Volierengröße für Jendayasittiche

Diskutiere Volierengröße für Jendayasittiche im Südamerikanische Sittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo! Aus gegebenem Anlass eine Frage: Wie groß sollte eurer Meinung nach eine Voliere für eine 4erGruppe Jendayasittiche sein? Die Vögel...

  1. Doris

    Doris Guest

    Hallo!

    Aus gegebenem Anlass eine Frage: Wie groß sollte eurer Meinung nach eine Voliere für eine 4erGruppe Jendayasittiche sein? Die Vögel harmonieren seit Jahren prima und lieben sich ohne Ende, das heißt, es geht eher um dauerhaft ausreichend Flugraum, weniger um die Verträglichkeit der Bande (was ja sonst sicher auch ein wichtiger Faktor ist) - die ist nämlich absolut gesichert.

    Oder konkreter nachgefragt... ich habe die Kleinen momentan notgedrungen in einer 2 m x 1 m Voliere sitzen, was mir doch zu wenig vorkommt. Ich hoffe zwar, ihnen doch einigermaßen regelmäßig Freiflug auf 11 m x 4 m Vogelraumfläche bieten zu können, gesichert ist das aufgrund des Temperaments der Vögel - in dem Raum lebt eine Amazonengruppe, und man würde es nicht glauben, aber die Jendaya`s massakrieren die Amazonen, nicht umgekehrt! - allerdings leider noch nicht. Das heißt, wenn es möglich sein wird, gehört der Freiflug dazu - wenn es die Verträglichkeit auf Dauer doch nicht zulässt, dann eben leider nicht. Ich könnte jetzt die Voliere jedenfalls auf 3,12 m x 1,0 m oder noch besser auf 3,12 m x 1,65 m vergrößern. Die absolut größtmögliche Variante wäre 3,75 m x 1,65 m, wobei ich da aber leider noch nicht sicher sagen kann, ob diese Länge machbar sein wird (bautechnische Gründe). Was haltet ihr von diesen Maßen?

    Wer sich für eine etwas längere aber aufregende ;) Geschichte der Jendaya-Bande interessiert, kann gerne hier nachlesen... falls sich jemand fragt, wie um alles in der Welt ich zu solchen gelben Küken komme. *gg*

    [​IMG]

    Hoffe auf ein paar Anregungen / Meinungen anderer Aratinga-Halter... zwar kann ich meine Wände nicht ausziehen wie Gummi (würde den Kleinen liebendgerne noch wesentlich mehr gönnen), aber als Entscheidungshilfe ist ein Austausch darüber sicher hilfreich.

    Mfg,
    Doris
     
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  3. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Hi Doris,

    den Vergesellschaftungsversuch mit den Amazonen muß man wohl als gescheitert bezeichnen ... wundert mich ehrlich gesagt nicht sonderlich ... und Du hast echt noch Glück gehabt, das hätte auch blutig enden können. Andererseits frage ich mich, ob das deshalb so enorm heftig war, weil die Jendayas derzeit vielleicht in Brutstimmung sein könnten ... ungewöhnlich wäre das jahreszeitlich betrachtet jedenfalls nicht ... und das würde auch die enorme Aggressivität erklären. Daß die Jendayas sich trotz Brutstimmung untereinander verstehen, ließe sich vielleicht durch den Geschwisterverbund erklären, denn während der Brutstimmung soll man Jendayas ja normalerweise paarweise halten.

    Naja, nun gilt es also eine zufriedenstellende Lösung zu finden, denn selbst von gemeinsamem Freiflug muß man wohl gänzlich abraten.

    Was die Frage nach der Volierengröße angeht, wird allgemein für ein einzelnes Jendayapärchen eine Volierengröße von 3m (L) x 1,50m (B) x 2m (H) als absolutes Minimum empfohlen, was pro weiterem Paar um 50% zu vergrößern wäre. Wichtig ist natürlich die Einrichtung, so daß die volle Volierebreite zum Fliegen genutzt werden kann, was logischerweise den täglichen mehrstündigen Freiflug nicht ersetzen kann.

    Aber wie sieht es denn mit dem Freiflug überhaupt aus ... hast Du eine Möglichkeit die Amazonen während des Jendayafreiflugs "in Sicherheit zu bringen"? Vielleicht kann man ja eine Schiebetür ins Vogelzimmer setzen und so temporär eine Amazonenvoliere schaffen?
     
  4. Doris

    Doris Guest

    Hallo Christian!

    Ob man bei den Kerlen eine Brustimmung definieren kann, weiss ich nicht. Sie paaren sich wirklich tagtäglich vor meinen Augen (und wahrscheinlich durchaus nicht immer die selben). Gefüttert wird alle paar Minuten, geschmust ständig - sie sind wirklich in der Hinsicht ein Wahnsinn. Aber mir haben sämtliche Leute, die mit den Vögeln die letzten Jahre zu tun gehabt haben, gesagt, dass das immer und das ganze Jahr über der Fall ist. Sie sind ziemlich "hyperaktiv", was das betrifft.

    Paarweise Haltung ist bei denen ausgeschlossen, die gibt`s wirklich nur im Viererpack. Wenn ich meiner Literatur glauben darf und Jendaya`s mit ca. 3-4 Jahren geschlechtsreif werden, dann sind sie`s schon. Und dennoch verhalten sich diese zwei Paare ganz und gänzlich wie eines. Die handaufgezogenen Geschwister haben ziemlich sicher einen kleinen "Dachschaden" (so menschengeprägt und richtige Kletten, das kann man sich gar nicht vorstellen). Aber im Sozialverhalten untereinander gibt es nicht die geringsten Streitereien. Ich habe sie noch nie überhaupt nacheinander hacken sehen, was ja normalerweise durchaus öfter vorkommt in so einer Gemeinschaft. Die vier sind zum Glück ein Herz und eine Seele und werden deswegen auch nur gemeinsam vermittelt.

    Muss zum Glück nicht stimmen! Zu viert würde ich sie nicht mehr herauslassen, das steht bereits fest. Allerdings hatte ich die Vögel gestern paarweise im Freiflug (abwechselnd, damit jeder zu seinem Recht kommt) und sie waren dabei erstaunlich friedlich. Sie waren wieder ohne Scheu direkt bei den Amazonen unterwegs, ohne aber irgendwelche Attacken zu starten. Waren ganz in Nagen und Klettern vertieft (solange sie nicht vom einen Moment zum anderen zur reißenden Meute werden, würde man meinen, die Kleinen könnten kein Wässerchen trüben). Im Ernstfall könnte ich zwei Vögel auch jederzeit wieder "einpacken" (da sie ja so extrem menschengeprägt sind), was bei vier mangels zusätzlicher Hände ja nicht so einfach ist. In Zweiertrupps abwechselnden Freiflug unter eiserner Aufsicht (das das dann natürlich auf Dauer gilt, ist sowieso klar) könnten sie die große Raumfläche also weiterhin nutzen.

    Ich bin mit der Planung jetzt so weit, dass die Maße feststehen. Es werden 3,12 m x 1,65 m. Mehr geht in der Länge leider nicht, da sich an der Wand Wasserleitungen mit einer Wasseruhr befinden, zu der man im Ernstfall rankommen muss. Ein halber Meter muss dort gezwungenermaßen aus diesem Grund frei bleiben, daran lässt sich leider nichts ändern.

    Status quo ist also dieser: 3,12 m x 1,65 m Voliere + stundenweise Freiflug auf 11 m x 4 m. Ich hatte gestern Besuch vom Papageienschutzverein, dort ist man sehr erfreut, dass die Sittiche überhaupt bleiben können bzw. diesen Platz bekommen (die Reaktion auf mein ja doch etwas "schlechtes Gewissen" war: mehr Platz bekommen sie nirgendwo, ab 2 qm sei es in Ordnung, denn im Grunde genommen weiss man, wenn sie nicht hier bleiben könnten, überhaupt nicht wie sie noch unterzubringen wären... da auch das Tierschutzhaus keine Alternative mehr ist und sie allein aus Platzmangel, wegen ihrer Aggressivität und ihrer Lautstärke auch nicht ins Papageienheim können... bzw. und selbst wenn, wären die Platzverhältnisse notgedrungen dort nicht anders).

    Ich werde jetzt die Bande füttern gehen und sie garantiert heute wieder in paarweisen Freiflug schicken. Heute vielleicht schon etwas länger, nachdem es gestern so gut verlaufen ist. Wenn sich diese Vorgehensweise bewährt, wären die Zweifel damit denke ich letztendlich ausgeräumt, weil zumindest mit zusätzlichem Freiflug auf dieser Fläche hätten sie`s sicher nicht schlecht getroffen. Fliegen können sie, obwohl sie bisher nicht so viel Platz hatten, sehr, sehr gut und wendig. Bisher haben fast alle Vögel erstmal ein paar Wochen gebraucht, bis sie mehr als 5 m am Stück "gepackt" haben (gilt für Aras sowie für viele der Amazonen). Ist auch verständlich, weil die meisten so viel Platz noch nie hatten. Aber die Jendaya`s sind trotzdem erstaunlich gut unterwegs.

    Mfg,
    Doris
     
  5. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Hi Doris!

    Das sagt ja wirklich alles und erklärt auch, warum sie so rabiat sind. Denn außerhalb der Brutstimmung gelten Jendayas ja als durchaus vergesellschaftungsfähig, zumindest mit manchen Arten.


    Nun, die meisten Züchter berichten, daß Südamis im allgemeinen eigentlich das ganze Jahr über brüten können ... sozusagen nach Lust und Laune ;)


    Was ja an sich recht vorteilhaft ist ... überleg mal, Du müßtest sie dann dauernd paarweise halten ... so ist das doch schöner und praktischer.


    Ja, nicht weiter verwunderlich.


    Ja, das Sozialverhalten der Südamis ist im allgemeinen immer wieder begeisternd, insbesondere bei so harmonischen Gruppen.


    Wenn das weiterhin klappt, klar ... wir werden sehen, wie sich das entwickelt.


    Naja, sie bekommen ja noch ausreichend Freiflug, oder? Ansonsten ist das wohl o.k., da es ja eine sehr harmonische Gruppe ist. Und wenn die Voliere hinreichend eingerichtet ist, können sie darin ja auch ein wenig fliegen.


    Das glaube ich gerne ... sie anderweitig zu vermitteln und ihnen dann auch noch bessere Haltungsbedingungen bieten zu können, wäre sicherlich extrem schwierig.


    Ich drücke die Daumen ... und sie nur unter Aufsicht fliegen zu lassen, wird Dich sicherlich nicht stören, denn sie zu beobachten macht doch bestimmt total Laune, oder?
     
  6. Doris

    Doris Guest

    Hi Christian!

    Glaube ich gerne - die "Lust und Laune" hat die Bande so 3-4 mal am Tag (so oft sehe ich`s zumindest ;)).

    Garantiert. In diesen Viererpack kann man sich nur verlieben, wenn man denen so zusieht.

    Ich hatte sie gestern insgesamt 4 Stunden auf Freiflug. Wieder im Zweierpack, wieder abwechselnd. Ich hatte ursprünglich vor, jeden Zweiertrupp ca. 2 Stunden im Freiflug zu lassen, die Vögel haben es sich aber anders überlegt - immer nach ca. 1 Stunde war die Abenteuerlust vorbei und die Freiflieger saßen auf dem Volierendach und wollten hinein. Ich mache also die Tür auf, die zwei Freiflieger klettern freiwillig (!) hinein, die zwei anderen Sittiche kommen heraus - fertig. Man glaubt kaum, wie problemlos die Bande da ist. Auch der zweite Freiflugtrupp hat sich ähnlich verhalten (waren nach ca. 1 Stunde wieder auf ihrer Voliere und kletterten zur Türe). Ich hatte sie also nun stundenweise draußen und dann immer gewechselt. Am Schluss nachdem sich dieses Rad zweimal gedreht hat, waren die Kleinen dann schon sichtlich müde und haben zu viert in der Voliere Siesta gehalten... ein Küken unter dem Flügel vom anderen.

    Nun, es gab gestern während dieser Zeit im paarweisen Freiflug erneut keinerlei Schwierigkeiten. Sie erkunden munter das Zimmer, die Amazonen sind wie immer unterwegs und stören sich nicht weiter an ihnen und umgekehrt. Man verscheucht sich hie und da von einem Ast, wenn sie zusammenkommen (was die Amazonen untereinander allerdings genauso tun) und das war`s eigentlich. Ist schon erstaunlich, jedenfalls scheint sich die Aggressivität der Jendaya`s im Paar tatsächlich in Grenzen zu halten. Zu viert hätte ein Augenfunkeln gereicht, und alle vier hätten sich wieder auf eine Amazone "eingeschossen". Als Paar sind sie dagegen zwar immer noch Draufgänger, aber keine reißende Meute.

    Gestern ist mir übrigens ein Kunststück gelungen: Ich kenne die vier jetzt endlich auseinander. :D :D Der erste Eindruck der Bande war ja, wie als wenn die alle aus einem Ei geschlüpft wären - keine Chance, einen Überblick zu haben. Nur den Naturbrut-Vogel kann man leicht an seinem Fußring von den handaufgezogenen Geschwistern unterscheiden. Nachdem ich gestern die Unterscheidungsmerkmale herausbekommen habe, musste ich die mir gleich notieren, nicht das ich die jemals durcheinanderbringe. Namen hatten die Sittiche ursprünglich vom Verein her ja auch (Tick, Trick, Track und Jojo). Auch wenn ich nicht weiss, was für welchen Sittich galt, mit Namen merkt man sich die Kerle besser und so habe ich sie eben neu zugeteilt. ;)

    Dadurch, dass ich nun weiss, "wer wer ist", kann ich auch zu 100% bestätigen, dass in der Bande jeder mit jedem schmust und praktisch jeder jeden füttert. Es ist fast egal, welche Sittiche ich gemeinsam auf Freiflug schicke (ich nehme meist eben die, die als erstes herkommen zuerst), immer wird in der jeweiligen Zusammenstellung geschmust ohne Ende. Eine Paarung habe ich gestern außerdem zwischen Track und Jojo beobachtet - bin gespannt, ob sich vielleicht zumindest die Paarungen auf bestimmte Partner beschränken oder die Truppe auch da keine Grenzen kennt.

    Gruß,
    Doris
     
  7. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Hi again!


    Hey, die Bande is' ja sexsüchtig :D


    Glaube ich blind. Ich hab's ja selber erlebt, wenn auch etwas anders ... Südamis sind einfach anders als die meisten anderen Sitticharten, so vom Verhalten her, meine ich ... die Schmuseorgien, gegenseitige Gefiederpflege, Geschicklichkeit und vor allem ihr Neugierde. Viele Leute kriegen da große Augen, wenn sie das erstmalig beobachten können ... war bei Pam und mir eigentlich auch nicht anders.


    Das ist ja praktisch.


    Ich drücke die Daumen, daß das so bleibt.


    Pam verwechselt unsere Aymaras selbst nach einem Jahr manchmal noch ... zumindest von weitem ;)


    Das würde ich eigentlich erwarten ... halt uns da mal auf dem Laufenden.
     
  8. #7 carola bettinge, 26. November 2004
    carola bettinge

    carola bettinge Guest

    Hallo Chrisian, Hallo Doris,

    Zitat:
    Zitat von Doris
    die "Lust und Laune" hat die Bande so 3-4 mal am Tag


    Hey, die Bande is' ja sexsüchtig

    Tja, Christian, dann willst du meinen wohl auch unterstellen, dass sie sexsüchtig sind?? Auch bei meinen geht das ständig

    @Doris: Eine echt nette Bande hast du da!! Ich wünsch dir noch viel Spass mit ihnen !

    Gruß, Carola
     
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  10. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Hi Carola!


    Unsere zwei halten sich bislang eher bedeckt.
     
  11. #9 carola bettinge, 27. November 2004
    carola bettinge

    carola bettinge Guest

    Hi nochmal;

    Meine legen auch übrigens mancheml fröhlich los, wenn Besuch da ist. Die Reaktionen sind von: "Ja, also es ist schon ein bisschen komisch, wenn neben einem zwei f*****" bis: "Streiten die?" sehr gefächert und immer sehr interressant... :D

    Gruß, Carola
     
Thema: Volierengröße für Jendayasittiche
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