Prachtfinken aus Ostafrika

Diskutiere Prachtfinken aus Ostafrika im Afrikanische Prachtfinken Forum im Bereich Prachtfinken; Ich fahre eigentlich mit der Familie fast jedes Jahr nach Afrika. Bisher waren wir in Südafrika (4 x ) , Botswana, Simbabwe, Kenia, Tansania und...

  1. #21 BlackTern, 26.10.2020
    BlackTern

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    Uganda war eine Erfahrung für sich, warst du schon am White Nile ? Dort hatte ich meine Graupapageien das erste mal gehabt. Der Hammer war der Campingplatz am Rande des Lake Mburu Nationalpark. Dort managte ein Russe den Platz, der hat was auf dem Kerbholz, als ich ihn auf russisch ansprach, wurde er extrem Nervös, bewachte uns regelrecht misstrauisch, war ständig im Stoff, überall roch es nach Heroin. Womöglich dachte er, wir sind von Interpool oder vom KGB und bringen ihn zur Strecke. Nicht ganz ungefährlich, sollte er wirklich gesucht werden könnte er aus Panik eine Dummheit begehen. Aber mein guter Massaifreund organisiert mal wieder alles, so kennt er den Besitzer des Platzes und organisierte aus der lokalen Bevölkerung unseren Schutz. Valentin sein Name, wird in Zukunft dort nicht mehr hausen.
    Wie schon erwähnt, ich bin zu diesem Zeitpunkt der einzige Besucher aus Europa und Nordamerika, einige Chinesen die dort arbeiten, sonst nur Einheimische. Erst jetzt kommen die ersten Touristen nach Ostafrika.

    Alle 6 km eine Polizeikontrolle, in Uganda sind sie besessen von den Schutzmasken, selbst alleine im Auto ist man verpflichtet sie zu tragen. Der Grenzübergang von Kenya nach Uganda in Richtung Jinja war auch nicht ganz ohne. Durch die Covid Line, also 40 km Lori Stau, Lori in Suhali für LKW, hätten wir normaler weise 2 bis 3 Wochen warten müssen um rüberzukommen, nun es gibt ja den Afrikaweg. Mein Fahrer und Koch ging über den Fischmark illegal rüber, ich und mein Massai tranken eben mal mit dem Polizeichef ein Bierchen und das ding war geregelt.

    Ansonsten ist Uganda eine Erfahrung für sich, alles arbeitet sehr langsam, aber das Essen Natur Vogelwelt ist ein Erlebnis für sich.
     
  2. #22 BlackTern, 26.10.2020
    BlackTern

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    hier nochmal Veilchenastrild, diesmal ein Weibchen, bei schlechten Abendlicht

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    ein Paar

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  3. #23 Ingo, 26.10.2020
    Zuletzt bearbeitet: 26.10.2020
    Ingo

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    Ich wills auch gar nicht entschuldigen. Es ist eine Sucht und davon los zu kommen ist nicht einfacher, als das Rauchen aufzugeben. wir achten darauf, dass wir mit den Reisen immer auch Projekte im Land finanzieren. Und was passiert, wenn die Reisenden wegfallen, erzählen mir jetzt einige Rangerfreunde aus Afrika. Viele sind ganz ohne Arbeit und stecken in starken Problemen. Und so geht es sehr vielen, die vom Tourismus leben. Die meisten in Afrika haben da keine Alternative. Die Wilderei hat teils extrem zugenommen. Auch ein prominenter Silberrücken der seltenen Berggorillas wurde gewildert. Lokalem Natur- und Artenschutzprojekten fängt es an, hinten und vorne an Geld zu mangeln.
    Es hat halt alles mehrere Aspekte.
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    P.S.: Klar war ich am weissen Nil, auch am Albert Nil, an den Murchison Falls, in vielen NPs, teils comfortabel, teils einfach, teils wildes (genehmigtes) Campen im Busch
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    Und Vogelhighlights gibt es in Uganda wie Sand am Meer

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  4. #24 BlackTern, 26.10.2020
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    Das mit den Projekten halten wir ähnlich, so zum Beispiel am Kakamega Forest. Was die Umweltbilanz angeht, so ist sie eindeutig positiv wenn man eine Nationalparktour durch Afrika macht. Was wäre, wenn wir es nicht tun würden, gäbe es diese Nationalparks denn noch? Könnte man denn die Projekte im Naturschutz ohne das Geld aus den Einnahmen aus den Tourismus finanzieren in Ländern die so extrem der Korruption unterliegen.

    Denn eins ist klar, Afrika ist nicht Europa, hier tickt alles anders.

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  5. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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  6. #26 Karin G., 27.10.2020
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    habe jetzt nur ganz kurz reingeschaut, die zieh ich mir aber später vollständig rein :zustimm:
    danke, Ingo
     
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  7. #27 BlackTern, 27.10.2020
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    Mir ging deine Anmerkung über die Umweltbilanz für Langstreckenflüge nicht aus dem Kopf und hatte mir im laufe des Tages so einige Gedanken für das Für und Wider gemacht.
    Zum einen, wenn man in einem Land reisen tut , um die Natur , die Nationalparks kennenzulernen tut man sehr viel für die Umwelt, denn Tourismus bringt viele EInnahmen und eine höhere Akzeptanz der lokalen Bevölkerung für Umwelt und Naturschutzprojekte, man lebt davon. Im Gegensatz zur grünen Umweltpolitik, Treibstoffe und Energie aus Nachwachsende Rohstoffe zu erzeugen, die das Abholzen der Regenwälder beschleunigen, riesige Monokulturen, hochgradig mit der chemischen Keule behandelt, sozusagen sind das tote Flächen, die für das Leben verloren gehen. Kann man genau mit solchen Reisen dagegenwirken. Man will Natur sehen und keine endlosen Weiten von Mais und Rapsflächen.

    Übrigens, wenn du kannst, fliege nach Australien, war in meiner Jugend ein Jahr als Rucksacktouri und Gelegenheitsarbeiter dort unterwegs. Können ganz gut was wegtrinken, die Aussies.

    Also, sobald Covid sich erledigt hat, nutze die Chance.
     
  8. #28 BlackTern, 27.10.2020
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    Hallo Ingo,

    bin gerade dabei , mich in deine mit wachsenden Interesse Reiseberichte rein zulesen, hochinteressant.

    Ich war 2017-18 das erste mal auf eine organisierte Tour in Afrika und befreundete mich mit einem Ranger , wie immer geht über den Biertisch alles. Wir planten bereits im März auf Tour zu gehen, wie aber bekannt, kam dann das freundliche Virus und machte uns ein Strich durch die Rechnung, so gelang dann der zweite Anlauf am 12 September .

    Es ist eine oft sehr harte Tour, weil wir oft improvisieren müssen, oft schlafen wir dann irgendwo wild im Busch oder einfach in einem afrikanischen Dorf. Manchmal werden 2 oder 3 Leute angestellt die dann für die Sicherheit sorgen, manchmal geht es auch ohne. WIr sind zu dritt, ich habe ein Fahrer und Koch und meinen Massaifreund der ein ungeahntes Organisationstalent hat und in Ostafrika von Regierungsbehörde , Polizeichefs, Farmbesitzer und Lodgebetreiber wohl alles und jeden kennt. Ohne ihm wäre so eine Tour nicht möglich. Das einzige was wir abgesagt haben, ein längerer Aufenthalt in Ruanda, mich aus Europa hätte man wohl noch reingelassen, aber meine treuen zuverlässigen Begleiter die ich inzwischen als enge Freunde betrachte wohl eher nicht. Wir sind das perfekte Team. Ohne das Team gehe ich hier nirgendswo hin.
    Dazu kommt, das man in Ruanda weder englisch noch Suhali spricht, mit französisch kann ich nicht viel anfangen mit russisch schon eher mehr, aber ausser den kaputten Typen in Uganda, spricht hier keiner russisch.
     
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