"Silent Forest"-Kampagne in der Stuttgarter Wilhelma

Diskutiere "Silent Forest"-Kampagne in der Stuttgarter Wilhelma im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, ich wollte darauf aufmerksam machen, dass noch bis Ende des Jahres eine Ausstellung im Rahmen der "Silent Forest"-Kampagne in der...

  1. Quak

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    Hallo,

    ich wollte darauf aufmerksam machen, dass noch bis Ende des Jahres eine Ausstellung im Rahmen der "Silent Forest"-Kampagne in der Stuttgarter Wilhelma stattfindet. Ich hab mir die Ausstellung letztens angeguckt und muss sagen, sie ist wirklich gut gemacht. Direkt in einem Gewächshaus mit lebenden Vögeln wird man sehr anschaulich über den dramatischen Vogelschwund in Asien informiert.

    Guckst du: Wilhelma - zoologisch-botanischer Garten: EAZA Kampagnen - Wilhelma

    Bei einem Gespräch in der Wilhelma habe ich noch erfahren, dass letztens wohl mal in Indonesien Reisfinken beschlagnahmt wurden - mit holländischen Ringen! Soweit ist es also schon.

    Wer die Wilhelma besucht, kann im Eingangsgewächshaus in der Australien-Voliere momentan auch die undomestizierte Wildform des Australischen Zebrafinken bewundern. Die Ursprungstiere dieser Linie wurden erst in allerjüngster Zeit aus Melbourne nach Deutschland importiert. Hat jetzt nichts mit Artenschutz zu tun, das deshalb nur am Rande.

    Viele Grüße
     
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  3. #2 Alfred Klein, 13.11.2018
    Alfred Klein

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    Quak, in Sachen Vogelschwund sieht es hierzulande auch nicht besser aus.
    Ich habe hier diverse Futterplätze eingerichtet. Nichts, nicht ein Vogel zu sehen wobei ich auch noch einen kleinen, speziell für Vögel angelegten, Gartenteich habe. Man hätte denken sollen bei der Trockenheit über Monate hinweg müßten doch viele Vögel trinken kommen. War so gut wie nichts und sonstiges Oberflächenwasser ist auch Fehlanzeige.
    Doch, ein paar Vögel kommen, Krähen und Elstern. Die aber auch nur weil ich sie auch füttere und sie recht nahe in einem kleinen Park leben.
     
  4. #3 Peregrinus, 13.11.2018
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    Aber das ist doch lange nicht so öffentlichkeitswirksam wie der Vogelschwund in Asien ...

    VG
    Pere ;)
     
  5. Quak

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    Hallo,

    das muss man, glaube ich, differenzierter sehen. Vor 30 Jahren musste man bei mir in der Gegend sehr weit fahren, um mal einen Kormoran, einen Fischreiher, einen Silberreiher oder Weißstorch zu sehen. Von Schwarzstörchen mal ganz abgesehen.

    Kormorane und Fischreiher sind hier inzwischen gängig, Silberreiher sieht man auch hin und wieder, Weißstörche lokal vermehrt und letztes Jahr hab ich sogar mitten in einer Neubaussiedlung direkt an einer Durchgangsstraße einen Schwarzstorch auf einem Hausdach sitzen sehen. Selbst Bienenfresser und Geier waren letztens bei uns wieder unterwegs.

    Vor ein paar Wochen war ich mal einen Tag lang mit einem Hobby-Ornithologen unterwegs, das war unglaublich, was wir alles gesehen haben: Kiebitze, Kampfläufer, Großer Brachvogel, diverse Entenarten, gewaltige Schwärme Graugänse, Eisvogel usw. Und das nicht an der Nordsee, sondern in Bayern an der Donau! Dazu noch massig Distelfinken und Schwanzmeisen. In den Gebieten, die wir besucht haben, wird allerdings auch sehr viel für den Vogelschutz getan.

    Bei mir im Garten brüten jedes Jahr mehrere Starenpaare (dieses Jahr aufgrund der vielen Siebenschläfer leider wenig erfolgreich), dazu Blau- und Kohlmeisen, die obligatorischen Amseln, Rotkehlchen, ein Paar Rabenkrähen und - dank eines riesigen Reisighaufens dieses Jahr zum ersten Mal - Goldammern. Bei den Nachbarn brüten dazu noch Hausrotschwänze, Kleiber und Grünspechte.

    Dagegen sieht es bei anderen Arten extrem mau aus, also Rebhühner hab ich z.B. in meinem Leben noch kein einziges frei gesehen, obwohl diese Art bis Mitte des vorigen Jahrhunderts auf der Alb offenbar sehr häufig war und im Winter bei hohem Schnee selbst innerhalb der Ortschaften vorkam. Bei vielen anderen Arten steht es auch kurz vor 12. Ist ja auch klar, bei 75% weniger Fluginsekten dank u.a. unserer konventionellen Landwirtschaft gibt es auch entsprechend weniger potentielles Aufzuchtfutter für die Vogelbrut.

    Was ich nur überhaupt nicht hilfreich finde, ist den Vogelschwund in Asien gegen den Vogelschwund bei uns abzuwägen. Oder das Engagement gegen den Vogelschwund in Asien gegen den in Deutschland. Das machen nach meiner Erfahrung in der Regel auch nur Leute, die selber gar nichts unternehmen, weder gegen das eine noch das andere.

    Das ist mir letztes Jahr auch passiert, bis ich rausgefunden hab, dass Leute in der Nachbarschaft attraktiveres Futter rausgelegt hatten. Reicht schon, wenn man selber normale Sonnenblumenkerne rauslegt und der Nachbar geschälte und kein Vieh lässt sich blicken. Kann bei dir aber natürlich auch tatsächlich am Vogelschwund liegen, das kann ich nicht beurteilen, in meinem Fall war die Erklärung dafür nur ziemlich banal.

    Viele Grüße
     
  6. #5 Peregrinus, 13.11.2018
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    Nein, es geht nicht ums gegenseitig abwägen. Auch ist es löblich, wenn in Asien was gegen den Schwund getan wird und von mir aus kann man auch drauf aufmerksam machen. Ich finde aber das Thema nationaler Artenschutz im Vergleich zum internationalen Artenschutz medial etwas stiefmütterlich behandelt. Bei uns ist das Problem der direkte und indirekte Lebensraumschwund, dessen Ursachen in der Landwirtschaft zu suchen sind. Nun kann man aber der Landwirtschaft als solcher nur bedingt einen Vorwurf machen, denn die handeln wiederum aus wirtschaftlichem Interesse. Und wie man wirtschaftlich arbeitet, bestimmen der (EU-beeinflusste) Markt und die darauf einwirkenden Faktoren (=Großkonzerne, deren Verdienst an der Politik hängt, weshalb sie diese wiederum entsprechend beeinflussen). Aber gerade weil hier eine entsprechende Lobby vorhanden ist, halten sich auch die politisch agierende öffentliche Hand (zu der ich die Stadt Stuttgart als Träger der Wilhelma auch zähle) mit Kritik am System bedeckt. Da ist es schlichtweg unverfänglicher, über Probleme/Skandale in anderen Ländern zu berichten als unsere eigenen öffentlichkeitswirksam zu präsentieren.

    Von welcher Ecke der Alb sprichst Du denn, wenn ich fragen darf?

    VG
    Pere ;)
     
  7. Quak

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    Hallo,

    die Wilhelma gehört dem Land Baden-Württemberg, nicht der Stadt Stuttgart, ist aber egal, ist beides öffentliche Hand.

    Also dass die Bauern bei uns in Deutschland eine extrem starke Lobby haben, will ich ja gar nicht bezweifeln, und dass Großkonzerne ihre Märkte auch mit Lobbyarbeit verteidigen auch nicht. Aber dass das Thema Vogelschwund und seine Ursachen bei uns systematisch totgeschwiegen würden, kann ich jetzt nicht erkennen. Ich meine eher, das Thema ist bekannt, die Ursachen auch, nur bei der Umsetzung von Gegenmaßnahmen holpert es -eben aufgrund von meist wirtschaftlichen Interessen- gewaltig.

    Ich finde, das hat man am Beispiel Insektensterben in den letzten Monaten auch gut verfolgen können: Die Daten kamen von Forschern (Unis in öffentlicher Hand), Naturschutz- und Imkerverbände haben getrommelt, die Medien (auch die öffentlich-rechtlichen) haben das Thema präsentiert und die Politik setzt inzwischen -wenn auch zögerlich- etwas um (Verbot bestimmter Insektizide, Förderung von "Blumenwiesen" auf Ackerflächen usw.). Das reicht natürlich noch nicht und die Leute, die dadurch finanzielle Einbußen erwarten, haben im Hintergrund mit Sicherheit auch ihren Einfluß geltend gemacht, aber es geht zumindest mal in die richtige Richtung.

    Was mir aber auffällt, ist, dass Themen wie die Bejagung von Singvögeln in Südeuropa mehr gewichtet werden als z.B. der Einfluß unserer Hauskatzen auf die heimische Vogelwelt. Und da vermute ich persönlich, dass Naturschutzorganisationen, die auf Spenden angewiesen sind, sich schwer mit dem Hauskatzenthema tun, weil ein guter Teil ihrer Spender selber Katzen hält. Dabei hab ich mal gelesen, dass -wenn ich mich recht erinnere- allein die Hauskatzen Großbritanniens mehr Vögel um die Ecke bringen als alle südeuropäischen Singvogeljäger zusammen (ob die Zahl stimmt, weiß ich aber nicht). Also da würde ich den Satz
    voll unterschreiben.

    Wenn ich auf der Alb unterwegs bin, dann meist innerhalb des Bereichs Ulm-Geislingen-Göppingen-Aichelberg-Gammertingen-Riedlingen.

    Die Tour mit dem Ornithologen ging ins Donaumoos.

    Viele Grüße
     
  8. #7 Peregrinus, 13.11.2018
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    Danke für den Hinweis! Das erstaunt mich, ist aber offensichtlich tatsächlich so.

    Genau das ist das Problem: Eine Blumenwiese ist zwar öffentlichkeitswirksam, bewirkt in Sachen Vogelschutz aber recht wenig. Hier wären weit verteilte Brachflächen über den Winter hinweg weit besser. Aber genau das ist der springende Punkt: Das ist wirtschaftspolitisch schwer umzusetzen. Deshalb lieber die Blumenwiese, die bekommt man viel einfacher hin. Für mich ist das bei genauer Betrachtung ein bisschen eine Scheinlösung.

    Das sehe ich ein Stück weit anders. Die scheinbar riesige Zahl an von Katzen getöteten Singvögeln muss interpretiert werden. Von den Katzen betroffen sind überwiegend häufige Arten, die durch die Katzen nichtmal ein bisschen gezehntet werden, weil sich die Verluste noch locker innerhalb der kompensatorischen Sterblichkeit bewegen. Ich will jetzt nicht sagen, dass Katzen nichts ausmachen, aber der Einfluss ist m. E. zumindest aus Sicht der Artenschutzes kein so großes Problem, wie es gemeinhin dargestellt wird. Dagegen trifft die Zugvogeljagd vornehmlich Arten, die bei uns gefährdet sind, man denke da nur an die "Delikatesse Ortolan".

    Dann kommste aber weit rum, das ist ja die halbe Alb! Und da bist Du auf Vogelschau oder eher auf den Straßen unterwegs?

    VG
    Pere ;)
     
  9. #8 Quak, 13.11.2018
    Zuletzt bearbeitet: 13.11.2018
    Quak

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    Hallo,

    mit den Blumenwiesen lasse ich mich mal überraschen, bei uns in der Gegend war dieses Jahr zum ersten Mal gefühlt jeder 10te Acker eine bunte Blumenwiese, wenn das jährlich pestizidfrei so umgesetzt wird, dürfte das schon einen Effekt haben. Vor allem, wenn sie die Sonnenblumen usw. dann bis ins Frühjahr stehen lassen. Also ich denke, da muss man mal sehen, wie sie das letztlich umsetzen. Blöd fand ich nur, dass das offenbar überall die identische Blumenmischung war. Und dass auf einheimische Gewächse keinen Wert gelegt wurde.

    Ich glaube, das mit den Katzen täuscht. Die fangen heutzutage ja nur deshalb primär die typischen Vorgartenarten, weil dort nur noch die übrig sind. Die Hauskatzen gibts bei uns jetzt wohl seit rund 1500 Jahren, mehr als genug Zeit, um im Umfeld von Siedlungen z.B. Bodenbrütern keine Chance zu lassen. Die Ortolane heißen ja auch Gartenammer, also das waren mal Kulturfolger. Klar spielen da auch noch einige andere Faktoren rein, aber in welchem Garten soll heute noch eine Ammer auf dem Boden brüten können? Die Goldammern in meinem Garten konnten dieses Jahr dort bestimmt auch deshalb erfolgreich brüten, weil ich einen 1,40m hohen E-Zaun um mein Grundstück habe. Um die Flächen, auf denen ich im Donaumoos viele bodenorientierte Arten gesehen habe, war auch ein E-Zaun. Primär wohl wegen der Füchse, aber ich denke, der hilft auch gegen Katzen. In Mittel- und Westeuropa gibt es laut wikipedia mittlerweile fast 30 Millionen Katzen, wenn davon jede pro Jahr 10 Vögel schnappt, kommt da ganz schön was zusammen. Und da sind dann Eidechsen usw. noch gar nicht dabei. Gerade bei Zauneidechsen finde ich die Verluste durch Katzen total krass.

    Teils teils. Direkt auf Vogelpirsch selten. Aber fahr z.B. mal von Riedlingen mit dem Zug nach Ulm, wenn du da donauseitig rausschaust, was man da an Vögeln sieht, ist echt der Hammer.

    Viele Grüße
     
    joerg gefällt das.
  10. Evy

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    Jegliche Art des Vogelschwundes überall auf dem Planeten ist relevant und sollte ernst genommen werden...
    Alfred, die haben es noch nicht richtig nötig, die Gartenvögel. Warte mal ab, bis es kälter wird! Im Moment fliegen ja noch massenweise Insekten in der Luft herum, sogar Fruchtfliegen gibt's noch vereinzelt. Hab ich, glaube ich Mitte November, noch nie gehabt.
    Ja, und möglicherweise liegen bei Nachbars Mandelblättchen oder Erdnussbutter oder weiß der Geier für Versuchungen rum :zwinker:
     
  11. #10 Sammyspapa, 13.11.2018
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    Vereinzelt??? :D Bei mir rund um den Kompost wie eh und je
     
  12. #11 Peregrinus, 13.11.2018
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    Genau das ist der casus knacksus: Brache über den Winter! Jaja, die Mössinger Blumenmischung ... Schade, man könnte auch heimische Wildackermischungen nehmen.

    Da fahr ich nur gelegentlich mal mit dem Auto. Auffallend sind da in erster Linie mal die Silberreiher, die überall rumstehen. Weniger auffällige Vögel sieht man vom Auto aus eher weniger (man sollte sich ja auf die Straße konzentrieren, wenngleich ich auch gelegentlich mal einen vogelbedingten "Nothalt" einlegen muss ...).

    VG
    Pere ;)
     
  13. #12 Alfred Klein, 14.11.2018
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    Evy, leider nein. Soweit ich weiß füttert nur der Nachbar im gegenüber angrenzenden Garten auch. Sonst niemand. Ach ja, Amseln habe ich auch seit ich im Mai umgezogen bin keine gesehen oder gehört. Einfach weg.
     
  14. Quak

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    Hallo,

    Am Ende wird in Jakarta auf dem Flughafen auch noch eine Ladung Amseln beschlagnahmt.

    Aber ohne Witz, wenn selbst die Amseln weg sind, dann ist das schon krass, das muss dann eine speziellere Ursache haben. Vor allem bei Amseln zieht z.B. gerade das Usutu-Virus durch. Guck mal da: Usutu-Virus: Viele Tausend Amseln sterben

    Ansonsten fallen mir noch Nachbars Katzen oder gezieltes Vergiften ein. Gerade letzteres hab ich schon beobachtet, da wurde Mäusegift in Körnerform offen ausgelegt (was verboten ist), um Spatzen usw. zu vergiften, um sie von frischen Einsaaten (Gärtnerei) oder von Getreide-Lagerbeständen fernzuhalten.

    Und dein Nachbar hat auch keine Vögel an seiner Futterstelle?

    Viele Grüße
     
  15. Quak

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    Nochmal ich:

    Hier noch ein informativer Link zum Usutu-Virus: Usutu-Virus: Friedrich-Loeffler-Institut

    Damit würde ich das Virenthema in diesem Thema dann aber auch gerne als abgeschlossen betrachten.

    Mein Punkt wäre eigentlich noch gewesen, was wir speziell als Vogelhalter gegen das Aussterben asiatischer Vogelarten tun könnten. Gerade die asiatischen Nonnen sterben z.B. momentan ja offenbar auch in der Haltung aus, habe ich zumindest den Eindruck. Vor 2005 waren das die Billig-Arten, mit denen sich kein Züchter profilieren konnte, nach 2005 wurden sie schlagartig extrem teuer, inzwischen hat das Interesse aber merklich nachgelassen, die Preise sind moderat, aber es ist -so zumindest mein Eindruck- auch nicht mehr viel übrig.

    Ich fände es ein sinnvolles Projekt, da mal zu schauen, was auch an Einzelvögeln oder alten Vögeln noch vorhanden ist, um die Wildformen dieser Arten zumindest in der Haltung über die nächsten Jahre zu retten.

    Viele Grüße
     
  16. joerg

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    Das hat sich die GAV (bei einigen Vogelarten) auf die Fahnen geschrieben. Allerdings scheinen bei denen aber nach einem anfänglichen Strohfeuer viele Aktivitäten eingeschlafen zu sein.
    Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht e.V. - STARTSEITE
     
  17. #16 Sammyspapa, 14.11.2018
    Sammyspapa

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    Genau das sollte mMn das Ziel der neuen Generation Vogelhalter/Züchter sein. Ich bete dafür, dass da mal ein Umdenken einsetzt. Ich verstehe nicht, wieso Wildformenzucht so wenig Interesse findet. Sondern nur jeder Mutanten und Zebras so groß wie Adler züchtet. Verkaufen die sich einfach besser an die breite Masse? Weiterhin habe ich bedenken, dass wieder ein Exotenhype aufkommt und jeder sich damit rühmen will eine Wildform von irgendwas zu haben. Dann werden wieder domstizierte eingekreuzt aus Ermangleung an verfügbaren Vögeln oder Unwissenheit und schon hat man wieder den Stamm versaut. Die Zuchtverbände mit ihren zweifelhaften Zuchtzielen haben in diesem Bereich schon genug angerichtet!
    Viele Vögel sind Opfer ihrer Beliebtheit und durch massenhafte Importe ihrer Verfügbarkeit geworden. Kein Mensch hat sich richtig um Nachzucht gekümmert, es kam der Exportstop und fertig ist der Salat.

    Mal nebenbei, AZ steht ja für Arterhaltung durch Zucht soweit ich weiß. Ist damit die Erhaltung der Art in deutschen Volieren gemeint, oder die Arterhaltung im Allgemeinen? Also ,,Produktion" von Vogelarten im Sinne einer etwaigen Wiederansiedlung?
     
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  19. Quak

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    Hallo,

    irgendwo im Netz gibts einen Bericht von einem Bandfinkenzüchter. Der beschreibt, wie er mehrere Bandfinkenunterarten miteinander kreuzen musste, um Tiere zu bekommen, die den Vorstellungen der Zuchtrichter von "guten Vögeln" entsprachen. Das haut einen schon um.

    Bei der GAV scheinen mir gerade die asiatischen Nonnen etwas unterrepräsentiert, oder habe ich mich da versehen?

    Viele Grüße
     
  20. joerg

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    Nein, das hast du schon richtig gesehen! Aber man kann sich ja dort melden und anfragen, diese Arten mit auf die Prioliste (Fokusgruppen) zu setzen.

    Das mit den genannten "guten Vögeln" gibt's bei diversen Arten bei denen munter gemischt wird, ohne auf die Unterarten oder gar Artenreinheit zu achten!

    Gruß
    Jörg
     
Thema:

"Silent Forest"-Kampagne in der Stuttgarter Wilhelma

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