Virusinfektion beim Ara

Diskutiere Virusinfektion beim Ara im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hi, mein erster Dunkelroter wurde nur ein knappes halbes Jahr alt. Leider hatten die üblichen Behandlungsversuche mit Pilzmitteln und...

  1. Fedor

    Fedor Guest

    Hi,
    mein erster Dunkelroter wurde nur ein knappes halbes Jahr alt.
    Leider hatten die üblichen Behandlungsversuche mit Pilzmitteln und Antibiotiker keinen Erfolg gezeigt. Nach 3 wöchiger Krankheit verstarb der Ara leider.
    Tja, meine Dunkelrote hatte sich angesteckt, die ich mit 5 Wochen bekommen hatte und zum Zeitpunkt der Ansteckung 6 Wochen alt war. Die Krankheit brach dann im Alter von 10 Wochen aus.
    Aufgrund der Erfahrungen bei dem ersten Vogel habe ich nur eine Antibiotikabehandlung in hoher Dosierung vorgenommen und nach einigen Versuchen und Zufällen auch ein für den Vogel verträgliches Aufzuchtfutter gefunden. Die Untersuchungen ergaben eine Virusinfektion, Paramyxo. Meines Erachtens ist das Hauptproblem die bakterielle Sekundärinfektion mit Klebsiellen, E-Coli, Streptokokken, was auch die Wirkung des Antibiotikas erklären dürfte. Antikörper gegen den Virus hat sie ca. nach 3 Wochen gebildet. Hat insgesamt ca. 12 Wochen gedauert, bis meine Dunkelrote wieder fit war.
    Anschließend kam die Mauser, die sie wider Erwarten bestens überstanden hat.
    Meine anderen Aras sind bis jetzt nicht erkrankt.
    Manchmal fühlt sich meine Dunkelrote nicht gut, dann bekommt sie von mir Antibiotika und mein Gelbrusthahn füttert sie, bei der Behandlung ist sie nach 2 bis 3 Tagen wieder voll fit.
    Hat jemand Erfahrung mit der Viruserkrankung bei Aras und kann mir ein paar Tipps geben?
    PS: Pilzprobleme gab es während der Krankheit keine.
    Gruß Fedor
     
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  3. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Fedor!

    Oh je!:(
    Viel helfen kann ich Dir leider nicht, lediglich noch ein wenig (dir wahrscheinlich bekanntes) Buchwissen beisteuern.

    Es gibt verschiedenen Formen der Infektionen mit Paramyxoviren, wobei vor allem zwei Formen bei Papageien bedeutsam sind:
    Einmal die "Newcastle disease"
    (atypische Geflügelpest, Paramyxovirus 1-Infekion), zum anderen die Paramyxovirus 3 Infektion.
    Die Newcastle Krankheit der Papageien und Sittiche gehört zu den meldepflichtigen Erkrankungen, die Diagnose muß durch einen Amtstierarzt gestellt werden.
    Die Symptome sind von Papageienart zu Papageienart sehr unterschiedlich, der Virus versursacht aber eine Störung des Zentralen Nervensystems.
    Der Ansteckungsgrad ist höchst unterschiedlich: von sehr stark ansteckenden Virenstämmen bis zu nicht ansteckenden Stämmen.
    Die Viren weden mit Kot, Speichel u.a. Sekrten ausgeschieden und durch Aufnahme über den Schnabel aufgenommen.

    Ob deine übrigen Vögel gefährdet sind, hängt von der Virulenz des Stammes ab und auch vom Alter der Tiere.
    Bei Papageien sind fast immer Jungtiere, meist in Zusdammenhang mit Stresssituationen (Transport, Umgewöhnung etc.) anfällig.
    Eine Heilung ist bei beiden Formen der Viruserkrankung nicht möglich.
    Wie Du auch sagst, kann durch Antibiotikagabe lediglich eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes durch Bakterien verhindert werden.
    Tut mir leid, das ich nicht mehr und vor allem nichts positiveres berichten kann!
     
  4. #3 Alfred Klein, 11. September 2002
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

    Dabei seit:
    27. Januar 2001
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    11.423
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    66... Saarland
    Hallo Fedor

    Leider muß ich Rüdiger zustimmen.
    Es gibt keine Heilung. Da es sich um Viren handelt, kommt man denen mit praktisch nichts bei.
    Was Du tun kannst, ist eben Deinen Ara mit Elektrolyten und Vitaminen zu versorgen. Es gibt ein Mittel, welches bei Puten eingesetzt wird und es könnte eventuell auch bei Deinem Ara ein wenig helfen.
    Aber am besten Du liest Dir das mal selber durch: http://www.uni-giessen.de/fb18/vet-...hauptteil_paramyxovirus-infektionen_der_.html

    Leider keine guten Nachrichten. Die zweite schlechte ist, daß der Virus jeden weiteren Vogel den Du hast möglicherweise auch infiziert, wenn das nicht schon geschehen ist.
    Eine wirklich besch... Situation
     
  5. Fedor

    Fedor Guest

    Hi, danke für die Infos.
    Die Diagnose hat ein Institut erstellt, es ist der Typ 1, mir wurde allerdings nichts über die Krankheit oder Verhaltensweisen mitgeteilt. Die Diagnose kam mit der Post zu einem Zeitpunkt, als es meiner Dunkelroten schon wieder deutlich besser ging.
    Hatte mich daher selbst schlau gemacht übers Internet bzgl. möglicher Krankheitsursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
    Der Virus Typ 1 ist ab einer bestimmten Virulenz meldepflichtig. Also wenn das Institut diesbezüglich nichts unternommen hat, kann die Virulenz nicht kritisch gewesen sein.

    Mein Problem ist, daß sich meine Dunkelrote eigentlich prächtig entwickelt hat.
    So ist sie auch während die Krankheit ausgebrochen war, gewachsen, hat gespielt usw.
    Nur die Federn sahen mies aus, sie hat gekotzt und sehr viel Flüssigkeit mit dem Kot ausgeschieden und eine Woche total durchgehangen wie ein Mensch mit Grippe und 40° Fieber.

    Die Federn sind jetzt nach der Mauser i.o., sie ist mittlerweile 1m groß und der Kot sieht auch wieder normal aus.
    Bis auf die bakteriellen Infektionen ab und an, ist sie nicht auffällig.

    Die Frage ist, bricht die Krankheit nochmal aus oder nicht.

    Wenn meine Dunkelrote nur Hilfe bei den bakteriellen Sekundärinfektionen braucht, ist die Sache eigentlich unproblematisch.

    Also falls ich es am Wochenende schaffe, stelle ich mal Bilder von meiner Bande rein.

    Gruß Fedor
     
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