Gründe für das Aussterben

Diskutiere Gründe für das Aussterben im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; :beifall: :beifall: :beifall: Tja Pere, auch wenn das Zitat jetzt aus dem Zusammenhang gerissen ist, genau das trifft's :D Mehr möchte ich...

  1. buteo

    buteo Foren-Guru

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    Das finde ich jetzt ziemlich daneben, abgesehen von unsachlich. Das zu jemanden, der sich nachweislich im Bundes und Landesjagdrecht besser auskennt, als sonst wer, den ich kenne. Mag ja am Beruf liegen;) Aber auf die Idee kommt grad keiner, oder?
    Hauptsache geschimpft, das hat schon immer geholfen, seinen Diskussionspartner vom eigenen Standpunkt zu überzeugen.
    Dieser Umgangston ist nur noch traurig, wirklich.:nene:
    Danke,schön wenn du das mal sagst.
     
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  3. Nika

    Nika Foren-Guru

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    Tja, bei uns im Revier geht auch jedes Jahr die Post ab.
    Da wird in einer alten Kiesgrube (schön bewachsen, Kaninchen haben dort ihre Baue) richtig was auf die Beine gestellt und dort draußen ne riesen Party gemacht. 8o8(
    Ich könnt jedes mal heulen, wenn ich seh, dass nach der Feier alles voller Glasscherben, Müll, Kippen, usw. ist.
    Das allerbeste ist, dass sie auch mitten im Sommer einen riesigen Haufen an Holz (Zäune, Latten usw) hineingekarrt haben um ein schönes Feuer zu machen.
    Das Gerümpel lag so lange, dass sich schon kleine Kaninchen darunter versteckt haben.
    Diese Mistkerle haben das Zeug dann einfach angezündet, ohne Rücksicht auf die kleinen Kaninchen. Danach lag der ganze Schrott (Winkel, Scharniere,...)
    rum und die Bäume waren alle angekokelt.
    Ich werd nie im Leben sowas verstehen können, bei uns gibts jedes Wochenende massenhaft Partys, wieso muss dann die Natur auch noch drunter leiden?
    Genauso wie dort eine andere ehem. Kiesgrube wieder renaturiert wurde.
    Das war ein wunderschönes Biotop, mit allmöglichen Pflanzen und Tierarten.
    Was war nach kurzer Zeit:
    Die Bauernjugend dort rast mit Motocrossmaschinen und Quads herrum, sodass das Biotop wie umgeackert aussieht. :heul:
    Die Fasane dort sind natürlich gleich geflüchtet, nachdem die Motorradfahrer ein paar mal gefahren sind.
    Wirklich trostlos.
    Wir haben zwar gesagt bekommen, die Leute sofort anzuzeigen, aber ich bin ja auch nicht ständig im Revier draußen.
    Außerdem hauen die Biker sofort ab, wenn sie sehen, dass ich daherkomme.

    8(8(8(
     
  4. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Die schönsten Grillplätze liegen im Naturschutzgebiet, das weiß man doch.

    Man schaue sich nur mal an, was aus dem Schutzgebiet Vogelsang in der Eifel geworden ist - ein Rummelplatz.

    Andererseits: Wo darf man denn noch legal mit Quads und Enduros fahren? Nachdem mittlerweile offizielle OffRoad - Gelände schon hirnrissige Auflagen gemacht bekommen, wie z.B. der Steinbruch in Langenaltheim: Wenn es länger als zwei Tage nicht regnet, muss der Betreiber das Gelände bewässern, weil durch den aufgewirbelten Staub (wir reden hier von einem ehemaligen Steinbruch!!!! Jahrzehntelang wurden dort die Solnhofer Platten gebrochen, die schweren LKW`s fuhren dutzendweise da drin herum...) eventuell Schmetterlinge in ihrem Flugverhalten beeinträchtigt werden könnten.

    Das ist doch pervers. Das hat mit Naturschutz nichts mehr zu tun, mit solchen Forderungen sollen doch nur Mißliebige gestriezt und schikaniert werden.

    Wenn man den Leuten das legale Fahren verwehrt, darf man sich letztlich nicht wundern, wenn sie überall illegal herunfahren.

    idS Daniel
     
  5. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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  6. lotko

    lotko Guest

    hallo,

    hat er auch nicht.

    nur veranstaltungen sind davon überhaupt betroffen. privat kann ich grundsätzlich, der bayerischen verfassung sei dank , den wald auch abseits der wege betreten.
     
  7. colchicus

    colchicus Foren-Guru

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    Leute es geht doch nicht um die Einbindung des Jagdpächters ob eine Veranstaltung genehmigt werden darf oder nicht. Da hat er nichts mitzureden.
    Aber auch ein Sachbearbeiter an der Unteren Naturschutzbehörde kann nicht den ganzen Tag spazierengehen und kennt sich auch nicht im letzten Winkel des Landkreises aus. Wenn er klug ist, wird er sich für seine Entscheidungsfindung möglichst viele Details einholen. Ich werde da regelmäßig angerufen wenn wo was im Busch ist. Naja und dann wird halt mal ein Volkswandertag verlegt (bei uns passiert), weil ein Schwarzstorchhost im Weg ist. Ist doch besser der Sachbearbeiter informiert sich vorher und nicht erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und ihm Vorwürfe gemacht werden.
    Viele unserer Waidkameraden stehen sich da sicherlich auch selbst im Wege. Der Kontakt mit anderen Naturschutzverbänden bzw. der Unteren Naturschutzbehörde könnte sicher in vielen Fällen besser sein.
    Ich streite mich mit diesen Leuten leidenschaftlich gerne und man muss auch leider den 2. Sieger hinnehmen (so ist an dem hirnverbrannten Sachbearbeiter bei einer Bezirksregierung eine Idee von mir über ein Programm zur Erhaltung bedrohter Ackerwildkräuter auf einer Autobahnausgleichsfläche gescheitert) aber irgendwann kriegen wir sie:D:D
     
  8. Kasimir_RH

    Kasimir_RH Stammmitglied

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    Wenn ich das hier alles so lese, dann kann einem wirklich Angst und Bange werden um dieses Land. Aber diese Erkenntnis ist ja nicht neu.

    Der Natur- und Artenschutz bekommt langsam sadomasochistische Züge: Ein Volkswandertag wird verlegt - wegen einem Storchenhorst. Gut, vielleicht noch harmlos.
    Ein Steinbruch muss bewässert werden, damit das Flugverhalten der Schmetterlinge durch aufgewirbelten Motorradstaub nicht beeinträchtigt wird. Das rangiert zwischen Realsatire und Schikane.
    Genehmigungen für dies und das, schon die Mitnahme einer Vogelfeder aus dem Wald ist strenggenommen nicht erlaubt, hier Rücksicht, da Naturschutz - das ist vielfach nur noch Volksverdummung und Gängelei.

    Ganze Investitionsprojekte, teilweise im mehrstelligen Millionenbereich, scheitern heute an ein paar Molchen, der Hufeisennase oder dem kleinschnäbeligen Grünschnäpper oder was weiss ich was woran - da beginnt das Ganze schon volkswirtschaftliche Dimensionen zu bekommen. Wem es halt zu gut geht, wirft das Geld zum Fenster raus. Solange er noch kann ...

    Deutschland und inzwischen die EU (die haben insbesondere von unserer Gründlichkeit (viel zu viel) gelernt) verkommen in einem Sumpf der Partikularinteressen und der Lobbys. Das Volk wird immer mehr gegängelt. Ich darf gar nicht dran denken, was da noch unter dem Namen "Klimaschutz" + Co. alles kommen mag ...

    Fakt ist: Politik und Ressourcen (das sind neben Geld und Produktionsmitteln auch die natürlichen Ressourcen) sind für die Menschen, das breite Volk da und für sonst gar nichts.
    Das ist auch das Wesen der Demokratie, die überspitzt gesagt die Diktatur der Mehrheit ist. Ist sie aber bei uns nicht mehr, der Volkswille spielt kaum mehr eine Rolle. Sondern Partikularinteressen, wie sie hier auch lebhaft breitgetreten werden.
    Ich sage nur eins: Waren früher Umwelt- und Naturschutz sicher sträflich vernachlässigt, so hat das Pendel jetzt völlig in die andere Richtung umgeschlagen.

    Mit welchen Konsequenzen?
    Unsere Wettbewerbsfähigkeit leidet auf zunehmend mehr Feldern.
    Die Kostenseite explodiert (kleines Beispiel s.o.: PCR-Tests in Auerhahn-Losung; wo bitte leben wir? In Absurdistan?).
    Die Entscheidungsfähigkeit geht gegen Null, größere Projekte sind kaum mehr realisierbar. In Zeitabschnitten, in denen in China ganze Städte entstehen, wird bei uns bestenfalls mal ein Anbau genehmigt ... Dummerweise sind China und wir, wenn es um Märkte und Konkurrenz geht, eben ganz nah beisammen.

    Die Menschen selbst sind hin- und hergerissen zwischen erhöhten Anforderungen, Zukunftsängsten, bei gleichzeitig hohem Lebensstandard.
    Die Menschen suchen den Ausgleich, durchaus auch Skurrilitäten - und stoßen an zig Grenzen. Nicht nur Natur- und Lärmschutz, auch die Sicherheitshysterie ist ja heute ein beliebter Show-Stopper.

    Das Volk wird bald die Schnauze voll haben. Und dann werden eben andere gewählt, die dann mal mit dem Rotstift durch diesen ganzen Gesetzesdschungel gehen und einigen Interessensgruppen das Licht ausdrehen werden (und, so ist das Spiel, dafür andere Lobbys bedienen ...).

    Dass hier die Schrauben langsam überdreht werden, dürfte jedem klar sein. Und wie heisst der schöne Mechaniker-Spruch: "Nach fest kommt ab ...".
    Mir ist es lieber, die Menschen erholen sich, haben ihren Spass. Sicher, ein wenig Benehmen muss sein, wir können nicht alles kaputt schlagen. Aber mir sind Frau und Herr Schwarzstorch herzlich egal. Sollen sie nisten, wo sie wollen. Es gibt durchaus noch Platz. Uns wenn nicht - auch gut. Über das Artensterben wird auch so eine Horrordiskussion geführt. Die Welt ändert sich eben - na und?

    Die Probleme, so überhaupt welche resultieren, sind alle lösbar. Diese Denke würde ich mir hier wünschen, und nicht das Gezaudere, das Festhalten am Gestrigen, diese Jammerorgien, Horrorszenarien, das Besingen der Natur (was bitte ist bei uns angesichts unserer Bevölkerungsdichte noch "Natur"), das völlige Überhöhen von Detailansichten, mit einem gigantischen, medialen Mikroskop vergrößert, freilich unter Ausblendung des gesamten Restes, der Zusammenhänge (wie das beim Mikroskopieren halt so ist). Und wenn sich eine Art doch als wichtig herausstellt, dann züchten wir eben wieder Exemplare nach (alles möglich, lasst die Wissenschaftler nur machen). Augen nach vorne!
    Für ein Zurück, für die "gute alte Natur", dafür ist es sowieso viel zu spät. Dafür gibt es viel zu viele Menschen mit viel zu hohen Ansprüchen - weltweit. Wir müssen gestalten - nicht nur bewahren.

    Denkt mal wirklich drüber nach, über was hier so diskutiert wird. Und gleicht das mal mit der Lebenswirklichkeit in dieser Welt ab. Einer Welt, in der China, Indien, Russland usw. auch als Investoren auftreten und möglicherweise dann ihre Standards durchsetzen - weil wir es nicht mehr können. Wir unterhalten uns derweil über Schmetterlinge an Autobahnen oder Fledermäuse in einer Werkshalle, die wir deshalb schließen. China sagt danke.
     
  9. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Absolut - wobei Naturschutz und nachhaltige Nutzung von Ressourcen eigentlich durchgehend hinten anstehen ... alles andere ist Effekthascherei, einschließlich der ab und an aufgeführten Einzelbeispiele ... Nie war der Verbrauch von Ressource größer als jetzt!

    Weil mehr hat, mehr Recht hat (?) ... ein Horrorszenario Deine Wunschvorstellungen! Oder scheitern die Millioneninvestitionen vielleicht manchmal (selten genug) am Ignorieren simpelster Erkenntnisse - weil "Lobby" Gewinn aus der Investition zieht, über Subventionen bezahlt vom missachteten Bürger, am besten noch von ausländischen Investoren ...

    Bitte? Da sind wir schon lange angekommen ... zahlreiche Arten sind bisher nur deshalb nicht ausgestorben, weil sie nachgezüchtet wurden, z.T. mit sehr hohem Aufwand. Nur gut, dass sich bei einigen Wissenschaftlern, Privatleuten etc. die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass der Erhalt bestimmter Arten nicht unmittelbar an ihre Bedeutung in den Stoffkreislaufen geknüpft ist, es wird ihnen einfach ein Recht auf Überleben zugesprochen - zum Glück (und Dank an die Engagierten, die im Gegensatz zu den Millioneninvestoren als Ziel den Erhalt einer Art oder eines Lebensraumes vor Augen haben und keine Millionengewinne!!!)!

    Das so oder so ...! China und andere als moralisches Druckmittel anzufügen, ist natürlich absolut unlauter (und inhaltlich lächerlich), weil eben auf diese Weise kurzfistigst gedachte Maßnahmen, Investitionen ... einmal mehr durchgeboxt werden sollen ... :)

    Die Chinesen sind da weiter als Du, kümmern sich vor allem um sich selber und sind dienigen, die zunehmend in nachhaltige Energie etc. investieren ... stattdessen werden in Deutschland immmer noch Kohlekraftwerke (3 Stck. an der Unterelbe - zur Freude der ausländischen Investoren und der (vor-)örtlichen Politiker) genehmigt, Absurdistan - da kann ich Dir Recht geben!

    Gruß, Rudi
     
  10. floyd2010

    floyd2010 Guest

    was ich immer wieder interessant finde ist, daß es doch tatsächlich länder gibt, da funktioniert das mit mensch und natur.
    der chefkoch kam jüngst aus seinem schwedenurlaub zurück (er hat noch nicht mal einen elch gesehen... :(, aber er hat elchaufkleber mitgebracht 8)).
    er berichtete von viel natur und gut vorbereiten plätzen zur erholung in der natur. die werden von den leuten sauber vorgefunden und auch wieder sauber verlassen (!!!).

    -> wohl hoffnungslos bei uns am rhein (zwar keine freie natur, sondern park aber auch naherholungsfläche mit naturanschluß), da wird seit einigen jahren zunehmend auf dem rasen gegrillt, bzw. richtige familienfeiern abgehalten etc., und danach sieht es aus wie in einer schweinesuhle auf einer mülldeponie... :nene:
    und an einer bestimmten stelle wird sich schamlos "groß und klein gelöst"... 8(
    höflich auf den mangel an sauberkeit darf man auch nicht hinweisen, sonst kann man gleich mal an einigen fäusten schnuppern, nachdem man verbal dem grund und boden gleich gemacht wurde...
     
  11. Rud

    Rud Foren-Guru

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    100 % d´accord! Es ist eben (einfach) die Haltung Natur gegenüber ... und die basiert vor allem auf Erziehung (seltener auf Einsicht!) ... Allein der Wille und der Wunsch (Millionen) zu investieren (um Millionen abzuschöpfen), da wo (noch) bedeutende Natur "lebt", ist verwerflich ...! Womit der Kreis geschlossen ist! :zwinker:
     
  12. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Das ist einfach zu erklären.

    Bevölkerungsdichte in Schweden: 17 Einwohner/Quadratkilometer
    Deutschland: 230 Einwohner/Quadratkilometer

    Wie hoch ist der Migrantenanteil in der Bevölkerung, z.B. in Stockholm oder Göteborg?

    In Heilbronn z.B. beträgt er 46%.

    idS Daniel
     
  13. floyd2010

    floyd2010 Guest

    das mit der bevölkerungsdichte stimmt, hätte ich noch dazu erwähnen sollen.
    so wie mir aber die freundliche mentalität geschildert wurde, denke ich auch es hängt auch mit der erziehung zusammen.

    zu dem rest schweige ich lieber...
     
  14. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Das Eine ergibt sich aus dem Anderen.

    Wenn der Lehrer in seiner Schulklasse 20 Kinder hat - nicht mehr, und die dazu nicht nur seine Sprache perfekt verstehen sondern auch noch seinen Dialekt...

    Wir sind untereinander so aggressiv, weil wir zu viele sind und zu dicht aufeinander hocken. Wir sind wie die Hühner in der Legebatterie (jedenfalls komme ich mir in diesem Land so vor...).

    idS Daniel
     
  15. Kasimir_RH

    Kasimir_RH Stammmitglied

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    Die Vergleiche mit Schweden und Co. hinken.
    Da könnte man auch Costa Rica anführen, oder Tuvalu, da gibts nur lachende Insulaner (u.a., weil sie die Domain .tv meistbietend verscherbelt haben);). Allerdings nur 70.000 ...
    Wir können uns nicht mit diesen Zwerg- und Trittbrett-Ökonomien vergleichen. Die EU wird wirtschaftlich von den Kernländern gebildet. D, F, GB, dann wirds schon dünn ...vielleicht noch I und E.
    Den Rest könnt ihr knicken. Mag sein, dass da manches besser läuft. Als Vorbild taugt das alles nicht.
    D war bislang die drittgrößte und ist jetzt nach China die viertgrößte Ökonomie der Welt. Da gelten andere Maßstäbe.

    ... nein, sie liegen ganz auf meiner Linie.
    Denn dort werden eben dicke Bretter gebohrt, während hier, wie gesagt, vieles den Partikularinteressen geopfert wird.
    Und ein guter Kompromiss hierzulande sieht so aus, dass niemand zufrieden ist.
    Wahrscheinlich haben wir eben keine Zielvorstellungen mehr. Das einzige Ziel ist, das Niveau unbedingt zu halten und den unbändigen Sozial- und Verteilungsstaat zu befriedigen und ansonsten der Vergreisung entgegen zu blicken.
    Und weil wir ja ein fortschrittlicher, umweltbewusster Staat sind (das bedeutet noch lange nicht umwelt- und ressourceneffizient!), leisten wir uns eine Menge Alibi- und Symbolpolitik.
    Da haben wir wieder den Wolf in Meck-Pom, eine Heuschrecke blockiert einen Autobahn-Bau, einige Schnepfen den Ausbau eines Flugzeugwerkes usw.
    Gleichzeitig besteht die ernste Gefahr, dass wir in den wirklichen Top-Themen (Energie, Wasseraufbereitung, Mobilität) den Anschluss verlieren, trotz im Grunde exzellenter Startvoraussetzungen. Wir tun ja schon so schrecklich viel für Natur und Umwelt!

    Unterhaltet Euch mal mit einem Unternhmer, was hier los ist, bevor man hier nur einen Anbau genehmigt bekommt. Es ist, das sei ehrlicherweise angefügt, bei Weitem nicht nur der Naturschutz. Es gesellen sich Dutzende, anderer Bereiche hinzu, ob Gewerberecht, Bodennutzung im Allgemeinen, Sicherheitsvorschriften, usw. usw. Ein Wunder, dass überhaupt noch wer investiert!

    Derweil überholen uns andere auf der Kosten- und Effizienzseite (und zunehmend in der Forschung) von rechts und links. Schaut nur mal das Beispiel Solarzellen an, was da gerade passiert ...
     
  16. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Nur der Vollständigkeit halber:

    Sowohl Schweden als auxh Österreich sind EU-Mitglieder und gehören zu den Netto-Zahlern, wie Deutschland auch.

    Insofern dürfen wir uns sehr wohl mit diesem Ländern vergleichen.

    Ansonsten gebe ich Dir Recht. Einen Fertigungsbetrieb für Kraftstofftanks, der in Heilbronn gebaut werden sollte (um von dort aus AUDI in Neckarsulm und DAIMLER in Sindelfingen zu beliefern) steht jetzt in Sinabelkirchen/Österreich.
    Diese Benzintanks werden jetzt in Kolonnen von LKW`s nach Deutschland gekarrt- warum? Während man in Heilbronn noch die Ameisen auf dem Bauplatz (Neckarhafen, ehem. Solvay/Rettenmeier-Gelände) zählte, hatten die Österreicher schon die Baugenehmigung.

    Was nur beweist, dass es innerhalb der EU auch anders geht, wenn die Beamtendiktatur nur will.

    idS Daniel
     
  17. Silke

    Silke Foren-Guru

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  18. #37 Holger Günther, 20. August 2009
    Holger Günther

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    Ich möchte nur anmerken,daß die Chinesen laut Ihrem 5-Jahresplan jede Woche ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb nehmen(ohne deut.Filtertechnik) und 30 neue Kernkraftwerke.Hier gibt es einen Beitrag zum Glühbirnenverbot.Da sagen Klimaschützer,das es vollkommen sinnlos ist,da die Energieversorger das durch die Energiesparlampen eingesparte CO2 weiterverkaufen können(CO2 -Handel,z. B. an Polen,damit sie ihre alten Kraftwerke weiter betreiben können) .Wenn das für die Glühbirne gilt,gilt es natürlich auch für Windräder,Solar u.s.w.,das heißt,wir in D können weder für noch gegen das Klima etwas tun.Holger
     
  19. floyd2010

    floyd2010 Guest

    das "wir" stelle ich mal in anführungszeichen.
    man könnte die bevölkerungsdichte ganz normal und in gesetzlichen rahmen reduzieren. das problem mit der erhöhten aggression würde sich dann gleichzeitig um ein vielfaches reduzieren...
    als weiteren positiven nebeneffekt würden lehrer und schüler sich wieder gegenseitig besser verstehen... usw.
     
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  21. #39 Holger Günther, 20. August 2009
    Holger Günther

    Holger Günther Foren-Guru

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    Das hat im 3.Reich ganz gut geklappt und es gibt einen radikalen Walschützer,der die Menschheit auf 1,5Mrd verringern will.Ich hätte nichts dagegen ,wenn er mit gutem Beispiel vorangeht .Holger
     
  22. Elgrin

    Elgrin Benutzender Registrator

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    Was genau hat im Dritten Reich "ganz gut geklappt"?

    Geht es hier jetzt um Wale?

    Wäre es denn so unvernünftig, wenn mal weniger geboren würden und die Zahl dadurch mittel- bis langfristig kleiner würde?

    Wie meinst du das?
     
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