Zu Thema - Tierschutzverbände wollen Vogelhaltung generell verbieten

Diskutiere Zu Thema - Tierschutzverbände wollen Vogelhaltung generell verbieten im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; [quote="Sittichfreund, post: 2418711"]@wp1954: wieso denkst Du, daß ein Verbandoberer irgendetwas wegen einer "Macht" tut? Wie und wo zeigt es...

  1. wp1954

    wp1954 Foren-Guru

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  3. lady-li

    lady-li Banned

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    Der Link funktioniert bei mir nicht.
    Aber hier habe ich eine Stellungnahme des BNA gefunden.
    Das Papier der DTB habe ich nicht gefunden. Vielleicht hat da Jemand einen funzenden Link.
     
  4. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Lesen hilft manchmal, der Link stand schon auf Seite 1
     
  5. #64 IvanTheTerrible, 10. Oktober 2011
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

  6. plassco

    plassco Cardueliden + Kanarien

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    Zitate aus dem AZ-Forum (einfach nur so rüber kopiert):

    Habt Ihr gelesen, dass der Deutsche Tierschutzbund jetzt Wahlkampagnen startet?

    Die aktuelle Situation: Tierschutzbund gegen tierliebende Bürger, die exotische Tiere halten und pflegen.
    Liebe Vogelfreunde und auch liebe Nichtwähler!

    Bitte gehen Sie zur Wahl falls sie ihre exotischen Tiere lieben und diese niemals abgeben wollen oder um uns „allen Haltern von Vögeln, Reptilien, Fischen usw.“ zu unterstützen.

    Jetzt versuchen die Tierschutzvereine nämlich gezielt die Wahlentscheidung der Bürger zu beeinflussen. (s. anschließende Kampagnen unter Pressemeldung).

    Wie ernst alles ist, zeigen schon diese folgenden Sätze auf der Internetseite des Deutschen Tierschutzbundes:

    Link
    Die Haltung von Wildtieren in Menschenhand (im Privathaushalt) muss strikt eingeschränkt werden. Um Tiere wildlebender Arten ggf. beschlagnahmen und anderweitig unterbringen zu können, muss ein flächendeckendes Netz geeigneter Auffangstationen geschaffen werden. (Anmerkung: von unseren Steuergeldern?)

    Nur die CDU/CSU versichert uns bisher, dass nicht davon auszugehen ist, dass die Haltung von Vögeln - und sicher auch anderer Exoten - die nicht unter Artenschutz stehen, verboten wird.

    Pressemeldung
    Link
    12.09.2013
    Tierschutz-Wahlkampf geht in entscheidende Phase – Bundesweite Anzeigen und Aktionen

    Redaktionelle Hinweise zur Kampagne:
    Das zentrale Motiv des Deutschen Tierschutzbundes, wird in dieser Woche bundesweit u.a. in der BILD-Zeitung geschaltet. Zudem werden verschiedene Onlineauftritte von Tages- und Wochen-zeitungen bedient. Die Stimmkarte wurde zehntausendfach an die Mitgliedsvereine verteilt, die diese bereits bei Infoständen oder über die Vereinsinternetseiten oder in Sonderdrucken verteilt haben. Zeitgleich startet auch der Verband „Tierversuchsgegner Bundesrepublik Deutschland“ seine bundesweite Kampagne zur BTW mit ganzseitigen Anzeigen, die in zahlreichen Tageszeitungen erscheinen.


    Auf der Tierschutzstimmkarte sind folgende Punkte aufgeführt:
    Neufassung des Tierschutzgesetzes, Einführung der Tierschutzverbandsklage, Abschaffung der Tierversuche, Legehennenhaltung in Kleingruppenkäfigen, grundlegende Novelle des Jagdschutz-gesetzes, Verbot des Schenkelbrandes bei Pferden, bundeseinheitliche und kostendeckende Erstattung der Tierheimarbeit. (Anmerkung: Die SPD, DIE GRÜNEN/BÜNDNIS90 und DIE LINKE sagen zu allen Punkten ja).

    Dass man aber auch uns Vogelliebhabern die Haltung schwer machen oder ganz verbieten will, das erwähnen sie dort nicht. So einfach ist es eben . . . indem man einen wichtigen Punkt einfach weg lässt, erscheinen die Tierschutzforderungen plötzlich in einem ganz anderen Licht.

    Weiter wird erwähnt: Als gemeinnütziger und parteipolitisch neutraler Verband genießt der Deutsche Tierschutzbund ein hohes Ansehen in der Öffentlichkeit. (Anmerkung: Eine Organisation, die ihre Position dazu benutzt, uns und alle verantwortungsbewussten Tierhalter zu diskriminieren, die hat die Bezeichnung „Gemeinnützigkeit“ eigentlich nicht mehr verdient. Spendengelder einzusetzen, um Politik zu beeinflussen, ist geradezu skandalös . . . finden wir zumindest.)


    DEUTSCHER TIERSCHUTZBUND E.V.
    Link
    Exoten / WildtiereÜber das Internet, Tierbörsen oder auch den Zoofachhandel sind zahlreiche exotische Tiere zu erwerben - vom Frettchen bis zum Chinchilla, vom Rosenkopfpapagei bis zum Ara, von der Bartagame bis zur Anakonda und viele mehr. Als Exoten werden im Allgemeinen Wildtiere und deren Nachzuchten bezeichnet, die weder in Deutschland heimisch sind noch als domestiziert angesehen werden können - und somit an das Zusammenleben mit Menschen nicht gewöhnt sind.

    Papageien sind hochsoziale Vögel mit einer hohen Lebenserwartung. Sie eignen sich nicht für den Privathaushalt, weil dort in der Regel ihrem Schwarmverhalten, ihrem Flugbedürfnis und ihren Anforderungen an Luftfeuchtigkeit und Temperatur nicht entsprochen werden kann. Auch Degus, Chinchillas und Frettchen können aufgrund ihrer kurzen Historie als Heimtier durchaus zu den Exoten gerechnet werden. In landläufigen Käfigsystemen sind sie nicht artgerecht zu halten.
    Die Haltung von Reptilien, wie zum Beispiel Echsen, setzt detaillierte Spezialkenntnisse voraus. Viele von ihnen erreichen unerahnte Endgrößen.

    Der Deutsche Tierschutzbund erkennt die Arbeit der vielen Verbände und Vereinigungen im Hinblick auf Erkenntnisgewinnung und Lehre zu verschiedenen Tierhaltungen durchaus an. Allerdings ist damit nicht zu rechtfertigen, dass die übergroße Mehrheit der Privatbesitzer von Tieren exotischer Natur mit ihren Pfleglingen nicht zurechtkommt, und die Tiere dementsprechend Leiden und Schäden erfahren.

    (Anmerkung: Wir finden diese Behauptung einfach nur unverschämt den Haltern der Tiere gegenüber, die viel Geld und Freizeit für ihre Lieblinge investieren. Gerade solche Menschen, die sich auch noch als Tierschützer bezeichnen, die tragen dazu bei, dass sich immer mehr Menschen lieber mit Tieren umgeben als mit solchen Besserwissern, denn nur Tiere machen unsere Welt schöner.)

    Anmerkung
    Auf dem BNA-Symposium zur Wildtierhaltung konnten wir dem Tierschutz-Präsidenten Thomas Schröder einen Ordner überreichen mit vielen positiven Beispielen, die ihm zeigen sollten wie vorbildlich die Vögel heute bei uns leben. Die Zeit der "Käfighaltung" gehört lange schon der Vergangenheit an.

    (Über 1.600 Vogelfreunde haben uns inzwischen gezeigt - oder durch Unterschriften bestätigt - wie vorbildlich ihre Vögel gehalten werden. Allein 1.237 positive Vogelunterkünfte dokumentiert auf mehreren tausend wunderschönen Fotos von Volieren, Vogelzimmern, usw. (auch einige Reptilienhaltungen) konnten wir bisher den Politikern übersenden. Kopiert auf Sticks haben wir die Zusammenfassung an die Parteizentralen (CDU, SPD, FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DIE LINKE) gesandt. Alle 620 Abgeordneten, incl. ihrer Wahlkreise haben wir dann auf die Information hingewiesen, damit jeder (bei Interesse) sich die Dokumentation ansehen konnte.

    Herr Schröder räumte dann ein, dass sicher auch einige Tierhalter ihre Pfleglinge artgerecht halten, aber ansonsten hat ihn die Dokumentation wenig interessiert oder beeindruckt. Jedenfalls beharrt er weiterhin auf seine vorgefertigte Meinung.

    Gerade die Halter der Exoten investieren viel Zeit und Geld für optimale Haltungsbedingen, da sie den Tieren ein möglichst naturgetreues Biotop schaffen möchten, in dem das natürliche Verhalten beobachtet werden kann. Die Wissenschaft profitiert seit Jahren von den vielen Erfahrungen und Nachzuchten - auch von Arten die in der Natur schon (fast ?) ausgestorbenen sind - als gute Beispiele dafür sind der Balistar und Spixara zu nennen. Die kleinen Tiere werden versorgt, dass es ihnen an nichts fehlt und sie auch nichts vermissen. Wer nur einmal diese Tiere ein paar Stunden beobachtet, der wird merken: Es gibt kaum etwas Schöneres, als mit seinen Tieren zusammen zu sein und diese zu erleben.

    Wer Tiere liebt – egal welche – der wird sich auch immer für andere Tiere und für den Erhalt der Natur einsetzen. Aber wird die Tierhaltung privat und in den Zoos einmal ganz verboten sein, wird sich niemand mehr um die Natur sorgen. Man schützt nur das, was man kennt und liebt.

    Herzliche Grüße
    A.... und W.... D....
     
  7. #66 plassco, 18. September 2013
    Zuletzt bearbeitet: 18. September 2013
    plassco

    plassco Cardueliden + Kanarien

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    Aus einer mir zugesendeten PDF-Datei rüberkopiert:

    Schreiben und Reaktionen von Politikern (in Ausschnitten)
    Michael Grosse-Brömer, CDU schreibt mir zu dem Thema am 15.05.2013
    Sehr geehrte Frau D.,
    vielen Dank für Ihre Nachricht sowie Ihr Schreiben an die Bundeskanzlerin Angela Merkel, das
    zwischenzeitlich in der CDU-Bundesgeschäftsstelle eingegangen ist.
    Tiere sind Mitgeschöpfe und Gefährten des Menschen. Daher begrüße ich es, wenn Menschen
    verantwortungsbewusst Heimtiere halten und ihre Lebensbedingungen über die Haltung zu Hause sehr
    gut kennenlernen. Das ermöglicht uns auch Einsichten in die Natur. Wichtige Voraussetzung ist
    natürlich, dass die Tierhalter mit den Tieren gut umgehen. Aber davon bin ich bei Ihnen fest überzeugt.
    Zu der von Ihnen angesprochenen Exotenhaltung wird derzeit im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz
    und Reaktorsicherheit sowie im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschat und Verbraucherschutz ein
    Antrag der SPD-Fraktion zum Thema Einschränkung von Wildtierhandel und -haltung in Deutschland
    intensiv beraten und diskutiert. Bislang ist parlamentarisch aber noch nichts verabschiedet worden.
    Es ist aber nicht davon auszugehen, dass die Haltung exotischer Vögel, die nicht unter Artenschutz
    stehen, verboten wird. Denn Deutschland verfügt bereits heute über eins der besten und strengsten
    Tierschutzgesetze der Welt. Unser Land hat im weltweiten Vergleich vorbildliche Standards im
    Tierschutz, die in vielen Bereichen über die EU-Vorgaben hinausgehen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Grosse-Brömer, MdB
    Gabriele Hopp, CDU schreibt mir zu dem Thema (Ausschnitte aus dem Brief vom 15.05.13)
    Das Thema ist den Politikern der CDU gut bekannt. Im Deutschen Bundestag wird derzeit darüber
    diskutiert, denn die SPD-Bundestagsfraktion hat einen Antrag eingereicht mit dem Titel „Wildtierhandel
    und -haltung in Deutschland einschränken und so den Tier- und Artenschutz stärken“, der sich mit der
    Exotenhaltung beschäftigt. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird beantragen, dass dazu erst mal eine
    Expertenanhörung erfolgt und keine Vorfestlegungen getroffen werden.
    Sehr geehrte Frau D., unser gemeinsames Anliegen ist es, dass es den Tieren bei den Menschen
    gut geht. Dafür arbeitet die CDU und nicht dafür, dass die Menschen bei sich zuhause oder in Zoos
    keine Tiere mehr erleben können. Sie können sicher sein, dass Ihre Argumente bei uns gehört und
    auch in den Diskussionen im Deutschen Bundestag einbezogen werden.
    Ute Vogt, SPD (Ausschnitte aus dem Schreiben vom 22.05.13)
    Wir kritisieren Wildfänge. Die Exoten-Haltung als solche, gerade wenn sie – wie in Ihrem Fall –
    artgerecht erfolgt, kritisieren wir ausdrücklich NICHT!
    Durch die derzeitige Praxis des massiven Wildfangs und Exports sterben immer mehr Arten aus. Das
    kann nicht im Sinne von Tierliebhabern sein.
    Dr. Günter Krings, CDU/CSU (Ausschnitte aus dem Schreiben vom 23.05.13)
    Zunächst möchte ich vorausschicken, dass der Tierschutz in der Politik der Unionsfraktion einen hohen
    Stellenwert einnimmt. Nicht zuletzt deshalb hat Deutschland heute eins der besten und strengsten
    Tierschutzgesetze der Welt. Wir brauchen hier keinen Vergleich zu scheuen. Wir möchten unsere
    hohen Tierschutz- und Umweltstandards auch innerhalb der EU durchsetzen.
    Auch für die privat gehaltenen und gezüchteten Heimtiere gelten die Grundsätze des
    Tierschutzgesetzes. Umgang und Haltung müssen tiergerecht erfolgen. In mehr als einem Drittel aller
    Haushalte werden Tiere gehalten. 22,3 Millionen Heimtiere sind es insgesamt. Ich stimme Ihnen zu: Die
    ganz überwiegende Mehrheit der Bürger, die Tiere besitzen, behandeln diese sehr gut.
    Wir sind bestrebt, das in Deutschland bereits geltende hohe Tierschutzniveau Schritt für Schritt
    weiterzuentwickeln und zwar in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Daher bedanke ich mich
    nochmals für Ihren Beitrag und hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort unsere Position nahe bringen
    konnte.
    C. Ilawa für Renate Künast, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Ausschnitte aus dem Schreiben vom 23.05.13)
    So wollen wir zum Schutz von Haustieren einen Fachkundenachweis einführen, den jeder erbringen
    muss, der Tiere züchten, handeln und halten möchte. Bei Wildtieren wollen wir Handel und Haltung auf
    solche Arten begrenzen, die aus Tier- und Naturschutzsicht sowie aus Gründen der Gesundheit und der
    Sicherheit als Heimtiere geeignet sind. Dazu wollen wir eine Positivliste einführen. Des weiteren setzen
    wir uns dafür ein, dass das Züchten, Halten und Betreuen von Tieren wild lebender Arten ebenso wie
    der Handel mit solchen Tierarten von einer vorherigen behördlichen Erlaubnis abhängig gemacht wird.
    Hans-Christian Mrowietz, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Ausschnitte aus dem Schreiben vom 30.05.13)
    Wir setzen sich deshalb dafür ein, das Züchten, Halten und Betreuen von wild lebenden Tieren vom
    Nachweis der Fachkunde und das Halten, den Handel, das Verbringen und die Einfuhr für den
    Menschen gefährlicher Tiere von einer behördlichen Erlaubnis abhängig zu machen. Ein Verbot des
    Haltens von "Exoten" und insbesondere "exotischen" Vögeln lehnt unsere Partei aber als unnötig ab.
    Thomas Diener, FDP (Ausschnitte aus dem Schreiben vom 01.07.13)
    Obgleich die Mehrzahl der Tierhalter sicherlich nur das Beste für die liebgewonnenen Schützlinge will,
    gibt es doch belegbare Beispiele von grober Vernachlässigung und bewusstem Missbrauch. Dieses
    Verhalten ist nicht zu tolerieren.
    Ich kann Sie abschließend beruhigen. Die FDP ist, was das Thema Tierschutz betrifft, nicht nur auf den
    Deutschen Tierschutzbund angewiesen. Entsprechend sind wir in der Lage ein differenziertes und
    unabhängiges Urteil zu fällen.
    Ich danke Ihnen für die ausführliche Zusammenstellung.
    Undine Kurth, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Ausschnitte aus dem Schreiben vom 03.06.13)
    Sie haben sich an die grünen Bundestagfraktion gewendet, um auf angebliche Falschdarstellungen des
    Deutschen Tierschutzbundes bezüglich der privaten Haltung von Wildtieren aufmerksam zu machen.
    Als Tierschutzpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN möchte ich ihnen gerne – auch im
    Namen meiner Kolleginnen und Kollegen – antworten.
    Zunächst möchte ich zwei Dinge klarstellen.
    1. Wir verdächtigen durchaus nicht alle privaten Halter von Wildtieren der Tierquälerei
    2. Wir fühlen uns vom Deutschen Tierschutzbund durchaus nicht einseitig informiert.
    Die Haltung von Heimtieren und insbesondere die private Haltung von Wildtieren ist eine große
    Herausforderung. Die Kontrolle der Einhaltung der Haltungsvorschriften ist nur sehr schwer möglich, da
    das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 GG) zu respektieren ist. Auch wenn die
    Haltung vieler Tiere nicht zu beanstanden sein wird, ändert das nichts an der Tatsache, die sicherlich
    auch Sie nicht leugnen wollen, dass wir es in unserem Land auch mit vielen prekären Tierhaltungen zu
    tun haben. Gerade hier ist aber der Tierschutz gefragt.
    Liebe Frau D., ich versichere Ihnen, auch ich bin überzeugt, dass es vielen Wildtieren in privater
    Haltung sehr gut geht und sie liebevoll gepflegt werden (Ihre Dokumentation belegt das
    ausschnittsweise). Wir müssen uns aber auch um die Halter kümmern, die Ihrer Verantwortung nicht
    nachkommen – aus Unkenntnis oder weil es Ihnen gar nicht um die Tiere geht, sondern nur um die
    „schnelle Mark“. Ersteren wollen wir helfen, Zweiteren gehört das Handwerk gelegt.
    Carmen Gerner für Andrea Nahles, SPD (Ausschnitte aus dem Schreiben vom 30.05.13)
    Sowohl im Regierungsprogramm als auch im Antrag der SPD-Bundestagsfraktion „Wildtierhandel und –
    haltung in Deutschland einschränken und so den Tier- und Artenschutz stärken" ist keine Rede von
    einem Haltungsverbot von Wildtieren.
    Im Gegenteil, die SPD begrüßt ausdrücklich das Engagement zahlreicher Tierzüchter und –kenner, die
    sich für den Artenschutz und den Schutz wildlebender Tiere einsetzen. Im Zentrum unserer
    gemeinsamen Forderungen stehen der Schutz der Arten und ein Verbot der Naturentnahmen. Nach
    Auffassung der SPD muss für diese betroffenen Tierarten der kommerzielle Lebendtierhandel in die EU
    verboten werden.
    Wir sind auf die Aufklärungsarbeit, das Engagement und den engen Kontakt mit Fachexperten und
    Tierzüchtern angewiesen. Sehr eng arbeiten wir auch mit dem Deutschen Tierschutzbund zusammen.
    Dieter Stier (CDU/CDU) sagt in der BNA-Aktuell
    (Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz e. V.):
    Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die überwiegende Anzahl der Privathalter ihre Tiere
    vorbildlich halten. Natürlich gibt es immer wieder schwarze Schafe unter den privaten Tierhaltern – wie
    in allen anderen Lebensbereichen der Gesellschaft auch.
    Franz-Josef Holzenkamp (CDU/CDU) sagt in der BNA-Aktuell
    Der hohe Schutz von Wildtieren und artgerechten Haltungen stehen für die Union außer Frage. Dass
    der boomende Wildtierhandel an verschiedenen Stellen Probleme aufwirft, ist auch uns bewusst. Diese
    entstehen aber in der Regel nicht durch fehlende Gesetze und Vorschriften, sondern vielfach durch
    Vollzugsdefizite der Kontrollbehörden.
    Heinz Paula, SPD, Schreiben an Herrn Haut (BNA) und an die Teilnehmer des Symposiums
    (10.04.12)

    Generell erfordert die artgerechte Haltung von Wildtieren fundierte Kenntnisse über das Verhalten in
    natürlicher Umgebung. Beginnend mit der Anschaffung werden beispielsweise häufig der finanzielle
    Aufwand und die Folgekosten unterschätzt. Vor allem aber ist der technische Aufwand für eine
    artgerechte Haltungsumgebung sehr hoch. So können Terrarien oftmals nicht ansatzweise dem
    natürlichen Habitat von Reptilien nachempfunden werden, ebenso wie das Schwarmverhalten von
    vielen exotischen Vogelarten kaum berücksichtigt werden kann. Es gibt unzählige Beispiele, die
    unterstreichen, dass eine wirklich artgerechte Haltung in Privathaushalten kaum möglich ist.
    Jede Haltung von Tieren sollte an bestimmte Voraussetzungen geknüpft sein: Das heißt Sachkunde
    des Halters, Volljährigkeit, Tierhaltungspflichtversicherung, Meldepflicht und vor allem art- und
    verhaltensgerechte Unterbringung. Die SPD-Fraktion wird sich dafür auch in Zukunft einsetzen.



    Ich gehe Sonntag also selbstverständlich wählen, aber eben nicht wie in den Jahren zuvor...
     
  8. Rasti

    Rasti Foren-Guru

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    ergo... am Sonntag : ...... :zwinker:
     
  9. Axel

    Axel Foren-Guru

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    Auch ich gehe am Sonntag selbstverständlich wählen, allerdings mache ich meine Wahlentscheidung nicht nur von den hier vorgebrachten Standpunkten zur Haltung von Exoten in Privathand bzw. einem Verbot oder Nichtverbot abhängig.
    Wie in den Jahren zuvor, versuche ich mir ein umfassendes Bild der jeweiligen Parteien zu machen und treffe daraufhin meine Entscheidung.
     
  10. OR-Michi

    OR-Michi Banned

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    :zustimm:Mit dieser Meinung/Ansicht steht Heinz Paula nicht alleine da!
    Michael
     
  11. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    @Michael
    Es gibt auch unzählige Beispiele von Taubenhaltungen, die nicht in Ordnung sind - also lasst uns die Taubenhaltung ebenfalls verbieten!
     
  12. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Dummerweise gibt es vor allem jede Menge Leute, die denken nur weil sie sich "Tierschützer" oder gar "Tierrechtler" nennen, hätten sie Ahnung von der Materie. Das ist das eigentliche Übel!
     
  13. OR-Michi

    OR-Michi Banned

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    Hallo Dagmar
    desgleichen stände auch für Rind-und Schweinehaltung!
    :nene:Wir sollten jetzt aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen
    Michael
     
  14. owl

    owl Foren-Guru

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    nicht zu vergessen die unzähligen Beispiele von Hunde-, Katzen-, Kaninchen-, Pferde-, Schaf- und Ziegenhaltung (plus viele mehr) die nicht in Ordnung sind.

    Leiden diese Tierarten denn weniger unter schlechter Haltung ?

    Wir leben leider, leider in einer Verbotsgesellschaft. Was wird da noch alles an Verboten auf uns zu kommen :k

    ist es denn keine Tierquälerei, Vögel die sich in ihrer Umgebung (priv. Haltung) unter Artgenossen und viel Freiflug sichtlich wohl fühlen, aus ihrem Umfeld heraus zu holen :?

    kopfschüttelnde Grüsse
     
  15. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Sonja - siehe meinen Kommentar... Tierschutz ist was sinnvolles, wenn man weiß was man tut, und wenn man nicht nur aus blindem Aktionismus handelt, was leider viel zu oft der Fall ist.
     
  16. owl

    owl Foren-Guru

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    Hallo Moni

    ja, da gebe ich dir vollkommen Recht.

    Ob es ein anschauliches Beispiel ist, das weiss ich nicht, trotzdem habe ich mich in der Vergangenheit auch immer gewundert, wie Tierschützer "Pelztiere" (blödes Wort) z.B. Nerze einfach massenhaft "befreien" konnten, wohlwissend dass diese befreiten Tiere eine grosse Gefahr für unseren einheimischen Tiere darstellen.

    Deshalb bin ich noch lange keine Befürworterin von echten Pelzklamotten. In unseren Breiten braucht man sowas nicht. In Alaska, Grönland oder auf den Kurilen will ich ja nix sagen, aber bei uns braucht man das wirklich nicht. Mein Motto lautet daher: einfach nicht kaufen/tragen. Und bevor man Tiere befreit vorher Gehirn einschalten.
     
  17. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Das tun aber leider viele nicht, wenn es um "Tierschutz" geht. Da wird das Gehirn ausgeschaltet und die Emotionen kochen hoch.
     
  18. astrid

    astrid Foren-Guru

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    Ist das nicht das Grundproblem/ die Grundsatzfrage hinter jeder Tierschutz-/Tierqualdiskussion? Die Kriterien für gut oder schlecht sind menschliche Kriterien, dazu noch, in der Regel, emotional gefärbt.

    Die objektivierbaren Kriterien wie Verpaarung, Zeugung und Aufzucht von Nachwuchs, arttypische Verhaltensweisen, sind genetisches Programm, das auch unter widrigsten Umständen noch jahre- oder generationenlang funktioniert.
    Dieses wird als "es geht ihnen gut/ sie fühlen sich wohl" auf die Haltungsbedingungen übertragen und sich selbstzufrieden zurückgelehnt.

    LG astrid
     
  19. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Das würde ich aber so nicht unterschreiben. Allein schon die Beschreibung der Umstände als "widrig" ist ja wieder emotional gefärbt. In "freier Wildbahn" sind die Umstände teilweise auch nicht so paradiesisch wie es sich hier so mancher vielleicht vorstellt oder erwünscht, aber trotzdem vollkommen ausreichend. Manchmal kommt es mir so vor, als sollten die Tiere vor ihrem ureigensten Lebensraum gerettet werden, bzw. den Bedingungen unter denen sie sich Jahrmillionen lang entwickelt haben.
     
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  21. owl

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    Hm, also manchmal gehen ja auch meine Emotionen beim Schreiben mit mir durch :D

    sonst hab ich sie eigentlich recht gut im Griff, vor allem negative Emotionen. Selbige soll man seine Tiere ja eh nicht anmerken lassen.

    Was aber Moni schreibt, dass viele Tiere es in ihrem Heimatland/-habitat auch nicht gerade besonders gut haben, sieht man doch ganz gut am Beispiel der Rosakakadus, die in Australien von den Farmern z.T. sogar vergiftet werden. Es wäre ja schon mal interessant, die Lebenserwartungen der einzelnen Vogelarten in freier Wildbahn, mit den Lebenserwartungen der Vögel in Haltung zu vergleichen.

    Und was die widrigsten Umstände anbelangt, naja..... ich unterstelle der Mehrzahl der Tierhalter einfach mal, dass sie sich um das Wohl ihrer Tiere/Vögel bemühen. Freilich gibt es auch schwarze Schafe, siehe auch die Hunde, Pferde usw. - also keine Exoten.

    Ich weiss nicht ob es überheblich ist, indem ich mir einfach mal zutraue beurteilen zu können, ob meine Vögel sich wohl und zufrieden fühlen, oder nicht.

    Da ist noch was, zwar nur eine Vermutung, aber immerhin: ich denke, dass wenn wir die so genannten Exoten (Papageien, Sittiche, Prachtfinken, Reptilien etc.) im direkten Zusammenleben, also Haltung kennen- und liebenlernen, dass wir uns dann auch eher für ihren Schutz in deren Heimat engagieren :?
     
  22. Moni

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    Sonja, jetzt hast Du mich aber falsch verstanden ;). Mit den Umständen meinte ich die natürlichen Bedingungen, nicht die Farmer. Insofern ist Australien natürlich ein sehr gutes Beispiel! Allein schon wenn ich lese, dass Wellensittiche angeblich so viel Obst und Gemüse benötigen (was die Modis im WS-Forum aber zum Glück gut im Griff haben), und dann die Verhältnisse in Australien bedenke, dann sind doch die Umstände in Australien total mies, weil sie da kein Obst und Gemüse bekommen - ergo ist der Züchter, der ihnen das vorenthält ein Tierquäler - das selbe gilt für unzählige andere Vogelarten... Tierquäler wer sich die Tiere fortpflanzen lässt, also ihre ureigensten Instinke ausleben lässt, Tierquäler der einem Tier das auch in Freiheit sich kaum bewegt, nicht genügend Auslauf bietet, das ließe sich vermutlich noch länger fortsetzen.
     
Thema: Zu Thema - Tierschutzverbände wollen Vogelhaltung generell verbieten
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