Wieviele Gelege hintereinander bei Rotrückenaras zulassen?

Diskutiere Wieviele Gelege hintereinander bei Rotrückenaras zulassen? im Aras Forum im Bereich Papageien; Hallo, seit genau einem Jahr pflege ich ein 1,1 Rotrückenaras (Primolius maracana). Die Henne wird im Mai 2 Jahre alt, der Hahn ist ein halber...

  1. #1 max4ara, 16. März 2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. März 2016
    max4ara

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    Hallo,

    seit genau einem Jahr pflege ich ein 1,1 Rotrückenaras (Primolius maracana). Die Henne wird im Mai 2 Jahre alt, der Hahn ist ein halber Jahr älter. Die beiden harmonieren sehr gut, füttern sich gegenseitig, kopulieren (im Moment gerade wieder täglich mehrmals) - und die so junge Henne sitzt seit Februar praktisch ununterbrochen auf ihren Gelegen: Das erste Gelege - 2 Schiereier - im Februar, das zweite Gelege - 2 weitere Schiereier - dann im März, im Moment sind es also 4 Eier, auf denen sie sitzt (nebst ein paar Mandeln).

    Hier ein Foto vom Inneren des Nistkastens - der Hahn ist (auf dem Foto im Querformat) unten, die Henne oben, und unter dem Hahn sieht man eines der inzwischen vier Eier:

    [​IMG]

    Und da wieder nichts geschlüpft ist, scheint sie sich im Moment an das dritte Gelege zu machen... Die Kopulationen deuten jedenfalls darauf hin, ebenso wie die Tatsache, dass sie immer nur ganz kurz aus dem Nistkasten kommt und ansonsten vom Hahn im Nistkasten gefüttert wird.

    Langsam mache ich mir Sorgen, da ich nicht weiß, ob die Junghenne bis zum Umfallen weiterbrüten wird - oder ob das irgendwann auch mal wieder aufhört. Dass Rotrückenaras mehrere Gelege im Jahr zeitigen können, das ist mir durchaus bekannt, aber so non-stop hintereinander, das kann auf Dauer nicht gesund sein...

    Was ist zu tun? Wozu ratet Ihr mir? Ich habe vergeblich in der Fachliteratur nachgesehen - auch n Lars Lepperhoffs "Ara" steht unter Brutverhalten nichts zu diesem Problem. Ich weiß aber noch früher von meiner Agaporniden-Zucht, dass Hennen durchaus auch in Legenot kommen können, wenn sie keine Pause bekommen.

    Soll ich den Eingang zur Nisthöhle verrammeln? Die beiden schlafen aber jede Nacht darin und würden sicher leiden, wenn sie auf der Stange sitzen müssen. Alternativ dann ein Schlafhäuschen anbieten, das zig Öffnungen hat, damit es tagsüber darin hell ist? Das sind die Überlegungen, die ich anstelle...

    Ich bin gespannt auf Eure Empfehlungen,

    Liebe Grüße
    Markus
     
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  3. #2 charly18blue, 16. März 2016
    Zuletzt bearbeitet: 16. März 2016
    charly18blue

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    Hallo Markus,

    ich würde dann, wenn Du merkst, dass sie das Gelege aufgeben, den Nistkasten komplett entfernen. Hast Du den Artikel von Armin Brockner bekommen, den ich Dir geschickt habe?

    Ich glaube nicht, dass sie leiden, wenn sie auf einem Ast schlafen müssen. Rotrückenaras benötigen soviel ich weiß kein Schlafhaus. Würde also auch nichts in der Art anbieten. Wichtig ist, dass die beiden zur Zeit gut mit Kalzium bzw. Mineralien versorgt werden. Ich rate Dir zu einem Präparat angereichert mit Vitamin D3, unser Forenmitglied Ingo nimmt dazu dieses Präparat, was ich auch empfehlen kann. KLICK. Alternativ kannst Du auch Calcivet nehmen, das ebenfalls mit D3 angereichert ist, das bekommst Du hier KLICK
     
  4. #3 Tanygnathus, 16. März 2016
    Tanygnathus

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    Hallo Markus,

    ich würde auch den Nistkasten entfernen, die sind meiner Meinung nach noch zu jung dafür, als dass da was schlüpfen könnte.
    Susanne hat dir ja schon super Tipps gegeben mit den Zusatzpräparaten.
     
  5. max4ara

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    Hallo Susanne,

    danke für die Ratschläge!

    Ja, ich habe den Artikel nicht nur bekommen, sondern habe mich auch schon herzlich bei Dir bedankt (aber auf dem Weg wie er bei mir ankam, was Du allem Anschein noch nicht gesehen hast).

    Ganz herzlichen Dank auch nochmals hier!

    Das Problem mit dem Nistkasten ist, dass ich Stunden gebraucht habe, um ihn in seine Position zu hieven... Es ist ein sehr schwerer, großer Naturnistkasten aus Eiche, den ich nicht einfach ab- und aufbauen kann, dazu ist er viel zu schwer. Was ich tun kann, das ist den Eingang mit Naturmaterialien (Holz/Lehm) verrammeln - ich denke mal, dass sie das ganz ordentlich beschäftigen wird, was ja gar nicht schlecht sein muss.

    Über dem Nistkasten gibt es einen Freiraum, den sie anfangs mit Vorliebe aufgesucht haben, weil es der höchste Punkt in der Voliere ist, auf dem sie sitzen können - jetzt gehen sie da gar nicht mehr hin. Da könnte ich mir vorstellen, dass ich mit einer Holzblende mit vielen Löchern und einem Einschlupfloch einen Schlafplatz schaffen könnte.

    Ich kenne das von den Agaporniden, da lässt man den Nistkastendeckel offen, wenn die Henne die Jungen matraitieren sollte - dann geht sie nur noch zum Füttern rein, bleibt aber tagsüber nicht drinnen, weil es ihr zu hell und eng ist.

    Einen ähnlichen Effekt könnte ich mir vorstellen für den Fall hier: Tagsüber werden sie sich nicht darin aufhalten wollen, weil es darin zu hell und eng ist, aber nachts womöglich schon... Ich glaube schon, dass sie sich da sicherer fühlen als auf einem offenen Ast. Aber natürlich ist das zu testen, nicht dass das nächste Gelege dann dort gezeitigt wird.

    Und danke auch für die Hinweise zum Vitamin D3 - ich gebe 1x die Woche ein gutes Vitamin-Präparat und achte darauf, dass die Vögel Grit und Sepiaschalen haben, aber werde vorsichtshalber auch noch die von Dir empfohlenen Präparate anschaffen.

    Vielen Dank!

    Liebe Grüße
    Markus

    PS: Bettina, Dein Post und meiner haben sich überkreuzt - auch Dir vielen Dank für den Rat!
     
  6. #5 Tanygnathus, 16. März 2016
    Tanygnathus

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    Problem ist aber, wenn man nur den Eingang verammelt, verschließt, ist der Stamm weiter da, und das regt sie noch mehr an da rein zu kommen.
    Brutstimmung bleibt.
    Wenn du alles dicht machst und oben nur eine Schlafecke machen möchtest, läufst du Gefahr, dass sie auch da reingeht und legt.
     
  7. papugi

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    hallo,
    und wie willst du einen solchen nistkasten saubern?
    und dann noch, wenn die henne nicht ok ist, kannst du sie aus dem kasten holen oder nicht?
    wenn nicht, mach den kasten ab, und baue dir etwas praktisches z.b eine L form aus holz wo du einen eingang fur die vogel machst aber auch den deckel bei dem niedrigen teil offen kannst.

    Das geht nich gut wenn die (zu ) junge henne so viele eier legt.
     
  8. max4ara

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    Ja, das Reinigen und Entnehmen geht über eine große Klappe von Außen - so kann ich in den Nistkasten greifen und ihn säubern, das habe ich bedacht, auch um ggf. Jungvögel beringen zu können.

    Dann werde ich mir eine Lösung einfallen lassen müssen, um ihnen die Brutstimmung zu nehmen... das habe ich jetzt verstanden.

    Sollte ich jetzt sofort eingreifen und das Brüten unterbinden oder laufe ich Gefahr, gerade dadurch die Henne zu gefährden, denn wenn ich es richtig sehe, so ist sie im Moment dabei, Ei Nr. 5 und 6 zu legen...

    Was ist besser - sofort radikal stoppen oder behutsam nach dieser dritten Brutphase?

    Danke für die Hinweise!
    Markus
     
  9. #8 charly18blue, 17. März 2016
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    Hallo Markus,

    kriegst später ausführlich Antwort zu allem, muß jetzt zur Arbeit.
     
  10. #9 charly18blue, 17. März 2016
    charly18blue

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    Hallo Markus,

    ich würde sie jetzt sitzen lassen und sobald sie das Gelege aufgeben den Nistkasten entfernen. Die Eier die in der "Piepline" sind, legt sie so oder so. Da ist es sic herer uind entspanntzer sdie legt sie in den Nistkasten. wichtig ist wie schon geschrieben eine gute Kalziumversorgung und der Grund warum Vitamin D3 zugefügt sein sollte ist, dass ohne gute UV Quelle das Kalzium im Körper gar nicht umgesetzt wird.

    Ich sehe es genaus wie Bettina
    Ein verschlossener Nistkasten wird die Brutstimmung weiter anheizen, da ja Rotrücken auch ihre Behausung bearbeiten sprich sie erweitern den Eingang usw..

    Wie sieht es mit Beleuchtung aus? Hast Du UV Licht? Oder haben die beiden einen Zugang nach außen sobalds wärmer wird?
     
  11. max4ara

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    Hallo Susanne,

    ja, sie haben ein Außenfenster, in dem sie sich heute den ganzen Nachmittag gesonnt haben (ich habe es bei vollem Sonnenschein offen gelassen), das hat ihnen offensichtlich sehr gefallen. Interessanterweise war die Henne fast den ganzen Tag draußen, d.h. es scheint ein guter Moment zu sein, um die nächste Brutphase zu unterbinden.

    Ich habe auch einen 150Watt UV-Strahler, den besten, den es käuflich zu erwerben geben soll, allerdings im Moment noch nicht im Einsatz, da ich nicht so früh mit Brutverhalten gerechnet habe; Kabel usw. sind schon vorgelegt, aber das Teil muss noch sicher angebracht werden.

    Ich werde den Nistkasten komplett mit einem Alublech verkleiden, so dass sie ihn weder sehen noch anfliegen können, geschweige denn beknabbern. Das ist meine letzte Hoffnung, denn das Teil ist nicht nur komplziert eingebaut, sondern auch mit Nachtsichtkamera verkabelt, so dass es ziemlich kompliziert wäre, es wieder auszubauen.

    Wenn es mit der Alublech-Blende nicht funktioniert, dann werde ich den Nistkasten selbstverständlich entfernen. Zur Not muss ich mir irgendwo eine Hebebühne ausleihen... eine andere Lösung sehe ich nicht, denn ich hatte zum Einbauen ein kompliziertes Gerüst gebaut... Ja, das war ein dummer Fehler, hinterher ist man klüger.

    Dabei wollte ich den Vögeln mit einem soliden Naturnistkasten nur das Beste bieten.

    Ich berichte, wie es weiter geht. Im Moment scheint es nicht nach dem Start zur 3. Brut auszusehen, sondern nach dem Ende der 2. Brut - und damit ein optimaler Moment, um das Pausieren zu erzwingen.

    Danke für die Ratschläge! Ich werde den UV-Strahler umgehend einbauen und darauf achten, dass sie wieder direkt im Sonnelicht baden können.

    Liebe Grüße
    Markus
     
  12. papugi

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    hallo,
    naturlich kannst du das eierlegen nicht stoppen...es ist alles schon im gange...ich wurde die henne auf ihren eieren jetzt ihre 28 tage sitzen lassen...

    bendenke bitte alle gefahren fur die papas mit dem blech wie...zunge, zehen schneiden und kelmmen...die werden sich womoglich erinnern wo ihre nest war und versuchen es zu entdecken.

    Eine andere gefahr ist vit D bei aras...sie sind mehr sensibel fur D und kalzium supplementation die verschiedene probleme gibt wie verkalkungen...investiere gut um idie richtigen infos zu bekommen wie viel du geben musst usw.


    Du wirst ein gutes brutpaar haben...sie mussen nur ein wenig reifen um kopulieren zu lernen.
    Junge hennen haben manchmal einen intesiveren zyklus ( mehr eier legen ) ...es musste sich wohl mit der zeit regularisieren wenn du richtig eigreifst...
    ich wurde nicht nur den brutkasten verkleiden aber auch die inneneinrichtung der voliere andern.

    Ja, und nebenbei gesagt...das war eine gute lecon...:D
    nix soll man als definiv bei papas betrachten und bauen ...
    immer praktish denekn..."wie kann ich das nacher abmachen"???

    mensch denkt so wird es gehen und die papas machen das anders..

    drucke die daumen das du alles in den griff bekommst...
    Celine

    ..das hab ich auch gelernt...mit denen geht es wie auf einer welle..und wenn man denkt man ist oben, gehts wieder runter...
     
  13. max4ara

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    Hallo Celine,

    ja, da steckt viel Erfahrung in Deinen Zeilen...

    Im Moment sieht es so aus, dass die beiden nicht mehr in Brutstimmung sind. Die Aggressivität des Hahns hat deutlich abgenommen und die Henne zeigt seit Tagen kein Interesse mehr am Nistkasten.

    (Schein-)Kopulationen habe ich schon noch gesehen bzw. vor allem gehört, aber es geht mehr in Richtung Schein als Sein...

    Darf ich dieses Verhalten dahingehend deuten, dass das Paar jetzt die naturnotwendige Pause von alleine einlegt? Oder ist davon auszugehen, dass es in kürzester Zeit wieder losgehen wird?

    Mir ist das offengestanden nicht klar - genügt die Präsenz eines Nistkastens, so dass Aras (bzw. Kleinaras) permanent in Brutstimmung sind?

    Ich dachte immer, dass dafür eine Reihe von Faktoren verantwortlich sind, u.a. Nahrung in ausreichender und entsprechend variabler Menge (im Gegensatz zu vorhergehender Einschränkung), Lichtverhältnisse, etc. etc.

    Oder bewirkt tatsächlich der Nistkasten in Nähe von Futter, dass automatisch gebrütet wird?

    Ich möchte jetzt erst einmal abwarten, was passiert. Sobald zu erkennen ist, dass die Henne wieder überhaupt oder verstärkt Interesse am Nistkasten zeigt, werde ich Massnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass es schon wieder losgeht. Schließlich hat sie ja einige Tage im Nistkasten zugebracht bevor das erste Ei gelegt wurde - und ohne Interesse am Nistkasten gehe ich davon aus, dass im Moment pausiert wird.

    Und wie lange diese Pause ggf. währt, das würde ich gerne herausfinden, um die Vögel (und mich) nicht überflüssig zu stressen.

    Vielleicht ergibt sich ja, dass sich ein ganz vernünftiges Maß von 2 Brutversuchen pro Jahr einspielt (was ja noch lange nicht heißen muss, dass alle Gelege erfolgreich sind).

    Und hier auch noch 2 Fotos von den beiden am geöffneten Volierenfenster - der Hahn (mit mehr rot an der Stirn) sitzt links, die Henne rechts:

    [​IMG]

    Die beiden genießen den Ausblick auf den Garten und das, was sich da tut, augenscheinlich - und die Sonne sowieso.

    Interessant auch die Möglichkeit, die Größe des Vogels anhand des Edelstahlgitters zu bestimmen:

    [​IMG]

    Die Zwischenräume sind 3cm, die Edelstahlstäbe 6mm groß, und da der Hahn hier 11 Zwischenräume und 12 Stäbe knapp überragt, ergibt sich seine Länge aus 11x 3 + 12x 0,6 = 33+7,2 = 40,2 cm (plus etwa 1cm überragende Schwanzspitze, womit wir bei ca. 41 bis 42 cm Länge wären, was genau das Maß ist, was in der Fachliteratur angegeben wird.

    LG Markus
     
  14. #13 charly18blue, 23. März 2016
    charly18blue

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    Hallo,

    Dann entferne den Nistkasten, dann kommen sie im Moment erst gar nicht mehr in Stimmung.
     
  15. max4ara

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    Hallo Susanne,

    ganz lieb nachfrag:

    Ich verstehe und respektiere Deine Position.

    Auf meine Frage hat aber niemand geantwortet (auch Du nicht): Ist es so, dass man bei Aras den Brutkasten entfernen muss, weil es sonst zwangsläufig zu (weiteren) Brutversuchen kommt, oder gibt es auch Erfahrungen, dass man den Kasten in der Voliere lassen kann, weil die Vögel (auch) durch andere Faktoren getriggert werden?

    Wenn ich jetzt den Nistkasten verkleide bzw. entferne, dann werde ich das nicht herausfinden. Und da das Paar von sich aus eine Pause einlegt, scheint mir keine umittelbare Gefahr für Leib und Leben mehr vorzuliegen, so dass ich jetzt sicher auch nicht panisch agieren muss.

    Ich beobachte genau, ob sich das Verhalten wieder ändert - im Moment ist aber das Gegenteil der Fall: Beide kommen wieder auf die Hand und fressen friedfertig - selbst der Hahn macht keine Anstalten mehr, mich zu beißen (er hat damit angefangen als die Brutsaison losging); in den Nistkasten gehen sie nur noch aus Angst vor unserer Katze, kommen aber gleich wieder heraus sobald diese sich wieder verzogen hat - und ansonsten sind sie den ganzen Tag draußen und beschäftigen sich mit Futtersuche, Klettern und Zernagen von frischen Ästen.

    Sobald sich das Verhalten wieder ändert, werde ich ggf. Maßnahmen wie besprochen ergreifen. Aber mit etwas Glück kommt es vielleicht so, dass das Paar erst wieder in einigen Wochen (oder gar nächstes Jahr) in Brutstimmung kommt? Dann hätte ich etwas wichtiges gelernt, nämlich dass es womöglich auch so gehen kann.

    Ich hoffe, meine Position und auch meine Frage jetzt klarer zum Ausdruck gebracht zu haben.

    Liebe Grüße
    Markus
     
  16. #15 papugi, 24. März 2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24. März 2016
    papugi

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    hallo Markus,
    werde versuchen deine frage zu beantworten obwohl es so aussieht als wenn du entschieden hast deine eigene erfahrung zu machen...

    wenn du meinst das es scheinkopulation ist, dann ist es ein territoriales verhalten...ist da etwas das sie stort?

    Ich weiss aber nicht wie du den unterschied zwischen schein und realtitat machen kannst???

    Es gibt vogel die die dauerleger werden ...dann ist ein grosses problem vorhanden und ich mochte nicht der besitzer solcher vogel sein...ganz bestimmt nicht...denn dann ist grosse gefahr fur die henne und fur den geldbeutel:)

    Ich personlich wurde das risiko nicht eingehen aber die entscheidung gehort dir...

    I
    Du hast recht aber es ist nicht einfach die nahrung zum "nichtbruten" anzupassen und was die photoperiode betrifft konnen anscheinend verlangerung oder verkurzung die brutstimmung auslosen....da beide einen einfluss auf hormone haben...ich habe es mit kakadus erlebt ...ob du es mit den aras auch erleben wirst...wirst du selber entdecken.



    Bei papageien ist nix automatisch...vergess dieses wort. Es gibt grosse individuelle unterschiede bei vogel der gleichen art.


    Das kannst du machen...vielleicht rettest du dir arbeit fur dieses mal und nicht fur die nachsten..kann man nicht wissen.

    wenn du etwas bemerkst, ist es womoglich zu spat und die eier sind schon in formation...angefangen mit ovulation und den hormonen...

    drucke die daumen das alles zu deiner satisfaction geht und der der vogel auch
    Celine
     
  17. papugi

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    sorry..
    musste schnell weg und habe nicht alles gewischt...vielleicht konnte eine modo es wischen von Celine runter bis

    LG Markus[/QUOTE]
     
  18. #17 max4ara, 24. März 2016
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2016
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    Hallo Celine,

    herzlichen Dank für Deine Antwort!

    Sie verdient - glaube ich zumindest - eine Antwort, die ich Dir und anderen schuldig bin. Um das Ganze aber nicht ausufern zu lassen, beschränke ich mich auf 2 Punkte:

    1.) Auf mein Argument, unter den veränderten Umständen eigene Erfahrung machen zu wollen, wendest Du ein:

    Ja, leuchtet mir, dass die (vermeintlich gute) Erfahrung womöglich nur von begrenztem Wert sein wird. Es geht mir aber nicht nur um die Arbeit, sondern auch darum, dass die Vögel im Nistkasten Zuflucht suchen können und sich dadurch eindeutig sicherer fühlen. Diesen Wert des Nistkastens finde ich zumindest bedenkenswert. Sie werden auch in der Nacht nicht so leicht gestört - und mir tut es immer in der Seele weh, wenn ich sie panikartig im Halbdunkel durch die Voliere flattern sehe. Das passiert m.E. auf der Sitzstange sehr viel leichter als wenn sie im Nistkasten nächtigen. Es gibt also durchaus auch Gründe, die für den Nistkasten sprechen.

    2.) Besonders wichtig scheint mir Dein Hinweis zu sein, dass die Ovulation schon früher einsetzen könnte als für mich erkennbar:

    Das ist ein wichtiger Punkt, denn in der Tat möchte ich natürlich auf keinen Fall die Gesundheit der Henne gefährden. Ich bin allerdings davon ausgegangen, dass Papageien-Hennen, damit sie den Ovulationsprozess in Gang bekommen, vorher mehrere Stunden oder gar Tage in der Dunkelheit der Nisthöhle verbringen müssen. Mir ist (aus Lektüre) auch bekannt, dass Papageien zur Not auch Eier auf dem Fussboden ablegen oder sogar von der Stange fallen lassen, wenn sie keinen Nistkasten haben oder ihn nicht richtig annehmen - aber dass eine Henne, die schon 2x mit einer entsprechenden Vorlaufzeit von mehreren Tagen bis zur Ablage des ersten Eies, zwei Brutzyklen hinter sich gebracht hat, auf einmal einen "point of no return" überschreitet ohne längere Zeit im Nistkasten zu sitzen, ja, ohne sogar im mindesten Interesse am Nistkasten zu zeigen, das halte ich nun wieder für verhältnismässig unwahrscheinlich (wenngleich auch möglich, also zugegeben, ein Restrisiko bleibt).

    Mag sein, dass ich sehr schnell einlenken und hier schreiben muss: Ich habe den Nistkasten entfernen müssen, so wie von Euch geraten; aber ich hoffe halt noch, dass ich schreiben kann, es ist bei den beiden Bruten geblieben und einer so langen Pause dazwischen, so dass ich jetzt in Kauf nehmen kann, dass ein neuer Brutversuch stattfindet.

    Und dass das Problem im nächsten Jahr erneut auf mich zukommen wird - das hast Du vermutlich vorausschauend gesehen... Denkbar wäre aber auch, dass da dann womöglich sowieso alles wieder anders läuft, sollte die erste oder zweite Brute auf einmal gelingen.

    Ich berichte, was sich tut - vorerst ist alles wie gehabt; die Henne turnt und macht draußen alles wie der Hahn, und Brutstimmung kann ich nicht erkennen. Die Kopulationen sehe ich (so wie in der Literatur gelesen) als Vertärkung der Paarbindung - sie machen es nähmlich auch direkt vor mir so wie das gegenseitige Füttern, ganz offensichtlich um mir als engstem "Schwarmmitglied" zu zeigen, wer hier mit wem zusammen ist. (Kann sein, dass ich das falsch sehe, genauso wie mit dem Ausdruck "Schein-Kopulation"; da habe ich einfach noch nicht genug Beobachtungen machen können und verstehe zu wenig davon.)

    Vielen Dank nochmals - Deine (Eure) Einwände sind mir wichtig, ich bin bestimmt kein Rechthaber, aber jemand der selbständig zu denken wagt - und sich den besseren Argumenten anzuschließen versucht; hoffe ich jedenfalls ;-)

    Liebe Grüße,
    Markus
     
  19. max4ara

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    Hallo,

    so, ich möchte mal berichten, was aktueller Stand ist:

    Zuerst die gute Nachricht: Das Pärchen ist wohlauf und hat sich beruhigt... allem Anschein nach habe ich einen Weg gefunden, wie die Serie unterbrochen werden kann.

    Sodann aber auch die schlechte: Es hat noch eine dritte Brut gegeben - wiederum mit Schiereiern. Das hatte ich ja unterbinden wollen.

    Wie konnte das passieren? Zunächst hatte alles gut ausgesehen. Die beiden waren über mehrere Tage hinweg nicht mehr am Nistkasten interessiert; der Hahn war wieder umgänglich, d.h. es machte ganz den Eindruck als ob sie von sich aus eine Pause einlegen würden. Doch dann ging alles so schnell wie ich das nicht glauben konnte: Von einem Tag auf dem anderen verschwand die Henne im Nistkasten - und ich musste für 2 Tage ins Krankenhaus (ein dummer Zufall). Als ich wieder zuhause war, musste ich abwägen, was ein größerer Eingriff sein würde - die Henne aus dem Nistkasten vertreiben und diesen versperren / entfernen oder die dritte Brut zulassen?

    Ich habe mich für das letztere entschieden und es zum Glück nicht bereuen müssen.

    Als die dritte Brut vorbei war, die Henne wieder viel außerhalb des Nistkastens war und bereits wieder (Schein-)Kopulationen zu beobachten waren (vor etwa 2 Wochen), habe ich kurzentschlossen das Einschlupfloch mit einem massiven Buchenast (ca. 12cm Durchmesser) verschlossen und noch zusätzlich mit weiteren Buchenästen zum Zernagen ausgestattet.

    Das funktioniert hervorragend: Seit Tagen beschäftigen sich die beiden immer wieder mal damit, an diesen Ästen herumzunagen... Aber es ist weder manisch (also wie der Hamster im Hamsterrad) noch ist es andauernd der Fall. Sie beschäftigen sich genauso auch mit anderen Ästen an anderen Stellen und zeigen wieder ein "normales" Verhalten (also wie außerhalb der Brutphase).

    Das für mich beste Zeichen ist das Verhalten des Hahns: Er zeigt keinerlei Imponiergehabe mehr und beißt mich auch nicht mehr, nimmt Futterstücke wieder behutsam aus den Fingern - und beide lassen zu, dass ich mich dem Nistkasten nähere und an den Ästen hantiere ohne gleich in helle Aufregung zu geraten.

    Sehr schön war zu beobachten, wie schnell es ging, dass die beiden eine Sitzstange zum Übernachten ausgewählt haben: Ich habe darauf geachtet, dass nachts durchgehend ein Notlicht leuchtet, damit sie im Falle von Panik Orientierung finden. Sie haben einen relativ schmalen Ast (ca. 2cm Durchmesser) hinter dem Nistkasten gewählt - direkt am Fenster in den Garten, aber so, dass sie vom Wohnzimmer aus nicht gesehen werden können, also relativ geschützt. Dort sitzen sie jetzt jede Nacht ohne aufzufliegen oder sich stören zu lassen. Das ging sehr viel leichter als von mir befürchtet.

    Aus meiner Sicht eine (vorerst) akzeptable Lösung: Die Äste sind zugleich auch Beschäftigungsgegenstände. Und solange die Vögel nicht auffällig nur noch damit beschäftigt sind als ob sie verzweifelt wären, finde ich die Lösung für alle Beteiligten akzeptabel.

    Natürlich bleibt abzuwarten, ob dies auch dauerhaft so bleiben wird bzw. ob es sich zum Steuern von Brutphase vs. Nicht-Brutphase auch wiederholt einsetzen lässt.

    Liebe Grüße
    Markus
     
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  21. max4ara

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    Hallo,

    vor ein paar Wochen habe ich den Nistkasten gesäubert und dabei 4 Eier gefunden, allesamt - soweit ich das feststellen konnte - schier. Es hat somit nur 2 Gelege gegeben mit jeweils 2 Eiern (das weiss ich, weil ich das erste Gelege mit 2 Eiern nach dem Brutversuch fotografiert hatte).

    Den Nistkasten halte ich nach wie vor mit einem dicken Ast versperrt - und im Zwischenraum habe ich einen kleineren Ast stecken, der aber immerhin so dick ist, dass er nicht weiter weggenagt werden kann. Ergebnis: Seitdem sie nicht mehr in das Loch hineinschauen können, arbeiten sie kaum noch an dem Eingang, das Interesse für den Nistkasten ist somit weitgehend verloren gegangen, obwohl er sich weiterhin in der Voliere befindet. Dazu beitragen mag aber auch die dunklere Jahreszeit und das reduzierte Futterangebot.

    Nebenbei bemerkt: Hagebutten sind das absolute Lieblingsessen! Da wird dann immer mit Begeisterung "gegurrt"... Ein Wohl dem, der viele Rosen im Garten oder in der Umgebung hat!

    LG Markus
     
  22. max4ara

    max4ara Neues Mitglied

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    Hallo,

    in diesem Jahr besteht das erste Gelege wiederum nur aus schieren Eieren - jedenfalls sitzt die Henne nun schon 35 Tage auf den Eiern und es ist bislang nichts geschlüpft. Mag sein, dass die Henne noch zu jung ist - sie ist (laut CITES-Dokument) ziemlich genau auf den Monat 3 Jahre alt; der Hahn 3,5 Jahre. Die Geschlechtsreife soll im Alter zwischen 3 und 4 Jahren eintreten, also kann es ja noch etwas früh sein. Geduld ist angesagt.

    Inzwischen habe ich auch meine Infrarotkamera im Nistkasten in Betrieb genommen - das sieht dann so aus (vgl. Foto weiter unten).

    [​IMG]

    LG Markus[​IMG]
     
Thema: Wieviele Gelege hintereinander bei Rotrückenaras zulassen?
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