschiedenen Weichfresserarten! Wie ich schon schrieb, habe ich keine Ahnung von Beos und daher war es recht informativ.
    Vielleicht sollte dies zum Anlaß genommen werden, ein Beo- oder Weichfresserforum einzurichten?
    Im übrigen habe ich Simones Frage genauso verstanden wie Du.

    Zur Frage der Einzelhaltung:
    Das ein Einzelvogel glücklicher mit seinem menschlichen Partner sein kann als ein unter unzureichenden Haltungsbedingungen verpaarter Vogel will ich keineswegs leugnen. Dies ist ja besonders dann der Fall, wenn ein Vogel durch eine Handaufzucht, bei der er bereits frühzeitig von seinen Artgenossen völlig getrennt wurde, kein natürliches Sozialverhalten entwickeln kann und auf den Menschen geprägt wurde.
    Fakt bleibt für mich aber auch, daß die meisten Menschen die daraus erwachsenen Bedürfnisse eines Vogels nur unzureichend befriedigen können (mich eingeschlossen, deshalb vermeide ich die Haltung solcher handaufgezogenen Tiere und halte meine Geier immer zu zweit)und daraus eine Vielzahl von Problemen entstehen - sowohl für den Menschen als auch für den Vogel.
    Damit bleibt für mich die Forderung nach einer paarweisen Haltung von sozial lebenden Vögeln bestehen - und diese beinhaltet auch, daß eine zu enge Bindung an den Menschen vor allem durch unsachgemäße Handaufzucht garnicht erst entsteht.
    Und es bleibt die Empfehlung an den Halter, seinen Vogel nach Möglichkeit zu verpaaren - auch wenn es sich um eine Handaufzucht handelt, bei der es durchaus sehr schwierig werden kann und im Einzelfall die Verpaarung sich gar als unmöglich erweist.
    Auf alle Fälle ist es aber immer einen Versuch wert, seinem Vogel ein artgemäßeres Leben zu ermöglichen und ihm damit die Chance geben, noch "glücklicher" zu sein oder bestehende Probleme aufgrund der Einzelhaltung zu lösen.
    Ich sehe allerdings durchaus auch die Probleme, die solche Verpaarungsversuche bereiten können: Ist es zu bspw. zu rechtfertigen, einen weiteren Vogel den Streß eines Verpaarungsversuches mit ungewissen Ausgang auszusetzen und wohin mit dem Tier, wenn die Verpaarung mißlingt? Ein neuerlicher, ebenfalls mit Streß verbundener Besitzerwechsel? Zwei Einzeltiere statt einem?
    Aber genau deshalb muß bereits bei Zucht und Verkauf von Tieren angesetzt werden, indem bspw. sozial lebende Vögel nur paarweise abgegeben werden (in unserer örtlichen Zoohandlung hat sich bei Agas diese Ansicht auch durchgesetzt)oder Züchter die Möglichkeit der Rückgabe der Tiere ermöglichen.

    Dessen ungeachtet ist die paarweise Haltung natürlich nur ein Mosaiksteinchen unter vielen bei einer näherungsweise artgerechten Vogelhaltung (näherungsweise deshalb, weil - wie vieler Orts bereits gesagt wurde - die Vogelhaltung in Menschenhand immer ein Kompromiß zwischen den menschlichen Bedürfnissen, Interessen und Möglichkeiten und den Bedürfnissen der Vögel darstellt und deshalb eine artgerechte Haltung kaum je zu verwirklichen ist): hinzukommen müssen natürlich bspw. die richtige Ernährung, ein(e) ausreichend große(r) Käfig/Voliere, die richtigen Umweltbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Volierenausstattung, Anbieten von Reizen etc.).

    Zum Vergleich mit dem Hund sei nur angemerkt, das er insofern hinkt, als das Hunde als domestizierte Tiere gelten (im übrigen auch Nymphen unnd Wellis), und das heißt, das sie entwicklungsgeschichtlich
    einen ungleich längeren Weg von ihren wilden Vorfahren bis zum heutigen Haustier zurückgelegt haben mit den entsprechenden genetischen Veränderungen und Änderungen in ihrem sozialen Verhalten als die im Hause lebenden Papageien, die weiterhin (noch?) als Wildtiere zu betrachten sind.
    Wenn denn ein Vergleich, so wäre der zwischen Papageien und Wölfen treffender und wer hält sich Wölfe? (Sieht man einmal von Verhaltensforschern ab, die meist aber auch die Wölfe im Rudel beobachten).
    Und wenn doch Wölfe als Einzeltiere gehalten werden würde ich es durchaus als Tierquälerei bezeichnen, insbesondere, wenn sie wie die meisten Papageien den größten Teil des Tages alleine verbringen müssen
    (was ich im übrigen auch bei Hunden als Quälerei ansehe). Zudem legitimieren Fehler in der Haltung einer Tierart nicht die Fehler in der Haltung einer anderen Art.

    Zum Abschluß will ich aber noch einmal betonen, daß ich niemanden, der seinen Vogel als Einzeltier hält, unterstellen will, daß er sein Tier quälen will.
    Ich bin vielmehr fest davon überzeugt, daß die allermeisten mit besten Wissen und Gewissen handeln und ihr Tier aufrichtig lieben.

    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
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  12. Silke

    Silke Guest

    Liebe alle,

    vielleicht habe ich hier wirklich etwas in den falschen Hals bekommen, allerdings weiß ich eben auch aus Erfahrung (jetzt einmal von Beos ganz abgesehen), daß solche Fragen nicht immer zwangsläufig auf eine Futterergänzung abzielen, ganz besonders mißtrauisch macht es mich dazu noch, wenn von einer Einzelhaltung die Rede ist. Eure näheren Erklärungen zum Beo waren für mich sehr informativ, ich habe ja bereits vorab eingeräumt, wenig zum Beo zu wissen.

    Zu den Meisen und den Meisenknödeln muß ich allerdings sagen, daß die Knödel ausschließlich Winterfutter sind - mal ganz abgesehen von der umstrittenen Frage, ob die Winterfütterung überhaupt vorgenommen werden sollte. Im Sommer sollte niemand auf die Idee kommen, Meisen mit Fettknödeln zu füttern, denn die Knödel bestehen ja aus Talg und Sonnenblumenkernen; auch wenn die Meisen Weichfresser sind. Als Weichfresser sind sie sogar hervorragende Insektenvertilger, jeder Gärtner freut sich über ihre Anwesenheit und hängt gern Nistkästen auf (wobei er sich auch über seltenere Singvögel freut).

    Insofern verstehe man auch meinen Protest, auch wenn dieser recht burschikos ausgefallen sein mag.

    Umgedreht, gehen wir mal von der Fütterung als solche ab und denken wir mal an das Krankheitenforum. Wie viele Krankheiten haben ihre Ursache in der überfetteten Ernährung der in Gefangenschaft lebenden Vögel? Insofern muß man eine solche Zufütterung, selbst wenn es eine solche ist, kritisch sehen. Sicherlich, unter dem Aspekt der Futterergänzung wäre mein Beitrag vom Ton her nicht so unwirsch ausgefallen.

    Zum Thema Einzelhaltung kann ich Rüdiger nur zustimmen, es ist ganz meine Meinung. Natürlich bin ich nicht blind gegenüber den Problemen einer späten Verpaarung, aber auch ich würde (und werde) es immer versuchen. Und erfreulicherweise ist mir noch kein Vogel untergekommen, der dauerhaft ein Einzeltier blieb (vielleicht verpaaren sich nicht alle fest, aber sie ordnen sich gut in den Schwarm ein).

    Das Argument Käfiggröße lasse ich nicht gelten, ein Vogel im Minikäfig ist in meinen Augen ebenso sträflich wie ein Einzelvogel. Ich würde niemals wagen, etwas für mehr oder weniger schlimm abzutun. Es mag Vögel geben, die mit einem oder anderem besser zurechtkommen, aber diese Anpassungsfähigkeit ist individuell, das läßt sich nicht verallgemeinern. Mindestanforderungen der Vögel gehören dazu und es müssen alle beachtet werden, wenn ich ein Tier (oder ein Paar...) halten möchte. Fehlt nur ein wichtiger Aspekt, geht es eben nicht. So konsequent sollte man schon sein.

    Natürlich möchte ich auch nicht behaupten, daß ein normaler Mensch sein Tier aus Freude quält, wohl eher aus Unwissenheit und oft auch aus der fehlenden Fähigkeit heraus, das überhaupt zu bemerken. Wer den Vergleich nicht hat, kann schwer erkennen, daß ein Vogel sich nicht natürlich verhält. Jedenfalls nicht, solange alle Federn an ihrem Platz sind und das Tier nicht ständig beißt.

    So unwissend die Leute aber auch sind, es fällt mir immer wieder schwer, das fehlende Unrechtsbewußtsein - wenn ihnen nämlich aufgegangen ist, daß da was nicht stimmt - einfach so zu ignorieren. (Das ist jetzt gar nicht auf den Meisenknödel-Thread gemünzt.)

    Erst am Samstag hat mir wieder eine Bekannte einen flugunfähigen Welli gebracht, der plötzlich nicht mehr fliegen konnte (O-Ton des ex-Besitzers), wahrscheinlich wohl wegen der Katze... Im Stillen war ich in diesem Moment wohl froh, daß nicht ich es war, die das Tier abgeholt hat. Aber auch die Bekannte war in diesem Moment recht sprachlos.

    Aber auch ich habe schon oft ähnliche Bemerkung wie scheinbar Banales gehört, sei es, daß es vor (vier ?) Jahren hieß zu einer Henne, die völlig verwahrlost auf der Stange eines winzigen Exotenkäfigs hockte, völlig aggressiv, ohne Wasser und Futter: sie hätte schon öfter auf dem Boden gelegen und alle dachten, sie würde nicht mehr...

    Insofern, man verzeihe mir mein Temperament, aber ich bin in solchen Dingen vielleicht im Laufe der Jahre etwas hypersensibel geworden, deshalb klingeln bei mir öfter die Alarmglocken, als es vielleicht gerechtfertigt ist. Jedoch nehmen die Erlebnisse in dieser Richtung leider irgendwie nicht ab und so kommt doch immer wieder Nachwuchs in meine Voliere, ohne daß die Hennen brüten müßten oder ich Geld in einer Zoohandlung ließe - wenn ich mir hätte Vögel kaufen müssen, um welche zu haben, hätte ich heute noch nicht einmal einen...

    Gruß, Silke.
     
  13. #11 Johannes, 07.02.2000
    Johannes

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    ohannes <BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">quote:</font><HR>Original erstellt von Simone:
    Wer kann mir sagen, ob ich meinem Beo die derzeit überall erhältlichen Meisenknödel geben kann. Er ist ja ein Weichfresser und die Meisenknödel sind ja irgendwie weich. Allerdings steht leider nie auf den Packungen, was sich in den Dingern befindet. Weiss jemand was da so drin ist????<HR></BLOCKQUOTE>

    Tag Simone

    die verabreichung von Meisenknödeln würde ich nicht empfehlen. Besser ist eine Futtermischung bestehend aus Weichfutter mit Insekten ( Fa. Klaus oder Fa. Alwecka )Quark, Honig und frischen abgekochten Eiern.Dieses wird zu einem krümeligen Futter vermischt.Zusätzlich wird allerlei Obst in Stücke geschnitten und zusammen mit der Futtermischung verfüttert.
    Mit dieser Futtermischung gelingt bei uns auch die Nachzucht dieser Vogelart.

    Gruß Johannes.
     
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