"Ruf" des Nymphen

Diskutiere "Ruf" des Nymphen im Nymphensittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo, ich habe die "harte" Tour bei der Zucht auch schon erlebt. Mag sicher nicht die Regel sein, bei Nymphensittichen, doch ich mußte Hahn...

  1. Bell

    Bell Guest

    Hallo,

    ich habe die "harte" Tour bei der Zucht auch schon erlebt. Mag sicher nicht die Regel sein, bei Nymphensittichen, doch ich mußte Hahn und Henne trennen, denn der Hahn versuchte die Henne mit "Gewalt" in den Nistkasten zu zwingen. Das ging soweit, daß die Beiden sich am Boden der Voliere "prügelten" und sie um "Hilfe schrie", die ich ihr auch postwendend zukommen ließ.
    Das war allerdings das Einzige mal, wo sich die Aggressionen beim Bruttrieb gegen den eigenen Partner gerichtet haben. Sonst richtete sich das bei selbst gesuchten und harmonierenden Paaren eher gegen andere Artgenossen im Schwarm, die zu nah kamen - so eine Henne, die trotz fehlenden Nistkastens beschlossen hatte Eier zu legen und nicht duldete, daß irgendein Artgenosse den Schutzraum meiner Voliere wieder "betrat", nachdem er diesen verlassen hatte. Ich habe sie mit ihrem Partner separiert, damit die anderen wieder fressen und trinken konnten.

    Was mich interessieren würde : Wie ist das bei den Kakadus mit der Partnerwahl ? Erhören da auch die Hennen die Hähne bzw. suchen sie sich den Hahn aus, wenn sie die Möglichkeit haben ?
    Oder wählt dort der Hahn ?

    Für mich spielt die Größe eines Papageien keine Rolle. Die Intelligenz eines Vogels von der Größe abhängig zu machen entspringt meiner Meinung nach Unwissenheit und mangelnder Erfahrung mit kleineren Papageien- und Sitticharten.
    So ist ein Kea bedeutend kleiner als z.B. ein Ara, aber deswegen ganz sicher nicht minder intelligent.

    Zu den Inzuchten möchte ich noch folgendes sagen : Oft sind es die Standardnymphen, die einer solchen Zucht entstammen.
    Dort werden oftmals Halbgeschwister mit "gewünschten" Merkmalen verpaart, damit diese sich bei der Nachzucht noch positiver herrausbilden (ebenso ist es natürlich auch bei der Verpaarung von Vögeln, die "negative" Merkmale haben.). Ob diese Vögel genauso gesund sind, wie sie aussehen kann ich leider nicht sagen. Ich habe zwar einige dieser Standardnymphensittiche durch Zufall bekommen, aber halte sie noch nicht lange genug, um aus Erfahrung berichten zu können. Ich hatte mal vor rein wildfarbene Nymphensittiche zu züchten, also auch Hähne, die nicht spalterbig sind, in irgendeiner Farbe, aber ich habe die Zucht komplett aufgegeben, eben weil die Ansprüche und Haltung dieser Vögel so unterschätzt wird und sich keine geeigneten Halter in entsprechender Zahl finden lassen.

    Nymphensittiche sind und bleiben aber meine ganz persönlichen Lieblinge. Sie zu pflegen und zu beobachten ist ein ganz besonderes Vergnügen.

    liebe Grüße

    Bell
     
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  3. Stefan R.

    Stefan R. Guest

    Mich hat die Aussage, die ich auf einer Vogelausstellung letztens bekommen habe, nämlich das (ich zitiere) "die Tendenz dahingeht, dass die Leute sich eher exotische Vögel wie Kakadus, Aras und Graupapas zulegen" und "die Nymphensittiche nicht mehr so gefragt sind" schon irritiert und schockiert. Zumal mit dem Begriff "exotisch" äußerst frei umgegangen wird, was in den meisten Fällen sehr kritisch zu beurteilen ist (diplomatisch ausgedrückt), wie Du, Hein, schon sagtest.


    Allerdings, oft genug hört man, "Wellensittiche kann man ja nicht ernst nehmen als Papageien" oder "Kanarien vertragen sich nicht mit anderen und müssen einzeln gehalten werden, schon weil sie sonst nicht singen würden"...:k da vergeht mir manchmal echt die Lust, selbsternannten Championzüchtern zuzuhören, die unerfahrenen Leuten nach der Nase reden, nur damit sie Vögel verkaufen können8( 8(.
    Genauso wie sie, anstatt über die Bedürfnisse der Vögel aufzuklären, sich einfach wie bei einer Produktpalette dem Markt anpassen und unter Umständen faszinierende Tiere wie Nymphensittiche langsam aber sicher aus den Volieren verschwinden.
    Klar sind die Großpapageien faszinierend und farbenprächtig, klar sind Kanaris und Wellis auch wunderbar zu beobachten (Kanarien haben auch ein super Gruppenverhalten!), aber die Nymphen werden, zumindest hier in Bayern gnadenlos ausgegrenzt als nervige Schreier, langweilige Vögel und nicht profitabel! Ich könnte schreien manchmal über den Irrsinn, der verbreitet wird! Das mit dem langweiligen haben wir ja schon früher in diesem Thread geklärt, tja, das mit dem prophezeiten langsamen Verschwinden aus den Volieren der Züchter, ich bin skeptisch, ich habe schon soviel Blödsinn erlebt, der unerfahrenen Haltern aufgetischt wurde und wird, dass ich mich selber auch nicht ausnehme davon. Bestimmt wird mir auch da oft genug ein Bär aufgebunden:(.

    Selbst kleine Finken sind lernfähig! Nur ist das Interesse am Lernen unterschiedlich ausgeprägt und von Art zu Art verschieden. Die Größe aber ist kein bestimmender Faktor, das stimmt.

    Das kenne ich von der Wellensittichzucht, furchtbar wie die Vögel auf Ausstellungen manchmal aussehen. Wenn ich an die Quirligkeit von normalen Wellis denke und diese "Figuren" sehe, die keine Lust mehr haben, sich zu bewegen, wird mir schlecht, ganz ehrlich. Ich meide die Ausstellungskäfige tunlichst.



    Hast Du allgemein die Zucht von Nymphensittichen aufgegeben, auch von mischerbigen? Vielleicht ist dies auch ein Grund, warum die Zucht der Vögel abgenommen hat, weil die Züchter erkannt haben, dass die meisten Halter überfordert sind, wäre ein plausibler Grund neben dem Profitstreben, das viele an den Tag legen.
    Ein Züchter hat mir letztens auch gesagt, dass es ihm keinen Spaß mehr macht, wenn er sieht, wohin die Vögel kommen und was alles falsch gemacht wird.
    Er züchtet Großsittiche und gibt z.B. Rosellas nicht an Leute, die eine min. 3 m lange Voliere haben. Die Einstellung gefällt mir, aber dass die Zucht langsam aber sicher eingestellt wird, wie gesagt, stimmt mich nachdenklich...
     
  4. Bell

    Bell Guest

    Hallo Stefan,

    ich habe die Zucht gänzlich aufgegeben (zum Leidwesen meiner Nymphensittiche !). Mangelnder Profit war dabei sicher kein Faktor, sondern allein die Tatsache, daß meine Nymphen schlechtestenfalls für kurze Zeit eine Zimmervoliere kennengelernt haben und sich ansonsten den ganzen Tag entweder im VZ oder in der Außenvoliere frei bewegen können. Ich kann keinen dieser Vögel guten Gewissens in Käfighaltung abgeben und die wenigsten Halter haben ein Vogelzimmer oder gar eine Außenvoliere, nur so zum Spaß.

    Meine Standardnymphen sind allerdings genauso agil und bewegungsfreudig, wie meine "Normalen". Auch habe ich einen Standardwelli hier zu Gast, der nicht träge und faul rumsitzt, sondern den Hansibubis in nichts nachsteht.
    Ich weiß allerdings nicht, wie das auf Ausstellungen so aussieht, denn ich war noch nie in meinem ganzen Leben nicht auf einer :D.

    liebe Grüße

    Bell
     
  5. Vogelfreund

    Vogelfreund Foren-Guru

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  6. Elishua

    Elishua Guest

    Auch ich muß hier mal was los werden.

    Seit fast über 30 Jahren habe ich Erfahrungen mit Krummschnäbel. Zuerst mit nur einen Welli (damals war es noch nicht bekannt, daß Alleinhaltung nicht gut ist). Ich kann nur sagen, alle meine Wellis, die allein waren, zeigten keine Spur von Vernachlässigung oder irgendwie Verhaltensweisen auf. Vor Ca. 18 Jahren hatte ich zu Wellis noch einen Rossela geschenkt bekommen, er war auch allein. Bei den Bekannten wo er war, rupfte er sich, bei mir hörte dies sehr schnell auf. Er war mit einem Welli befreundet.

    Dann bekam ich zur Pflege gelegentlich einen Nympi. Er war auch alleine. Die Bekannten sagten, wenn er bei mir war, ist er wie umgewandelt, halt so richtig gut erzogen. Dort schrie er, bei mir nicht.

    Ich nahm immer von Nyhmpis Abstand, weil man immer wieder hörte, sie schreien ja so. Sind so furchtbar laut. Da mir die Art eines Nymphis immer mehr zusagte und ich begeistert war, wenn der Pfegling hier war. mußte ich auch einen haben. Ich kaufte mir zuvor Lektüre, um alles zu wissen, was man wissen muss, bei Anschaffung eines Nympis.
    Also holte ich mir vor 13 Jahren meinen Kuki. Der Wuchs mit Chico dem Rosella, und 3 Wellis auf (ein Welli ist mir damals zugeflogen). Ich hatte Kuki einige Jahre alleine. Ich habe nie, ich widerhole, nie feststellen können,daß Kuki verhaltensgestört war, daß er agressionen hatte. Er war ein liebevoller, lebhafter, veschmuster, verpielter, sehr intelligenter, frecher, verständnisvoller kleiner Kerl. Er war nur 2 Wochen zur Eingewöhnung eingesperrt, dann nie mehr. Er bekam Spielzeug, vergnügte sich mit den anderen. Hatte dann einen Welli auch zum Freund. Er sah gerne Fernseh. Er zeigte mir, wenn der fernseher aus war, ich will jetzt was sehen. Er konnte sich Stunden damit beschäfigten und gab seinen Senf dazu. Dies war immer lustig. Er hatte nie Angst, er war auch nicht Schreckhaft.
    Er lebte mit in der Wohnung, keine Zimmer auser Küche, waren tabu.
    Ich hatte einmal einen Tupperabend mit über 10 Leuten eingeladen. Ich sagte der Tuppertante, daß mein Kind nicht einsperre, und sie damit rechnen muß, daß er mit den Plastiksachen spielte. Weitgefehlt, er zog die Show ab. Er unterhielt die Leute. Alles war nur noch auf ihn fixiert. Die Gäste setzten sich auf dem Boden und spielten mit ihm Ball. Wenn man den Ball zu ihm rollte, rollte er ihn zurück. Manche Gäste waren von dem Kerl so fasziniert, daß heute noch eine Freundin immer wieder davon spricht, wie lustig, zutraulich und intelligent er war. Er lief von Schulter zu Schulter, von Knie zu Knie und wenn Handtaschen offen da standen, wurde der Inhalt untersucht. Meist sang er sein Alle meine Entchen dazu. Übrigends, die Tuppertante machte den Umsatz ihres Lebens.

    Kuki war sehr singbegabt. Außer aller meinen Entchen, kam noch Zillertalerhochzeitsmarsch, von einem andern weiteren Nymphi, den ich einige Jahre in Pflege hatte, lernte noch klassiches, er machte Tatü,Tatü, von der Polizei das Martinshorn nach. Er sang die Melodien einzelen, manchmal mischte er auch. Dies war zum schiesen.

    Nachdem ich den 2. Pflegling wieder hergab, da diese beiden kein Gut mehr daten, holte ich nach einiger Zeit die Mecki für Kuki.

    Kuki hat, trotz das Mecki seine Gefährtin war, mich nie vernachlässigt. Ich wurde, auch von Mecki als 3. Vogel mit einbezogen.

    Lautes Schreien, was ich immer wieder lese, kenn ich in all den Jahren von meinen Pips nicht. Ich muß immer mal wieder nachsehen, wenn sie ruhig sind ( ich habe derzeit 4, 2 Wellis und 2 Nymphis), ob sie noch da sind. Wenn ich ins Zimmer gehe und gucke was sie so treiben, dann sitzen sie, aufgeplustert, zufrieden da, als wollen sie mir sagen: Mensch, Mama, geht es uns gut. Wir dürfen aufstehen wann wir wollen, wir können ins Bett gehen wenn wir wollen, wir können spielen, wann wir wollen, es ist schön bei dir zu sein. Wir brauchen keine Angst zu haben, wir sind rundum klüglich. Je nach dem, wie sie wollen, machen sie sich aufmerksam, aber schreien, wie ich es von anderen höre, kenn ich nicht. Die Wellis sind da oft lauter wie die Nymphis. Sie sind aber auch aktiv, nicht daß jemand denkt, die tun nichts, im Gegenteil.

    Ich hatte öfters mal bis zu 8 Krummschnäbel mit den Urlaubsgästen bei mir. Ich kann nicht sagen, daß es dann lauter wurde.

    Ich glaube es hängt viel damit zusammen, wie man sich mit den Kerlchen abgibt. Will mann einen ganzen Haufen davon, je mehr zusammen sind, brauch ich mich nicht zu viel um sie zu kümmern, oder will ich zu jeden einzelnen eine Beziehung aufbauen, sie teilhaben lassen am täglichen geschehen und trotzdem artgerecht leben lassen.
    Nympis sind von Natur aus kleine Kobolde und schließen sich ihren Menschkumban an, und werden nicht neurotisch oder bekommen ein fehlverhalten, wenn man es richtig angeht. Auch ich geniese es, wenn ich zuschauen kann, wie sie sich gegenseitig beschäfitgen, oder aber auch der Kumpel Mensch mit einbezogen wird.

    Wenn ich keine Zeit habe, oder in den Garten gehen will, wird eben die Tür zum Zimmer geschlossen. Da gibt es kein Geschrei, auch wenn ich tagsüber zur Arbeit bin, sind sie auch mit sich allein. Das erste wenn ich heimkomme, sehe ich nach ihnen und begrüße sie. In den Wintermonaten, wo es bereits bald dunkel wird und ich um diese Zeit z.B. 17.00 Uhr nach Hause komme und sehe nach ihnen, da sitzen sie alle an ihren Schlafplätzen und fauchen mich an, wenn ich hin gehe und sie graulen will, so ungefähr wie, laß mich in Ruhe, bin schon zu Bettchen.

    Auch kann ich mir sehr gut vorstellen, wenn Vögel viel schreien, wenn es in der Wohnung "laut" zugeht. Wie laut bin ich selber, wie laut ist meine Musik und Fernseher, meine Stimme. Sind mehrer Familienmitglieder in der Wohnung, sind diese hektisch, schreien diese, bin ich selbst agressiv usw. Da Vögel ein viel empfindlicheres Hörvermögen haben als wir Menschen, kann es ihnen vieleicht weh tun, oder gefällt ihnen nicht. So wird halt mit geschrien.

    Auch wenn große Zimmervolieren da sind, reicht es nicht aus, wenn der Vogel fliegen darf, wenn es der Mensch will, wenn er zugedeckt wird, find ich albern, in der Natur werden sie auch nicht zugedeckt. Jeden Morgen das gleiche Ritual, bekommst dein Freßchen. Ich sehe mehrmals nach, ob die Körner ergänzt werden müssen sowie das Wasser, und due dies. Ganz egal zu welcher Tageszeit.

    Als ich bei der TÄ wegen meinen kranken Kuki war, war ja Mecki mit. Die TÄ mochte sie sehr, sie sagte auch, daß sie noch sie so brave und liebe Vögel die nicht ängstlich sind erlebt. Man sieht, sagte diese, daß es ihnen gut geht und sich wohl fühlen. Dies sagen auch immer wieder Bekannte.

    Nicht jeder Vogelhalter kann wirklich mit Nyhmpis umgehen, man braucht für diese wunderschönen Tiere ein Feingefühl und viel Zeit. Es gibt nichts schöneres als zu sehen, daß man der 3.Vogel ist und sie dennoch mit sich alleine sein können. Auch fahre ich nie in den Urlaub, ich habe dann in der Zeit des Urlaubes mehr von Ihnen und sie auch noch mehr von mir.

    Also warum schreien Vögel, warum zeigen sie Fehlverhalten usw.
    Kommt darauf an, wie ich mit ihnen umgehe und vorallem, was ich in all den Jahren gelernt habe, ist Zeit und Aufmerksamkeit. Diese Vögel wollen Geselligkeit. Ob bei Artgenossen oder Menschen. Wenn mann sich Vögel, oder auch andere Tiere halten will, sollte man davor abwägen, wieviel Zeit kann ich investieren, wird mir das Tier irgendwann zur Last, weil ich keine Zeit mehr habe. Oder, Oder?? Tiere sind ein wertvolles Geschenk Gottes und sollten danach handeln!



    :0- :0- :0-
     
  7. Stefan R.

    Stefan R. Guest

    Hallo,

    auch ein sehr schöner Beitrag, der deutlich macht, was zu beachten ist, bevor man sich Vögel anschafft. Auch gut, dass Du die Vögel jetzt zu mehreren hälst und nicht mehr einzeln. Deine Vögel früher hatten das Glück, dass Du Dich viel mit ihnen beschäftigt hast, so hat z.B. auch der Rosella aufgehört zu rupfen oder der Nymphe das Schreien. Aber trotzdem sollten alle Vögel mindestens zu zweit, bestenfalls zu mehreren gehalten werden.
    Meine beiden haben mich auch gut im Griff ;), wenn sie hören, dass ich nach Hause komme, pfeifen sie so lange, bis sie endlich rausdürfen, das sind die einzigen Momente, wo man sie wirklich als laut bezeichnen kann. Aber sie bestehen ja einfach nur auf ihrem Recht, fliegen zu dürfen. Und das ist das Hauptproblem, viele erkennen die Bedürfnisse dieser Vögel einfach nicht. Sie schreien keinesfalls, um uns zu ärgern, sondern, um ihre Bedürfnisse deutlich zu machen und um sich auszudrücken. Der Vergleich mit kleinen Kindern kommt nicht von ungefähr, die können sich anfangs auch nur durch Schreien ausdrücken. Und Nymphen haben keine Möglichkeit, uns zu sagen, was ihnen fehlt, dann müssen sie halt lautstark dafür sorgen, dass wir springen:) und uns mit ihnen beschäftigen.
     
  8. Elishua

    Elishua Guest

    Hallo nochmal,

    anders auch ausgedrückt: Fragt man Menschen, ob sie den ganzen Tag oder Tage eingesperrt sein möchten? kommt bestimmt kein nein. Oder aber: wie reagiert ein vernachlässigter, eingesperrter, nicht verstandener Mensch???0l :? :k 8( 8o


    :0- :0- :0-
     
  9. Stefan R.

    Stefan R. Guest

    Hallo,

    meine beiden sind aber auch nicht den ganzen Tag eingesperrt. Sie schreien auch nicht, sie pfeifen nur, weil sie wissen, dass sie bald rausdürfen. Ich sperre meine Vögel nicht mehrere Tage ein, falls Du das meinst, sie sind auch keine vernachlässigten Schreier.
     
  10. Elishua

    Elishua Guest

    Hallo Stefan,

    ich meine nicht dich! Ich meine diejenigen die es wirklich betrifft. Habe es selbst bei Menschen gesehen, die Ihre Pips vernachlässigen.
    Sorry, tut mir leid falls du dich angegegriffen fühlst. Wollte ich nicht!8o




    :0- :0- :0-
     
  11. Stefan R.

    Stefan R. Guest

    OK, halb so wild, kann man ja drüber reden. Ich hatte mal einen Schreier, aber das kam deshalb, weil er geschlechtsreif wurde und sich nicht mehr mit meinem anderen Hahn vertragen hat. Seit ich ein gegengeschlechtliches Paar habe, das harmoniert, sind sie die friedlichsten Vögel auf der Welt.
    Es war gut, dass ich schnell reagiert habe, um bleibende Schäden zu verhindern.
    Du hast natürlich recht damit, dass keiner freiwillig eingesperrt sein möchte und es gibt ja durchaus noch viele eingesperrte arme Kreaturen, die niemals Freiflug genießen dürfen, was ich einfach nicht verstehen kann, da Vögel einfach zu den bewegungsfreudigsten Tieren gehören.
     
  12. winnie_lee

    winnie_lee Guest

    Hi!
    Ich habe auch einen Nymphie und wir haben unseren vom Züchter.Er sagte uns wir sollten uns das gut überlegen,da diese Vögel sehr schreckhaft sin.Außerdem haben wir in einen buch über Sittiche uns erst informiert.Am freitag war ich in einem Zoogeschäft und es war schrecklich!!!! Da waren Nymphensittiche un einem Käfig und einer hat einen kleineren Vogel die federn rausgerissen!!! Das fand ich so schrecklich weil sich der eine gar nich wehren konnte!! Meine meinung ist das Nymphensittiche hochintelligente Tiere sind und nicht stumpfsinnige Vögel die auf der stange nur sitzen und " piep" machen !

    Eure Winnie!!:(
     
  13. Frank M

    Frank M Guest

    Tod des Weibchens

    Hallo Baer,
    warum hast du ihm kein Weibchen dazugegeben? Das wäre
    doch besser gewesen.


    Grüße, Frank
     
  14. heike-mn

    heike-mn Foren-Guru

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    Hallo,
    wie unkomplizert Nymphensittiche sind, merkt man schon daran, dass kaum jemand in der Lage ist, den Namen richtig zu schreiben, was mir sagt, dass diese Leute noch nie ein Buch über Nymphensittiche in der Hand hatten :s. Ich habe mich schon mal darüber echauffiert, dass ich einen Trend zum Nymphensittich als "Beivogel" feststelle, dieser Meinung bin ich immer noch und denke, dass der Nymphensittich als gutmütiger Trottel einen "wunderbaren" Gegenpart zu den oft lauten, hektischen Wellensittichen abgibt und das recht komplizerte Wesen nicht so gewürdigt wird.
    Ich habe mittlerweile 8 Nymphen (ja Bell, das Mädchen, was mir so gut gefiel, wohnt seit Anfang November bei uns; sie hatte sofort einen Partner :p :p) und jeder Vogel ist anders, jeder hat seine eigenen Macken und Gewohnheiten, denen man Rechnung tragen muss, jeder mag was anderes fressen und jeder Vogel will unterschiedlich behandelt werden.
    Keinen Tag möchte ich einen der Geier missen.
    Grüsse
    Heike
     
  15. Bell

    Bell Guest

    Hallo Heike,

    welches Mädchen ? Hilf mir auf die Sprünge bitte :?

    Ist das da auf dem Bild ein Hovawart ???

    liebe Grüße

    Bell
     
  16. heike-mn

    heike-mn Foren-Guru

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    Hallo Bell,
    ich hatte vor einigen Monaten, als ich über den höllisch unglücklichen Einzelvogel Jonny berichtete, von einem Nymphenmädchen erzählt, das ich so gern haben wollte, die Züchterin war sich aber nicht sicher, ob Mädel oder nicht, da die Jugendmauser noch nicht durch war. Ich wollte eine Partnerin für Jonny haben.
    Anfang Nov. haben wir die kleine Maja geholt. Ein supertoller Vogel, aufgeweckt, bildhübsch, hat sich prima in den Minischwarm integriert, wird zu meinem Leidwesen von einem alten Hahn getreten (gegen Liebe kannst halt nix machen), Jonny lässt sich derweil von der alten Partnerin des alten Hahns kräftig kraulen. Abends flirte ich noch ne Runde mit Jonny, das läßt er sich nicht nehmen . Aber wenn ich daran denke, was wir für Probleme mit dem Kerlchen hatten, weil er so Menschenbezogen war, Wellensittiche nicht leiden konnte usw usw. Er hat sich den Sommer über ganz prima gemacht und erholt. So hat sich eigentlich alles in Wohlgefallen aufgelöst.
    Auf dem Bild ist ein Bonsai Hovawart :), nein ernsthaft, ist mein engl. Cockerspanielmädchen, allerdings in der seltenen Cockerfarbe schwarz mit loh.
    Liebe Grüsse
    Heike
    p.s. ich bin froh über Deinen Beitrag, spricht er mir doch aus der Seele, bin ich also genau richtig zum Forum zurückgekehrt :)
     
  17. Bell

    Bell Guest

    Ahhhhhhhhhh !!!!!!!!!!

    Jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen !

    Jonny - ja klar.

    Mensch ich freue mich für Dich und natürlich für Jonny, daß es so gut gelaufen ist :)


    liebe Grüße

    Bell
     
  18. Hein

    Hein Stammmitglied

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    nachschlag

    moin,

    breite zustimmung, vor allem zu deinem beitrag, heike mn.

    ich hab ne story für euch, die auch wieder ganz aufschlußreich ist.
    vor x jahren ist meiner frau ein nymphenweibchen zugeflogen, vom ring her ein "republikflüchtling" aus der ddr.
    der hatten wir vor jahren ein männchen zugesellt, und die beiden vertrugen sich ziemlich gut; bis auf die doch recht häufigen "ehestreite" gut verpaart. und bis auf einen haken: das männchen hat das weibchen geputzt, ihr dann auch den kopf hingehalten. und die dusselige kuh glotzt nur blöd und tut nichts.

    vor einem viertel jahr ist das weibchen an altersschwäche gestorben (obwohl 20 jahre für einen nymph sooo furchtbar viel auch nicht ist). das männchen hat den ganzen tag lang gerufen und geschrien und gepfiffen - trotz gesellschaft von wellis und kakadus. wir also los, ein weibchen besorgt, und: es ist die große liebe! das allerschönste ist aber, daß sie seine aufforderung zum kopfkraulen versteht!

    sicher ist es völlig vermenschlicht, aber wenn sie ihm den kopf krault, gibt es nur eine interpretation dafür: der genießt es, was ihm jahrelang gefehlt hat.

    das mag jetzt vielleicht nur eine story sein, aber sie unterstreicht für mich ganz klar, daß nymphen wie fast alle anderen papageienarten ein ausgeprägtes sozialleben haben, daß sie unter mangel daran leiden, und daß sie - wenn sie ihre sozialen bedürfnisse befriedigen können - innerhalb von stunden oder tagen sichtlich aufblühen. es sind schwarmtiere!

    das letzte posting von heike freut mich mehr, als ein farbprächtiger einzel-ara auf dem bügel.

    ach ja, eines noch (weil mir das "exotisch" nicht aus der birne geht), auch wenn ich bei euch offene türen einrenne: die gelbe färbung am kopf, der wangenfleck, das farbspiel von x grau-tönen, gelb und weiß im gefieder und, und, und: was ist daran nicht exotisch?
    oder sind wir langsam so sehschwach, daß wir, um einen vogel als exotisch anzusehen, einen geier von mindestens 50 cm größe haben müssen?

    in diesem sinne
     
  19. #58 owl, 23. Januar 2003
    Zuletzt bearbeitet: 24. Januar 2003
    owl

    owl Foren-Guru

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    Hallo Leut!

    So nun möchte ich auch ein paar Zeilen zum Thema "Nymphensittiche" schreiben:

    Zuerst würde mich interessieren, wie Leute auf die Idee kommen, Nymphensittiche wären langweilig, träge oder laut.
    Diese Behauptungen kann ich nun überhaupt nicht nachvollziehen.

    Mein Nymphenpärchen ist den ganzen Tag frei im Wohnzimmer, die haben sozusagen "Narrenfreiheit".

    Da wird soviel erkundet und untersucht, dass ich's manchmal kaum glauben kann. Keine Schublade, kein Schranktürchen kann ich öffnen ohne dass die beiden "Häubchen" nicht reinschauen wollen, sich dabei strecken und ihre Hälschen verrenken.

    Da wird übers Ledersofa gerannt, auf der Blumenbank die Hibiskuspflanzen untersucht :D oder zwischendurch auf meinen schmucken Blechdosen welche auf dem Schrank stehen "rumgetrommelt" ;) (scheint besonders viel Freude zu machen :D)

    Selbst wenn ich mich aufs Sofa lege um ein wenig in meinen Gartenmagazinen zu schmökern, möchte Fam. Nymph auch gerne mitlesen. Hole ich mir einen kleinen Happen zum Essen ins Wohnzimmer, dann muss ich auf der Hut sein, dass mir die beiden den Snack nicht vom Teller klauen.

    Und dann erst ihre mitleidigen Blicke, wenn se mich mit Lockenwicklern sehen :D ;)

    Und bei all ihren Aktivitäten, laut sind se dabei gewiss nicht, werden meistens von meinen Wellensittichen übertönt.

    Spass beiseite - was ich für mich persönlich als Fazit daraus schliesse:

    Wer so neugierig ist, und soviel Interesse an seiner Umwelt zeigt, der ist weder langweilig, träge und schon garnicht dumm - kann garnicht sein.

    In meinen Augen sind Nymphensittiche ganz wunderbare, sensible und intelligente Tiere. Ich freue mich und bin dankbar solche wunderbaren Tiere haben und versorgen zu dürfen.

    Ausserdem finde ich das jeden Tag auf's Neue klasse, den beiden beim Schmusen zuzusehen, wie zärtlich die miteinander umgehen, das ist wirklich sehr schön und faszinierend.

    Kann mich noch an einen Thread erinnern, in welchem Hein geschrieben hatte, dass die Nymphensittiche die am meisten unterschätzten Papageien/Sittiche wären - so ähnlich hattest Du doch damals geschrieben, oder Hein?

    Das kann ich guten Gewissens unterschreiben, ausser vielleicht noch diese Bemerkung dazuzuschreiben: "dicht gefolgt von den Wellensittichen"

    "exotisch": Das hat in meinen Augen nichts mit der Grösse zu tun, ja noch nicht mal mit der Farbenpracht, für mich ist das eine Frage der Herkunft, und Australier sind für mich Europäerin nun mal Exoten. Keine Exoten hingegen sind Amsel, Drossel, Fink und Star ;)
     
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  21. Hein

    Hein Stammmitglied

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    moin,

    owl, ich kann das nur unterstreichen, 5 ausrufungszeichen dahintersetzen, fett krusiv formatieren usw.

    auch wenn ich mich jetzt wiederhole und nur noch rummosere: ich kriege jedesmal anfälle, wenn "anfängern" geraten wird, mit nymphen anzufangen; gerade bei den kakadu-leuten habe ich das schon manchmal gehört.

    gut, nymphen sind psychisch robuster als die meisten großpapageien; ich bin mir sicher, daß nymphen manchen anfängerfehler verzeihen, der einen kakadu zum ausrasten bringen würde (ich habe aus eigener erfahrung nur den vergleich wellis, nymphen, goffin, corella). das heißt aber eben nicht, daß man ohne weiteres mit nymphen rummurksen kann. und "doof" sind sie deshalb schon lange nicht!

    ich glaube, daß nymphen einfach zu preiswert sind, um ernst genommen zu werden. wenn es in ganz deutschland vielleicht noch 20 brutpaare gäbe, und 100 tiere bei privatleuten, was würde dann wohl ein aufstand um jedes verlorene federchen gemacht? und wie "elitär" käme sich dann die kleine erlesene gemeinschaft derer vor, die nymphen halten :-).


    jo owl, es war sogar hier in diesem thread, wenn mein armes hirn mich nicht trügt.
    und mit deinem nachsatz mit den wellis gebe ich dir 100% recht. da ist es vielleicht sogar noch schlimmer.

    *seufz* scheinbar geht es in sachen ansehen bei manchen doch immer noch darum, was ein vogel kostet. die verwechseln wohl preis und wert.

    kinners, diese ewigen idiotischen vorurteile! wellis kosten ja nun fast nix, also laufen sie irgendwie nebenher. bringen halt leben in die voliere mit dem einen total deprivierten großpapagei. schon mehr als einmal gehört, und sowas bringt mich dermaßen auf die palme, daß ich hier herumwettere.

    und wenn ich euch nur noch auf die nerven gehe, weil ich immer wieder offene türen einrenne:
    jeder welli oder nymph oder sittich ist ein papagei: es sind alle psittaciformes! "mehr" oder "weniger" papagei gibt es nicht; ein grauer, kakadu, amazone... ist nicht mehr oder nicht weniger papagei, als ein welli, nymph...

    alles andere ist nichts weiter, als rassismus.
     
  22. Antje

    Antje Guest

    Den Satz finde ich richtig klasse von Dir und möchte ihn dreimal unterstreichen. :0-

    Ich habe ja 8 Nymphensittiche und muß wirklich sagen, daß jeder Vogel einen total eigenen Chrakter hat und einfach zu verpaaren sind sie nun weiß Gott nicht - mal so als Beispiel - .

    Du hast Recht, sie sind einfach viel zu billig in der Anschaffung. Das müßte dringend geändert werden.
     
Thema: "Ruf" des Nymphen
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