Vogelkundige Tierärzte . . . Eure Erfahrungen?

Diskutiere Vogelkundige Tierärzte . . . Eure Erfahrungen? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo zusammen, nach über 20 Jahren Vogelhaltung hats mich nun auch erwischt. Beide Kanarien fingen Ende letzte Woche an zu niesen. Als ich...

  1. Canario

    Canario Mitglied

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    Hallo zusammen,

    nach über 20 Jahren Vogelhaltung hats mich nun auch erwischt. Beide Kanarien fingen Ende letzte Woche an zu niesen. Als ich vergangene Nacht auch noch leicht schmatzende bzw. knackende Geräusche aus der Voliere vernommen habe packte ich die beiden heute früh sofort ein und fuhr zum Tierarzt. Zum 'vogelkundigen' natürlich . . . Sie fraßen, tranken badeten, jagten sich, fütterten sich - also sie machten durchaus nicht den Eindruck, todkrank zu sein - aber nachdem einer bereits trotz gewohnter Aktivität hörbare Atemprobleme hatte entschied ich mich eben keinen Tag länger zu warten. Sicherheitshalber hatte ich gestern Nacht nochmal alles Greifbare (Internet, Zeitschriften und Bücher) zum Thema Luftsackmilben gelesen sowie nochmal nachgesehen, ob der vogelkundige Tierarzt von früher (zu dem ich allerdings immer nur mit meinem Hund zum Impfen ging - denn wie gesagt zum Glück fehlte meinen Tieren nie etwas) also ob der z.B. bei Birdbox nach wie vor als vogelkundiger Tierarzt aufgeführt ist. Ist er. Nachdem ich ihm alles soweit erzählt hatte - wie die Vögel leben, was sie zu fressen bekommen, mit wem sie zusammen leben etc. äußerte ich dummerweise meinen Gedanken, dass ich an Luftsackmilben gedacht habe. Damit war die Therapie des vogelkundigen Tierarztes klar - auf die behandeln wir sie auf jeden Fall. Außerdem erhalten sie noch ein Breitbandantibiotikum weil vermutlich die Luftsäcke auch entzündet sind. OK, ich dachte zumindest würde er die beiden untersuchen denn die Atemgeräusche waren ja nicht mehr zu überhören. Ja ich war schon der Meinung eine Untersuchung wäre hilfreich gewesen - schließlich gehe ich auch nicht zum HNO und sage Guten Tag, vielleicht habe ich ein geschwollenes Zungenband können Sie das mal behandeln sondern überlase dem Arzt nach der Untersuchung die Diagnose?! Langer Rede kurzer Sinn, die zwei bekamen ihr Antibiotikum gespritzt, wurden - spot on - gegen Luftsackmilben behandelt und saßen wie ein Häuflein Elend, das gerade dabei war komplett zusammenzubrechen wieder in ihren Transportboxen. Versteht mich bitte nicht falsch - ich habe den Krankenkäfig eingerichtet die beiden fressen und trinken wieder und zwar ordentlich und ich hoffe inständig, dass sie die heutige Nacht gut überstehen. Aber nachdem der größte Schreck überwunden war frage ich mich schon - wie beurteilt man eigentlich - halbwegs objektiv - die Vogelkundigkeit eines Tierarztes. In Deutschland gibt es keinen 'Fachtierarzt für Vogelheilkunde' - es gibt überhaupt nur den Fachtierarzt für Kleintiere und das sind auch Rottweiler oder Doggen. Und hinter dem klangvollen Namen Vogelklinik verbirgt sich so manchmal nicht mal eine Klinikzulassung. Ich hatte heute gar keine andere Wahl, als den mir einzig bekannten vogelkundigen Tierarzt aufzusuchen - denn eine gut 3-stündige Autofahrt in die Vogelklinik der Tierärztlichen Hochschule nach Hannover wollte ich den beiden heute wirklich nicht zumuten. Ich will an dieser Stelle uch nicht das Thema schlechte Erfahrung mit Tierärzten wiederbeleben. Aber mich interessiert heute mehr denn je wie ihr darüber denkt, wie man halbwegs objektiv die Vogelkundigkeit als veterinärmedizinischer Laie feststellen kann und diesen Arzt dann auch mit gutem Gewissen an andere Vogelfreunde weiterempfehlen kann. Denn manchmal kommt es ja wirklich auf sehr schnelle Hilfe an. Dabei ist mir klar dass jeder Tierarzt, der einen Vogel gerettet hat bzw. ihm helfen konnte grundsätzlich positiver beurteilt wird als jemand bei dem der Piepmatz bei der Spritze starb oder mit Gift eingenebelt wurde. Man könnte ja auch daran denken, die Spezialisierung zuzulassen - bei entsprechender nachgewiesener Qualifikation. ist zwar kein Garantieschein - aber grundsätzlich darf sich heute jeder Vogeldoktor nennen - selbst wenn er einen beo nicht von einer Amsel unterscheiden kann. Das gilt übrigens auch für Reptilienspezialisten - und solche, die sich als eben solche bezeichnen. Will sagen ähnlich wie im humanmedizinischen Bereich wäre mir die Facharztausbildung und Spezialisierung und eben solche Zulassung lieber. Wie denkt ihr darüber? So nun drückt mir - bzw. meinen beiden Banditen - erst mal ganz fest die Daumen, dass sie wieder ganz gesund werden und dass die anderen - die zum Teil in der Nachbarvoliere leben - kerngesund bleiben.

    Schönen Abend noch und vor allem gesunde muntere Piepmätze!

    Canario
     
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  3. hera10

    hera10 Guest

    Hallo,

    erst mal drück ich die Daumen, dass Deine Geier wieder gesund werden.


    Also es gibt ja schon manchmal die Bezeichnung Fachtierarzt für Geflügel und Ziervögel oder ähnlich. Ich denke bei solchen TA ist man schon mal besser aufgehoben, als beim TA für Kleintiere.

    Ansonsten muss man sich zuerst halt auf die Erfahrungen von Leuten wie z.B. aus diesem Forum stützen oder den "normalen" TA nach einer Adresse für einen Vogelspezialisten fragen oder ihn so lange nerven, bis er freiwillig mit einer Adresse raus rückt.

    Natürlich findet nicht jeder den TA gleich gut, da muss man einfach nach seinem Gefühl gehen. Wichtig finde ich, dass man sich beim TA gut aufgehoben und beraten fühlt. Wenn der TA keine befriedigenden Antworten und Erklärungen zur Krankheit und Behandlung geben kann, dann ist er einfach nicht der richtige TA für das eigene Tier.

    Meine Erfahrung ist, dass man bei einem wirklich vogelkundigen TA im Wartezimmer weitere oder sogar hauptsächlich Vogelhalter findet (da solche TA ja doch eher Rarität und deshalb sehr begehrt sind). Man findet dort auch Infos, Zeitschriften, Infos zu Spezialfutter etc. für Vögel und nicht nur für Hund und Katze.

    Mit den anderen Vogelhaltern kann man dann auch weitere Erfahrungen austauschen und wenn man dann z.B. hört, wie weit einige Leute gefahren sind, nur um mit ihren Vögeln zu diesem einen TA zu gehen, spricht das in meinen Augen schon mal für den Arzt.
    Und wenn man dann noch selber ein gutes Gefühl hat, kann man den TA auch mit gutem Gewissen weiter empfehlen.
     
  4. Canario

    Canario Mitglied

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    Hallo Claudia,

    zunächst die Bandidos haben die Nacht gut überstanden und futtern bereits ihr zweites oder drittes Frühstück. :) Hoffe also, dass es genauso weitergeht. Die Nacht war sehr ruhig, das heißt keine rasselnden Atemgeräusche mehr. Den sog. Fachtierarzt - für ziergeflügel, Vögel oder was auch immer das ist eben gerade meine Überlegung - ist in Deutschland (noch) keine anerkannte Fachrichtung. Nun bin ich gewiss nicht Diplom oder Zertifikat hörig - aber in diesem Fall bin ich schon dafür anerkannte Fachrichtungen nach nachgewiesener Spezialisierung zu schaffen. Im übrigen stimme ich Dir voll und ganz zu. Hatt auch erwartet wenigstens noch einen Vogelhalter im wartezimmer anzutrffen. Immerhin handelt es sich um einen 'Spezialisten für Vogelheilkunde' der auch entsprechend gelistet ist. Nun ja, ich sass gestern zwischen Katzen und Hunden und wurde freundlichst belächelt mit meinen beiden Winzlingen - die gerade schon wieder anfangen zu zanken. Also scheint es aufwärts zu gehzen. so ich muss jetzt endlich arbeiten. 2 Volieren und die Krankenstation - zum Glück bin ich selbst Chef und kann mich selber tadeln für verspäteten Arbeitsbeginn :D

    Liebe Grüße

    Canario
     
  5. Krabbi

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    Halo Canario

    Ein interessantes Thema.

    In unserer Stadt gibt es zwei Tierärzte. Einer versteht es gut auf Hunde, der andere auf Katzen.
    Hätte ich auch Hund u. Katze, würde ich wahrscheinlich zu drei verschiedenen Tierärzten fahren.

    Ich mußte damals mit meinem Wellensittich zum TA.
    Der TA nahm den Vogel in die bloße Hand und beschwerte sich dann auch noch, das der Welli ihn gebissen hat.
    Außer, das er einmal kurz über den Brustkorb u. den Bauch des Wellis mit seinem Finger gestrichen hat, gab es keine weitere Untersuchung des Vogels. Seine sofortige Diagnose:"Der hat Nierenkrebs, kommt bei so kleinen Vögeln häufiger vor, am besten sofort einschläfern."Keine Fragen nach dem Verhalten, seit wann der Vogel Krankheitszeichen zeigt, nach dem Kot, nichts!
    Da ich keine Erfahrung mit Tierärzten hatte, und niemanden kannte, mit dem man sich mal über seine Vögel unterhalten konnte, dachte ich eben, das der TA weiß was er tut, denn schließlich ist er ja TA.
    Das ist nun schon einige Jahre her.
    Ich habe dann für meine alten Herren(Nymphpfleglinge) keinen TA gebraucht.

    Zwei Tage, nachdem ich meine beiden neuen Nymphen bekommen habe, bin ich durch Zufall in diesem Forum gelandet.
    Hier fand ich dann auch einen Vogelkundigen TA in der Nachbarstadt.
    Und ich muß sagen, dieser TA ist echt klasse.
    Ich brauchte für meoine beiden ja leider von der ersten Woche an einen guten Vogeldoc.Sechs lange Wochen hat der TA mit uns gebangt und gehofft, das die beiden es schaffen, gesund zu werden.Es wurde nichts unversucht gelassen, was nur ein wenig Aussicht auf Erfolg hatte.
    Und wir hatten Erfolg, beide sind ganz gesund geworden.

    Nun kann ich nicht beurteilen, wie man bei einem Wellensittich Nierenkrebs diagnostiziert, da ich kein TA bin. Dennoch hatte ich schon damals, ein paar Tage nachdem der Vogel eingeschläfert wurde, das Gefühl, daß irgentetwas nicht so ganz in Ordnung war.

    Bei meinem jetzigen TA, zu dem aus dem Forum auch andere Vertrauen haben, fühle ich meine Vögel bestens aufgehoben.
    Auch Hunde, Katzen u. viele andere Tiere werden dort behandelt, aber wenn man sich im Wartezimmer umguckt, machen Vögel und Papageien die Mehrzahl der Patienten aus. Auch die Entfernungen, die manche zurücklegen müssen, um zu diesem TA zu fahren, spricht sicherlich für die Praxis und deren Team.
    Auf diesem Wege möchte ich auch den netten Sprechstundenhilfen in dieser Praxis ein großes Lob aussprechen.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, das der Gesamteindruck einer TA-Praxis mit entscheident ist, das man sich dort verstanden und gut behandelt fühlt. Ebenso, gibt es bestimmt TA, auch wenn nicht speziell Vogelkundig, die das Vertrauen einiger Vogelhalter haben, weil sie sich ernstzunehmend um diese Patienten kümmern, und gegebenenfalls bei einem Kollegen um Rat fragen.

    Ich jedenfalls bin froh, meinen TA übers INet gefundenzu haben.
    Er wird in verschiedenen Listen als Vogelkundig empfohlen, und ich werde ihn guten Gewissens weiter empfehlen.
    Bei dem TA handelt es sich um Dr. Pieper in Leverkusen.
     
  6. Krabbi

    Krabbi Foren-Guru

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    @ Canario

    Vor lauter schreiberei hab ich ganz vergessen, deinen beiden gute Besserung zu wünschen.
     
  7. #6 Spatz1967, 1. Juli 2003
    Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Hallo,
    den Titel "Fachtierarzt für Geflügel,Wild-und Ziervögel" darf durchaus nicht jeder führen.
    Er wird von der Landestierärztekammer nach erfolgreicher Weiterbildung (mit Prüfungen-seufz-)
    erteilt (nach EU-Recht).Ist also durchaus eine "offizielle" Berufsbezeichnung.

    Ines
     
  8. minimax

    minimax Stammmitglied

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    Hallo Canario,

    ich gehe mit meinen Agaporniden zu einer TÄ , die hier in Süddeutschland einen größeren Vogelpark betreut. Zu ihr habe ich großes Vertrauen. Ich denke, sie hat viel Erfahrung und ich merke, dass sie sich auch auf dem Laufenden hält.

    Bei dir im Norden gibt es doch sicher auch Vogelparks oder Tierparks, die Vögel halten. (Ich erinnere mich z.B. dunkel an einen Wildpark Eekholt (?)). Frag´doch da mal, wer die Vögel betreut.

    Mit einem vogelkundigen Tierarzt von der Liste habe ich üble Erfahrung gemacht. Für den "lohnt" sich eine Behandlung offenbar nur, wenn die Kosten den Anschaffungswert nicht übersteigen :k .
     
  9. Canario

    Canario Mitglied

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    @ Ines, mea culpa - stimmt Du hast Recht! Den Fachtierarzt gibt es mittlerweile tatsächlich bzw. die Möglichkeit hierzu. Habe mich heute u.a. auch bei der hiesigen Tierärztekammer schlau gemacht. Was es allerdings immer noch genauso gibt sind jene, die genau diese Schwierigkeit umgehen und - ganz legal - sich selbst 'Spezialisten für' - oder 'spezialisiert auf' etc. nennen. Oder hochtrabend 'Klinik für . . . ' auf dem Praxisschild führen - und eben noch nicht mal die Klinikzulassung haben. Wenn meine zwei hoffentlich wieder gesund sind kümmere ich mich mal genauer darum. Was die tier- genauer vogelmedizinische Versorgung des Wildparks anbelangt - als es bei der Aufzucht eines Seeadlerkükens richtig Probleme gab kam der kleine Kerl nach Hannover. Erfolgreich übrigens! Es gibt aber wohl tatsächlich eine echte Fachtierärztin in Schleswig-Holstein - und ich hoffe inständig, dass ich ihre Dienste nie in Anspruch nehmen muss. Aber wenn doch - dann habe ich jetzt wenigstens Name und Adresse. So nun gehts zurück zur Krankenstation. Und von meinen anderen Geiern sammmle ich morgen früh erstmal Kotproben. Auch wenn mein 'Spezialist für . . .' meinte das sei alles nicht notwendig. Ich finde das ist wohl notwendig. Ins Labor schicken kann die schließlich auch ein anderer Tierarzt. Und mit dem habe ich das bereits abgesprochen.

    Bis bald

    Canario
     
  10. #9 claudia k., 1. Juli 2003
    claudia k.

    claudia k. Moderatorin
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    wenn man das selbst immer so genau wüsste, ob man gerade beim richtigen arzt ist (humanmedizin betrifft es ähnlich), müsste man ja selbst medizin oder veterinärmedizin studiert haben.
    man ist schon ein wenig zum vertrauen verurteilt.

    aber dieses vertrauen habe ich nun auch voll und ganz zu dem tierarztteam, welches meine berta nun schon lange behandelt.
    nachdem ich leider ein paar mal bei den falschen tierärzten war.

    die beiden ärzte wissen einfach immer genau was sie tun.
    sie hören sich auch genau an, was ich von berta zu berichten habe, manchmal nicken sie schon wissend, bevor ich den satz beendet habe.

    (ich kenne es auch aus der vergangenheit von hunde- und katzentierärzten "ja dann versuchen wir das mal ...")

    nachdem berta dauernd dieses ema-syndrom hatte und auch (nur) daraufhin behandelt wurde, habe ich selbst in büchern und im internet recherchiert, und stellte fest, dass sie genau die sympthome einer lebervergrößerung hat.
    damals hat man mir eine ganz bestimmte tierklinik empfohlen, mit einem ganz bestimmten arzt, der vogelkundig sei.
    als ich ihm meine vermutung erzählte und mit bertas symphtomen begründete, lächelte er mich nur an und meinte, das glaube er nicht, ausserdem sei es viel zu riskant dem vogel blut abzunehmen um das zu diagnostizieren, weil man ihn mit der nadel schnell innerlich verletzen könne (die züchter meinten im nachhinein, man müsse doch nur eine kralle etwas zu kurz abschneiden. wie auch immer, die züchter empfahlen mir dr. pieper in leverkusen).

    sie selben vermutungen trug ich dann bei dr. pieper vor, er sagte sofort, dass ich recht haben könnte, nachdem er sie angesehen und abgetastet hatte, und röntgte berta.
    er hat dann bertas röntgenbild neben das eines gesunden vogels gehängt, um mir genau zu zeigen wo die leber ist, und wie groß bertas leber im vergleich ist.
    sie war leicht vergrößert!

    seit dem wird die leber pflanzlich unterstützt (inzwischen seit zwei jahren) und die vergrößerung ist nicht mehr ertastbar.

    man merkt auch den unterschied zu einem hunde/katzen-ta, schon alleine, weil sie auch die sensible papageienpsyche in ihren therapien mitbedenken.

    ich kann mich meiner vorrednerin nur anschließen, das ganze praxisteam ist sehr gut und sehr freundlich.

    gruß,
    claudia
     
  11. #10 Bettina Elke Kuhlmann, 2. Juli 2003
    Bettina Elke Kuhlmann

    Bettina Elke Kuhlmann Guest

    Das Problem mit den TA kenne ich auch. Wir haben in der Nachbarstadt 3 Stück, einer ist immer voll über laufen, die zweite weiss weniger über Vögel als ich und der dritte endlich ist gut, gibt sich viel Mühe, und selbst um 23 Uhr ist er für einen da. Für Katzen ist er auch sehr gut. Er hatte früher auch Vögel, daher kommt sein Verständnis.

    Noch viel Glück für Deine Lieben
     
  12. Maria

    Maria Guest

    Hallo Canario,

    ich hatte auch mehrere Jahre keinen Grund, einen TA aufzusuchen. Meine drei Goldstücke erfreuten sich bester Gesundheit, bis eine Henne nachts quietschte und knatschte... Luftsackmilben vermutete ich.

    Über die TA-Adressen fand ich hier in Berlin -zum Glück auch gleich in meiner Nähe, da ich kein Auto hab- eine versierte und fachkundige Tierärztin, die schon seit vielen Jahren eine Praxis ausschließlich für Zier- und Wildvogelkrankheiten betreibt und schon verschiedene Fachbücher zur Vogelmedizin verfasst hat. Als ich in die Praxis von Angelika Wedel kam, war ich ein wenig skeptisch, weil es sooo leer war, das gebe ich zu. Aber meine Skepsis erwies sich als vollkommen unbegründet. Meine drei Kanarien wurden 3x im Wochenabstand per Spot on gegen die lästigen Viecher behandelt und es geht allen prächtig.

    Weiter Erfahrungen aufgrund schwerwiegender Erkrankungen musste ich zum Glück noch nicht machen.

    Liebe Grüße
     
  13. Canario

    Canario Mitglied

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    Hallo Maria,

    tja also über den vogelkundigen Tierarzt, den ich aufsuchen musste, weil er im Umkreis von 100 km der einzige 'vogelkundige' ist, will ich mich jetzt mal nicht äußern sondern warte mal ab, wie sich das ganze weiter entwickelt. Ich war eben sehr erstaunt, dass er nur weil ich vermutet (!!) hatte, es könne sich um Luftsackmilben handeln sofort 'begeistert' gesagt hatte, darauf würde er sie auf jeden Fall behandeln. Wenigstens untersuchen hätte er sie ja können. Allerdings war das Knacksen beim Atmen wirklich nicht zu überhören. Zusätzlich spritze er das Breitbandantibiotikum - da er zusätzlich von einer Luftsackentzündung ausgehe - worauf beide in sich zusammensackten, ich einen Riesenschreck und der TA feuchte Hände bekam. Aber nach zwei Minuten berappelten sich die Burschen eben wieder und sind heute (zwei Tage nach der ersten Behandlung) regelrecht munter. Allerdings knackst der eine beim Atmen eben nach wie vor ziemlich heftig - und nießt auch nach wie vor. Sie fressen - und zwar jede Menge, trinken, der eine versucht sogar schon wieder den Staubsauger zu übertönen - was ihm noch nicht gelingt :p so dass ich zumindest bei ihm langsam das Gefühl habe, wir könnten das schlimmste überstanden haben. Vermutlich bin ich auch einfach zu ungeduldig, weil ich seit 4 Nächten nicht mehr richtig schlafe bzw. bei jedem noch so kleinen Geräusch sofort senkrecht im Bett stehe - immer voller Angst jetzt ist was mit den Piepmätzen passiert. Dabei zeigen meine anderen - die Täubchen und die Singsittiche keinerlei Symptome sondern sind munter wie eh und je. Und in der Kanarienkrankenstube gehts zeitweise schon wieder wie auf der Rennbahn zu. Die zwei zanken schon wieder, um sich hinterher wieder gegenseitig zu füttern. Also irgendwie mag ich nicht so recht an was ganz schreckliches glauben. Ausfluss - aus Nase oder Augen hatten und haben sie nicht. Trotzdem habe ich heute Kotproben von allen meinen Vögeln einschicken lassen. So nun aber wirklich wieder ab ins Krankenzimmer.

    Lieber Gruß auch an Deine Drei

    Canario
     
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  15. Maria

    Maria Guest

    Hi Canario

    wenn ich jetzt hier über die Methoden meiner Tierärztin schreibe, geht vermutlich ein lauter Aufschrei durch das Forum, aber ich denke, nach 20 Jahren Vogel-Praxis-Erfahrung wird man routiniert... und weiß die Symptome gut abzuschätzen...
    Also meine Tierärztin hat sich den kleinen Vogel fast in Ohr gesteckt: Sie hörte das Knacken und ein leises Röcheln, dann hat sie den kleinen Körper mit einen ebensogroßem Stetoskop abgehört. Das sah ulkig aus. Diagnose (ohne Abstrich): Luftsackmilben. Behandlung: sofort begonnen. Die Besserung stellte sich nach 1- 2 Tagen deutlich ein, verschlechterte sich wieder bis zur 1. Nachbehandlung..... nach der 3. Behandlung waren die Geräusche komplett verschwunden.

    Das Niesen könnte davon kommen, dass die sterbenden und abgestorbenen Milben ja jetzt irgendwo hin müssen... und am besten eben raus aus dem Körper.

    Und mir gings genauso: beim kleinsten Knax stand ich im Bett und konnte bei dem Geräusch auch nicht mehr einschlafen...

    Also ich wünsche gute Besserung!
     
  16. Canario

    Canario Mitglied

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    Maria und all die anderen, die eine Portion Mut vertragen können -mich eingeschlossen,

    ins Ohr gesteckt hat er sich die beiden auch :D Abgehört zwar nicht - dennoch: Ich gebe mir alle Mühe nicht vorschnell zu urteilen, wäre vermutlich auch nicht fair. Aber mir wäre irgendwie wohler, ich könnte echtes Vertrauen zu dem Doc fassen - und das habe ich nicht wirklich. Andererseits kenne ich die Reaktion anderer - nicht vogelkundiger Tierärzte. Die sind vor lauter Angst, dass was schiefgeht bei der Behandlung - nach eigener Aussage -froh, wenn kein Vogelpatient kommt. Die Einstellung ist mir zwar lieber als versuchsweises rumdoktorn, weil sich damit auch noch ein paar Euro verdienen lassen - hilft aber im Notfall eben nicht. Denn dann brauchen die kleinen Patienten eben Hilfe - und nicht Hilfslosigkeit.
    Die zwei haben sich jetzt entschlossen allmählich zu schlafen und sitzen schon 'ganz oben' so gut das in dieser blöden Krankenstation eben geht (schließlich sind sie in puncto Platzangebot verwöhnt :) ) und haben ihr Beinchen bereits eingezogen - nachdem sie die ganze Rispenhirse und die getrockneten Flachsblüten beinahe komplett aufgemampft haben. Das Zeug hänge ich immer in die Voliere bzw. jetzt eben in den Käfig und sofort hängen die beiden kopfüber in dem Gesträuch und futtern. Sofern sich die Symptome nicht verschlimmern bin ich am Freitag zur zweiten spot on Behandlung. Also mache ich mir selbst Mut - und allen anderen hier, die kleine Patienten zu Hause versorgen, alles gute und viel Erfolg und vor allem baldige Genesung.

    LG

    Canario
     
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Vogelkundige Tierärzte . . . Eure Erfahrungen?

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